"... wer soviel Angst hat vor vollen Moscheen, der soll doch in die Kirche gehen,
Also vor Gericht die ganze Sache verhandeln, so wie bei jedem anderen
Bürger auch! Oder wollen die jetzt auch wieder Staatskirche werden?
dann wird die Angst auch geringer." So Frau Käßmann in einem Interview am 11.09.2015 im Morgenmagazin (ca. 2:15). Vorher hat sie gegen das christliche Polen polemisiert, das mehr Flüchtlinge aufnehmen sollte.
Die Hassliebe von Kirche und Staat ist debitistisch bekannt. Kirche/Religion möchte tendentiell immer den Religionsstaat. Der Staat als Gewaltzentrum will die Kirche instrumentalisieren als Opium für die Tributpflichtigen.
In der Geschichte hat sich dieses Machtgerangel immer wieder gezeigt. Dabei spielte eine besondere Rolle, dass die Religion überall wirksam wurde, die Staatsmacht jedoch auf ihr Territorium begrenzt war. Bis Luther ging das halbwegs, danach wurden die Dinge unübersichtlicher.
Welcher Macht soll man aus debitistischer Sicht die Daumen drücken?
Die Zielsetzungen sind unterschiedliche. Während der Staat sein Territorium an der Grenze zu schützen hätte, haben die Kirchen supranationale Interessen, die ihrer eigenen Kirchenorganisation.
Die Flüchtlingssituation ist damit nicht nur für die Sozialindustrie vorteilhaft. Sie ist auch für die Kirchen gut als Hauptträger der Sozialindustrie sowie als Organisationen, die auf mehr Zulauf hoffen. Vermutlich kochen sie ihr Süppchen ohne Kenntnis der wirklichen geopolitischen Hintergründe (zumindest die Evangelischen, der Papst scheint da besser aufgestellt).
Der erste Schritt ist also, sich die Rolle der Kirchen und die Unterschiede zwischen den christlichen Kirchen vor Augen zu führen. Sie werden an Bedeutung erheblich zunehmen. Die Konflikte zwischen evangelisch und katholisch werden möglicherweise wieder aufbrechen. Beide sind dabei eher als Einflussgruppen zu verstehen, wie die USA auch mit Einfluss im Hintergrund agiert. Im Forum wird die Bedeutung von jüdischen Lobbygruppen immer wieder angesprochen. Wie steht es mit den internationalen Verflechtungen der evangelischen Kirchen? Wie hoch ist z.B. der Einfluß der amerikanischen Pfingstler etc. auf die Haltung der EKD zur Asylpolitik? Die bekannten Verdächtigen betreiben eine enorm aktive Kirchebpolitik, da sie die idealen NGO´s für alles Mögliche sind. Kaum jemand weiß davon.
Es wird Tendenzen zu Staatskrichen geben, vielleicht auch zu Kirchenstaaten, mit unterschiedlichen Ergebnissen in den europäischen Ländern. Orban bspw. ist eher katholisch, ebenso Polen, D scheint fest in protestantischer Hand.
Der Therad von @Jermak macht die Bedeutung schön deutlich. Die Grünen kann man als politischen Arm der EKD sehen.
In Notzeiten sortieren die Menschen sich an ihrer Ethnie und ihrer Religion. Auch die christlichen Varianten werden radikalisiert werden.
Grüße
Mercury
edit: Videozeit nachgetragen
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„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich