Das ist ja immer wieder zu beobachten, dass die FPÖ in letzter Zeit bei den Umfragen vor der Wahl weniger Stimmen hat als danach. Das hängt u.a. auch damit zusammen, dass so mancher bei der Umfrage nicht gerne offen zugibt, dass er die FPÖ wählen wird.
Letztlich bewirkt es aber auch, dass diese geringeren Zahlen vor der Wahl den Antrieb dazu geben, dass doch ein größerer Prozentsatz, der insgeheim für Strache ist, dann zur Wahl geht, weil er/sie de Meinung ist, das es auch auf seine Stimme ankommt.
Bin auch gespannt, wie es morgen in Oberösterreich ausgeht. Denke, dass auch dort Strache einen Auftrieb bekommen wird. Die Politik von Faymann ist dabei ja ganz hilfreich, - obwohl sich Pühringer im Gegensatz zu Faymann keine größeren Schnitzer erlaubt hat.
Was der SPÖ auf alle Fälle schaden wird, ist die Tatsache, dass die Westautobahn mit all ihren Benutzer-Nebenerscheinungen (Asylanten, Schleuser, Zigeuner, etc.) ein gehöriges Stück durch Oberösterreich geht, nämlich von Enns bis Schärding.
Oberösterreich wählt traditionsgemäß schwarz, - in der Regel auch mit hoher Wahlbeteiligung. Trotzdem werden die Schwarzen Verluste hinnehmen müssen. So wie ich das sehe (schade, dass man hier nicht wie auf der Rennbahn oder beim Fußballlotto wetten kann):
ÖVP bei 40%
SPÖ bei 20%
FPÖ bei 30%
Grüne bei 10%
So gesehen, wird sich vermutlich eine Patt-Situation zwischen der jetzigen Schwarz-Grünen Regierung un den Oppositionsparteien einstellen. Das wiederum wird zu Instabilität führen und Pühringer wird sich um die FPÖ als neuen Partner bemühen müssen. In diesem Fall hätten sie eine satte 2/3 Mehrheit.
Natürlich kommt es noch darauf an, inwieweit die Neos oder eine andere Splitterpartei den Sprung in den Landtag schafft, die dann als Zünglein an der Waage fungieren könnten.
Genauso aber wird es interessant sein, in welchen Städten oder Gemeinden die FPÖ beim Bürgermeistersessel die Nase vorn haben wird.
Nun ja, morgen abend wissen wir mehr.