Inflation in China!

Odin @, Sonntag, 16.08.2015, 13:40 vor 3812 Tagen 3422 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 16.08.2015, 14:08

Tag

Meine Frage: Wie hoch ist die Inflation in China wirklich? Ich denke, sie müsste sehr hoch sein. Ein Bekannter, der in China lebt, erzählte mir, das dort für Geldanlagen bis zu 12 % Zinsen angeboten werden.
Kann jemand das bestätigen? Wenn ja, dann kann die Inflation nicht bei circa 2 % sein, wie angeben wird.
Bei einer höheren Inflation macht doch eine Abwertung der Währung Sinn, oder?

Gruß Odin

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Bring es auf den Punkt! Qui bono?

Schattenbanken in China und USA

Piter @, Sonntag, 16.08.2015, 13:57 vor 3812 Tagen @ Odin 3104 Views

Hallo Odin,

Dein Hinweis ist interessant.

Aber es stimmt nicht mit der Inflation, sondern es herrscht Deflation.
Weil seit spätestens Juni keine neuen Kredite mehr geschaffen werden. Die letzte Blase in China, war die "Aktien-Blase" die nun platzt.

12% Zinsen? Das versprechen nur "Schattenbanken", die das Geld dann an Aktienspekulanten oder Firmen verliehen haben.

Das ging ein paar Jahre auch ganz gut, aber ich wette, dass hier bald die nächsten größeren Kreditausfälle eintreten werden. Ähnlich wie 2008.

Darum bringen uns die Bankenstatistiken - die eher ein geringeres Kreditvolumen als 2008 anzeigen - leider nicht weiter. Das Niveau der Kreditvergabe hat längst den Hochpunkt von 2008 überschritten. Klar, weil sonst ja auch die Wirtschaft noch immer in der Rezession verblieben wäre.

Aber das Schattenbankenproblem ist ein weltweites (habe den Text noch nicht gelesen - aber er bietet einen guten Überblick). Die Probleme liegen nicht nur in China, sondern vor allem auch in den USA.

Keine Ahnung, wann die Blase platzt und was der Auslöser sein wird. Aber ich erwarte, dass der Finanzsektor in den nächsten 1-3 Jahren wieder massiv durchgeschüttelt wird.

https://www.imf.org/external/pubs/ft/gfsr/2014/02/pdf/c2.pdf

http://www.brookings.edu/~/media/research/files/papers/2015/04/01-shadow-banking-china-...

http://www.businessspectator.com.au/article/2015/3/31/china/are-chinas-shadow-banks-goi...

Gruss
Piter

Danke für Infos. o.T. (oT)

Odin @, Sonntag, 16.08.2015, 15:04 vor 3812 Tagen @ Piter 1974 Views

- kein Text -

--
Bring es auf den Punkt! Qui bono?

Ein Beispiel: Deposit Rates HSBC China (edit)

Broesler, Sonntag, 16.08.2015, 14:04 vor 3812 Tagen @ Odin 2705 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 16.08.2015, 14:11

RMB-Einlagen
[image]
Quelle: https://www.hsbc.com.cn/1/2/misc/deposit-rates

Ahoi
Broesler

edit:
Fremdwährungen:
[image]
Gleiche Quelle | HSBC China

Befinden wir uns schon im Auge des Tornados?

Piter @, Sonntag, 16.08.2015, 14:31 vor 3812 Tagen @ Broesler 3165 Views

Hallo,

seit Anfang August hat der Goldpreis schon mehrfach einige Sprünge nach oben versucht.
Meine jüngste Aufstockung bei den Minenaktien hat sich schon ganz gut entwickelt.

Werde nun weiter in Gold, Silber und Platin investieren. Aber ganz langsam, denn momentan ist CASH King.

Mir scheint es jedoch so, dass wir gerade vor den Anfängen des nächsten Finanzcrashs stehen.

Leider bin ich kein Banker, aber bei solchen Nachrichten schüttelt es mich schon ein wenig. Dass die Presse auch nur so am Rande darüber berichtet zeigt wiederum, dass ähnlich wie 2007, die Partystimmung aufrecht gehalten werden soll und das böse Erwachen bald kommen dürfte:

http://www.ft.com/intl/fastft/373951/chinas-shadow-banking-sector-collapsed-july

Bankkredite - Schattenbanken Chinas - im Juli brachen 60% ein...

Es bestätigt meine Vermutung, dass im Juli, in China, gar nichts mehr so funktionierte wie es soll.

Darum auch der schnelle Abwertungsschritt, dem vermutlich noch viele weitere folgen werden.

Dennoch sollte man darauf hinweisen, dass das Volumen der chinesischen Schattenbankensystems, im Vergleich zu den USA, noch immer klein ist. Es sind "nicht garantierte" Ausleihungen an Banken und Finanzinstitute, ähnlich einem Geldmarktfonds.

Allerdings wurden in China viele Projekte finanziert, die nun Verluste machen. Wie Kohleindustrie, Stahlproduktion oder Minen. Deren Produktionskosten liegen teilweise doppelt so hoch wie die Weltmarktpreise.

Doch sollte die chinesische Produktion ganz vom Markt verschwinden, würden die Preise auch wieder explodieren...

Schwer einzuschätzen was da passiert. Kann mir dabei jemand helfen?

Für China ist es ein Dilemma. Einerseits braucht man die billigen Rohstoffe, andererseits will man auch nicht seine Eigenproduktion an Rohstoffen Bankrott gehen lassen.

Die einzige Lösung sind wohl Importbeschränkungen oder monatliche Liquiditätsspritzen an die heimischen staatlichen Förderer. Man wird wohl kaum eine ganze Industrie bankrott gehen lassen?

Das die Zinsen tatsächlich über 10% liegen wird auch hier zitiert:
..."soaring double digit interest rates on shadow banking loans collateralized by over-valued coal reserves."

http://davidstockmanscontracorner.com/chinas-monumental-ponzi-heres-how-it-unravels/

Oder sehe ich das alles zu negativ? Würde gerne mal die Meinung der Bullen hören <img src=" />

Gruss
Piter

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