Deutschlands Telekommunikation rückständig wie nie.

Durran @, Donnerstag, 17.09.2015, 20:53 vor 3782 Tagen 3797 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.09.2015, 20:58

Deutschlands Telekommunikationsstandard ist offenbar schlimmer als in den ärmsten Regionen dieser Welt.

Nicht nur die hier ankommenden Flüchtlinge wundern sich darüber.
Weil es in Syrien mehr freie Wlan Hotspots gibt als in Deutschland.

In westlichen Ländern gibt es statistisch gesehen etwa 37 Hotspots für
zehntausend Einwohner. Hier in Deutschland gerade mal 2.

Da ich nun gerade mal verreist war konnte ich erleben wie es normaler Weise funktioniert. Im kleinen Kroatien gibt es zumindest an der Küste flächendeckend freies Wlan mit bester Geschwindigkeit. Ob am Strand oder im Restaurant, in Hotels oder sonstwo. Einfach überall.

An italienischen Autobahnen, selbst in Österreich hat jeder Rasthof einen Hotspot.

Einen Kollegen passierte folgendes. Bei einer Übernachtung an einem deutschen Autobahnrasthof war kein Wlan im Hotel verfügbar. 3 Handykarten funktionierten ebenfalls nicht. Kommunikation unmöglich.
Ich selbst habe 1 Jahr auf meinen Telekomhausanschluß warten müssen.
Anrufe per Skype in die entlegensten Winkel dieser Welt funktionieren tadellos. Egal ob nach Asien, die Ukraine oder Südamerika. Nur in Deutschland wird es schwierig.
Da fehlt entweder Geschwindigkeit,Datenvolumen oder alles.

Nun versteht man auch, dass die Flüchtlingsheime mit Wlan ausgestattet werden sollen. Die Leute sind den Service halt aus ihren Heimatländern gewohnt. Wie ich erfahren konnte hat Til Schweiger heute in Hamburg ein Flüchtlingsheim mit einem WiFi Hotspot ausgestattet. Deutsche Staatsbürger sollten diesen Service auch unbedingt mal testen und natürlich auch nutzen. Facebook und Twitter machen ja dringende Spendenaufrufe für Ladekabel und Powerbanks. Das sind die Prioritäten.

Aber nun soll alles besser werden. In 2 Jahren darf man damit rechnen.

http://t3n.de/news/oeffentliche-wlan-hotspots-641034/

Wenn man so eine Reise macht merkt man erst wie man uns hier eigentlich verarscht. Millionen Menschen warten immer noch auf einen regulären und schnellen Internetanschluß. Versprochen wurde viel, getan hat sich wenig.

Aber nun sind erst mal die Flüchtlingsheime dran.

Ach ja, in einem sind wir allerdings Spitze. Bei den Preisen für Handys, Tarifen und den Kosten für DSL Anschlüsse.

Die Störerhaftung und die Abmahnbranche verhindern da vieles (oT)

Holger66 @, Nettetal, Donnerstag, 17.09.2015, 22:02 vor 3782 Tagen @ Durran 2299 Views

- kein Text -

Ganz genau, aber es wachsen Privatinitiativen - @Durran - Das Internet macht aber Nazis, wie die ARD erklärt

azur @, Freitag, 18.09.2015, 00:16 vor 3782 Tagen @ Holger66 2725 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 18.09.2015, 00:20

Hallo Holger,

zunächst hat Durran recht und das klasse beschrieben. Im Vergleich zu teuer und zu wenig.

Nach dem eine Initiative aus Potsdam klagte, sie würden wegen der Störerhaftung noch unsicher sein, wie es würde, soll sich ein Weg gefunden haben, und das Netz soll sich bald von dort aus nach Berlin entwickeln (kurios):

Freifunknetz wächst
Kostenlos in Potsdam im Internet surfen

Einfach so ins Internet – ohne Vertrag, ohne Anmeldung, ohne Kosten. Das ist in großen Teilen der Potsdamer Innenstadt möglich. Sogar mit dem Smartphone auf der Straße. Und das Freifunknetz, das von ehrenamtlichen Aktivisten aufgebaut wird, wächst beständig weiter. Bald soll es sogar bis nach Berlin reichen.
http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/kostenlos-ins-internet

"Warum aber stellt die Landeshauptstadt nicht selbst freies WLAN zur Verfügung? „Die haben alle Angst vor der ’Störerhaftung’“, erklärt Natzke – eine Regelung, die es nur in Deutschland gibt und die auch Freifunkern Abmahnungen einbringen kann. Nach derzeitiger Rechtsprechung wird jemand, der unentgeltlich einen Zugang ins Internet bereitstellt oder sein WLAN nicht verschlüsselt, haftbar gemacht, wenn andere über diesen Zugang Rechtsverstöße im Internet begehen. Aber auch hier haben die Potsdamer Freifunker eine Idee. Im kommenden Jahr wollen sie ihr Netzwerk mit dem Berlins verbinden. Das so entstehende Regionalnetz würde das Haftungsproblem aushebeln. Die Berliner Freifunker haben Providerstatus, sind somit von der Regelung ausgenommen."

Nur, das Internet macht aber, dass sich welche radikalisieren, weil sie denken, sie wären viele. Nachtigall, ich hör Dich trapsen, warnt die ARD: Das Internet macht Nazis - und schon die Überschrift ist ganz 'klasse'

"Nicht der klassische Rechtsextremist"

Also nicht der klassische weißt Du. Aber schon ein Rechtextremist. Und Extremisten werden bekämpft, nicht wahr?

"Und die Ermittlungsbehörden haben ein Problem: Oft ist der Kreis der möglichen Verdächtigen extrem groß. "Wir haben es mit der ganzen Breite der Bevölkerung zu tun", sagt Bernd Merbitz. Er leitet das Operative Abwehrzentrum in Leipzig (OAZ), zuständig für alle politischen Straftaten. Der Täter sei längst "nicht immer der klassische Rechtsextremist, der schon viele Vorstrafen hat".

Es kommt aus dem Internet - überall MONSTER [[zwinker]] [[freude]]:

"Eine organisierte Struktur hinter den Anschlägen ist für die Ermittler bislang nicht zu erkennen. Das bestätigt auch Niedersachsens Verfassungsschutzchefin Brandenburger: "Diejenigen, die die Taten verüben, gehören zu einem großen Teil noch nicht einmal dem Rechtsextremismus an." Es gebe ein Klima, das durch Internet-Beiträge, durch gesellschaftliches Anerkanntsein offensichtlich geschürt werdes. Fremdenfeindliches, rassistisches Denken scheine als Bodensatz vorhanden zu sein. "Und diejenigen, die diese Taten verüben, glauben möglicherweise Vollstrecker eines solchen Willens der Gemeinschaft, des sogenannten Volkswillens zu sein."
…
Wie anerkannt solche Taten zum Teil sind, zeigt sich nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern unter anderem am vergangenen Wochenende in Gerstungen in Thüringen. Am Freitag brannte dort ein Einfamilienhaus - nachdem die Besitzerin auf Facebook angekündigt hatte, ihr Haus für syrische Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Zwei Tage nach dem Feuer fand in dem Ort ein großer Kirmesumzug statt. An einem der Wagen hieß es auf einem Plakat: "Abgebrannt ist uns’re Hütte. Gebt uns Asyl, bitte, bitte! Aber kein Container, nein. Kann es vielleicht ein Schlösschen sein?" Von Panorama-Reportern zu dem Brand befragt äußerten einige Bewohner des Ortes durchaus ein gewisses Verständnis für Anschläge, da viele Menschen verunsichert seien und der Staat angeblich "alle herein" lasse und zu wenig "für das eigene Volk" tue."

Das macht das Internet! Man lese und staune:

Der Historiker Wolfgang Benz, der sich in seiner Forschung mit Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus befasst, spricht von einer "Selbstradikalisierung". Sie erfolge über soziale Netzwerke, in denen sich die Täter mit Gleichgesinnten verständigten. Das könne zu einem Größenwahn führen, nämlich der Annahme, man sei in der Mehrheit. Und wenn man sich in der Mehrheit fühle, könne man auch glauben, dass einem weniger geschehe, wenn man zur Selbstjustiz greife, sagt Benz.“

http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlingsunterkuenfte-anschlaege-101.html

Dazu lese man, wie das Problem schon mal angegangen wurde, wo man der Meinung war, die da unten würden nur stören und sich zusammenrotten, und man das verhinderte, so gut man nur konnte, von Seiten der Macht, und jenen, die Gesinnugspolizei gut fanden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Demagogenverfolgung

Vielleicht hatte ja der Chef auch daran gedacht (Scherz!). Schließe mich jenen an, die dem Chef für dieses Forum gedankt haben, die andere vielleicht anders bewerten würden, wenn es ihnen verhasst ist.

Bin selbst vor der Wende politisch unter Druck geraten. Zum Ende hin wurde mir drohend gesagt, dass es von einer privaten Feier (Geburtstag- und Umzugsparty in einem, wo Programme verbotener Partei und Bürgerbewegung auftauchten, was von einem Arsch gemeldet wurde) zu einem konspirativen Treffen nur ein kleiner Schritt sei.

Aber was solls: Heute muss man sich auch wieder überlegen, was man seinen Kindern und anderen erzählt. Das ist armselig und alles unter Führung des angeblich größten Stasiauflöser der Welt und einer ostdeutschen Pfarrerstochter!

Was für ein Schande.

Wir dürfen uns unsere Freiheiten nicht nehmen lassen, sondern verteidigen.

Der Artikel zeigt aber, der das Thema Internet geschickt verknüpft, dass es welche von Einfluss gibt, die das Netz gern weiter zum Kampfgebiet erklären wollen, als nur bei Facebook.

Aber nicht nur die Gedanken sind frei.

Viele freundliche Grüße

azur

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Kostenloses Internet gibt es dafuer im Zug.

Dragonfly @, Freitag, 18.09.2015, 02:46 vor 3782 Tagen @ Durran 2318 Views

...in Portugal.

Aber das will die Bahn ja jetzt, immerhin im Jahr 2015, endlich angehen. Kostet dann allerdings 5 Euro pro Tag.

Smartphone als Router einstellen

Malifizia ⌂ @, Freitag, 18.09.2015, 08:01 vor 3782 Tagen @ Dragonfly 2434 Views

Tipp von mir, um in der Bahn zu surfen ohne 5 Euro an d Bahn zu bezahlen:
Einfach das Smartphone als Router benutzen.

1) Einstellungen
2) weitere Einstellungen
3) Tethering und mobiler Hotspot
4) Mpbiler WLAN-Hotspot einstellen
und fertig

(so funktioniert es bei Samsung)
Liebe Grüße
M.

--
http://malifizia.blog.de

Separater Mini-Router mit Akku

Olivia @, Samstag, 19.09.2015, 08:48 vor 3781 Tagen @ Malifizia 1588 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 19.09.2015, 08:52

Tipp von mir, um in der Bahn zu surfen ohne 5 Euro an d Bahn zu bezahlen:
Einfach das Smartphone als Router benutzen.

1) Einstellungen
2) weitere Einstellungen
3) Tethering und mobiler Hotspot
4) Mpbiler WLAN-Hotspot einstellen
und fertig

...............

Das Problem ist der Akku, wenn man länger surfen will. Ein Minirouter mit Akku oder ein Surfstick sind günstiger - und funktionieren seit Jahrzehnten.

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