Bücher verschwinden wieder – diesmal in Bad Dürrheim
Bücherverbrennungen waren eine der wichtigsten Argumente der Gutmenschen in DDR und BRD gegen den Faschismus.
Wo Bücher brennen, brennen später auch einmal Menschen.
Der Hintergrund waren die Büchervernichtungen im Dritten Reich.
Und nun passiert Ähnliches in der DDR 2.0.
Ob sie tatsächlich verbrannt wurden, steht dahin – zumindest wurden sie aus dem Bestand entfernt und sind somit nicht mehr verfügbar.
3200 Bücher, das sind 40 Prozent des Büchereibestands sind bei einer Aussortierungsaktion des Regierungspräsidiums vernichtet worden. Die Wogen schlagen hoch, das Unverständnis ist enorm.
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Die ehrenamtlich engagierten Lesepaten wollen nun die Sache direkt beim Bürgermeister klären – und die Sache in den Gemeinderat bringen. Dazu jedoch wollen sie sich ein durchdachtes und tragbares Zukunftskonzept für eine moderne, barrierefreie Bibliothek dazu ausdenken.
Offizielle Begründung also, man braucht Platz für eine behindertengerechte Bücherei.
Das sagt die Büchereileiterin: Regina Hofmann leitet seit 36 Jahren die Bad Dürrheimer Bücherei. Sie sagt, sie habe bislang immer nach Quotenvorgabe Bücher aussortiert und sei dazu auch weiterhin bereit gewesen. „Im vergangenen Jahr habe ich 500 Bücher aussortiert.“ Und je nach Etat aus dem städtischen Haushalt hat sie neue gekauft. Überrascht und entsetzt ist sie noch immer über das Vorgehen. Denn die Aktion wurde gerade an ihrem ersten Urlaubstag, dem 27. Juli, gestartet und ließ sich von Seiten des Regierungspräsidiums (RP) nicht verschieben. Regina Hofmann schloss den Mitarbeitern die Bücherei auf, bot Hilfe an, diese wurde jedoch abgelehnt, sie weggeschickt. Während ihres Urlaubs wurde sie von Bücherei-Nutzern angerufen und sie erschrak, als sie das Ausmaß sah. Noch immer ist ihr der Schock anzumerken.
Überfallartige Aktion – klares Indiz für Auftragsarbeit
Das sagt das Regierungspräsidium: Die Behörde hat nach Angaben von Bibliothekarin Christina Kälberer nicht ohne Grund und nicht „nach gut Dünken“ die Bücher aussortiert. „Wir gehen bei diesen Aktionen nach drei Kriterien vor“, erläutert sie. Diese sind: Aktualität, Häufigkeit des Ausleihens, Zustand. Sind diese Anforderungen nicht erfüllt, wird das Buch ausgemustert.
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Nur Sachbücher mit Aktualitätswert – Recht, Reiseführer – wurden aus dem Bestand genommen. Bei Kinder- und Jugendliteratur weist die Bibliothekarin darauf hin, dass einige Bücher in alter Rechtschreibung verfasst seien, „wobei die richtige Schreibweise gerade für Kinder wichtig ist.“ Außerdem sei das so genannte Wording, also die Formulierung, in einigen Büchern nicht zeitgemäß. Christina Kälberer nennt etwa das Wort „Neger“, das noch in Klassikern vorkomme.
Quelle: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/bad-duerrheim/Grosses-Bestuerz...
Aha, da haben wir den wesentlichen Grund für die „Nacht- und Nebelaktion“!
Die Bibliothek hatte selbst 500 Bücher aussortiert.
Das Regierungspräsidium ermittelte eine 6-fach höhere Menge.
Die besserwissenden Gutmenschen wollen eine neue Diktatur errichten und dringen in alle Lebensbereiche ein.
Denn diese Leute können unmöglich in wenigen Stunden die auszusortierenden Bücher gelesen haben.
Daraus folgt konsequenterweise, es existieren Listen für zu vernichtende Literatur. ![[[kotz]]](images/smilies/kotz.gif)
Dem Thema hat sich auch Roland Tichy gewidmet.
Bei Interesse bitte hier entlang: http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/buecher-brennen-wieder/
mfG
nereus
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