Diskrimierung nie selbst erlebt und trotzdem mitreden?

DDüsentrieb, Donnerstag, 03.09.2015, 11:30 (vor 3795 Tagen) @ Jermak1127 Views

Werte Foristas,

ich glaube aus manchem Beitrag im Forum hier die Meinung zu lesen, auch ein bisschen aus deinem hier @jermak, dass Diskriminierung (wegen Herkunft, Aussehen, sexueller Orientierung, Behinderung, pol. Einstellung) nicht so stark existiert, wie es in den Medien dargestellt wird und dass manche Menschen (Politiker, irgendwelche Interessensgruppen) dieses Thema für sich instrumentalisieren.

Das mit der Instrumentalisierung kann ich nachvollziehen. In dem Sinne, dass manche Anti-Diskrimierungs-Menschen (inbesondere Politiker) sich auf diesem Feld breit machen, weil man dort moralisch in so gutem Licht steht. Vor anderen Menschen, aber besonders auch in der Selbstreflexion.

Also Zustimmung an der Stelle.

Hier aber noch ein Punkt:
Wer weiß ist, "urdeutsch", heterosexuell, nicht behindert, etc., der erlebt selbst vermutlich so wenig Diskriminierung, dass er/sie es nicht nachvollziehen kann, dass so etwas wirklich existiert und für große Bevölkerungssteile ein Problem ist. Und ich kann mir vorstellen, dass das auf viele Leser und Schreiber_Innen hier zutrifft, da wir vermutlich ein sehr deutsches/ deutschsprachiges Forum sind.

Mein Vorschlag: Wenn man selbst keine Erfahrungen mit Diskrimierung hat in der Debatte eher zuhören, als antworten. Und Fragen stellen im Bekanntenkreis, wenn dort Menschen sind, die zu einer "Diskrimierungs-Zielegruppe" gehören. Neugierig sein.
Oder sind im Bekanntenkreis auch alle hetereosexuell, "normal", und urdeutsch? Kann ja gut sein. Ist auch gar nicht nicht schlimm, aber vllt. schon ein Hinweis darauf, dass man selbst kein Experte auf dem Gebiet sein kann.

Viele Grüße
DDüsentrieb


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