Nur für das Protokoll: IFO-Institut will Mindestlohn für Asylbewerber aussetzen - Bildung schlechter (Bonus: Stammesleben)

azur @, Montag, 21.09.2015, 01:16 vor 3779 Tagen 5625 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 01:55

Hallo allen,

es sollen nicht nur Mrd. für Qualifizierungen ausgegeben werden, wie man dem folgenden Artikel entnehmen darf (denn, wie ebenfalls zu lesen, der Bildungsstand der Kommenden ist zu meist gar keiner), sondern auch für HIV-Aufstockungen. Denn wer wenig bezahlt kann damit rechnen, dass der Staat ihm seine Arbeitskräfte subventioniert.

"Arbeit für Flüchtlinge
Sogar der Mindestlohn wird infrage gestellt"

Diese Formulierung: Mein Gott, ist der Zensor besoffen?* . Nun ja, wo doch ja in der Union Aufstand ist (die Abgeordneten bekämen Feuer, meinen Bosbach und Kauder) und der Gabriel nun schnell umschwenkt... Alle melden: Es gäbe keine Rücktrittsforderungen [[freude]] [[freude]]...

Weiter zu den erschütternden Erkenntnissen - die eigentlich erst nach dem folgenden Zitat vermeldet werden: 50 % seien ohne jeden Schulabschluss, sehr oft auch ohne Fähigkeiten zum Lesen und Schreiben (neulich meinte so ein Sonnnenkind: es gäbe ja auch viele Deutsche, die das nicht könnten - nach dann!):

"Stand: 20.09.2015 16:42 Uhr

Nachqualifizieren, ausbilden, den Zugang zum Arbeitsmarkt vereinfachen, zum Beispiel in der Gastronomie - Experten und Politiker suchen nach Wegen, Flüchtlinge so schnell wie möglich Jobs zu verschaffen. Das ifo Institut sägt sogar am Mindestlohn.

Nach Einschätzung des Münchner ifo Instituts sind die meisten Flüchtlinge nicht gut genug für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert: "Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist." Das Institut plädiert deshalb dafür, den Mindestlohn zu senken.

Damit die Flüchtlingskrise den Steuerzahler nicht dauerhaft überlaste, müssten die Zuwanderer so schnell wie möglich bezahlte Jobs annehmen, erläuterten die Wirtschaftsexperten. Der Staat müsse neben dem Angebot von Deutschkursen auch in die Berufsbildung investieren.

Keine zuverlässigen Daten über Bildungsstand der Flüchtlinge"

Aber gut genug, um zu wissen, dass man sie doch nicht für Mindestlohn anstellen kann!

(Warum werden sie nicht nicht eigentlich in Betreibergesellschaften beschäftigt, die die Unterkünfte betreiben. Da ist doch viel zu tun.
Und wie ist das eigentlich, wenn nebenan nun eine Turnhalle geöffnet wurde: Wer kümmert sich eigentlich um das Ganze? Einer von der Stadt allein, kann das doch nicht. Da müssen doch Jobs entstehen. Geld scheint es ja mit einem Mal genug zu geben.)

Mehr: http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-arbeitsmarkt-107.html

Sicherheitshalber festgehalten - und für die TS schon fast despektierlich:

"Das ifo Institut argumentiert mit folgenden Zahlen: Der Anteil von Analphabeten in den Herkunftsstaaten sei meist hoch, in Afghanistan etwa liege er bei mehr als 50 Prozent bei den 14- bis 29-Jährigen. Der Anteil der Hochschulabsolventen betrage, so die ifo-Experten, selbst im vergleichsweise hoch entwickelten Syrien nur sechs Prozent. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weist dagegen darauf hin, dass jeder zweite syrische Flüchtling mindestens Abitur habe."

Ach, das Staatsamt - aber auch "habe".

"Das haben die Befragungen der Behörde ergeben, die jedoch nur auf freiwilliger Basis unter den Flüchtlingen in Deutschland erhoben werden. Unter den Syrern sind demnach 40 Prozent, die auf eine Grund- oder Mittelschule gegangen sind."

Das wäre dann noch schlimmer als beim Rest:

"Betrachtet man die Gesamtzahl der Flüchtlinge aus allen Ländern hat laut BAMF jeder dritte Flüchtling eine Grundschule besucht, noch einmal jeder Dritte eine Mittelschule; nur eine kleine Minderheit hat demnach einen Hochschulabschluss."

Die Leserkommentare sind eindeutig. Darunter aber auch jener, der immer die Abholung der Heranziehenden organisiert und bezahlt sehen will. Dieses Mal erklärt er, warum Sprachkurse Rassismus und Multikulti Diskriminierung (oder war es andersherum - wer kommt da schon hinterher). Dazu verweist er auf diesen tollen Artikel - und man beachte da hübsche Zitierkartell unten (bestimmte Formen von "Linken" zitieren sich gegenseitig gern, man ist so gewiss auch bedeutender):
http://www.kanak-attak.de/ka/text/caprifischer.html

Multikulturalismus? Die Caprifischer schlagen zurück!

Seit den antirassistischen Debatten der 90er gehörte es in bestimmten linken Kreisen zum guten Tonfall, vom Multikulturalismus als einem Rassismus der besonderen Art zu sprechen."

Wehret den Anfängen [[zwinker]] [[freude]][[top]]!

Viele freundliche Grüße

azur


* viel bekommt man derzeit über den Deutschlandfunk mit, so wie Österreich zu Russland und Syrien steht, und viel Diskussionen um das hier: http://www.deutschlandfunk.de/fluechtlingspolitik-wir-schaffen-es-nicht.694.de.html?dra...


BONUS: Tribal Journeys: The Mursi - Video 26,24 - ab min 13 spricht ein Krieger davon, wie sie andere vertrieben hätten, und das Gebiet sei nun ihres.

PS: Das ist vielleicht doll: Bernhard Weck über Menschenrechts- und Verfassungsutopien bei Ludwig van Beethoven

Mir war gar nicht bewusst, dass Beethoven politisch so aktiv war. Stellenweise sehr sympathisch (siehe auch Pfeffel, einen der Dichter, die Beethoven vertonte, und Wolff, den Naturrechtler, von erheblichen Einfluss zu seiner Zeit).

In diesem Zusammenhang wird auch davon berichtet, dass sich die aufgelösten Illuminaten in der Bonner Lese- und Erholungsgesellschaft organisiert hätten:

"Nach dem Tod von Kaiser Joseph II. am 20. Februar 1790 organisierte die Lese- und Erholungsgesellschaft, die Nachfolgeorganisation des verbotenen Illuminatenordens, für den 19. März 1790 eine Trauerfeier und beauftragte Beethoven mit der Komposition einer Trauerkantate."
https://de.wikipedia.org/wiki/Kantate_auf_den_Tod_von_Kaiser_Joseph_II.

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Lese_%28Bonn%29 (wie groß die Notwendigkeit zum Austausch war - siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_II.#Graf_Falkenstein .)

Beethoven begeisterte sich, wie viele seiner Zeit, für Ideale:

Wer ist ein freier Mann?
Der, dem nur eigner Wille
Und keines Zwingherrn Grille
Gesetze geben kann
Der ist ein freier Mann!

Wer ist ein freier Mann?
Der das Gesetz verehret
Nicht tut, was es verwehret,
Nichts will, als was er kann
Der ist ein freier Mann!

Wer ist ein freier Mann?
Der, muss er Gut und Leben
Gleich für die Freiheit geben
Doch nichts verlieren kann
Der ist ein freier Mann!


PPS: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichspfandschaft

Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsgut vs. https://de.wikipedia.org/wiki/Hausgut (außerhalb der Lehensordnung existierendes Privatgut, wie es tatsächlich alle möglichen besassen, die Kontinuität zum vormaligen römischen Reich ist zudem nicht auch nicht selten gegeben - in Privatrecht, aber auch öffentlichem Recht - mit interessanter Konstruktion: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-deutscher_K%C3%B6nig - https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-deutscher_Kaiser - das gab es, bis Österreich den Titel ablegte).

https://de.wikipedia.org/wiki/Reservatrechte_%28Heiliges_R%C3%B6misches_Reich%29

PPPS: Auch das noch: http://www.express.de/panorama/weltuntergang-naechste-woche--wissenschaftler-warnt--met...

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Rassistische Argumentation durch Prof. Sinn

Skydiver @, Hippie State Packistan, Montag, 21.09.2015, 02:13 vor 3779 Tagen @ azur 4807 Views

«Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist.»

Schon merkwürdig, dass offen rassistisch argumentiert werden darf, wenn es darum geht, das Lohnniveau zu drücken. Schliesslich ist "geringe Produktivität" nichts anderes als ein Euphemismus für "arbeitsscheu". Auch Herr Sinn wird wissen, dass es Probearbeitsverhältnisse gibt. Wer am Band oder anderswo nicht mithalten kann, wird gar nicht erst eingestellt. Entweder ist sie/er so produktiv wie erforderlich, oder eben nicht. Diese absurde Argumentation ist wieder einmal exemplarisch für den ständig überall publizierten ifo Un-Sinn.

Wirklich?

Domac @, Montag, 21.09.2015, 06:29 vor 3778 Tagen @ Skydiver 4335 Views

«Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von
8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu
gering ist.»

Schon merkwürdig, dass offen rassistisch argumentiert werden darf, wenn
es darum geht, das Lohnniveau zu drücken.

OK.

Schliesslich ist "geringe
Produktivität" nichts anderes als ein Euphemismus für "arbeitsscheu".

Vielleicht nach Deiner Wahrnehmung.
Es gibt aber gering qualifizierte Arbeiten wie Lagerreinigung, Kisten mit Paketband verschließen usw. die keine 8,50 EUR wert sind. Das hat mit arbeitsscheu erstmal nichts zu tun.

Auch Herr Sinn wird wissen, dass es Probearbeitsverhältnisse gibt. Wer am
Band oder anderswo nicht mithalten kann, wird gar nicht erst eingestellt.
Entweder ist sie/er so produktiv wie erforderlich, oder eben nicht. Diese
absurde Argumentation ist wieder einmal exemplarisch für den ständig
überall publizierten ifo Un-Sinn.

Ich denke Du willst einfach nur etwas schreiben, was gegen Prof. Sinn ist.

Ich faende es auch diskriminierend

CalBaer @, Montag, 21.09.2015, 06:44 vor 3778 Tagen @ Domac 4365 Views

Sinn begruendet es mit der Herkunft der Arbeiter, nicht mit den Taetigkeiten.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

..als Analphabet, der nicht lesen kann

Martin @, Montag, 21.09.2015, 07:05 vor 3778 Tagen @ CalBaer 4395 Views

Sinn begruendet es mit der Herkunft der Arbeiter, nicht mit den
Taetigkeiten.

Es ist lediglich vom Ausbildungsstand der Flüchtlinge die Rede, und dass es je nach Herkunft eine große Zahl von Analphabeten gibt beispielsweise. Das ist genauso wenig diskriminierend, wie ein internationaler Vergleich von PISA-Ergebnissen.

Den großen geistigen Schritt, dass jemand der Analphabet ist und kein Deutsch kann am Arbeitsmarkt nur einen ganz kleinen Beitrag leisten kann, muss man dann selbst machen. Wenn ein Mitarbeiter den kleinsten Sicherheitshinweis nicht versteht, dann ist der AG in Haftung. Und ich möchte auf der Straße keinem LKW begegnen, dessen Fahrer in Afghanistan seinen Führerschein gemacht hat. Den Menschen, die hier ankommen muss man teilweise erklären, dass man bei Rot nicht über die Straße gehen darf.

Es gibt bereits 7.5 Mio Analphabeten in Deutschland

CalBaer @, Montag, 21.09.2015, 08:29 vor 3778 Tagen @ Martin 4281 Views

Fuer die gilt aber weiterhin nach Gesetz der Mindestlohn.

Die „Leo. Level-One Studie“ ermittelte einen Wert von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland. Auf Basis dieser Daten errechnete der Neuköllner Verein „Lesen + Schreiben e.V.“, dass 316.000 Menschen in Berlin nicht richtig lesen und schreiben können. Der Volkshochschulverband schätzt für Berlin eine Dunkelziffer von 164.000
https://de.wikipedia.org/wiki/Analphabetismus#Deutschland

Nur weil der Analphabetengrad bei Personen von Asylsuchenden hoeher ist, soll man alle pauschal schlechter bezahlen? Das waere eindeutig diskrimierend.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Und, bekommen die alle Arbeit?

Martin @, Montag, 21.09.2015, 09:16 vor 3778 Tagen @ CalBaer 3807 Views

1. Auch unter der Bezeichnung 'Analphabet' werden Menschen geführt, die rudimentär lesen und schreiben können, also nicht völlig arbeitsuntauglich sind.
2. Bleiben die restlichen. Wer stellt diese nach (neuen) Mindestlohnregeln ein? Hast Du eine Statistik?

Gering qualifizierte Analphabeten in den sechziger Jahren und heute, in den "2015ern" - unterschiedliche Einflussfaktoren ...

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 21.09.2015, 13:00 vor 3778 Tagen @ Martin 4089 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 14:13

Sinn begruendet es mit der Herkunft der Arbeiter, nicht mit den Taetigkeiten.

Ich will mal davon absehen, wie Sinn es gemeint hat, oder ob "wir" da empfindlich reagieren auf das, wie er es gesagt hat, aber vielleicht anders gemeint hat. Fuer das folgende ist es unerheblich:

Es ist lediglich vom Ausbildungsstand der Flüchtlinge die Rede, und dass es je nach Herkunft eine große Zahl von Analphabeten gibt beispielsweise.


Ich bin mit dem Phaenomen des "Analphabetismus im Arbeitsleben" unter Auslaendern dreimal konfrontiert gewesen: Ende der fuenfziger/Anfang der sechziger Jahre als Kind in Deutschland (die oesterreichische Lage war aber aehnlich), Ende der sechziger und Ende der siebziger/Anfang der achtziger Jahre als (Bau-) Unternehmer.

Hier spielen ganz verschiedene Einflussfaktoren eine Rolle, die ich hoffe, denen aus meiner Generation, die das nur "von aussen" mitbekamen (oder vergessen haben) und den juengeren, die es ohne historische Spezialstudien nicht verstehen koennen (das kommt ja im Geschichts-Grundstudium oder -Bachelor sicher kaum vor, da geht's um Bismarck und Karl den Grossen), etwas naeher erlaeutern zu koennen:

A) Der Beginn der Anwerbung (Ende fuenfziger Jahre):

Anfaenglich wurden Gastarbeiter aus i.W. christlichen Kulturen angeworben

- Italien (abschaetzig "Itaker" genannt)

- Spanien

- Griechenland

- Portugal.

Von diesen waren, ausser manche Portugiesen aufgrund der eigenartigen Bildungspolitik Salazars (und offenbar davor), die meisten des Lesens und Schreibens kundig, oft tief katholisch (da gab es dann Anstrengungen der katholischen Kirche zu einer Auslaender-Pastoral) oder eben griechisch-orthodox.

Oft waren es verheiratete Maenner, die ihr Geld dann nach Hause schickten bzw. bar nach Hause mitnahmen im Urlaub (vgl. unten - die Kontenfrage). Es bildeten sich auch verschiedenste karitative Hilfsstrukturen, auch wenn diese den meisten Deutschen nie zu Gesicht kommen: z.B. fing das schon mit der Bahnhofsmission an oder es gab einen Arbeiterverein, z.T., vgl. Spanien und Portugal, mit oppositionellem Charakter (Franco in Spanien und Salazar in Portugal waren ja nicht eben gewerkschaftsfreundlich!).

Ja, die Bahnhofsmission gibt oder gab es, die faellt nur keinem auf ... mir ist sie mehrmals begegnet, weil ... ich als jugendlicher Autodidakt mir die Freiheit nahm, dem Schulsystem den Ruecken zu kehren und nun "mutterseelenallein" durch die Welt "trampte". Manchmal nahm ich auch, voellig uebermuedet und durchnaesst, dann einen Zug. Und siehe da: wie aus dem Erdboden tauchte dann manchmal eine etwas matronenhafte, resolute Dame neben mir auf und fragte, ob sie mir helfen koenne, ob ich Eltern habe usw.

Das passierte mir in einem deutschen Grossbahnhof, wenn ich mich recht erinnere, im Koelner Hauptbahnhof beim Umsteigen, in der Victoria Station in London und der Heuston Station in Dublin. Auch im Faehrhafen in Rosslare wurde ich kritisch beaeugt, dann aber nicht angesprochen.

Diese Gastarbeiter hatten anfaenglich ausserhalb des Arbeitslebens zwar kaum Kontakt zur deutschen Bevoelkerung, aber sie fielen auch selten "unangenehm auf". Wovon man hoerte, waren Messerstechereien von Italienern untereinander (das beruehmte "Stilett" begann den Alltags-Wortschatz zu bereichern).

Viele Italiener, die eh schon zur EWG gehoerten, liessen ihr Familien nachziehen und es begannen irgendwann die ersten italienischen Pizzerien aus dem Boden zu schiessen. Wie gesagt, die Italiener hatten es als EWG-Angehoerige da leichter. Spanier, Portugiesen [Beitritt 1986] und Griechen [Beitritt 1981] weniger, da nicht EWG-Angehoerige [EWG 1957, Italien Gruendungsmitglied - vgl. "Roemische Vertraege"].

Die Verhaeltnisse "damals" sind mit den heutigen aus verschiedenen Gruenden nicht vergleichbar:

I) Damals hatte selbst der normale deutsche Arbeiter kein Bankkonto! Ich erinnere mich noch der Plakate mit Sparkassenwerbung Anfang der sechziger Jahre, man "solle es sich doch bequem machen und ein Konto eroeffnen", man solle "bargeldlos zahlen" usw.

II) Der Arbeitsmarkt war "leergefegt". Wer als deutscher "Halb-Alphabet" einen des Deutschen nicht maechtigen italienischen "Voll-Alphabeten" als Arbeitskollegen bekam, konnte sich dennoch oft bald in der stolzen Rolle des "Vorarbeiters" wiederfinden, da er nun mal der Einaeugige unter den Blinden war. Heute koennte es sein, dass der besser gebildete Italiener ihn abloest ...

B) Die Anwerbung tuerkischer Gastarbeiter ab 1961:

Diese Geschichte habe ich aus zwei Blickwinkeln mitbekommen:

- zum einen wohnte ich in einer deutschen Kleinstadt mit ca. 15.000 Einwohnern. Ein grosses Werk dort beschloss aber ca. 1961/62, viertausend (!) tuerkische Gastarbeiter auf's Werkgelaende zu holen. Die Buerger waren in Schockstarre. Man hatte bisher nur vom Hoerensagen vom Islam gehoert, wenn ein "Neger" durch die Strassen lief, dann einmal im Jahr und der wurde von uns Kindern, ganz "rasseneutral", einfach nur bestaunt, wenn er, etwas unsicher dreinschauend, vorueberlief, bis er "am Horizont" wieder verschwand.

Diese tuerkischen Gastarbeiter traten dann aber im Stadtbild kaum in Erscheinung, die trauten sich anfangs selber nicht aus dem eingezaeunten Container-"Doerfchen". Die hatten bald ihre eigene Wurst-Versorgung mit irgendwelchen halal-Haendlern usw., es waren ja meist Maenner, die von zuhause Hausarbeit/Haushaltsfuehrung nicht unbedingt gewohnt gewesen sein duerften.

- Meine Mutter wurde irgendwann zu der Zeit mit Personalaufgaben betraut, spaeter Personalchefin. Sie erzaehlte mir ab und zu davon, was ich unfassbar fand bei Erwachsenen, dass das analphabetische Bauern aus Anatolien seien (sie war in einem anderen Unternehmen, das mit den ersten drei, vier Tuerken "Gehversuche" unternahm, der Rest bei ihr waren deutsche und z.T. schon italienische Arbeitskraefte).

Wie die anderen deutschen Arbeiter auch, erhielten diese Arbeiter jede Woche freitags ihr Geld in der Lohntuete. Viel war es ohnehin nicht, ich habe nach meiner Mutters Tod irgendwann deren eigene Lohnstreifen entsorgt (sie war Akademikerin) - selbst sie hatte Anfang der sechziger einen dreistelligen Betrag im Monat - d.h. viele Arbeiter duerften mit manchmal siebzig Mark am Freitag "heim"gegangen sein.

Waehrend mancher deutsche Arbeiter einen Teil seines Geldes gleich "versoff" (oder seine Frau stand am Werkstor und nahm es ihm gleich ab!), sparten diese Tuerken meist alles und transferierten es irgendwie nach Hause.

Spielhoellen und all das, auch das kam erst spaeter. Heute gibt es tuerkische Geldverleiher, die ihren "Landsleuten" fuer 100% im Monat (!) Geld leihen, damit sie im Hinterzimmer eines verrauchten tuerkischen "Clubs" weiter zocken koennen.

Also: die angeworbenen Tuerken hatten zwar keine nennenswerte Schulbildung, aber da es weder Wohngeld gab noch ein Bankkonto, musste man wirklich nur am Arbeitsplatz sich "mit Haenden und Fuessen" verstaendigen.

Als es irgendwann Kindergeld gab, erledigten das oft die Personalabteilungen mit.

C) Die Lage in den siebziger und achtziger Jahren

Mittlerweile gab es strukturelle Arbeitslosigkeit. Man versuchte, den Zustrom von Gastarbeitern aus Nicht-E[W]G-Laendern zu drosseln, ja umzukehren.

Im Zuge meiner Bauaktivitaeten kam ich dann Ende der siebziger Jahre mit den Realitaeten des deutschen Arbeitsmarktes in Beruehrung.

Dass man nun den Verwalter dieses Elends auch noch zum Chef der Migrationsbehoerde macht, will mir ebenso genial deuchen, wie, denjenigen, der die Bundesbahn versenkt hat, zum Verweser des Berlin-Brandenburger Fluchhafens zu machen.

Uns stehen qualifizierte Zeiten bevor ...

In den siebziger Jahren bedeutete strukturelle Arbeitslosigkeit, dass zwar die erste Million Arbeitslose ueberschritten war (Deutschland war wieder mal in Schockstarre), aber "strukturell" bedeutete, es gab jede Menge Bereiche, in denen haenderingend gesucht wurde und Bereiche, in denen man eben Arbeitskraefteueberschuss hatte.

Zudem gab es andere Zumutsbarkeitskriterien. Wer als Landwirtschaftshelfer in die Stadt zog, konnte sich dort "auf ewig" arbeitslos melden und nebenher studieren (zwar nicht zulaessig, aber wer ueberpruefte das schon - und jedenfalls besser, als fuer dasselbe Geld vor dem Fernseher herumzuhaengen).

Das gleiche konnte theoretisch der Ingenieur machen, der in's Zonenrandgebiet zog.

Es gab aber Bereiche, vor allem in der Gastronomie (Kuechenhilfen), in der Gebaeudereinigung und eben am Bau, da gab es Arbeitskraeftemangel.

Der deutsche Bauarbeiter, wenn er trotz Baukonjunktur arbeitslos war, war alkoholkrank und arbeitsunfaehig. Er wurde alle paar Wochen "vermittelt" und - flog dann nach drei Tagen wieder 'raus.

Einzig die Tuerken (die anderen, die Portugiesen, Italiener, Griechen etc. hatten es meist schon in echte Festanstellungen geschafft, manche waren schon wieder pensionsreif oder hatten eine Eisdiele aufgemacht ...) waren noch "brauchbar", da Anti-Alkoholiker. Viele waren auch, wenn auch nicht "auf dem Papier", qualifiziert.

Und wieder wurde der Deutsche zum Vorarbeiter, weil er einen Plan lesen konnte, einen Fuehrerschein hatte und beim Baustoffhaendler den richtigen Zement kaufen konnte.

Die "neuen" Tuerken kamen oft immer noch aus Provinzen wie Afyon (Tuerkisch fuer Opium!), Konya (Tuerkisch fuer Cognac?) usw. Manchmal konnten die nachziehenden Frauen besser schreiben und lesen als ihre Maenner, manchmal war es umgekehrt.

Auch diese schickten ihr Geld meist "nach Hause". Mein tuerkischer Vorarbeiter hat in der Zeit von seinem Lohn fuenf (!) Haeuser in der Tuerkei "gebaut"/bauen lassen. Im Urlaub legte er dann immer an ein, zwei der Haeuser letzte Hand mit an und vermietete die dann. Der war am Ende wohlhabender als wir geschaeftsfuehrenden Gesellschafter unserer deutschen GmbH!

D) Und warum das alles heute so nicht mehr funktioniert

Heute haben wir aber ueberall bis auf bestimmte Berufsspezialisierungen (ich vermute, zweisprachige Mechatroniker werden haenderingend gesucht ...) einen gesaettigten Arbeitsmarkt, dessen Bedarfsluecken schon mit niedrigqualifizierten Deutschen und hier akkulturierten deutschsprachigen auslandsstaemmigen Hauptschuelern nicht gedeckt werden koennen.

Selbst fuer den Taxischein braucht man Sprach-, Schrift- und Kulturkenntnisse.

Darum werden die meisten der in den letzen Wochen und Monaten angekommenen Zuwanderer, mit Ausnahme z.B. einiger Marokkaner und der syrischen Mittel- und Oberschicht, hier im Arbeitsmarkt nicht integriert werden koennen. Oder nur nach finanziellen Anstrengungen, deren Ausgaben fuer die Integrationsbemuehungen im Rest der verbleibenden Lebensarbeitszeit, so doch noch eine Arbeit gefunden wird, nie mehr "zurueckerstattet" werden koennen.

Das ist die Sachlage, und es hat keinen Sinn, darum herum zu reden.

Wer Anspruch auf Asyl hier hat, den muessen wir zur Not eben "durchfuettern", aber den Rest ins Land zu holen ist so schwachsinnig, wie den versagenden Leiter des versagenden Arbeitsamtes zum Leiter des Amtes fuer Migration zu machen. Keine weise Entscheidung.

Typisch staatslenkende Physikerinnen eben ... Auch die war schon fehlqualifiziert. Wenn wir nicht mal deutsches Personal fuer's Kanzleramt rekrutieren koennen, wie soll das dann unter Zuwanderern gehen???

Den großen geistigen Schritt, dass jemand der Analphabet ist und kein Deutsch kann am Arbeitsmarkt nur einen ganz kleinen Beitrag leisten kann, muss man dann selbst machen. Wenn ein Mitarbeiter den kleinsten Sicherheitshinweis nicht versteht, dann ist der AG in Haftung.

Ja. Da wird dann die Rechnung bereits negativ.

Und ich möchte auf der Straße keinem LKW begegnen, dessen Fahrer in Afghanistan seinen Führerschein gemacht hat.

Nein, der wuerde sonst die Fahrer mit dem ukrainischen oder lettischen Fuehrerschein gefaehrden ...

Den Menschen, die hier ankommen muss man teilweise erklären, dass man bei Rot nicht über die Straße gehen darf.

Aeh, ach so, das hatte ich auch bereits verdraengt ... [[zwinker]] ... Kein Wunder, wenn schon der Bio-Deutsche mit schlechtem Beispiel vorangeht.

Ist aber bald egal, dann funktionieren die deutschen Ampeln auch nicht mehr.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Tja, die alten Zeiten

Martin @, Montag, 21.09.2015, 16:54 vor 3778 Tagen @ CrisisMaven 3272 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 16:59

Den Menschen, die hier ankommen muss man teilweise erklären, dass man

bei Rot nicht über die Straße gehen darf.

Aeh, ach so, das hatte ich auch bereits verdraengt ... [[zwinker]] ...
Kein Wunder, wenn schon der Bio-Deutsche mit schlechtem Beispiel
vorangeht.

Ja, daran habe ich auch gedacht, als ich das schrieb. Das macht die Sache natürlich noch komplizierter.

Ich habe in den 60ern als 15-jähriger mit den Gastarbeitern (vorwiegend italienische) auf dem Bau gearbeitet. Stimmt, da gab es noch die Lohntüte am Ende der Woche. Das mit dem Versaufen des Lohns war aber kein Thema. Das war ein Thema Ende der 20er-Jahre, wenn die Arbeitslosen ihr Arbeitslosengeld beim Arbeitsamt abholten. Da stand dann die Frau mit dabei, damit das Geld nach Hause kommt (Schilderungen meines Vaters).

In den 70er Jahren habe ich mir etwas Geld neben dem Studium verdient und Autos von Stuttgart nach Istanbul für eine türkische Firma überführt. Gastarbeiter konnten einmalig zollfrei ein Auto (Mercedes oder amerikanischer Schlitten) in die Türkei bringen. Das hat sich bei 200 % Zoll gelohnt. Die türkische Firma hat dann Türken ohne Führerschein und Ambitionen gesucht, die dann mitfahren mussten. Der Kofferraum war voll von Haushaltsgeräten, dafür wurde dann der türkische Zoll geschmiert. Der Fahrer bekam 1000 DM pro Fahrt, der Zoll 300 DM pro Auto, was der Gastarbeiter bekam weiß ich nicht. Einer von denen sprach mit mir nur ein Wort Deutsch: Immer, wenn wir über einen Fluss fuhren hat er 'Neckar' gesagt.

Im Übrigen gibt es hier noch eine ganze Menge Italiener, die auch nach 20 Jahren nur ganz schlecht deutsch sprechen. Ich schätze, 10 % schaffen es nie, das hängt auch von den geistigen Voraussetzungen ab. Ein vietnamesischer Boat-People, Bruder eines Studenten, kam mit 16 in D an und hat mit 18 das deutsche Abitur gemacht. Sarrazin hat schon recht.

Ansonsten ist klar: Mit den heutigen Arbeitsrandbedingungen hätte man D nie nach dem Krieg wieder aufbauen können. Die 'Guck' waren in der Minderzahl, die 'Schaff' haben gemacht was sie für richtig hielten. Heute kommen die 'Brems' noch dazu.

Wir hätten heute auch keinen Mangel an bestimmten Arbeitskräften, wenn wir ein paar alternative Berufsaussichten von vornherein schon gar nicht zuließen. Und eine Menge Lehrstühle obsolet machten. Ich vermute mal, dass die demographische Struktur bei Männern direkt nach dem Krieg nicht viel ungünstiger war als heute, vor allem, wenn man auch noch die die in Gefangenschaft waren außen vor lässt. Es gibt also theoretisch noch eine Menge Luft bevor wir Arbeitskräfte importieren müssen.

Was ich an Professor Sinn mag ist, dass

Dragonfly @, Montag, 21.09.2015, 06:46 vor 3778 Tagen @ Domac 4379 Views

Ich denke Du willst einfach nur etwas schreiben, was gegen Prof. Sinn ist.

er immer genau erklaeren kann, warum seine Prognose nun NICHT eingetroffen ist.

Arbeit und ihr Wert

Piter @, Montag, 21.09.2015, 09:08 vor 3778 Tagen @ Domac 3901 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 09:17

Hallo Domac,

Vielleicht nach Deiner Wahrnehmung.
Es gibt aber gering qualifizierte Arbeiten wie Lagerreinigung, Kisten mit
Paketband verschließen usw. die keine 8,50 EUR wert sind. Das hat mit
arbeitsscheu erstmal nichts zu tun.

Wer bestimmt denn den Wert der Arbeit? Wenn für die ganzen Putzarbeiter, Paketlieferanten und Lagerarbeiter 8,50 € zu viel sind, dann soll die Unternehmensführung eben eine Maschine hinstellen, die das effizient, 24-Stunden, ohne Pause und ohne Urlaub erledigen kann.

Oder gibt es diese Arbeitsplätze nur aus Freundlichkeit?

Wo liegt also der Fehler, in Deiner Argumentation?

Richtig, eine Maschine muss man auch kaufen und bezahlen. 8,50 € Stundenlohn ergibt einen Jahreslohn von 36.720 €. Das entspricht ungefähr dem Abschreibungsbetrag für eine 500.000 € teure Maschine. Wobei die Wartungskosten noch hinzu kommen.

Ein Lagerarbeiter kann nicht nur lagern, sondern auch putzen, ausliefern und verwalten.

Finde einmal eine Maschine, die das kann. Sonst musst Du gleich vier kaufen. Aber ich empfehle noch dazu einen studierten PR-Mitarbeiter, der den Kunden dann erklärt warum sie vom Selbstbedienungsterminal besser bedient werden als von einem Mitarbeiter und die Regale putzt die Maschine auch nicht.

Darum erübrigt sich eine weitere Diskussion.

Löhne sind zwar immer mehr global wie die Inlandspreise, doch weiterhin auch immer eine gesellschaftliche Konvention.

Wenn das Porto für ein Paket in Deutschland 15 € kostet, statt 5 € in Russland, dann ist das die Konvention darüber, dass der Angestellte und das Unternehmen höhere Kosten und Löhne sowie Profite haben.

Jetzt könnte ich, wie Du es tust, genauso behaupten, dass der gesamte Versandhandel in Deutschland keine 15 € "wert seien" und demnach die Portokosten von Russland gelten sollten.

Was kostet die Gesellschaft, pro Stunde, ein Arbeitsloser? Vielleicht Alkoholkrank oder psychisch kaputt, inklusive Arztbesuchen, Therapie, Weiterbildung und Bearbeiter?

Inklusive Wohngeld, Sozialhilfe? Wenn man alle Kosten hochrechnet kommen auch schnell mal 1.500 bis 2.000 € im Monat zusammen.

Das sind 9 € in der Stunde.

Diese Kosten werden komplett von den Arbeitenden bezahlt. Was ist also falsch daran, 8,50 € Mindestlohn einzufordern, um nichtsubventionierte Arbeit zu schaffen?

Natürlich kann man auch übereinkommen, das Wohngeld abzuschaffen, die Sozialhilfe und das Mindestlohnniveau.

Doch dann sollte auch das gesamte volkswirtschaftliche Preisniveau so weit "heruntergefahren" werden, dass der 3 € Arbeiter auch leben kann.

Genau das ist aber gegen das aufgeschuldete, moderne und profitable, vollsubventionierte System.

Das wäre der Kollaps der deutschen Wirtschaft.

Ich lebe in Russland, hier bekomme ich für 200 € wesentlich mehr und frischere Lebensmittel als in Deutschland. In Deutschland müsste ich mich von Penny Dreck ernähren. Wer einmal deren neutralschmeckende blasse Hühnchen, mit einem maisgefütterten gelben Landhuhn verglichen hat, weiß wovon ich schreibe. Mein Huhn kostet dabei nicht mehr, sondern meistens weniger als im Angebot bei Penny.

Als Mindestlohnarbeiter könnte ich mir in Deutschland das alles nicht leisten.

Wo liegt Deiner Meinung nach die Untergrenze für einen nichtsubventionierten Lohn?

Doch es ist leicht darüber zu diskutieren, wie der Herr Sinn, wenn man selbst 5.000 € im Monat verdient.

Gruss
Piter

Rassistisch? Nein. Einfach die Wahrheit!

politikus @, Montag, 21.09.2015, 06:53 vor 3778 Tagen @ Skydiver 4264 Views

«Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von
8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu
gering ist.»

Schon merkwürdig, dass offen rassistisch argumentiert werden darf, wenn
es darum geht, das Lohnniveau zu drücken. Schliesslich ist "geringe
Produktivität" nichts anderes als ein Euphemismus für "arbeitsscheu".
Auch Herr Sinn wird wissen, dass es Probearbeitsverhältnisse gibt. Wer am
Band oder anderswo nicht mithalten kann, wird gar nicht erst eingestellt.
Entweder ist sie/er so produktiv wie erforderlich, oder eben nicht. Diese
absurde Argumentation ist wieder einmal exemplarisch für den ständig
überall publizierten ifo Un-Sinn.

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

Spanier, Italiener, Griechen sind nicht so clever wie Araber?

Herzog Waydelich @, Montag, 21.09.2015, 07:33 vor 3778 Tagen @ Skydiver 4372 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 07:36

Deutschland schafft es seit Jahren nicht, für das Heer der arbeitslosen spanischen, griechischen oder italienischen Jugendlichen eine Bewchäftigungsalternative in Deutschland aufzuzeigen. Dabei ist deren Schulbildung höher, sie entstammen unserem Kulturkreis und können lateinische Schriftzeichen lesen und schreiben (ok, die Griechen...)

Wie soll das funktionieren mit den arabischen Menschen, in größerem Stil? So viele Putzjobs gibt es nicht in Deutschland (und nebenbei, die optischen Eindrücke in den Flüchtlingsunterkünften ist nicht gerade eine Bewerbung für einen Einsatz im Raumpflegesektor).

Das ist schlicht absurd, dass diese Menschen - in unserem Umfeld - die notwendige Produktivität bier in Deutschland an den Tag legen können. Das scheitert einfach schon an der lateinischen Schrift, welche sie nicht lesen können. (Arbeitsanweisungen, Bedienungshinweise, ...)

--
----------------------------------------------------------------------------
Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Bulle noch Bär auf

Es geht nicht um die Produktivität, sondern um "Unruhen".

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 08:29 vor 3778 Tagen @ Herzog Waydelich 4134 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 08:39

Deutschland schafft es seit Jahren nicht, für das Heer der arbeitslosen
spanischen, griechischen oder italienischen Jugendlichen eine
Bewchäftigungsalternative in Deutschland aufzuzeigen. Dabei ist deren
Schulbildung höher, sie entstammen unserem Kulturkreis und können
lateinische Schriftzeichen lesen und schreiben (ok, die Griechen...)
.............

Sie sind HIER! Du musst sie irgendwie "beschäftigen", bis die "Verfahren" durch sind. Wenn sie Niedriglöhner sind, können sie während der Zeit zumindest etwas lernen und fangen nicht an, zu randalieren. Macht ihr euch eine Vorstellung davon, was das heißen würde, wenn die "Amok" laufen?

Außerdem bekommen sie dann eine realistische Vorstellung davon, was es heißt, im "goldenen" Deutschland zu arbeiten. An erster Stelle würde ich sie mal anweisen, ihre Auffanglager in Ordnung zu halten und nicht den Dreck überall hinzuwerfen. Dafür kann man sie ggf. auch entlohnen. Und vor allen Dingen keinerlei finanzielle Zuwendungen ohne Arbeit!
Der Lerneffekt, Geld ohne Arbeit zu bekommen ist einfach katastrophal!

Wie die Ausbildung der Griechen ist, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass das öffentliche Schulniveau in Spanien alles andere als gut ist (milde gesagt). Deshalb arbeiten viele Frauen, um ihren Kindern den Besuch einer Privatschule zu ermöglichen. Die deutschen Auslandsschulen waren in ES sehr beliebt, weil die 1. nicht so teuer waren und 2. zumindest ein "gewisses" Niveau hatten. Vergleichbar mit D war das allerdings auch nicht! Es gibt aber SEHR gute Privatschulen dort. Die kosten allerdings einiges! - Viele der arbeitslosen jungen Spanier haben zudem die Schule früh verlassen, um "auf dem Bau richtig" Geld zu verdienen. Die können dann meist überhaupt nichts anderes.

Mir wären sie trotzdem lieber, als die ganzen unregistriert hier hereinströmenden Menschen, von denen man überhaupt nicht weiß, woher sie kommen und was sie wollen.

--
For entertainment purposes only.

Der Bausektor könnte so schnell boomen

Piter @, Montag, 21.09.2015, 09:32 vor 3778 Tagen @ Olivia 3934 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 09:36

Hallo Olivia,

Viele der arbeitslosen jungen Spanier haben zudem die Schule früh
verlassen, um "auf dem Bau richtig" Geld zu verdienen. Die können dann
meist überhaupt nichts anderes.

Wenigstens können und wollen sie arbeiten und das unterscheidet sie von den hereinströmenden Massen.

Was hätte man in der EU erreichen können, wenn Deutschland die Milliarden in eine Infrastruktur-Aufbaubank investiert hätte, statt sie für die Asylanten zu verbrennen.

Mit entsprechender staatlicher Kapitalgarantie auf deren Einlagen und dem Kredithebel, der bei der Deutschen Bank nur für sinnlose Derivatetransaktionen gebraucht wird, hätte man schnell Eurasien und die EU mit modernsten Straßen und Zugverbindungen vernetzen können.

Sogar zwischen Marokko und Spanien könnte man Sonderwirtschaftszonen einrichten, in der viel mehr Flüchtlinge Arbeit hätten finden können.

Die südeuropäischen Bauarbeiter hätten für die nächsten 5 Jahre mit Sicherheit genug zu tun.

Wenn man wollte, wäre die EU eine Boomzone.

Doch dafür müssten die volksfeindlichen Regierungen in Deutschland und Frankreich weg.

Gruss
Piter

Die EU WAR eine Boomzone - das war ja wohl das Problem!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 09:51 vor 3778 Tagen @ Piter 3769 Views

Hallo Olivia,

Viele der arbeitslosen jungen Spanier haben zudem die Schule früh
verlassen, um "auf dem Bau richtig" Geld zu verdienen. Die können dann
meist überhaupt nichts anderes.

.............

Ja klar - wobei man sagen muss, dass sie "spanisch" gearbeitet haben. Die müßten auch hier das meiste komplett neu lernen. Du hättest einmal eine spanische Baustelle besuchen sollen. Die schaut "ein bißchen" anders aus als in D - eher so wie in Indien! - Da hätten die Deutschen mit ihren Bauvorschriften eben auch sehr flexibel werden müssen.

--
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Unterschwellige Mobilmachung in Europa vs. Flüchtlingsströme

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 09:56 vor 3778 Tagen @ Olivia 4051 Views

Wenn man darüber nachdenkt, in welchem Umfange derzeit "unter dem Radar" eine Mobilmachung in Europa läuft, dann sollte man erhebliche "unkontrollierbare" Flüchtlingsströme in die Ostgebiete senden. Solange die Flüchtlinge alle Ressource fressen, können sie zumindest nicht alle Energie in einen potentiellen Krieg gegen Russland stecken. Ein bißchen wird Europa dann wie Afghanistan - sagen wir mal Richtung "unregierbar".

--
For entertainment purposes only.

Zustimmung: Die meisten Flüchtlinge sind nicht vermittelbar

Piter @, Montag, 21.09.2015, 09:25 vor 3778 Tagen @ Herzog Waydelich 3902 Views

Genau egal wie tief der Mindestlohn ist, die Mehrzahl der Flüchtlinge ist überhaupt nicht vermittelbar.

Viele von denen haben in ihrem Leben, ausser maximal Feldarbeit, noch nie in einer produktiven Wirtschaft gearbeitet. Putzen und Kellnern werden diese stolzen Männer mit Sicherheit nicht und wenn der Ungläubige sich beim Chef über die Arbeitsweise beschwert, wird der Klient ganz schnell einen Kopf kürzer gemacht...

Zuerst müssen alle Arbeitgeber bitte schön auch einen Gebetsraum einrichten, damit 5 Mal am Tag nach Mekka gebetet werden kann.

Jetzt gibt es bestimmt einen Aufschrei von Lesern, die meinen, ich übertreibe.

Aber die Zahlen werden es schon beweisen.

Ein Armutsflüchtling, der in Syrien irgendwo vor dem Haus herumlag und den ganzen Tag Tee trank und vielleicht ab und zu mal seine Frau schlug, maximal noch ein kleines Geschäft im Haus hatte, der wird in Deutschland keine für ihn passende Arbeit finden und schon gar nicht finden wollen.

Meines Wissens gab es mal eine Statistik, wonach 40-50% aller in Deutschland lebenden und vollintegrierten Libanesen, nicht arbeiten würden.

Ja glaubt denn hier jemand, mit den Syrern klappt das besser?

Gruss
Piter

Kein Rassismus sondern Realismus!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 08:15 vor 3778 Tagen @ Skydiver 3994 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 09:09

«Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von
8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu
gering ist.»

.............

Das sind teilweise sehr simple Menschen, die hierher kommen. Sie sind in großen Auffanglagern zusammengepreßt. Wenn sie nicht beschäftigt und ausgebildet werden, wird es bald "explosiv" werden. Vor allen Dingen, wenn man die Anzahl der jungen Männer in Betracht zieht.

Das einzig Sinnvolle ist, sie (wie auch immer) in eine Beschäftigung zu bringen. Das wird ihnen auch Realitätskontakt geben. Ich glaube nicht, dass viele Arbeitgeber bereit sind, die zusätzliche Last auf sich zu nehmen. Viele Branchen haben auch so bereits genug Probleme. Trotzdem, man wird sich etwas überlegen müssen, wie man diese Leute "in Arbeit" bringt. Den Vorschlag von Prof. Sinn halte ich für nützlich!

Hast du schon einmal die "Leistungen" von 1-Euro-Jobbern mitbekommen? Ich habe vor Jahren einmal ein Unternehmen für Pflanzarbeiten und ein Unternehmen für einen Möbeltransport beschäftigt, weil sie so preiswert waren. Da habe ich "gelernt", was es heißt, mit Menschen zu arbeiten, die "es" nicht können! Das waren im übrigen ganz arme Schweine. Ich habe mich zum Schluß hingestellt, es ihnen gezeigt und mußte auch die ganze Zeit dabei bleiben, damit die "richtig" weitermachten. Das Tempo und die Qualität der Arbeit waren unter allem Standard. Ich jedenfalls habe NIE mehr so ein Unternehmen eingeschaltet. Vielleicht gibt es aber Unternehmen, die diese Leute für ganz simple Arbeiten einstellen und dabei halbwegs ausbilden, das berühnmte Training on the Job.

Nur eine kurze Information der letzten Tage: Bekannte einer Freundin (sehr gut integrierte Migranten) haben EINEN Verwandten in einem Auffanglager. Der erzählte, dass die dort untergebrachten Afghanen SOFORT alle Duschköpfe aus den Duschen abgerissen hätten, weil die "Religion" es vorschreibt, dass man sich nur mit 1 Strahl waschen darf (oder sinngemäß). DAS sind einige Probleme mit denen wir es tun haben. Das 5-malige, tägliche Beten entsprechend zu integrieren dürfte eine andere "Herausforderung" sein. - Das einige "Mitbewohner" vielleicht gerne MIT Duschkopf geduscht hätten, das war für die religiöse Fraktion überhaupt kein Thema. Soweit zu Toleranz, Flexibilität und die emotionalen sowie intellektuellen Voraussetzungen! - Sicherlich ein echter BURNER für die Betriebe!

--
For entertainment purposes only.

Eignung sollte man aber nicht von der Herkunft ableiten

CalBaer @, Montag, 21.09.2015, 08:38 vor 3778 Tagen @ Olivia 3836 Views

Wer den Job nach einem Eignungstest machen kann, soll nach Gesetz bezahlt werden.

Wer den Job nach einem Eignungstest nicht machen kann, wird nicht eingestellt.

So einfach.

Was Sinn fordert, ist eindeutig diskrimierend.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

In der Theorie "sehr gut" - für die derzeitige Praxis untauglich!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 08:51 vor 3778 Tagen @ CalBaer 3843 Views

Wer den Job nach einem Eignungstest machen kann, soll nach Gesetz bezahlt
werden.

..................

Wir haben es hier mit einer Notstandssituation zu tun, obwohl das so nicht bezeichnet wird, sondern mit "Willkommensgrüßen" verschleiert wird. Wenn es noch nicht einmal gelingt, die Leute zu "registrieren", dann wirst du erst recht keine großangelegten Eignungstests machen können. Es gibt übrigens solche Screening-Tests. Die USA haben die entwickelt, um festzustellen, welche "Einwanderer" für was für Stellungen beim Militär qualifizierbar sind. :-)))

Du wirst keine "Arbeitgeber" finden, die die MASSE der Leute beschäftigen!
Der geldliche Anreiz ist die einzige Möglichkeit. Wenn die Leute die Sprache gut lernen und etwas können, dann bekommen die vermutlich einen Job. Kommt auf die Motivation an! Aber wenn du Masseneinwanderungen hast, dann kannst du nur über die "Masse" der Leute sprechen, die dort kommt. Diese Masse hat von den Schleppern und von Merkel "Rosinen" in den Kopf gesetzt bekommen! Besser die lernen es rechtzeitig, was "hier" auf sie zukommt.

--
For entertainment purposes only.

Wieso großangelegte Eignungstests?

CalBaer @, Montag, 21.09.2015, 09:08 vor 3778 Tagen @ Olivia 3706 Views

So viele Jobs gibt's doch gar nicht.

Eignungstest gibt es nur fuer offene Stellen und das macht der Arbeitgeber. Darauf wird er sowieso bestehen. Und wer motiviert ist, geht hin.

Das Problem in Deutschland ist nicht der Mindestlohn, sondern dass falsche Anreize geschaffen werden. Und welche Motivation hat ein Asylsuchender denn ueberhaupt dann noch, wenn er so schlecht bezahlt wird, dass er nicht besser leben kann, als wenn er im Heim den ganzen Tag nur rumzudoest?

--
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Ach Mensch, du weißt doch genau, was ich meine!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 10:03 vor 3778 Tagen @ CalBaer 3652 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 10:08

So viele Jobs gibt's doch gar nicht.

Eignungstest gibt es nur fuer offene Stellen und das macht der
Arbeitgeber. Darauf wird er sowieso bestehen. Und wer motiviert ist, geht
hin.

..............

Die Firmen werden schon hingehen und schauen, wer für sie geeignet ist. Der wird dann auch vernünftig bezahlt! Es geht um die ANDEREN, die nicht geeignet sind, aber beschäftigt werden müssen, damit es nicht zu Unruhen kommt. Oder willst du palästinensische Zustände auf den Straßen? Wenn du dir die Flüchtlingsbennpunkte anschaust, dann ist da eh kaum noch ein Unterschied.

Wir haben die ganzen Niedriglohn-Industrien ins Ausland verbracht und nun importieren wir die Menschen aus diesen Ländern. Also sollten wir dann doch die Niedriglohnindustrien wieder hierher holen, ansonsten wird das nichts. Besser sie arbeiten, als dass sie nur am Sozialtropf hängen. Wenn das nämlich der Fall ist, dann hast du auch gleich vollkommen verwahrloste Kinder aus diesen Reihen. - Schau doch mal in die riesigen Vorstadtsiedlungen in Frankreich hinein. Da siehst du genau, was daraus wird! Füttern und unterbringen reicht nicht! Die Menschen haben dann kein Selbstwertgefühl mehr und werden brandgefährlich, dann suchen sie nämlich Sündenböcke!

--
For entertainment purposes only.

Ich verstehe, aber Lohnabsenkung loest dieses Problem nicht

CalBaer @, Dienstag, 22.09.2015, 19:37 vor 3777 Tagen @ Olivia 2923 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.09.2015, 20:13

Es geht um die ANDEREN, die nicht
geeignet sind, aber beschäftigt werden müssen, damit es nicht zu Unruhen
kommt.

Primaer geht es da um Beschaeftigungsmassnahmen. Nun, die kann jeder haben, dafuer muss man die Loehne nicht absenken. Die vielen freiwilligen Asyl-Helfer in Deutschland arbeiten auch unter Mindestlohn, naemlich ehrenamtlich.

Wir haben die ganzen Niedriglohn-Industrien ins Ausland verbracht und nun
importieren wir die Menschen aus diesen Ländern. Also sollten wir dann
doch die Niedriglohnindustrien wieder hierher holen, ansonsten wird das
nichts.

Erstens geht das nicht ueber Nacht, und zweitens, was machst Du dann mit der Niedriglohnindustrie, wenn die sich eingearbeitet haben? Die sind doch nicht nach Deutschland gekommen, um als billige Arbeitskraefte zu malochen, sondern weil sie das Lohnniveau in Deutschland selber haben wollen.

Ausserdem zerstoeren Niedrigloehne die Produktivitaet. Hochlohnlaender sind besonders produktiv, weil sie auf Grund hoher Lohnkosten gezwungen sind mehr zu rationalisieren. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands wie z.B. im Maschinenbau ist eine Folge von Hochlohnpolitik. Gleichzeitig erhoehen hohe Loehne den Umsatz der Produzenten. Wie Henry Ford schon sagte: "Autos kaufen keine Autos".

Und ausserdem, wie sollen denn die Migranten zum Niedriglohn jemals die Sozialkassen sanieren? Da floessen nur Kleckerbetraege, wenn ueberhaupt.

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1 Euro Job

Köpi @, Berlin, Montag, 21.09.2015, 10:44 vor 3778 Tagen @ Olivia 3727 Views

Hast du schon einmal die "Leistungen" von 1-Euro-Jobbern mitbekommen? Ich
habe vor Jahren einmal ein Unternehmen für Pflanzarbeiten und ein
Unternehmen für einen Möbeltransport beschäftigt, weil sie so preiswert
waren. Da habe ich "gelernt", was es heißt, mit Menschen zu arbeiten, die
"es" nicht können! Das waren im übrigen ganz arme Schweine. Ich habe mich
zum Schluß hingestellt, es ihnen gezeigt und mußte auch die ganze Zeit
dabei bleiben, damit die "richtig" weitermachten. Das Tempo und die
Qualität der Arbeit waren unter allem Standard. Ich jedenfalls habe NIE
mehr so ein Unternehmen eingeschaltet. Vielleicht gibt es aber Unternehmen,
die diese Leute für ganz simple Arbeiten einstellen und dabei halbwegs
ausbilden, das berühnmte Training on the Job.

Hallo,

ich habe selbst schon verschiedene 1,50 Euro "Jobs" gemacht und möchte ergänzen, dass es hierbei gar nicht um "Arbeit" geht, denn man bekommt ja auch keinen Arbeitsvertrag, sondern eine Vereinbarung über eine
„Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“.

Ferner muß die Tätigkeit zusätzlich und gemeinnützig sein, und darf keine "reguläre" Arbeit ersetzen. Letztendlich sind die 1,50 "Jobber" oftmals nur Mittel zum Zweck, um in irgendwelchen Vereinen etc. mit an den Haaren herbeigezogenen Projekten einen oder mehrere "reguläre" Arbeitsplätze zu erhalten...

Und wenn ich überlege, welch schwachsinnige Dinge ich teilweise machen sollte, dann ist es kein Wunder, dass ich es vorzug, in meiner "Arbeitszeit" lieber spazieren zu gehen[[zwinker]]

Ich kenne persönlich Menschen, die waren als 1,50er lt. Zuweisung des JobCenters in einer Beratungsstelle für Migranten als Betreuer vorgesehen.
Das einzige, was sie betreut haben, waren Waschmaschine, Geschirrspüler und Putzlappen, obwohl sie Willens und in der Lage waren sich wirklich für die Migranten einzusetzen und Hilfe zu leisten!

Freundliche Grüße

Ich gebe dir Recht, das ist ebenfalls ein Problem

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 10:57 vor 3778 Tagen @ Köpi 3568 Views

Hast du schon einmal die "Leistungen" von 1-Euro-Jobbern mitbekommen?

Ich

............

Hallo,

ich habe selbst schon verschiedene 1,50 Euro "Jobs" gemacht und möchte
ergänzen, dass es hierbei gar nicht um "Arbeit" geht, denn man bekommt ja
auch keinen Arbeitsvertrag, sondern eine Vereinbarung über eine
„Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“.

............

Die Firma (oder vielleicht war das auch irgend ein sozialmarkttechnisches Konstrukt) hatte 1-Euro-Jobber und wir haben auch erheblich mehr für die Stunde gezahlt. Die Leute, die kamen, waren wirklich arme Schweine. Sie KONNTEN nicht besser arbeiten. Auch als sie sich bemühten, kam nicht viel dabei heraus! Die hätte man komplett einarbeiten und ausbilden müssen. DAS jedenfalls konnte man wirklich nur als soziale Maßnahme und Beschäftigungstherapie einstufen. Es mag auch für den einen oder anderen seinen Sinn gehabt haben. Es hatte jedoch mit den Leistungen, die von einem Handwerks- oder Industriebetrieb gefordert werden, nicht das Geringste zu tun.

Natürlich gibt es auch die Fälle, die du beschreibst. Die Bundesanstalt leider wirft alle "Fälle" in einen Topf. Das ist sehr bedauerlich. In so einem Falle unbedingt direkt an die Firmen wenden. Die mögen nämlich die Leute, die "vom Amt" kommen nicht unbedingt. Zu schlechte Erfahrungen sagen viele und wollen Eigenbewerbungen.

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Mindestlohn ist ohnehin abzuschaffen

Dieter, Montag, 21.09.2015, 08:33 vor 3778 Tagen @ azur 4113 Views

Hallo azur,

nach meiner Ansicht, wäre es für unsere Gesellschaft bei unserem vorhandenem Sozialsystem ohnehin besser gewesen, man hätte den Mindestlohn niemals eingeführt.
Insofern ist jeder Vorschlag ihn abzuschaffen oder aufzuweichen m.E. ein Weg in die richtige Richtung.

Gruß Dieter

Mindestlohn .. (edit.)

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 21.09.2015, 13:07 vor 3778 Tagen @ Dieter 3484 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 13:14

nach meiner Ansicht, wäre es für unsere Gesellschaft bei unserem vorhandenem Sozialsystem ohnehin besser gewesen, man hätte den Mindestlohn niemals eingeführt. Insofern ist jeder Vorschlag ihn abzuschaffen oder aufzuweichen m.E. ein Weg in die richtige Richtung.

Unsinn. Jeder, der eigene Arbeitskraft (AK) anbietet oder fremde AK verwertet, hat selbstverständlich deren Beschaffungs- und Reproduktionskosten zu tragen. Das ist ein Grundaxiom des gesunden Menschenverstandes und des nachhaltigen Wirtschaftens. Wer sollte das sonst tun, vielleicht der Weihnachtsmann?
Diese Kosten liegen in DE deutlich über dem Mindestlohn, mit allem drum und dran. Kein Unternehmen wird doch gezwungen, Jemanden einzustellen.

Jeder "Unternehmer", der nicht in der Lage oder willig ist, wenigstens den heutigen (lächerlichen) Mindestlohn zu zahlen - d.h. letztlich die Reproduktionskosten der AK zu erwirtschaften und zu erstatten - hat m.M.n. keinen legitimen Anspruch auf fremde Arbeitskraft (außer der seinen) und hat eigentlich nichts auf dem Markt zu suchen.

Produktionskosten müssen schließlich gedeckt werden, und zwar alle! .. auch und erst recht die des Arbeitserbringers!

Gruß, Beo2

Logo müssen die Produktionskosten gedeckt sein - Verkauft werden muß das Produkt aber auch!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 19:18 vor 3778 Tagen @ Beo2 3165 Views

Schau doch mal, WAS die Leute kaufen! Und wo, dann siehst du schon, wo die Kosten nicht mehr zu erwirtschaften sind! Und dann entsteht Wüste! Oder schau dir mal die italienischen, französischen und spanischen Arbeitsschutzgesetze an und deren Konsequenzen!

Ideen und Vorstellungen sind gut, die Realität ist etwas anderes!

Ich habe noch eine kleine Rumpf GmbH, aber ich würde in D NIE mehr eine Firma eröffnen! Früher hatte ich drei, da war ich aber noch jung und dumm! Hier lohnt nur noch die Sozialindustrie (mit garantierter Ausschüttung). Wer dazu Lust hat, nur zu!

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Wenn es keinen gibt, der dir die Leistung im Endprodukt bezahlt, kannst du keine 8.50 in der Stunde zahlen,so einfach ist das (oT)

ebbes @, Montag, 21.09.2015, 08:39 vor 3778 Tagen @ azur 3717 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 09:29

- kein Text -

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

So ist es - deshalb wandert die "Industrie" ab. (oT)

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 08:55 vor 3778 Tagen @ ebbes 3571 Views

- kein Text -

--
For entertainment purposes only.

Das ist seit Jahren die Drohung, aber die PPP-Staaten... Natürlich ist nicht jede staatliche Regulierung falsch @Dieter @ebbs

azur @, Montag, 21.09.2015, 09:54 vor 3778 Tagen @ Olivia 3657 Views

Hallo,

seit Jahren lautet die stete Erpressung, dass alle abwandern würden. Staatliche Subventionen werden gern genommen, die auch per staatlicher Entscheidung gegeben werden. Aber reguliert nicht im Sinne bestimmter Verbände! Dann wird gejammer, gebarmt und gesponnen. Schon seit Jahren weiß man aber, dass man durch Abwandern nicht alles lösen kann. Dafür wird das Schlagwort PPP-Staaten verwendet, die nicht das gleiche zu bieten haben, wie immer noch der deutsche Standort: Portugal, Polen, Pakistan.

Fakt ist, dass sich niemand von Hungerlöhnen über Wasser halten kann, und oft der Steuerzahler nachzahlen muss, via HIV Aufstockung. Das ist dann eine Subvention.

Fakt ist auch, dass z. B. GB schon lange Mindestlohn hat, ohne dass die hier immer wieder propagiert wird, von den Leuten, die genug Geld haben, für diese Propaganda.

Sicher würde Deutschland, wo es doch so erfolgreich gewesen sein soll in der ersten Jahreshälfte, wo es schon Mindestlohn gibt, zusammenbrechen, wenn vernünftig bezahlt wird.

Wir sind hier oft in Bereichen, wo an der einzelnen Arbeitskraft im Cent bis zu 2 Euro gespart wird. Das macht dann in Summe schlicht nicht soviel aus, wie in anderen Rängen, wo man im 10er bis 100er-Bereich pfeilscht.

Ausgerechnet die Deutsche Wirtschaft würde am Mindestlohn zusammenbrechen und hiergegen nicht ankommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn#Situation_in_verschiedenen_Staaten

Wer soll denn noch darauf herein fallen?!

Viele freundliche Grüße

azur


PS: Fakt ist ebenso, dass die Flutung des deutschen Arbeitskräftemarktes durch billigen Arbeitskräfte ordentlicher Zündstoff verbreitet wird. Aber das ist ja egal: Hauptsache den schnellen Vorteil erzielen!

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Es geht um absolute Niedriglohn-Einwanderer, die "beschäftigt" werden müssen, damit es keine Unruhen gibt!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 10:28 vor 3778 Tagen @ azur 3600 Views

Hallo,

seit Jahren lautet die stete Erpressung, dass alle abwandern würden.
Staatliche Subventionen werden gern genommen, die auch per staatlicher
Entscheidung gegeben werden.

..........................

Du solltest dir einmal anschauen, welche Industrien es inzwischen in D alle NICHT mehr gibt!!!!!!

Außer dem "Vorzeigebetrieb" Trigema gibt es keine Textilindustrie mehr in D. Eine Schneiderlehre zu machen ist praktisch nicht mehr möglich! An den Modeschulen wird "Design" unterrichtet. Richtig nähen können sie alle nicht mehr. Daraus wird dann "Mode" gemacht! - Die Produktion aber findet im Ausland statt - ja, gerade u.a. in Portugal, dort gibt es die entsprechenden Fabriken. In D bedauerlicherweise leider nicht! Dass es auch sehr mühsam ist, mit den dortigen Fabriken zu arbeiten ist ein anderes Thema. In Syrien wurde übrigens auch sehr viel "genäht". Das Know-How dürfte vorhanden sein. Auch die Leute, die das organisiert haben.

WIE sonst willst du sie beschäftigen? Dass du sie alle zurückschicken kannst wirst du ja wohl selbst für eine naive Illusion halten. In den Ghettos leben ja bereits genügend dieser Menschen, die nur von der Sozialhilfe leben! Dann soll halt der Staat entsprechende Firmen aufbauen, wenn du Angst vor der Profitgier der Privaten hast. Immerhin muß er dann nicht mehr alle komplett alimentieren, das ist nämlich die Alternative. Außerdem werden solche "Sozialhilfe-Ecken" dann zu Brennpunkten/Hotspots in denen sich die Islamisten wunderbar austoben können. Schau nach Frankreich, dort siehst du die Realität!

Wenn diese ganze Angelegenheit zu einem Rivival der handwerklichen Fertigkeiten in D führen würde, dann wäre ich damit bereits "versöhnt". Und am Anfang gibt es halt nicht viel! Wenn "deren" Produkt nachgefragt wird, dann erhöht sich auch das Entgelt!

--
For entertainment purposes only.

Das sind zwei verschiedene Stiefel!

ebbes @, Montag, 21.09.2015, 10:31 vor 3778 Tagen @ azur 3703 Views

Hallo azur.

Großbritannien hat weniger Industrie als wir. Das Geld wird in der "City" verdient.

Außerdem geht es auch um den Bäcker in der Nachbarschaft, der als Konkurrenz die großen Kaufhausketten hat oder die Pizza um die Ecke.
Nicht nur um internationale Konzerne.

6 Euro pro Stunde sind die Kunden bereit für einen Analphabeten zu zahlen, aber nicht 8.50.

Würdest du für eine bestellte Pizza 20 Euro bezahlen oder für ein einfaches Brot beim richtigen Bäcker 10 Euro?

Gruß

ebbes

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Auf den Punkt gebracht!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 10:37 vor 3778 Tagen @ ebbes 3606 Views

Außerdem geht es auch um den Bäcker in der Nachbarschaft, der als
Konkurrenz die großen Kaufhausketten hat oder die Pizza um die Ecke.
Nicht nur um internationale Konzerne.

6 Euro pro Stunde sind die Kunden bereit für einen Analphabeten zu
zahlen, aber nicht 8.50.

...............

Der Mittelstand ist der größte Arbeitgeber in D. Nicht die internationalen Konzerne. Aber ich bezweifle, dass die Kunden bereit sind, 6 Euro zu zahlen!
Ich glaube nicht, dass sich hier irgend jemand vorstellen kann, was es zeitlich sowie an Kraft und Geld kostet, solche Menschen auszubilden. Selbst für die geringsten Tätigkeiten!

--
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Die Praxis hat Euch widerlegt - und: Sind also Flüchtlinge schon von daher super

azur @, Montag, 21.09.2015, 10:55 vor 3778 Tagen @ ebbes 3707 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 11:03

Halle ebbes,

auch Oliva tut ja so, als würde die deutsche Wirtschaft am Mindestlohn kranken. Die Verbände haben aber nichts davon gesagt. Bisher läuft es doch in diesem Jahr bisher ganz gut.

Wenn man bedenkt, was die seit Jahren jammern was so alles passieren würde, wenn der Mindestlohn käme...

In der brummenden Industrie Süddeutschlands wird eh deutlich besser bezahlt.

Und die Bäcker und Pizzaläden gehen alle zu Grunde, wenn sie keine billigen (Flüchtlinge) Arbeitskräfte bekommen? Das ist doch nicht Euer Ernst!*

Zudem blendet Ihr einfach weiter aus, dass für die Niedrigstlöhner auch keine anderen Lebenshaltungskosten gelten, und der Steuerzahler dann zu Gunsten der Arbeitgeber dazu geben müssen.

Kann es gar nicht glauben: Der Mindestlohn, die Geißel des deutschen Wirtschaftslebens! Das glaubt Ihr doch selbst nicht.

http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Mit-diesen-Tricks-druecken-sich-Arbeitge...

Vergessen wir nicht, dass kommt aus der selben Richtung, die nun kein Problem mit Mrd. für Flüchtlinge und andere Zuwanderer haben, aber nicht mal die Kita-Erzieherinnen anständig bezahlen wollen. Wobei es doch um den berühmten Nachwuchs für die deutsche Wirtschaft geht, unsere Kinder. Vollmundig rufen alle, dass man dafür genug haben müsse, und wie unzulänglich in dem Bereich alles sei.

Jaja, alles leidet unter der Vorstellung, dass man anständig bezahlen soll.

Kein Wunder, dass dann etliche lieber Zuhause, als sich für Spottpreise herzugeben.

Und noch einmal: Geht es woanders um ganz andere Sparsummen, so ist da bei den Niedriglöhnern vergleichsweise kaum etwas heraus zu holen.

Die Süddeutsche berichtet:

Mindestlohn im Praxistest
8,50 Euro Mindestlohn - na und?

Arbeitsministerin Andrea Nahles legt dem Koalitionsausschuss am Sonntagabend einen ersten Zwischenbericht zum Mindestlohn vor.
100 Tage nach Einführung des Mindestlohns sind die Folgen weit weniger dramatisch als von vielen Ökonomen und Unternehmen prophezeit.
Die Zahl der Minijobber sank binnen weniger Wochen um mehrere Hunderttausend. Verantwortlich dürften aber auch regionale Effekte sein.
Produkte und Dienstleistungen sind, besonders in Ostdeutschland, teils teurer geworden.
Beobachter gehen davon aus, dass viele Unternehmen den Mindestlohn zudem unterlaufen, indem sie Mitarbeiter länger arbeiten lassen.

Am Anfang zeichneten Ökonomen Schreckensszenarien. Bis zu 900 000 Arbeitsplätze werde der Mindestlohn kosten, warnte das Ifo-Institut. Andere Experten prophezeiten steigende Preise, untergehende Kleinbetriebe, eine höhere Jugendarbeitslosigkeit. Nun, gut 100 Tage nach der Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro, ist zumindest eines sicher: Die befürchtete ordnungspolitische Kernschmelze ist bislang nicht eingetreten. "
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mindestlohn-im-praxistest-euro-na-und-1.2451307

IFO - wie immer Arbeitgeber-Propaganda, und das schon seit Jahrzehnten, ganz im Sinne Ausbeuterlinie, die überall gefahren wurde.

Sollen eigentlich alle für lau arbeiten gehen?

Warum kämpft Ihr nicht besser gegen die wahren Prasser?

Viele freundliche Grüße

azur


*) in Deutschland bezahlt man z. B. vergleichsweise Unsummen für Mobil- und Internettarife (auch der öffentliche Nahverkehr und Sprit ist hier t. w. viel teuer, als anderswo - der große Markt erzeugt eben leistungsstarke Lobbys und reichlich Mittel für Propaganda). Die Leute zahlen, wenn auch notgedrungen.

Die würden auch nicht auf Brötchen und Pizza verzichten!

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Bitte genauer lesen.

ebbes @, Montag, 21.09.2015, 11:12 vor 3778 Tagen @ azur 3451 Views

Und der Bäcker und Pizzaladen geht zu Grunde, wenn sie keine billigen
Flüchtlinge bekommen? Das ist doch nicht Euer Ernst!

Das habe ich nicht behauptet, sondern für 5 oder 6 Euro kann er zusätzlich einen einstellen, zum Beispiel als Fahrer, für 8.50 nicht.

Vom Untergehen war nicht die Rede.

Manche Branchen können ohne jegliche Probleme die 8.50 zahlen (Autoindustrie) und manche nicht (Textilindustrie) und wandern in das Ausland.

Ein Friseur, der in einem Gebiet ansässig ist, wo es viele Sozialhilfeempfänger gibt, kann keine 8.50 bezahlen.

Dann kaufen sich die Kunden lieber einen Haarschneider und lösen das Problem selbst.

Gruß

ebbes

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Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

Das ist pure Behauptung und wieder lässt Du die Folgen außer acht

azur @, Montag, 21.09.2015, 11:35 vor 3778 Tagen @ ebbes 3451 Views

Und der Bäcker und Pizzaladen geht zu Grunde, wenn sie keine billigen
Flüchtlinge bekommen? Das ist doch nicht Euer Ernst!


Das habe ich nicht behauptet, sondern für 5 oder 6 Euro kann er
zusätzlich einen einstellen, zum Beispiel als Fahrer, für 8.50
nicht.

Das ist doch pure Behauptung. Wieviel spart er denn pro Tag, der Arbeitgeber? Bei z. B. 8 x 2,50 wären 20 Euro. Wieviel muss er also notfalls umlegen?

Und wenn Du schon auf nicht lesen ansprichst, da war ja auch noch das:

"in Deutschland bezahlt man z. B. vergleichsweise Unsummen für Mobil- und Internettarife (auch der öffentliche Nahverkehr und Sprit ist hier t. w. viel teuer, als anderswo - der große Markt erzeugt eben leistungsstarke Lobbys und reichlich Mittel für Propaganda). Die Leute zahlen, wenn auch notgedrungen.

Die würden auch nicht auf Brötchen und Pizza verzichten!"

Und es gehen sicher auch noch welche zum Friseur, wenn dieser etwas mehr nimmt. Die Friseure hier haben es alle getan und sie sind immer noch voll von Kunden, denen immer noch die Haare geschoren werden müssen, weil sie weiter ständig wachsen.

Zudem hast Du wieder außer acht gelassen, dass Niedrigstlöhner meist durch den Steuerzahler per HIV-Aufstockung mit bezahlt werden muss, und damit den Arbeitgeber subventioniert. Das ist auch eine Regulierung.

Immer wieder dieses Gejammer der gut verdienenden Herren: Oh wie schlecht es ihnen ginge! Man würde ja so gern anständig bezahlen, aber das ginge ja nicht! Wie lange will man denen eigentlich noch glauben schenken? Bisher sind diese Herren, die den Untergang des Abendlandes für alles aufrufen, wo sie z. B. bei den Ärmsten nicht sparen können, ganz gut zurecht gekommen.

Nein der Trick ist zu durchsichtig - und für Ihre nicht geringe, stetige und teuere Propaganda haben sie noch immer genug Geld.

Aber der Steuerzahler, der soll es dann richten..!

Viele freundliche Grüße

azur

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Zu deinem Argument der hohen Kommunikationskosten und eine Frage an die Unternehmer hier.

ebbes @, Montag, 21.09.2015, 12:23 vor 3778 Tagen @ azur 3368 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 12:26

Du kannst sogar noch Geld herausbekommen (Schubladenverträge), wenn du den richtigen Zeitpunkt erwischt.
Einfach Augen offenhalten, wenn die großen Firmen, um ihre Marktanteile zu behalten, diese Angebote unterbreiten.

Außerdem bei der Kommunikation und beim Benzin gibt es keine Vermeidungsstrategie, wie beim Bäcker (Discountbrötchen) oder Pizzeria (Pizza im Kaufhaus) oder Friseur (Haarschneider).

Bei den Kosten hast du die Sozialabgaben und den bürokratischen Aufwand "vergessen".

Außerdem was ist dir lieber?

Das alles der Staat bezahlt oder dass sie wenigstens ein Teil selbst erwirtschaften und so auch einen geregelten Tag haben und ihr Selbstwertgefühl gesteigert wird.

Sonst langweilen sie sich den ganzen Tag und sind für Anwerbungsversuche der Salafisten sicher offen.

Vielleicht kann ein Unternehmer uns über die Folgen des Mindestlohnes aufklären. ich würde gern die Praxis hören.

Gruß

ebbes

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Als ehemaliger Klein/Mittel-Unternehmer

Dieter, Montag, 21.09.2015, 12:54 vor 3778 Tagen @ ebbes 3515 Views

bearbeitet von Dieter, Montag, 21.09.2015, 16:22

Außerdem bei der Kommunikation und beim Benzin gibt es keine
Vermeidungsstrategie, wie beim Bäcker (Discountbrötchen) oder Pizzeria
(Pizza im Kaufhaus) oder Friseur (Haarschneider).

Bei den Kosten hast du die Sozialabgaben und den bürokratischen Aufwand
"vergessen".

Außerdem was ist dir lieber?

Das alles der Staat bezahlt oder dass sie wenigstens ein Teil selbst
erwirtschaften und so auch einen geregelten Tag haben und ihr
Selbstwertgefühl gesteigert wird.

Sonst langweilen sie sich den ganzen Tag und sind für Anwerbungsversuche
der Salafisten sicher offen.

Vielleicht kann ein Unternehmer uns über die Folgen des Mindestlohnes
aufklären. ich würde gern die Praxis hören.


Hallo ebbes,
Dein Argumente teile ich voll und ganz.
Ansonsten kann ich mich nur für meinen Entschluß beglückwünschen, aus dem Unternehmerdasein auszuscheiden (schon umgesetzt), auch wegen der vielen unsinnigen Regularien im Arbeitnehmer- und Arbeitsstättenrecht, eine Überregulierung Hoch 3.

Die Folgen der derzeitigen Gesetzeslage sind doch derart, daß ein angestellter Handwerker 5 Stunden arbeiten muß um nur eine einzige legale Handwerkerrstunde eines Kollegen kaufen zu können, ohne daß dabei Gewinn außerhalb einer Kapitalverzinsung und Unternehmerlohn anfällt. Von einer Industrie-Arbeiterstunde wollen wir erst gar nicht reden, da nicht vergleichbar wg. des überproportionalen Kapitalbedarfs.

Der Mindestlohn ist allerdings nur ein kleiner Bestandteil des gesamten Puzzles, der aber vollkommen systemkontrovers ist.
Wenn ich nach Portugal schaue, (hat auch Mindestlohn, ca. 3,50/Std.), dann gibt es dort eine Menge Dienstleistungen zu einem Preis, den sich nicht nur die Reichen leisten können, so wie es hierzulande der Fall ist.

Mit dem Mindestlohn verbunden mit notwenigerweise kommenden Preiserhöhungen schränkt man einfach die Nachfrage-Menge ein und somit folgend auch die Zahl der Arbeitsplätze. Menschen mit geringem Einkommen können sich dann etliche Dinge nicht mehr leisten.
Es ist ein unmerklicher schleichender Prozess, den man nicht in einer 100-Tage-Bilanz feststellen kann.
Wenn ich an meine ehemaligen Betriebsabläufe zurückdenke, dann gab es nach und nach natürlich einen Austausch von menschlicher Arbeit zu Maschinenarbeit, einfach weil aufgrund der Lohn/Lohnnebenkosten der Vorteil teilweise bei der Maschine lagen.

Mal ein kleines Beispiel:
Bei uns um die Ecke gibt es einen Fleischer, bei dem kann man nicht mehr in den Laden gehen, der hat draußen einen Kühl-Automaten stehen, bei dem sich die Kunden ihr Fleisch ziehen, wie bei Getränken. Dort sehe ich auch Kunden schon mal spät abends, sonntags, aber auch tagsüber in der Woche kaufen.
Das Fleisch kann man im gleichen Maße einsehen wie im Supermarkt.

Das gleiche wird es auch beim Bäcker bald geben, wenn die Löhne zu hoch werden. Da werden keine Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, die fallen einfach weg.
Die Frage lautet doch, wollen wir das?

Gruß Dieter

Sag mal, willst du es nicht begreifen? Es geht um ANLERNEN und Beschäftigung von eingewandertem Prekariat!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 19:24 vor 3778 Tagen @ azur 3192 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 19:35

Um es mal in ganz krassen Tönen zu sagen:

Die sind für die Wirtschaft vollkommen "überflüssig". Noch brutaler gesagt: Sie sind für die Wirtschaft ein "Ballast", den sie noch zusätzlich finanzieren muß, auch wenn sie keine einzige Person davon einstellt. Die Wirtschaft käme erheblich besser ohne sie aus, denn sie wird diese Menschen über steigende Lohnnebenkosten, die sie für ihre ausgebildeten Leute zahlt, mitfinanzieren müssen - selbstverständlich alle normalen Arbeitnehmer auch!

Dazu kommt die Problematik von Parallelgesellschaften, IS-Kult, lebenslangem Sozialbezug und umgehendem Lebens-Training der Kinder hin zum Sozialbezug. Also dem Perpetuieren von "gelernter Hilflosigkeit". Dem gesellschaftlichen Frieden würde es also erheblich dienen, wenn die Unternehmen diese Menschen zu einem geringen Lohn einstellen könnten. Du kannst natürlich auch so vorgehen, dass du sagst, der Staat solle den Unternehmen etwas dafür bezahlen, dass sie diese Leute "in Obhut" nehmen und ANLERNEN!. Andersherum wäre es aber für die Psyche der Menschen besser! Dem Sozialbezug folgt eine psychische Verelendung auf dem Fuße.
Und wenn das ein Massenphänomen ist, dann kannst du zudem noch mit Hass und Radikalisierung rechnen.
Merkel hat ein grauenhaftes Deseaster angerichtet. Gauck ist eh keiner Rede wert.

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Mindestlohn - Ausnahmen - Wettbewerb Kleingewerbe

Dieter, Montag, 21.09.2015, 11:36 vor 3778 Tagen @ azur 3604 Views

Hallo azur,

der Mindestlohn funktioniert doch nur in Ländern, die entsprechend viele Ausnahmen definiert haben, z.B. auch in England. Frankreich hat schon länger seinen Mindestlohn mit so wenig Ausnahmen wie Deutschland - und haben massive wirtschaftliche Probleme.

Es geht gar nicht um Abwanderung von Betrieben, dafür ist maßgeblich die Tarifpolitik verantwortlich. Es geht darum, daß bestimmte Tätigkeiten einfach nicht mehr ausgeführt werden oder in die Schwarzarbeit abdriften, da Mindestlohn + Sozialabgaben darauf zu teuer kommt.

Mindeststandards hatten wir tariflicherseits ohnehin schon in den meisten Bereichen durch die grassierende Wut von Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Tarifen.

Für mich ist Mindestlohn ein gleichbedeutendes Element wie Mindestgewinn, Mindestmiete, Mindesteinkommen.
Mindesteinkommen haben wir über die Hartz IV Gesetzgebung.
Mindestlohn jetzt auch,
wann kommt der Rest? Nun ich gebe zu, die Linken sprechen lieber von Maximalgewinn und Maximalmiete, deren Höhe zu definieren sei.

Es ist nun mal so, wenn plötzlich 1 oder 2 Millionen potenzielle Arbeitnehmer in eine Volkswirtschaft wie unsere hinzustoßen und im Arbeitsmarkt untergebracht werden sollen, dann geht das aufgrund der neuen Konkurrenzsituation voll zu Lasten der vorhandenen Arbeitnehmer. Senkt sich allgemein deren Preis nicht, dann wird es zwangsweise zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit kommen in der Größenordnung der hinzugekommenen neuen potenziellen Arbeitskräfte. Deren Kosten trägt dann die Allgemeinheit.

Andererseits muß man auch bedenken, daß in den Herkunftsländern bei denen die Sozialstandards nicht so hoch sind wie in Deutschland der Anteil der Selbständigen traditionell deutlich höher ausfällt als hierzulande.

Es ist also davon auszugehen, daß von den Neuankömmlingen ein relativ hoher Anteil in die Selbständigkeit geht und dort vor allem vorhandene Klein- und Mittelbetriebe mit Billigangeboten unter Druck setzen wird. Und da es keinen Mindest-Unternehmerlohn gibt wird sich das Einkommen dieser Betriebe insgesamt reduzieren. Hinzukommt, daß viele "Handwerker" der Neuankömmlinge sich selbständig machen werden, aber aufgrund der Handwerksordnung zwangsweise in die Illegalität wandern, dafür aber nicht die Kosten des Staatshaushalts mittragen müssen oder sogar noch Stütze zusätzlich bekommen.

Profiteure sind letztenendes in der Industrie und den Großbetrieben auszumachen, die auch von Linken und Gewerkschaften lieber gesehen werden als die vielen kleinen eigenwilligen Selbständigen. - und so schließt sich der Kreis.


Gruß Dieter

Das Ifo spricht aber nicht für die Kleinunternehmer, die Du hier als Argument aufführst

azur @, Montag, 21.09.2015, 11:46 vor 3778 Tagen @ Dieter 3387 Views

Hallo Dieter,

es scheint ja so, als sei das größte Problem hier die 1, 2 Euro mehr pro Stunde.

Das IFO steht zudem den großen Arbeitgeber-Verbänden nahe. Die Kleinunternehmer sind ihnen bisher meist ziemlich egal.

Kann mich nur wiederholen: a) der Steuerzahler darf drauflegen, wenn es nicht zu leben reicht. Und b) notgedrungen bezahlt man in Deutschland für eine Menge Dienstleistungen mehr als anderswo, z. B. für Kommunikationskosten.

Und das soll nicht in den Bereichen gelten, wo man ein paar Euro für Mindestlohn umlegen muss? Es geht gerade bei den besonders mies Bezahlten um wenig, was man an ihnen sparen kann.

Zudem war ja da die Quelle aus der Süddeutschen, die ich vorhin brachte: Es gibt keinen Beleg, dass die mit viel Propagandamacht beschworenen Problem für den Fall einer Einführung des Mindestlohnes eingetroffen sein würden.

Ausgerechnet die Geringverdiener sollen angeblich alles so furchtbar schwierig machen?

Was ist denn mit jenen, die teure Gehälter beziehen? Sind das nicht auch Kosten?

Denn ständig wird so getan, als ob die eigentlichen Kosten nur durch die Geringverdiener entstünden. Klar, die haben keine Lobby...

Viele freundliche Grüße

azur

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Verstehst du es nicht! Die machen einfach dicht, wenn es nicht paßt!

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 20:12 vor 3778 Tagen @ azur 3218 Views

Das solltest du doch im Osten Deutschlands gesehen haben. "Rechnet sich nicht" - zu und fertig! - Und zahlen müssen die Deutschen eh! Ob jetzt für den Mindestlohn oder für die Sozialhilfe der Migranten. Eine halbwegs "normale" Firma wird aber keine Leute einstellen, die einen Mindestlohn nicht "erwirtschaften" können. Dann geht der ganze Tanz mit Eingliederungsbeihilfe etc. etc. wieder los und schafft für tausende von Amtsschimmeln Arbeitsplätze, die natürlich auch noch bezahlt werden müssen.
Oder glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass Firmen Leute einstellen, die ihre Arbeit nicht hinreichend machen können? Billigste Arbeit bekommen die doch eh, wenn sie wollen über die vielen Firmenkonstrukte unserer EU-Anrainer-Staaten, die dort völlig andere Lohnverhältnisse haben. Mußt dir mal anschauen, was für Typen Reinigungsfirmen für Großunternehmen aus dem Boden stampfen (und was die dann für Personal haben). Die "Angestellten" können oft nicht deutsch und haben von Mindestlohn eh noch nie etwas gehört. :-)) Läuft alles über 450,-- und die echte Stundenzahl möchte ich nicht wissen. Euer "Mindestlohn" gilt de facto doch eh für große Teile des Prekariats überhaupt nicht! Genauso wenig wie Mietverträge. Das läuft "in anderen Sprachen" und sehr "informell", um es mal höflich auszudrücken.

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Das kannst du niemanden begreiflich machen, der nie ohne "Netz und doppelten Boden" gearbeitet und gelebt hat. (oT)

Olivia @, Montag, 21.09.2015, 19:44 vor 3778 Tagen @ Dieter 3174 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 19:48

Die Leute setzen "Wirtschaft" immer mit Großunternehmen gleich. Unternehmensleiter werden gleichgesetzt mit geldgierigen Managern, die mit keinem einzigen Cent ihres Vermögens haften, sondern oft nur die Unternehmen ausplündern, für die sie arbeiten. Übrigens auch eine tolle Methode, Firmen in die Pleite zu treiben, die auch praktiziert wird.

Die Politik begreift es auch nicht! Und wie soll das wohl eine Physikerin begreifen oder ein predigender Opportunist wie der sehr geehrte Herr G.

Der Mittelstand stimmt inzwischen mit den Füßen ab. Das begreifen die Leute auch noch nicht, da wir ja gerade "Boom" haben.

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Erstens und zweitens - Habe immer darauf geachtet, dass meine Lieferanten Kostendeckung haben u. meine Leute gut bezahlt sind

azur @, Montag, 21.09.2015, 21:03 vor 3778 Tagen @ Olivia 3188 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 21:17

Hallo Olivia,

nur dass kein Missverständnis aufkommt: Bin selbstständig. Und habe, wie ich es hier mal schon maöl verteidigen durfte, gleich bei Übernahme meiner kleine Unternehmens die Preise und die Bezahlung von Mitarbeitern angehoben. Die Leute arbeiteten hart, und sollten gut arbeiten, als habe ich zu den einfachen Rängen (Hands, aber vor allem Hostessen und Hosts usw.) gesagt, unter 10 Euro die Stunde, arbeitet keiner bei mir. Und vernünftig begründet haben Kunden das auch mitgetragen (zumal die aus dem Bundesgebiet ohnehin andere Preise gewohnt waren, als in Dumpingcity Berlin). Als z. B. die Spritpreise anstiegen, mussten wir anpassen, und ich habe meinen Lieferanten immer Mut zugesprochen, auf ihre Kostendeckung zu achten, auch wenn ich die Preise bei den Kunden zu vertreten hatte (denn was nützte mir, wenn es auf Grund längeren Dumpens zu Problemen kam?).

Und genau da habe ich es auch gesehen: Die Kunden diskutieren nicht über Sachkosten in der Weise, wie über Personalkosten! Auf Grund dieser steten Propaganda. Alles darf was kosten, nur die Leute nicht!

Weißt Du, wie teuer so richtig chice Messestände sind? Das geht ganz fix in die Millionen. Alles vom Allerfeinsten, denn es muss ja brillant wirken. Alles schnell aufgebaut usw. Voll modernster Veranstaltungstechnik auf Messen wie der IFA. Da wird richtig sehr viel Geld ausgegeben. Aber über die Preise bei den Hostessen: Da wurde gern diskutiert. Dabei waren die selbst in Summe ein geringer Posten im Vergleich zu anderen Kostenpunkten oder -gruppen, geschweige denn zu den Gesamtkosten. Verludert, wie es alles ist, wurde aber genau da oft geschachert. Wirklich albern.

Und genau so ist es auch bei den anderen Niedrigverdienern. Wie gesagt: Die Leute geben für alles Mögliche in Deutschland mehr als anderswo aus. Aber die Friseure, Pizzabäcker und Bäcker gehen angeblich zu boden, wenn sie ein paar mehr Euro einpreisen sollen? Das ist doch, entschuldige bitte, lächerlich.

Bitte Dich zudem sehr, Deinen Ton etwas zu prüfen. Du bist nicht die Einzige mit Erfahrung und überhaupt, geht es verbindlicher im Ton imho besser.

Weißt Du, was der Vorteil ist, wenn man seine Leute halbwegs anständig behandelt? Sie arbeiten lieber für einen. Das ist in meinem Geschäft, wo vieles sehr schnell und temporär ist, auch nicht ganz unwichtig.

Wir müssen uns jetzt Zuhause Lebensmittel liefern lassen (das ist zudem ganz bequem). Das Unternehmen, das nun liefert, scheint besser zu zahlen, als eine andere Truppe, die wir mal hatten. Das sieht man den Leuten direkt an. Auftreten insgesamt viel angenehmer.

Man muss doch nicht so tun, als sei das, was gespart wird, ohne Folgen.

Die Arbeitsbelastung steigt überall. Aber die Entlohnungen in Deutschland stagnieren an vielen Stellen. Das führt auch zu weniger Loyalität.

Die Welt und FAZ berichteten unlängst, dass jedes 6. Kind in Deutschland von HIV lebt. Es gibt 1,4 Mio Aufstocker, offziell, die arm trotz Vollarbeit sind.

Das liegt sicher nicht alles nur am bösen Druck von außen, oder?

Nein, es liegt auch an uns.

Und wir müssen uns nicht wundern, wenn viele auch angesichts des modernen Arbeitslebens, mit viele Arbeit usw. bei stellenweise miesester Bezahlung kein Basis sehen, eine Familie zu gründen oder, dass einer der Elternteile sich mehr um die Kinder kümmert, oder gar zuhause bleibt.

Wie lange soll denn die Lohnpreisschere auseinandergehen können?

Deine Rede, und es tut mir leid das sagen zu müssen, kann mich leider nicht überzeugen.

Viele freundliche Grüße

azur

PS: Habe zweimal miterlebt, wie ein großer Konkurent zu Boden ging. Das sahen viele in der Branche mit lachendem und weinendem Auge, denn Bestände von Miettechnik und Mietausstattung sind für alle wertvoll, und man ist auch nicht selten aufeinander angewiesen, wenn der Kunde mehr will, als man auf Lager hat usw.

Gerade dieser Blick auf auch solche Effekte zeigt, dass es nicht nur gegeneinander geht, sondern auch miteinander.

Nicht vergessen: Nach den Marxisten besteht der antagonistische Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit. So etwas ähnliches hört man auch dort heraus, wo es immer nur um weniger Bezahlung von Menschen geht.

Mensch, wir sind doch auch aufeinander angewiesen, und leben nicht im luftleeren Raum (da gibt es eine Menge legitimer Interessen: Z. B. das der Niedrigverdiener, von den kargen Mitteln Miete usw. zahlen zu können, und vielleicht sogar Urlaub, der bei mir auch viel zu knapp kam, fahren und sich erholen zu können). Da bedarf es auch Ausgleich.

Das ist eine Schande: http://www.focus.de/finanzen/news/armut-der-eltern-zeitung-jedes-sechste-kind-lebt-in-e...

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Ich versuche mich mal als Wahrsager.

ebbes @, Montag, 21.09.2015, 09:04 vor 3778 Tagen @ azur 4225 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 09:10

Ursel wird Bundeskanzlerin (Bilderberg Treffen). Der Verteidigungsminister wird wie immer von den Amis ausgesucht (z.B. Guttenberg).

Dann gibt es kleinere Auseinandersetzungen mit unseren Kulturbereicherern.

Der Verteidigungsminister kommt auf die Idee unsere Armeestärke aufzustocken und eine Asylantenarmee (ähnlich Legionärsarmee) zu gründen.
Natürlich nur um die arbeitslosen und vor sich hingammelnden Syrer zu beschäftigen.

Aus
dumm f.. gut
wird
dumm kämpft gut.
Viele haben ja auch Kampferfahrung.

Danach gibt es wieder viele falsche Flaggen und die Syrer dürfen gegen Russland kämpfen.
Hat den Vorteil, dass keine großen Tränen fließen, wenn diese im Krieg fallen würden.

Aber immer mehr wachen auf. So leicht können sie ihr möglichen Pläne nicht durchziehen.

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fehlgeleitete Diskussion

Blut-Svente @, Montag, 21.09.2015, 09:27 vor 3778 Tagen @ azur 4107 Views

Moin allerseits,

m.E. geht die Diskussion am Kern vorbei, auf der einen Seite fordert
man einen freien Arbeitsmarkt und die Löhne und Gehälter regeln sich folglich über
die Gesetze des Arbeitsmarktes, also Angebot und Nachfrage. Diesem ist der
normale, nicht alimentierte und politisch privilegierte deutsche
Durchschnittsarbeitnehmer unterworfen. Wird das Gefüge am Arbeitsmarkt
durch politische Steuerung wie massenhaften Zustrom von gering- und
nichtqualifizierten "Arbeitnehmern" verändert, wird dieses kaum Einfluss
auf Entscheidungen der AG auf Einstellung dieser neuen Marktteilnehmer haben.
Der Schlüssel zu diesem fehlt: Qualifikation (und zwar nach Maßstab des
deutschen Arbeitsmarktes).
Es ist unstrittig, dass D eines der produktivsten Länder überhaupt ist
und diese Produktivität setzt sich aus Qualifikation und, ich nenne es mal
mentaler Einstellung zur Tätigkeit zusammen.
Gerne nehme ich das Beispiel eines Bekannten, der eine Farm in Afrika hat
und mir von den "Schwatten" erzählt hat, wie er sie nennt.
Dort ist weder Qualifikation noch eine erkennbare Einstellung zur Arbeit
vorhanden. Für ein kleines Gartentor, welches aufgestellt werden sollte
einschl. Fundament (sicher keine Herausforderung für einen ordentlichen
deutschen Handwerker),
brauchten 4 Leute fast 3 Tage und als der Lohn ausgezahlt war
hat man die Jungs 2 Wochen nicht mehr gesehen. (Bis das Geld aufgebraucht war).
"Mit denen kannst Du keinen Krieg gewinnen" war seine Erkenntnis.

Ich bezweifele, das jemals ein somalischer Durchschnittsflüchtling in einem
deuschen Autohaus in der KFZ-Wartung eine 40h Woche mit Nennlast aufnehmen
geschweige denn dauerhaft durchhalten kann.
In großen deutschen Unternehmen werden kontinuierlich Stellen abgebaut
bei den geringer Qualifizierten, weil man die am leichtesten ersetzen oder besser streichen kann.
Die dort betroffenen können alle lesen und schreiben und haben durchweg eine
Ausbildung zum Handwerker, Kaufmann oder sonst was, etwas was für die
Zureisenden in WEITER Ferne liegt.

Es liegt auf der Hand, dass die mit den geringsten Qualifikationen als erste
im Auffangbecken HIV landen, wenn der Arbeitsmarkt sie "ausscheidet" oder
aber erst garnicht aufnimmt.

Wo sind denn die ganzen Akademiker, die Neurochirugen, Kernphysiker und
Maschinenbauingenieure, die den Arbeitsmarkt von unten aufrollen?
Man erinnere sich an die Greencard, die den ganzen indischen Fachkräften
hier in D angediehen werden sollte. Was ist daraus geworden?

Wird der Mindestlohn für diese politische Einflussnahme in den Arbeitsmarkt
ausgesetzt, nutzt es nicht den Zugereisten, weil die nicht an diesem
Markt teilnehmen, sondern schadet den derzeitigen geringbeschftigten AN,
deren Tätigkeiten teilweise an Ausbeututung grenzt.

Glück auf
Svente

So sieht es aus!

azur @, Montag, 21.09.2015, 10:01 vor 3778 Tagen @ Blut-Svente 3756 Views

Hallo Blut Svente,

stimme Dir zu, aber ich denke, es gibt eine Reihe von Arbeitgebern, die gern Kräfte für um die 5 Euro (und weniger) die Stunde nehmen.

Aber das ist der Effekt:


Wird der Mindestlohn für diese politische Einflussnahme in den
Arbeitsmarkt
ausgesetzt, nutzt es nicht den Zugereisten, weil die nicht an diesem
Markt teilnehmen, sondern schadet den derzeitigen geringbeschftigten AN,
deren Tätigkeiten teilweise an Ausbeutung grenzt.

Wenn man bedenkt, was in diesem Bereich so gespart werden kann! Es sind zwar viele, aber die Einsparungen können hier nur im Cent bis ein paar Euro pro h liegen, nicht so, wie bei anderen Gehaltsgruppen.

Und: Das muss dann eben der Steuerzahler subventionieren, in dem die Billigkräfte den Rest vom Staat bekommen.

Und wie Du es sagst: So setzt man dann auch die deutschen Arbeitskräfte mächtig unter Druck.

Glück auf

Dito.

Viele freundliche Grüße

azur

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Vorhin im N-TV Ticker: Vorrangstellung für Dt. Arbeitnehmer soll gekippt werden (oT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 21.09.2015, 11:13 vor 3778 Tagen @ Blut-Svente 3593 Views

- kein Text -

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Immer, wenn man denkt, es geht nicht schlimmer ... McKinsey soll BAMF unentgeltlich beraten

Sylvia @, Montag, 21.09.2015, 12:33 vor 3778 Tagen @ azur 3714 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 12:40

"Die Unternehmensberatung McKinsey soll nach einem Zeitungsbericht in der Flüchtlingskrise helfen, die Asylverfahren zu beschleunigen und eine bundesweite Struktur zur Registrierung und Versorgung der Menschen zu etablieren. ..."

http://www.n-tv.de/ticker/McKinsey-soll-BAMF-unentgeltlich-beraten-article15973521.html

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"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

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