Interessant ja - Hintergrund vermutlich die "Anzeige" gegen ihn.
Liebe Malifizia,
ich häng es mal hier mit ran...
Ich fand es interessant und nachvollziehbar.
(Teil von Doku „Schäuble – Macht und Ohnmacht“ Stephan Lamby)
https://www.youtube.com/watch?v=weFirlr6SrELiebe Grüße
Silke
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Es ist wirklich ein interessantes Interview. V. halte ich für einen hochgefährlichen Menschen. Er ist wohl ein exzellenter Schauspieler und brillant darin, Situationen „umzudefinieren“. Ein sehr effizientes „Verfahren“ der amerikanischen Sozialpsychologie. Er ist zudem sehr geübt darin, Menschen zu beeinflussen. Wenn ihm das NICHT gelingt, dann ist er nicht wohl nicht mehr so freundlich. Ich frage mich, wieso er (als Australier) den Posten eines griechischen Finanzministers bekam. Den derzeitigen Finanzminister halte ich übrigens für „echt“. Der ist auch links.
Mit diesem Interview versucht V vermutlich, sich im Hinblick auf die Strafanzeige, die gegen ihn laufen soll (V's Grexit auf konspirative Art - siehe hier im Forum verlinktes Radio-Interview) abzusichern (Verteidigungsrede – vermutlich mit Anwalt abgesprochen). Diese Angelegenheit könnte ihn prinzipiell ins Gefängnis bringen. Also wird er ALLES versuchen müssen, diese Sache in ein anderes „Licht“ zu stellen. Jetzt hat Tsipras die schlechte Karte. Der ist ja inzwischen auch zurückgetreten. Die ganze Szene wird also „umgeschrieben“. Siehe dazu das Ursprungsinterview von V mit den Hedgefond-Managern. Wenn man sich an sein ursprüngliches Verhalten gegenüber der EU und der Troika erinnert, dann hat der „Wolf“ inzwischen ordentlich „Kreide“ gefressen und ist richtig lieb. Die Spielzüge sind auch sehr gut aufgebaut.
Allerdings: wenn Deutschland pleite wäre und die "Gläubiger" brüskiert und beleidigt, dann würde ihm die EZB sicherlich MIT FREUDE die Banken zusperren. Auch wenn sich das Mr. V. „gar nicht“ vorstellen kann. Warum wohl? Deutschland lebt nur deshalb noch, weil es zahlen kann und ja auch für alle zahlen muss. Aber Deutschland bekommt ja auch nicht "auf seinen Stolz" Kredit (der wurde ihm nämlich abgewöhnt) und kann daher nicht von „seinem Stolz“ leben, sondern MUSS von seiner Arbeit leben.
Leider kann ich diesem Mann kein Wort glauben. Seine Mischung aus „Dichtung, Manipulation und Wahrheit“ ist mir einfach „too much“. Aber er ist nützlich für viele. Ob nun ein nützlicher Idiot, ein durchtriebener Schurke oder ein tragischer Held, das bleibt sich dann völlig gleich.
Jedenfalls die Medien haben Spaß an ihm.
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