Oh oh... die "reichen Deutschen" sind um durchschnittlich 20.000 Euro ärmer geworden

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Mittwoch, 19.08.2015, 17:07 vor 3809 Tagen 3736 Views

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/nettovermoegen-von-2003-bis-2013-geschrumpft-a...

Ob da die Kosten für EFSF, ESM, Target 2 und Super Marios Bazooka schon eingerechnet sind?

Irgendwie kommt jetzt mein Weltbild durcheinander... wir sind doch sonst immer die Reichsten, die Exportstärksten, die wirtschaftlich Dominantesten...

Ich hoffe, die neuen Fachkräfte können den Trend schnellstens umkehren!

Gruß,
Phil.M.

Die DIW-Forscher wissen auch warum: Deutsche kaufen zu wenige Aktien

CalBaer @, Mittwoch, 19.08.2015, 17:34 vor 3809 Tagen @ Philip Marlowe 2798 Views

Schuld sei das "Anlageverhalten der Deutschen", die Deutschen haetten also anstatt Bausparvertraegen nur Apple-Aktien kaufen muessen - dann waeren alle reich. Vermoegen wachsen also an Baeumen, Deutschland kann damit (umweltfreundlich und klimaverbessernd) alle Produktion einstellen. Ab sofort brauchen nur noch saldenmechanische Wunderformeln in den Elfernbeintuermen produziert zu werden.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Kommentar: Pensionen und Renten nicht eingerechnet

Sylvia @, Mittwoch, 19.08.2015, 17:43 vor 3809 Tagen @ Philip Marlowe 2967 Views

Wird auch auf faz.net behandelt: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/das-vermoegen-der-deutschen-i...

Einer der Kommentare:

"Pensionen und Renten nicht eingerechnet!
Till Wollheim (tillwollheimgmx.de) - 19.08.2015 17:02

Wenn man die Pensionsansprüche eines Beamten bei derzeitiger Ertragslage kapitalisiert, sind ab mittlerer Stufe alle Beamten Millionäre. Dem korreliert ja dann auch die deswegen nie mehr zurückzahlbare Staatsverschuldung in Trillionen Höhe!! Aber auch gute Renten wurden nicht einkapitalisiert. Für eine seriöse Bewertung des Volksvermögens wäre das unerlässlich! Damit liegt dann das Mittlere Vermögen bei eher 500'000 denn 120'000 €! Im Übrigen macht es wenig Sinn, die Leute nach dem Wert ihrer Immobilie zu befragen - woher sollen die das seriös wissen?"

Ja, in der unter kameralistischen Haushaltsführung

Centao @, Mittwoch, 19.08.2015, 18:05 vor 3809 Tagen @ Sylvia 2695 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 19.08.2015, 18:11

stehenden Bundesländern und Gebietskörperschaften,
z.B. in Thüringen, sind diese neuen Pensionsverpflichtungen in erheblicher Höhe,(hier ab 1990..) ab 400 Mio € und wachsend für die kommenden Haushalte ab 2016 noch nicht mal vorgesehen oder gar rückgestellt (hier eine Quelle als Bsp). Stand selbst in den MSN-Wurschtblättern wie der TLZ[[freude]].

Größenordnung 2015: 9,3 Mrd Haushalt.

So wie die Dax-Unternehmen hat auch der öffentliche Sektor die Zukunft nahezu verfrühstückt. Die Eigenkapitaldecke der Dax-Unternehmen sinkt übrigens seit Jahren bedenklich.., die Betriebsrentenproblematik steht ante Portas [Quelle WiWo].

Ja Sylvia, die Niedrigzinsphase wird nun ihr hässliches Ende zeigen, oder wir exportieren noch mehr..[[ironie]]

Grüße,
CenTao

PS: Habe dieses Jahr auch ein bissel verzockt.., immer bei falschen Long-Signalen..[[sauer]]

PPS: Mit den zusätzliche finanziellen Lasten und sinkenden Einnahmen aus den BRICS-Exporten geht es rasant aufwärts mit dem Waxxtum..

Und wieder eine Unwahrheit zu den Beamtenpensionen

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Mittwoch, 19.08.2015, 18:28 vor 3809 Tagen @ Sylvia 3267 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 19.08.2015, 18:35

"Pensionen und Renten nicht eingerechnet!
Till Wollheim (tillwollheimgmx.de) - 19.08.2015 17:02

Wenn man die Pensionsansprüche eines Beamten bei derzeitiger Ertragslage
kapitalisiert, sind ab mittlerer Stufe alle Beamten Millionäre.

Man muss nicht alles glauben, was auf diversen Internetseiten von Unbekannten dahergeplappert wird.

Die durchschnittliche Bruttopension eines Beamten liegt bei ca. 2600 Euro im Monat (siehe: http://www.vers-berater.de/text/Studie_Beamtenpensionen.pdf ). Das klingt viel, aber man muss beachten, dass über 80% der (West-)Beamten im gehobenen oder höheren Dienst beschäftigt sind, also mindestens ein Fachhochschulstudium absolviert haben. Der Vergleichsmaßstab ist also nicht der "gesetzliche Durchschnittsrentner" sondern der Akademiker in der "freien" Wirtschaft, der oft zur gesetzlichen Rente noch eine Betriebsrente oder andere Leistungszusagen erhält oder überhaupt nicht als Angestellter, sondern als Freiberufler (Arzt, Anwalt, Ingenieur usw.) tätig ist, und daher überhaupt nichts in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Die Beamtenpension ist "all inclusive". Da gibt's nichts obendrauf.

Die gesetzliche Standardrente beträgt zwar "nur" ca. 1200 Euro im Monat (durchgängige Erwerbsbiografie, wie bei den Beamten), dort beträgt die Akademikerquote aber auch nur ca. 10%. Ein Großteil der nicht beim Staat beschäftigten Akademiker zahlt überhaupt nichts in die gesetzliche Rentenkasse ein, sondern hat eigene berufsständische Versorgungswerke (Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten usw.) Ein reiner Vergleich der Durschnittspension mit der Standardrente ist daher unredlich, bzw. wer eine Kürzung der Pensionen fordert, muss konsequenterweise auch eine Auflösung der berufsständischen Versorgungswerke fordern und die Überführung der Ärzte, Rechtsanwälte usw. in die gesetzliche Rentenkasse, bei gleichzeitiger Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenzen.

Zudem: Da Beamte wohl aktuell durchschnittlich mit 63 Jahren in Pension gehen (wie in der "freien" Wirtschaft auch) und die Lebenserwartung bei ca. 79 Jahren liegt (Männer und Frauen gemittelt), liegt die Pensionsbezugsdauer im Mittel bei 16 Jahren. Bei ca. 12,5 Zahlungen im Jahr (einige Bundesländer zahlen keine Sonderzahlungen, andere den Bruchteil einer Monatspension, aber m.W. zahlt keines 13 Monatspensionen) ergibt das einen Kapitalwert von ca. 500.000 Euro (bei der Annahme, dass die Verzinsung analog zur Inflationsrate erfolgt). Da die Pensionen zu 100% versteuert werden müssen, liegt der Netto-Barwert erheblich niedriger. Bei einer Annahme von 20% Durchschnittssteuersatz also bei ca. 400.000 Euro. Das ist der Gegenwert eines Einfamilienhauses in einer wirtschaftlich durchschnittlichen Gegend. Unangemessen für eine Lebensleistung? Also, dass alle Beamte Pensionsansprüche in Millionenhöhe haben, ist eine glatte Lüge.

Nebenbei: Beamtenpensionen werden zu wie gesagt zu 100% versteuert und aus der resultierenden Nettopension muss noch der Eigenanteil der (teuren, quasi zwangsweisen) privaten Krankenversicherung bezahlt werden.

Gruß,
Phil.M.

Ausserdem sind Ansprueche an den Staat keine Vermoegen

CalBaer @, Mittwoch, 19.08.2015, 18:47 vor 3809 Tagen @ Philip Marlowe 2622 Views

Und dann redet der gute Herr Wollheim auch noch von nicht mehr rueckzahlbaren Staatsschulden im selben Satz. [[top]]

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Das ist richtig. Sonst müsste man jedem konsequent empfehlen, ein Leben in Hartz IV zu verbringen

Philip Marlowe @, Location: Europe's Paymaster, Mittwoch, 19.08.2015, 18:56 vor 3809 Tagen @ CalBaer 2695 Views

Baranteil, Krankenversicherung, Rentenversicherung und Übernahme der Wohnungskosten machen im Monat sicherlich 1000 Euro aus (steuerfrei!).

Insofern hätte jemand, der mit 18 Jahren anfängt Hartz IV zu beziehen und dann mit 65 Jahren in die Altersrente geht, alleine aus dem Hartz IV-Bezug ein äquivalentes Netto-Barvermögen von ca. 550.000 Euro. Warum dann erst denn Stress machen und Beamter werden?

Gruß,
Phil.M.

Na gut, rechnen wir doch mal.

Volker @, Mittwoch, 19.08.2015, 19:36 vor 3809 Tagen @ Philip Marlowe 2832 Views

Gehen wir von den 1000,-€ netto aus. Ergibt folglich ein Nettojahreseinkommen von 12000,-€.
Weiterhin rechnen wir ganz vorsichtig ein Brutto von 15000,-,. Wenn man diesen Betrag bei den aktuellen Zinskonditionen von 2% (Mix aus Tagesgeld, langlaufenden Anleihen und sonstigen münddelsicherem) erwirtschaften möchte muss man rund 750.000,- auf der hohen Kante haben, in DM gerechnet ist man auf jeden Fall Millionär.
Zu den Beamten erlauben Sie mir bitte noch eine Bemerkung, es ist eine Tatsache, daß Pensionäre in Deutschland noch vor den Unternehmern an der Spitze liegen.
Schönen Abend.

Hartz-IV- Forderung = Vermögen

Dieter, Mittwoch, 19.08.2015, 23:59 vor 3808 Tagen @ Philip Marlowe 2146 Views

Hallo Philip,

Forderungen gelten generell als Vermögen, es sei denn ein Gesetz stellt diese Art von Vermögen steuerfrei.

Insofern sind selbverständlich abgezinste Rentenansprüche, Hartz IV-Forderungen, Pensionsansprüche Forderungen. Aber auch jede Art von Bezügen, die nicht von einer erbrachten Vertragsleistung des Gläubigers abhängt, also z.B. auch zukünftige Beamtenbezüge, oder auch teilweise Gehalts/Lohnforderungen, die leistungs/arbeitsunabhängig entstehen.

Bei einer zukünftigen Besteuerung von Vermögen wird man aufgrunddessen vermutlich den Barwert z.B. eines 18jährigen Hartz-IV-Empfängers als Freibetrag feststellen, also mind. 500.000 Euro, als allgemeiner Freibetrag, sodaß nur Vermögen oberhalb dieser Grenze besteuert wird.

Gruß Dieter

Vermoegen stellt den Besitz von materiellen Werten dar

CalBaer @, Donnerstag, 20.08.2015, 02:45 vor 3808 Tagen @ Dieter 1910 Views

Eine Forderung ist aber kein Besitz.

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Das sieht die deutsche Finanzverwaltung aber ganz anders

Dieter, Donnerstag, 20.08.2015, 07:37 vor 3808 Tagen @ CalBaer 1869 Views

Eine Forderung ist aber kein Besitz.

auch eine vermietete Wohnung ist für den Vermieter kein Besitz, aber trotzdem Vermögen, weil es Eigentum ist. Und exakt so schaut es auch mit jeglichen Forderungen aus.

Jede Bilanz wirft z.B. Forderungen als Vermögen aus, unabhängig davon ob sie jemals erfüllt werden. Erst wenn es keine Rechtsgrundlage zur Erfüllung der Forderung mehr gibt, wird sie nicht mehr als Vermögen gewertet.

Gruß Dieter

Die Verwaltungen und Behoerden stellen eben ihre eigenen Regeln auf

CalBaer @, Freitag, 21.08.2015, 05:50 vor 3807 Tagen @ Dieter 1626 Views

Eine Forderung ist aber kein Besitz.


auch eine vermietete Wohnung ist für den Vermieter kein Besitz, aber
trotzdem Vermögen, weil es Eigentum ist.

Eigentum in Besitz ist das beste Vermoegen.

Und exakt so schaut es auch mit
jeglichen Forderungen aus.

Nicht exakt. Der zukuenftige Wert einer Immobilie ist immer Risiken unterworfen, genauso verhaelt es sich mit Forderungen. Die Risiken und daraus ableitbaren Bewertungen sind aber nicht exakt gleich. Eine Immobilie in Eigentum und Besitz (also nicht durch eine Mietsituation belastet) kann ich sofort zu Geld machen, waehrend eine Forderung erfuellbar irgendwann in 30 Jahren durch einen notorischen Pleitier und Trickser (Staat) wohl kaum als gleichwertiges Vermoegen betrachtet werden kann, eben weil man nicht in Besitz ist.

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