Ich hab' jetzt auch 'mal Lust 'nen Asyl-Thread aufzumachen...

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 00:03 vor 3778 Tagen 6873 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.09.2015, 00:39

...einen verträgt es noch [[zwinker]]

Hallo Ihr Lieben im Gelben Forum!

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Zumindest nicht aus der Perspektive, die ich jetzt versuche zu skizzieren.

Kapitalismus, Multinationale Konzerne, Bevölkerungsentwicklung, Demografie in Industriestaaten, NWO, Eurokrisen bzw. -rettungen, Nationalismus, Hegemoniebestrebungen, staatlicher Pädophilismus, Steuererhöhungen, Deflation, Bestechismus, Asylwaffe und und und - ist doch alles systemischer Teil des Debitismus. Was bedeutet denn, wenn "am Ende alle für alles haften"? Das ist doch nur konzertiert möglich. Also mit einem echtem oder - und das war ja meine These - vielleicht eher einem systemischen Dirigent: 'unsere' Meme.

Interessant ist nebenbei dann auch, wenn plötzlich ein nicht vorhergeahntes Detailphänomen (z. B. Asylwaffe) dann plötzlich auch aus den Schauungen herausinterpretiert werden kann. Also auch da stand es schon drin.

Ich schreibe Detailphänomen, weil die Asylflut insgesamt nicht schlimmer ist, als beispielsweise die Abgabenlast nach EU und Übersee (gerne auch Reparationen), sog. Handelsbefreiungen, Ausbeutung der unteren Schichten und Ländern, staatlich entwickelte Drogenkriminalität, Goldschürfen, Überfischen der Meere, Monogamie, Genfood, Uranmunition, Kriminalisierung von Menschen und anschließendes Wegsperren, Atomkraftwerke... Aufgrund jedes dieser von mir gerade unsystematisch aufgezählten Detailphänomene werden jährlich Tausende (wahrscheinlich eher Hunderttausende oder Millionen) krank, entwurzelt oder sterben gar gleich. Nur, ich gebe zu, halt kaum Deutsche. Hat aber jemand ernsthaft geglaubt, dass die noch dicken Geldbeutel aller Deutschen (minus 10.000) nicht auch noch geleert werden wollen?

Ich wunder mich, wie die Empörungswellen hier im Gelben Forum hochschlagen, obwohl 'wir Gelben' das alles mehr oder weniger GENAU SO ERWARTET haben. Es geht zum Teil bei einigen Foristen soweit, dass sie sich persönlich verarscht oder betrogen fühlen. Ich möchte hier kurz einschieben, dass ich natürlich auch mit diesen Foristen mitfühlen kann, aber ich möchte halt auf einen anderen Punkt oder Perspektive raus. Ich z. B. fühle mich überhaupt nicht betrogen, weil das System schon lange - besonders und gerade für die Leser hier - durch viele von uns gemeinsam sachlich weitgehend hergeleitet wurde und dadurch für uns alle offengelegt ist: Debitismus.

Seit nun über 15 Jahren beschäftige ich mich mit der Problematik des Zusammenbruchs der Zivilisation und habe also auf genau dieses Szenario 'gewartet'. Ich gebe zu, dass ich zwischendurch auch häufig kopflos und ansatzweise hysterisch war. Einerseits hat mich das zu bestimmten wichtigen Entscheidungen angetrieben, andererseits ist auch manches an - ich sag mal pauschal - Lebensqualität bei mir und anderen, die ich teilweise überfordert habe, verloren gegangen. Aber die Hysterie hat sich immer mehr gelegt, vor allem eben dadurch, dass alles sich zum Glück nicht so schnell entwickelt hat, wie immer mal wieder von mir erwartet. Langsam wird man cool, wenn sich wieder eine Sau im Dorf blicken lässt. Man grüßt sie mit einem Zwinkern, weil man sich (er)kennt, und geht weiter. Zudem bin ich ruhiger geworden, weil ich mich nicht mehr auf alle Varianten des möglichen Zusammenbruchs vorbereiten kann oder will und insgesamt einen anderen Zugang zum Leben und Sterben suche. Das schließt auch die ein, für die ich 'verantwortlich' bin (Familie, Freunde...). Es ist für mich eines der Dinge, die ich lernen möchte, auch diese Menschen, wie mich selbst, sterben zu lassen. Das heißt noch lange nicht, dass ich einfach alle persönliche Angriffe akzeptiere ohne mich kämpfend zu wehren.

Interessant wäre zu überlegen, warum gerade wir - also Du und ich - die Asylanten "bei uns wollen". Sozusagen, was jeder von uns persönlich dafür getan hat, dass sie heute bei uns so massiv hereindrängen? Die Antwort liegt mit Sicherheit wieder in unseren verinnerlichtesten Glaubenssätzen, den Memen. Wir haben eben sehr gerne als staatlich und gesellschaftlich abgerichtete (domestizierte) Kollektivisten gehandelt. Jeder von uns hat sich gerne im Kollektiv versteckt und u. a. die Deppen gewählt oder groß werden lassen, die er heute anklagt. Was waren wir damals nicht alle stolz über das einmalige bundesrepublikanische* grundgesetzliche Demokratiesystem (die Schweizer oder Österreicher können sich hier analog was einfallen lassen). Ich weiß, wir wurden entsprechend im Schul- und Universitätssystem aufgepumpt - wieder zwei Dinge worauf 99,8% unendlich stolz sind und das absolut undemokratische und menschenrechtswidrige 'Prinzip Schulpflicht' immer noch mit Klauen und Zähnen verteidigen. Jeder hat an der Ungleichverteilung oder anderen Ungerechtigkeiten verdient. FairTrade war wenn, dann nur eine kollektivistische Beruhigungspille. Wer von uns hätte sich nicht gefreut, wenn er Lohn, Auftrag, Dividende oder Kursgewinn von Krauss Maffei, Daimler oder VW bekommen hätte. Wer weist seine Rente zurück? Wir alle sind Systemlinge und fürs debitistische Hamsterrad abgerichtet. Vielleicht macht @Konstantin da eine Ausnahme. Wäre interessant mit ihm mal ganz offen und ungeschönt darüber auszutauschen.

Mich interessiert nicht ein schlechtes Gewissen diesbezüglich zu entwickeln oder gar zu kultivieren. Aber man darf es doch mal ganz nüchtern konstatieren, dass wir selbst die Asylantenflut durch ein riesiges Bündel an unterschiedlichsten Maßnahmen (mit)bedingt und damit mitgewollt haben. Und wir hier in diesem wertvollen Forum dürfen uns zuletzt beschweren, weil wir alles wussten, ahnten oder auch verdrängten. Für mich gehört es zur grundlegenden menschlichen Redlichkeit, das alles anzuerkennen und ins tägliche Handeln einzuarbeiten, indem ich weder Merkel, noch Obama oder Putin oder sonstwen diesbezüglich verurteile. Diese alle können nicht anders. Ob sie nun erpresst werden oder anderen in den Hintern kriechen.

Ob wir es können?

Dank und Gruß
Hinterbänkler

*haha, die Rechtschreibprüfung bietet 'banananenrepublikanisch' an [[top]]
Edit: Wer hat denn diese programmiert? Kann wer das ctc conspiracy theoretical correct herleiten?

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Debitismus? Häh? Was?

Rybezahl, Donnerstag, 24.09.2015, 00:27 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 5435 Views

Ja, es wundert mich sehr. Es macht mich auch traurig. Darum habe ich es schon ausgesprochen. Heute aber nicht. Gestern auch nicht. Auch vorgestern nicht.

Ich glaube, ich bin in die alberne Phase gerutscht. Ich werde zuversichtlicher. Ob das eine Verdrängungs-Erscheinung ist? Irgendwie weiß ich, dass "nichts passieren" kann.

Leider nicht ein so schöner Beitrag wie von dir. Außerdem... meine Zunge und die Ketten. Fürchterlich - hoffentlich bald vorbei!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Krise als Chance

nemo, Donnerstag, 24.09.2015, 00:50 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 5353 Views

Interessant wäre zu überlegen, warum gerade wir - also Du und ich - die
Asylanten "bei uns wollen". Sozusagen, was jeder von uns persönlich dafür
getan hat, dass sie heute bei uns so massiv hereindrängen? Die Antwort
liegt mit Sicherheit wieder in unseren verinnerlichtesten Glaubenssätzen,
den Memen. Wir haben eben sehr gerne als staatlich und gesellschaftlich
abgerichtete (domestizierte) Kollektivisten gehandelt.


Hallo Hinterbänkler,

die Fragen sind einfach zu beantworten. Die Wirtschaft brauchte und braucht
mehr billige Arbeitskräfte. Die Politik braucht ein Gegengewicht zur deutschen
Bevölkerung. Möglichst ein religiöses Gegengewicht, damit keine Rufe nach
mehr Demokratie laut werden. Ein Volk bestehend aus unterschiedlichen
Kulturen wird keine gemeinsame Identität entwickeln und keine
gemeinsamen Ziele umsetzen wollen.

Soviel zu den Ursachen. Jetzt zu den Konsequenzen. Ich sehe die Konsequenz
ganz eindeutig darin, dass die kommende Krise eine Chance bietet: nämlich
endlich aufzuwachen, eine Haltung zu haben und sich nicht mehr hinter der
unbewussten Mehrheit zu verstecken.

Gruß
nemo

Gemeinsame Identität entwickeln?

Zarathustra, Donnerstag, 24.09.2015, 10:09 vor 3778 Tagen @ nemo 4679 Views

bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 24.09.2015, 10:50

Ein Volk bestehend aus unterschiedlichen
Kulturen wird keine gemeinsame Identität entwickeln und keine
gemeinsamen Ziele umsetzen wollen.

Bist Du Volker?
Ein Volk, bestehend aus einer einzigen Kultur, wird genauso wenig eine gemeinsame Identität entwickeln.

Soviel zu den Ursachen.

Du kratzt leider auch immer noch an der Oberfläche, nemo. Bei der völkischen Kollektivisierung autarker Gemeinschaften beginnt ja bereits das Problem, und ganz bestimmt nicht erst jetzt bei der nächsten, folgerichtigen Steigerung.

Grüsse, Zara

< oder > 150 Homini?

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 14:28 vor 3778 Tagen @ Zarathustra 4324 Views

Ein Volk, bestehend aus einer einzigen Kultur, wird genauso wenig eine
gemeinsame Identität entwickeln.


Hallo Zarathustra,

im Moment sehe ich zwei mögliche Überlebensszenarien für den Homo:

A - Neuentstehen von autarken Gemeinschaften <150 Menschen.

B - Neuentstehen von selbstorganisierenden Systemen >150 Menschen.

A war natürlich schon immer ein selbstorganisierendes System, nur hatte es, wie die Dunbar-Zahl zeigt, eine Beschränkung auf ca. 150 Menschen.

Um den Leuten gerecht zu werden, die meinen der Mensch kann und will sich 'weiterentwickeln', setze ich mich auch mit der Möglichkeit von Version B auseinander. Sie ist für mich theoretisch nicht vom Tisch. Tatsächlich gibt es bereits Beispiele und interessante Entwicklungen diesbezüglich in großen Unternehmen mit über tausend Mitarbeitern (Stichwort: Industrie 4.0).

In beiden Fällen wird es künftig jedoch ein sehr lokales, direktes, mündlich kommunizierendes System sein. Und ob noch 'produziert' wird ist sicher auch fraglich.

Und in beiden Fällen wird es ein Neuentstehen sein. Man wird es nicht machen können, wie ich nicht zuletzt bei mir hier in der Gemeinschaft sehe.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
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Du hast es noch nicht begriffen, dagegen ist 9/11 gar nix

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 01:04 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 6230 Views

Hallo Hinterbänkler,

danke.

Das meinst Du aus Deinem Tal:

Ich schreibe Detailphänomen, weil die Asylflut insgesamt nicht schlimmer
ist, als beispielsweise die Abgabenlast nach EU und Übersee (gerne auch
Reparationen), sog. Handelsbefreiungen, Ausbeutung der unteren Schichten
und Ländern, staatlich entwickelte Drogenkriminalität, Goldschürfen,
Überfischen der Meere, Monogamie, Genfood, Uranmunition, Kriminalisierung
von Menschen und anschließendes Wegsperren, Atomkraftwerke...

Das Leben der Menschen ist letztlich nicht mal von den 2 3 einstürtzenden Bauten in New York berührt worden. Das ging alles seinen Gang, und wenn auch für viele Deutsche einen schwierigeren, als für z. B. Schweizer. Und sicher haben in vielen europäischen Staaten viele Menschen weit größere Probleme zu bewältigen gehabt, als die meisten Deutschen.

Aber das alles wird das Leben nicht so beeinflusst haben, wie das, was uns hier derzeit auf den Hals gehetzt wird.

Verstehst Du: Es ist nichts von dem von Dir Genannten in der gleich Dimension.

Hast Du das gelesen, dass eine Stadt die Mieter der Stadtwohnungen rauswerfen muss, um hier Massen unterzubringen? Von denen niemand weiß, wer sie genau sind, wo sie bleiben sollen, also wo sie wohnen und wovon sie leben werden. Es ist klar, dass die meisten hier nicht mal richtig als Lohndrücker einrücken können, in ein Gebiet, wo schon zu viel Not herrscht? Offiziell können 1,4 Mio Deutsche nicht von ihrer Arbeit leben und jedes 6 deutsche Kind wächst in einer Hartz4-Familie auf. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Hier ist schon vieles knapp, wie z. B. bezahlbarer Wohnraum. Und dann lockt man zigtausende mittels dummer Versprechen her, und statt dem erhofften finden sie sich in Massenunterkünften wieder, die voraussichtlich noch Jahre dafür dienen müssen (die Ostflüchtlinge sind noch Jahre in Notunterkünften gewesen). Die haben viele Zeit und nichts zu tun. Was meinst Du, was das alles für einen Mix gibt. Und es fängt ja erst an... Es sind Millionen angekündigt. Es ist zu erwarten, dass eine Menge Kapazitäten dadurch gebunden sein werden, bei hohen Kosten. Kindergärtnerinnen können nicht vernünftig bezahlt werden, aber hier sprudeln Mrd. Und wenn nicht mehr, dann wird beigetrieben. Das alles wird unser Leben wahrscheinlich massiv beeinträgtigen.

"So kann ich nur so viel mutmaßen: Deutschland hat einen sehr schweren Weg vor sich, der in einer nationalen Katastrophe enden dürfte. Deutschland, wie wir es kannten und schätzten, wird es nie wieder geben.

Allgemeines Schweigen und Dulden ist angesagt. Guten Gruß - d."
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=367124

Man kann es natürlich auch kürzer sagen [[zwinker]] [[freude]] [[top]] [[top]] [[top]]

Viele freundliche Grüße

azur

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Deutsche Dioptrien?

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 01:17 vor 3778 Tagen @ azur 5608 Views

Das Leben der Menschen ist letztlich nicht mal von den 2 3 einstürtzenden
Bauten in New York berührt worden. Das ging alles seinen Gang, und wenn
auch für viele Deutsche einen schwierigeren, als für z. B. Schweizer. Und
sicher haben in vielen europäischen Staaten viele Menschen weit größere
Probleme zu bewältigen gehabt, als die meisten Deutschen.

Aber das alles wird das Leben nicht so beeinflusst haben, wie das, was uns
hier derzeit auf den Hals gehetzt wird.

Verstehst Du: Es ist nichts von dem von Dir Genannten in der gleich
Dimension.

Hallo azur,

danke. Mag sein, dass ich hier im hinterwäldlerischen Tal weniger mitbekomme als Du. Ich würde eher sagen 'von manchem weniger' mitbekomme. Von anderem bekomme ich vielleicht sogar mehr mit. Aber mir geht es nicht um mehr oder weniger.

Schau mal, wenn die USA einen Irak-Krieg machen/anzetteln, was ist das dann für die Iraker? Ist es für sie schlimmer, als jetzt die Asylantenwaffe bei uns? 911 hat die Bewusstseine aller Menschen auf der ganzen Welt mit einem Schlag verändert. Von der Asylantenschwemme hat die Welt doch noch gar nichts mitbekommen. Nicht mal unsere lieben Gutdeutschen haben das. Wäre Krieg mit Uranmunition sähe es anders aus. Du hattest halt die deutsche Brille auf, ich die globale. Mit der Deutschen sieht man besser [[top]]

Debitismus ist global. Und da haben Du und ich aktiv mitgewirkt.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Du bist ja merkwürdig: Du fragst hier - und hier leben die meisten nicht im Irak - Unser Friede ist bedroht - hier

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 02:11 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 5525 Views

Hallo Hinterbänkler,

Du hast eingangs, so hätte es meine klasse Großmutter gesagt, rumgewundert, warum das Thema hier so bewegt.

Hilfsweise: Was müsste denn in Deinem Tal passieren, dass Du es verstehst [[zwinker]]. Stell Dir doch mal vor, dass Du das hier nicht schreiben könntest, weil der Strom auch bei Dir angekommen sein würde:


danke. Mag sein, dass ich hier im hinterwäldlerischen Tal weniger
mitbekomme als Du. Ich würde eher sagen 'von manchem weniger' mitbekomme.
Von anderem bekomme ich vielleicht sogar mehr mit. Aber mir geht es nicht
um mehr oder weniger.

Hier werden reihenweise Turnhallen vollgestopft mit Leuten, denen man keine Perspektive anzubieten hat. Und die werden nicht darin rumsitzen, aber auch nicht zur Arbeit gehen können...

Und das direkt hier.

Jetzt kommst Du mir nicht im Ernst mit Dingen woanders, die, so schrecklich sie ohne Zweifel sind, nicht hier sind:

Schau mal, wenn die USA einen Irak-Krieg machen/anzetteln, was ist das
dann für die Iraker? Ist es für sie schlimmer, als jetzt die
Asylantenwaffe bei uns?

Soll ich jetzt büßen, oder meine Kinder?

Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

Achja, das versucht uns ja immer die Propaganda einzureden [[top]]!

Und auch das ist hier ist lediglich die offzielle Propaganda:

911 hat die Bewusstseine aller Menschen auf
der ganzen Welt mit einem Schlag verändert.

Ja, wie denn?

Was hat sich denn Dein Bewusstsein dadurch konkret geändert? Soll ich Dir mal was verraten: Es wussten auch schon vorher welche, was für skrupellose Finsterlinge so unterwegs sind.

Das Bewustsein verändert. Haha. Es sind ein paar mehr auf den Trichter gekommen, dass die Amis tricksen und gern die Waffen sprechen lassen, auch wenn es gar keinen Grund gibt. Nagut.

Aber ansonsten wurde nur ein Feindbild herangezüchtet.

Unser Leben hier hat sich konkret durch den 9/11 kein Stück verändert, bis auch die Sicherheitschecks in den Flughäfen. Habe in den USA viele gelbe Schleifen usw. gesehen und bei der Immigration etwas länger warten müssen. Aber sonst hat das nicht tangiert. Die Menschen in Irak und Afghanistan schon, aber in einem hinteren Tal? In Berlin? Ach komm. Alles fauler Zauber. Hätte gedacht, Du merkst das.

Nun wirds putzig:

Von der Asylantenschwemme hat
die Welt doch noch gar nichts mitbekommen.

Die Welt meint Dich in Deinem schönen Tal?

Was ist mit Dir los? Liest Du nicht internationale Presse? Das ist nicht umsonst das Top-Thema in ganz Europa. Selbst der POTUS und der UN-General reden darüber. Der gesamte Mittelmeerraum, und halb Afrika. Die Zuwanderer nahen bekanntlich auch aus Pakistan und Afghanistan.

Die Welt, dass ich nicht kicher. Kennst Du den: "Das Sein prägt das Bewusstsein"?

"Die Welt" - herrlich. Aber mit der Posse kommst Du ja noch mal unten.

Nicht mal unsere lieben
Gutdeutschen haben das.

Hast Du nicht die Berichte hier gelesen? Und das ist doch erst der Anfang. Jetzt wird es kalt in den Zeltlagern und auf den Routen. Aber dann wird es auch wieder warm und viele, viele haben sich angesagt.

Woztu Du das hier noch platzieren musstest, ist letztlich schleierhaft (im eigentlichen Sinne):

Wäre Krieg mit Uranmunition sähe es anders aus.

Stimmt, nur hat mit Deiner eingangs gestellten Frage erkennbar nichts zu tun.

Und nun kommt er auch noch von oben herab, einer scheinbaren höheren Warte:

Du hattest halt die deutsche Brille auf, ich die globale.

Dass ich nicht lache. Ehrlich, dass hier viele ihren ganz konkreten Lebenshintergrund mit besonderer Aufmerksamkeit bedenken, heißt nicht, dass globale Hintergründe ausgeblendet würden. Ganz im Gegenteil. Die Zuwanderenummer hat ja auf dem Globus anderenortes liegende Gründe.

Mit Verlaub und allem Respekt (und mögen tue ich Dich sowieso): So ein Schmarrn Betroffenen vorwerfen zu wollen, ist schon schräg. Wenn unsere Gegend in Gefahr gerät, dann wird sich kaum ein Iraker oder Ami darum kümmern. Das kann man auch verstehen. Denn man kümmert sich doch nicht umsonst vorwiegend um das nahe Liegende.

Das verändert das Leben vieler hier und damit setzt man sich auseinander. Das gefährdet den hiesigen Frieden, und jeder hat das Recht seine Ruhe und seinen Wohlstand schätzen und verteidigen zu wollen. Auch Deutsche, nicht nur Schweizer.

Sollen weiter tgl. 10.000 und mehr kommen, und wir lehnen uns zurück, dulden alles, weil wegen der, was hattest Du das alles aufgerufen, Genfood und Uranmunition? Und genauer will man es ja gar nicht wissen. Hauptsache die anderen machen lassen und hinnehmen. Ist doch egal wie es einem und den Angehörigen geht?

Deutsche Brille ist zudem lächerlich: Frage mal Italiener, Österreicher, Ungarn, Kroaten, Griechen dazu. Die haben - oh wie merkwürdig - auch ein Problem mit der Sache. Achja, die Briten und Franzosen irgendwie auch. Dinge gibts!

Aber zum Glück haben wir ja Dich [[zwinker]] [[freude]] [[top]]

Mit der Deutschen
sieht man besser [[top]]

Besserdeutscher ? [[top]]


Debitismus ist global.

Wie sagt dottore gern: Binse!

Und da haben Du und ich aktiv mitgewirkt.

Und das heißt?

Nun muss mir egal sein, was hier bei mir in der Heimat passiert?

Das war echt schräg.


Danke und Gruß

Viele freundliche Grüße

azur

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Ein guter Grund wütend zu werden

nemo, Donnerstag, 24.09.2015, 02:28 vor 3778 Tagen @ azur 5332 Views

bearbeitet von nemo, Donnerstag, 24.09.2015, 02:38

Hallo Azur,

vielleicht kann ich ja weiter helfen.

Hier werden reihenweise Turnhallen vollgestopft mit Leuten, denen man
keine Perspektive anzubieten hat. Und die werden nicht darin rumsitzen,
aber auch nicht zur Arbeit gehen können...

Und das direkt hier.

Jetzt kommst Du mir nicht im Ernst mit Dingen woanders, die, so
schrecklich sie ohne Zweifel sind, nicht hier sind:

Es ist eine Art Ausgleich, dass nachdem diese Länder mit Krieg überzogen wurden,
nun diese Probleme zu uns zurückkehren. Genauer betrachtet ist es ein kosmisches
Gesetz. Nun haben wir das zurückgekehrte Problem direkt vor unserer Haustür –
in der Turnhalle und in der Kaserne nebenan.

Ja, das ist ein guter Grund wütend zu werden. Oder besser, mehrere gute Gründe.

Gruß
nemo

Keine Frage, dass das Ursachen hat, nur das verurteilt uns eben nicht

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 02:48 vor 3778 Tagen @ nemo 5187 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.09.2015, 03:00

Halolo nemo,

danke, aber nicht nötig:

vielleicht kann ich ja weiter helfen.

Es ist eine Art Ausgleich, dass nachdem diese Länder mit Krieg überzogen
wurden,
nun diese Probleme zu uns zurückkehren. Genauer betrachtet ist es ein
kosmisches
Gesetz.

Mag alles so sein (wobei das nicht sicher ist, denn es passiert eben nicht allen, wo die Ausgangslage nicht anders wäre - schreiende Ungerechtigkeiten und Frevel gibt es weltweit doch schon lange, und auch sehr lange auf Grund westlicher Gewalt), aber das heißt ja nicht, dass man nun alles hinnehmen muss.

Zudem: Der Hinterbänkler fragt ja, warum wir uns so aufregten. Und das ist dann doch schon etwas, mit Verlaub und allem Respekt, sehr weltfremd. Denn es betrifft unser Leben.

Wie gesagt, auch das der Italiener, Österreicher, Tschechen, Ungarn, Griechen, Spanier, Franzosen usw. usf.!

Deutsche Optik - köstlich! Echt, da sagte man früher bei uns hier: "Der hat wohl den Schuss nicht gehört?!", oder was von langer Leitung usw.

Nun haben wir das zurückgekehrte Problem direkt vor unserer
Haustür –
in der Turnhalle und in der Kaserne nebenan.

Und das betrifft eben viele hier. Und die noch kommenden Probleme, womit nicht direkt die weiter Eintreffenden gemeint sind, sondern, dass die Zuwanderer mit ihren religiösen Reibereien und anderen kulturellen Sozialisationen hier nicht das finden, was sie suchen. Sondern in miesen Massenquartieren ohne Perspektive rumhängen. Und spätestens in 2 Monaten ist es kalt, die mürbe und mega gelangweilt. Und nicht lange hin, und die Ehrenamtlichen sind fertig, mehr Raum gibt es nicht mehr, nur immer höhere Kosten und die deutsche Polizei schon jetzt überlastet. Da schwant einem nicht umsonst nichts Gutes.

Ja, das ist ein guter Grund wütend zu werden.

Kann man, aber kühler Kopf nützt wohl mehr, und sich nicht fertig machen lassen. Zumal es auch den Vorteil hat, dass es auch den Zusammenhalt und den gesellschaftlichen Diskurs stärkt.

Und es ist eben kein Wunder, dass es hier viele arg beschäftigt. Und genau darum ging es Hinterbänkler (noch mal herzliche Grüße) doch eingangs. So, er verstünde gar nicht die Aufregung.

Das erinnerte mich alles jetzt ein wenig an Rüdige Hoffmanns ritualisierten Auftrittsbeginn...

Hab/t noch einen schönen Abend und eine friedliche Nacht.

Viele freundliche Grüße

azur


Edit: Im Zenbuddhismus gibt es die Empfehlung sich um das Naheliegende kümmern.

Selbstbewusstsein bedeutet ja sich seiner Selbst, was auch immer das Leben in den konkreten Umständen meint, bewusst zu sein.

Wenn da etwas im eigenen Umfeld stattfindet, und man sich irre mache ließe von angeblicher besonderer deutscher Empfindlichkeit usw., wonach man auch nichts mal etwas untenehmen könnte.

Warum sich nicht seines Bezugsrahmen bewusst sein? Und warum nicht selbstbewusst ungewollten Dingen entgegen treten?

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Erfahrungen (edit)

Rybezahl, Donnerstag, 24.09.2015, 02:59 vor 3778 Tagen @ azur 5179 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.09.2015, 03:15

Und es ist eben kein Wunder, dass es hier viele arg beschäftigt. Und
genau darum ging es Hinterbänkler (noch mal herzliche Grüße) doch
eingangs. So, er verstünde gar nicht die Aufregung.

Ich habe ja auch ständig mit wechselnden Flüchtigen zu tun. Es ist komisch. Grob überschlagen schätze ich 80% derer als sehr freundlich ein. Natürlich gibt es auch Geschädigte und Arschlöscher. Aber der größte Teil will tatsächlich nur Frieden.
Woran das liegt? Sicherlich gibt es da verschiedene Faktoren: Bundesland, Landkreis, darauf bezogen bundespolitische Entscheidungen (z.B. "wir lassen die dort schneller durchlaufen" usw.). Die ganze Nummer mit der Durchlauferhitzung (von Lager zu Lager schicken) soll zwar etwas "slow-motion" reinbringen, wird in diesen Leuten langfristig aber nur Unmut erzeugen. Keine gute Sache, schwierige Sache.

Nur ein kurzer Schwank aus meiner alltäglichen Erfahung...

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ja noch sind wir alle nicht sehr geprüft

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 03:13 vor 3778 Tagen @ Rybezahl 5097 Views

Hall Rybezahl,

bisher ist doch noch gar nicht viel passiert, als einen riesen Strom Menschen anzulocken.

Aber die Kapazitäten sind eben schon erschöpft, und es geht eben erst los. Hier, und in europa, waren Einkommen und bezahlbarer Wohnraum schon vor dem allem knapp.

Kann sich doch jeder ausrechnen, mit welchen Erwartungen sie kommen, was sie für einen Frust schieben werden, wenn sie sehen, was tatsächlich für sie da ist und wie lange Menschen u. a. diese Unterbringungen aushalten. Zur Untätigkeit verurteilt in Massenunterkünften ohne Privatsphäre, und bald wirds kühl und nass. Das kann man sich doch an allen 5 Fingern ausrechnen, was passiert.

Und auch was, wenn die Einheimischen noch mehr unter Druck geraten.

Wo ist jetzt noch mal der Vorteil für alle, außer dass die Zuwanderer, so sie aus Kriegsgebieten kommen, nicht mehr direkten Kriegseinwirkungen unterliegen und ohne Arbeit Unterhalt bekommen?

Natürlich ist es immer weit besser, miteinander gut auszukommen. So lange alle ihren Frieden haben können...

Die Zuwanderer sind Menschen, wie wir alle. Nicht besser und nicht schlechter. Aber Einheimische haben eben eigene Ansprüche und eine Menge zu verteidigen und riskieren bei der Aktion sehr, sehr viel.

Es ist wie mit dieser lächerlichen Zahl von 120.000, um deren Verteilung derzeit in der EU hart gerungen wird. Das ist schon allein angesichts dessen, was allein in Österreich und Deutschland anlangt lächerlich. Und ein Vortäuschen eines Weges. Es gibt aber immer mehr wie den Uhl und die John, die wissen, das können wir so nicht schaffen.

Etwas Vorstellungsvermögen und schon kann man sehen, wie die Dinge liegen. Dass es bisher relativ glimpflich verlief heißt ja leider gar nichts.

Nun, wir werdens ja erleben.

Gute Nacht.

Viele freundliche Grüße

azur

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Wohnraum Mangelware? Nur in D! In Spanien und China stehen ganze "Städte" leer!

Olivia @, Donnerstag, 24.09.2015, 07:50 vor 3778 Tagen @ azur 4982 Views

Also wenn Wohnraum gesucht wird, dann möchte ich doch einmal auf die komplett bebauten Küsten Spaniens verweisen. Dort tobte die europäische Version der chinesischen leeren Städte. Hundertausende von Wohnungen stehen dort z.T. seit Jahrzehnten leer und verfallen durch Nichtbenutzung. Aber die ehrenwerte Gesellschaft wird ihre "Waschanlagen" vermutlich sehr konsquent "schützen". Es sei denn, sie kann "vor Ort" über die Unterbringung der Menschenmassen Riesengewinne einfahren. Vielleicht sollten die Politiker einmal mit diesen Gesellschaften "verhandeln".

Also, wenn es lediglich um den Wohnraum gehen würde.....

--
For entertainment purposes only.

Es gibt nichts mehr zu retten...

nemo, Donnerstag, 24.09.2015, 03:08 vor 3778 Tagen @ azur 5565 Views

Mag alles so sein (wobei das nicht sicher ist, denn es passiert eben nicht
allen, wo die Ausgangslage nicht anders wäre - schreiende
Ungerechtigkeiten und Frevel gibt es weltweit doch schon lange, und auch
sehr lange auf Grund westlicher Gewalt), aber das heißt ja nicht, dass man
nun alles hinnehmen muss.

Eben doch, Azur. Es ist zu spät um irgendwas rückgängig zu machen oder
zu bereuen.

Vielleicht hast Du den Schuss auch nicht gehört. Das was hier gerade passiert ist
der Untergang unseres Systems – die Krise, die das Fass endgültig zum Überlaufen
bringen wird.

Es gibt nichts mehr zu retten, außer den eigenen Verstand und das eigene
Leben.

Und diese Lektion wird solange wiederholt, bis wir die Naturgesetze
endlich begreifen und danach leben lernen.

Gruß
nemo

Naturgesetze begreifen

Zarathustra, Donnerstag, 24.09.2015, 09:56 vor 3778 Tagen @ nemo 4944 Views


Es gibt nichts mehr zu retten, außer den eigenen Verstand und das eigene
Leben.

Und diese Lektion wird solange wiederholt, bis wir die Naturgesetze
endlich begreifen und danach leben lernen.

Genau, und da der Kollektivist (vormals Mensch) die Lektion trotz regelmässig wiederkehrenden Untergangs auch heute noch nicht gelernt hat (bei 500 Atomreaktoren und Brennstoffbecken, die niemand mehr betreuen und das ganze Zeug dann kontinuierlich 'raussuppen' kann, falls man sie nicht überraschenderweise noch 'stilllegt' vor dem Untergang) wird dieser Untergang verdientermassen der letzte sein für diese Spezies, aber leider nicht nur für diese.

Sie waren lustig, diese Menschen ...

Widernatürlich

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 12:31 vor 3778 Tagen @ Zarathustra 4488 Views

Und da haben wir es mal wieder:


Genau, und da der Kollektivist (vormals Mensch)

Merke, demnach sei der "Kollektivist" kein Mensch (mehr). Nanu, aber er sieht doch genau so aus, wie die Gattung Mensch beschrieben wird?

Es gab immer wieder Versuche Menschen das Menschsein absprechen zu wollen. https://de.wikipedia.org/wiki/Disput_von_Valladolid

https://de.wikipedia.org/wiki/Untermensch

Auch von welchen, die sich gern auf Nietzsche beriefen.

Das kam immer von welche, die sich über andere Menschen erhaben fühlten: https://de.wikipedia.org/wiki/Inferiorit%C3%A4t und meinten, das Ei des Columbus gefunden zu haben.

Aber lass sie reden...
Das Menschsein kann einem keiner absprechen.

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Ich kann mit jedweder Definition sehr gut leben.

trosinette @, Donnerstag, 24.09.2015, 12:58 vor 3778 Tagen @ azur 4347 Views

Guten Tag,

Merke, demnach sei der "Kollektivist" kein Mensch (mehr). Nanu,
aber er sieht doch genau so aus, wie die Gattung Mensch beschrieben wird?

Je nach Definition von Kollektivist ist der Vormalsmensch ja auch Kollektivist.

Das Schöne an Definitionen ist doch, dass man sie nicht bis in alle Ewigkeit diskutieren muss. Richtig coole Typen können Definitionen sogar kommentarlos im Raum stehen lassen.

Bei Beschreibungen, die wohl eher keine Definitionen darstellen, wird es natürlich etwas haariger. Zara könnte mir freundlicherweise mal ausrechnen, um wieviel Prozent ich von der Beschreibung des Vormalsmenschen abweichen darf um keine neue Spezies zu begründen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Wann wurde der Wolf zum Hund?

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 14:54 vor 3778 Tagen @ trosinette 4262 Views

Bei Beschreibungen, die wohl eher keine Definitionen darstellen, wird es
natürlich etwas haariger. Zara könnte mir freundlicherweise mal
ausrechnen, um wieviel Prozent ich von der Beschreibung des Vormalsmenschen
abweichen darf um keine neue Spezies zu begründen.

Hallo liebe Trosinette Schneider,

danke, das ist eine wirklich gute und wichtige Frage.

Warum willst Du denn keine neue Spezies begründen?
Ist es nicht genau das, was wir jetzt abweichend vom Jetztmensch brauchen?
Egal was dann der Vormalsmensch dazu sagt.
Wobei dann Abweichungen bei Beschreibungen in Prozent gehaart werden müssen.

Besten Dank und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Ich bin eigentlich für alles offen, nur…

trosinette @, Donnerstag, 24.09.2015, 15:29 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 4238 Views

Warum willst Du denn keine neue Spezies begründen?

Als Gründer bin ich einfach der falsche Typ. CrisisMaven meinte jüngst zu mir, dass er und ich unterschiedliche Wege gehen. Das stimmt aber nicht ganz. Ich gehe nämlich überhaupt nicht. Ich habe mich mein Leben lang bisher nur treiben lassen und bin da hängen geblieben wo es mich angespült hat. Und da die Strömung in der BRD bisher noch nicht besonders reißend ist, habe ich es auch nie weit gebracht. Meine Ansprechschwelle zum Ergreifen der Initiative liegt einfach extrem hoch. Meine älteste Tochter wurde von einem Psychologen mal vor die Aufgabe gestellt ihren Eltern Tiere zuzuordnen. Meine Frau war Panther und ich war Faultier. Der Psychologe hat mich daraufhin leicht entsetz angeschaut. Ich fand Faultier aber voll ok.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Vormalsmenschen

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 16:52 vor 3777 Tagen @ trosinette 4220 Views

Ich habe mich mein Leben lang
bisher nur treiben lassen und bin da hängen geblieben wo es mich
angespült hat.

Ich fand Faultier aber voll ok.

Liebe Trosinette Schneider

Danke.
Ich glaube mit diesem Verhalten bist Du sehr nahe beim Vormalsmenschen.
Damit kannst Du wirklich keine neue Spezies begründen.
Ich bin überzeugt, dass die sich damals immer treiben liessen und ziemlich faul waren.
Ich habe den Eindruck, dass alle Säugetiere 'faul' sind.
Nur der zivilisierte Mensch ist Arbeiter, Dauerläufer oder Sportler.
...und motiviert.
Durch die Organisiserte Gewalt.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Versuche der Entmenschlichung - Nietsche verkündete ja den Übermenschen, der über den Menschen stünde

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 21:23 vor 3777 Tagen @ Hinterbänkler 4147 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.09.2015, 21:27

Hallo Hinterbänkler,

wozu diese Entmenschlichung betreiben?

Mal abgesehen davon dass das ein ziemlich gewaltiges Unterfangen ist das anders oder neu zu definieren, also doch leicht nachvollziehbar eher völlig unmöglich.

Das hier gilt also zum Glück alles weiter: Humanmedizin und:

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html

http://dejure.org/gesetze/BGB/1.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsf%C3%A4higkeit_%28Deutschland%29

http://dejure.org/gesetze/StGB/232.html
http://dejure.org/gesetze/StGB/233.html
http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html
https://dejure.org/gesetze/StGB/212.html

usw. usf.

Irgendwie ist es einem unheimlich, wenn jemand andere entmenschlichen will. Bisher hat das noch nie zu etwas gutem geführt, siehe meine Antwort an Z.

"Es gab immer wieder Versuche Menschen das Menschsein absprechen zu wollen. https://de.wikipedia.org/wiki/Disput_von_Valladolid

https://de.wikipedia.org/wiki/Untermensch

Auch von welchen, die sich gern auf Nietzsche beriefen."*

Und für was soll auch die angebliche Unterscheidung gut oder notwendig sein, wenn nicht wenigstens als Herabsetzung?

Viele freundliche Grüße

azur


* dieser Zara verkündete ja den Übermenschen, der über den Menschen stünde.

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Übermensch

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Freitag, 25.09.2015, 00:59 vor 3777 Tagen @ azur 4097 Views

wozu diese Entmenschlichung betreiben?

Irgendwie ist es einem unheimlich, wenn jemand andere entmenschlichen
will. Bisher hat das noch nie zu etwas gutem geführt, siehe meine Antwort
an Z.

Auch von welchen, die sich gern auf Nietzsche beriefen."*

Und für was soll auch die angebliche Unterscheidung gut oder notwendig
sein, wenn nicht wenigstens als Herabsetzung?

Hallo azur,

danke.

Ich habe jahrelang nicht verstanden, was Nietzsche mit Übermensch meint.
Aus dem Zusammenhang war mir klar, dass er nicht den moralisch über dem Untermenschen, also uns, stehenden Menschen meinte. So wie die Nazis Nietzsche missbrauchten.

Lange war ich - wie viele und wohl auch Du - durch diese tradierte Überlieferung geblendet.
Irgendwann wurde mir dann klar, dass Nietzsche einfach die nächste Evolutionsstufe meinte:

Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch, - ein Seil über einem Abgrunde.

Hier im Forum habe ich reichlich dazu geschrieben.

Das mit der Entmenschlichung verstehe ich überhaupt nicht und kann daher auch nichts dazu sagen.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Ach herrje - Nicht so schwer: Das ist, wenn einem Menschen das Menschsein abgesprochen wird (ed)

azur @, Samstag, 26.09.2015, 01:24 vor 3776 Tagen @ Hinterbänkler 3881 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 26.09.2015, 01:33

Hallo Hinterbänkler,

danke ebenfalls:


Ich habe jahrelang nicht verstanden, was Nietzsche mit Übermensch meint.
Aus dem Zusammenhang war mir klar, dass er nicht den moralisch über dem
Untermenschen, also uns, stehenden Menschen meinte. So wie die Nazis
Nietzsche missbrauchten.

Lange war ich - wie viele und wohl auch Du - durch diese tradierte
Überlieferung geblendet.

Da liegst Du aber falsch in Deiner Ferndiagnose.

Ist nicht so schwer, denn steht doch bei Nietzsche:


Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch, - ein
Seil über einem Abgrunde.

Eben.

wie ich vorher sagte: Der Übermensch steht über dem Menschen. Also dem Menschen.

Gar nicht geheimisvoll!

Sondern ein Sinnbild.

Und dann fingen alle möglichen Spinner an den "neuen Menschen" formen zu wollen, wie auch die Stalinisten - auch in der DDR lange Mode gewesen (also auch da, wo Nietzesche eher verrufen und tabu war - und ohne Berufung auf FN, eben weil wohl mal wieder die Zeit danach war), aber auch in andern Kulturen und Staaten, und religiösen Zusammenhägen.


Hier
im Forum habe ich reichlich dazu geschrieben.

Mag alles sein, aber dann verstehst Du das Folgende nicht?

Das mit der Entmenschlichung verstehe ich überhaupt nicht und kann daher
auch nichts dazu sagen.

Das ist, wenn einem Menschen das Menschsein abgesprochen wird.

Z. B. das auch noch unter der 'passenden', putzigen Überschrift:

"Naturgesetze begreifen

verfasst von Zarathustra, Helvetistan, 24.09.2015, 09:56
(editiert von Zarathustra, 24.09.2015, 09:59)

Genau, und da der Kollektivist (vormals Mensch)"

Ist eigentlich nicht so schwer und darum ging es doch hier.

Viele freundliche Grüße

azur

--
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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Menschen das Menschsein absprechen

trosinette @, Montag, 28.09.2015, 11:12 vor 3774 Tagen @ azur 3693 Views

Guten Tag,

Zara tut ja nur so, als ob er in der Lage wäre, den Menschen abschließend zu bestimmen, um ihm anschließend sein Menschsein abzusprechen. Wer sich bei der Bestimmung des Menschen aus der Deckung wagt muss den Menschen aber immer reduzieren. Reduzieren ist quasi Basisqualifikation des hochzivilisierten System- Sub-System und SubSub-System-Denkers. Weil - wenn wir nicht reduzieren, könnten wir nicht so tun, als ob wir im Gegensatz zu den Vormalsmenschen den totalen Durchblick hätten.

Wenn wir den Menschen als Kollektivisten bestimmen, dann ist das auch eine Reduktion, weil auch wir Kollektivisten immer noch kleine ergänzungsbedürftige und sehnsüchtige Würstchen sind, die in erster Linie abseits des Kollektivs im Mikrokosmos von Familie, Blutsverwandtschaft, Tennisverein, Kleingartenkolonie oder Peergroup zuhause sind.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Den Menschen habe ich noch nie das Menschsein abgesprochen

Zarathustra, Montag, 28.09.2015, 12:22 vor 3774 Tagen @ trosinette 3524 Views

bearbeitet von Zarathustra, Montag, 28.09.2015, 12:27

Das wäre ja dumm. Man kann lediglich den Hausmenschen das Menschsein absprechen, weil es sich beim Hausmenschen genauso wenig um den eigentlichen Menschen handelt wie beim Hausschwein um das eigentliche Schwein; oder beim Pudel um einen Wolf. Das sieht man ja. Wobei der Hausmensch vom eigentlichen Menschen noch wesentlich weiter entfernt ist als das Hausschwein vom eigentlichen Schwein (aka Wildschwein).

In der Hoffnung, damit zur Klärung des Problems beigetragen zu haben, verbleibe ich mit den besten Grüssen

Zara

Pudelisierung

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Montag, 28.09.2015, 13:05 vor 3774 Tagen @ Zarathustra 3541 Views

Das wäre ja dumm. Man kann lediglich den Hausmenschen das
Menschsein absprechen, weil es sich beim Hausmenschen genauso wenig um den
eigentlichen Menschen handelt wie beim Hausschwein um das eigentliche
Schwein; oder beim Pudel um einen Wolf. Das sieht man ja. Wobei der
Hausmensch vom eigentlichen Menschen noch wesentlich weiter entfernt ist
als das Hausschwein vom eigentlichen Schwein (aka Wildschwein).

Hallo Zara,

...wobei der Pudel vom Wolf weiter entfernt ist, als der Hausmensch vom eigentlichen Menschen.

Gassigehen und Hundebeutelung mit dem Wolf: ca. 30.000 Jahre
Käfighaltung und Kniggesierung des Menschen: ca. 10.500 Jahre
Verbürstung und Gummibärisierung des Wildschweins: ca. 9.000 Jahre

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

ergänzungsbedürftig oder ja-sagend

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Montag, 28.09.2015, 13:45 vor 3774 Tagen @ trosinette 3627 Views

Zara tut ja nur so, als ob er in der Lage wäre, den Menschen
abschließend zu bestimmen, um ihm anschließend sein Menschsein
abzusprechen. Wer sich bei der Bestimmung des Menschen aus der Deckung wagt
muss den Menschen aber immer reduzieren. Reduzieren ist quasi
Basisqualifikation des hochzivilisierten System- Sub-System und
SubSub-System-Denkers. Weil - wenn wir nicht reduzieren, könnten wir nicht
so tun, als ob wir im Gegensatz zu den Vormalsmenschen den totalen
Durchblick hätten.

Wenn wir den Menschen als Kollektivisten bestimmen, dann ist das auch eine
Reduktion, weil auch wir Kollektivisten immer noch kleine
ergänzungsbedürftige und sehnsüchtige Würstchen sind, die in erster
Linie abseits des Kollektivs im Mikrokosmos von Familie,
Blutsverwandtschaft, Tennisverein, Kleingartenkolonie oder Peergroup
zuhause sind.

Hallo Schneider,

Das 'Sehnsüchtige' oder 'Ergänzungsbedürftige' ist mit der Verhausschweinung gekommen. Der Delfin oder Bonobo wird sich eher nicht als ergänzungsbedürftig reflektieren. Und der homo ergaster oder homo erectus heidelbergensis wohl auch nicht. Ich bin überzeugt, das Empfinden der Ergänzungsbedürftigkeit ist mit der neolithischen Revolution entstanden. So hat also auch der homo sapiens 190.000 Jahre holistisch gelebt, bevor er bedürftig wurde nach Ergänzung. Bedürftig zu sein ist eben gleichbedeutend damit, nicht mehr holistisch/ganzheitlich/ja-sagend zu leben. Nebenbei: Damit hat sich das Denken und Handeln des Menschen den damals revolutionären neuen Paradigmen unterworfen: Rationalismus und Debitismus.

Interessant wäre sicher, was denn 'den Menschen' ausmacht. Im Moment möchte ich nur mal bei meinen Satz von hier ein Wort ändern:

"Wir können nicht mit einem Verlust des Menschseins bezahlen. Wir bezahlen immer nur mit einem Verlust des umfassenden, be'geist'erten Bewusstseins. Aber selbst als abgestumpfte verhausschweinte Wesen sind wir reflektierende Bewusstseinsträger."

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt mal von irgendwas überzeugt war.

trosinette @, Dienstag, 06.10.2015, 14:32 vor 3766 Tagen @ Hinterbänkler 3419 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 06.10.2015, 14:47

Guten Tag,

Ich bin überzeugt, das Empfinden der
Ergänzungsbedürftigkeit ist mit der neolithischen Revolution entstanden.
So hat also auch der homo sapiens 190.000 Jahre holistisch gelebt, bevor er
bedürftig wurde nach Ergänzung. Bedürftig zu sein ist eben
gleichbedeutend damit, nicht mehr holistisch/ganzheitlich/ja-sagend zu
leben. Nebenbei: Damit hat sich das Denken und Handeln des Menschen den
damals revolutionären neuen Paradigmen unterworfen: Rationalismus und
Debitismus.

Nun könnte ich natürlich fragen, ob die neolithische Revolution ohne das Empfinden der Ergänzungsbedürftigkeit überhaupt möglich gewesen wäre. Und ich könnte auch die Beherrschung des Feuers und die die Erfindung der Sprache als Ausdruck einer Ergänzungsbedürftigkeit in die Diskussion werfen.

"Wir können nicht mit einem Verlust des Menschseins bezahlen. Wir
bezahlen immer nur mit einem Verlust des umfassenden, be'geist'erten
Bewusstseins. Aber selbst als abgestumpfte verhausschweinte Wesen sind wir
reflektierende Bewusstseinsträger."

Hier kann ich fragen, wie ich mir das verlorene, be'geist'erte Bewusstsein vorzustellen habe. Weil: Wenn ich nicht weiß, was ich verloren habe, kann ich es schlecht wiederfinden. Als interessierter Laie habe ich mir aber zumindest angeschaut, wie Jan Assmann den Bewusstseinszustand, die Weltanschauung und Denkungsart der verhausschweinten Ägypter von vor 5000 Jahren darstellt. Und bereits zwischen den verhausschweinten Ägyptern und meiner verhausschweinten Wenigkeit tun sich bewusstseinsmäßig unvorstellbare Gräben auf.

Und über die vermeintlich abgestumpften Reflektionen der verhausschweinten Vorsokratiker, die quasi die ersten Pfade hin zu unserer modernen Denkungsart und Weltanschauung austraten, äußerte sich Nietzsche wie folgt:

„Dagegen haben die Griechen es verstanden, zur rechten Zeit anzufangen, und diese Lehre, wann man zu Philosophiren anfangen müsse, geben sie so deutlich, wie kein anderes Volk. Nicht nämlich erst in der Trübsal: was wohl Einige vermeinen, die die Philosophie aus der Verdrießlichkeit ableiten. Sondern im Glück, in einer reifen Mannbarkeit, mitten heraus aus der feurigen Heiterkeit des tapferen und siegreichen Mannesalters.“

Im Glück der feurigen Heiterkeit?! Klingt so, als ob Nietzsche ein be'geist'ertes Bewusstsein auch im verhausschweinten Zivilisten verortet.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Evolutionsschritt Übermensch

trosinette @, Montag, 28.09.2015, 11:22 vor 3774 Tagen @ Hinterbänkler 3649 Views

Guten Tag,

Irgendwann wurde mir dann klar, dass Nietzsche einfach die nächste
Evolutionsstufe meinte:

Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch, - ein
Seil über einem Abgrunde.

Wenn der echte Zarathustra in dem gleichnamigen Werk in der Vorrede zum Volke spricht: "Ich lehre euch den Übermenschen", gruselt es mich, bevor es richtig losgeht und den Übermenschen ins Mäntelchen der Evolution zu hüllen finde ich doof. Ich habe zwar auch von der Evolution wenig Ahnung, ich meine aber zu wissen, dass es sich bei der Evolution nicht um einen vernunftbeseelten Prozess handelt. Und ich gehe davon aus, dass der neue Übermenschen in aller erster Line Ergebnis unsere Vernunft sein soll.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Du bist Papst

nemo, Montag, 28.09.2015, 11:56 vor 3774 Tagen @ trosinette 3598 Views

bearbeitet von nemo, Montag, 28.09.2015, 12:10

Man kann den Übermenschen von Nietzsche im Kontext des Christentums
betrachten und dann macht er Sinn.

Nietzsche wehrte sich gegen die unterwürfige, moralische, geheuchelte
Schein-Frömmigkeit seiner Zeitgenossen.

Anstatt nachts die Gebete der Prediger nachzusprechen, sollte der
Mensch ein Schaffender werden und als solcher selbst erkennen, was
gut und was böse ist. Es geht hier um einen Erkenntnisprozess der in
Gang gesetzt wird und damit um Evolution. Evolution stagniert oder
degeneriert, solange Menschen keine eigenen Erkenntnisse hervor-
bringen und blind Ideologien, Religionen oder anderen Heilslehren
hinterherlaufen.

Robert Anton Wilson brachte es so auf den Punkt:

„Ich erkläre Euch hiermit alle zum Papst.“

Gruß
nemo

Evolution reflektieren

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Montag, 28.09.2015, 12:45 vor 3774 Tagen @ trosinette 3566 Views

Wenn der echte Zarathustra in dem gleichnamigen Werk in der Vorrede zum
Volke spricht: "Ich lehre euch den Übermenschen", gruselt es mich,
bevor es richtig losgeht und den Übermenschen ins Mäntelchen der
Evolution zu hüllen finde ich doof. Ich habe zwar auch von der Evolution
wenig Ahnung, ich meine aber zu wissen, dass es sich bei der Evolution
nicht um einen vernunftbeseelten Prozess handelt. Und ich gehe davon aus,
dass der neue Übermenschen in aller erster Line Ergebnis unsere Vernunft
sein soll.

Hallo Schneider,

'Also sprach Zarathustra' ist nun mal "ein Buch für alle und keinen" [[zwinker]] (Untertitel von Nietzsche selbst).

Aber man darf es ja lesen und interpretieren.

"Wir sind wahrscheinlich die ersten Menschen, die Evolution reflektieren, also den evolutionären Prozess beginnen zu verstehen und bewusst machen können. Uns ist seit max. 150 Jahren zum ersten mal in der Menschheitsentwicklung gegeben, die nächste Evolutionsstufe zu visionieren, anzustreben, zu wünschen." Zitat aus meinem Beitrag Es gibt nichts zu tun....

Ich denke, Nietzsche hat das als erster so gesehen und in dem Zusammenhang den Begriff 'Übermensch' geprägt. Ich weiß nur von wenigen Menschen, die dieses Thema versucht haben umzusetzen. Bei Rudolf Steiner und Carlos Castaneda bin ich mir relativ sicher, dass sie Nietzsche kannten (vielleicht sogar als theoretische Grundlage), Maharishi eher nicht.

Zudem bin ich überzeugt, dass Nietzsche die Vernunft niemals als 'beseelenden' Faktor betrachtet. Er benutzt da eher Begriffe wie 'Wille' oder 'Instinkt'. Und er zeigt auch bereits in Zarathustras Vorrede in Bezug auf 'den letzten Menschen' auf, inwiefern er beide Aspekte bei uns heute praktisch nicht mehr gegeben sieht.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

edit: Fehlerkorrektur

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Mein Lieblingstier war immer das Faultier

Rybezahl, Freitag, 25.09.2015, 17:26 vor 3776 Tagen @ Hinterbänkler 3920 Views

Danke.
Ich glaube mit diesem Verhalten bist Du sehr nahe beim Vormalsmenschen.
Damit kannst Du wirklich keine neue Spezies begründen.
Ich bin überzeugt, dass die sich damals immer treiben liessen und
ziemlich faul waren.
Ich habe den Eindruck, dass alle Säugetiere 'faul' sind.
Nur der zivilisierte Mensch ist Arbeiter, Dauerläufer oder Sportler.
...und motiviert.
Durch die Organisiserte Gewalt.

Na, du hast ja recht mit dem "faul sein" und so. Nur, ohne Bücher, müsste ich sie erfinden. Als Bonobo völlig aufgeschmissen.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Die neue Spezies ist natürlich nicht @Zara's "Zivilist"

pigbonds @, Donnerstag, 24.09.2015, 18:47 vor 3777 Tagen @ Hinterbänkler 4141 Views

Bei Beschreibungen, die wohl eher keine Definitionen darstellen, wird es

natürlich etwas haariger. Zara könnte mir freundlicherweise mal
ausrechnen, um wieviel Prozent ich von der Beschreibung des

Vormalsmenschen

abweichen darf um keine neue Spezies zu begründen.


Warum willst Du denn keine neue Spezies begründen?
Ist es nicht genau das, was wir jetzt abweichend vom Jetztmensch
brauchen?
Egal was dann der Vormalsmensch dazu sagt.
Wobei dann Abweichungen bei Beschreibungen in Prozent gehaart werden
müssen.


Die "andere" Spezies ist das Kollektiv selbst. Der Zivilist
ist nur ein Fraktal. "Zellen" haben "Organe" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Organell ),
Menschen bestehend aus Zellen haben ebenso Organe und Kollektive haben ebenso Organe.

Der einzelne "Mensch" als Teil des "Kollektivs" ist entbehrlich; aus der Perspektive des
Menschen ist dies "unmenschlich" aus der Perspektive des Kollektivs überlebenswichtig.

@Zara's "Zivilist" ist nicht eine neue Spezies sondern lediglich ein Mensch, der als Funktionseinheit
innerhalb des Kollektivs steht.

Also ein Mensch

azur @, Donnerstag, 24.09.2015, 21:15 vor 3777 Tagen @ pigbonds 4027 Views

Hallo pigbonds,

@Zara's "Zivilist" ist nicht eine neue Spezies sondern lediglich ein
Mensch, der als Funktionseinheit
innerhalb des Kollektivs steht.

VfG

azur

--
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Echte Schweine und Menschen

Zarathustra, Samstag, 26.09.2015, 13:28 vor 3776 Tagen @ azur 3801 Views

Aber lass sie reden.. Das Menschsein kann einem keiner absprechen.

Ja, Glaube macht selig. Wären Hausschweine gläubig, könnte man ihnen auch weismachen, sie wären nach wie vor echte Schweine.

...bohrt Löcher in den Käse...

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 13:08 vor 3778 Tagen @ azur 4586 Views

Hallo Azur,

danke für Deine Antwort.

Ich mache es überhaupt nicht gerne, nochmals oder gar rechtfertigend zu wiederholen, was ich gesagt habe.
Schau, ich habe im Ausgangsposting wörtlich Folgendes gesagt:

"Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Zumindest nicht aus der Perspektive, die ich jetzt versuche zu skizzieren."
und
"Ich möchte hier kurz einschieben, dass ich natürlich auch mit diesen Foristen mitfühlen kann, aber ich möchte halt auf einen anderen Punkt oder Perspektive raus."

Das ist alles.
Man kann für sich berechtigt die deutsche Perspektive einnehmen oder die globale oder die debitistische usw.
Das sind zunächst mal keine Wertungen, wie 'von oben herab', drin.
Es ist eine andere Perspektive und gut.
Ich lebe in der Schweiz, man hat mir aber beigebracht, mich als Deutscher zu identifizieren.
Glaubst Du, ich könne nicht mit Dir und anderen mitfühlen, was jetzt da läuft und wie sich jetzt ihr Leben dramatisch verändert?

Schau, da sitzt ein virtueller Hinterbänkler ganz hinten in einem gottverlassenen Tal in der Schweiz, bohrt Löcher in den Käse und reiht einfach ein paar Buchstaben per Tastaturklicks hintereinander.
Gut es sind deutsche Sätze geworden.
Jetzt ist es doch schon sehr interessant, dass DU darauf, wie ein verletztes Tier (ich hab das als Kind noch erleben dürfen, wie so eine angestochene Sau durchs Dorf rannte) darauf reagierst.
Hat das jetzt irgendwas mit mir zu tun oder ist es nicht vielmehr Dein psychologisches Reiz-Reaktions-Muster?
Glaubst Du allen Ernstes, man kann diese 'nationale Katastrophe' sinnvoll angehen - und damit meine ich auch die ganz persönlichen Antworten - wenn man einem derartigen Reiz-Reaktions-Muster folgt, folgen muss?

Und genau von dieser ganz subjektiven Voraussetzung habe ich gesprochen.
Ich verstehe sehr wohl die nationale Katastrophe.
Ich bin sogar auch und sehr entsetzt, dass hier z. B. in der Schweiz niemand meiner Bekannten auch nur ein Wort diesbezüglich fallen gelassen hat.
Es ist einfach bei Ihnen nicht angekommen (übrigens im Gegensatz zu 911).
Nur, soll ich mich jetzt empören, wütend werden oder den Schweizern Politikern den Knoten knüpfen?

Aber bitte, wieviel Jahre liest Du bereits im Gelben Forum?
Warum/worüber/weshalb regst Du Dich auf?
War nicht alles schon lange klar?
Nicht im Detail, aber die Linie ist/war eindeutig.
Sauber hergeleitet von so vielen.

Dank und Gruß
Hinterbänkler

--------------- Bonusmaterial --------------

aus Gründen des Copyrights leider nur verlinkt (ich stehe nicht hinter den sonstigen Inhalten der Website, nur weil halt dort das Gedicht von Juan Ramón Jiménez zu finden ist und nicht ich die Copyright-Verletzung machen möchte):

Mein Boot ist auf etwas Tiefes geprallt...

--
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Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Nationale Katastrophe

Rybezahl, Donnerstag, 24.09.2015, 01:27 vor 3778 Tagen @ azur 5888 Views

"So kann ich nur so viel mutmaßen: Deutschland hat einen sehr schweren
Weg vor sich, der in einer nationalen Katastrophe enden dürfte.
Deutschland, wie wir es kannten und schätzten, wird es nie wieder geben.

Allgemeines Schweigen und Dulden ist angesagt. Guten Gruß - d."
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=367124

Man kann es natürlich auch kürzer sagen [[zwinker]] [[freude]] [[top]]
[[top]] [[top]]

Das ist seit dem "Staatsbankrott" doch völlig klar, oder etwa nicht? Als ob das im Jahre 2015 eine revolutionäre Erkenntnis wäre... [[hae]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Deutschland, wie wir es kannten und schätzten, wird es nie wieder geben

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 14:10 vor 3778 Tagen @ azur 4609 Views

Deutschland, wie wir es kannten und schätzten, wird es nie wieder geben.

Hallo azur,

das war doch mein Punkt.
War nicht genau das zu erwarten?
Etwas früher oder etwas später?

Vieles was wir kannten und schätzten wird es nicht mehr geben.
Ein Plus auf dem Konto, Geld, Sprit, Strom, Heizöl, Internet, Markenklamotten, Tomaten aus Spanien...
Ist das nicht eine der Hauptaussagen des Debitismus in Bezug auf die Zukunftsentwicklung?

Danke und Gruß
Hinterbänkler

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Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Meine bald 40 Jahre alte Bohrmaschine der Firma Fein möchte ich auch nicht missen wollen.

trosinette @, Donnerstag, 24.09.2015, 14:57 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 4403 Views

Guten Tag,

Deutschland, wie wir es kannten und schätzten, wird es nie wieder geben.

Was ich an Deutschland zu schätzen weiß ist allerdings verhältnismäßig vernachlässigbar.

Gestern Abend saß ich mit einer Pulle Bier vor einem Getränkespätkauf, die hier in der ehemaligen Reichshauptstadt wie Pilze aus dem Boden schießen. Da kam auf einmal ein Blinder vorbeigetappt. Ich dagegen kann seit 48 Jahren sehen. Bereits vor dem lächerlichen Umstand des sehen Könnens verblasst bei mir alles, was ich an Deutschland schätzten kann. Zu allem Überfluss konnte ich anschließend noch nach Hause laufen.

Diese Haltung ist aber vermutlich eher mein persönliches Spezialproblem. Der normale Mensch des individualistischen Zeitalters will ja meistens eher etwas mehr als die Gnade seiner profanen Vitalität zu schätzen. Er glaubt vielmehr, dass er sich dieses und jenes verdient hätte und der Weltenlauf aus irgendwelchen mysteriösen Gerechtigkeitsgründen von diesem Verdienst seine Finger zu lassen hat. Hierbei handelt es sich natürlich um einen modernen Irrglauben.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Ja, genau! Früher oder später ...

Romeo @, Somalia 2.0, Donnerstag, 24.09.2015, 21:53 vor 3777 Tagen @ Hinterbänkler 4150 Views

Deutschland, wie wir es kannten und schätzten, wird es nie wieder
geben.


das war doch mein Punkt.
War nicht genau das zu erwarten?
Etwas früher oder etwas später?

Hallo Hinterbänkler,

schönes Ausgangsposting von Dir - ist allerdings nicht so einfach für jeden einzelnen, einen Schritt zurückzutreten und das Ganze aus einer höheren Abstraktionsebene, der debitistischen, zu sehen, losgelöst von der eigenen persönlichen Ebene.

Jetzt, wo Du es sagtst: Ja, es war zu erwarten, früher oder später.

In meiner ersten Aufregung erlag auch ich meiner gekränkten Eigenbefindlichkeit:
Aber doch nicht so!
Doch nicht sooo früh!
Oh nein!
Später vielleicht, von mir aus, irgendwann viel später, aber doch nicht jetzt, genau jetzt, wo ich es gerade bequem haben möchte!

Ich bin nun wieder ruhiger geworden.
Es wird kommem, wie es kommt - ich werde es nicht aufhalten.
Wer erkannt hat, dass er keinen irgendwie gearteten *Anspruch* hat auf ein bequemes Leben, wie er es gewohnt war und welches ihm ohne eigenen Verdienst qua Geburt nur zugefallen ist, ist klar im Vorteil.
[Die Lektüre von Ortega y Gasset (Der Aufstand der Massen), seine Beschreibung des modernen Massenmenschen und seiner staatlichen Abhängigkeit, kann bei dieser Erkenntnis helfen, war zumindest bei mir so.]

Popcorn und Rotwein kaufen, abwarten, sich jedoch nicht unterbuttern lassen, schauen, dass es für mich und die Meinen irgendwie weitergehen wird und bereit sein, sich letztlich dann Dunbar-kleinteilig zu "organisieren", wenn das Massensystem fertig haben wird (unter vorläufiger Ausblendung der AKW-Problematik).

Beste Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Schauungen

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 24.09.2015, 10:20 vor 3778 Tagen @ Hinterbänkler 5896 Views

Hallo!

Interessant ist nebenbei dann auch, wenn plötzlich ein nicht
vorhergeahntes Detailphänomen (z. B. Asylwaffe) dann plötzlich auch aus
den Schauungen herausinterpretiert werden kann. Also auch da stand es schon
drin.

Ist doch klar! Schauungen zeigen per Definition, was passiert. Sonst wären es keine Schauungen. Folglich spiegelt sich auch die Ausländerinvasion darin wieder. [[top]]

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


Weltenwende

Interessant aus dem Forum Weltenwende:

modesto, Donnerstag, 24.09.2015, 11:07 vor 3778 Tagen @ Taurec 5316 Views

Der gesamte Faden ist interessant, zumal es sich um Aussagen handelt, welche vor vielen Jahren geschaut wurden.

".. Der Unterrichtsbetrieb allerdings war eingestellt, die Gebäude waren überfüllt mit Flüchtlingen, sowohl die Klassenräume wie auch die Turnhalle. Es war in der kälteren Jahreszeit, es herrschte Not an Kleidung und Hygiene. Auf dem Schulhof war ein Feuer, in einem großen Kessel wurde Suppe aufgewärmt (ein Kessel, wie sie ihn von ihrer Pfadfinderzeit her kennt). Sie half beim Austeilen und achtete darauf, dass jeder nur knapp bedient wurde, damit es für alle reiche.

Es herrschte zu dem Zeitpunkt kein Kriegszustand (>>stilles Wissen in der Schau), aber der allgemeine Notstand war erklärt worden und deutsches Militär war eingesetzt (Transporte, Ordnung, Versorgung).
Die Lebensmittelverteilung wurde offenbar auch von kirchlichen Stellen mitorganisiert, die Stadt Stuttgart hatte die Schulgebäude zur Verfügung gestellt – insgesamt eine überdeutliche Notsituation, in der sie selbst sich als „Staatsdienerin zwischen Kirche und Verwaltung“ empfand und für die Bewältigung der außergewöhnlichen Situation an der Schule mit verantwortlich war."

http://www.schauungen.de/forum/index.php?id=29340

@Taurec - wenn ich hier nicht soviel Text reinkopieren darf, bitte Bescheid sagen, ich kann es noch editieren.

Beste Grüße
modesto

Actio oder Reactio?

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.09.2015, 14:00 vor 3778 Tagen @ Taurec 4596 Views

Ist doch klar! Schauungen zeigen per Definition, was passiert. Sonst
wären es keine Schauungen. Folglich spiegelt sich auch die
Ausländerinvasion darin wieder. [[top]]

Danke Taurec.

Ja, natürlich ist das klar.
Es ist halt wieder mal interessant, dass das konkret so keiner auf dem Bildschirm hatte, solange es nicht passiert war.
Und das wird mit weiteren Phänomenen weiterhin so sein.

Was folgere ich für mich daraus?
Schauungen sind völlig ungeeignet konkrete oder politische Vermeidungsstrategien zu begründen.
Schauungen aber auch Debitismus eignen sich eine besondere Stimmung zu extrahieren, aus der heraus ich dann jederzeit und konkret agieren kann, ohne zu reagieren.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Es passiert, was passiert

Rybezahl, Freitag, 25.09.2015, 14:46 vor 3777 Tagen @ Hinterbänkler 3873 Views

Ist doch klar! Schauungen zeigen per Definition, was passiert. Sonst
wären es keine Schauungen. Folglich spiegelt sich auch die
Ausländerinvasion darin wieder. [[top]]


Danke Taurec.

Ja, natürlich ist das klar.
Es ist halt wieder mal interessant, dass das konkret so keiner auf dem
Bildschirm hatte, solange es nicht passiert war.
Und das wird mit weiteren Phänomenen weiterhin so sein.

Möglicherweise gibt es aber auch einfach zu allen möglichen und unmöglichen Situationen "Schauungen". Ich weiß, ich weiß: nach WW-Forum-Definition kann es sich dann nicht um eine Schauung handeln. Weil nur das Schauung ist, was sich realisiert.

Was folgere ich für mich daraus?
Schauungen sind völlig ungeeignet konkrete oder politische
Vermeidungsstrategien zu begründen.
Schauungen aber auch Debitismus eignen sich eine besondere Stimmung zu
extrahieren, aus der heraus ich dann jederzeit und konkret agieren kann,
ohne zu reagieren.

Logisch. Wenn Schauungen nur das sein können, was passiert, dann kann man tun, was man will - alles muss letztlich zur Situation der Schauung führen. Sonst ist es halt keine Schauung.


Wie auch immer... [[zwinker]]


Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

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