Die Wahrheit, lieber Hasso, liegt wohl in der Mitte
Lieber Hasso,
Lieber Piter,
ich habe Dir voll vertraut, weil Du ein guter Russe bist.
Du hast mir gerade einen (für mich gangbaren) Weg gezeigt, wie ich
problemlos zu Euch "nüüber moochen kann", siehe
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=365292Habe schon mal erste Überlegungen angestellt, weil Ü50-Russinnen sowieso
sind.
Lasse mich eine Erklärung versuchen. Für Deutschland ist das Problem der Masseneinwanderung von Muslimen neu. Russland hat gelernt damit seit Jahrzehnten umzugehen. Das heißt in der Praxis, dass die meisten Muslime hier einer Arbeit nachgehen. Sozialhilfe gibt es so gut wie gar nicht. Obwohl natürlich ein Muslim genauso ein Recht auf ein paar tausend Euro Geburtshilfe hat, wie jeder Russe und dies gerne in Anspruch nimmt.
Kriminalität: Es trifft zu, dass die organisierte Kriminalität, sei es Schutzgelderpressung auf den Märkten, Drogenhandel, Prostitution, von diesen Gruppen kontrolliert werden. Aber die Strafen sind auch sehr hoch.
Darum befindet sich immer ein großer Anteil der Kriminellen in unseren Gefängnissen, als Dauergäste.
Hier werden 10 Jahre Arbeitslager wie Hustenbonbons verschrieben. Das schreckt schon ein wenig ab.
Kleinkriminalität: Wer hier spätestens das zweite mal mit Ladendiebstahl erwischt wird, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen. 3 Jahre sind hier ein guter Richtwert. Abgesehen davon warten die "Security" Mitarbeiter nur auf einen Ladendieb. Der bekommt dann ein paar aufs Maul. Direkt vor dem Laden. Weiter geht es dann auf der Polizeistation...
Die Abschreckungswirkung ist dementsprechend groß.
Unvermeidbar sind leider Beleidigungen, die an jeder Ecke ausgesprochen werden. Auch Gewaltanwendung kommt öfter vor. Wenn ein Muslim einmal durchdreht, dann ist dem alles egal. Er sticht wie ein wildgewordenes Tier auf seinen Gegner ein. Das er bei Mord gleich mal 20 Jahre weggesperrt wird und sein Leben damit gelebt hat, ist dem egal. Da denkt der gar nicht darüber nach.
Das sind auch die gefährlichen Momente. Darum geht man diesen Leuten lieber aus dem Weg.
Weil die Muslime aber arbeiten, sieht man sie nicht pausenlos irgendwo sinnlos herumstehen wie in Deutschland.
Bis vor einem Jahr hätte ich gesagt, dass die russische Lage schlechter sei als die Deutsche. Doch das kehrt sich nun ins Gegenteil um.
Die Deutschen müssen auch bis zu 50% Steuern bezahlen, um ihre "Gäste" zu bewirten. Als Dank dafür wird ihnen täglich in den Arsch getreten und als Rentner darf der Deutsche dann Flaschen sammeln und selbst die werden ihm dann auch noch von den Zigeunern geklaut.
In Russland hat jeder wenigstens seine warme Wohnung und günstigen Strom. Die Märkte sind noch günstig, so dass man mit 100 € Rente und ein wenig Gemüseanbau durchaus auskommen kann.
Auf dem Lande ist die Situation ohnehin entspannter.
Aber man sollte wenigstens 2-3 Stunden weg von der Stadt sein. Denn in unmittelbarer Stadtnähe kommt es häufig vor, dass die Alkoholiker, Drogensüchtigen oder Zigeuner einem den Garten ausrauben. Das kennt man so in Deutschland auch noch nicht bzw. es wird neu sein, für alle Selbstversorger.
Aber am Garten wohnt, einen Zaun, besser eine hohe Mauer hat und dahinter scharfe Hunde hält, ist relativ sicher.
Insgesamt gibt es in Russland weniger Kleinbürger-Bürokratie. In Deutschland brauche ich für alles eine Genehmigung. Irgendwann braucht man wohl Stempel von der EU, wenn ich eine Ziege oder ein paar Hühner halten will... Das gibt es hier alles noch nicht.
Putin weiss, dass im schlimmsten Falle der Russe seine Selbstversorgung mit Kartoffeln und Kohl sichern muss. Darum wird das nicht eingeschränkt.
Leider ist viel Land in Russland noch immer in Besitz des Staates. Riesige Flächen bleiben ungenutzt. Russland könnte damit sich selbst und ganz Europa ernähren. Kleinbauernstrukturen mit mehreren Hektar Land, sind sehr selten. Es sind immer noch viele Kolchosen, meistens privatisiert oder der Familiengarten mit 500-1.000 qm.
Es fehlt an Anreizen, größere Landgebiete zu bewirtschaften. Den Familien in den Dörfern fehlt das Kapital für Traktoren oder andere Erleichterungen. Sie machen alles von Hand. Erwirtschaften jedoch keine Überschüsse.
Darum ist Russland gezwungen Lebensmittel zu importieren.
Die neue Politik setzt aber mehr Anreize, dass sich das verbessert. Es gibt nun auch die Möglichkeit relativ leicht an einige Hektar Land zu kommen. Es gibt dann auch staatliche Investitionshilfen von einigen zehntausend Euro. Das reicht etwa für einen Traktor.
Wenige Russen sind bereit ihr komfortables Stadtleben dafür aufzugeben. In den Dörfern ist man zu arm dafür, zu dumm oder beides und man lebt einfach sein Leben weiter wie gewohnt.
Trotzdem sehe ich mehr Chancen und Möglichkeiten als in Deutschland.
Ich blicke nicht mehr durch... und der Wein ist auch alle...
Wenn doch alles so einfach zu beantworten wäre.
Traurige Grüße
Hasso
Grüsse
Piter
sind.