Deutsche Bahn will ihre ICE zukünftig in China kaufen! (mT)

DT @, Montag, 17.08.2015, 13:27 vor 3811 Tagen 4064 Views

Grube spart wieder mal und erhöht seinen Bonus durch die Einsparungen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/konkurrenz-fuer-siemens-deutsche-bahn...

Erst liefert Siemens ICE nach China, dann wird ein "Joint Venture" geformt, um
den chinesischen Markt zu bedienen, zB fahren baugleiche ICE3 pünktlich binnen
35 min von Peking nach Tianjin, dann rüsten die Chinesen auf und verkaufen uns
unsere eigenen Produkte.

[image]

Und das eingesparte Geld wandert in die Taschen von Grube, Pofalla und Co. Und die Siemens-Mitarbeiter werden entlassen. Schon ab 2017 werden die ICE Radsätze in China und nicht mehr in Bochum gekauft. Wann wird die Lohndeflation so weit sein, daß Bochum wieder konkurrenzfähig zu China ist? Im High-Tech-Bereich ist es schon längst so weit, dort verdient man zB in Shanghai mehr als in Deutschland.

Dazu kommt die Industrie 4.0

Leser68 @, Montag, 17.08.2015, 14:44 vor 3811 Tagen @ DT 3198 Views

Was ist denn Industrie 4.0 eigentlich?
Dazu werde ich keine Hochglanzartikel z.B. von Wikipedia oder vom deutschen Bundesforschungsminsterium verlinken, weil ich inzwischen genau weiß, was dieser Begriff wirklich bedeutet. Ich hatte Anfang des Jahres Kontakt zu jemandem, der da gerade voll mit zu tun hat mit dieser Zukunft.

Industrie 4.0 bedeutet, dass in Zukunft Hilfsarbeiter oder angelernte Arbeiter die Facharbeiter, die komplexe Produktionsmaschinen bedienen (z.B. CNC- bzw. CAM-Maschinen), ersetzen werden. Dies funktioniert dadurch dass besonders einfach zu bedienende Oberflächen programmiert werden, so dass ein Bediener nur noch z.B. auf den Menüpunkt "Fräse ein Motorventil" drücken muss, um ein solches Motorventil oder etwas anderes anspruchsvolles herzustellen. Werkzeugwechsel, Übertragung der Abmessungen, Einsetzen und Ausbau des Werkstücks: Alles geschieht dann nahezu vollautomatisch.

Die Facharbeiter können sich dafür dann auf einen vorzeitigen Ruhestand mit deutlich reduzierten Bezügen freuen, wo sie dann viel Zeit haben, um sich um ihr noch nicht abbezahltes Häuschen zu kümmern, z.B. indem sie im Garten hinter dem Haus zusammen mit ihren Nachbarn einen Biomeiler aufbauen.

Realisiert wird das Ganze mit Hilfe einiger Softwareentwickler und Ingenieure oder auch nur mit gut ausgebildeten Ingenieuren, die auch Ahnung vom Programmieren haben.

Und noch ein Hinweis bezüglich einer Umwelt, in der Menschen noch leben können:
Mit einem neuen, leichten, kostengünstigen und effektiven Getriebe aus deutscher Produktion können z.B. Rodungsmaschinen ausgestattet werden, die den Amazonas-Urwald noch schneller und billiger abholzen können.
Deswegen hatte ich in einem meiner ersten Beiträge gemeint, dass Ingenieure sehr viel zur Zerstörung unserer Umwelt beitragen, neben Wirtschaftswissenschaftlern, Juristen, Medienleuten oder Politikern.

schlechte Aussichten - die neuen "Facharbeiter" und die Häuselbauer Ü40

modesto, Montag, 17.08.2015, 19:09 vor 3811 Tagen @ Leser68 2780 Views

Vielen Dank Leser68 für diese Erklärung.

Was ist denn Industrie 4.0 eigentlich?


Industrie 4.0 bedeutet, dass in Zukunft Hilfsarbeiter oder angelernte
Arbeiter die Facharbeiter, die komplexe Produktionsmaschinen bedienen (z.B.
CNC- bzw. CAM-Maschinen), ersetzen werden. Dies funktioniert dadurch dass
besonders einfach zu bedienende Oberflächen programmiert werden, so dass
ein Bediener nur noch z.B. auf den Menüpunkt "Fräse ein Motorventil"
drücken muss, um ein solches Motorventil oder etwas anderes
anspruchsvolles herzustellen. Werkzeugwechsel, Übertragung der
Abmessungen, Einsetzen und Ausbau des Werkstücks: Alles geschieht dann
nahezu vollautomatisch.

Langsam formt sich das Bild und es wird klar, warum die Wirtschaft nach neuen "Facharbeitern" ruft, die sie aus fremden Kontinenten bezieht und sicher zu ganz anderen Löhnen arbeiten lassen wird als heute üblich.

Die Facharbeiter können sich dafür dann auf einen vorzeitigen Ruhestand
mit deutlich reduzierten Bezügen freuen, wo sie dann viel Zeit haben, um
sich um ihr noch nicht abbezahltes Häuschen zu kümmern, z.B. indem sie im
Garten hinter dem Haus zusammen mit ihren Nachbarn einen Biomeiler
aufbauen.

Da im Moment mit der Honigfalle Niedrigzins Hunderttausende in Kredite für völlig überteuerte Häusle getrieben werden, wird Deine Prognose, an der ich persönlch nicht zweifle, für große Verwerfungen in der Gesellschaft sorgen.
Zumal nicht wenige die 40 bereits überschritten haben und bei Renteneintritt auf der Soll-Seite noch eine erhebliche Summe übrig sein wird.

Schlechte Aussichten.

Grüsse von
modesto

Noch ein Nachtrag zur Situation in Bayern

Leser68 @, Montag, 17.08.2015, 22:55 vor 3810 Tagen @ modesto 2271 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 17.08.2015, 23:02

In Bayern wurden glaube ich vor ca. sieben Jahren in den Schlachtbetrieben nach und nach die Facharbeiter durch billige Aushilfskräfte aus Osteuropa ersetzt - Dank irgendeiner neuen EU-Freizügigkeitsregelung.

Im gleichen Jahr oder im Jahr davor oder danach gab es trotz hoher Milchpreise ein Preisdumping für bayerische Milchviehhalter. Der Grund war, dass die bayerischen Molkereien (in Grenznähe) bevorzugt billige tschechische Milch aufkauften für ca. 9 Ct pro Liter Vollmilch. Der Grund war, dass die tschechischen Milchbauern aufgrund von Inflation im eigenen Land mit diesem niedrigen Preis immer noch besser bedient waren als mit dem im eigenen Land.

Auch in 2008 gab es aufgrund des hohen Ölpreises (bis ca. 150 Dollar pro Barrel im Frühjahr) entsprechend hohe Preise für Getreide und Ölsaaten (Rapsöl). Dadurch konnten die Bauern in Deutschland sehr gute Einnahmen verzeichnen. Die Bezahlung (EU-Prämien?) kommt aber immer erst einige Monate nach Ablieferung der Ernte. In diesem Jahr war es so, dass der bayerische Staat die EU-Prämien/die Vergütung für die Ernte um genau so viel kürzte wie die Bauern mehr verdient hatten.
Dadurch wurden mehrere Dinge recht deutlich: Dieses EU-System ist ein absoluter Schwachsinn bzw. die nationale und die EU-Politik haben vor allem die Niederhaltung der kleinen und mittleren Unternehmen im Sinn und zweitens hat die Politik doch sehr viel Macht - entgegen der bekannten Äußerung von Herrn Seehofer bei einer Fernseh-Sitzung mit Herrn Pelzig darüber wie machtlos die armen Politiker doch seien.

Auch die Absetzung des ADAC-Präsidenten aufgrund von Manipulationen bei ADAC-Statistiken (vermutlich im Auftrag der Automobilindustrie) durch die Zusammenarbeit von Politik und Medien, nach einer Kampagne des ADAC gegen die Pkw-Maut (zurecht, weil die Staatseinnahmen durch Kfz-Steuer und Energiesteuer/Mineralölsteuer wesentlich höher sind als die Ausgaben für den Kfz-Verkehr), zeigt, dass Politik im eigenen Land sehr wohl Macht hat.


In Bayern aber auch in vielen anderen ländlichen Gegenden sind die Immobilienpreise seit Jahren im Sinkflug, weil alle Menschen in die Städte wollen. Was viele einmal als Altersvorsorge geplant hatten, das eigene Häuschen, entpuppt sich jetzt höchstens noch als Klotz am Bein bzw. nur noch als ein gewisses Zubrot zur schmalen Rente.

Vielleicht dreht sich der Trend der Landflucht bald um, wenn das Erdöl bzw. die Energie im Allgemeinen bald wieder deutlich teurer werden und sich das Wissen um die Möglichkeiten der biologischen Landwirtschaft endlich in großem Maße verbreiten.

Von Putin lernen heisst siegen lernen. ;) (oT)

Kirov @, Montag, 17.08.2015, 16:56 vor 3811 Tagen @ DT 2330 Views

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