Warum findest Du Stillwater besser?

Piter, Freitag, 14.08.2015, 15:16 (vor 3813 Tagen) @ M. S.2181 Views

Hallo M.S.,

Danke für die Ideen. Schaue ich mir gleich an.

Allerdings würde mich interessieren, warum Du Stillwater "interessant" findest?

Stillwater Mining hat zurzeit Produktionskosten von 785 US$ pro Unze und fördert pro Quartal rund 100.000 Unzen. Liquidität 500 Mio. US$ ist sehr attraktiv, dafür haben sie aber auch 300 Mio. US$ Schulden. Bei 700 Mio. US$ an Anlagevermögen komme ich so auf einen Nettobuchwert von 900 Mio. US$. Die Marktkapitalisierung steht bei 1,1 Mrd. US$.

Ein KBV von 1,2

Bei PLG ist das KBV aber nur 0,4!

Dabei hat PLG eine 95% fertiggestellte, nagelneue Produktionsanlage, deren operative Förderkosten 500 US$/Unze betragen +X um auf die Gesamtkosten zu kommen. Vermutlich wird man im 1. Jahr über 800 US$/Unze liegen, aber ab dem 3. Jahr darunter.

Somit ist der Abschlag, auf die Bewertung bei Stillwater, von über 60% vollkommen ungerechtfertigt. Aber natürlich teilweise mit Südafrika (Gewerkschaften, Black Empowerment) zu begründen.

Dafür hat Stillwater meines Wissens ein großes Explorationsprojekt abschreiben müssen. PLG besitzt, zusammen mit Japan Oil & Gas, ein Joint Venture namens Waterberg, das über 600.000 Unzen, ebenfalls zu Kosten weit unter 800 US$/Unze fördern könnte.

Die Produktionserweiterung ließe sich ab 1.400 US$ Platinpreis problemlos, innerhalb von 3 Jahren aus dem Cash-Flow finanzieren. Lediglich eine Vorfinanzierung über 200-300 Mio. US$ wäre dafür nötig.

Dann hätte man bis in 3-5 Jahren >0,5 Mio. Unzen Produktion und der Kurs könnte bei 1,80-2,00 US$ stehen.

Datum sehe ich aktuell bei 0,30 US$, bei PLG, einen guten Einstiegszeitpunkt.

Klar sieht man den Wert in den Finanzmodellen noch nicht, da ja bisher nur Verluste anfielen. In dem Falle hat das Mangagement aber gute Arbeit geleistet. Denn man hat alles, bis zum Start der Produktion im 4. Quartal, innerhalb von 5 Jahren realisiert und ist trotz massivem Preisdruck, nicht Pleite gegangen.

Darum erwarte ich, dass das Unternehmen eine gute Zukunft haben wird.

Dutzende andere Explorer sind dagegen in den letzten Jahren, trotz guter Projekte, untergegangen.


Da ich ein Freund der Einzelwerte bin, glaube ich, dass man eine Outperformance am besten durch eigene erarbeitete Informationen erzielen kann. Aber da ich auch immer Kapital frei habe, gehe ich damit gerne auch in ETFs.

Meine Devise lautet eigentlich: Sei immer zu 100% investiert und versuche jeden Monat 1-2% zu machen. Aber wenn sich schwierige Zeiten ankündigen, dann nehme ich die Investitionsquote gerne auch drastisch zurück.

Für die nächsten 2-3 Monate sehe ich eher einen Vorteil bei Cash und vermutlich wird das auch 2016 so bleiben.

Gruss
Piter


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