"Barriere-Freiheit": Tagesthemen in "Einfacher Sprache"
Hallo allen,
die ARD haben seit kurzem ein neues Angebot: "nachrichtenleicht" fasst die Nachrichten der Woche in "einfacher Sprache" zusammen.
Ein Beispiel für das gerade im Internet so wichtige Angebot, zitiert aus der o.g. Beschreibung:
"Die Nachrichten auf der Seite nachrichtenleicht kommen vom Radio-Sender Deutschlandfunk. Der Deutschlandfunk sendet für ganz Deutschland. Die Redakteure vom Deutschlandfunk arbeiten in Köln."
Also aus Deutschland für Deutschland.
"nachrichtenleicht ist eine Hilfe für Menschen, die schwierige Sprache nicht gut verstehen können. Manche Menschen können zum Beispiel nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Für diese Probleme gibt es verschiedene Gründe. Der Grund kann zum Beispiel eine Lern-Schwäche oder eine Lern-Behinderung sein. Manche alte Menschen werden sehr vergesslich. Auch diese alten Menschen können dann Einfache Sprache besser verstehen als schwierige Sprache."
Eine sehr schnell wachsende Ziel-Gruppe also.
Die Regeln der "Einfachen Sprache" folgen einer Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung. Einen download habe ich nicht gefunden. Dafür die Broschüre des Netzwwerk Leichte Sprache.
Sie empfehlen, ähm, raten, auf den Genitiv zu verzichten. "Das Haus des Lehrers" ist "schlecht". "Das Haus vom Lehrer" ist "gut".
Der Konjunktiv soll nicht sein. Positive Sprache wird geraten. Ohne Rede-Wendungen und bildliche Sprache. Statt "1867" soll man "lange her" sagen. Der Vor-Schlag (? Ob ich das jetzt richtig geschrieben habe?), auf Prozentzahlen zu verzichten und lieber "einige" oder "viele" zu sagen, wird jeden Kreditverkäufer sicher entzücken.
Gerade in Gymnasial-Klassen mit Inklusion wichtig.
Noch ein Zitat: "Leichte Sprache ist für alle gut".
Winke-winke,
Mercury
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„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich