Den Rechtsextremen erzeugt erst die Gesinnungsjournalistik
Ausgangspunkt ist immer ein völlig Anderer.
Pärchen aus der Stadt kauft ein Häuschen in einem sehr kleinen Dorf, um da für den Rest ihres Lebens glücklich zu sein. Das Glücklichsein verbinden sie mit anregenden Gesprächen am Kamin mit den zurückgelassenen Freunden und den neuen Nachbarn. Nur meistens kommen die alten Freunde nicht oft zu Besuch, weil es doch nur Bekannte waren, mit denen man sich in der Stadt die Zeit vertrieb und auch bei den eingesessenen Nachbarn stellt sich ein Nichtinteresse an gemeinsamer Freizeitgestaltung heraus. Also sind die beiden wieder allein, nur diesmal merken sie es, auch weil sie es mit "kulturellen Aktivitäten" nicht kaschieren können.
Dazu kommt oft noch die Erkenntnis,
daß man sich überschätzt hat (ein 2000qm Garten lässt sich nun mal nicht mit einem 2l Kännchen gießen und in der Zeit von 12 bis Mittag pflegen),
daß man sich bzl. der Sanierung physisch und/oder finanziell übernommen hat,
falsche Vorstellungen vom Landleben ( bei angenehmen Wetter hört man weder Blätterrauschen oder Vogelstimmen, sondern Rasenmäher, Motorsensen, Heckenscheren, Kettensägen und Trekkers ).
Auch haben sie oft völlig abgedrehte Vorstellungen von dörflicher Gemeinschaft und können sich nicht vorstellen, daß bis auf guten Tag und guten Weg kein Kontakt gewünscht ist. Dörfliche Gemeinschaft ist zuerst eine Hilfsgemeinschaft, ansonsten macht jeder oder kleine Gruppen ihr eigenes Ding. Sie nehmen es sogar persönlich, wenn niemand eine Gegeneinladung ausspricht.
Wenn dann eine gewisse Anspruchshaltung auf Einbeziehung in das (nichtexistierende) gemeinschaftliche Dorfleben dazu kommt, ist die Ablehnung vorprogrammiert.
Dann ist plötzlich alles suspekt, was vorher als private Dorfidylle verklärt wurde: Schlachtfeste (illegal), Sonnenwendfeiern, Fahren unter Alkohol, Schwarzbauten, Maschinenlärm, Güllegestank, etc.pp
Kommt dann noch eine gutmenschliche Gesinnung dazu, eskaliert so etwas schnell und ganze Dörfer sind rechtsextrem. Selbe Argumentation wie jetzt in der Einwanderungskatastrophe.
Siehe Jamel, obige Propaganda und unzählige andere Beispiele.
mfg
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Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.