Ich beschreibe möglichst alles so, daß Derjenige, dem ich dies
beschreibe, es so gut wie möglich versteht, wen oder was ich meine. Das
vestehe unter Höflichkeit meinem Gesprächspartner gegenüber und nur
darum geht es.
Hallo Dirk,
man kann ja eine Sache so oder so deutlich beschreiben. Es gibt für etliches eine ganze Palette von Begriffen, wobei manch "starkes Wort", verwendet unter Freunden, sogar lustig sein kann.
Sage manchmal zu mir, letztlich, weil es sich mit Humor besser trägt, alter Krüppel, wenn der Körper mal wieder einschränkende Sperenzchen macht (zum Glück gibt es Schmerzmittel, für die ein sehr wichtiger Hinweis aus dem Forum kam) - und mache dann meine Kinder darauf aufmerksam, dass das aber von andern missverstanden werden kann.
Wenn ich wüßte, dass ein Gegenüber, wie Du es beschreibst, ein Problem damit hat, oder jemand, der davon hört, würde ich versuchen es anders zu beschreiben. Es geht ja um Verständigung.
Mist wird es dann, wenn jemand in meint, in den Gedanken anderer herum rühren zu können, in der er bestimmen will (oder nur unterstellen will), was mit einem Wort für Assoziation zu verknüpfen sind (was Teil der Kultur ist - mit dem selben Ding, Symbol oder Begriff, werden in verschiedenen Kulturen andere Vorstellungen geweckt).
Klar gehört auch zur Kultur, wenn man bestimmte Worte und Gesten einen beleidigenden Klang geben kann (kennt jeder: bestimmte Handgesten bedeuten in verschiedenen europäischen Ländern verschiedenes, weshalb man besser Reiseführer usw. studiert, um z. B. im Straßenverkehr nicht böse Missverständnisse zu produzieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gesten
https://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Kompetenz
Und auch hier ist es die Macht der kulturell geprägten Assoziation:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gestik ). Und darauf verzichtet man ja auch t. w. besser, zumal, wenn man sich verständigen will, oder gar "sich mit jemandem gut verstehen" will.
In der TS.de ist die N-Wort*-Debatte auch derzeit zu lesen, wobei die Leser nicht mitzuziehen gewillt sind - siehe dort unten: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=367480
Die PC-Päbste sind definitiv nervig, wenn sie einem das Wort im Munde (und im Kopfe!) herum drehen wollen.
Nur versuche ich natürlich zu achten, dass die Achtung anderer nicht verletzt wird.
Manches Mal ist die Empörung nachvollziehbar, und manches Mal eben nicht. In manchen Fällen überwiegt die Empörung von anderen, die Zeugen der Äußerung wurden, mit dem, der sich als Opfer sieht, in anderen Fällen wieder nicht. Dann hört man: Komm mal runter, so schlimm ist das nicht.
Viele freundliche Grüße
azur
* N-Wort ist deshalb so gut, weil es eben noch mehr Assoziationen weckt, als das damit eigentlich vermiedene Wort: Eine nicht verwendbares N(ein)-Wort oder kein-Wort (es soll kein Wort sein).
Ein solches ist für etliche Gehirngespülte auch z. B. Deutschenfeindlichkeit. Der stellv. Chefred. einer Überregionalen versuchte das ganz einfach zu lösen: Das Wort gebe es nicht - man müsse ja nur den Duden schauen!
(Schau mal nach: bei Duden: "Leider haben wir zu Ihrer Suche nach 'deutschenfeindlichkeit' keine Treffer gefunden."
Na dem habe auch ich deutliche Antwort gegeben.
Die Sprache lebt, und entwickelt sich mit den sich wandelnden Umständen.
Wenn Deutsche in ihrer Eigenschaft als Deutsche feindlich behandelt werden, dann ist das..?
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ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)
Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.