Der Mensch als erkennendes, geistiges Wesen...
Ein echter Orgasmus mit echter Entladung der sexuellen Energie zeichnet
sich dadurch aus, dass er nicht auf das Genital beschränkt ist, sondern
den ganzen Körper erfasst, der darauf mit ekstatischen, unwillkürlichen
Muskelzuckungen reagiert.
Beim Bewusstsein ist es ebenso, dass ES das gesamte Wesen Mensch erfasst
und nicht auf Gefühl, Denken oder Körper beschränkt ist.
Die Neurose ist nicht nur ein individuelles sondern ein gesellschaftliches
Problem und es braucht Zeit - Generationen - um sich davon zu befreien. Der
erste Schritt, der leider noch von viel zu Wenigen gemacht wird, ist sich
erstmal einzugestehen, dass man neurotisch ist und der Grund dafür in der
Triebunterdrückung durch Kultur und Gesellschaft zu finden ist.
Ja, wir können uns eingestehen oder besser erkennen, dass wir in einem Spiegel-
kabinett leben, in dem sich unwirkliche Menschen mit eingebildeten Problemen
das Leben gegenseitig zur Hölle machen – sprich negative Emotionen, Streit,
Verteidigung, Ängste, Ärger usw. produzieren. Wie kann man nun diese Spirale
verlassen? Durch Orgasmen? Wohl kaum. So leicht ist es nun auch nicht.
Oder kann ein Orgasmus zu dauerhafter Selbsterkenntnis führen?
Ein anderer Weg besteht darin, sich von all diesen Einbildungen zu befreien.
Neurotisch zu sein hat zur Folge, dass man keinen richtigen Orgasmus,
sondern nur eine wohlig kitzelnde Ejakulation hat und wie bereits erwähnt
dadurch seine Triebenergie nicht entladen kann. Die nicht entladene Energie
staut sich und führt zu einer destruktiven Lebensführung, sei dies in der
Partnerschaft, in der Gesundheit, im sozialen Leben, in der politischen
Ausrichtung oder durch Isolation in spirituellen Scheinwelten.
Und dann? Muss man jedes mal einen Orgasmus haben um in Deinen
erwünschten Zustand der Glückseligkeit und Freiheit zu gelangen?
Es bestreitet kaum jemand, dass das Leben mehr ist, als der rationalen
Erkenntnis zugänglich ist. Das ist aber noch kein Grund sich eine Pippi
Langstrumpf Welt zusammenzubasteln. Schau besser, wie und wo deine
Lebensführung destruktiv ist und frage dich warum das so ist, wo du doch
sicher wie die meisten Menschen das gute, einfache und anständige Leben
suchst.
Pipi Langstrumpf-Welt? Du scheinst einige verquere Vorstellungen zu haben.
Erst einmal muss man zur Kenntnis nehmen, dass Esoterik ein Wort ist,
das mit dem Zeitgeist verbunden wird. In Wahrheit waren alle Kulturen
von den Philosophen der alten Griechen über das alte Ägypten, die Maya
bis hin zu den heidnischen Gemeinschaften, Esoteriker. Was nichts anderes
bedeutet, als eine ganzheitliche Sichtweise auf die Natur der Dinge zu haben.
Im Gegensatz zu heute, wo es überall Spezialisten gibt, die Lösungen für
Probleme auch nur in ihrem speziellen Gebiet vermuten und sich deswegen
auch noch die Köpfe einschlagen.
> Heutzutage behaupten doch die meisten Menschen von sich, spirituell oder
mystisch zu sein und berauschen sich mit seichten Esoterik- und
Lebenshilfe-Bücher. Ich war ja selbst mal Esoteriker und (eingebildet)
glücklich damit. Dabei ist mir aufgefallen, dass fast alle Esoteriker und
spirituellen Menschen von einer emotionalen Unausgeglichenheit betroffen
sind. Sie versuchen krampfhaft, mit ihrem Geist ihre Emotionen zu
kontrollieren, und sobald das nicht mehr gelingt, reagieren sie komplett
irrational.
Es geht um die innere Lebendigkeit, die alle Dinge verbindet. Das ist der Ansatz der
Esoterik und man findet ihn überall, in sämtlichen Traditionen. Dadurch wird
Erkennen möglich. Nenne es meinetwegen Esoterik, es ist jedoch das Leben.
Gruß
nemo