Entlarvend dieser Satz aus dem verlinkten Artikel:
... die etablierten Parteien haben in allen Ländern die Einführung des Euros gegen die ausdrücklichen und begründeten Mahnungen der Ökonomen durchgedrückt.
Sorry, aber das habe ich ganz anders in Erinnerung. Die Mainstream-Ökonomen haben fast einstimmig den Euro gefeiert (kein Wunder, die werden ja alle entweder von den Euro-Profiteuren Banken und exportorientierte Industrieunternehmen sowie die Politik bezahlt), nur wenige Außenseiterstimmen unter den Ökonomen (Sinn, Flassbeck, Lafontaine, Nölling, Hankel, Schachtschneider (Jurist) und wenige andere) haben in der Öffentlichkeit wahrnehmbar gewarnt und wurden dafür medial geächtet, da sie das "Friedensprojekt Euro" gefährden würden.
Zu behaupten "die" (also alle) Ökonomen hätten "gemahnt" ist nur der erste Schritt einer beginnenden Exculpations-Bewegung. Als nächstes wird die Politik behaupten, dass sie den Euro nur auf Druck der Medien und der Bevölkerung eingeführt hat. Da wird sich dann auf Umfragen berufen werden, nach denen die Mehrheit der Bevölkerung den Euro wollte. Und schon hat man den ultimativen Sündenbock: Der kleine Mann war es, der sich den lästigen Umtausch von DM in Lira an der Grenze sparen wollte und mit dieser Uneinsichtigkeit Politik, Medien und Ökonomen allen "Mahnungen zum Trotz" quasi zwangsweise in den Euro gedrängt hat. Da geschieht ihm die Enteignung seiner Spareinlagen á la "Back to Mesopotamia" doch ganz recht, oder?
Gruß,
Phil.M.