Die Krise als Chance

stocksorcerer @, Mittwoch, 09.09.2015, 14:59 vor 3791 Tagen 5423 Views

Ich lese den Blog wirklich gerne. Und gerade jetzt und hier stehen ein paar Dinge, die man nicht von der Hand weisen kann, wenn man sie aufmerksam liest und darüber nachdenkt.

Die Krise als Chance
09.Sept. 2015

https://killerbeesagt.wordpress.com/

Gruß
stocksorcerer

Es wird knifflig mit Quellen: "Alles Nazis außer der Rabenmutti" PS

Reffke @, Mittwoch, 09.09.2015, 15:49 vor 3791 Tagen @ stocksorcerer 4334 Views

Egal, ob Leute nun Berührungsängste haben oder sich einfach sagen:
"Wer mit dem Teufel umgeht, stinkt nach Schwefel!"
Es war und ist eine "Gratwanderung", momentan mehr denn je! [[zwinker]]

man kann es vergleichen mit konditioonierten Reflex (Hund von Pawlow) oder besser mit einer kybernetischen Maus:
die kommt immer an!
Geradezu legendär:
Knallte sie gegen eine Wand, ertönte ein kurzes "Autsch", und wenn der Elektronik-Nager sich in einer Sackgasse wiederfand, plärrte er verschreckt: "Ratten."

Wie das dann läuft, zeigte am vergangenen Sonntag "ttt" im Ersten:
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/regeln-der-rechten-rhetorik...

Langsam stellen sich aber bestimmte Seiten eher als Rufmordopfer heraus, wie die, die du sozusagen verlinkt hast [[zwinker]]

Dabei ist die Öffnung beidseitig, denn die vermeintlich "Linken" outen sich neuerdings mehr und mehr mit NAZI-Jargon, wie die gerupfte Kampfhenne gestern bei Maischberger:
"Es werden auch Menschen kommen, die nicht unmittelbar verwertbar sind."
http://www.huffingtonpost.de/2015/09/09/claudia-roth-maischberger_n_8108232.html
Aber, aber: da ist man plötzlich "tolerant"und nimmt es "gelassen"
=====================
PS!
"Maischberger" war und ist übrigens eine sehr sehenswerte Sendung, in der der wackere Roger Köppel aus der Schweiz mit Bravour gegen Roth und Friedmann argumentierte: grandios!
Die Sendung ist hier in voller Länge nachzuholen:
Nationale Egotrips statt Flüchtlingshilfe: Zerbricht die EU?
Anscheinend wurde der Link zu facebook entfernt, denn es lief gestern davor und während der Sendung Sturm:
https://www.facebook.com/maischberger?ref=stream&fref=nf
Und dann läßt sich FB eben nicht so einfach "moderieren" [[freude]]
Gr. Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Wissenschaftlich erwiesen: Alles Vollidioten außer Ihnen - Der Text ist ein rassistisches Pamphlet.

Vatapitta @, Mittwoch, 09.09.2015, 16:23 vor 3791 Tagen @ stocksorcerer 3970 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 09.09.2015, 16:53

Moin moin stocksorcerer,

sorry, der Text ist voll daneben.
Der/Die Autor/in könnte ein pubertierender Gamer am unteren Ende der sozialen Hackordnung sein.

Killerbee macht sich mit solchen Beiträgen bestenfalls lächerlich.

Der Postillion hat es schön auf den Punkt gebracht:
Wissenschaftlich erwiesen: Alles Vollidioten außer Ihnen


VG Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Ungenügend, setzen.

Watson @, Mittwoch, 09.09.2015, 16:29 vor 3791 Tagen @ stocksorcerer 3674 Views

"Mit der Zeugung beginnt ein ständiges Auswahlverfahren, bei dem nur die am besten Angepassten überleben, während der Rest aussortiert wird."

Alles was, der Autor schreibt, mag für Fruchtfliegen stimmen, ist jedoch nicht auf den Menschen übertragbar. Für den Mensch ist die Fortsetzung der Evolution Technologie.

Bei Menschen wird seid Nutzung der ersten Werkzeuge nicht mehr im evolutionären Sinn "aussortiert" - was schon ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung dieses Planeten eindrucksvoll beweist.

Soviel dazu, denn mich noch schriftlich über die Ideologie hinter "Aber niemand hindert euch doch daran, die 5% zu sammeln und zur Grundlage eines neuen, anständigen Volkes zu machen!" habe ich gerade keine Lust.

Technologie allein ist noch kein Fortschritt

nemo, Mittwoch, 09.09.2015, 16:58 vor 3791 Tagen @ Watson 3166 Views

Für den Mensch ist die Fortsetzung
der Evolution Technologie.

Und ich dachte immer, es wäre Intelligenz. [[freude]]


Gruß
nemo

Fragen über Fragen

Nico @, Mittwoch, 09.09.2015, 21:29 vor 3790 Tagen @ nemo 2806 Views

Für den Mensch ist die Fortsetzung
der Evolution Technologie.


Und ich dachte immer, es wäre Intelligenz. [[freude]]

Und es ist ja sicher auch stets die intelligenteste Samenzelle, welche es schafft, die Eizelle zu befruchten. Ich wunder mich nur, warum die Menschen dabei nicht schon viel schlauer geworden sind. Vielleicht wollen die Spermien in Wirklichkeit aber gar nicht, und es ist immer die Dümmste unter ihnen, die den Job machen muss. [[freude]]

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Schwarmintelligenz

nemo, Mittwoch, 09.09.2015, 22:21 vor 3790 Tagen @ Nico 2850 Views

bearbeitet von nemo, Mittwoch, 09.09.2015, 22:40

Für den Mensch ist die Fortsetzung
der Evolution Technologie.


Und ich dachte immer, es wäre Intelligenz. [[freude]]


Und es ist ja sicher auch stets die intelligenteste Samenzelle, welche es
schafft, die Eizelle zu befruchten. Ich wunder mich nur, warum die Menschen
dabei nicht schon viel schlauer geworden sind. Vielleicht wollen die
Spermien in Wirklichkeit aber gar nicht, und es ist immer die Dümmste
unter ihnen, die den Job machen muss. [[freude]]


Neueste Forschung haben gezeigt, dass die Samenzellen als Schwarmintelligenz
unterwegs sind und eine Strategie verfolgen, also keine Einzelkämpfer sind,
bei denen der schnellste gewinnt. Es ist so als würden tausende Calamaris
ausschwärmen um die Nebukadnezar aufzuspüren. Eine dieser KI’s findet
sie zufällig und schießt sie ab. Manchmal ist die Nebukadnezar aber auch zu
gut versteckt.

Und dann gibt es noch eine interessante Theorie die besagt, dass der Mensch
sein Bewusstsein und damit seine Wahrnehmung und Intelligenz nur bis zu einem
bestimmten Punkt entwickelt. So wie vom biologisch/genetischen Bauplan vorgesehen.
Danach hört er auf seine Intelligenz zu entwickeln. Die Natur hat ihre Aufgabe erfüllt.
Ab diesem Punkt muss jeder Mensch selbst sein Bewusstsein weiter entwickeln,
wenn er nicht auf seiner Stufe stehen bleiben will.
Aber das ist sicher nur alter, esoterischer, unwissenschaftlicher Kram, dem man
keine weitere Beachtung schenken muss. [[zwinker]] [[zwinker]]

Gruß
nemo

Bewusstsein

Nico @, Freitag, 11.09.2015, 04:24 vor 3789 Tagen @ nemo 2258 Views

Für den Mensch ist die Fortsetzung
der Evolution Technologie.


Und ich dachte immer, es wäre Intelligenz. [[freude]]


Und es ist ja sicher auch stets die intelligenteste Samenzelle, welche

es

schafft, die Eizelle zu befruchten. Ich wunder mich nur, warum die

Menschen

dabei nicht schon viel schlauer geworden sind. Vielleicht wollen die
Spermien in Wirklichkeit aber gar nicht, und es ist immer die Dümmste
unter ihnen, die den Job machen muss. [[freude]]

Neueste Forschung haben gezeigt, dass die Samenzellen als
Schwarmintelligenz
unterwegs sind und eine Strategie verfolgen, also keine Einzelkämpfer
sind,
bei denen der schnellste gewinnt. Es ist so als würden tausende
Calamaris
ausschwärmen um die Nebukadnezar aufzuspüren. Eine dieser KI’s findet
sie zufällig und schießt sie ab. Manchmal ist die Nebukadnezar aber auch
zu
gut versteckt.

Danke für den Hinweis.

Und dann gibt es noch eine interessante Theorie die besagt, dass der
Mensch
sein Bewusstsein und damit seine Wahrnehmung und Intelligenz nur bis zu
einem
bestimmten Punkt entwickelt. So wie vom biologisch/genetischen Bauplan
vorgesehen.
Danach hört er auf seine Intelligenz zu entwickeln. Die Natur hat ihre
Aufgabe erfüllt.
Ab diesem Punkt muss jeder Mensch selbst sein Bewusstsein weiter
entwickeln,
wenn er nicht auf seiner Stufe stehen bleiben will.
Aber das ist sicher nur alter, esoterischer, unwissenschaftlicher Kram,
dem man
keine weitere Beachtung schenken muss. [[zwinker]] [[zwinker]]

Ja, und man könnte sich vielleicht noch Fragen, wo denn genau die Natur aufhört und wo der Mensch beginnt, oder?

Gruß
nemo

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Evolution des Bewusstseins

nemo, Freitag, 11.09.2015, 10:43 vor 3789 Tagen @ Nico 2102 Views

bearbeitet von nemo, Freitag, 11.09.2015, 11:00

Ja, und man könnte sich vielleicht noch Fragen, wo denn genau die Natur
aufhört und wo der Mensch beginnt, oder?


Hallo Nico,

die Frage ist relativ einfach zu beantworten. Intelligenz hört dort auf
wo Dummheit beginnt.

Die esoterischen Lehren gehen davon aus, dass alles im Universum
allem anderen dient um die Entwicklung und den Fortbestand des
des Lebens zu gewährleisten.

So auch der Mensch. Der Mensch dient der Erde und ihrem Fortbestand.
Er lebt nicht nur auf der Erde, sondern ist ein Teil von ihr – Teil eines größeren
Systems – der Biosphäre. Dummheit beginnt dort, wo Menschen ihren
eigenen Lebensraum zerstören oder sich in Kriege stürzen.

Man kann die komplexen Zusammenhänge der Natur nicht verstehen,
wenn man nicht einmal seine eigene Natur versteht.

Anstatt aber seine Natur zu verstehen, brüllt der Mensch irgendwelche
politischen und religiösen Parolen in die Welt hinaus: „Multikulti“,
„Allah Akbar“, „Wirtschaftswachstum“, „Demokratie“, „Fortschritt“ und
ähnlichen Unsinn. [[zwinker]]

Der Mensch denkt also nur bis zu bestimmten Grenzen und keinen Millimeter
weiter. Alles was ihn (vermeintlich) nicht persönlich betrifft, existiert
für ihn nicht. Die Natur hat ihn zu einem gewissen Grad entwickelt, jetzt
muss er noch lernen, über sich selbst hinaus zu blicken um das größere Bild
zu sehen. Wie Robert A. Wilson sagte: Er muss lernen, wie man sein
Gehirn richtig benutzt. (Der neue Prometheus)

Oder wie Ouspensky sagte: Der nächste Schritt ist die Entwicklung von
der dreidimensionalen zur vierdimensionalen Wahrnehmung.

Zur vierten Dimension noch ein Zitat aus dem Buch „Anastasia“ (Band 1)
von Wladimir Megre, das gut dazu passt. Es geht dabei um die Möglichkeit
der Entwicklung in eine neue Zeit.

„Eure Begriffe von Zeit und Entfernung sind bedingt. Denn nicht die
Sekunde und der Meter, sondern die Stufe der Erkenntnis und des
Willens sind das Maß dieser Größen.

Der Grad der Reinheit in Gedanken, Gefühlen und Empfindungen,
der für die meisten Menschen charakteristisch ist, bestimmt ihren
Ort des Aufenthaltes im Weltall und auch in der Zeit.“

Gruß
nemo


P.S.
Man könnte sagen, die Natur hat den Menschen bis einem gewissen Grad entwickelt
und ihn dann sich selbst überlassen. Der Ausgang dieser kosmischen Episode ist
ungewiss. Es kommt auf den Menschen an.

Gute Frage, Nico

Zarathustra, Donnerstag, 10.09.2015, 09:11 vor 3790 Tagen @ Nico 2656 Views

Für den Mensch ist die Fortsetzung
der Evolution Technologie.


Und ich dachte immer, es wäre Intelligenz. [[freude]]


Und es ist ja sicher auch stets die intelligenteste Samenzelle, welche es
schafft, die Eizelle zu befruchten. Ich wunder mich nur, warum die Menschen
dabei nicht schon viel schlauer geworden sind. Vielleicht wollen die
Spermien in Wirklichkeit aber gar nicht, und es ist immer die Dümmste
unter ihnen, die den Job machen muss. [[freude]]

Aus buddhistischer und schopenhauerscher Sicht ist Wollen ein Zustand einer tiefen Bewusstseinsstufe. Dem Hinterbänkler seine stoischen Penner wären demnach bereits auf einer höheren Stufe angelangt. Erwacht, erlöst und befreit vom Rad ist, wer nichts mehr will.

Grüsse, Zara

Unfall

Nico @, Freitag, 11.09.2015, 04:17 vor 3789 Tagen @ Zarathustra 2301 Views

Für den Mensch ist die Fortsetzung
der Evolution Technologie.


Und ich dachte immer, es wäre Intelligenz. [[freude]]


Und es ist ja sicher auch stets die intelligenteste Samenzelle, welche

es

schafft, die Eizelle zu befruchten. Ich wunder mich nur, warum die

Menschen

dabei nicht schon viel schlauer geworden sind. Vielleicht wollen die
Spermien in Wirklichkeit aber gar nicht, und es ist immer die Dümmste
unter ihnen, die den Job machen muss. [[freude]]


Aus buddhistischer und schopenhauerscher Sicht ist Wollen ein Zustand
einer tiefen Bewusstseinsstufe. Dem Hinterbänkler seine stoischen Penner
wären demnach bereits auf einer höheren Stufe angelangt. Erwacht, erlöst
und befreit vom Rad ist, wer nichts mehr will.

Ja, dann sollte man sich die Befruchtung einer Eizelle doch wohl eher als einen solcher Art „Unfall“ vorstellen, von denen Schopenhauer gem. Wikipedia offenbar gern sprach:

„Jede Lebensgeschichte ist eine Leidensgeschichte, eine fortgesetzte Reihe großer und kleiner Unfälle.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schopenhauer

:-)

Ich stell mir das ja ungefähr so vor:

https://www.youtube.com/watch?v=T0DXa_sBfdU

:-)

Was Schopenhauer über den Darwinismus zu sagen gehabt hätte, hätte mich schon mal interessiert, aber ihm blieb vielleicht nicht mehr genügend Zeit, denn Darwins Hauptwerk über die Entstehung der Arten wurde Ende 1859 der Öffentlichkeit vorgestellt, und damit kurz vor dem Ableben Schopenhauers im Jahre 1860.

Sollte nun auch @nemo mit der „Schwarmintelligenz“ der Spermien recht haben (danke für den Hinweis), dann wären wir wohl doch mal wieder bei den „pseudowissenschaftlichen“ „Morphogenetischen Feldern“ ohne die solches kaum zu erklären sein dürfte, oder?

Wenn der Darwinismus auch ein kaum in Zweifel zu ziehendes biologisches Prinzip beschreibt, von dem ich mich wundern würde, wenn es nicht schon vor Darwin klar gewesen sein sollte, so bedeutet es nur einen Aspekt, welcher aber nicht hinreicht, die Entwicklung der Biologischen Vielfalt zu erklären. Und überhaupt scheint mir der Darwinismus keinerlei Vorhersagen zu erlauben, und beweist sich im Nachhinein aber immer von selbst (ist also nicht falsifizierbar). Diese Ansicht habe ich übrigens hier schon mal dir gegenüber angesprochen.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=147978

Ansonsten trage ich diese von dir angesprochene Sichtweise über den Willen beständig als in Betracht zu ziehende Möglichkeit in mir. Aber gerade in dieser Frage bleibe ich zunächst bei einem meiner Lieblings-Mottos, das da lautet: „halte alles für möglich, und sei von nichts überzeugt".

Grüsse, Zara

Schöne Grüße zurück

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Schopenhauer und Evolution

Zarathustra, Freitag, 11.09.2015, 08:12 vor 3789 Tagen @ Nico 2163 Views


Was Schopenhauer über den Darwinismus zu sagen gehabt hätte, hätte mich
schon mal interessiert, aber ihm blieb vielleicht nicht mehr genügend
Zeit, denn Darwins Hauptwerk über die Entstehung der Arten wurde Ende 1859
der Öffentlichkeit vorgestellt, und damit kurz vor dem Ableben
Schopenhauers im Jahre 1860.

Ja, vielleicht hätte er seine Thesen angepasst. Schopenhauer war Lamarckianer.
Bei Lamarck ist die Evolution eine Sache des Willens, bei Darwin eine des Zufalls. Neuere Erkenntnisse über die Vererbung erworbener Eigenschaften geben dem Lamarckismus wieder ein bisschen Auftrieb. Ich denke, Evolution ist ein Mix aus Wille und (deterministischem) Zufall.

Sollte nun auch @nemo mit der „Schwarmintelligenz“ der Spermien recht
haben (danke für den Hinweis), dann wären wir wohl doch mal wieder bei
den „pseudowissenschaftlichen“ „Morphogenetischen Feldern“ ohne die
solches kaum zu erklären sein dürfte, oder?

Ich halte Sheldrake nicht für einen Pseudowissenschaftler.

Grüsse, Zara

Überleben der PASSENDSTEN - dann passt es auch mit der Umwelt

Silke, Freitag, 11.09.2015, 09:14 vor 3789 Tagen @ Nico 2293 Views

bearbeitet von Silke, Freitag, 11.09.2015, 10:13

Lieber Nico,

Wenn der Darwinismus auch ein kaum in Zweifel zu ziehendes biologisches
Prinzip beschreibt, von dem ich mich wundern würde, wenn es nicht schon
vor Darwin klar gewesen sein sollte, so bedeutet es nur einen Aspekt,
welcher aber nicht hinreicht, die Entwicklung der Biologischen Vielfalt zu
erklären.

Wieso nicht?
Die Welt ändert sich ständig -> die Arten ändern sich als Folge dieser Änderungen der Welt ständig. Das bisher Errungene geht in Summe mit (nichts geht verloren) per Gene, Meme, morphische Felder und andere Speicher- und Übertragungsarten, die wir schlicht nicht kennen – sonst wäre die Geschwindigkeit von Evolution seit den ersten Bausteinen des Lebens angeblich nicht erklärbar.
Die Biosphäre wabbert immer fleißig um die hochaktive Erde mit Kern, Mantel und Kruste herum, eingebettet in Sonnensystem und das, was hier und da mal von Zeit zu Zeit von weiter weg herein kracht.

"Survival of the Fittest"
https://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest
bedeutet meines Wissens nicht Überleben des Stärkeren, Schlausten, Schönsten, Besten sondern einfach nur Überleben des an die hier und jetzt bestehenden Verhältnisse am besten Angepassten (wie z.B. Hadrocodium vs. Dinos), bzw. das Aussterben der an die sich ändernden Verhältnisse nicht Angepassten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ausgestorbener_Tiere_und_Pflanzen
(So wie eben Zivilisation an einen Blackout nicht angepasst sein wird und sich damit selbst terminiert – ein Treppenwitz -> wir treten aus der Natur, machen lauter „geniales“ Zeug bis hin zu Atombomben, Raumschiffen und Computernetzwerken um dann dadurch zuverlässiger unterzugehen als eine kleine "dumme" Qualle, die die nächsten Mio. Jahre weitermacht, wie davor auch. Gespeichert werden die Infos über diesen missglückten Versuch der Selbstorganisation aber schon irgendwie und zu gegebener Zeit wieder rausgekramt - die Sonne scheint ja noch ein paar Mrd.Jahre auf die Erde, die weiter irgendwie habitabel bleiben wird, nachdem sich der Staub von unserem Zusammenbruch gelegt hat).

Wenn sich in der Geschichte der Menschheit das Phänomen "machtgreifende und machthaltende Zentralinstanz = organisierte Gewalt" herausgebildet hat, überleben in immer stärkerem Maße in diesem Umfeld der strukturellen Gewaltanwendung nur noch die daran Angepassten (Mächtige und die von den Mächtigen zugelassenen Machtlosen) und verstärken damit die Evolution dieser einen artfremden und naturfeindlichen Sackgasse, bis sie zum Ende kommt.

Da helfen dann auch keine guten Worte und kein Verständnis von Kausalketten mehr.
Bildet sich eine Spirale des Todes ,dann kann man sich nur noch danebenstellen und darüber staunen - wenn man es kann.
"Schaffen sie es nicht, der verhängnisvollen Tretmühle zu entkommen, dann marschiert der ganze Trupp, bis er vor Erschöpfung stirbt."

Da ist es sehr hilfreich immer wieder einmal auf unseren Start zu schauen.
Weil wir nicht in die Vergangenheit schauen können, ohne durch die Interessen und Verfälschungen der gegenwärtigen Angepassten verseucht zu sein (auch Archäologie, Anthropologie, Ethnologie, Philosophie usw. ist wie die Ökonomie eines der effektivsten Machtinstrumente weil man dabei wunderbar schummeln, fehlinterpretieren, verschleiern und weglassen kann und auch durch eigene oder fremde Filter und Brillen blicken muss) schaue ich mir "BABIES" an.
Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=5bHGeTyfiF8
Komplett:
https://www.youtube.com/watch?v=YIkpHBvu_bE
So starten wir alle – immer wieder eine neue Chance.

Liebe Grüße
Silke

PS.

Und überhaupt scheint mir der Darwinismus keinerlei Vorhersagen zu erlauben...

Na doch, alles was irgend geht in der Welt wird ausprobiert. Das Wahrscheinlichste am Wahrscheinlichsten.
Alles was dabei für die und die Umweltkonstellation hilfreich oder weniger hilfreich war/ist wird irgendwie abgespeichert (Die Welt ist Information) und bei Bedarf reaktiviert - so wie beim menschlichen Immunsystem...neue Keime überlebt->Methode abgespeichert->Immunität mit schnelleren Reaktionszeiten bei Kontakt mit gleichen und ähnlichen Keimen

Chapeau !!! (oT)

zenonvonelea @, Mittwoch, 09.09.2015, 16:40 vor 3791 Tagen @ stocksorcerer 3011 Views

- kein Text -

--
Freundliche Grüsse,
zenon
-------
"Die Welt scheint nicht von Natur aus zu verstehen, dass Regierungen sich selber in den Bankrott treiben und Papierwährungen zerstören." (Jim Rogers)

Kruder Sozialdarwinismus - Gegenbeispiel China

Jermak @, Mittwoch, 09.09.2015, 17:52 vor 3791 Tagen @ stocksorcerer 3390 Views

und der war wissenschaftlich gesehen schon vor 100 Jahren tot.

Abgesehen davon hat der Schreiber keine Lösung außer: Reißt euch zusammen, sonst werdet ihr eliminiert. Ich kann das auch nicht grade positiv finden.


Ich habe in letzter Zeit öfters an die chinesische Kultur gedacht. Warum hat die 5000 Jahr überlebt? Und nicht nur das, sonder darüber hinaus: wie kann es sein, daß China nach diesen 5000 Jahren erneut dazu ansetzt , führende Weltmachtmacht zu werden?

Kurzer Überblick: Chinesische Kultur

Das ist ein Erfolgsmodell. Die Frage ist, wer wäre bereit sich mit solchermaßen diktierten Lebensbedingungen anzufreunden? Ich glaube, die wenigsten von uns "Westlern".

Und um die in dem verlinkten Text genannten Juden als Vorbild zu nehmen, würde heißen wir einigten uns auf stark bindende religiöse Prinzipien als organisierende Kraft. Das hieße bei uns , das Christentum wiederzubeleben, was sowohl in katholischer wie evangelischer Form bis zur Unkenntlichkeit zerfallen ist. Kann keiner, wollen vermutlich auch die wenigsten.

Sorry, aber das in dem Text vorgeschlagene, salopp ausgedrückt, "Arsch zusammenkneifen" ist lächerlich.


grüße


jermak

Juden, Zigeuern, Chinesen...

Dragonfly @, Donnerstag, 10.09.2015, 02:01 vor 3790 Tagen @ Jermak 2883 Views

Alles Kulturen, die langfristig auf Ihre Art und Weise, erfolgreich sind.
Den normadischen Lebensstil von Juden und Zigeunern kann man noch am leichtesten selbst leben. Du kannst aber kein Chinese werden.


Ich habe in letzter Zeit öfters an die chinesische Kultur gedacht. Warum
hat die 5000 Jahr überlebt?

Vielleicht haben sie einfach viel Glueck gehabt? Die Frage ist auch, wenn sie so erfolgreich waren, warum sind sie so start gegenueber dem Westen zurueckgefallen? Warum hat Westen Amerika "entdeckt"? Weil es in Europa niemals eine alles beherrschende Macht gegeben hat, die allen Ihre Kultur aufgedrueckt hat. Haette Deutschland den 1. Weltkrieg gewonnen, saehe die Welt heute auch anders aus. Oder damals Napoleon.

Das ist ein Erfolgsmodell. Die Frage ist, wer wäre bereit sich mit
solchermaßen diktierten Lebensbedingungen anzufreunden? Ich glaube, die
wenigsten von uns "Westlern".

Ich fuehle mich hier wohl. Ob es allerdings wirklich auf Dauer ein Erfolgsmodell ist, muss sich zeigen.

China war ja bereits einmal Weltmacht

Jermak @, Donnerstag, 10.09.2015, 17:23 vor 3790 Tagen @ Dragonfly 2373 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 10.09.2015, 17:28

sind bis Indien und Afrika gekommen und es ist nicht sicher ob sie gar auch in Nordamerika waren. Wenn sie sich nicht entschieden hätten zurückzuziehen, wär es sicher nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ihre Macht den Planeten umspannt hätte, lange bevor die Indianer ausgerottet wurden.
Nur, sie haben sich freiwillig zurückgezogen. Diesen Stunt muß ihnen erst mal einer nachmachen.
Und als sie von den Mongolen überrannt wurden, standen sie hinterher stärker da als zuvor.

Aber mein Punkt geht nicht um chinesische Kultur annehmen , ja oder nein, sondern , es ist die Frage, was daran substantiell , auch bei den Juden, zu ihrem dauernden Fortbestand/Überleben beigetragen hat. Und was uns nützen könnte; deswegen muß man noch lange nicht chinesisch sprechen. Budhismus oder Taoismus z.B. sind aus meiner Sicht weitaus angenehmere spirituelle Systeme als monotheistische Religionen wie der Islam oder das Christentum mit ihren mordlüsternen Göttern. Weiterer Punkt z.B. ist der starke Familien-/Clanzusammenhalt , der im krassen Gegensatz steht zu unsererm Anything goes, das aber im Ernstfall bedeutet, daß nix mehr geht, weil man alleine da steht auf weiter Flur.

Es ist ja schön, wenn Du Dich hier wohlsfühlst; ich fühl mich hier auch noch halbwegs wohl. Aber das ist kein Überlebenskriterium.

China Comeback


grüße

jermak

Das war Aegypten auch...

Dragonfly @, Donnerstag, 10.09.2015, 18:47 vor 3790 Tagen @ Jermak 2272 Views

sind bis Indien und Afrika gekommen und es ist nicht sicher ob sie gar auch
in Nordamerika waren.

Es ist ziemlich sicher, dass sie nicht da waren. Auch wenn so eine Art von amerikanischem Erich von Daeniken in seinen Raeuberpistolen etwas anderes behauptet.

Wenn sie sich nicht entschieden hätten zurückzuziehen,

Die Frage ist aber, warum haben sie sich zurueck gezogen?

Nur, sie haben sich freiwillig zurückgezogen. Diesen Stunt muß ihnen
erst mal einer nachmachen.

Sie sind in (innerer) Selbstgefaelligkeit versackt. Uebrigens etwas, fuer das die chinesische Kultur sehr anfaellig ist.

Selbstgefälligkeit

Heinz @, Donnerstag, 10.09.2015, 19:59 vor 3790 Tagen @ Dragonfly 2298 Views

Ich glaube nicht, dass das entscheidende Motiv war, sondern die Tatsache, dass jeder Einfluss von Außen das empfindliche Machtgleichgewicht verändert. So hat das Shogunat in Japan eine etwa 250 Jahre lange Friedensepoche mit stabilen gesellschaftlichen Verhältnissen ermöglicht.
Der Preis für die europäische "Offenheit" waren ständige Umbrüche und ununterbrochene Kriege.

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Ist im Prinzip nicht falsch, aber etwas ungelenk formuliert.

Kaltmeister ⌂ @, Mittwoch, 09.09.2015, 21:35 vor 3790 Tagen @ stocksorcerer 2933 Views

Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens lautet nicht "Selektion", wie KB schreibt. "Sinn" ist ein Begriff, der allein in der menschlich-subjektiven Sphäre existiert, die Natur selbst kennt keinen Sinn. Sie kennt dagegen den Unterschied von "Sein" und "Nichtsein", und darum dreht sich alles in der biologischen Evolution.
Unser gesamtes Verhalten ist evolutionär entstanden und darauf ausgerichtet, unser Genom überleben zu lassen, von Generation zu Generation - also dauerhaft zu "Sein". Auch unsere ethischen Kategorien lassen sich m. E. allein auf solche materiellen, evolutionären Prozesse zurückführen.
Wenn man die Beiträge in diesem Diskussionsstrang liest, lässt sich wohl sagen, dass das den meisten Menschen auch heute noch nicht bewusst ist; so gibt es nach wie vor viele Illusionen darüber, welche Rolle wir in der Welt spielen. Es gibt letztlich nur eine elementare Frage, und das ist diejenige, ob wir uns - auch gegen die arteigene Konkurrenz - behaupten können, oder nicht. Und das sieht der Autor des Blogs völlig richtig.

Hm

Domac @, Donnerstag, 10.09.2015, 09:45 vor 3790 Tagen @ stocksorcerer 2441 Views

Ich lese den Blog wirklich gerne. Und gerade jetzt und hier stehen ein paar
Dinge, die man nicht von der Hand weisen kann, wenn man sie aufmerksam
liest und darüber nachdenkt.

Die Krise als Chance
09.Sept. 2015

https://killerbeesagt.wordpress.com/

Gruß
stocksorcerer

Hallo,

zumindest habe ich mir gedacht, wenn man Flüchtlinge aufnehmen muss, dann die Vorderen. Die, die wirklich was können und das dortige Bürgertum dargestellt haben.

Dann auf den Artikel bezogen bedeutet das im Endeffekt: wir müssen unsere keltisch-germanischen Stamm unabhängig von Ländergrenzen leben.
Ob das funktionieren wird?

GrüßeD

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Wandere aus, solange es noch geht.