Orwellsche Neudefinition des Heimat-Begriffs mittels "Hilfestellung" durch die ARD?

Medicus @, Dienstag, 29.09.2015, 17:52 vor 3771 Tagen 2992 Views

Nachdem man die Deutschen im eigenen Land ihrer Heimat beraubt, wird der Heimat-Begriff ganz einfach umdefiniert. Genau nach Orwell Rezept?


"In Anwesenheit der Paten Natalia Wörner und Herbert Grönemeyer, der Sendervertreter Dr. Christoph Hauser (SWR-Fernsehdirektor), Volker Herres (Programmdirektor Das Erste) und Joachim Knuth (Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission und NDR Programmdirektor Hörfunk) wurden in Hamburg die Programmhöhepunkte und -aktionen vorgestellt."

http://www.ard.de/home/intern/presse/pressearchiv/Hoehepunkte_in_Fernsehen__Hoerfunk_un...

http://www.presseportal.de/pm/29876/3129396

http://www.focus.de/kultur/diverses/medien-ard-themenwoche-2015-heimat-ist-ueberall_id_...


Doku "Deutschland. Dein Tag" zum Auftakt (Verhöhnung!?)

"Diese zwölfstündige Dokumentation vermittelt ein buntes Bild unseres bundesrepublikanischen Lebens – spannend und einzigartig." "Millionen Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen. Hunderttausende suchen bei uns ein neues Zuhause, eine neue Heimat."


"Wir müssen den Heimatbegriff neu definieren: Was verbinden wir heute damit? Dazu soll unsere Themenwoche eine Hilfestellung geben, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres.

"Dr. Christoph Hauser, SWR-Fernsehdirektor: "Heimat ist da, wo wir herkommen – geografisch, sozial, emotional. Heimat ist aber auch da, wo wir ankommen: Nie waren mehr Menschen auf der Flucht und der Suche nach Heimat als heute."

"Heimat ist kein Ort, es ist ein Gefühl."


Alles klar? [[zwinker]]

Na klar ...

Fleet @, Tor zum Harz ex NL, Dienstag, 29.09.2015, 18:29 vor 3771 Tagen @ Medicus 2123 Views

Hallo Medicus,


"Heimat ist kein Ort, es ist ein Gefühl."


Alles klar? [[zwinker]]

alles klar! Das vermitteln uns bereits ständig jene weltoffenen elternfinanzierten Grünlingsinterviewparadereisebeispielskandidaten, denn sie sind alle "Weltbürger":

"Ich fühle mich da zu Hause, wo ich gerade bin."

In diesem Sinne

Fleet

--
"Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht." (H. Heine)

Vaterlandslose Gesellen eben: die von der schwarz-rot-rot-grünen Einheitspartei. (oT)

Griba @, Dunkeldeutschland, Dienstag, 29.09.2015, 18:51 vor 3771 Tagen @ Fleet 1765 Views

- kein Text -

--
Beste Grüße

GRIBA

Wo ist "Heimat"? Das Wort selbst gibt die Antwort!

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Dienstag, 29.09.2015, 19:58 vor 3771 Tagen @ Medicus 2080 Views

Das Wort "Heimat" kann man trennen in zwei Begriffe:

"Hei" und "Mat"

Wenn man den Dialekt entfernt, findet man diese Begriffe:

"Heu" und "Mahd"

Die Heimat ist also der Platz, wo man Gras gemäht und Heu gemacht hat!
Passend dazu haben aktuell einige Menschen Heimatsgefühle beim Anblick von gemähtem Rasen.
Er erinnert noch daran, dass es ein Wohlgefühl war, wenn Heu eingebracht war. Denn nur mit Heu konnten die Tiere (zB Kühe / Pferde etc.) den Winter überstehen. Und ohne Tiere war an das eigene Leben sofort in Gefahr bzw. ein Überleben nicht möglich. Heu-Mahd war/ist also die Bedingung des eigenen Überlebens.

Der Anblick der grünen Heu-Mahd Fläche ist entspannend, gibt ein Gefühl der Sicherheit.
Zusätzlich können Erinnerungen auftauchen, wie man auf gemähten Wiesen getanzt hat (Volks-Tanz nannte man das früher [[zwinker]]) und man womöglich Herzklopfen spürte beim Wahrnehmen anderer Tänzer und Tänzerinnen [[herz]]. Vermutlich deshalb gibt es so starke Heimatsgefühle [[herz]] [[herz]] [[herz]] .

Heu-Mahd gab es ursprünglich nur durch die Anwendung der Sense. Unter anderem deshalb bezeichne ich die Sense als das wichtigste Werkzeug der Menschheit: http://www.konstantin-kirsch.de/2009/08/sensen-das-wichtigste-werkzeug-der-menschheit.html

Viele Heu-Mahd-liche Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Betrachtungsweise

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 29.09.2015, 20:59 vor 3771 Tagen @ Konstantin 1763 Views

Freut mich, wenn Du das auf die philologische Tour definierst, dieses Wort.
Ich versuchs mal auf die philosophische:

Zuhause kann man an verschiedenen Orten der Welt sein, und sich auch wohlfühlen, sich richtig heimelig und eben "zuhause" fühlen. Daheim aber ist man nur an einem einzigen Ort.

Ich als jemand, der seit über vier Jahrzehnten von der Gegend, wo er geboren wurde, weggegangen ist, weiß verdammt genau, wovon ich spreche......

Danke, das ist eine schöne Rückführung des Wortes (oT)

MI @, Mittwoch, 30.09.2015, 08:26 vor 3771 Tagen @ Konstantin 1321 Views

- kein Text -

Unsere Heimat ...

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 30.09.2015, 10:49 vor 3771 Tagen @ Konstantin 1332 Views

Heimat ist, wo mensch seine tägliche Grundnahrung, Wasser etc. eigenhändig heran- oder herbezieht. Zuallerst war es die eigene leibliche Mutter, dann die Mutter Erde.

Es deutet also ursprünglich auf die Verbundenheit mit einem Stück Natur als Nahrungsspender hin .. nun aber nur noch auf eine Supermarktkette? Haben wir noch eine Heimat? Ich bezweifle es. Zuhause ja, aber keine Heimat .. erst recht keine geistige.

Unsere Heimat ist die Supermarktkette und die Markenartikel-Industrie (Popstars etc.).

Gruß, Beo2

Wieviel Arbeitsplätze hat die ARD dieses Jahr an anerkannte Asylbewerber vergeben?

Jermak @, Dienstag, 29.09.2015, 20:57 vor 3771 Tagen @ Medicus 1892 Views

und vor allem welche Art von Arbeitsplätzen? Wie hoch ist der Anteil dieser an der kompletten Zahl aller Arbeitsplätze. Wieviele Arbeitsplätze welcher Art gedenkt die Anstalt in Zukunft für Anerkannte bereitzustellen.

Und wann moderiert der erste Syrer endlich die Tageschau?!

Wenn die Zudringlinge alle so überaus qualifiziert sind, dann müßten wir auf allen Kanälen doch bald viel mehr von ihnen sehen, und zwar auf der Macherseite, nicht als Subjekte verlogener Dokus.


grüße

jermak

Ist mir auch aufgefallen

MI @, Mittwoch, 30.09.2015, 08:33 vor 3771 Tagen @ Medicus 1521 Views

Ich weiß immer nicht, ob hinter solchen Sachen der Zufall steckt oder doch Umerziehungsmaßnahmen bis zum heutigen Tag.

Klar ist, dass wir Heimat nun gar nicht mehr anders definieren können, als "ein Gefühl", denn das, was Heinmat einmal war: die Verbundenheit mit einem Land, mit einer Stadt, mit einer Region, das hat in der "globalisierten, multikulturellen Welt" keinen Platz mehr, ist anachronistisch.

Die Neudefinition von Heimat sorgt auch dafür, dass niemand "seine" Heimat mehr verlieren kann, denn er oder sie kann sich jederzeit "woanders" wohlfühlen und hat dann eine neue Heimat. Fertig.

Allerdings kenne ich ziemlich viele Nachkommen von damaligen Flüchtlingsfamilien, die im Grunde immer noch "ihrer" Heimat hinterhertrauern, sich darum betrogen fühlen und sich fragen, wie es wohl gekommen wäre, wenn es anders gekommen wäre.

Ganz so einfach ist wohl doch nicht...

Grüße,
MI

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.