Gold und Silber, Versuch einer aktuellen Zählung

Morpheus ⌂ @, Montag, 21.09.2015, 12:15 vor 3779 Tagen 4276 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 12:31

Hallo Elliott-Freunde,

ich versuche mal eine Interpretation der aktuellen Lage von Silber und Gold auf ganz langfristiger Ebene.

Für Silber hatte ich eine Langfrist-Analyse hier schon mal veröffentlicht. Leider gab es gar kein Feedback.
Ich möchte noch mal schreiben, dass ich sowohl bei Silber als auch bei Gold die Spitze Anfang der 80iger als Welle 1 sehe.

[image]

Was wir bis heute gesehen haben, sind bei beiden Metallen die Wellen A bis (1999) dann die Welle B (bis 2011) und jetzt eine Welle C bis jetzt dieser Tage.

Ob die Korrektur damit abgeschlossen ist und wir zur Welle 3 übergehen, ist eine spannende Frage. Theoretisch möglich ist es mMn jedoch.

Warum sehe ich das (gerade auch bei Gold) so?

Weil wir die Inflation in den Dollar-Kurs einrechnen müssen. Es ist schlicht unsinnig, den Wert von 50 Dollar zu Zeiten der Hunt-Brüder für eine Unze Silber mit fast dem selben Wert im Jahr 2011 zu vergleichen. Dazwischen liegt eine durchschnittliche Ausweitung der Geldmenge (M3) von 4,5 % pro Jahr und damit wäre der Silberpreis 2011 bei knapp 12 vergleichbaren Dollar gewesen, statt bei über 49 Dollar.

Bei Gold läge der Höchstpreis in vergleichbaren Dollar bei ca. 460 Dollar, was eine klare Korrektur darstellen würde.

Genau so etwas haben die Wellen ja eigentlich auch gezeigt, wobei bei Gold allerdings die Welle C sehr klein ausgefallen wäre.

Trotzdem sieht es für mich ganz plausibel aus:

Silber wöchentlich
[image]

Ich sehe eine klare A-B-C Korrektur, die entweder ein EDT abgeschlossen hat oder gerade dabei ist, selbiges abzuschließen.

Hier das Detail in der täglichen Ansicht:

[image]

Man beachte die Divergenz im RSI.

Beim Gold haben wir das EDT schon hinter uns.

[image]

Immer vorausgesetzt, 2011 war das Ende der Welle B (und keine versagende 5). Infrage käme (wegen der kurzen C) auch eine Flat-Korrektur.

In beiden Fällen würden die Wellen einen Stand vor einer scharfen Aufwärtsbewegung zeigen. Die würde preisbereinigt bei 1,61-facher Welle 3 der Welle 1, bei über 300 Dollar pro Unze Silber liegen. Stets vorausgesetzt, dass es ein Ende der Korrektur und eine Welle 3 gibt. Also keine X-Welle kommt und die Korrektur danach mit einem weiteren Zig-Zag nach unten weiter geht.

Hoffentlich kommt diesmal mal etwas mehr Feedback.

Grüße
Morpheus

--
-------------------------------------------
Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Mein Feedback ist............

ottoasta @, Montag, 21.09.2015, 12:45 vor 3779 Tagen @ Morpheus 3099 Views

.......ganz einfach:

Da ich davon nicht viel verstehe, kann ich auch nicht antworten.
Trotzdem lese ich immer deine Beiträge, sie sind wichtig für mich!
Eine Antwort verkneife ich mir, da käme nur Unsinn heraus!

Leider ist aber auch hier bei Gold und Silber der Satz:

Es könnte so ... oder auch so... kommen.

Aber wenigsten kann ich mir die Alternativen für die Zukunft vormerken und beobachten: wohin läuft es denn?

Danke

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Gold

Michael Krause @, Montag, 21.09.2015, 13:22 vor 3779 Tagen @ Morpheus 3128 Views

Hallo Morpheus,
kann nur zu Gold Stellung nehmen. Solange jede Erholung im Gold in einem lower high endet, kann man da als langfristiger Investor nicht investieren. Diese lower highs sind im Chart gut zu erkennen. Mittlerweile ist es auch schwer jemanden, der noch überhaupt nicht investiert ist, eine Empfehlung zu geben, wann man da reingehen soll (1417 - 1382 - 1337 - 1303 - 1224 - 1200 - 1160). Natürlich kann man auf einen Boden spekulieren. Das ist jedenfalls für mich derzeit alles zu unsicher.

Kann man etwas Irreales zählen?

mh-ing @, Montag, 21.09.2015, 14:35 vor 3779 Tagen @ Morpheus 2632 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 16:12

Ich bin kein Chart-Experte. Aus der Analyse und Auswertung bisheriger Zahlen mag diese Deutung ja passen. Doch von welchem Silber und Gold reden wir denn? Ist es das virtuelle Papier-Gold-Silber oder ist es ein realer Silber-Gold-Bestand?
Fakt ist, dass der Handel mit den Papierwerten um vieles über den tatsächlich verfügbaren Mengen liegt. Hier ist etwas gehandelt, was es so gar nicht gibt. Tatsächlich ist reales Gold teils rar, teils mit Lieferschwierigkeiten erst zu bekommen, derweilen der Papierwert im Fallen war.

Es wie ein Hütchenspiel. Jeder der Teilnehmer glaubt, dass sein von ihm beobachtetes Hütchen voll ist und die Summe aller Aussagen der Teilnehmer ergibt, dass letztlich alle Hütchen voll sein müssen. Erst das Spielende zeigt, dass vielleicht alle leer sind.

Aus dieser Perspektive halte ich Spekulationen in genau diesem Bereich (bei realen Aktien mag es anders sein), für sehr suspekt und irreführend.

Unharmonisch + Edit

Phoenix5, Montag, 21.09.2015, 18:23 vor 3779 Tagen @ Morpheus 2646 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 18:32

Hallo Morpheus,

deine große C ist sowohl zeitlich, wie proportional ja unwahrscheinlich klein. Wenn du das wirklich so zählen willst, öffnest du in EW die Büchse der Pandora, weil dann - zumindest meiner Meinung nach - Beliebigkeit herrscht, auch wenns kein direkter Regelverstoß ist.

Müsste ich jetzt auf die Schnelle deinen Silberchart zählen, dann würde ich sagen, dass deine "Welle A" für mich eine große 2 ist (wie man die Korrektur von 1980 bis 1999 auch immer zählen will: Flat-Flat? Flat-ZigZag?) und die Aufwärtsbewegung bis 2011 wär dann die 1 der großen 3 (die große 3 würde dann so bis ca. 150$ gehen - danach wieder ca. 10-20 Jahre lang starke Korrektur [4] und schließlich Blow Off bis über 200$ [5]).

Ich möchte noch mal schreiben, dass ich sowohl bei Silber als auch bei
Gold die Spitze Anfang der 80iger als Welle 1 sehe.

[image]

Was wir bis heute gesehen haben, sind bei beiden Metallen die Wellen A bis
(1999) dann die Welle B (bis 2011) und jetzt eine Welle C bis jetzt dieser
Tage.

Ob die Korrektur damit abgeschlossen ist und wir zur Welle 3 übergehen,
ist eine spannende Frage. Theoretisch möglich ist es mMn jedoch.

Warum sehe ich das (gerade auch bei Gold) so?

Weil wir die Inflation in den Dollar-Kurs einrechnen müssen. Es ist
schlicht unsinnig, den Wert von 50 Dollar zu Zeiten der Hunt-Brüder für
eine Unze Silber mit fast dem selben Wert im Jahr 2011 zu vergleichen.
Dazwischen liegt eine durchschnittliche Ausweitung der Geldmenge (M3) von
4,5 % pro Jahr und damit wäre der Silberpreis 2011 bei knapp 12
vergleichbaren Dollar gewesen, statt bei über 49 Dollar.

Das sehe ich nicht so. Für mich subsumiert EW auch die Inflation. Wie sonst hättest du dann beispielsweise Gold in den späten 70ern gezählt, als die Inflation in den zweistelligen Bereich heißgelaufen ist? Jedes neue Jahr das Vorjahr um die Inflation korrigiert? Da die Inflation ja wohl auch ausschlaggebend für die EM-Hausse war, beißt sich da die Katze in den Schwanz. Außerdem müsstest du dann auf der anderen Seite auch den deutlich höheren EM-Ausstoß der Minen rausrechnen (= Gold-Inflation) und vielleicht auch das Anschwellen der Weltpopulation? Und deren Kaufkraft? Wie du siehst: Das führt zu nix. Lass EW für sich selbst sprechen.

Beste Grüße
Phoenix5

Edit: Würde ich deine Zählung beibehalten, dann wäre die gesamte Abwärtsbewegung seit 2011 nur eine A gewesen, auf die jetzt eine B folgt (Silber vermutlich wieder mit schönen Short-Squeezes auf ca. 40$ und danach die C auf mind. 5$). Nur so würde das optisch was hergeben.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.