Beispiele dafür

nvf33, Mittwoch, 12.08.2015, 13:34 (vor 3816 Tagen) @ software-engineer3367 Views

Ich möchte einmal eine grundsätzliche Frage zur Diskussion stellen: Ist
ein funktionierendes und stabiles Wirtschaftssystem vorstellbar, in dem
Schulden und deren weitverzweigte Derivate nicht eine wesentliche
Komponente dieses Systems darstellen?

Hat ein solches System historisch jemals in einer "entwickelten"
Gesellschaft existiert (abgesehen von primitiven
Tauschhandel-Gesellschaften)?

Oder sind Schulden eine inhärente Struktur-Komponente des Geldes?

Im Buch von Johannes Juergenson "Die lukrativen Lügen der Wissenschaft" sind weiter hinten einige beschrieben, wenn man dem glauben mag.

Ich denke der Knackpunkt liegt aber darin, wie man das Spannungsverhältnis eines Versprechens auf eine bessere Zukunft mit der Gegenwart verbindet.
Damit das sinnvoll funktioniert, bedarf es einer Vertrauensgrundlage.
Wer Vertrauen und Versprechen wirklich ernst nimmt, braucht kein externes Konzept wie Schulden. Das Bedürfnis nach Ausgleich tragen die Wirtschaftsakteure dabei dann in ihrem Charakter.
Das Problem ist, dass man Vertrauen sehr leicht mißbrauchen und nur sehr schwer aufbauen kann.

Üblicherweise bedarf es einer massiven existentiellen Krise, damit sich eine Mehrheit zu echtem Vertrauen findet. Das gab es in D schonmal in den 1930er Jahren, wenn man den Ausführungen von Hjalmar Schacht in "1933 oder wie eine Demokratie stirbt" glauben mag (der war damals Reichsbankpräsident).

Die Regionalgeldinitiativen sind ein heutiges Beispiel für Schritte in eine ähnliche Richtung: z.B.
www.chiemgauer.info/
www.elbtaler.de/

Grüße
nvf33 (Neuling hier, Hallo also an alle).


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