nur Beschleunigung

Dieter, Sonntag, 13.09.2015, 15:22 vor 3785 Tagen 5897 Views

Hallo,

Bei all der Aufregung zur derzeitigen Bereicherer-Flut muß man doch feststellen, daß wir im Prinzip über nichts anderes reden als über eine Beschleunigung, ein Vorgang, der ansonsten eher unmerklich über längere Zeiträume zum identischen Endprodukt geführt hätte bei weiterer Fortführung unseres Wahlverhaltens seit der Wahl und Politik von Willi Brandt, mit einer ersten Beschleunigung durch Beteiligung der Grünen, die nicht die letzte sein sollte.

(weiterer Verfall der Volksseele und der gesellschaftlichen Strukturen, Islamisierung, Verrohung der Gesellschaft, Parallelgesellschaften, Bankrotte Sozialsysteme, Abwanderung der Cleveren, Einführung und Rückgängigmachen von überhöhten Arbeitnehmerrechten, Aussetzung von Marktmechanismen, Sozialisierung der Gesellschaft, Schwächung von Eigenverantwortung, Bevorteilung von nicht vollhaftendem Kapital, staatlicher Regelungswut, Demokratieverlust, ausufernder Staatsterror, Aufgeben der Rechtsstaatlichkeit, usw.)

Insofern verstehe ich die plötzliche Wehmut nicht. Man muß akzeptieren, daß einstige Werte längstens aufgegeben wurden. Wir haben einen jahrzehntelangen Prozess hinter uns, zwar schleichend, aber ich denke (fast) jeder (ältere) hat die Veränderungen gespürt.
Sämtliche Entwicklungen waren vorauszusehen, zwar nicht in der derzeitigen Geschwindigkeit, aber im Ergebnis der Zustände. Jeder hatte die Möglichkeit sich auf zukünftige potenzielle Ereignisse einzustellen und zu handeln.

Es ist anzunehmen, daß wenn es gesellschaftliche Inkompatibilität im Verbund mit einem merklichen Verlust an Wohlstand kommt, daß extremes Konfliktpotenzial hervorbricht.
Folglich kann man sich in Gesellschaften am wohlsten fühlen, welche möglichst homogen sind und deren Wohlstandsfallhöhe gering ist. Demnach wären Länder wie Frankreich oder Deutschland so ziemlich die ungeeignetsten Länder in Europa.

Also, Wehmut konnte man schon vor 20 Jahren bekommen, vor 10 Jahren noch mehr.

Gruß Dieter

So ist es!

Shindo @, Sonntag, 13.09.2015, 15:41 vor 3785 Tagen @ Dieter 3986 Views

Servus Dieter,

so ist das. Exakt. Darum, handeln und nicht jammern. Sich mental und physisch vorbereiten. Die Ohnmacht in vielen von uns ist spürbar. Ergeht mir nicht anders. Hier fallen auch mitunter Eichen. Klar. Alles nur menschlich. Love it, change it, or leave it. Es ist ein leichtes sich jetzt noch vorzubereiten, ohne Panik, mit wenig Mitteln. Falls dies dann vom Nachbarn als verrückt, mit einem Kopfschütteln, erachtet werden sollte. So what. Es sind immer dieselben, die dann zum Schluss, wenn alles offensichtlich wird, in Panik rennen. Alles war so oder so vorhersehbar. Nun kommt dies alles eben beschleunigt. Sollte man zu schwarz gemalt haben - egal und umso besser. Gruß S.

--
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Kannst du vielleicht etwas mehr dazu sagen?

Ankawor, Sonntag, 13.09.2015, 16:22 vor 3785 Tagen @ Shindo 3630 Views

Hallo Shindo,

Love it, change it, or leave it. Es ist ein leichtes sich jetzt
noch vorzubereiten, ohne Panik, mit wenig Mitteln.

du hast mich neugierig gemacht. Was meinst du damit?

Ich erwarte heftige Veränderungen in allen Lebensbereichen: Sicherheit, Finanzen, Alltag, Gesundheit.

Wie vorbereiten?

Danke
Ankawor

Sicherheit

Stefan @, Sonntag, 13.09.2015, 17:10 vor 3785 Tagen @ Ankawor 3453 Views

Zum Thema Sicherheit mache ich gerade etwas:

Ich mache einen Kurs in Selbstverteidigung, nennt sich Krav Maga, Studios gibt es in jeder Stadt, die Stunde kostet 10 Euro. Kein Vollkontakt, eher wie eine Tanzstunde (aber mit sehr viel Schweiß): Man lernt Bewegungsabläufe, die einem in Fleisch und Blut übergehen müssen. Ich behaupte: Schon nach wenigen Stunden haben sich meine Chancen für das Überstehen einer körperlichen Auseinandersetzung erheblich verbessert. Ziel ist es, die Konfliktsituation so zu bereinigen, dass man fliehen kann. Auch für Alte geeignet!

Ergänzend: Pfefferspray und Teleskopschlagstock. Letzteres ist eine frei erhältliche, aber verbotene Waffe. Aber hey, wer hält sich in diesen Tagen an Gesetze, die Regierung jedenfalls nicht.

Ich habe mir eine IP-Kamera gekauft und in meinen Eingangsbereich gehängt. Wenn die Tür aufgeht, wird sofort eine Mail mit 3 Fotos an mich geschickt. Wenn ich außer Haus bin, aktiviere ich eine App auf dem Telefon, die auch im Ruhemodus des Geräts Alarm schlägt. Verhindern kann es den Einbruch nicht, aber als Mieter kann ich nur begrenzt aufrüsten. Hinweis: IP-Kameras sind Wanzen. Ich habe dazu ein Gästenetz in meiner Fritzbox aktiviert und die Kamera aus meinem Netz ausgesperrt.

Jetzt wüsste ich gerne, wie ich mich im Bereich Finanzen vorbereiten kann. Den rechtzeitigen Ausstieg aus den Aktien habe ich verpennt, ich überlege wirklich, jetzt auszusteigen. Ich halte dieses für eine der schlimmsten Krisen in Europa, das wird doch nicht ohne Folgen bleiben.

Gruß,
S.

Danke, aber leider wahrscheinlich nichts nutzend

Ankawor, Sonntag, 13.09.2015, 22:13 vor 3785 Tagen @ Stefan 2685 Views

Danke. Als ich mich vor Jahren über Krav Maga informiert habe, wurde mir allerdings Vollkontakt in Aussicht gestellt und gesagt, man werde im Laufe der Zeit unempfindlicher gegen Schmerzen und Verletzungen. Ich Weichei habe mich daraufhin dann doch nicht angemeldet.

Krav Maga, Pfefferspray, Schlagstock und Kameraüberwachung mögen bisher gegen Ganoven berechtigt gewesen sein. Für ein bis drei Ganoven.

Die Bilder aus letzter Zeit zeigen jedoch Massen, wie etwa 100 Polizisten, die Tausende Anstürmende im Endeffekt einfach durchlassen mussten.

Daher denke ich, wenn etwa 10 fitte entschlossene Neubürger zu dir kommen, wird nichts von den oben Erwähnten was nützen.

Aber trotzdem danke für deine interessanten Tipps. Es gibt sicher Situationen, wo das sinnvoll ist.

Da helfen dann nur noch diese kleinen Freunde, die schneller laufen können als Du... (oT)

Slinky @, Sonntag, 13.09.2015, 22:18 vor 3785 Tagen @ Ankawor 2487 Views

- kein Text -

Antwort

Shindo @, Sonntag, 13.09.2015, 20:13 vor 3785 Tagen @ Ankawor 2928 Views

Hallo Shindo,

Love it, change it, or leave it. Es ist ein leichtes sich jetzt
noch vorzubereiten, ohne Panik, mit wenig Mitteln.


du hast mich neugierig gemacht. Was meinst du damit?

Hallo Ankawor,

damit meine ich entweder a) love it = Teil der Willkommenskultur (per se nichts schlechtes, sondern menschlich) zu sein und die Hintergründe nicht erkennen wollen = bewusste Fehlentscheidung aus meiner Sicht, wenn Teil b.) und c.) nicht kommt. Oder b.) sich vorbereiten auf das was kommt = change it, für Dich und Deine Familie oder c.) leave it = raus aus Europa. Nicht warten. Abhängig von den eigenen Möglichkeiten, Finanzmittel, Alter, Heimatgefühl (bei mir sehr stark) und vieles mehr. Ein riskanter Weg. Wo anders ist man immer erstmal Fremder. Eine sehr, sehr schwierige Entscheidung.

Ich erwarte heftige Veränderungen in allen Lebensbereichen: Sicherheit,
Finanzen, Alltag, Gesundheit.

Ja, diese kommen. Dazu muss nur das große Bild erkannt werden. Was den meisten immer noch nicht gelingt, egal wie man es in Erklärungen auch versucht.

Wie vorbereiten?

Die Liste ist lang. Das wichtigste ist, Dich selbst zu erkennen Ankawor. Was kannst Du, Deine Familie, wo sind eure echten Fähigkeiten! Mental ist mit der wichtigste Part und weiter, was kannst Du physisch leisten. Noch wichtiger aber wäre Deine / eure interne Einschätzung, was könnt ihr eben nicht!

Fakt ist, wir wohlstandsverwöhnten Menschen hier im Land, vornehmlich heimisch auf den Sofas, verbunden Tag und Nacht mit Smartphone und PC, vermeintlichem aufgezogen in Recht und Gesetz - wir sind i.d.R vollkommen indoktriniert. Wir haben eine Diskussionskultur. Das ist per se nicht schlecht. Wir kommunizieren gewaltfrei[[top]] Gut. Aber das was kommt, hat eine ganz andere Kultur. Die handeln. Sofort. Die sind hart und kriegserfahren. Die können Entbehrung und Hunger und sie sind erfahren in allem was das Überleben ausmacht. ich denke es ist klar was gemeint ist.

Es gibt jede Menge Literatur bzgl. ordentlichen "Preppertums". Ebenso gibt es diverses Blogs und Seiten im Netz zum Thema. Dabei muss man in der Außenkommunikation vorsichtig sein. Meine Erfahrung. Man macht sich damit nicht immer Freunde mit diesen Absichten. Dein Umfeld wird Dich dabei nicht immer wohlwollend verstehen, weil es die Situation nicht versteht. Ich habe jede Menge dazu getan und leg nun noch nach. Trotz allem halte ich die mentale Stärke, das kluge handeln für das wichtigste. Hast Du zwei Kinder wie ich in jungen Jahren geht vieles einfach nicht.

Um was geht es erweitert im erkennen:

1.)

Ich kopiere das folgende aus einem Link:

"Laut Erkenntnissen der Gehirnforschung hat unser Gehirn die Aufgabe, eine Illusion der Kontinuität vorzugaukeln, die nichts mit der Realität zu tun hat. In Bezug auf die visuelle Wahrnehmung entspricht das dem zuletzt am MIT erforschten Stetigkeitsfeld

Siehe: http://eggetsberger-info.blogspot.co.at/2014/04/wir-sehen-details-nicht-so-wie-sie-sind...

Die meiste Zeit ist das sehr hilfreich für das Erhöhen der Überlebenswahrscheinlichkeit, weil es im Sinne der biologischen Ökonomie ist. Permanent die Welt in Frage stellen kostet extrem viel Zeit & Energie - und Ökonomie ist das Grundgesetz der Biologie. 95% der Menschen reagieren hier - ganz im Sinne der evolutionsbiologischen Wahrscheinlichkeiten - mit der Einstellung 'mal schauen, wenn was passiert, dann ändere ich meine Meinung' - das wird schlecht bis gar (Anmerkung von mir: In einer Krise) nicht funktionieren! Man muß sich im vorhinein vorbereiten, sonst ist man wie der Mensch, der im Sommer lustig im Freien campiert & beim ersten Schneefall den Architekten wegen des geplanten Hausbaus kontaktiert..."

2) Nach einer MIT Studie in der Gehirnforschung können 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten. Ich habe diese Studie nicht selbst gelesen und kann Dir somit keine weitere Bewertung dazu geben. Mir reicht jedoch die Praxis im erkennen. Hier zur Ergänzung der Link für eine Vertiefung.

Soweit dazu. Ich denke hier in Punkt 1 und 2 bist Du schon vollkommen durch. Somit bei Bedarf ab ins Netz und nach Links suchen. Dann noch ein paar Bücher, zusammensetzen und handeln. Vorbereiten in Ruhe. Überlegt. Dazu gehört auch das unsichtbar machen.[[top]] Vieles mehr. Beste Grüße S.

Danke
Ankawor

--
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Der Frosch im Topf

Sylvia @, Sonntag, 13.09.2015, 15:53 vor 3785 Tagen @ Dieter 4628 Views

Der Frosch wurde seit Jahren gekocht, auf mehr oder weniger kleiner Flamme (Stufe 1 von 5). Gefühlt hätte ich jetzt gesagt, dass die Flamme in den letzten Jahren etwas höher gestellt wurde (Stufe 2 von 5). Die nicht eingeplante Bereicherer-Flut hat die Flamme auf Stufe 4 gestellt. Die Frösche fangen an zu quaken. Dass sie jemals anfangen werden zu springen, daran glaube ich nicht mehr. Nicht mal mehr bei Stufe 5.

Ich habe meinen Glauben an dieses Land verloren. Wie so viele.

Meine Auswanderungspläne werde ich (also wir: Mann, Kinder, ich) beschleunigen.

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Dein Link

Dieter, Sonntag, 13.09.2015, 16:06 vor 3785 Tagen @ Sylvia 3598 Views

Hallo Sylvia,

ja, das Vorgehen, wie es im Link beschlossen wird, ist die angemessene rationalste Entscheidung auf Grundlage derzeitiger Fakten, eine Entscheidung, die große Bevölkerungsschichten, vorzugsweise aus südöstlichen Ländern stammend, bevorzugt anwenden.

Persönlich bevorzuge ich Varianten, bei denen man dem Staat nicht auf der Tasche liegt, schließlich würde man sich auf diese Weise von seinem Feind abhängig machen. Das verbietet Stolz und Freiheitsdrang.

Gruß Dieter

die Frage ist, wohin!

Gleipnir @, Sonntag, 13.09.2015, 16:16 vor 3785 Tagen @ Sylvia 3633 Views

Der Frosch wurde seit Jahren gekocht, auf mehr oder weniger kleiner Flamme
(Stufe 1 von 5). Gefühlt hätte ich jetzt gesagt, dass die Flamme in den
letzten Jahren etwas höher gestellt wurde (Stufe 2 von 5). Die nicht
eingeplante Bereicherer-Flut hat die Flamme auf Stufe 4 gestellt. Die
Frösche fangen an zu quaken. Dass sie jemals anfangen werden zu springen,
daran glaube ich nicht mehr. Nicht mal mehr bei Stufe 5.

Ich habe meinen Glauben an dieses Land verloren.
Wie so viele.

Meine Auswanderungspläne werde ich (also wir: Mann, Kinder, ich)
beschleunigen.

Hallo Sylvia,

wohin auswandern, wo man in Freiheit leben kann, auch wenn's eng wird, wo man nicht der Einwanderer, Fremde ist, der isoliert und das erste Opfer ist, wenn's eng wird, wo es Sicherheit gibt, wenn's richtig eng wird, sprich kracht - Krieg?

Australien, Neuseeland?

Ich glaube, dass es dafür zu spät ist, wenn man auf diese Rahmenbedingungen achtet (außer man verfügt über eine feste Struktur, an einem vermeintlich sicheren Ort, in die man einwandern kann)

Gleipnir

Dann bist du ein Flüchtling und musst hoffen von den Einheimischen wohlwollend in Empfang genommen zu werden.

ebbes @, Sonntag, 13.09.2015, 16:49 vor 3785 Tagen @ Sylvia 3426 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 13.09.2015, 16:52

Wenn ihr keine Beziehungen zum Land habt, seid ihr die Ersten, die bei einer Krise beseitigt werden.
Die Einheimischen tun sich zusammen und "killen" euch.

Das muss euch klar sein.

Kämpft um unser Land und haut nicht feige ab, noch ist der Kampf nicht verloren!

--
Jedes blinde Huhn, das an der Börse einmal erfolgreich war, denkt gleich, es sei ein Adler.

wohin denn?

aggerheizer @, Sonntag, 13.09.2015, 17:20 vor 3785 Tagen @ Sylvia 3337 Views

Meine Auswanderungspläne werde ich (also wir: Mann, Kinder, ich)
beschleunigen.

Solche Pläne haben / hatten hier bestimmt die meisten. Beruflich komme ich regelmäßig ins Ausland, so letztens auch nach Norwegen. Das wäre meine Fluchtrichtung gewesen. War das letzte mal vor etlichen Jahren dort aber nun zieht es mich nicht mehr dorthin. So viele Somalis und andere Maximalpikmentierte, unglaublich.

In Europa gibt es bestimmt kein Land, in dem es uns besser ginge als in Deutschland. Zumindest so lange man für seinen Lebensunterhalt noch arbeiten muss.

Wohin?

lowkatmai @, Sonntag, 13.09.2015, 18:16 vor 3785 Tagen @ aggerheizer 3202 Views

Gute Frage.
Wenn das Geld verdienen vor Ort keine Rolle spielen muss, was wären geeignete Ziele weltweit für den "normalen" Geldbeutel?

Gruß und einen schönen Sonntagnachmittag
l[[zwinker]]

jeder muß sein persönliches Pflichtenheft festlegen und danach urteilen und handeln (oT)

Dieter, Sonntag, 13.09.2015, 18:21 vor 3785 Tagen @ lowkatmai 2849 Views

- kein Text -

Novia Scotia, Neuseeland, Australien. Alles erreichbar, jedoch leider nur mit Kapital und trotzdem Zeit (oT).

Shindo @, Sonntag, 13.09.2015, 21:01 vor 3785 Tagen @ lowkatmai 2659 Views

Gute Frage.
Wenn das Geld verdienen vor Ort keine Rolle spielen muss, was wären
geeignete Ziele weltweit für den "normalen" Geldbeutel?

Gruß und einen schönen Sonntagnachmittag
l[[zwinker]]

--
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Uruguay, aus eigener Erfahrung.

siggi, Sonntag, 13.09.2015, 21:09 vor 3785 Tagen @ lowkatmai 3044 Views

Gute Frage.
Wenn das Geld verdienen vor Ort keine Rolle spielen muss, was wären
geeignete Ziele weltweit für den "normalen" Geldbeutel?

Gruß und einen schönen Sonntagnachmittag
l[[zwinker]]

Danke, auch an Shindo (oT)

lowkatmai @, Sonntag, 13.09.2015, 21:24 vor 3785 Tagen @ siggi 2555 Views

- kein Text -

Auswandern nach Süd-Südamerika

Leserzuschrift @, Montag, 14.09.2015, 12:58 vor 3784 Tagen @ siggi 2473 Views

Uruguay, Chile und selbst das kurz vor der nächsten Pleite stehende Argentinien sind für "Einzelkämpfer" nur dann eine Option, wenn sie Wissen/Kenntnisse/Berufserfahrungen mitbringen, die vor Ort gebraucht werden, halbwegs Spanisch können - und bereit sind, auf ihr vertrautes kulturelles Umfeld zu verzichten.

Etwas anders sähe es aus, falls sich eine größere Gruppe zusammenschlösse, Land erwerben und dann dort eine Kolonie gründen würde. Das könnte dann auch über "Selbstversorger" und den Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse hinausgehen. Es besteht durchaus ein Bedarf an solider Handwerksarbeit oder deutscher Ingenieurskunst.

Auswandern, danke für die Ergänzung.

siggi, Montag, 14.09.2015, 14:47 vor 3784 Tagen @ Leserzuschrift 2391 Views

Uruguay, Chile und selbst das kurz vor der nächsten Pleite stehende
Argentinien sind für "Einzelkämpfer" nur dann eine Option, wenn sie
Wissen/Kenntnisse/Berufserfahrungen mitbringen, die vor Ort
gebraucht werden, halbwegs Spanisch können - und bereit sind, auf ihr
vertrautes kulturelles Umfeld zu verzichten.

Ich kenne, außer dem Schlaraffenland, kein weiteres, wo das anders ist<img src=" />

Etwas anders sähe es aus, falls sich eine größere Gruppe
zusammenschlösse, Land erwerben und dann dort eine Kolonie gründen
würde. Das könnte dann auch über "Selbstversorger" und den Verkauf
landwirtschaftlicher Erzeugnisse hinausgehen.

So groß muß die Gruppe gar nicht sein.

Es besteht durchaus ein Bedarf an solider Handwerksarbeit oder deutscher
Ingenieurskunst.

wie überall, s. o.

Die Ausgangsfrage war hier allerdings eine andere:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=369809

Wer als Familie 500,- Dollar (besser 1000,- Dollar, die Summe wurde intern nach oben angehoben)ständiges, monatliches Einkommen nachweisen kann, keinen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis hat und keine hoch ansteckenden Krankheiten, hat gute Erfolgschancen auf eine Niederlassungserlaubnis.
Die 1.000,- Dollar müssen auch nur während des Antragsverfahrens nachgewiesen werden, ca. 1,5 Jahre.

Moslem sollte man allerdings auch nicht sein. Die kommen im Straßenbild hier nicht vor, weil sie, wie aus gut informierten Kreisen erfahren, im Einwanderungsverfahren mit irgendwelchen Begründungen abgelehnt werden.

Weitere Infos gerne über PN.

LG

siggi

Noch eine Ergänzung

Leserzuschrift @, Mittwoch, 16.09.2015, 13:30 vor 3782 Tagen @ siggi 2090 Views

> Wer als Familie 500,- Dollar (besser 1000,- Dollar, die Summe wurde intern nach oben angehoben)ständiges, monatliches Einkommen nachweisen kann, ...

Reicht das denn in Uruguay zum Leben?

Auf der anderen Seite des Rio de la Plata jedenfalls kann man derzeit mit (offiziell) umgerechnet 9350 Pesos keine grossen Sprünge mehr machen. In Buenos Aires geht da schon die Hälfte für die Kaltmiete einer kleinen Wohnung drauf; an Lebensmitteln sollte man - bei bescheidener Lebensweise - mindestens 2000 Pesos je Person und Monat rechnen. Tendenz steigend.


> Moslem sollte man allerdings auch nicht sein.

Die tummeln sich im Dreiländereck Paraguay, Brasilien, Argentinien...
Man sagt, CIA und Mossad hätten schon seit Jahren ein Auge auf diese Region geworfen, weil angeblich einige Terror-Hinterleute dort untergetaucht seien.


> Die kommen im Straßenbild hier nicht vor, ...

In Buenos Aires auch nicht. Selbst das unter Menem gebaute islamische Kulturzentrum macht einen ziemlich verwaisten Eindruck.

Ansonsten geht es doch ziemlich multi-kulturell zu. Man trifft inzwischen hin und wieder sogar Turban-Träger.

Kommt drauf an...

siggi, Mittwoch, 16.09.2015, 15:04 vor 3782 Tagen @ Leserzuschrift 2001 Views

bearbeitet von siggi, Mittwoch, 16.09.2015, 17:46

> Wer als Familie 500,- Dollar (besser 1000,- Dollar, die Summe wurde
intern nach oben angehoben)ständiges, monatliches Einkommen nachweisen
kann, ...

Reicht das denn in Uruguay zum Leben?

Immer besser. Vor 2,5 Jahren gab es für einen Dollar knapp 20 Uru. Peso, heute sind das 28 Uru. Peso, also mehr als 40% mehr!

Aber wie immer bei dieser Frage, kommt es dabei natürlich auf die persönliche Lebensweise an. Wenn @Piter das mit der Selbstversorgung, eigenem Grund und Haus und eventueller Genossenschaft durchzieht, reichen die 1.000,- Dollar aktuell auf jeden Fall für Mann, Frau und Kind.

Auf der anderen Seite des Rio de la Plata jedenfalls kann man derzeit mit
(offiziell) umgerechnet 9350 Pesos keine grossen Sprünge mehr machen. In
Buenos Aires geht da schon die Hälfte für die Kaltmiete einer kleinen
Wohnung drauf; an Lebensmitteln sollte man - bei bescheidener Lebensweise -
mindestens 2000 Pesos je Person und Monat rechnen. Tendenz steigend.

Tendenz steigend auch in Uruguay, allerdings nicht so schnell wie in Argentinien. <img src=" />

> Moslem sollte man allerdings auch nicht sein.

Die tummeln sich im Dreiländereck Paraguay, Brasilien, Argentinien...
Man sagt, CIA und Mossad hätten schon seit Jahren ein Auge auf diese
Region geworfen, weil angeblich einige Terror-Hinterleute dort
untergetaucht seien.

Danke für die Info. Vor ein paar Jahren sollen Palästinenser im Grenzhandel in der Grenzstadt Chuy, zu Brasilien, sehr aktiv gewesen sein. Aber das wurde wohl abgestellt.

> Die kommen im Straßenbild hier nicht vor, ...

Ansonsten geht es doch ziemlich multi-kulturell zu. Man trifft inzwischen
hin und wieder sogar Turban-Träger.

Hier nicht. <img src=" />

LG

Dort wo schon viele Deutsche sind? Brasilien oder Paraguay?

Piter @, Dienstag, 15.09.2015, 10:04 vor 3783 Tagen @ Leserzuschrift 2438 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 15.09.2015, 10:08

Hallo,

die Deutschen haben selbst im tiefsten Urwald Brasiliens ein kleines Paradies geschaffen. Eigentlich müsste man die Orte geheim halten, damit nicht andere auf die Idee kommen...

Am Anfang kamen nur 17 Auswanderer nach Blumenau. Aber es braucht schon ein wenig Marketing, damit noch mehr kommen.

Statt sich vollkommen allein auf den Weg zu machen, würde ich mich dort ansiedeln, wo schon Deutsche leben. Dort gibt es dann alles was man braucht, inklusive sozialer Kontakte und genügend Frauen. Denn was sollen die neuen Kolonialisten machen, wenn nach 2 Generationen alles Onkel und Tanten sind <img src=" />

In der brasilianischen Provinz Santa Catarina finden sich urdeutsche Dörfer sowie Siedlungen der Österreicher, Italiener und Schweizer.

Man fühlt sich dort sehr an die Zeit vor den Weltkriegen erinnert. Im Gegensatz zu den großen Küstenstädten, die von schwarzer Kriminalität ersticken, habe ich gehört, dass es in Blumenau am sichersten sei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Einwanderung_in_Brasilien

Es würde mich auch sehr interessieren, wie man dort leben kann.

Da leider die wenigsten 1.000 Hektar Land kaufen können, müsste man sich dort natürlich beruflich etablieren.

Gruss
Piter

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