Eine sehr gute Antwort
Als feinsinniger Teenager mit bildungsbürgerlichem Hintergrund ist
Felix Laub für den jungen Berliner Türken Can und seine Gang ein
willkommenes Opfer. Hilflos und ängstlich erträgt Felix die Schikanen,
bis sein Vater Simon bemerkt, was sein Sohn durchmacht. Der
Universitätsprofessor stellt sich schützend vor ihn, und stellt fest,
dass die Sache nicht so einfach aus der Welt zu schaffen ist. Im ersten
direkten Gespräch mit Can zeigt sich dieser von den klaren Worten des
schöngeistigen Akademikers wenig beeindruckt. Simons nachfolgende
Unterredung mit Cans strengem, gläubigem Vater bringt allenfalls einen
Teilerfolg. Cans Wut konzentriert sich nun auf Felix' Vater. Er versucht,
den Akademiker privat und beruflich zu ruinieren. Schließlich schaltet
Simon die Polizei ein. Dem jungen Türken droht nun ein Prozess.
Gleichzeitig wird er von seinem Vater wegen seines unehrenvollen Verhaltens
verstoßen. Derart in die Enge getrieben, wird Cans Hass auf Simon noch
größer. Auch in Simon hat sich ein gefährliches Gemisch aus Wut,
Demütigung und Ohnmacht angestaut: Die Situation eskaliert.
Schaust du hier?
"Wut" (2005)
https://youtu.be/VCiJNEIEYRY
Das kann man sich in einigen Jahren tausendfach vervielfältigt vorstellen.
Zwischen dem strengen Islam und dem Christentum, auf dem das Freiheitsstreben des Menschen letztlich beruht, besteht ein schier unüberbrücklicher Gegensatz.
Der abstrakte Monotheismus des Islam wirkt wie eine unpersönliche Naturkraft. Der Wille Allahs ist unausweichliches Gesetz, demgegenüber dem Menschen keine Freiheit zukommt. Allah hat keinen Sohn, der als Vermittler die Kluft zum Vater überbrücken könnte. Er thront alleine in einer absoluten Transzendenz und erwartet unbedingten Gehorsam von seinen Geschöpfen, denen sein Tun unerforschlich ist. Die Gesinnung, in der das Wort Gottes im Koran entgegen zu nehmen ist, heißt „Islam“, was völlige Hingabe, Unterwerfung bedeutet. Daher heißt es in der 19. Sure: „Keiner in den Himmeln und auf Erden darf sich dem Erbarmer anders nahen denn als Sklave.“ Und vom wahren Gläubigen wird erwartet: „Du siehst sie sich verneigen und niederwerfen, Huld begehrend von Allah und Wohlgefallen. Ihre Merkzeichen auf ihren Angesichtern (der Staub) sind die Spur der Niederwerfung“ (Sure 48). Allah gegenüber gibt es nur Sklaven, die sich vor ihm niederwerfen. Der einsam im Jenseits Thronende schaut nur auf die Rücken seiner im irdischen Staub liegenden untertänigen Geschöpfe und Befehlsempfänger herab.
In den islamischen Völkern verbindet sich die Stellung des in der Blutsgemeinschaft gebundenen, der Autorität des Sippen- oder Stammesältesten bzw. Herrschers unterworfenen unselbständigen Menschen mit der Stellung des Allah völlig Ergebenen, Unterworfenen, (dies ist die Bedeutung von „Muslim“), der seinen Worten und Gesetzen unbedingten Gehorsam schuldig ist. Der einzelne Mensch ist in eine zweifache hierarchische Ordnung eingespannt, die ihn von oben lenkt und leitet, gegen die er keine eigene Erkenntnis und keinen eigenen Willen geltend machen kann, ohne als Schänder und Entehrer der ihm übergeordneten Blutsgemeinschaft getötet oder ausgestoßen bzw. als Sünder und Empörer gegen Allah zivil- und strafrechtlich bis zur Todesstrafe verfolgt zu werden.
Der Islam beansprucht, bis in die gesellschaftlichen Verhältnisse, Strukturen und Gesetze hineinzuwirken, damit das gesellschaftliche Leben Ausdruck des religiösen Lebens sei. Die Scharia, das islamische Recht, will erreichen, „dass die religiösen Verpflichtungen des Einzelnen gegenüber Gott erfüllt werden und alle Beziehungen des Einzelnen zu seinen Mitmenschen – Vermögensrecht, Familien- und Erbrecht, Strafrecht unter anderem – stets diesem Gesetz entsprechen.
Das bedeutet einen prinzipiellen Konflikt mit den europäischen Lebensverhältnissen und Gesetzen, die auf der „freien Entfaltung der Persönlichkeit“ beruhen, die ein Natur- und Grundrecht des deutschen Grundgesetzes ist, das dem Staat vorhergeht und von ihm nicht verändert werden kann. Die daraus entstehenden individualistischen Freiheitsrechte sind auch mit den Prinzipien der Blutsgemeinschaft unvereinbar, da sie ihre Auflösung zur Folge hätten. Islam und Blutsgemeinschaft sind prinzipiell Antipoden der freien Individualität.
Vgl. die Untersuchung hier.