ich freue mich schon auf Dein "HowTo-Rübermachen" 
Wer weiß was die Zeit bringt... Berichte, die auf Erfahrungswerten bei
der Auswanderung beruhen sind derzeit Gold wert. (imho)
den Begriff Auswandern habe ich nicht benützt - absichtlich nicht. Korrekt ist es ein Familiennachzug - von einer Person, nämlich der meinen. Frau und Sohn haben die thailändische Staatsbürgerschaft - der Sohn ist in D geboren - hat also wenn er es wünscht ebenso ein Recht auf einen Personalausweis.
Thailand - besser gesagt wahrscheinlich ganz Asien ist kein Einwanderungsland. Einbürgerungen von Ausländern sind absolute Ausnahmen. Eine Heirat in TH bringt in Bezug auf das Aufenthaltsrecht nur wenig Vorteile - es ermöglicht lediglich eine Aufenthaltserlaubnis, die jährlich erneuert werden muss. Es bietet auch den Vorteil, dass man das Land in dieser Zeit nicht verlassen muss - dafür hat man die Pflicht alle 90 Tage sich auf der Immigration zu melden, dass man noch lebt
oder nicht verloren gegangen ist. Bei der Jahresverlängerung muss jährlich ein Guthaben von ca. 10.000 Euro bei Verheirateten oder 20.000 Euro bei nicht verheirateten Rentner gezeigt werden. Bei Rentner alternativ, eine Rente in vergleichbarer Höhe umgerechnet auf den Monat. Rentner kann man ab 50 Jahren sein ....
Es gibt noch einige spezielle gesetzliche Einschränkungen, Ausländer können z.B kein Land kaufen - Arbeitserlaubnis erhalten nur Spezialisten, die in TH nicht ausreichend zur Verfügung stehen .... und noch einige andere Dinge.
In Asien/TH gibt es keine Gutmenschen, also bis auf die Expats die durch Transferzahlungen aus ihren Heimatländern überleben - habe ich hier noch keine getroffen.
Alles in allem hat mich -- der Familiennachzug --
rund 20 Jahre Vorbereitung gekostet - inclusive einem Fehlstart während der Asienkrise 1997/98 damals lebte ich schon einmal 2 Jahre vor Ort in Phuket. Ich weiss also auch, was es bedeutet, wenn Pläne schieflaufen und man abbrechen muss - für mich war das damals die Erkenntnis Fehler gemacht zu haben. Fehler sind die besten Lehrmeister, wenn man bereit ist zu lernen.
Mein Eindruck heute ist - aktuell werden besonders viele Fehler gemacht in den westlichen Gesellschaftssytemen -- damit meine ich nicht explizit die politische Garde oder die 1% igen -- sondern den Normalbürger - den demokratischen Wähler.
Warum trotz allen offensichtlichen Nachteilen Thailand dem Leben im Westen vorzuziehen ist, das werde ich bei Gelegenheit noch genauer erklären.
Aber um Restillusionen vorzubeugen, wer von Transferzahlungen langfristig in TH leben will ist genau eine Generation zu spät dran, das war für Rentner die in den 80ern in Rente gingen eine optimale Wahl bis zum Jahrtausendwechsel, ab dann begannen die Veränderungen. Heute ist dieses Unterfangen aus meinem Wissen heraus zum Scheitern verurteilt. Auf Sicht von 10 Jahren, dürften einzig die einer unfreiwilligen Rückwanderung entgehen, die durch sozialverträgliches Frühableben schon einen Schritt weiter sind.
Gruss
--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen!
©n0by
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