Bericht vom Hilfskonvoi für Röszke

Leserzuschrift @, Dienstag, 22.09.2015, 13:09 vor 3778 Tagen 5403 Views

Seit fast einer Woche sind wir nun wieder zurück aus Ungarn. Und immer
noch stehen die Erfahrungen und Bilder, die wir von dort mitgenommen
haben, deutlich vor uns. Die Verarbeitung und auch die physische und
psychische Erholung von der intensiven Woche in Röszke dauert sicher
noch eine Weile. Wir möchten allen UnterstützerInnen und SpenderInnen
aufs Herzlichste danken! Es ist schön, von einer solchen großen
zwischenmenschlichen Solidarität und Hilfsbereitschaft zu wissen, in
Zeiten, in denen die meisten Politiker die Menschen in ihrer Würde und
ihren Rechten im Stich lassen.

Wir haben wundervolle Bekanntschaften gemacht, haben mit engagierten
freiwilligen Helfern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien,
Slowakei, Ungarn, Schweden, England und den USA Seite an Seite bis zu
30 Stunden am Stück gearbeitet, während die großen Organisationen kaum
etwas zustande gebracht haben und in der Langsamkeit ihrer Reaktion
kaum mit der rasanten Bewegung, der Anzahl von Schutzsuchenden und der
ständigen Situationsänderung mithalten konnten und können. Auch einige
Schutzsuchende aus Syrien und dem Irak sind spontan für einige Tage
bei uns geblieben, um mit uns gemeinsam Essen und Wasser zu verteilen,
Müll aufzusammeln, Unterkünfte zu errichten, Kleidung und Decken zu
verteilen, zu übersetzen, vor gefährlichen Schleppern zu warnen und zu
beruhigen.

Es ist schwierig, das menschenunwürdige Elend, das dort zuweilen
herrschte, zu verarbeiten; halb erfrorene, durchnässte, weinende
Kinder, völlig übermüdete, hungrige, kranke Menschen, so viele
Menschen, dass wir ihnen in unserer beschränkten Helferanzahl kaum
gerecht werden konnten. Aggressive, übermüdete und ungeduldige
Polizisten, die Verunsicherung und Hoffnungslosigkeit vieler Menschen
in Hinblick auf ihre eigene Zukunft, Kinder, die von ihrer Familie
getrennt wurden, Eltern, die ihre Kinder im Chaos der Flucht verloren
haben.

Aber trotz allem immer wieder ein Lächeln, ein Kuss auf die Wange, ein
strahlendes Gesicht vor Dankbarkeit, Hoffnung. Wie wichtig es für uns
war, Abstand von dem in den Medien repräsentierten namenlosen
"Flüchtlingsstrom" zu nehmen und einen direkten Kontakt zu den
Menschen aufzunehmen, die aus ihrer geliebten Heimat fliehen müssen,
weil ihr Haus zerbombt wurde, weil ihre Schulen und Universitäten
geschlossen wurden, weil sie aufgrund ihrer Religion, Nationalität
oder sexuellen Orientierung um ihr Leben fürchten müssen, weil in
ihrem Land seit Jahren Bürgerkrieg herrscht, weil es in ihrem Land so
wenig gibt, dass die Menschen sich kaum selbst, geschweige denn ihre
Kinder angemessen versorgen können, weil diese Menschen sich ein Leben
in Frieden und Freiheit wünschen, Menschen wie wir, die wir uns alle
gegenseitig mit Würde und Respekt begegnen sollten. Vielen Dank an all
die Menschen, die sich dies zu Herzen nehmen, ihr macht die Welt zu
einem besseren, schöneren und bunteren Ort.

Sobald wir die Zeit finden, würden wir sehr gerne dieses Jahr noch
einmal losfahren und dann noch einmal einen neuen Spendenaufruf
starten. Ob nach Ungarn, Österreich, Serbien, Kroatien, Calais,...
helfende Hände werden fast überall gebraucht. Denn Grenzzäune lösen
sicherlich nicht die Probleme und es wird wohl immer Menschen geben,
die eine solch menschenunwürdige, kräftezehrende und oftmals
lebensgefährliche Flucht auf sich nehmen müssen, solange es Kriege
gibt, solange es Politiker gibt, die nur auf ihren eigenen Vorteil
bedacht sind, solange es Staaten gibt, die sich sinnloser weise den
Boden unter ihren Füßen, der niemandem gehören kann, streitig machen.

Wir hoffen und schicken unsere guten Gedanken an all jene Menschen in
dieser Welt, die leiden müssen.

Vielen Dank Euch.

Der Hilfskonvoi für Röszke
mit Bich Ngoc, Pia, Hans, Leonie und Clara


Clara und Leonie sind mir persönlich bekannt.

Gruß vom Ehemaligen.

Augen nicht verschließen...

carov @, Dienstag, 22.09.2015, 13:34 vor 3778 Tagen @ Leserzuschrift 4194 Views

Guten Tag, Ehemaliger!

Ihre Mühen in allen Ehren.

Wir sollten nun schauen, daß die Flüchtlinge, die hier sind,
eine gescheite Unterkunft erhalten.

Wir können diese Menschen nicht ewig in Notunterkünften
(Zelte und/oder Hallen) menschenunwürdig hausen lassen.

Hier und jetzt muß schnellstens etwas getan werden.

Bei Plasberg (Hartaberfair) meinte ein Politiker, daß,
"wenn es schnell gehen soll" es mindestens 3 Jahre dauern
würde, bis erste Häuser hochgezogen werden können...

Das heißt, daß die jetzigen Flüchtlinge noch so lange in ihren
Unterkünften hausen müssen, während weitere Flüchtlinge nachkommen.

Das ist doch Horror und wird niemals gutgehen.

Gutmenschentum ist zwar "recht nett". Diese sollten aber schleunigst
um Lösungen schauen, damit dieses Elend endlich beseitigt wird.

So wie es jetzt läuft, müßte es doch jedem "Gutmenschen" die Augen
öffnen. Tun Sie endlich etwas vernünftiges und bringen Sie diese
Menschen menschenwürdig unter.

Alles andere ist nur noch pervers...

Tut mir leid.

Schönen Tag, Hans

"Wundervolle Bekannschaften Machen" kann man auch ohne das Elend loszutreten

Martin @, Dienstag, 22.09.2015, 14:00 vor 3778 Tagen @ Leserzuschrift 3775 Views

.. außerdem klingt es etwas egoistisch, und als suchten die Schreiber solche Situationen. Befriedigung durch Elend. Hat jemand von den Schreibern in Berlin angerufen, damit diese den Nachstrom stoppen?

Bitterböse Parodie?

Reffke @, Dienstag, 22.09.2015, 14:59 vor 3778 Tagen @ Leserzuschrift 3886 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.09.2015, 15:19

Nichts hindert den gütigen Menschen, wenn er ausposiert ist, sein vermutlich angemessenes Einfamilien-Haus samt Garten selbstlos den neuen Bekanntschaften herzlichst zur Verfügung zu stellen!
In jedes Zimmer gehen locker 3-4 Doppelstockbetten, auf den gepflegten Rasen kommen Partyzelte von 6mx3m bis zum Anschlag usw. usf.
Vermutlich reicht das Familieneinkommen auch dazu, für die zahlreichen Dauergäste ein Jahr zu bürgen: danach erledigt sich das Bürgen und läuft die Verrechnung anonym über Steuerzahlung und Neuverschuldung der Schwarzen Null!
Falls es ihm dann irgendwann zu viel wird, kann er sich ja - vermutlich gegen Eintrittsgeld (Geschäftsidee!)- die Leistungen seiner Mitbürger ansehn, die inzwischen in ihrer Freizeit emsig anpacken (daher wohl neudeutsch und euphemistisch als "Das Pack" beschrieben), und die Bettchen bereiten, Billi montieren, Versorgungsbeutel füllen und eifrig Sporthallen zweckentfremden bzw. herrichten, nur um Lebensraum für die Neubürger in Dunkelland zu schaffen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise-usa-und-kanada-spenden-deut...
Da gibt es scheinbar eine Art Bonzai-Marshall-Plan zwecks Neuansiedlung:
Care-Bettchen!
Die Neubürger bemühen sich offenbar nach Kräften, den Helfern bei der Arbeit nicht auch noch im Weg zu stehn, und halten sich vornehm zurück, die dreifach hygienisch verschweißten Nahrungsmittel gar nicht erst auszupacken, sondern diskret zu entsorgen: nicht halal...
Fragen sie doch mal in den sozialen Streichelzoos der Ballungszentren, die irreführend als No-Go-Zonen diffamiert werden, wie sich die restlichen Eingeborenen angesichts der neuen Mitbewohner bzw. Nachmieter fühlen, und ob sie sich vielleicht doch Sorgen machen, weil sie aufgrund ihrer Religion, Nationalität oder sexuellen Orientierung um ihr Leben fürchten müssen...

Sorry: [[ironie]]

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Reizgasangriff im Zeltlager auf Schlafende (auch Kinder)

Ankawor, Dienstag, 22.09.2015, 16:12 vor 3778 Tagen @ Reffke 3737 Views

Da gibt es scheinbar eine Art Bonzai-Marshall-Plan zwecks Neuansiedlung:
Care-Bettchen!
Die Neubürger bemühen sich offenbar nach Kräften, den Helfern bei der
Arbeit nicht auch noch im Weg zu stehn, und halten sich vornehm zurück,
die dreifach hygienisch verschweißten Nahrungsmittel gar nicht erst
auszupacken, sondern diskret zu entsorgen: nicht halal...
Fragen sie doch mal in den sozialen Streichelzoos der Ballungszentren, die
irreführend als No-Go-Zonen diffamiert werden, wie sich die restlichen
Eingeborenen angesichts der neuen Mitbewohner bzw. Nachmieter fühlen, und
ob sie sich vielleicht doch Sorgen machen, weil sie aufgrund ihrer
Religion, Nationalität oder sexuellen Orientierung um ihr Leben fürchten
müssen...

http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/reizgas-attacke-fluechtlingslager-verletzte-555211...

Es waren keine Nazis, sondern andere aus dem Lager. Ich erwähne das hier nur mal als Beispiel, weil mich interessiert, ob es irgendwo eine Sammlung von Vorfällen gibt?

Die Provinzpresse kann Vorfälle schlecht verschweigen, wenn jeder im Dorf Bescheid weiß. Die überregionale Presse kann es ignorieren, und es ist sehr schwer, einen Überblick über die Lage zu bekommen. Genau das wäre aber wichtig.

Es dürfte ja auch nicht bei der Ausstattung mit Reizgas bleiben. Mit zunehmender Eingewöhnung wird sich auch die technische Ausstattung der Leute verbessern. Schon wenn die meisten nicht mehr zu Fuß laufen, sondern Autos haben, beginnt wohl eine neue Phase.

In den Massenunterkünften droht der Seuchenausbruch...

carov @, Dienstag, 22.09.2015, 16:50 vor 3778 Tagen @ Ankawor 3662 Views

Guten Tag, Ankawor!

Es dürfte ja auch nicht bei der Ausstattung mit Reizgas bleiben. Mit
zunehmender Eingewöhnung wird sich auch die technische Ausstattung der
Leute verbessern.

Wenn es überhaupt so weit kommt.

Anstatt Fähnchen schwenken und Plüschtiere verteilen,
sollte man sich klar sein, daß hier Zustände herrschen,
die "unter aller Sau" sind und auch uns - im schlimmsten
Fall - zur Gefahr werden könnte. Heute im MSM:

Seuchengefahr...


Gruß, Hans

TBC, Lepra und bald auch Beulenpest?

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 23.09.2015, 10:05 vor 3777 Tagen @ Griba 2238 Views

Offene Tuberculose und auch Lepra (München?) wurden unter den Neubürgern festgestellt. Sollte der Vermüllungsgrad rund um die Zentren weiter so zunehmen, dann wäre auch der Boden für die Beulenpest bereitet.

Speziell TBC kann sich relativ zügig ausbreiten. Die bedrängten Verhältnisse und der mutmaßlich belastete Immunstatus der Leute dürfte die Infektionsrate zusätzlich steigern.

Da kann man jedem nur empfehlen, beim Kontakt mit den Neubürgern konsequent Schutzmasken zu tragen. Eventuell sollte man diese Massnahme auch gegenüber engagierten Flüchtlingseuphorikern anwenden.

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Woher hast du die Lepra-Info?

Olivia @, Mittwoch, 23.09.2015, 11:52 vor 3777 Tagen @ FOX-NEWS 2061 Views

Da ich die Seuchengefahr auch für sehr real halte, würde ich speziell Menschen mit Kindern raten, sich diesem Risiko nicht auszusetzen. Eine Bekannte von mir hatte vor Jahren ein Flüchtlingskind aus Afrika aufgenommen, das offene TBC hatte. In dem Haushalt waren weitere Kinder. Die Behörden hatten zwar einen Test vorgenommen, die Testergebnisse waren aber noch nicht da. Trotzdem wurde das Kind in der Familie untergebracht. Dies geschah zu einer sehr geordneten Zeit. Ich gehe davon aus, dass sich die Verantwortlichen damals schlicht nicht vorstellen konnten, dass solche "Dinge" exisieren. Merkel hat diese Art von Gefahr in ihrer Wahnsinnsentscheidung wohl auch nicht auf dem Radar gehabt. Jedenfalls hoffe ich das. Bei der völlig außer Kontrolle geratenen Masseneinwanderung von Menschen, die zu großen Teilen noch nicht einmal registriert, sondern untergetaucht sind, kann man absolut nicht mehr von einer "normalen" Gesundheitskontrolle ausgehen. Daher: Absolute Vorsicht! In den Lagern auf dem afrikanischen Kontinent und in der Türkei können sich auch bereits Krankheiten ausgebreitet haben, von denen hier nichts bekannt ist und die auch nicht öffentlich gemacht werden. In Freizeiteinrichtungen aufpassen! Die Politik reagiert erst, wenn die ersten Ansteckungsfälle öffentlich gemacht werden.

--
For entertainment purposes only.

Lepra in Salzburg (nicht MUC)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 23.09.2015, 13:45 vor 3777 Tagen @ Olivia 2082 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.09.2015, 16:25

Auf LOCUS Online

Bei TBC muss man berücksichtigen, dass teilweise die Antibiotika nicht mehr funktionieren, weil multiresistente Stämme sich ausbreiten. Wenn's da zu einer Epidemie kommt, dann wird das die reinste Shit-Show ... [[sauer]]

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Tuberkulose und Antibiotika ... das Problem liegt m.E. noch woanders ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 23.09.2015, 15:12 vor 3777 Tagen @ FOX-NEWS 2093 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.09.2015, 16:26

Bei TBC muss man berücksichtigen, dass teilweise die Antibiotika nicht mehr funktionieren, weil multiresistente Stämme sich ausbreiten.

Ich hatte ja direkt damit Beruehrung, und schon geschrieben, dass die Kuchenblech- und Teddybaer-Helfer(innen) alle einer TBC-Roentgenreihenuntersuchung unterzogen werden muessten.

Nach meinen, vielleicht nicht mehr ganz aktuellen, Informationen, betreffen diese multiresistenten Tuberkel-Staemme vor allem westliche Ballungsraeume, insbes. New York.

Der Vorgang der "Anzuechtung" funktioniert so: der Obdachlose in New York bekommt in einer Notaufnahme (die muessen ja auch unversicherte behandeln) die Diagnose TBC. Dann erhaelt er eine Packung Antibiotika. Dann nimmt er nur die Haelfte, weil es ihm danach bereits besser geht. Den Rest schmeisst er weg oder gibt sie einem "Kollegen" mit aehnlichen Symptomen, der nun auch nur die halbe erforderliche Dosis einnimmt/ueberhaupt einnehmen kann.

In Deutschland wuerde so jemand voruebergehend nach Seuchengesetz unter Quarantaene gestellt, bis die Behandlung abgeschlossen waere und der Tuberkel-Titer Null.

Ich bezweifle erstmal, dass aus Syrien etc. allzuviele multiresistente Keime eingeschleppt werden. Noch in den siebziger Jahren war in Irland, das damals offiziell als Entwicklungsland galt, Penicillin "das Mittel der Wahl". Wurde mir sogar mehrmals in einer Kneipe von jemand angeboten, der noch was uebrig hatte. "You got a fever, my son, here, take this" ...

Die Versorgung dort ist zwar heute katastrophaler, aber seit EU-Beitritt kennen irische physicians auch andere Antibiotika ausser Penicillin.

Aaaaaaber: diese Neuankoemmlinge in Deutschland, die mitten auf freier Strecke die Notbremsen ziehen und verschwinden, genau die bilden den New Yorker Fall jetzt wieder nach.

D.h., wenn die Instrumente des Infektionsschutzgesetzes nicht konsequent umgesetzt werden, dann haben wir spaetestens in zwei Jahren TBC-Verhaeltnisse wie in New York.

Aber nicht nur das: dann haben wir erstmals auch ausserhalb der 20km-Zone um den Frankfurter Flughafen Arbeit fuer die bundesdeutschen tropenmedizinischen Institute!

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Alles außer Kontrolle, es hat nur noch keiner gemerkt

Ankawor, Dienstag, 22.09.2015, 18:58 vor 3778 Tagen @ carov 3286 Views

Seuchengefahr...

Nun auch noch dein Link, danke trotzdem dafür.

Man muss es ja nicht mal so negativ als Seuchen bezeichnen, aber bei den vielen Menschen, die mir wirklich unendlich leid tun, wird es aller Erfahrung nach natürlich zum Ausbruch ansteckender Krankheiten kommen, die sich in Zeltstädten mit 2000 Personen in Windeseile verbreiten. Ich fände es auch überheblich, den Leuten vorzuwerfen, dass sie nicht wissen, wie ein Klo funktioniert, die können da nichts für.

Wenn dort in den Lagern "exotische" Krankheiten nicht mehr geheimgehalten werden können, bricht das bis jetzt stützende Heer der Freiwilligen zusammen. Niemand wird mehr hingehen, wenn er befürchtet, seinen Kindern die Krätze mit nachhause zu bringen.

Die Infrastruktur ist ja schon zusammengebrochen, aber nur stellenweise: Kein Zugverkehr zwischen D und Ö, Bundeswehr muss Kasernen wegen anrückender Araber räumen, Grenzer sehen Menschenmengen hilflos beim illegalen Grenzübertritt zu, Vertreterin der Stadt in München heult auf Pressekonferenz, weil sie nicht mehr weiter weiß.

Wenn jetzt noch die Freiwilligen wegen Ansteckungsgefahr lieber wegbleiben, gibt es eine Katastrophe. Und zwar nicht irgendwann, sondern morgen oder in vier Wochen.

Inzwischen denke ich auch, wir werden Dinge erleben, die wir vor einem halben Jahr im Traum nicht für möglich gehalten hätten. Und es gibt keinen Ausweg.

Am besten wäre mal 4 Wochen Dobelli-Diät: Keine Nachrichten konsumieren. Aber auch das geht nicht mehr. Zu gefährlich.

Ganz normal, wenn viele in einer Unterkunft leben müssen. Weitergehen, es gibt nichts zu sehen.

Tünnes @, Dienstag, 22.09.2015, 16:55 vor 3778 Tagen @ Ankawor 3391 Views

Abartig sind auch immer die Verharmlosungen und Relativierungen,
wenn die Lügen-Besatzerpresse sich dann mal gezwungen sieht, über derartige
Vorfälle zu berichten:

http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/reizgas-attacke-fluechtlingslager-verletzte-555211...

"Worum es bei den Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen ging, wissen die Beamten nicht. „Auch wenn zum Beispiel über 1000 Deutsche über mehrere Monate zusammen in Zelten leben müssten, würde früher oder später Streit ausbrechen“, sagt Polizeisprecher Wolf."

Na klar, wenn es sich um Deutsche in den Unterkünften handelte, gäbe es
aber mindestens ebenso schnell eine handvoll "Rabauken", die Mitbewohnerinnen
in die organisierte Prostitution zwingen, sich gegenseitig abstechen
oder massenhaft Vergewaltigungen an den Frauen und Kindern begehen würden.
Logisch, na klar, wer wollte das bezweifeln? Wer sind wir, dies überhaupt anzuprangern ? [[kotz]]

bereits aus 04/15:
http://www.focus.de/politik/deutschland/auch-waechter-unter-den-taetern-spd-klagt-an-in...

(auch hier natürlich wieder die Relativierung anbei:
"Der SPD-Abgeordnete Hans-Ulrich Pfaffmann sagte dem "BR", dass unter den Tätern neben anderen Flüchtlingen auch Wachleute seien. Etwa in der Bayernkaserne, in der Flüchtlinge untergebracht sind, gebe es immer wieder Fälle von Prostitution oder Gewalt gegen Frauen, heißt es beim BR.")

Hab` auch den Kotz-Smiley wieder gefunden. [[kotz]]

Andere Sichtweise

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 22.09.2015, 20:42 vor 3777 Tagen @ Leserzuschrift 2949 Views

Bitte um Nachsicht, wenn ich da etwas differenzierter denke!

Generell zu meiner Einstellung:

Ich ziehe meinen Hut vor denjenigen, die den echten Flüchtlingen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, die in ihrer Heimat aufgrund ihres Glaubens, ihrer politischen Anschauung oder sonst was um ihr Leben fürchten mußten, beistehen und ihnen in erster Linie mal Sicherheit geben. Denn das suchen gerade diese Leute, - nicht Geld oder sonstige wirtschaftliche Vorteile.

Damit meine ich nicht diese Gruppe in dem link:

http://www.unzensuriert.at/content/0018779-20-Asylwerber-traten-Hungerstreik-Sie-forder...

Nun habe ich in meinem - ach so kurzen - Leben so manche Zeitgenossen kennengelernt. Beispielsweise bei Hilfssendungen für Osteuropa. Damals lebte ich noch in Deutschland, als der Umsturz - auch in Rumänien - Ende des Jahres 1989 vor sich ging. Ich gehörte auch zu einem der Ersten, die sich mit einem Kleinbus, voll mit Lebensmitteln, Kleidern und sonstigen Dingen des täglichen Bedarfs, auf den Weg gemacht haben.

Die Sachspenden wurden in Deutschland in unserem Jugendheim gesammelt, gelagert und von dort aus verladen. Klar habe ich dabei auch viele andere Gleichgesinnte kennengelernt, - auch an der Grenze - die da enthusiastische Gedanken gehabt haben. Viele meinten, dadurch bekäme sie einen besonderen Platz gleich nach der Himmelspforte neben dem Petrus, - ich mach mir da keine Illusionen. Wahrscheinlich kome ich doch ins ewige Feuer, - aber vielleicht machen sie dort wegen der einen oder anderen Aktion für mich zeitweise die Klimaanlage an.

Jetzt kommt so ein Spinner wie ich auf die Idee, nach einem Monat wieder dorthin zu fahren, wo die Hilfsgüter gelandet sind, um festzustellen, was man damit bewirkt hat, und was man bei der nächsten Fahrt besser machen kann. Die Erkenntnisse waren sehr ernüchternd. Ich will hier nicht im Detail darauf eingehen,- es würde zu umfangreich werden. Aber ich habe draus gelernt.

Jetzt zu den aktuellen Ereignissen:

Klar gibts da real engagierte Menschen, die auch real was bewirken, - die nüchtern denken. Dann gibts alle möglichen Spielarten. Da gibts diejenigen, die sich bereits vor der Abfahrt einen Heiligenschein aufsetzen. Dann gibts die, die als verbohrte Gutmenschen ihre persönliche Befriedigung darin sehen, sich in irgendeiner Form zu engagieren, - egal, was dabei rauskommt. Dann gibts diejenigen, die das für ihr persönliches Image oder für ihre persönliche Selbstdarstellung anderen gegenüber brauchen. Lassen wir es dabei, - es gibt noch mehrere Spielarten.

Ein Beispiel: Ich hab auf die Fanseite des Herrn Til Schweiger geschrieben. Mein Sohn hat mir das gezeigt, wie das geht, - ich bin nämlich kein Facebookist.

Der Text:

Til Schweiger macht gute Filme. Egal, ob als Schauspieler oder als Regisseur. Sicherlich gehöre ich nicht zu der sog. Fangruppe, aus dem Alter bin ich heraus. Aber der Mann nötigt mir Respekt und Anerkennung ab, - aber im Zusammenhang mit dem Film. Da versteht er sein Handwerk.

Die neue Schiene mit den Immigranten (bei mir sind es erst einmal Immigranten, bis sich herausgestellt hat, wer in den kleinen Prozentsatz der Asylanten fällt) , das ist nicht mein Ding. Dazu weiß ich zuviel von Leuten, die direkt "an der Front" kämpfen, - aus erster Hand. Zumal die Asylschiene nichts Neues ist, das gabs schon im letzten Jahrhundert, - nur nicht in der extremen Zahl wie jetzt.

Damals hat sich kaum einer drum gekümmert, - damals war es ja auch kein Thema, das in aller Munde ist. Wie das alles funktioniert, wie das alles organisiert wird, was die eigentlichen Hintergründe sind, wie die administrativen Organe "von oben" angewiesen werden, bei Ablehnung nach Möglichkeit Abschiebungen zu unterlassen, usw. - ich weiß es,- und viele, die sich direkt mit dem Thema befassen, wissen es auch.

Natürlich weiß ich auch, dass Deutschland in allen möglichen Landessprachen in den arabischen und afrikanischen Ländern regelrecht dafür wirbt, dass Immigranten über Asylrecht ins Land kommen, - da gibts Broschüren, da gibts Videos, usw.

Ich unterstelle Herrn Schweiger keine gezielte Propaganda in eigenem Interesse, - allenfalls Blauäugigkeit. Natürlich kann man dieses Thema populistisch breittreten, es ist ja in aller Munde. Obwohl es eine Sekundärerscheinung ist. Das heißt, man befaßt sich mit den Symptomen, mit der "Krankheit" selbst nicht.

Wenns jemanden interessiert, was da noch alles mitspielt, da gibts ein interessantes Video, - neutral, aber sehr informativ:

https://www.youtube.com/watch?v=pzZ7baBZyDQ

Warum schreibe ich das alles überhaupt? Es sind doch Binsenweisheiten, die jeder wissen müßte, der sich nicht nur über die von der Regierung gelenkten Mainstreams informiert.

Ich schüttle nur manchmal den Kopf, wenn ich diese Berichte lese. Auch ich zähle mich zu den Idealisten. Aber ich zäume das Pferd nicht von hinten auf. Ich versuche, gerade den jungen Leuten das zu geben, was sie brauchen, um nicht auf den blödsinnigen Gedanken zu kommen, in Deutschland Asyl zu beantragen.

Ich lebe in Rumänien, und versuche, im Baunebengewerbe im dualen System ein Ausbildungssystem aufzubauen. Denke, dass ich mit 50 Jahren Berufserfahrung was weitergeben kann. Das Problem dabei ist: Es interessiert keinen. Weder den Staat, noch die Politiker (egal, ob Deutschland oder Rumänien), schon gar nicht die hier tätigen Baufirmen aus Deutschland. Ich bin in unserer Branche ein absoluter Einzelkämpfer.

Ich muß mühsam versuchen, dafür Geld zusammenzukratzen, dass ich aus meinem eigenen Betrieb abzweige. Meine Logik ist ja eine ganz andere: Es werden vorbildlich ausgebildete Fachleute produziert, die nicht nur als Facharbeiter, sondern bereits von Anfang an als Vorarbeiter in Erscheinung treten. Dadurch sind diese Leute in der Lage, anderen - Ungelernten - mit Hilfe ihrer Kenntnisse eine Möglichkeit zu bieten, ihr Brot durch ihrer Hände Arbeit zu verdienen, - und das in ihrem Heimatland.

Wie gesagt, nicht spektakulär, - aber dafür interessiert sich kein Mensch. Wo ich schon überall wg. Geld (z.B. für die Übersetzung der Berufsschulunterlagen vom Deutschen ins Rumänische, etc. etc.) angeklopft habe, und welche Antworten ich bekommen habe, auch von den ach so engagierten Ministerien - das würde bereits jeden anderen zermürben. Mich nicht. Ich mache weiter.

Aber die Verlogenheit unserer Zeit regt mich irgendwie auf. Würde ich mir irgendwas mit Immigranten oder Asylanten aufs Panier schreiben, dann würde der Geldsegen fließen. So aber mache ich "nur" was für die hier ansässigen jungen Leute, damit sie eben gar nicht auf die Asyl-Idee kommen, - und das ist eben nicht "in".

Schon gar nicht für die in Rumänien tätigen deutschen Firmen, die über EU-Programme einen Haufen Umsatz machen. Die wollen gar keine gut ausgebildeten Leute, weil die dann mehr bezahlen müßten. Die arbeiten lieber mit absolut ungelernten Einheimischen, die sie mit ca. 300 € abspeisen, damit der Reibach stimmt. Wenn dabei (egal, ob im Straßenbau oder sonst wo) ein Haufen Mist produziert wird, - dann nennt man das "Kollateralschaden".

Immigranten gibts hier nicht, - wohl aber einen kleine Anzahl von Asylsuchenden. Das sind die wenigen, die darüber froh sind, dass sie nicht mehr verfolgt werden, also die "echten" Asylanten. Weil die Beträge, die in Rumänien monatlich zur Verfügung gestellt werden, nicht das Ziel sind, das sich die Millionen Immigranten gesetzt haben, die aus ihrer Heimat "geflüchtet" sind.

Vielleicht gefällt das so manchem nicht, was ich hier geschrieben habe, aber es ist die andere Seite der Medaille. Und es ist die Wahrheit.

Klar wurde der Beitrag gelöscht, - nur ein dummer Kommentar blieb:

"Das ist aber ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung!"

Damit meine ich, dass ich bei allem und jedem sehr vorsichtig bin, wenn ich Berichte über irgendwelche Hilfsaktionen lese. Mein Nachteil: ich differenziere, hinterfrage und mache mir so meine Gedanken.

Auch ich habe zusamen mit meinen Jugendgruppen wunderbare Bekanntschaften geschlossen, bei allen möglichen Begegnungen, mit allen möglichen Nationen. Schöne Zeiten, ich werde mich noch daran erinnern, wenn ich mit den Filzpantoffeln im Schaukelstuhl sitze. Aber ich brauche dazu keine Themen, mit denen ich mich vor anderen beweihräuchern kann. Wobei ich das dem Schreiber des Eingangsbeitrags nicht unterstelle, - ich kenne ihn ja nicht. Aber ich weiß, dass es genügend von der Sorte gibt.

Die Leute, die damals bei der Flutkatastrophe in Sachsen usw. tätig waren, die haben keine Facebook-Seiten geschrieben, die sind so gar nicht in Erscheinung getreten. Die waren einfach da,- weil geholfen werden mußte. Die meisten kennt man gar nicht, wenn nicht irgendjemand jemanden aus der Gruppe für irgendeine Ehrung vorgeschlagen hat.

Wie gesagt, - ich habe manchmal eine andere Sichtweise über manche Dinge. Bitte um Entschuldigung dafür!

Die Kunst des Kontrapunkts

Leserzuschrift @, Mittwoch, 23.09.2015, 12:43 vor 3777 Tagen @ helmut-1 1990 Views

Vielen Dank Dir, helmut-1 für Deinen Beitrag. Klasse, Dein Projekt in Rumänien. Ich habe bereits vor einiger Zeit mit freundlicher Genehmigung der Foren-Leitung diesen Beitrag als Leserzuschrift verfasst:

http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=367218&page=7&category=0&or...

Die Reporterin aus Russland sah die Lage vor Ort sehr kritisch, wie übrigens auch ein Großteil der Forum-Schreiber des Gelben. So wollte ich gerne hier einen Erfahrungsbericht zur Diskussion stellen, der die Lage eher in bunten Farben beleuchtet. Diese Sichtweise wird zur Zeit von vielen jungen Menschen,-Gymnasiasten, Studenten,-vertreten, wie ich dies aus diversen Gesprächen feststellen konnte (SW-Deutschland). Ältere Gesprächspartner waren schon skeptischer bis ablehnend. Diese Gegensätze innerhalb der Gesellschaft können, müssen aber nicht, zu ernsthaften Dissonanzen führen.
Das lässt sich am Beispiel der Bach-Fugen studieren, die, auch wenn sie in düsteren moll-Tonarten geschrieben sind, mit einem Dur-Akkord schließen.

Ein ausdrückliches Dankeschön auch an alle, die hier ihre Meinung kundtaten.
Jede Meinung ist m.E. wichtig! Ich werde die Antworten bei Gelegenheit weitergeben.

Gruß, P.

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