Der Mensch ist das Maß der Gesellschaft

Falkenauge @, Dienstag, 25.08.2015, 17:28 vor 3803 Tagen 2590 Views

Alle bisherigen Gesellschaftsformen sind modifizierte Formen überkommener vormundschaftlicher Herrschaftstrukturen, in die sich der Mensch einfügen musste.

Auch die „demokratisch“ angestrichene Herrschaftsform hört nicht deshalb auf, eine vormundschaftliche zu sein, weil man die Vormünder wählen kann.
Sie täuscht vor, auf der Freiheit des Menschen zu gründen, ist aber eine oligarchische Sackgasse, die in der weiteren Selbstzerstörung endet, aus der man umkehren und ganz neue Wege finden muss.

Doch die ungeheuren Probleme, die heute entstanden sind und weiter entstehen, können nicht durch dasselbe Denken gelöst werden, das sie hervorgebracht hat, wie schon Einstein bemerkte. Wir müssen eine radikale Denk-Wende vollziehen, die sich zunächst auf das Wesen des Menschen selbst richtet, dem alle gesellschaftlichen Formen ja letztlich dienen sollen, um von da aus nach gesellschaftlichen Formen zu suchen, in denen sich sein Wesen am besten entfalten kann.

Eine solche Denkwende, die vom Wesen des Menschen selbst ausgeht und die ihm angemessenen Formen der Gesellschaft ins Auge fasst, wird hier versucht.

Menschen wollen überleben

Malifizia ⌂ @, Dienstag, 25.08.2015, 18:20 vor 3803 Tagen @ Falkenauge 2057 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 25.08.2015, 18:26

Im Grunde geht es immer ums Überleben... egal in welcher Gesellschaft/Gesellschaftsschicht,
muss da sehr stark an Hubbares "Dianetik" denken.
** Jaa, ich weiß, es ist Scientology**

--
http://malifizia.blog.de

Wozu sollte ich ÜBER-leben?

Silke, Dienstag, 25.08.2015, 22:37 vor 3803 Tagen @ Malifizia 1812 Views

Liebe Malifizia,

Eigentlich möchte ich lieber:
- leben als überleben,
- geben als nehmen,
- verschenken als horten,
- Triebe befriedigen, als sie abzuwehren und zu verdrängen,
- liebevollen Körperkontakt haben als darüber zu philosophieren,
- verzeihen und vergessen als grollen und ärgern,
- echte körperliche menschliche Nähe als Symbolismus,
- Aktion statt Film, Gespräch statt Chat
- weinen, lachen, aufgeregt sein wenn mir danach ist - ohne Peinlichkeit,
- und auch "real honesty" von @Ankawor - ohne aber zu beschädigen,

...und die ganzen vielen anderen Originale an Stelle von "Imitation of Life"
Darum beschäftige ich mich mal verstärkt mit den Hinweisen von Kurt
weil all das, was ich will in einer Zivilisation/Gesellschaft wie der unserigen nicht so leicht zu haben ist...
...aber es ist nicht unmöglich.[[zwinker]]

Liebe Grüße
Silke

PS. Schöner Blog, aber warum "maléfica = Hexe, böse Fee, schändlich, verderblich"? Habe ich das falsch übersetzt? Verniedlichung?

Im Grunde geht es immer ums Überleben... egal in welcher
Gesellschaft/Gesellschaftsschicht,

Ich denke , eigentlich geht es um das leben hier und jetzt – Überleben ist nur Mittel zum Zweck dafür.

muss da sehr stark an Hubbares "Dianetik" denken.

Dianetik ist definiert als „was die Seele dem Körper antut“ und „wenn der Verstand den Körper nachteilig beeinflusst“, oder so ähnlich.
Damit sind wir ja meisterlich unterwegs in unserem Kollektivismus.

Da müsste ich aber noch einmal nachfühlen, wer hier wem was antut…
Einen wichtigen lustvollen Trieb nicht zulassen (können, wollen), obwohl seine Abführung niemandem schaden sondern nur entlasten/helfen würde…vielleicht?

Da wird wirklich an der Fassade gekratzt..

Nonpopulo @, Dienstag, 25.08.2015, 19:15 vor 3803 Tagen @ Falkenauge 2223 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 25.08.2015, 19:43

mehr leider nicht.

Es sollte, es müsste, es gäbe... von wie vielen Weltverbessern haben wir solch gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorschläge zu einer lebenswerteren Gesellschaft schon gehört?

Im besten Fall bleibt es warme Luft, im schlimmsten Fall erlangen diese Freiheitskrämer tatsächlich Macht, um dann noch rigider, brutaler und grausamer gegen diejenigen vorzugehen, die dem gesellschaftlichen "Glück" im Wege stehen.

Würdest du, statt an der Fassade rumzukratzen, mal in dich gehen und dich fragen, was das menschliche Leben eigentlich ist und was es will, du dir dazu hin die nötigen Informationen über die klinische Neurosenforschung beschaffen würdest, kämst du der Erkenntnis zumindest näher, dass das ursprünglichste und allernatürlichste Streben des Menschen das Streben nach sexueller Lust ist. Nicht masslos, nicht hedonistisch, nicht pervers und nicht pornografisch, wie der durch die Zwangsmoral verkrüppelte Neurotiker es vermutet (und selbst praktiziert, so man ihn dann lässt und er seine Schuldgefühle im Griff hat), sondern in der Form der vollständigen, durch keine Phantasie, keine Angst und keinem Narzissmus getrübten Hingabe an einen geliebten Partner.

Du würdest - falls du dir noch ein Stück Kontakt zu deinem Kern bewahrt hast - klar erkennen, dass die Triebkraft das Allerwesentlichste im Leben ist und sich nie und nimmer durch eine was auch immer geartete "erdachte" Moral oder Kultur dämpfen lässt. Sie lässt sich nur im Zaum halten, was sie in der Folge wütend, kriegerisch, sadistisch und zerstörerisch werden lässt und ihren Einfluss noch vergrössert. Deshalb ist der einzige Weg, die Probleme zu beheben der, die Kultur dem Wesentlichsten und Natürlichsten des menschlichen Daseins anzupassen und nicht mehr weiter zu versuchen, es umgekehrt zu handhaben.

Solange das nicht geschieht, wird alles weiterhin seinen logischen, destruktiven Gang nehmen.

Ich weiss, diese Möglichkeit beleidigt deinen Geist. So einfach kann es nicht sein und die Sexualität ist sowieso überbewertet, wirst du wahrscheinlich denken. Natürlich fehlt dir das "Spannende", das "Interessante", die Auseinandersetzung, der Disput, nach denen dein Intellekt so lechzt. Er, das Zentrum deines Seins und der vermeintliche Schlüssel zur Lösung aller Probleme! Nein es darf und kann nicht so einfach sein, es kann und darf nicht sein, dass einzig die kulturell bedingte Unterdrückung des Sexualtriebes bzw. die Destruktivität der überschüssigen Sexualenergie, die aufgrund der Neurose nicht durch gesunden Geschlechtsverkehr abgebaut werden kann, das Grundproblem der Gesellschaft ist. Sind denn alle philosophischen, soziologischen und politischen Erwägungen für nichts?

Oh nein, da muss dein Geist heftigst rebellieren, und, wie üblich, diesen Gedanken mit "ach so, guter Sex haben soll reichen, um die Welt zu retten (ha ha ha)" oder wenn du es noch perfider magst, unterstellst du dem Überbringer der Botschaft, dass er nur seine eigene sexuelle Misere, sein "Losertum" auf andere projeziert. Ja, etwas wird dem klugen Geist bestimmt einfallen, damit du den Glauben an deinen hochdifferenzierten, hochreflektierten Intellekt als Erlöser von dem Bösen nicht verlierst.

Grüsse Nonpopulo

P.S.: Dass "du" brauchst du nicht allzu persönlich zu nehmen...

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Sexuelle Hingabe an den geliebten Partner als Lösung aller gesellschaftlichen Probleme

nemo, Dienstag, 25.08.2015, 20:15 vor 3803 Tagen @ Nonpopulo 2194 Views

bearbeitet von nemo, Dienstag, 25.08.2015, 20:20

Würdest du, statt an der Fassade rumzukratzen, mal in dich gehen und dich
fragen, was das menschliche Leben eigentlich ist und was es will, du dir
dazu hin die nötigen Informationen über die klinische Neurosenforschung
beschaffen würdest, kämst du der Erkenntnis zumindest näher, dass das
ursprünglichste und allernatürlichste Streben des Menschen das Streben
nach sexueller Lust ist.


Ja lieber Nonpopulo, das ist doch genau das, was die Menschheit seit Jahr und Tag tut.
Aber leider wird eben auch das mit der Zeit nicht mehr als erfüllend empfunden
und der Mensch beginnt im besten Fall sein Wesen zu erforschen und dem Weg
seines Wesens zu folgen. Erst dadurch wird er wirklich. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Ein wirklicher Mensch zu sein, der seinem Wesen folgt ist deshalb nach meiner
Überzeugung der Weg hinaus aus dem Chaos, wo sich der Mensch selbst nicht
kennt, weil er sich nicht fühlt, seine wahre Natur verbiegt und den Einflüssen der
kollektiven Gedanken unterliegt, die andere für ihn gedacht haben.

Der Mensch, der ein eigenes Bewusstsein entwickelt, weil er seiner eigenen Natur
gefolgt ist, ist der Übermensch von dem Nietzsche sprach. Aber das muss ihn ja
nicht davon abhalten, ein erfülltes Liebesleben zu haben.[[zwinker]]

Gruß
nemo

"Die Liebe muss sein platonisch ...

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Dienstag, 25.08.2015, 20:32 vor 3803 Tagen @ nemo 2041 Views

... der dürre Hofrat sprach." [[freude]]


Der Mensch, der ein eigenes Bewusstsein entwickelt, weil er seiner eigenen
Natur
gefolgt ist, ist der Übermensch von dem Nietzsche sprach. Aber das muss
ihn ja
nicht davon abhalten, ein erfülltes Liebesleben zu haben.[[zwinker]]

Gruß
nemo

Karl Marx

"Die Philosophie verhält sich zum Studium der realen Welt wie das Onanieren zur sexuellen Liebe."

[[top]]

Und wenn Mann dann das Onanieren, aus unter anderm philosophischen Erwägungen heraus, aufzugeben beschließt (Ein Mann muss tun was er tun muss), was passiert dann?

"Nach dem Hack des Seitensprungportals "Ashley Madison" ist es zu Selbstmorden gekommen, die laut kanadischer Polizei mit der Veröffentlichung privater Daten zu tun haben könnten.
Offenbar haben zwei Nutzer keinen anderen Ausweg mehr nach ihrer Bloßstellung gesehen. Damit wurden die zurückgebliebenen Angehörigen selbst auch zu Opfern."

http://www.shortnews.de/id/1168963/nach-hack-von-seitensprungportal-ashley-madison-zwei...

[[wut]]

Vielleicht: http://radicalhonesty.com/ (oT)

Ankawor, Dienstag, 25.08.2015, 20:42 vor 3803 Tagen @ Hannes 1759 Views

- kein Text -

Ein erfülltes Liebesleben ist Neurotikern - also mindestens dir, mir und Falkenauge - unmöglich

Nonpopulo @, Dienstag, 25.08.2015, 20:36 vor 3803 Tagen @ nemo 1990 Views

Dein mystisches Geschwurbel scheint dir wichtiger zu sein, als die Texte anderer aufmerksam zu lesen.

Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Das Spiegelkabinett

nemo, Dienstag, 25.08.2015, 20:58 vor 3803 Tagen @ Nonpopulo 1945 Views

Ein erfülltes Liebesleben ist Neurotikern - also mindestens dir, mir und Falkenauge - unmöglich


Natürlich.

Daher kannst Du auch bis an Dein Lebensende darauf herum reiten, dass das Problem
darin liegt, dass wir Neurotiker kein erfülltes Liebesleben haben können. [[zwinker]]

Aber was weißt Du denn vom Liebesleben anderer Leute?

Und vor allem das Offensichtliche: Was tust Du, um aus der Neurose heraus zu gelangen?

Wir sind mystische Wesen. Geheimnisvoll und weit mehr als der rationalen Erkenntnis
zugänglich ist. Diese Erfahrung wäre schon mal ein Schritt in Richtung Heilung.

Gruß
nemo

Orgasmus vs. Ejakulation

Nonpopulo @, Dienstag, 25.08.2015, 22:10 vor 3803 Tagen @ nemo 2081 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 25.08.2015, 22:30

Aber was weißt Du denn vom Liebesleben anderer Leute?[/i]

Ein echter Orgasmus mit echter Entladung der sexuellen Energie zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht auf das Genital beschränkt ist, sondern den ganzen Körper erfasst, der darauf mit ekstatischen, unwillkürlichen Muskelzuckungen reagiert.

> Und vor allem das Offensichtliche: Was tust Du, um aus der Neurose heraus
[quote]zu gelangen?
[/quote]

Die Neurose ist nicht nur ein individuelles sondern ein gesellschaftliches Problem und es braucht Zeit - Generationen - um sich davon zu befreien. Der erste Schritt, der leider noch von viel zu Wenigen gemacht wird, ist sich erstmal einzugestehen, dass man neurotisch ist und der Grund dafür in der Triebunterdrückung durch Kultur und Gesellschaft zu finden ist.

Neurotisch zu sein hat zur Folge, dass man keinen richtigen Orgasmus, sondern nur eine wohlig kitzelnde Ejakulation hat und wie bereits erwähnt dadurch seine Triebenergie nicht entladen kann. Die nicht entladene Energie staut sich und führt zu einer destruktiven Lebensführung, sei dies in der Partnerschaft, in der Gesundheit, im sozialen Leben, in der politischen Ausrichtung oder durch Isolation in spirituellen Scheinwelten.

> Wir sind mystische Wesen. Geheimnisvoll und weit mehr als der rationalen
[quote]Erkenntnis
zugänglich ist.
[/quote]

Es bestreitet kaum jemand, dass das Leben mehr ist, als der rationalen Erkenntnis zugänglich ist. Das ist aber noch kein Grund sich eine Pippi Langstrumpf Welt zusammenzubasteln. Schau besser, wie und wo deine Lebensführung destruktiv ist und frage dich warum das so ist, wo du doch sicher wie die meisten Menschen das gute, einfache und anständige Leben suchst.

Diese Erfahrung wäre schon mal ein Schritt in Richtung
[quote]Heilung.
[/quote]

Heutzutage behaupten doch die meisten Menschen von sich, spirituell oder mystisch zu sein und berauschen sich mit seichten Esoterik- und Lebenshilfe-Bücher. Ich war ja selbst mal Esoteriker und (eingebildet) glücklich damit. Dabei ist mir aufgefallen, dass fast alle Esoteriker und spirituellen Menschen von einer emotionalen Unausgeglichenheit betroffen sind. Sie versuchen krampfhaft, mit ihrem Geist ihre Emotionen zu kontrollieren, und sobald das nicht mehr gelingt, reagieren sie komplett irrational.

Grade gestern habe ich als Reaktion auf eine Todesmeldung in Facebook (ein Familienvater hat seine Frau verloren) gelesen: "Sei nicht traurig, im Universum geht nichts verloren". Das ist typisch für Mystiker, sie hassen Emotionen und bekämpfen sie mit "universellen" Weisheiten. Doch wer fähig sein will, himmelhoch zu jauchzen, der muss auch fähig sein, zu Tode betrübt zu sein.

Gruss Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Der Mensch als erkennendes, geistiges Wesen...

nemo, Dienstag, 25.08.2015, 23:52 vor 3803 Tagen @ Nonpopulo 1716 Views

Ein echter Orgasmus mit echter Entladung der sexuellen Energie zeichnet
sich dadurch aus, dass er nicht auf das Genital beschränkt ist, sondern
den ganzen Körper erfasst, der darauf mit ekstatischen, unwillkürlichen
Muskelzuckungen reagiert.

Beim Bewusstsein ist es ebenso, dass ES das gesamte Wesen Mensch erfasst
und nicht auf Gefühl, Denken oder Körper beschränkt ist.

Die Neurose ist nicht nur ein individuelles sondern ein gesellschaftliches
Problem und es braucht Zeit - Generationen - um sich davon zu befreien. Der
erste Schritt, der leider noch von viel zu Wenigen gemacht wird, ist sich
erstmal einzugestehen, dass man neurotisch ist und der Grund dafür in der
Triebunterdrückung durch Kultur und Gesellschaft zu finden ist.

Ja, wir können uns eingestehen oder besser erkennen, dass wir in einem Spiegel-
kabinett leben, in dem sich unwirkliche Menschen mit eingebildeten Problemen
das Leben gegenseitig zur Hölle machen – sprich negative Emotionen, Streit,
Verteidigung, Ängste, Ärger usw. produzieren. Wie kann man nun diese Spirale
verlassen? Durch Orgasmen? Wohl kaum. So leicht ist es nun auch nicht.
Oder kann ein Orgasmus zu dauerhafter Selbsterkenntnis führen?
Ein anderer Weg besteht darin, sich von all diesen Einbildungen zu befreien.

Neurotisch zu sein hat zur Folge, dass man keinen richtigen Orgasmus,
sondern nur eine wohlig kitzelnde Ejakulation hat und wie bereits erwähnt
dadurch seine Triebenergie nicht entladen kann. Die nicht entladene Energie
staut sich und führt zu einer destruktiven Lebensführung, sei dies in der
Partnerschaft, in der Gesundheit, im sozialen Leben, in der politischen
Ausrichtung oder durch Isolation in spirituellen Scheinwelten.

Und dann? Muss man jedes mal einen Orgasmus haben um in Deinen
erwünschten Zustand der Glückseligkeit und Freiheit zu gelangen?

Es bestreitet kaum jemand, dass das Leben mehr ist, als der rationalen
Erkenntnis zugänglich ist. Das ist aber noch kein Grund sich eine Pippi
Langstrumpf Welt zusammenzubasteln. Schau besser, wie und wo deine
Lebensführung destruktiv ist und frage dich warum das so ist, wo du doch
sicher wie die meisten Menschen das gute, einfache und anständige Leben
suchst.

Pipi Langstrumpf-Welt? Du scheinst einige verquere Vorstellungen zu haben.
Erst einmal muss man zur Kenntnis nehmen, dass Esoterik ein Wort ist,
das mit dem Zeitgeist verbunden wird. In Wahrheit waren alle Kulturen
von den Philosophen der alten Griechen über das alte Ägypten, die Maya
bis hin zu den heidnischen Gemeinschaften, Esoteriker. Was nichts anderes
bedeutet, als eine ganzheitliche Sichtweise auf die Natur der Dinge zu haben.
Im Gegensatz zu heute, wo es überall Spezialisten gibt, die Lösungen für
Probleme auch nur in ihrem speziellen Gebiet vermuten und sich deswegen
auch noch die Köpfe einschlagen.

> Heutzutage behaupten doch die meisten Menschen von sich, spirituell oder

mystisch zu sein und berauschen sich mit seichten Esoterik- und
Lebenshilfe-Bücher. Ich war ja selbst mal Esoteriker und (eingebildet)
glücklich damit. Dabei ist mir aufgefallen, dass fast alle Esoteriker und
spirituellen Menschen von einer emotionalen Unausgeglichenheit betroffen
sind. Sie versuchen krampfhaft, mit ihrem Geist ihre Emotionen zu
kontrollieren, und sobald das nicht mehr gelingt, reagieren sie komplett
irrational.

Es geht um die innere Lebendigkeit, die alle Dinge verbindet. Das ist der Ansatz der
Esoterik und man findet ihn überall, in sämtlichen Traditionen. Dadurch wird
Erkennen möglich. Nenne es meinetwegen Esoterik, es ist jedoch das Leben.

Gruß
nemo

Reduktion

Falkenauge @, Dienstag, 25.08.2015, 21:16 vor 3803 Tagen @ Nonpopulo 1939 Views

dass das

ursprünglichste und allernatürlichste Streben des Menschen das Streben
nach sexueller Lust ist. Nicht masslos, nicht hedonistisch, nicht pervers
und nicht pornografisch, wie der durch die Zwangsmoral verkrüppelte
Neurotiker es vermutet (und selbst praktiziert, so man ihn dann lässt und
er seine Schuldgefühle im Griff hat), sondern in der Form der
vollständigen, durch keine Phantasie, keine Angst und keinem Narzissmus
getrübten Hingabe an einen geliebten Partner.

Das ist die materialistische Reduktion des Menschen auf ein höheres Tier, ebenso triebgebunden. Damit ist natürlich die Handlungsfreiheit des Menschen ausgeschlossen. Danach sind seine Handlungen immer irgendwie von diesem Trieb gesteuert. - Eine betrübliche individuelle und gesellschaftliche Perspektive.

Du würdest - falls du dir noch ein Stück Kontakt zu deinem Kern bewahrt
hast - klar erkennen, dass die Triebkraft das Allerwesentlichste im Leben
ist und sich nie und nimmer durch eine was auch immer geartete "erdachte"
Moral oder Kultur dämpfen lässt. Sie lässt sich nur im Zaum halten, was
sie in der Folge wütend, kriegerisch, sadistisch und zerstörerisch werden
lässt und ihren Einfluss noch vergrössert. ..

Wenn sich die Triebkraft nur um Zaum halten lässt, dann ist ja die Frage, welche Instanz im Menschen das macht. Es kann ja dann nicht die Triebkraft selber sein, sondern etwas höheres, das sich ihr entgegenstellt. Dieses Höhere stellst Du Dir nur sehr schwach vor. Sein Widerstand ist vergeblich und macht das triebgebundene Tier in uns nur noch wütender.

Es kann ja nach dieser Vorstellung leben, wer das will. Nicht dass es das nicht gäbe. Die Triebe spielen eine große Rolle, aber den Menschen darauf zu reduzieren, ist eine lebensfremde Ideologie, die vom ganzen Menschen keine Ahnung hat. Der Mensch ist primär ein geistiges Wesen, das die in seinem Leibe wirkenden Triebe, Begierden und Leidenschaften nicht nur im Zaum halten, sondern auch allmählich überwinden, bzw, veredeln kann. Nur dadurch wird er ein freies Wesen, wie hier zu entwickeln versucht wird.

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Wandere aus, solange es noch geht.