Was passiert derzeit mit Glyphosat? TTIPP?

Domac @, Donnerstag, 20.08.2015, 17:47 vor 3859 Tagen 2668 Views

Ich frage mich schon seit Wochen, warum Monsanto auf kosten des Glyphosatrenommee zulässt, dass deren Hauptprodukt für die GVO-Pflanzen:
Round-up-Ready Soja, Mais, Erdnuss, ....
derzeit von den Grünen für deren Wahlkampf gegen die Agro-Industrie verwendet werden kann. Vor allem im Hinblick auf TTIP, TESA, u.a..
Dann las ich dass für Glyphosat in vielen Ländern die Patente auslaufen und somit das angestammte Preisniveau gefährdet ist:
http://www.deutschlandradiokultur.de/streit-um-glyphosat-ist-auch-ein-hersteller-streit...

Nun ist für mich die Frage: will Monsanto den Fokus auf die Zuschlagstoffe/Formulierungshilfsmittel wenden und damit ihr Produkt stärken oder wollen sie Glyphosat gegen die Wand fahren, weil sie ein Ersatzprodukt in der Entwicklung haben? Aufgrund der vorliegenden GVO-Pflanzen und dem geleisteten Enwicklungsaufwand vermute ich demnach Ersteres.

--


Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass derzeit eine große Diskussion um Grundwasser, Nitrat, Gülle usw. herrscht. In fundierten medienbeiträgen wird auch schon darauf verwiesen, dass derzeit die Exportindustrie der Hauptnutznießer der billigen Agrarpordukte wie Fleisch und Milch ist. Die Last hat die heimische Bevölkerung mit Gestank und vor allem der Gülle.

Ich frage mich nun, ob man derzeit dabei ist dies aufzubauschen, um eine starke Lobby für TTIP,... zu gewinnen. Nach dem Motto: uns steht das Wasser bis zum Hals, das Russlandembargo (böser Putin!) hat das noch weiter verschärft, und als letzte Chance stellen wir uns von der Bauernverbandsseite hinter TTIP.

Was meint Ihr, sollen die Landwirte die nützlichen Idioten spielen?

GrüßeD

Im (Brau-) Gerstenbereich...

Brauer @, Freitag, 21.08.2015, 02:44 vor 3858 Tagen @ Domac 1964 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 21.08.2015, 02:47

Ich frage mich schon seit Wochen, warum Monsanto auf kosten des
Glyphosatrenommee zulässt, dass deren Hauptprodukt für die GVO-Pflanzen:
Round-up-Ready Soja, Mais, Erdnuss, ....

das hat wahrscheinlich wirklich hiermit zu tun:

Dann las ich dass für Glyphosat in vielen Ländern die Patente auslaufen
und somit das angestammte Preisniveau gefährdet ist

oder wollen sie Glyphosat gegen die Wand fahren, weil sie ein
Ersatzprodukt in der Entwicklung haben?

Ich denke nicht, da sich Glyphosat derzeit sehr stark etabliert hat.
Beispielsweise ist es möglich, und erlaubt, Getreide kurz vor der Ernte "abzutöten" also absterben zu lassen. Dabei reifen die Körner etwas schneller aus, womit die Ernte z.B. vor Schlechtwetterphasen eingebracht werden kann, statt ein höheres Risiko eingehen zu müssen.

In fundierten medienbeiträgen
wird auch schon darauf verwiesen, dass derzeit die Exportindustrie der
Hauptnutznießer der billigen Agrarpordukte wie Fleisch und Milch ist.

Beispiele?
Letztendlich hängt sowieso an jeder industriellen Produktion der Erdölsklave,

Ich frage mich nun, ob man derzeit dabei ist dies aufzubauschen, um eine
starke Lobby für TTIP,... zu gewinnen. Nach dem Motto: uns steht das
Wasser bis zum Hals, das Russlandembargo (böser Putin!) hat das noch
weiter verschärft, und als letzte Chance stellen wir uns von der
Bauernverbandsseite hinter TTIP.

TTIP:

Ein gemeinsamer Markt bewirkt, dass Druck auf die "unwirtschaftlich" Handelnden des anderen Partners ausgeübt wird.
Und viele der "demokratisch gewählten" Entscheidungsträger der EU stimmen dem insgeheim zu. Viele Wissenschaftler auch ("Was soll an einer GMO Tomate so gefährlich sein? Gene? Muhaha!!")
Beispielsweise würde nach TTIP die Agrarindustrie so unter Druck geraten, dass sie kurz darauf gezwungen wäre ebenfalls GMO zu verwenden.
Also erst TTIP, dann "völlig unerwarteterweise" Probleme mit der (nicht nur) Agrarwirtschaft, und schon bald ist mittels plumper Argumente jedem Wähler klar: Wir brauchen auch GMO!
Ich bin außerdem überzeugt, dass spätestens nach einigen Jahren die meisten größeren Brauereien (von wichtigeren LM Zweigen mal ganz abgesehen) umsteigen würden.
Die Teppichetage herrscht. Der Rest läuft mit Werbung, Gesetzgebungszwang und Wirtschaftspolitik.

Endlich kann man dann dem Verbrauchernutzvieh erklären, dass es sowohl seinen Job, als auch seine guten Lebensmittel als auch seinen freien Willen genommen kriegt.
An dieser Stelle wird die Debatte um TTIP wohl bereits vergessen sein.

Patentschutz abgelaufen, Hälfte des Angebots stammt heute aus China

Reffke @, Freitag, 21.08.2015, 12:55 vor 3858 Tagen @ Brauer 1578 Views

Nur mal so nebenbei... [[zwinker]]
1971 liess Monsanto Glyphosat als Herbizid patentieren – heute macht der Konzern allein mit Roundup einen Jahresumsatz von 2 Milliarden US-Dollar.
Seit dem Ablauf des Patentschutzes mischen zahlreiche Unternehmen mit. Die Hälfte des Angebots stammt heute aus China.

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/monsanto-glyphosat-krebserregend-ia.html
Vermutlich kommt dann was Neues: Roundtwo [[kotz]]

Die Lobbyisten scharren bestimmt schon mit den Hufen in Brüssel:
http://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Pflanzenbau/Pflanzenschutz/_Texte/GlyphosatFAQ.html

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

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