Hier mal ein Beitrag, der nichts mit Flüchtlingen, sondern mit Geopolitik und -Wirtschaft zu tun hat:
bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.09.2015, 18:01
Das Verhältnis Japan / Russland aus japanischer Sicht.
Ausschnitte:
Angesichts des Konflikts um die Ukraine stimmen die meisten japanischen Experten darin überein, dass Russland seinen politischen Einfluss im postsowjetischen Raum sowohl gegenüber der EU und der Nato als auch gegenüber dem mächtiger werdenden China zu sichern sucht.
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Die Empfehlungen japanischer Experten an die eigene Regierung bieten Denkanstöße für die deutsche Politik. Aus mehreren Gründen favorisieren japanische Wissenschaftler eine Annäherung an Moskau.
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Da Russland sowohl eine europäische als auch eine asiatische Macht ist, bestehen starke Wechselwirkungen zwischen beiden Regionen. Deutschland bzw. Europa und Japan würden von einem besseren Verständnis der jeweils anderen Perspektive profitieren.
Das hört sich alles gut an, berücksichtigt aber nur unzureichend, daß Japan seit 1945 den gleichen Status wie Deutschland "genießt".
Dies bestätige beispielsweise ein Foreign Affairs-Artikel der Wissenschaftlerinnen Ely Ratner und Elizabeth Rosenberg vom August 2014. Darin wird Washington aufgefordert, den asiatischen Allianzpartnern größeren Spielraum in ihren Beziehungen zu Moskau zu belassen, um Russlands Abhängigkeit von China zu verringern.
Aber lest selbst. Vielleicht gelingt hier eine fundierte Diskussion abseits des Flüchtlings-Themas.
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Beste Grüße
GRIBA