Das schreibt heute Ralf Streck auf Telepolis.
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46182/1.html
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Hallo,
ich würde die Wahl so interpretieren, daß wieder normale Verhältnisse geschaffen wurden. Seit der Nelkenrevolution haben sich praktisch Sozialdemokr. und liberal-konservative Regierungschefs abgelöst. Selten daß da jemand zwei Legislaturperioden geschafft hat.
Auch die PS als zweitstärkste Partei hat sich zu den Austeritätskriterien bekannt. Insofern halte ich z.Zt. eine große Koalition für am wahrscheinlichsten, die vermutlich deutlichere sozialdemokratische Züge bekommt, also inetwa so wie hier in der BRD.
In meiner Region im Alto Alentejo wird übrigens traditionell kommunistisch und links gewählt. Dort kommen die linken Parteien locker auf ca.80%. Es ist auch die Region mit dem niedrigsten Bildungsniveau und dem höchsten Wohlstandsgefälle. Und so ein überzeugter Kommunist sagt dann auch: Eigentlich egal wen wir wählen, alle Politiker sind Verbrecher!!!
Mein Umfeld ist nicht die richtige Warte, die Gesamt-Gemengelage an politischen Meinungen für Gesamtportugal aufzunehmen. Im Norden wird eher liberal-konservativ gewählt.
Man sagt: im Norden (Porto) wird gearbeitet und im Süden (Lissabon) ausgegeben/gelebt.
Ansonsten ist mein Eindruck, daß man in Portugal stolz ist, nicht so zu handeln wie in Griechenland. Immer wieder kann man in den Zeitungen die Vergleiche zu Griechenland und Spanien sehen mit viel Zahlenmaterial.
Gruß Dieter