Strömt herbei, Besatzungsheere ... Strömt herbei in dunkler Masse, und schießt los mit lautem Krach: säubert die Germanenras

Piter @, Dienstag, 01.09.2015, 20:00 vor 3796 Tagen 9284 Views

Strömt herbei, Besatzungsheere, schwarz und rot und braun und gelb, daß das Deutschtum sich vermehre, von der Etsch bis an den Belt! Schwarzweißrote Jungfernhemden wehen stolz von jedem Dach, grüßen euch, ihr dunklen Fremden: sei willkommen, schwarze Schmach! Jungfern, lasset euch begatten, Beine breit, ihr Ehefrau'n, und gebäret uns Mulatten, möglichst schokoladenbraun! Schwarze, Rote, Braune, Gelbe, Negervolk aus aller Welt, ziehet über Rhein und Elbe, kommt nach Niederschönenfeld! Strömt herbei in dunk'ler Masse, und schießt los mit lautem Krach: säubert die Germanenrasse, sei willkommen, schwarze Schmach!"

Erich Mühsam, im Jahr 1923

Zufall?

Scheinbar?

BBouvier @, Dienstag, 01.09.2015, 22:58 vor 3796 Tagen @ CalBaer 6565 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.09.2015, 23:05

Scheinbar begreifen die Politiker langsam doch etwas?

Nein.

Offenbar tatsächlich.

Gruß,
BB

Es gibt bezüglich der Afrikanrer noch einen Vorteil für die Deutschen

Piter @, Dienstag, 01.09.2015, 21:04 vor 3796 Tagen @ Piter 7563 Views

Spätestens bei den nächsten und übernächsten Olympischen Spielen, der Sommerolympiade, wird Deutschland ganz großer Favorit und endlich einmal die begehrten Goldmedaillen für die Schnellläufer abgreifen.

Wurde das von der Presse schon einmal thematisiert?

Falls nicht, dann bitte bis morgen früh gleich auf die Titelseite von BILD!

Was fuer ein sinnloses Gewaesch dieser Thread! (oT)

Chekov @, Dienstag, 01.09.2015, 21:26 vor 3796 Tagen @ Piter 5963 Views

- kein Text -

--
Denkt ihr, die Flüchtlinge sind in Partyboote gestiegen mit dem großen Traum, im Park mit Drogen zu dealen?

Sinnloser Kommentar (oT)

Piter @, Dienstag, 01.09.2015, 23:35 vor 3796 Tagen @ Chekov 5519 Views

- kein Text -

Der historische und künstlerische Hintergund: Die Diskussion um die schwarze Schmach

azur @, Dienstag, 01.09.2015, 21:25 vor 3796 Tagen @ Piter 6844 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.09.2015, 21:32

Hallo Piter,


Zufall?

nein wohl eher nicht.

Hintergrund ist historisch die Debatte um die sogenannte "schwarze Schmach":
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Schmach

(wurde hier schon mal erwähnt, im Zusammenhang mit dem Umstand, dass die Allierten zumindest den WKII nur mit Hilfe der französischen Kolonialtruppen gewann, die aus Schwarzen bestand.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=321208

De Gaule hatte diese Truppen, seine eigentliches Machtbasis während der Besetzung von französischen Boden, die zu einem wichtigen Unterpfand wurden, in den Verhandlungen beim Aufstieg zum Allierten:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=356689 )

Der Einsatz schwarzer Soldaten (Hautfarbe, nicht wie bei der schwarzen Reichswehr [[zwinker]] [[freude]]) hatte breite Empörung emporgerufen, quer durch alle Lager. Man wolle sich nicht von Wilden unterwerfen lassen.*

Allerding fanden einige das Thema wichtiger (und politisch verwendbar), andere weniger.

Mühsam wird gespottet haben, wie der Satiriker Tucholsky, dem hiermit heute auch anders verstanden wird: https://plus.google.com/111526696368669161614/posts/DxERsywMq89

Bei Wiki sind noch 2 aufschlussreiche Artikel zu dem Streitgegenstand verlinkt, denen man viele Fakten entnehmen kann, auch wenn man nicht alles teilt:

http://www.perspectivia.net/publikationen/discussions/1-2008/mass_andere

http://www.memotransfront.uni-saarland.de/pdf/blieskastel.pdf

Es klingt matialisch und schauerlich, aber man muss wohl den Hintergrund erforschen, ehe man ekennt, worauf sich die Kunstsachen beziehen, die in aktuellem Zeitbezug stehen. Satire arbeitet sich vorzugsweise an so etwas ab, Das ist bei etlichem so.

In dem im Gedicht erwähnten Niederschönefeld, handelt es sich so z. B. um eine Haftanstalt, in der Mühsam und andere langjährig inhaftiert waren, die bei der Räterepublik mitgemacht hatten.

Literaturwissenschaftler könnten das vielleicht noch besser einordnen helfen.

Viele freundliche Grüße

azur


* interessanterweise hatte, wie in dem oberen meiner Links beschrieben, auch eine Diskussion in Frankreich stattgefunden, ob schwarze in Europa eingesetzt werden sollten. Am Ende obsiegt in konservativen Kreisen die ideolosche Luftnummer, wonach die Schwarzen die Nachfolger Karthogos wären, mithin Römer. Im Gegensatz zu den deutschen Hunnen bzw. Barbaren.

Frankreich hatte sich immer geärgert, dass eher Deutschland mit dem Heiliges Römisches Reich (mit oder ohne Zusatz deutscher Nation) in der Tradition (und sogar Rechtsnachfolge) des antiken römischen Reiches stand.

Die Franzosen werden es als besondere Demütigung der Deutschen eingesetzt haben, aber auch um eigenen Blutzoll gering zu halten.

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Erich Kurt Mühsam, ...

FESTAN, Dienstag, 01.09.2015, 21:29 vor 3796 Tagen @ Piter 6860 Views

Bote der Völkermörder:

http://de.metapedia.org/wiki/M%C3%BChsam,_Erich

--
„…Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Lebensgewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in demokratischen Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilde

Das war nicht einmal der Vorwurf der politischen Gegner damals - Antideutsch ist heutig, damals quer durch alle Lager absurd

azur @, Dienstag, 01.09.2015, 21:47 vor 3796 Tagen @ FESTAN 6254 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.09.2015, 21:54

Hallo Festan,

da kann man ruhig noch das hier dazu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_M%C3%BChsam

Mühsam sah sich als Anarchist (vielen gilt er als einer Überväter des Anarchismus) und Internationalist.

Aber nirgends kennt man aus dieser Szene Ideen, mit denen sich Grüne hervorgetan haben, die das deutsche Volks ausdünnen wollten.

Dieser Vorwurf ist den Anarchisten (und anderen Linksradikalen) nicht mal von der ihren politischen Gegnern auf Seiten der extremen Rechten usw. gemacht worden. Und Du kannst mir glauben: Das hätten die genüßlich aufgegriffen und ausgeschlachtet.

Die KPD hatte zu der Zeit sogar eine eher nationalistische Linie: Die Schlageterlinie: "Kurz darauf sorgte eine Rede für Aufsehen, die Karl Radek am 20. Juni 1923 auf dem 3. Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (EKKI) hielt. Darin nannte er Schlageter einen „Märtyrer des deutschen Nationalismus“ und sprach − bezugnehmend auf den Titel eines Romans Friedrich Freksas[71] − von Schlageter als einem „Wanderer ins Nichts“, wenn die „nationalistischen kleinbürgerlichen Massen“ nicht gemeinsam mit den kommunistischen Arbeitern gegen das Kapital kämpfen wollten. Damit vertrat Radek eine neue Linie der KPD, die 1923 unter starkem Bezug auf patriotische Themen, „die sich proletarisierende Mittelschicht“ für sich zu gewinnen suchte. Diese neue Politik wird ob der Rede auch als „Schlageter-Linie“ bezeichnet.[72] Dem französischen Historiker Louis Dupeux zufolge entwickelten Radek und die Führung der KPD mit der „Schlageter-Linie“ eine großangelegte Strategie, um über die Einheitsfront hinaus die Mittelschicht und damit endlich eine breite Mehrheit für die Revolution zu gewinnen. Die neue Politik der KPD führte zu einer Diskussion mit Nationalisten (wie Ernst Graf zu Reventlow und Arthur Moeller van den Bruck) in der Presse, öffentlichen Konfrontationen und Aufrufen, aber nur ganz selten zu echter Zusammenarbeit und wurde im September 1923 wieder aufgegeben.[73]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Leo_Schlageter *

Es gab hinsichtlich des nationalen Rahmens, aber auch der politischen Themen, eine Reihe von Überlappungen von rechten und linken, wozu sogar Goebels gehörte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Strasser#Leben

>> https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Front

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalbolschewismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfverlag

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Uhse#Engagement_auf_der_.C3.A4u.C3.9Ferst_Rechten_un...

Alles nicht so einfach, aber es waren auch wilde Zeiten.

Antideutsches kennt man eher von einem Teil der modernen Linken, speziell der amerikanischen U-Boote bei den Grünen.

Das wäre für alle damals, ob rechts, links, Zentrum, ein absurder Gedanken gewesen.

Viele freundliche Grüße

azur

* Radeks oben erwähnte Rede: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/radek/1923/06/schlageter.html "(Allgemeiner Beifall der Erweiterten Exekutive.)"

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Nein, gewiss nicht: Anarchist. Ernst Jünger: "einer der besten und gutmütigsten Menschen, denen ich begegnet bin."- Stalin

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 00:30 vor 3796 Tagen @ Rybezahl 5781 Views

Hallo Rybezahl,

eben ein Anarchist

Der Schriftsteller Ernst Jünger notierte in seinem 1949 erschienenen Pariser Tagebuch (Strahlungen) unter dem 10. September 1943 unter Bezugnahme auf eine im Frühjahr 1933 erfolgte Hausdurchsuchung: „Ich glaube man suchte Briefe des alten Anarchisten Mühsam bei mir, der eine kindliche Neigung zu mir gefaßt hatte und den man dann auf so schauerliche Weise ermordete. Er war einer der besten und gutmütigsten Menschen, denen ich begegnet bin.“

So im Epilog, nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_M%C3%BChsam#KZ-Haft_und_Tod_.281933_und_1934.29

Dort auch: Seine Frau wurde dann von Stalin übelst behandelt. Der Staatskommunismus hasste den Anarchismus zutiefst.

"Seine Witwe Zenzl Mühsam übergab den Nachlass an ein Moskauer Archiv, nachdem ihr weitgehende Zusagen gemacht worden waren, von denen jedoch kaum eine eingehalten wurde. Sie selbst kam in ein Gulag und wurde erst nach Stalins Tod in die DDR entlassen, wo sie 1962 verstarb."

Der hatte keine Freunde bei den Staats- und Machtfanatikern.

Viele freundliche Grüße

azur

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Nazischeisse Dein wiki-Link

Chekov @, Mittwoch, 02.09.2015, 06:57 vor 3796 Tagen @ FESTAN 5651 Views

Aber das weisst Du ja.

--
Denkt ihr, die Flüchtlinge sind in Partyboote gestiegen mit dem großen Traum, im Park mit Drogen zu dealen?

Kein Zufall...

Kaltmeister ⌂ @, Dienstag, 01.09.2015, 21:44 vor 3796 Tagen @ Piter 6552 Views

Zufall?

Dazu ein Auszug aus einem Text, den ich vor einigen Jahren zu diesem Thema verfasst habe:

[...] Es gibt noch eine weitere, evolutionär entstandene ethische Grundhaltung, die sich in modernen Gesellschaften Geltung verschafft. Sie begegnet uns schon bei den griechischen Sophisten: Es ist das intuitive ethische Empfinden des sehr intelligenten Fremden.
Die soziobiologischen Überlegungen haben uns die Grundlagen der traditionellen gemeinschaftlichen Ordnung verdeutlicht. Weil die Gene nach maximaler Verbreitung streben, gönnt man seinen Verwandten den Erfolg und ist auch einmal bereit, auf eigene Vorteile zu verzichten. Der Erfolg der biologischen Gemeinschaft sichert zugleich die maximale Verbreitung der eigenen Gene, deshalb sind alle alten Werte am Wohl der Gemeinschaft ausgerichtet. Daraus entstehen die Sitten, Werte, Tugenden und ethischen Prinzipien des traditionellen Staates. Für den eingewanderten Fremden gelten diese Prinzipien nicht: Er ist kein Verwandter, der biologische Erfolg seiner neuen Mitbürger interessiert ihn wenig. Umgekehrt wird er von den alteingesessenen Bewohnern auch als Fremder identifiziert und, bewusst oder unbewusst, ausgegrenzt: es gibt kein biologisch bedingtes, unterbewußtes Eintreten für den Erfolg seiner Gene. Er profitiert deshalb nicht von der grundsätzlichen Bereitschaft der anderen, altruistisch zu handeln. Intuitiv wissen beide Seiten, daß er nicht dazugehört, und so ist er im gesellschaftlichen Alltag deutlich benachteiligt. Er wird deshalb die Existenz ewiger, gemeinschaftlicher Werte leugnen und ein ganz anderes ethisches System vertreten. Die obersten Prinzipien seines Systems sind: Individualismus und Werterelativismus.
Die anderen profitieren von der Gemeinschaft – er nicht. Nur ihre abstrakte Auflösung in eine Ansammlung von Individuen kann diesen Nachteil aus seiner Sicht beseitigen. Folgerichtig muß er auch die Existenz einer verbindlichen, gemeinschaftlich ausgerichteten Werteordnung leugnen, die ihn ohnehin benachteiligt. Die ewigen, traditionellen Werte existieren für ihn nicht. Stattdessen wird er behaupten, jeder habe seine Werte individuell für sich selbst festzulegen, jeder solle die Möglichkeit haben, „seine Persönlichkeit frei zu entfalten“. Die alte Ordnung enge die Menschen ein, nehme ihnen die „Freiheit“. Er wird auch sagen, es gebe kein gemeinschaftliches Wohl, das man objektiv bestimmen könne – nur einzelne Individuen und ihre (subjektiven) Interessen. Die Aufgabe der politischen Institutionen sei deshalb allein das Verwalten unterschiedlicher Partikularinteressen, etwa durch das Wirken sogenannter Parteien. Das Leitmotiv, an dem sich nach seiner Meinung alles auszurichten habe, ist das „Markt“-Prinzip. In ihm, das parabelhaft die höchste Form der Beliebigkeit, des Relativismus repräsentiert, die Verhandelbarkeit aller zwischenmenschlichen Dinge, finde sich allein die Leitlinie des gesellschaftlichen Handelns. Die Folge ist der Verlust jeder Art politischer Objektivität, wie ihn die Gemeinschaft zuvor garantiert hatte. Und auch nicht mehr der Staatsbürger soll maßgeblich sein, sondern der Mensch an sich: Der Fremde wird universale „Menschenrechte“ postulieren, die weltweit auf alle Erdbewohner anzuwenden sind. Er wird auch sagen, die Würde jedes einzelnen Menschen sei unantastbar. Natürlich ist sie sehr wohl antastbar, und pausenlos wird irgendwo gegen diese Forderung verstoßen. Auch die sogenannten Menschenrechte gibt es nicht wirklich, sie existierenden bloß als abstrakte Konstruktionen in der geistigen Sphäre des Fremden. Aber indem sie als neue, liberale Werte gesellschaftlich gesetzt und durchgesetzt werden, garantieren sie dem Fremden – ebenso wie allen anderen Fremden in natürlich gewachsenen Sozietäten überall auf der Welt – optimale Lebensbedingungen. Schließlich wird er die Einwanderung weiterer Fremder öffentlich propagieren und ihre Gleichstellung fordern, um auf diese Weise die Auflösung der ethnischen Homogenität der Mehrheitsbevölkerung zu befördern. Je erfolgreicher er in seinen Bemühungen ist, d. h. je mehr Einwanderer aufgenommen werden, umso geringer wird die gegenseitige Bindung der Angehörigen des Staatsvolks untereinander. Ist die biologische Schwelle erreicht, bei der die Auflösung der Gemeinschaft in eine Ansammlung von Individuen eintritt, hat er sein Ziel erreicht: Das Volk wird zur Bevölkerung, deren neue Heterogenität ein Leben nach den Werten der Gemeinschaft nicht mehr zulässt. Fremd zu sein ist in dieser atomisierten Gesellschaft nun endlich kein Nachteil mehr, denn alle sind sich gewissermaßen fremd geworden. [...]

Zufall? Bezogen auf was?

Rybezahl, Dienstag, 01.09.2015, 23:50 vor 3796 Tagen @ Piter 5625 Views

Ist der Mühsam neuerdings der geheime Oberbefehlshaber über die Langzeitpläne für die BRD bis zum Jahre 2015 - gar darüber hinaus?

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Hier ein Spottgedicht Mühsams über Anarchisten - er ist eben auch als Satiriker berühmt, wie Jandl usw.

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 00:38 vor 3796 Tagen @ Rybezahl 5679 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 00:44

Danke Rybezahl,

sehe auch das wie Du.

Der hatte vor nichts Respekt, wollte sich nicht ein- und unterordnen (wie viele der "echten" Anarchisten) und spottete auch über das, wofür man ihn hält - und arbeite auch hier, wie sonst, mit seinem bekannten brillanten Humor:

Der Anarchisterich

War einst ein Anarchisterich,
der hatt den Attentatterich.
Er schmiss mit Bomben um sich rum;
es knallte nur so: bum bum bum.
Einst kam der Anarchisterich
an einen Schlosshof fürstelich,
und unterm Rock verborgen fein
trug er ein Bombombombelein.

Nach Haus kam Serinissimus,
sprach: Omnia nos wissimus,
und sprach viel weise Worte noch,
dass alles rings nach Weisheit roch.
Jedoch der Anarchisterich
mit seiner Bombe seitwärts schlich
und schmiss sie Serenissimo
unter den Rokokopopo.

Und rings war alles baß entsetzt,
Durchlaucht hat sich vor Schreck gesetzt,
indes der Anarchisterich
durch eine Seitentür entwich.
Nur einer sprang beherzt herbei,
zu helfen, was zu helfen sei.
Doch sprach er bleich: Volk, höre nur,
's ist 'ne Bomb-onniere nur.

Rings aber lag man auf dem Knie
und heulte, jammerte und schrie
und betete: Du lieber Gott,
schlag doch die Anarchisten tot!
Drum merk dir, Anarchisterich,
heil dich vom Attentatterich.
Kommst du zu Hofe fürstelich,
geht's fürder dir für-fürchterlich.

(Erinnert an das berühmte Gedicht vom Revoluzzer, Lampenputzer - aus eben auch dieser Zeit)

Ein wahrer Satiriker darf vor nichts Respekt haben
, wie etwa wie die Leute von der Anstalt, heuteschow oder Martin Sonnenborn heute, der aber nicht mal ansatzweise drauf hat, was der Dichter Mühsam mühelos beherrschte, und den man eher in Zusammenhang mit Tucho, Ringelnatz, Jandl, Brecht und Karl Krauss betrachten muss.

Weitere seiner schönen Werke: http://gedichte.xbib.de/gedicht_M%FChsam.htm

Viele freundliche Grüße

azur

--
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Mehr Respekt

Rybezahl, Mittwoch, 02.09.2015, 00:50 vor 3796 Tagen @ azur 5551 Views

Hallo, azur!

Der hatte vor nichts Respekt, wollte sich nicht ein- und unterordnen (wie
viele der "echten" Anarchisten) und spottete auch über das, wofür man ihn
hält - und arbeite auch hier, wie sonst, mit seinem bekannten brillanten
Humor: [...].

Nur ein kleiner Einwand: er hatte vielleicht vor keiner selbst- oder fremdgewählten Autorität respekt. Vor dem Leben aber mehr als der größte Teil seiner Zeitgenossen.

Gute Nacht wünscht dir der
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Sehr, sehr trefflich gesagt - Respekt meinerseits und ebenfalls! (oT)

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 01:08 vor 3796 Tagen @ Rybezahl 5399 Views

- kein Text -

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Satire eben - E.M. ein Bekannter Heinrich Manns, Carl Zuckmayer und Gottfried Benns

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 01:05 vor 3796 Tagen @ Piter 5708 Views

Hallo Piter, noch ein letztes zur Einordnung der Satire:

Die kannten und begegneten sich in Berlin damals alle:

"In der Hauptsache ist das Adressbuch ein Dokument des privaten, literarischen und politischen Netzwerkes, in dem sich Heinrich Mann gegen Ende der Weimarer Republik befand; das Büchlein wurde 1926 angelegt. Max Brod, Gottfried Benn, Lion Feuchtwanger, Erich Mühsam und Carl Zuckmayer finden sich verzeichnet; andere fehlen: Bertolt Brecht oder Jakob Wassermann etwa, die Heinrich Mann in Berlin häufiger traf."
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/heinrich-mann-der-untertan-der-leidenscha...

Die Dichter und anderen Künstler trafen sich u. a. gern bei "Tucher am Tor", also am Brandenburger Tor, wie schon Fontane.

http://www.diedelikaten.de/wp-content/uploads/2014/01/Flyer-Zwei-Dunkle-Augen-Tucher-am... (das Restaurant hieß bis zu seiner Schließung im Juno den Namen Theodor Tucher) - 2 Seite "Geschichte".

Siehe auch: http://www.zeit.de/2004/27/KA-Lit_Leb__27

Bei Tucher hatten arme Dichter zeitweilig Sondernkonditionen. Das Restaurant war daher auch für seine Boheme bekannt, und profitierte davon.

Viele freundliche Grüße

azur

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Wenn das Satire ist - wo ist dann der Witz? (oT)

Kaltmeister ⌂ @, Mittwoch, 02.09.2015, 08:41 vor 3796 Tagen @ azur 5225 Views

- kein Text -

Wenn das Satire ist - wo ist dann der Witz? (mit Text)

Kaltmeister ⌂ @, Mittwoch, 02.09.2015, 09:45 vor 3796 Tagen @ Kaltmeister 5300 Views

Die Vorstellung, dass man es witzig findet, wenn Horden von Fremden ins Land drängen, denen sich dann die eigenen Frauen sexuell zuwenden, ist doch absurd. Man sollte nicht den Fehler machen zu glauben, dass der Autor das witzig findet, etwa weil er über den Dingen steht. Niemand steht über seinem eigenen evolutionären Scheitern; genauso witzig wäre ein Liedchen das schildert, wie die eigenen Kinder von fremden Besatzungssoldaten erschlagen werden.
Mühsam findet das witzig, weil er sich derjenigen Ethnie, die vom geschilderten Sachverhalt betroffen ist, nicht zugehörig fühlt. Er kann spotten, weil er bei dem Gedanken eine von Herzen kommende Schadenfreude empfindet, die so übermächtig wird, dass er sie öffentlich machen muss.
Ebenso mag es Leute geben die meinen, es sei eine Form autoagressiven Verhaltens, wenn Susan Sontag schreibt, die weiße Rasse sei das Krebsgeschwür der Menschheit; oder wenn Noel Ignatiev erläutert, welch ein furchtbares Verhängnis die Existenz der Weißen für die Welt bedeutet.

https://www.youtube.com/watch?v=q90kmUbEv7c

Man könnte zahllose weitere Beispiele für solche Äußerungen bringen. Diese Leute reden so, weil sie sich der weißen Rasse gar nicht zugehörig fühlen, und weil sie vermutlich in ihrer eigenen Sicht, bewusst oder unbewusst, ethnisch in einem Konkurrenzverhältnis stehen. Dazu passen auch viele andere Äußerungen, von Coudenhove-Kalergi bis Barbara Lerner-Spectre.

Verloren gegangener Kontext - Europafeindliches Gedicht: Entlarvung

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 12:00 vor 3796 Tagen @ Kaltmeister 5271 Views

Hallo Kaltmeister,

danke. Verstehe Deine Frage bestens.

Lass mich Dir folgende Erfahrungen dazu mitteilen:

a) eine enge Verwandte, arbeitete in einem Satireverlag der DDR, beim Eulenspiegel. Daher hatten wir Sammlungen von jahrzehnte alten Satirezeitschriften, wie dem Vorgänger des in der DDR so beliebten und begehrten Eulenspiegel (Abos wurden vererbt - vergleichbar mit Titanic hier, oder Punch in GB oder wie sie in den jeweiligen Ländern heißen*): Frischer Wind

Wenn man darin stöberte, konnte man über vieles immer noch lachen, wenn es etwa um die lustige Auseinandersetzung mit dem berühmten "Allzu-Menschlichem" ging, wie Witze aus udn über Ehen usw. (wobei auch das einem Wandel unterlag). Manches konnte man nur schwer, manches gar nicht mehr verstehen, weil z. B. Themen die mal brisant waren, nicht mehr wichtig waren; Personen oder Umstände, die karikiert wurden, nicht mehr existierten oder, oder, oder.

Es fehlte der Kontext und Texte oder Karikaturen waren "witzlos" und "unerklärlich" geworden.

Das geht einem auch so, wenn man z. B. alte Kabarettsendungen sieht. T. w. ist es immer noch lustig, stellenweise weiß man nicht mal mehr den Grund er Aufregung.

Satire arbeitet ja mit Überzeichnungen, Überziehungen und Verfremdungen, um anderen z. B. zu zeigen, dass ihre Befürchtungen (und Befürchtetes tritt eben stellenweise nicht ein: Siehe der GO bisher - ein Glück übrigens) überdehnt werden und durch ins Absurdum führen gezeigt wird, dass da vielleicht nichts dran ist.

b) es gibt berühmte politische Spötterereien, wegen der in Deutschland, aber auch vor allem in Frankreich Autoren sogar in den Knast kamen. So z. B., neben vielen anderen, Voltaire:

"Kaum in Paris, dichtete er jedoch eine neuerliche Satire. In Gegenwart eines Polizeispitzels machte er wieder höchst beleidigend Kommentare über die Herzogin von Berry.[4] Diesmal war die Strafe härter: Im Mai 1717 wurde er in der Bastille inhaftiert."
https://de.wikipedia.org/wiki/Voltaire#Erste_Werke_und_Ver.C3.B6ffentlichungen

Das gab es damals oft, wobei die Deutschen den Vorteil hatten, durch die Kleinstaaterei schneller Exil zu finden (Schiller und viele andere). Denn die Aufregung legte sich stellenweise, wie wir oben sahen, schnell. Irgendwas hatte sich verändert, in dem z. B. Potentaten starben oder abtraten oder Einfluss verloren usw. und es war nicht mehr von Brisanz.

Wenn man nun die alten Spöttereine liest, ist es nur zum Teil nachvollziehbar, was daran das Problem gewesen sein soll. Manche dieser Texte, die meist einen sogenannten Aktuell-Bezug hatten, sind nicht mehr verständlich, wenn man nicht forscht.

Das hier würde vielen heute wohl eher gefallen:

Entlarvung

Europa hat sich abgeschminkt.
Befreit von Rouge und Puder
steht eklig da das Luder
und faucht und stinkt.

Den Schnürleib sittlicher Kultur
warf sie zum Kunstkorsette.
Statt Rippen Bajonette
hält feil die Hur.

Europa, mach das Hemde zu!
Der Anblick deiner Nacktheit
ist Gift und Abgeschmacktheit.
Krepiere, Du!

Erich Mühsam
Aus der Sammlung Brennende Erde


Der Grund: Man hat einen Bezug dazu (der auch vielleicht nur vermeintlich ist)!
Mühsam hatte, wie viele seiner Zeit, Probleme mit der Kriegstreiberei und war ein beachtetet Antimilitarist.

Denkst Du, jemand wie Ernst Jünger oder andere Bewunderer seiner Zeit, hätten ihn sonst so geschätzt?

Es fehlt der Kontext und stellenweise Hintergrundwissen. Und dann muss man eben, wie bei jeder Exegese, forschen, z. B. das sonstige Werk, seine Zeitgenossen, historische Ereignisse, politische "Aufreger" usw. heranziehen, um es einordnen zu können. Stellenweise versteht man dann auch wieder "den Witz an der Sache".

Viele freundliche Grüße

azur


*) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Satirezeitschriften

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Diese Motivation verstehen wir heute sofort, weil sie hochaktuell ist.

Kaltmeister ⌂ @, Mittwoch, 02.09.2015, 12:58 vor 3796 Tagen @ azur 5048 Views

Deine Überlegungen sind ja grundsätzlich richtig, aber sie passen meiner Ansicht nach auf den vorliegenden Fall nicht. Denn dieses selbstzerstörerische Element scheint in den europäischen Kulturen nicht nur historisch kurz auf, um dann wieder zu verschwinden, so dass man heute darüber rätseln müsste, was man sich denn damals dabei gedacht hat. Im Gegenteil, wir haben es mit einem Trend zu tun, der damals in seinen Anfängen sichtbar war und sich erst heute mit voller Wucht entfaltet.
Ich habe weiter oben geschrieben - wenn auch etwas verklausuliert - warum uns das geschieht, der Grund liegt an sich auf der Hand. Wenn diese Erkenntnis nicht sehr bald geistiges Allgemeingut wird, dann wird man uns, den Weißen, den Europäern, nebenbei auch den Deutschen, das Lebenslicht ausblasen; weniger metaphorisch gesagt werden wir ethnisch, genetisch, identitär von der Bühne der Weltgeschichte verschwinden. Für immer. Ich frage mich, warum die Menschen hier sich so schwer tun, diesen an sich ganz einfachen Zusammenhang zu sehen.
Die Natur wertet nicht, sie fragt nicht, ob uns recht oder unrecht geschieht; es liegt allein in unserer Hand, uns zu retten.

Der Kontext hat sich gewandelt - ich würde es heute nicht verwenden, und Mühsam vielleicht nicht schreiben

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 13:36 vor 3796 Tagen @ Kaltmeister 5037 Views

Hallo Kaltmeister,

danke, da hast Du doch in vielem sehr recht, denn wir haben einen Bevölkerungsaustausch, der sich gewaschen hat.

Das ist aber anders, als damals.

So mancher historische Text wirkt für uns heute befremdlich und wir würden ihn heute nicht so schreiben oder der Autor würde es nicht verfassen.

Als z. B. dieses schöne Lied geschrieben wurde: "Unsere Heimat das sind nicht nur die Städte und Dörfer", hätten sich deren Schöpfer sicher nicht gedacht, dass es auch deren "politischen Gegner" auf der Rechten gefallen würde (das wurde lange z. B. auf entsprechenden YT-Kanälen verwendet). Und das nicht von ungefähr:

"Unsere Heimat,
das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
Unsere Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
Unsere Heimat ist das Gras auf der Wiese,
das Korn auf dem Feld,
Und die Vögel in der Luft
und die Tiere der Erde
Und die Fische im Fluß
sind die Heimat.

Und wir lieben die Heimat, die schöne
Und wir schützen sie,
weil sie dem Volke gehört,
Weil sie unserem Volke gehört."

Und auch ein Bürgerlicher kommt ebenfalls in Gewissensnot, weil es ihm gefällt:

http://blog.zeit.de/ost/2012/10/29/unsere-heimat/

"Zuerst geht es ja nur um Töne, die besseres verdient hätten. Doch schon da habe ich mich gefragt, ob ich meine musikalisch noch wehrlose Tochter, damit behelligen darf. Dafür spricht wohl, dass das Lied nicht ganz anspruchslos ist und schon früher nur geübten Chören so richtig gelang. Frei also nach Helge Schneider und Max Hansen: Was können die Töne denn dafür, dass sie so gut sind?!

Doch was ist mit dem Text? Geht der noch? Darf ich ihn meiner Tochter vorsingen und ihr das Lied so nach und nach eintrichtern?

Laut Wikipedia geht es in dem Lied um das “Verständnis des Begriffs Heimat der Freien Deutschen Jugend” und “dessen Bedeutung innerhalb des Kommunismus und des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus”. Das dürfte wohl etwas übertrieben sein. Wikipedia meint aber auch, das Lied sei 1974 entstanden, obwohl es vermutlich aus den 1950er-Jahren stammt."

Ist inzwischen korriggiert - es ist von 1951:
https://de.wikipedia.org/wiki/Unsere_Heimat_(Lied)

"Und der Text, denke ich, hatte eher eine den DDR-Organisatoren genehme Vorstellung von Heimat und Natur als Volkseigentum im Sinn.

Lässt man diesen Kontext aber mal weg, erinnert er heute doch vor allem daran, dass wir nicht nur in Städten leben und dass Natur schützenswert ist. Wo wäre da das Problem?... "

So ist das eben, wenn sich die Zeiten wandeln...

Das hat ganz eigene Effekte und manches ist dann anders, als es gemeint war.

Viele freundliche Grüße

azur

--
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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Aktueller denn je (edit)

Rybezahl, Mittwoch, 02.09.2015, 13:40 vor 3796 Tagen @ Kaltmeister 4942 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 13:51

Deine Überlegungen sind ja grundsätzlich richtig, aber sie passen meiner
Ansicht nach auf den vorliegenden Fall nicht. Denn dieses
selbstzerstörerische Element scheint in den europäischen Kulturen nicht
nur historisch kurz auf, um dann wieder zu verschwinden, so dass man heute
darüber rätseln müsste, was man sich denn damals dabei gedacht hat. Im
Gegenteil, wir haben es mit einem Trend zu tun, der damals in seinen
Anfängen sichtbar war und sich erst heute mit voller Wucht entfaltet.
Ich habe weiter oben geschrieben - wenn auch etwas verklausuliert - warum
uns das geschieht, der Grund liegt an sich auf der Hand. Wenn diese
Erkenntnis nicht sehr bald geistiges Allgemeingut wird, dann wird man uns,
den Weißen, den Europäern, nebenbei auch den Deutschen, das Lebenslicht
ausblasen; weniger metaphorisch gesagt werden wir ethnisch, genetisch,
identitär von der Bühne der Weltgeschichte verschwinden. Für immer. Ich
frage mich, warum die Menschen hier sich so schwer tun, diesen an sich ganz
einfachen Zusammenhang zu sehen.
Die Natur wertet nicht, sie fragt nicht, ob uns recht oder unrecht
geschieht; es liegt allein in unserer Hand, uns zu retten.

Das völkische Denken erfreute sich damals - verständlicherweise - immer mehr Beliebtheit. Mühsam erkannte, wohin das führen wird und kämpfte mit seinen Möglichkeiten dagegen an. Prompt wurde er nach der Machtergreifung Hitlers in's KZ gesteckt.

Ja, das Thema ist aktueller denn je. Und so werden in nicht allzu ferner Zukunft die Europäer jubelnd ihren neuen Kaiser empfangen, um ihren Kindeskindern das zu bereiten, was sie selbst durchleiden mussten.

Ich bin dann zum Glück nicht mehr.

PS: Nur damit es gesagt ist: ich bin mit der Politik auch nicht einverstanden...

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Das ist keine Satire, das ist Hetze

Piter @, Mittwoch, 02.09.2015, 09:53 vor 3796 Tagen @ azur 5510 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 10:41

Hallo Piter, noch ein letztes zur Einordnung der Satire:

Hallo azur,

ich schätze Deine Links und Kommentare sehr. Da ich nicht wusste, worauf exakt sich die Aussagen von 1923 beriefen.

Das Mühsam das deutsche Volk gehasst haben muss, ist für mich sehr offensichtlich. Ohne je ein Buch von ihm gelesen zu haben.

Aber dieses Gedicht leichtfertig mit Satire abzutun, kann ich nicht zustimmen.

Es ist eher eine klare hetzerische Kampagne, gegen ein Volk. Wenn ich statt Germanen jedes andere Volk einsetzen würde oder sogar eine bestimmte Volksgruppe, der der Schreiber des Gedichts angehörte, dann wäre das Gedicht heute unter Strafe verboten.

Da ich dafür bin, dass jeder seine Meinung straffrei sagen kann, lassen wir das mal so stehen.

Es zeigt nur einmal mehr, wer die Revolution Russlands 1917 und die Politik Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg mit gestaltete.

Gruß
Piter

Er macht sich über die "völkisch" Denkenden lustig also auch über Dich

pigbonds @, Mittwoch, 02.09.2015, 11:22 vor 3796 Tagen @ Piter 5239 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 11:41

Hallo Piter, noch ein letztes zur Einordnung der Satire:


Hallo azur,

ich schätze Deine Links und Kommentare sehr. Da ich nicht wusste, worauf
exakt sich die Aussagen von 1923 beriefen.

Das Mühsam das deutsche Volk gehasst haben muss, ist für mich sehr
offensichtlich.

Er macht sich über die völkisch Denkenden lustig, also auch über Dich und Du
verstehst Dich doch als Russe und nicht als Deutscher, womit Du nicht angesprochen
sein kannst, Dich aber angesprochen fühlst.

Bei Dir weiss ich jeweils nie genau, ob Du nicht beides bist, russisch und deutsch,
was dann die völkische Theorie über den Haufen wirft.

Was einige hier im Forum als das "sich Auflösen Deutschlands" zu erkennen glauben,
ist nicht das Auflösen eines in dieser Form nie existierenden Deutschlands, sondern das
Auflösen der eigenen Hirngespinste dieses nur in der eigenen Vorstellung existierenden
Deutschlands.

Das sich Auflösen Deutschlands zu erkennen, ist ein Zeichen der mentalen Gesundung und
etwas provokativ könnte man die These formulieren, dass somit die intolerant-völkisch
Denkenden geistig gesünder sind als die tolerant-völkisch Denkenden.

Das ist Satire.

Aber dieses Gedicht leichtfertig mit Satire abzutun, kann ich nicht
zustimmen.

Das ist klar, dass Du das nicht kannst, denn Du stehst für jene, über die sich der Dichter
mokiert, und zwar als "Völkischer" und nicht als Deutscher, weil Du nach eigener Definition
gar kein Deutscher bist.

Genaugenommen ist es die Angst der völkisch Denkenden, über die er sich, so plakativ,
mokiert.

Jedes Volk hat ein Schutzrecht und Rassen auch

Piter @, Mittwoch, 02.09.2015, 15:06 vor 3796 Tagen @ pigbonds 4998 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 15:18

Er macht sich über die völkisch Denkenden lustig, also auch über
Dich und Du
verstehst Dich doch als Russe und nicht als Deutscher, womit Du nicht
angesprochen
sein kannst, Dich aber angesprochen fühlst.

Pigbonds ich fühle mich darum angesprochen, weil ich viel Anerkennung und Respekt vor den Deutschen habe. Deutsche und Slawen haben viel gemeinsam. Slawen und Germanen lebten immer schon in Nachbarschaft. Es gab regen kulturellen Austausch und viele Wörter der slawischen Sprache gibt es in Deutschland sowie umgekehrt. Wobei ich jetzt nicht das Huhn und Ei Problem anfange. Wer also zuerst da war, die Slawen oder die Germanen.

Die Grundsatzfrage, die Du mir bitte mit Beweisen und sicher erst noch beantworten musst wäre eher, ob die weissen Völker und die schwarzen Völker von ein und demselben Stamm abstammen oder ob es zwischen Weissen, Asiaten und Negern, nicht doch erhebliche Unterschiede gibt.

Nach Deiner Ansicht gibt es weder Völker noch Rassen. Dem widerspreche ich vehement.

Im Gegensatz zu Dir sehe ich daher die völkischen Unterschiede aber auch ganz große Gemeinsamkeiten zwischen Slawen und Germanen, weil sie eben eine Rasse sind. Ob diese nun generisch von Anfang an bedingt sind oder sich aus der gemeinsamen Siedlung und Kultur heraus entwickelt haben, ist jetzt nicht so entscheidend.

Bei Dir weiss ich jeweils nie genau, ob Du nicht beides bist, russisch und
deutsch,
was dann die völkische Theorie über den Haufen wirft.

Tut es nicht. Denn ein Volk hat Recht darauf unversehrt geschützt zu werden. Die Gemeinsamkeiten von Slawen und Germanen (um nur 2 zu nennen) sind sehr deutlich feststellbar.

Doch ich spreche den Deutschen damit nicht das Recht ab germanisch zu sein und ich möchte als Russe auch das Recht dazu haben slawisch zu sein.

Was einige hier im Forum als das "sich Auflösen Deutschlands" zu erkennen
glauben,
ist nicht das Auflösen eines in dieser Form nie existierenden
Deutschlands, sondern das
Auflösen der eigenen Hirngespinste dieses nur in der eigenen Vorstellung
existierenden
Deutschlands.

Es geht nicht einmal um die Auflösung des künstlichen Staates Deutschlands, sondern um die Überfremdung und Vernichtung, der Heimat der germanischen Völker. Danach wird das slawische Volk vernichtet usw.

Genaugenommen ist es die Angst der völkisch Denkenden, über die
er sich, so plakativ,
mokiert.

Jedes Volk hat diese Angst. Die Juden sind doch genauso von dieser Angst indoktriniert. Es wird viel wert auf den Schutz der Juden und den Erhalt ihrer Kultur gelegt. Nur machen sich einige Juden oft über die anderen Völker lustig, anstatt einmal ihr eigenes Volksrasse aufzulösen. Möglichkeiten dafür gab und gibt es genug.

Würde Israel den Krieg gegen die Araber verlieren und würde man dann palästinänsiche Besatzer schicken und ein Deutscher oder Russe würde ein dazu passendes Gedicht schreiben, was wäre dann wohl los?

Noch etwas, ich bin natürlich ein Rassist. Damit kann man mich also nicht mehr beleidigen. Aber ein Rassist, das betone ich, der sich nicht über die anderen Rassen stellt und eine Rassenhierarchie verfolgt wie die Nazis.

Gruß
Piter

Wo steht dieses Recht geschrieben?

Monterone @, Mittwoch, 02.09.2015, 15:16 vor 3796 Tagen @ Piter 4861 Views

Hallo Piter,

Tut es nicht. Denn ein Volk hat Recht darauf unversehrt geschützt zu
werden. Die Gemeinsamkeiten von Slawen und Germanen (um nur 2 zu nennen)
sind sehr deutlich feststellbar.

Darf ich fragen, wo dieses Recht geschrieben steht und wer es durchsetzen soll?

Doch ich spreche den Deutschen damit nicht das Recht ab germanisch zu sein
und ich möchte als Russe auch das Recht dazu haben slawisch zu bleiben.

Damit hast Du Dich selbst aus der westlich-demokratischen Wertegemeinschaft ausgeschlossen. Ich hoffe, Du weißt, was das bedeutet? Mit dieser Einstellung bist Du zum Abschuß freigegeben und weniger wert als ein Schlachtochse.

Meine eingangs gestellte Frage bezüglich des Rechts auf Unversehrtheit eines Volkes war nicht provozierend gemeint, sondern sehr ernsthaft.

Daß ich die Dinge genauso sehe wie Du, hast Du aus meinen bisherigen Beiträgen hoffentlich entnehmen können.

Monterone

UN Konvention zum Völkermord? Das Recht existiert ob geschrieben oder nicht in den Herzen der Menschen

Piter @, Mittwoch, 02.09.2015, 15:39 vor 3796 Tagen @ Monterone 4986 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 15:48

Hallo Monterone,

Darf ich fragen, wo dieses Recht geschrieben steht und wer es durchsetzen
soll?

Es gibt doch eine ganze Reihe von Schutzrechten. Leider bin ich kein Jurist und habe auch nicht so viel Zeit darum kann ich auch nicht in den einzelnen Gesetzen der restlichen souveränen Staaten nachsehen.

In Erinnerung ist mir da lediglich die UN Konvention zum Völkermord :

https://de.wikipedia.org/wiki/Konvention_über_die_Verhütung_und_Bestrafung_des_Völkermo...

Diese wurde dann auch mittels Bundesgesetzblatt Nr. 15 vom 12. August 1954 in deutsche "Besatzerrecht" überführt.

http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl254s...

Darin die Definition: "...in der Absicht begangen wird eine ethnische, rassistische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören." ... "...Ob im Frieden oder im Krieg".

Wobei nicht nur die Ermordung des Lebens, sondern ausdrücklich auch "seelische Schäden" genannt werden, die als Völkermordverbrechen zu ahnden wären.

Wäre also im Falle der westeuropäischen Ureinwohner der Vorsatz und die Verschwörung nachweisbar, was natürlich an den Gerichten scheitert. Dann wäre das jetzige Vorgehen, eine Vorstufe oder Vortat, zum Völkermord.

Auch der Vorwurf des Rassismus ist somit völlig daneben, da die UN-Konvention selbst die Rassen für schützenswert hält und nicht nur die Religionen und Ethnien.

Damit hast Du Dich selbst aus der westlich-demokratischen
Wertegemeinschaft ausgeschlossen. Ich hoffe, Du weißt, was das bedeutet?

Das stört mich bisher (noch) nicht.

Mit dieser Einstellung bist Du zum Abschuß freigegeben und weniger wert
als ein Schlachtochse.

Leider stimmt das auf dem deutschen Gebiet. Darum fühle ich mich momentan in Russland wohler. Auch wenn hier ähnliche Tendenzen der Zerstörung arbeiten.

Meine eingangs gestellte Frage bezüglich des Rechts auf Unversehrtheit
eines Volkes war nicht provozierend gemeint, sondern sehr ernsthaft.

Ich habe versucht ernsthaft zu antworten. Ohne die gebotene Ironie des Sachverhalts.
Es geht nicht darum, welches Gesetz geschrieben steht, sondern darum, dass die Politiker unserer Völker, diese Gesetze ernst nehmen und zum Schutz der Völker auslegen.

Dann wäre der Völkermord der USA und Israel an Syrien, Libyen, Irak, Tunesien, Pakistan... genauso zu verurteilen.

Daß ich die Dinge genauso sehe wie Du, hast Du aus meinen bisherigen
Beiträgen hoffentlich entnehmen können.

Natürlich und es werden immer mehr. Vor 20 Jahren hätte ich versucht Dich noch vom Gegenteil zu überzeugen. Doch meine Einstellung hat sich um 180 Grad gedreht.

Danke Dir für die französischen Quellen. Die haben mir auch die Augen geöffnet und machen mir Mut, um weiterzukämpfen.

In Zukunft sogar noch stärker als zuvor. Denn die Ereignisse der letzten zwei Tage sind historisch einmalig und ich wage die Prognose, dass die nächsten 20 Jahre "die Hölle" werden. Denn ich rechne nicht mit einer schnellen Wende.

Sondern eher mit Totalitarismus und gehirngewaschenen Sklaven.

Darum fällt es mir auch immer noch schwer den gebotenen Widerstand auszuweiten. Die Angst vor Verfolgung der Familie ist nach wie vor sehr groß. Auch wenn ich wenigstens keinen Arbeitgeber habe, der mich wegen meiner Ansichten entlassen könnte und bei 400-500 € Monatslohn habe ich wirtschaftlich auch nicht unbedingt viel zu verlieren <img src=" />

So lange Putin in Russland noch etwas zu sagen hat und China stark wird, haben wir noch einen Funken Hoffnung.

Monterone

Piter

Advocatus diaboli

Monterone @, Mittwoch, 02.09.2015, 15:42 vor 3796 Tagen @ Piter 4889 Views

Hallo Piter,

Du erlaubst, daß ich den Advocatus diaboli mache

Tut es nicht. Denn ein Volk hat Recht darauf unversehrt geschützt zu
werden.

Sämtliche internationalen Deklarationen, angefangen bei der UNO-Satzung, Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte bis runter in die nationalen Verfassungen und Gesetze gestehen den Völkern höchstens zu, im globalistischen Einheitsbrei aufgelöst, heißt ausgerottet zu werden.

Wer dabei nicht mitmacht, geht sämtlicher Rechte verlustig, gilt nicht einmal mehr als Mensch.

Was nun, Piter? Hast Du vielleicht eine Antwort?

Ich habe keine. Jedenfalls keine, die mir besonders gefallen würde.

Monterone

Sind auch die "Amischen" ein Volk oder eine Rasse?

pigbonds @, Mittwoch, 02.09.2015, 23:38 vor 3795 Tagen @ Piter 4921 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 23:42

Pigbonds ich fühle mich darum angesprochen, weil ich viel Anerkennung und
Respekt vor den Deutschen habe. Deutsche und Slawen haben viel gemeinsam.
Slawen und Germanen lebten immer schon in Nachbarschaft. Es gab regen
kulturellen Austausch und viele Wörter der slawischen Sprache gibt es in
Deutschland sowie umgekehrt. Wobei ich jetzt nicht das Huhn und Ei Problem
anfange. Wer also zuerst da war, die Slawen oder die Germanen.

Deutsche/Germanen und Slawen? Natürlich gab es regen Austausch, schau Russland
an, sehr geprägt von den Wikingern (aber auch von den Tataren). Es wird Dir sicher
nicht entgangen sein, dass Putin eher tatarisch als wie ein Wikinger aussieht.

Die Grundsatzfrage, die Du mir bitte mit Beweisen und sicher erst noch
beantworten musst wäre eher, ob die weissen Völker und die schwarzen
Völker von ein und demselben Stamm abstammen

Eher schwierig zu beantworten. Interessant ist aber, dass einige weisse Volksgruppen
genetisch näher mit einigen schwarzen Volksgruppen verwandt seien als jene schwarzen
Volksgruppen mit anderen schwarzen.
Ich empfehle Dir, das ein oder andere Buch von Jared Diamond zu lesen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Jared_Diamond#Selected_bibliography
Speziell "der dritte Schimpanse" und "Guns, Germs and Steel". Wahrscheinlich
auch als Audiobook erhältlich.

Nach Deiner Ansicht gibt es weder Völker noch Rassen. Dem widerspreche
ich vehement.

Das behaupte ich nicht, nur sind diese Konzepte bezüglich Staaten irrelevant geworden, seit der von
Dir oben erwähnte Austausch und Handel völlig neue Konzepte geschaffen hat. Religionen
und Ideologien sind prägender geworden als Stammeszugehörigkeit, was dazu geführt hat, dass
aufgrund von Religion, Ideologie, etc eine starke Durchmischung stattgefunden hat. Da
diese Durchmischung von mehreren Vektoren bestimmt wird, kann man keine Stämme mehr aus dem vorhandenen
Menschenmaterial formen, es ist, bis in ein paar Dschungel, Ghettos und Reservaten längst alles durchmischt.

Die Juden sind doch genauso von dieser Angst indoktriniert. Es wird viel wert auf den Schutz der Juden und den
Erhalt ihrer Kultur gelegt. Nur machen sich einige Juden oft über die anderen Völker lustig, anstatt einmal
ihr eigenes Volksrasse aufzulösen.


Einige Juden, nicht alle. Dann gab es noch gesamte Völker, die zum Judentum konvertierten, wie z.B. die Khasaren in Südrussland.
Christen und Moslems sind auch sehr jüdisch geprägt, die machen sich eher lustig, weil beide Religionen
das Judentum auf eine etwas primitive Form kopiert haben.
Da aber sowohl Christen wie Moslems stärker missionierten, die Juden hingegen nicht, wurden beide so gross,
dass sie wie oben bereits erwähnt, viele Stämme und Völker einschlossen. Moslems heiraten eher Moslems, Christen
eher Christen und Juden eher Juden.

Sind die "Amischen" für Dich auch eine Rasse? Wie wird dies in 500 Jahren bezüglich der Amischen aussehen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Amische

Die Demografie der Amischen sieht übrigens extrem dynamisch aus, die sind jetzt bei über 290'000,
diese Wachstumsraten kriegen weder Moslems noch Afrikaner hin:
[image]

Sind die für Dich ein Volk oder eine Rasse? Oder sind es Germanen?

Sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Deutschschweizern ab und sprechen untereinander
meist Pennsylvaniadeutsch.

Nein, das ist ein Irrtum aus Unkenntnis Deinerseits - Deutschenfeindlichkeit gab es nicht, aber Bigotterie und (Edit)....

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 12:25 vor 3796 Tagen @ Piter 5435 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 12:43

Hallo Piter,

Danke sehr! Lese Deine Post auch immer gern.

Du willst dem was andichten, was so nicht gegeben ist. Siehe die andere Antwort dazu und meine letzte an Kaltmeister, in dem ich erklärte, wie der Hintergrund verschwimmen kann, so dass man nicht mehr recht weiß, was das alles sollte. Dann muss man forschen.

Satire arbeitet mir Überdehnungen und Überzeichnungen, um damit z. B. Befürchtungen und Aufregungen, die nur t. w. berechtigt sind, ins Absurde zu führen, um damit zu zeigen, was das in der Konsequenz bedeutet, wenn man etwas zu Ende bringt. Das hat z. B. auch Harald Schmidt so gemacht, der es meisterlich versteht, Dinge die z. B. gesagt wurden, oder Schlagworte und Parolen zu Bildern zu machen, die zeigen, was dran ist. Und zwar nicht nur mit seinen Polen-, Dicken- und klasser Hitlernummern.

Deutschenfeindlichkeit, wie Du sie hier darin sehen willst (das ist ja die Prämisse, um die es hier geht), war damals nicht gegeben. So etwas, was stellenweise Linke und vor allem die us-gesteuerten Spitzen der Grünen zum "Ausdünnung" des deutschen Volkes usw. von sich gegeben haben, wäre damals undenkbar gewesen.

Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, eine Bombardierung von Wohngegenden später mit Forderungen wie: "Bomber Harris, mach es noch mal" zu begrüßen! Die hatten alle selbst erlebt, was Krieg bedeutet, auch an der sogenannten Heimatfront, wo nach der Blockade durch die Engländer bittere Not und Hunger herrschte.

Keiner von denen hätte jemals, wie heute manche (ist das nicht Rassismus? Eigentlich nach heutigen Maßstäben klar ja) rufen: "Deutschland muss sterben" (da hatte vor nicht allzu langer Zeit mal jemand so ein Foto aus Kreuzberg reingesetzt, wo das an einem wichtigen Platz riesig auf Hausdächern gemalt stand. Google mal damit: Du findest jede Menge so einen Mist:

http://images.fotocommunity.de/bilder/architektur/marodes/deutschland-verrecke-a6eec374...
http://www.pro-berlin.net/wp-content/uploads/2010/10/deutschland-verrecke.jpg
*

Das wäre damals absurd gewesene, zumal die nur einer Seite bzw. bestimmten Kräften "Völkisches" und Chauvinistisches** zugeschrieben war. Weise nach, dass es zu der Zeit Meinungen wie "Deutschland muss von anderen Völkern ausgedünnt werden" usw. gab. Das gab es meines Wissens nicht, und es war damals normal, sein Deutschland zu lieben, auch für Linke (wo das zu großen Teilen auch heute so ist - die Deutschenhasser sind ja eine Minderheit, diese Idioten), auch wenn man damit Probleme hat.

Hohn und Spott ernteten, wie überall, die Chauvinisten (nach eigentlicher und ursprünglicher Definition: Überzogener Nationalstolz), der nicht zu unrecht für viele Kriege in Europa und viel Elend verantwortlich gemacht wurde.
Gegen Deutschtümelei und Bigotterie von Teilen des Bürgertums richtete sich der Spott vieler.

Auch die SPD bekam oft ihr Fett weg, und Salonrevoluzzer.

Das wohl bekannteste Gedicht war das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Revoluzzer

Und das versteht man wohl auch noch heute.

Auch das hier, das einen ähnlichen Klang hat:

"Wenn die Bürger schlafen gehn
In der Zipfelmütze
Und zu ihrem König flehn,
Daß er sie beschütze,
Ziehn wir festlich angetan
Hin zu den Tavernen;
Schlendrian, Schlendrian
Unter den Laternen.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da
Die Nacht ist da, daß was gescheh'.
Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da,
Es muß hinaus, hinaus auf hohe See!..."***

Nein, tut mir leid Piter, aber das scheint nur so, und es ist nicht so, wie Du es hieran sehen willst.

Viele freundliche Grüße

azur


* wie das wohl bei Ausländern ankommt?

Diese mangelnde Selbstachtung und völlig irre Selbstverachtung lädt ja fast dazu ein, das schamlos auszunutzen und auf den "Deutsch Kartoffeln" herum zu hacken. Früher hätte man gesagt: Dekadenz, die von den Barbaren ausgenutzt wird.


** Zuletzt noch von Frank Schirrmacher in der FAZ gebracht: Von einem Zeitgenossen Mühsams Karl Kraus: „Was Redaktionen beschlossen haben, vergelten und büßen Nationen.“

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/5673/28 dort auch ausführlicher zu dem Zitat (voller Text, den man unbedingt lesen sollte)

Und das ist wiederum auch heute verständlich und hochaktuell!

Man denke z. B. an die antirussische Propaganda und Volksverhetzung in den MSM.


*** https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nacht_ist_nicht_allein_zum_Schlafen_da

Noch heute noch ungemein beliebt, und nicht nur in der Fassung von Hans Alberts - eben ein Evergreen:

Gustaf Gründgens: Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Max Raabe & Das Palast Orchester - Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da 2010

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Komisch nur, dass er immer die anderen Völker meint

Piter @, Mittwoch, 02.09.2015, 14:45 vor 3796 Tagen @ azur 5004 Views

Hallo azur,

ich glaube für eine weitere Diskussion lese ich erst einmal ein paar Bücher von ihm.

Seine Tagebucheinträge machen ihn für mich jedoch nicht unbedingt sympathischer:
http://jungle-world.com/artikel/2011/10/42799.html

Ein saufender, vögelnder Dummkopf:

"Von vorgestern ist einiges zu notieren, vor allem eine arge Sünde. Emmy verführte mich zum Koitus. Ich warnte sie, ich sträubte mich, ich kämpfte gegen mich, aber ich war schwach. Nun werde ich sie wohl angesteckt haben, und Kätchens Tripper wird die Runde durch München machen."

Dennoch ist es schon bemerkenswert, dass er sein Hassgedicht nur gegen das deutsche Volk richtet. Vermutlich meint er auch die anderen weissen Völker, ausser seinem natürlich.

Denn er könnte ja auch als Satire schreiben, dass die "jüdischen Ehefrauen ihre Beine breit machen sollten, um Mulatten zu gebären".

Schließlich müsste man zuerst beim eigenen Volk anfangen, wenn man schon gegen alles völkische ist.

Die Antifas wollen ja auch das "Deutschland verreckt" und nicht alle Länder... Sie sagen auch nicht, dass "zuerst Deutschland und dann Land XYZ" verrecken solle.

Erstaunlicherweise wird das eigene Volk aber von dieser "Satire" immer ausgenommen.

Seiner Gesinnung kann ich jedenfalls gar nichts abgewinnen und Ernst Jünger, der sich anerkennend zeigte, soll ja eher Gegner und nicht Befürworter seiner Ansichten gewesen sein.

Gruss
Piter

Du willst es offenbar so sehen, wie Du es sehen willst - Leserzuschrift: Schwarze Schmach sogar im Gedicht-Text

azur @, Mittwoch, 02.09.2015, 16:15 vor 3796 Tagen @ Piter 4987 Views

Hallo Piter,

Du willst ihn unbedingt überführen, oder? Unabhängig aller genannten Hintergründe. Da kann man sich wahrscheinlich den Mund fusselig reden, ohne dass das zu irgend etwas führt.

Nun schrieb mich eben noch mal ein Leser (vielen Dank) dazu an und weist darauf hin, dass ja in dem Text erwähnt ist, womit er sich auseinandersetzt:

"sei willkommen, schwarze Schmach!"

Genau das, was ich gleich zu Beginn dieser Debatte ja schrieb (lieber Leser, auch Du hast es offenbar nicht zur Kenntnis genommen): http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=367600

Es ist ziemlich sicher, dass er die Befürchtungen und die Debatte um den Umstand des Einsatzes von dunkelhäutigen französichen Soldaten in Rheinland für bizzar überzogen hielt. Und so überzieht er im Spott, um den Aufgeregten und anderen eine Spiegel unter die Nase zu halten. Auch das ist eben üblich in Kunst und Satire, und das machen auch die Leute von der Anstalt und der heutschow.

Genaueres über den Umstand, mit dem sich Mühsam auseinandersetzt, kann man hier lesen: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44947

Und ist wegen der "schwarzen Schmach" bzw. dem Einsatz dieser Truppen Deutschland oder dem Abendland ein gewaltiger Schaden entstanden, so wie es aus mancher Klage darüber fast unausweichlich erschien? Etliche Befürchtungen die zu dieser Zeit dazu kamen, wurden von anderen mit Distanz betrachtet. Die sahen gewaltiger Probleme wohl eher woanders und taten das kund, wie man das dort macht, wo freie Meinungsäußerung normal ist.

Was Mühsam über sein Liebesleben in seinem Tagebuch schreibt soll also herhalten, um... ja was eigentlich?

Denkst Du, so etwas letztlich Menschliches (auch wenn Du und ich soetwas nicht schreiben würden - wir sind ja nicht der alleinige Massstab!) haben nicht auch andere gesagt oder geschrieben?

Habe den Verdacht, dass Du von Deinem Verdacht nicht abrücken willst, was immer man auch dazu anbringt.

Dann aber hat die Debatte keinen Sinn. Eigentlich ist ja nun auch wirklich alles gesagt, oder?

Erinnere am Ende noch einmal daran, dass jemand wie Ernst Jünger, der bekanntlich eher den Rechten zugeordenet wird, ganz anders über Mühsam urteilte, als Du.

Und, dass es nur ein Gedicht aus dem breiten Schaffen dieses anerkannten Dichters und Kriegsgegners ist.

Es hat einfach keinen Sinn das auf diese Weise zu benutzen, um E. Mühsam auf etwas zu reduzieren zu wollen, dass offenbar Deinem Bild, dass Du offenbar von ihm haben willst, entsprechen soll.

Nichts für ungut - aber es ist ja nun wirklich vieles gesagt, und müsste eigentlich reichen.

Viele freundliche Grüße

azur

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Verrückte und Geisteskranke als historische Tradition?

software-engineer @, Mittwoch, 02.09.2015, 10:25 vor 3796 Tagen @ Piter 5339 Views

Fast beruhigend zu wissen, dass es Verrückte und Geisteskranke auch schon vor über 100 Jahren in Deutschland gab ...

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Operkult der Azteken vs. Flüchtlings-Kult der Deutschen

Sylvia @, Mittwoch, 02.09.2015, 11:01 vor 3796 Tagen @ software-engineer 5720 Views

Es gab und gibt Dinge in der Menschheitsgeschichte, die lassen sich rational nur schwer erfassen. Der Operkult der Azteken zum Beispiel:
[image]

Menschen zu öpfern, um damit den Lauf der Sonne und den Fortbestand der Welt zu sichern, erscheint aus heutiger Sicht vollkommen schwachsinnig.

In 200 Jahren wird man auf den "Flüchtlings-Kult" der Deutschen schauen und sich fragen: Waren die den alle verrückt? Da wird aus dieser Satire dann Ernst geworden sein.

Danke für den Video-Link

software-engineer @, Mittwoch, 02.09.2015, 12:19 vor 3796 Tagen @ Sylvia 5156 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 02.09.2015, 15:48

Da wird aus dieser
Satire dann Ernst
geworden sein.

Danke für den Video-Link - habe das Video zwar schon ein paarmal gesehen, aber es immer wieder köstlich, es noch mal anzuschauen ...

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Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

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