Effektive Steuerquote der DAX-Konzerne eher bei 24 Prozent
Und von 200 Milliarden Mehrimporte stammen garantiert 100 Milliarden aus
Deutschland.
Und von diesen 100 Milliarden fließen mindestens die Hälfte,
wahrscheinlich noch mehr, also 50 Milliarden direkt in die Staatskassen und
entlasten die deutschen Steuerzahler um eben diesen Betrag.Wenn also Griechenland gerettet werden muss mit 200 Milliarden, dann hat
der deutsche steuerzahler davon um die 27%aufzubringen, roundabout also
etwa 50 Milliarden.
siehe: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-824789.html
Das macht deine Rechnung zum Verlustgeschäft für den Staat (24% von 100 Milliarden minus 27% von 200 Milliarden = MINUS 30 Milliarden). Und die 27% von 200 Milliarden gelten auch nur, wenn alle anderen Euro-Staat zahlungsfähig sind. Also wird die effektive Quote viel höher liegen, wohl eher bei mind. 40 Prozent (was in diesem Fall den Verlust auf -56 Milliarden Euro erhöht).
Was man den Exporten nach Griechenland positiv anrechnen kann, ist a) die Steigerung der Gewinne der DAX-Konzerne (die Gewinne fließen aber mehrheitlich ins Ausland) und b) eine positive Beschäftigungswirkung inkl. der Auswirkungen auf die Sozialversicherungen. Aber das hätte man auch billiger haben können, denn: Jedem Warenexport steht (vereinfacht gesagt) ein Kapitalexport in gleicher Höhe gegenüber.. Also bezahlen letztendlich (neben dem Staat, s.o.) die deutschen Sparer die Gewinne der DAX-Konzerne und die Beschäftigungseffekte aus den Exporten nach Griechenland. Selbst wenn Super Mario die ganzen Schrott-Anleihen der Griechen aufkaufen sollte, bezahlt es der deutsche Sparer über künstliche in Richtung null Prozent gedrückte Zinsen, die Abwertung des Euro (Kaufkraftverlust bei Importwaren: Früher gab's das Kilo Bananen wirklich für 1 DM und 1 Liter Benzing kostetet nicht einmal annähernd 3 DM wie heutzutage) und längerfristig über erhöhte Inflation (die irgendwann kommen wird). Eine Sondersteuer auf Sparguthaben hätte daher denselben Beschäftigungseffekt wie die Griechenland-Exporte haben können, über z.B. die Verdopplung der Zahl der im öffentlichen Dienst Beschäftigten auf das französische Niveau. Der Effekt wäre sogar noch größer gewesen, da man die Gewinne der DAX-Konzerne (die großteils sowieso an die Wall Street und in die COL fließen) nicht hätte mitfinanzieren müssen.
Gruß,
Phil.M.