Ganz genau, aber es wachsen Privatinitiativen - @Durran - Das Internet macht aber Nazis, wie die ARD erklärt
Hallo Holger,
zunächst hat Durran recht und das klasse beschrieben. Im Vergleich zu teuer und zu wenig.
Nach dem eine Initiative aus Potsdam klagte, sie würden wegen der Störerhaftung noch unsicher sein, wie es würde, soll sich ein Weg gefunden haben, und das Netz soll sich bald von dort aus nach Berlin entwickeln (kurios):
Freifunknetz wächst
Kostenlos in Potsdam im Internet surfen
Einfach so ins Internet – ohne Vertrag, ohne Anmeldung, ohne Kosten. Das ist in großen Teilen der Potsdamer Innenstadt möglich. Sogar mit dem Smartphone auf der Straße. Und das Freifunknetz, das von ehrenamtlichen Aktivisten aufgebaut wird, wächst beständig weiter. Bald soll es sogar bis nach Berlin reichen.
http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/kostenlos-ins-internet
"Warum aber stellt die Landeshauptstadt nicht selbst freies WLAN zur Verfügung? „Die haben alle Angst vor der ’Störerhaftung’“, erklärt Natzke – eine Regelung, die es nur in Deutschland gibt und die auch Freifunkern Abmahnungen einbringen kann. Nach derzeitiger Rechtsprechung wird jemand, der unentgeltlich einen Zugang ins Internet bereitstellt oder sein WLAN nicht verschlüsselt, haftbar gemacht, wenn andere über diesen Zugang Rechtsverstöße im Internet begehen. Aber auch hier haben die Potsdamer Freifunker eine Idee. Im kommenden Jahr wollen sie ihr Netzwerk mit dem Berlins verbinden. Das so entstehende Regionalnetz würde das Haftungsproblem aushebeln. Die Berliner Freifunker haben Providerstatus, sind somit von der Regelung ausgenommen."
Nur, das Internet macht aber, dass sich welche radikalisieren, weil sie denken, sie wären viele. Nachtigall, ich hör Dich trapsen, warnt die ARD: Das Internet macht Nazis - und schon die Überschrift ist ganz 'klasse'
"Nicht der klassische Rechtsextremist"
Also nicht der klassische weißt Du. Aber schon ein Rechtextremist. Und Extremisten werden bekämpft, nicht wahr?
"Und die Ermittlungsbehörden haben ein Problem: Oft ist der Kreis der möglichen Verdächtigen extrem groß. "Wir haben es mit der ganzen Breite der Bevölkerung zu tun", sagt Bernd Merbitz. Er leitet das Operative Abwehrzentrum in Leipzig (OAZ), zuständig für alle politischen Straftaten. Der Täter sei längst "nicht immer der klassische Rechtsextremist, der schon viele Vorstrafen hat".
Es kommt aus dem Internet - überall MONSTER
:
"Eine organisierte Struktur hinter den Anschlägen ist für die Ermittler bislang nicht zu erkennen. Das bestätigt auch Niedersachsens Verfassungsschutzchefin Brandenburger: "Diejenigen, die die Taten verüben, gehören zu einem großen Teil noch nicht einmal dem Rechtsextremismus an." Es gebe ein Klima, das durch Internet-Beiträge, durch gesellschaftliches Anerkanntsein offensichtlich geschürt werdes. Fremdenfeindliches, rassistisches Denken scheine als Bodensatz vorhanden zu sein. "Und diejenigen, die diese Taten verüben, glauben möglicherweise Vollstrecker eines solchen Willens der Gemeinschaft, des sogenannten Volkswillens zu sein."
…
Wie anerkannt solche Taten zum Teil sind, zeigt sich nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern unter anderem am vergangenen Wochenende in Gerstungen in Thüringen. Am Freitag brannte dort ein Einfamilienhaus - nachdem die Besitzerin auf Facebook angekündigt hatte, ihr Haus für syrische Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Zwei Tage nach dem Feuer fand in dem Ort ein großer Kirmesumzug statt. An einem der Wagen hieß es auf einem Plakat: "Abgebrannt ist uns’re Hütte. Gebt uns Asyl, bitte, bitte! Aber kein Container, nein. Kann es vielleicht ein Schlösschen sein?" Von Panorama-Reportern zu dem Brand befragt äußerten einige Bewohner des Ortes durchaus ein gewisses Verständnis für Anschläge, da viele Menschen verunsichert seien und der Staat angeblich "alle herein" lasse und zu wenig "für das eigene Volk" tue."
Das macht das Internet! Man lese und staune:
Der Historiker Wolfgang Benz, der sich in seiner Forschung mit Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus befasst, spricht von einer "Selbstradikalisierung". Sie erfolge über soziale Netzwerke, in denen sich die Täter mit Gleichgesinnten verständigten. Das könne zu einem Größenwahn führen, nämlich der Annahme, man sei in der Mehrheit. Und wenn man sich in der Mehrheit fühle, könne man auch glauben, dass einem weniger geschehe, wenn man zur Selbstjustiz greife, sagt Benz.“
http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlingsunterkuenfte-anschlaege-101.html
Dazu lese man, wie das Problem schon mal angegangen wurde, wo man der Meinung war, die da unten würden nur stören und sich zusammenrotten, und man das verhinderte, so gut man nur konnte, von Seiten der Macht, und jenen, die Gesinnugspolizei gut fanden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Demagogenverfolgung
Vielleicht hatte ja der Chef auch daran gedacht (Scherz!). Schließe mich jenen an, die dem Chef für dieses Forum gedankt haben, die andere vielleicht anders bewerten würden, wenn es ihnen verhasst ist.
Bin selbst vor der Wende politisch unter Druck geraten. Zum Ende hin wurde mir drohend gesagt, dass es von einer privaten Feier (Geburtstag- und Umzugsparty in einem, wo Programme verbotener Partei und Bürgerbewegung auftauchten, was von einem Arsch gemeldet wurde) zu einem konspirativen Treffen nur ein kleiner Schritt sei.
Aber was solls: Heute muss man sich auch wieder überlegen, was man seinen Kindern und anderen erzählt. Das ist armselig und alles unter Führung des angeblich größten Stasiauflöser der Welt und einer ostdeutschen Pfarrerstochter!
Was für ein Schande.
Wir dürfen uns unsere Freiheiten nicht nehmen lassen, sondern verteidigen.
Der Artikel zeigt aber, der das Thema Internet geschickt verknüpft, dass es welche von Einfluss gibt, die das Netz gern weiter zum Kampfgebiet erklären wollen, als nur bei Facebook.
Aber nicht nur die Gedanken sind frei.
Viele freundliche Grüße
azur
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