Endlich: Studentenunruhen wegen der Flüchtlinge
Hallo in die Runde,
was waren das noch Zeiten, als es an deutschen Universitäten zu allererst zu brodeln begann:
Und heute?
Neues aus einem Biotop für Lebensuntüchtige
Desillusionierter Gruß
Langmut
Langmut , Montag, 28.09.2015, 22:29 vor 3771 Tagen 4320 Views
Hallo in die Runde,
was waren das noch Zeiten, als es an deutschen Universitäten zu allererst zu brodeln begann:
Und heute?
Neues aus einem Biotop für Lebensuntüchtige
Desillusionierter Gruß
Langmut
Vienna11 , Montag, 28.09.2015, 22:43 vor 3771 Tagen @ Langmut 2500 Views
wie der Berliner zu sagen pflegt.
was waren das noch Zeiten, als es an deutschen Universitäten zu allererst
zu brodeln begann:
Heutzutage braucht man sich davor nicht mehr zu "fürchten". Denn Dank Bachelor- und Master-"Abschlüssen" und einem Pflichtteil in "Gender Studies" in jedem Studium
sinkt der Anteil der Selbstdenker und Hinterfrager stetig gegen Null. Das wird einem alles während des Studiums regelrecht abtrainiert, weil ein Konsens unter den Studenten herrscht, dass man besser nur das abliefert, was gefällt. Der Frust der Lehrenden (die ihrerseits auf halben oder dreiviertel Stellen dahindümpeln) steigt und wir haben den sich selbst verstärkenden Regelkreis. ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
MI , Dienstag, 29.09.2015, 09:04 vor 3771 Tagen @ Vienna11 1360 Views
Da wächst also ne Truppe heran, die schon früh aufs Gleis gesetzt wurde und der klar gemacht wurde, dass es wirklich nur dieses eine Gleis gibt, andere gibt es nicht. Es ist sozusagen alternativlos. Die einzige Variationsmöglichkeit ist vielleicht noch das Tempo.
In den 80ern und 90ern, daran kann ich mich gut erinnern, da hatte ich wirklich das Gefühl, dass es gewünscht war, dass wir kritisch groß werden, alles in Frage stellen, notfalls uns selbst
" />. Dieses Kritische, das war ein Wert an sich.
Heute ist das überhaupt kein Wert mehr. Man wundert sich höchstens, wenn einer kritisch ist. Woran mag das liegen? Darum, dass wir damals in so ner Art Biotop gelebt haben, durchaus abgegrenzt von wirklich existentiellen Fragen und Problemen, so dass man sich in Ruhe seinen Kopf zerbrechen konnte?
Heute, wo es praktisch von früh bis spät um die Wurst geht, wo die Karrieren schon mit der Wahl der richtigen KiTa beginnen, da ist kein Raum mehr für Diskussionen und Wahlmöglichkeiten. Die grobe Richtungsentscheidung ist gefallen, die Reise nach Jerusalem läuft und es geht nur noch darum, einen Stuhl fest im Blick zu haben, weil die Musik ja jederzeit aufhören kann zu spielen.
Grüße,
MI