Kurze Frage an die spanischen Immobilienexperten: (mT)

DT @, Dienstag, 11.08.2015, 02:16 vor 3817 Tagen 6604 Views

Ein Freund meines Schwagers möchte auf Mallorca ein Grundstück von ca 17000 m² in der Nähe von Felanitx erwerben. Es ist eigentlich ein relativ trockener Acker, umgeben von Fincas. Angeblich darf man nur auf Grundstücken von mehr als 15000 m² eine Finca bauen. Wasser und Strom sind noch nicht vorhanden, ein
Zufahrtsweg von einer kleinen Nebenstraße ist da. Das ganze liegt auf
einer leichten Anhöhe, schlecht einsehbar von außen.

Dann möchte er mit Hilfe mallorquinischer Bauarbeiter eine Finca nach seiner Facon darauf errichten. Wie das dann mit der Baugenehmigung geht frage ich mich auch, das ganze ist ca 4 km außerhalb von Felantix, Richtung etwas nördlich von San Salvador, nähe Es Fangar.

Welche m² Preise sind vernünftig? Ich hätte bei der Landqualität zu 0.50 bis 1.00 EUR pro m² geraten, das würde man in Deutschland für so einen Steinacker
zahlen, die Preise, die ich gehört habe, sind aber viel höher, und der Freund
des Schwagers denkt auch noch, das sei billig, verglichen mit Bauland
in deutschen A-Städten.

Bauland würde ich aber das nicht nennen, Strom nur mit Anschluß zum Nachbarn
und ein Brunnen muß erst noch gebort werden. Er denkt an Solarpanels/Batterien sowie Solarheizung.

Wo kann man so etwas wie ein Verkaufs-Abschlußregister von Malle einsehen? Die Vergleichspreise in Immoscout erscheinen mir als Mondpreise (nachgefragte Preise der Verkäufer) wie zu Zeiten der Immoblase von vor 5 Jahren. Das ist doch keine Innenstadtlage München.

Danke, DT

Preis = Mischkalkulation, Brunnengenehmigung garantiert?

modesto, Dienstag, 11.08.2015, 08:45 vor 3817 Tagen @ DT 6235 Views

bearbeitet von modesto, Dienstag, 11.08.2015, 12:28

Guten Morgen DT,

bin kein spanischer Experte, aber vielleicht ist mein Senf doch zu etwas Nutze.

Bei uns sind in den letzten Jahren einige Paare aufgeschlagen, die es vorher entweder in Spanien versucht haben oder sich zumindest umgesehen haben zwecks Investition in Betongold, um Miete zu erzielen und auch selber zu nutzen in den Ferien, Altersruhesitz oder Fluchtburg.

Wir kennen daher nur die paar Leute, die sich dann anders entschieden haben.

Ein Paar aus München wollte Land erwerben, bauen und einen Brunnen bohren.
Der wäre nicht erlaubt worden von den Behörden, also war das Projekt gestorben. Brunnen darf nicht jeder und überall bohren, da muss man sich vorher in Spanien genau absichern!

Ein anderes Paar, unverheiratet im vorgerückten Alter - sie ist Witwe und besaß eine Wohnung in Spanien, die ihr die Pflicht einbrachte, eine Steuererklärung zu machen, Steuern auf imaginären Gewinn durch Vermietung (hat nie vermietet, stand leer bis auf ihren eigenen Urlaub), zu zahlen und auch ihr deutsches Vermögen zu deklarieren.
Spanien scheint da gut zuzuschlagen bei ausländischen Immobesitzern.

Zu den Preisen:
Malle erlebt seit geraumer Zeit einen Hype, befeuert durch das Fernsehen.
Wenn wir im Winter oder abends mal zappen, sehen wir dauernd Luxusmakler auf Malle, Auswanderer auf Malle, Prominente auf Malle etc.
Das treibt die Preise!

Zum Vergleich stelle ich mal ein Baugrundstück in unserer Gegend rein.
Zur Gegend kurz: Gallipoli wird von den deutschen Insidern gern "das Sylt Italiens" genannt.
Dort macht das Geld Norditaliens Urlaub, viele investieren und bereichern sich geradezu an Vermietung in der Hochsaison.
Es ist eben noch sehr ursprünglich, das ionische Meer ist wirklich dort glasklar und der Fisch genießbar.
Außerdem ist man von München nach Brindisi in einer Stunde geflogen und hat dann noch ca. 50 Minuten Autofahrt, also gut erreichbar. Zur Not auch nur per Festland immer an der Adria entlang und dann 30 km rüber zur anderen Küstenseite.

Entsprechend sind die Preise auch nicht ohne, fertige Häuser für deutsche Verhältnisse aber erschwinglich und Bauland auch noch.

Auf Bauland im außerörtlichen Bereich gibt es bei uns - und in Spanien sicher genauso - einen Bauindex.
Der liegt bei uns bei 1 % der Grundstücksfläche plus zusätzlich "technische Räume" wie Heizraum, Waschküche, Garage.

Du schreibst von angemessenen 0,50 - 1,00 €/m² für Ackerland, auf dem man dann aber in Spanien und Italien bauen darf.
Der Vergleich mit Deutschland hinkt hier ein wenig, denn auf Ackerland darf man in D. nicht mal einen Holzschuppen stellen, bekommt als Nicht-Bauer keinen Stromanschluss, darf keinen Tiefbrunnen bohren etc..

Näher kommt man dem Ziel, wenn man sich anhand des Bauindex ausrechnet, was Bauland kosten würde.
Z.B. darf Dein Freund angenommen 150 m² bauen.
Reines Bauland würde 200 € auf den QM kosten.
Dazu dann die Restfläche Ackerland zu einem Euro - vielleicht kommt man so dem geforderten Preis näher, so wäre es realistisch.

Mal ein Beispiel bei uns um die Ecke:

20.000 Quadratmeter Grundstück mit Obst und einem Trullo zum Sanieren, gebaut werden darf ein Haus von 200 m² + technische Räume.

Strom liegt in der Straße, Trinkwasserbrunnen darf gebohrt werden und kostet nochmal ca. 9.000 Euro (Felsbohrung).

Der Preis von 65.000 € ist mehr als angemessen, denn schon die 200 m² Bauland für das Haus würden 40.000 € kosten.

Verbleiben also für 19.800 m² fruchtbares Land in bester Ortsrandlage 25.000 €.

Wie man sieht, sind solche Grundstücke eine Mischkalkulation.

Hier mal das Beispiel:

http://casamare.npage.ch/baugrundstuecke/20000m-trullo-oliven-u8.html

Und mal ein Preisbeispiel für ein bescheidenes Landhaus am Meer mit Trinkwasserbrunnen und Abwasser:

http://casamare.npage.ch/rohbau-wasser-abwasser.html


Der Freund Deines Schwagers könnte sich nach den Preisen für reines Bauland erkundigen, sich genau informieren, wie der Bauindesx für die Finca wäre und dann mal zusammenrechnen, was noch für den restlichen "Acker" zu zahlen wäre.

Immens wichtig ist meiner Erfahrung nach, sich genau abzusichern, wie es mit der Baugenehmigung und dem Brunnen funktioniert.
Und sich dann peinlichst genau an alles zu halten, was die Behörden vorschreiben.
Inzwischen betreue ich für Freunde diverse Baumaßnahmen hier und kann sagen, dass es nur so gut klappt und reibungslos läuft, weil ich mit dem neuen Bürgermeister und seinen Eltern seit Kindesbeinen befreundet bin.
Und somit habe ich nach 6 Monaten eine hieb- und stichfeste Baugenehmigung durch samt Brunnengenehmigung.
Auch lebenslustige, südländische Handwerker spuren oft nur, wenn man ihnen ständig auf die Finger schaut und den Abgabetermin im Auge behält.

Man bedenke, dass auch für Spanien und Italien Fertigstellungsfristen gelten.
Sind diese überschritten, erlischt die Baugenehmigung.
Hat auch dort den Hintergrund, dass ab Fertigstellung Grundsteuer fällig werden, Müllabfuhr etc.

Sicher hat Dein Bekannter dort einen guten Kontakt oder wirklich genug Geld, anders würde er das Wagnis nicht eingehen.

Edit: Dein Bekannter soll sich erkundigen, wie es mit dem Stromanschluss aussieht, wo der nächste Verteilermast ist, was auf ihn zukommt an Wartezeit und Kosten, die er dafür selber zu tragen hat.
Südeuropa ist bekannt dafür, dass es mit der Anbindung ans Stromnetz nicht so funktioniert wie man es von Deutschland her kennt, Jahrelange Wartezeiten sind keine Seltenheit!

Wünsche alles Gute - auf jeden Fall ist's auf Malle abseits des Trubels sicher wunderschön. Ich persönlich kenne Cala DÓr und Cala Ratjada aus früheren Zeiten, als ich noch ein schmucker Kerl war [[freude]]

Einen angenehmen Tag ohne Hitze wünscht
modesto

Nachtrag zu Solar

modesto, Dienstag, 11.08.2015, 09:08 vor 3817 Tagen @ modesto 5276 Views

bearbeitet von modesto, Dienstag, 11.08.2015, 12:41

Wenn Dein Bekannter einen Trinkwasserbrunnen hat, welcher auf einer im Salzwasser gelegenen Insel auf jeden Fall über 100m tief sein wird, wenn nicht erheblich mehr, braucht er eine starke Pumpe.

Meine hat bei 156m Tiefe 3,6 KW. Bei Anlaufen entsprechend höher.

Die schafft keine Solaranlage normaler Dimension, da ist auf jeden Fall ein Stromanschluss notwendig!
Es sei denn, der betreibt noch einen leistungsstarken und zuverlässigen Generator und nimmt die dadurch entstehenden Unbequemlichkeiten in Kauf.

Da ich ca. 1 Jahr lang mit Solar, Generator und Tiefbrunnen im Süden erlebt habe, kann ich nur zu einem Stromanschluss raten.
Auch ein Generator geht mal kaputt, Starterbatterie leer, Benzin gerade alle - Tankstellen streiken..

Solaranlagen unterliegen in der Regel auch in den Sonnenländern einer Genehmigungspflicht.
Bei uns sind solche kleinen mit 400 W, wie ich sie habe, nicht genehmigungspflichtig. Aber damit kommt er nicht weit.
Er möge sich danach erkundigen, bevor er Nägel mit Köpfen macht.

Gruß
modesto

Kennst Du den...

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Dienstag, 11.08.2015, 10:25 vor 3816 Tagen @ DT 5360 Views

und ein Brunnen muß erst noch gebort werden.

Frau zum Mann: Komm, mach mir ein Kind!
Mann zur Frau: Kinder werden nicht gemacht, Kinder werden geboren.
Frau zum Mann: OK, dann bohr mir halt ein Kind!

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Ich kann da nur abraten!

Mainzer @, Dienstag, 11.08.2015, 12:16 vor 3816 Tagen @ DT 5781 Views

Die Grundstückspreise auf Mallorca richten sich danach, was Bauer möchte,
und der dumme Deutsche zahlt. Ansonsten ist es wirklich nur Acker.
Frag doch mal Bobele, was er von einer Finca auf dem Lande hält.
Vielleicht verschenkt er Dir ja seine, denn verkaufen geht wohl nicht.
Ansonsten hat das Hasso ja schon präzise erklärt, dass es sehr teuer wird.
Mit Spaniern in Eigenleistung bauen, ist nicht möglich.
Zu meiner Zeit musste ich dafür eine Firma gründen.
Und nun um Schluss: Hätte da noch ein Grundstück in "Cala Pi" mit Meerblick,
da brauchst Dir über Strom und Wasser keine Gedanken machen.

Beste Grüße
Mainzer

Hallo Mainzer, hast Du noch den Link zu Hassos Erklärung? (oT)

DT @, Dienstag, 11.08.2015, 13:48 vor 3816 Tagen @ Mainzer 4479 Views

Vielen Dank!

Die Grundstückspreise auf Mallorca richten sich danach, was Bauer
möchte,
und der dumme Deutsche zahlt. Ansonsten ist es wirklich nur Acker.
Frag doch mal Bobele, was er von einer Finca auf dem Lande hält.
Vielleicht verschenkt er Dir ja seine, denn verkaufen geht wohl nicht.
Ansonsten hat das Hasso ja schon präzise erklärt, dass es sehr teuer
wird.
Mit Spaniern in Eigenleistung bauen, ist nicht möglich.
Zu meiner Zeit musste ich dafür eine Firma gründen.
Und nun um Schluss: Hätte da noch ein Grundstück in "Cala Pi" mit
Meerblick,
da brauchst Dir über Strom und Wasser keine Gedanken machen.

Beste Grüße
Mainzer

Ich hatte nur indirekt ein schreckliches Finca-Erlebnis auf Malle

Hasso, Dienstag, 11.08.2015, 16:57 vor 3816 Tagen @ DT 5538 Views

bearbeitet von Hasso, Dienstag, 11.08.2015, 17:20

Hallo DT,
ich weiß nicht, ob ich es schon mal gepostet habe... finde es nicht.

Ein "deutscher Bekannter um eine Ecke" hat sich vor ca. 15 Jahren ganz legal eine Traum-Finca direkt an der Steilküste von Cala Figuera gebaut.
"Wert" im Jahre 2007 mit Grundstück um die 600.000 Euro .
Da habe ich mehrmals Urlaub gemacht... aber immer nur mit batteriegepufferten Solarstrom. War trotzdem toll.

Er bekam keinen Stromanschluss, weil er beharrlich keine Schmiere zahlen wollte.
Die (deutschen) Nachbarn waren brav, haben "gezahlt" und bekamen ihren Stromanschluss.

Zwischenzeitlich wurde der Bekannte von den Spaniaken-Behörden voll drangsaliert, weil seine Finca angeblich ein Schwarzbau ist... drei Meter zu dicht an der Küste[[sauer]]
Der Abriss drohte für längere Zeit.

Ich wäre an den spanischen Schikanen vor Ärger längst gestorben, spanische Sonne hin oder her[[sauer]]
Deshalb liebe ich auch die ordentliche deutsche Sonne so sehr, weil ich die ohne Schmiergeld und Rechtsunsicherheit genießen darf[[freude]]

Irgendwie hat sich vor drei Jahren die Angelegenheit gelöst, jetzt hat er endlich Strom aus dem öffentlichen Netz.
Ich habe aber keinen Kontakt mehr, weshalb ich nicht weiß, wie er es geregelt hat.
Beste Grüße
Hasso

Rechtssicherheit in Deutschland? LOL!!!

BennyF @, Dienstag, 11.08.2015, 19:40 vor 3816 Tagen @ Hasso 4910 Views

Deshalb liebe ich auch die ordentliche deutsche Sonne so sehr, weil ich
die ohne Schmiergeld und Rechtsunsicherheit genießen darf[[freude]]

Lies mal hier, dann denkst du über die Rechtssicherheit vielleicht auch etwas anders:

CDU-OB droht mit Enteignung von Wohnungsbesitzern (Focus)

"Viele Kommunen ächzen unter dem steten Flüchtlingsstrom. Bei den sommerlichen Temperaturen können die Asylbewerber noch in Zeltstädten untergebracht werden. Doch was ist im Winter, wenn die Temperaturen sinken? Ein niedersächsischer OB bringt nun Enteignungen ins Spiel."

Ich habe aber kein Eigentum... und wollte es nie

Hasso, Dienstag, 11.08.2015, 19:57 vor 3816 Tagen @ BennyF 5182 Views

bearbeitet von Hasso, Dienstag, 11.08.2015, 20:44

Deshalb liebe ich auch die ordentliche deutsche Sonne so sehr, weil ich
die ohne Schmiergeld und Rechtsunsicherheit genießen darf[[freude]]


Lies mal hier, dann denkst du über die Rechtssicherheit vielleicht auch
etwas anders:

CDU-OB
droht mit Enteignung von Wohnungsbesitzern (Focus)

"Viele Kommunen ächzen unter dem steten Flüchtlingsstrom. Bei den
sommerlichen Temperaturen können die Asylbewerber noch in Zeltstädten
untergebracht werden. Doch was ist im Winter, wenn die Temperaturen sinken?
Ein niedersächsischer OB bringt nun Enteignungen ins Spiel."

Ist mir schon klar, @Benny.
Bin zwar alt, aber noch nicht ganz neben der Kapp[[zwinker]]

Deshalb habe ich ja auch kein Eigentum, außer ein paar Aktien, zwei uralten (aber schönen) BMWs und ein bissl Liquidität bei der Sparkasse.
EIGENTUM MACHT UNFREI!... das hat mir eine weise (für mich damals ältere) Frau schon vor 30 Jahren geflüstert.
Die war "um die 45" und Sekretärin bei K+S (damals noch Kali und Salz AG).

Daran habe ich mich immer gehalten, weil ich die große Freiheit ohne lästigen Besitz wollte.
Wenn Du NIX hast und auch von niemandem was haben willst(!), dann sind deine Karten sehr gut unter der prallen deutschen Sonne[[top]]

Meine größere Zwei-Raum-Wohnung mit separatem Staubsauger-Parkplatz-Zimmer (offene Bauweise) ist gemietet.
Da passt keiner mehr rein, ohne die wichtige Flüchtlings-Intimität zu verletzen.
Wenn ich nicht der "Verweser des ollen Familien-Museums" wäre, könnte ich sofort in eine klitzekleine 50m2-Hochhauswohnung umziehen, was mir gut gefallen würde... aber bitte ganz oben!

Mal ganz ehrlich und nur unter uns Gelben... wie @Udo mal so schön sagte[[freude]]
Ich bin für knallharte Maßnahmen, wie beispielsweise Zwangseinweisung von starken, triebigen Neger-Burschen in unbezahlte große Privathäuser, weil es draußen mal wieder saukalt, starkwindig und nass wird.

Nur absolut radikale -quasi undenkbare- Maßnahmen können vielleicht dazu führen, dass die deutschen Penner mal den dicken Bobbes vom Sofa erheben und Mülltonnen vor dem Rathaus anzünden[[top]]
Dazu stehe ich... auch morgen früh.
Grüße
Hasso

Das wird nicht geschehen.............

ottoasta @, Mittwoch, 12.08.2015, 14:12 vor 3815 Tagen @ Hasso 4015 Views

***

Nur absolut radikale -quasi undenkbare- Maßnahmen können vielleicht dazu
führen, dass die deutschen Penner mal den dicken Bobbes vom Sofa erheben
und Mülltonnen vor dem Rathaus anzünden[[top]]

***
.......denn der deutsche Michel ist leidensfähig, grünversifft und obrigkeitshörig!
Dem wurde schon im Reliunterricht gesagt:
Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, dann halte ihm auch noch die rechte Backe hin!

Wie gestern (war bei Bekannten im grösseren Kreis) eine ehemalige Lehrerin, jetz in Pension, sagte:

Ach die Frau Merkel, die muss man wieder wählen, die Mutti macht das so schön!

Auf meine Frage: Ja was macht die so schön? Kam nur gestotter!

Die meisten Leute sind, was politische Einsicht anbelangt, strohdumm!

Ich habe für D die Hoffnung aufgegeben, es sei denn, es kommt mit Gewalt wieder *Einer* an die Macht!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Kleiner Zusatz noch: (mT)

DT @, Dienstag, 11.08.2015, 14:06 vor 3816 Tagen @ DT 5161 Views

Weder er noch seine Frau sprechen spanisch.

Momentan sind Preise im Bereich von 200 kEUR für die 17000m² im Gespräch.
Für das reine, unerschlossene Grundstück. Mir erscheint das 10x überteuert.

Sind das wirklich die gängigen GEZAHLTEN und nicht nur angebotenen Preise in Malle? Seine Vorstellung ist dann, für weitere ca 3-400 kEUR eine Finca durch die spanischen Bauarbeiter, die wohl momentan nicht so viel zu tun haben, draufstellen zu lassen.

Danke, DT

Die Preise sind halt so.

Mainzer @, Dienstag, 11.08.2015, 14:24 vor 3816 Tagen @ DT 5060 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 11.08.2015, 15:17

Sorry! Verwechslung, war natürlich nicht Hasso.
Für 180000 € bekommst du von mir etwa 2200 qm direkt an der Straße,
in einer Urbanisation und mit Meerblick. Kannst 25 % bebauen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Mit 400k lässt sich da einiges machen.
Gibt sicher schöne Wohnungen, zum selber Nutzen, und auch zur Vermietung.
Ist sicher besser als Ackerbau.

Grüße!
Mainzer

westl. iberische Halbinsel

Dieter, Dienstag, 11.08.2015, 18:37 vor 3816 Tagen @ DT 4898 Views

bearbeitet von Dieter, Dienstag, 11.08.2015, 19:02

Hallo DT,
in Spanien kenne ich mich nicht aus, weiß aber, daß die Blase keinesfalls abgebaut ist im Unterschied zu Portugal, die nie eine hatten.

Für den Standort Malle spricht natürlich die gute Erreichbarkeit, man ist von einer deutschen Großstadt sicher schneller und billiger auf Malle als in Meck-Pomm. Ob dadurch derartige Preise gerechtfertigt sind?

Einiges westlich von Malle in Portugal mit ebenso viel Sonne im ländlichen aber landschaftlichen schönem Terrain kenne ich die Preise besser.

Grundstück an asphaltierter Straße, mit Stromanschluß und Anschluß ans öffentl. Trinkwassernetz, zusätzlich mit Brunnen oder Zisterne zahlt man für landw. Grundstücke ca. 1,0 bis 2 Euro/qm, je nach Baumbestand und Zustand (Oliven, Orangen, Obstbäume, Bodengüte, etc.). Ab 2,5 ha gilt man als Landwirt und darf bauen, bei kleineren Grundstücken nur unter bes. Bedingungen. Bauland innerhalb der Ortschaften ist natürlich teurer. Gemischt genutztes Land am Ortsrand rechnet man ca. 1 Euro landw. Fläche und ca. 10 Euro/qm bebaubare Fläche.
Bei kleinen Grundstücken, dort wo noch Ruinen stehen, gibts Genehmigungen in den Außenmaßen der alten Grundmauern.

Bei sehr angesagten Grundstücken, also mit sehr schönem Blick auf Wasser oder best. Berge wird auch deutlich mehr verlangt oder auch Flächen, die touristisch gut zu nutzen sind.

Bei den von Dir genannten 200.000E für 15.000 qm empfinde auch ich als sehr, sehr teuer. Aber vielleicht liegt das Grundstück ja derartig fantastisch, daß es das auch wert ist?

Grundabgaben in Portugal sind übrigens im deutschen Maßstab sehr niedrig. Außerdem gibt es auch noch staatliche Investitions-Anreize für Ausländer.

Die von mir genannten Preise dürften in ländlichen Gegenden Spaniens vermutlich ähnlich sein.
Bei größeren Grundstücken in Portugal geht es natürlich auch deutlich billiger, z.B. hier für 30 Cent/qm, Flächen teilweise am Fluß gelegen.
http://casa.sapo.pt/Quinta-Rural-Venda-Macedo-de-Cavaleiros-Talhas-9088c58c-f2e5-11e3-8...

Gruß Dieter

Fallen bei Immobilien in Spanien

Leserzuschrift @, Dienstag, 11.08.2015, 19:47 vor 3816 Tagen @ DT 5068 Views

Hallo DT,

in Spanien kam es, zumindest in der Vergangenheit, immer wieder vor, dass auf Gemeindebene Baugenehmigungen erteilt wurden,
diese dann später von der Communidad Autonoma, entspricht einem Bundesland, für illegal erklärt wurden, und die Häuser abgerissen werden mussten. Betroffen davon waren meistens, aber nicht ausschliesslich, Ausländer.
Darauf solltest Du sie auf jeden Fall hinweisen, denn mit illegalen Baugenehmigungen rechnet man am wenigsten.

Noch eine Falle sind "gefallene" Kaufpreise. Die Grunderwerbssteuer wird auf Grundlage des "Einheitswerts" berechnet, dieser kann durchaus höher als der entrichtete Kaufpreis sein. Da diese Werte nach der Krise nicht nach unten korrigiert worden sind.

Viele Grüsse

Baurecht Mallorca

Efímera @, Dienstag, 11.08.2015, 21:45 vor 3816 Tagen @ DT 5227 Views

Ein Freund meines Schwagers möchte auf Mallorca ein Grundstück von ca
17000 m² in der Nähe von Felanitx erwerben. Es ist eigentlich ein relativ
trockener Acker, umgeben von Fincas. Angeblich darf man nur auf
Grundstücken von mehr als 15000 m² eine Finca bauen. Wasser und Strom
sind noch nicht vorhanden, ein
Zufahrtsweg von einer kleinen Nebenstraße ist da. Das ganze liegt auf
einer leichten Anhöhe, schlecht einsehbar von außen.

Dann möchte er mit Hilfe mallorquinischer Bauarbeiter eine Finca nach
seiner Facon darauf errichten. Wie das dann mit der Baugenehmigung geht
frage ich mich auch, das ganze ist ca 4 km außerhalb von Felantix,
Richtung etwas nördlich von San Salvador, nähe Es Fangar.

Welche m² Preise sind vernünftig? Ich hätte bei der Landqualität zu
0.50 bis 1.00 EUR pro m² geraten, das würde man in Deutschland für so
einen Steinacker
zahlen, die Preise, die ich gehört habe, sind aber viel höher, und der
Freund
des Schwagers denkt auch noch, das sei billig, verglichen mit Bauland
in deutschen A-Städten.


Spanisches Baurecht ist übersichtlich. Baurecht ist Ländersache. Auf Mallorca gilt eine Version katalanischen Baurechts. Ein legal errichtetes Gebäude wird und wurde niemals reklamiert oder abgerissen. Alle diese Fälle sind Folgen von illegalem oder Schwarzbau. Eine Bauerlaubnis wird aufgrund der vom Architeken vorgelegten Pläne ( siebenfach) von der Gemeide bearbeit und durchläuft eine Vielzahl von Institutionen und Kammern, an der die Provinzregierung beteiligt ist. Erst wenn alle Institutionen das Visum erteilt haben, erteilt die Gemeinde die Bauerlaubnis. Der Bebaungsplan ist eindeutig und für jeden vertändlich für die Gebiete, für die ein Bebauungsplan vorliegt. Cataster ist öffentlcih und kann eingedsehen werden. >>Catastro.es. Die Qualifikation aller Flächen einer Gemeinde hängt in jedem Rathaus aus. Baudichte hängt von der Qualifikation und Grundstücksgrösse ab. Es gibt eine Mindestparzellengrösse ( parcela minima), die von 1000 m² bis 50 000 m² reicht. Mündliche Information wird sofort erteilt. Für verbindliche, rechtsgültige schriftliche Information muß ein Informe Urbanistico bestellt werden. Das dauert. Es gibt Flächen, für die kein Bebauungsplan vorliegt, weil zwischen den Kammern Unstimmigkeiten nicht ausgräumt werden können. Hier wird grundsätzlich keinberlei Bauerlaubnis erteilt. Grundstückspeise von 1 Euro sind Phantasie. Selbstbau ist in Spanien nicht möglich. Jede im Bau tätige Firma muß über ein Befähigungszertifikat verfügen ( Certificado de Cualificación profecional) Bei Erteilung der Bauerlaubnis ist der Bauunternehmer zu benennen und Teil der Bauerlaubnis. Bei Bauabnehme werden diese Angaben mit eingereicht. Ohne Vollständdigkeit des Nachweis aller Beteiligten keine Bauendabnahme ( Final de Obra ), ohne final de Obra keine Bewohnbarkeitsbescheinigung ( Cédula de habatibilidad) ohne Cedula weder Stromanschluss noch Wasser noch Gas. Brunnen. Brunnen sind genehmiguingspflichtig. Grundwasser gehört nicht dem Grundstückseigentümer, es ist Gemeingut ( Dominio público) Die Nuztzung ist gebührenpflichtig ( Canon de Agua ) Die Tiefe des Brunnen hängt von der Geologie ab, kann 20 Meter sein oder 250 Meter. Solar. Solaranlagen für Eigenverbrauch sind genehmigungspflichtig. Im Gespräch ist eine Eigenverbrauchsgebühr um Eigenverbraucher an den Kosten für alternative Energie zu beteiligen. Die Anlage unterliegt dem Reglement für Elektrische Installationen und muß vom Fachbetrieb installiert werden. Ohne dessen Abnahme ( Boletín) keine Cedula. Wer den geraden beschwerlichen und teueren Weg geht, bekommt niemals Schierigkeiten.


Bauland würde ich aber das nicht nennen, Strom nur mit Anschluß zum
Nachbarn
und ein Brunnen muß erst noch gebort werden. Er denkt an
Solarpanels/Batterien sowie Solarheizung.

Wo kann man so etwas wie ein Verkaufs-Abschlußregister von Malle
einsehen? Die Vergleichspreise in Immoscout erscheinen mir als Mondpreise
(nachgefragte Preise der Verkäufer) wie zu Zeiten der Immoblase von vor 5
Jahren. Das ist doch keine Innenstadtlage München.

Danke, DT

Danke, Efimera, für die höchst kompetente Antwort. (mkT)

DT @, Dienstag, 11.08.2015, 23:58 vor 3816 Tagen @ Efímera 4443 Views

Ich hätte noch die Frage, ob 200 000 EUR für 17 000 m² außerhalb von Felanitx in der Umgebung von Es Fangar auf einem Hanggrundstück mit Blick zu Es Fangar
und über die Mandelhaine und San Salvador und ein kleines bißchen Meer in der Ferne den Preis für 200 000 EUR NUR FÜR DIE PARZELLE ohne jegliche Infrastruktur und ohne jegliche Genehmigung rechtfertigen, oder ob das eben
mallorquinische Mondpreise aus der Zeit der Blase von vor 5 Jahren sind.

Vielen Dank,
DT

Grundstückpreise

Efímera @, Mittwoch, 12.08.2015, 05:57 vor 3816 Tagen @ DT 4552 Views

Ich hätte noch die Frage, ob 200 000 EUR für 17 000 m² außerhalb von
Felanitx in der Umgebung von Es Fangar auf einem Hanggrundstück mit Blick
zu Es Fangar
und über die Mandelhaine und San Salvador und ein kleines bißchen Meer
in der Ferne den Preis für 200 000 EUR NUR FÜR DIE PARZELLE ohne jegliche
Infrastruktur und ohne jegliche Genehmigung rechtfertigen, oder ob das
eben
mallorquinische Mondpreise aus der Zeit der Blase von vor 5 Jahren sind.

Vielen Dank,
DT

Grundstückspreise sind wie alle Preise Produke aus Angebot und Nachfrage. Die Frage ist an dieser Stelle nicht zu beantworten. Es fehlen Informationen.

200 000 € für ein Grundstück, das in irgendwelcher Art bebaubar ist, sind eine Lapalie. So etwas bekommt man in Extramdura oder Castilla Leon in verlassenen Dörfern, genau wie in De in Mecklenburg Vorpommern.

Die oft zitierte Blase gibt es auf der Insel definitiv kaum, auf den kleineren Inseln gar nicht. Die Immoblienpreise haben etwas nachgegeben, der Vekauf von Neubauten schwächelt, von einem Einbruch kann nicht die Rede sein.

Wenn eine Grundsteuerquittung vorliegt, kann man aus der die sog. Referencia catastral verwenden, um das Grundstück über catastro.es auf den Monitor bekommen und Einzelheiten anzusehen.
Desgleichen kann man mit der Referencia catastral über registradores.es einen verkürzten Grundbuchauszug erlangen. Preis: 9 €uros.

Desgleichen kann man mit der Referencia catastral bei der Finanzbehörde der Autonomie und auch beim Rathaus den fiktiven Wert der Immobilie auslesen.


Die Bezeichnung: Baureifes Grundstück gibt es in Spanien nicht. Die Infrastruktur geht immer zu Lasten der Eigentümer. Es gibt deshalb auch keine Gemeinde-Erschliessungskosten wie in De, die bekanntlich z.T. höher sind als der Grundstückskaufpreis.

Hallo Efimera, (mT)

DT @, Donnerstag, 13.08.2015, 00:53 vor 3815 Tagen @ Efímera 3597 Views

ich hatte doch schon beschrieben, wo das Grundstück liegt, Son Proenc, neben Es Fangar, ca 4 km östlich von Felanitx, ca 4 km nördlich von San Salvador. Unbebaut, Zufahrt über Feldweg, ungeteert.

Was heißt "200 kEUR für 17000 m² sind eine Lappalie". Heißt das, das ist ein günstiger bzw. angemessener Preis? Lage: vertikal bestimmt 50-100 m höher als das Talk der Weinberge von Es Fangar, daher sicherlich tief zu bohren für Grundwasser. Die Nachbarfincas haben Zisternen, die von Tanklastern aufgefüllt werden.

Vielen Dank und viele Grüße, DT

Vielen Dank auch von mir - Parallelen zu Italien.

modesto, Mittwoch, 12.08.2015, 07:33 vor 3816 Tagen @ Efímera 4332 Views

Vielen Dank Efimera für Deine ausführliche Antwort.
Das Prinzip kann man fast 1:1 auch auf Italien übertragen. Das finde ich sehr interessant.

Putzigerweise wird - meine persönliche Erfahrung - von Deutschen regelmäßig erwartet, dass man Land/ Bauland hinterhergeworfen bekommt.
Das mag so gewesen sein, als man den Umrechnungsvorteil hatte von der harten DM zur wachsweichen Lira/ Peseta.

Was gern in den südlichen Ländern von Ausländern vergessen wird:
Es war üblich, in Land zu investieren, auch für die nachrückende Generation.
Die Italiener lieben Wohneigentum und gehen bis heute kaum in Papierwerte, Sparverträge wie Riester, Rentenfonds etc. sind bis heute eher unüblich.
Man kauft lieber ein Stück Land und spart dafür zuhause an.

Zum Verkauf, weil die Bank Probleme macht und die Raten schwer zu stemmen sind, kommt es daher eher nicht. Bezahltes Land lässt man eben liegen - es hat immer seinen Wert und es kommen ja die Kinder und Enkel nach.

In unserem Umkreis sieht man inzwischen ein Phänomen:
Deutsche kaufen fruchtbares Land, machen eine Bohrung für einen Trinkwasserbrunnen und beantragen dafür den Stromanschluss.
(Brunnen berechtigt hier aus Bewässerungsgründen für das Land IMMER zu einem Stromanschluss).
Sie zahlen dann ihren Mast selber - haben aber im Gegenzug Land mit Trinkwasser und Strom - eine bessere Investition ist kaum zu finden heute.

--

Doch einen Unterschied zu Deutschland gibt es und der ist nicht unerheblich - eine große Rolle spielen bei allen bürokratischen Hürden die Beziehungen. Und dies gilt auch und gerade für die "kleinen Leute" in den kleinen Gemeinden.

Kennste wen - haste alles schnell bei der Hand.
Nervig, solange man sein soziales Netzwerk noch nicht aufgespannt hat, wie bei mir am Anfang vor meinem Hausbau.
Danach trägt es sehr zur Entspannung bei und erleichtert das Leben ungemein.

Zum Punkt "Erschließung":

Wie in Spanien wird auch in Italien vom Bauherren selber erschlossen.
Trotzdem fordert die Gemeinde bei Aushändigung der Baugenehmigung einen höheren Betrag "spese di urbanisazione" - für Erschließung.

Darin enthalten sind alle zukünftigen Maßnahmen.
Sollte die Straße ausgebaut werden, Wasser, kanal etc. verlegt werden, kommt nicht wie in Deutschland der große BUMM in Form eines Anliegerbeitrages.
Man hat dafür schon bezahlt.
Bei mir waren es 12.000 Euro - Kosten der Baugenehmigung und alle eventuellen späteren Erschließungen der Gemeinde.

Aber die Erschließung ist Privatsache, daher kann man bei uns auch zu 100% (noch?) damit rechnen, eine Brunnengenehmigung zu erhalten, denn Wasser liegt in der Regel nicht an außerhalb des Ortes.
Das Erteilen der Baugenehmigung enthält somit ungeschrieben das Recht auf Wasserentnahme, denn ohne Wasser keine Bauabnahme + Wohnberechtigung.

Vorteil:
Keine/ kleine monatlichen Rechnungen, denn Wasser = Brunnen (bei uns ohne irgendeine Abgabe), Abwasser = kostengünstige Kleinklärgrube nach Sickerprinzip, Strom = Solar möglich zur Senkung der Rechnung.

Viele Grüße nach Spanien!
modesto

edit: ein Rechtschreibfehler

Gas auf Mallorca

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 12.08.2015, 08:36 vor 3816 Tagen @ Efímera 4151 Views

In der Verwandtschaft:
- Konto leer und daher Gas abgestellt
- nach 7 Monaten beantragt, das Gas wieder zu schalten. Geht nur immerhalb von 6 Monaten ... also Neuanschlauss!
- Als Vorbedingung musste erstmal die Existens der Wohneinheit bewiesen werden ... incl. notariell beglaubigter Photographien der Gebäudefront (Notar+Photograph vor Ort!)
- Anschlausstechnik in der Wohneinheit veraltet ... also alles neu (Handwerker, Termine ... usw)
- Im Keller: Zähler veraltet ... also bitte auch neu (Fritze der Gasgesellschaft ranschaffen). Zähler neu. Dann der Gasfritze: Was seh ich denn da?
- Hauptzuleitung zum Gebäude veraltet ... Ca. 30 Partien betroffen. --> Kein Gas.
Eine neue Hauptzuleitung konnte dann vermieden werden, weil unter der Eigentümergemeinschaft jemand mit Einfluss war und keinen Bock hatte, das mitzubezahlen!

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Neuanschluss Gas oder Elektrizität

Efímera @, Mittwoch, 12.08.2015, 22:19 vor 3815 Tagen @ FOX-NEWS 3818 Views

In der Verwandtschaft:
- Konto leer und daher Gas abgestellt
- nach 7 Monaten beantragt, das Gas wieder zu schalten. Geht nur immerhalb
von 6 Monaten ... also Neuanschlauss!
- Als Vorbedingung musste erstmal die Existens der Wohneinheit bewiesen
werden ... incl. notariell beglaubigter Photographien der Gebäudefront
(Notar+Photograph vor Ort!)
- Anschlausstechnik in der Wohneinheit veraltet ... also alles neu
(Handwerker, Termine ... usw)
- Im Keller: Zähler veraltet ... also bitte auch neu (Fritze der
Gasgesellschaft ranschaffen). Zähler neu. Dann der Gasfritze: Was seh ich
denn da?
- Hauptzuleitung zum Gebäude veraltet ... Ca. 30 Partien betroffen. -->
Kein Gas.
Eine neue Hauptzuleitung konnte dann vermieden werden, weil unter der
Eigentümergemeinschaft jemand mit Einfluss war und keinen Bock hatte, das
mitzubezahlen!

Grüße

Das Geschilderte deutet auf nachlässige Haus- und Finanzverwaltung hin.

1) Bevor es zur Energie-Abschaltung kommt, gibt es ein dutzend Mahnungen und Hinweise, dicke rote Aufkleber im Zählerschrank. Wer das nicht zur Kenntis nimmt, sollte andere nicht dafür verantwortlich machen.

2) Nach Energieabschaltungen ( Gas, Wasser, Licht) ist grundsätzlich eine Neuabnahme notwendig. ( das ist in DE nicht anders)

Diese Abnahme erfolgt nicht durch den Versorger, sondern durch einen zugelassenen Installteur des jeweiligen Fachbereichs. Der stellt das Boletín de instalaciones aus und bescheinigt damit, dass die Anlage den zur Zeit gültigen Bestimmungen entspricht.
Ein kluger Installateur stellt Boletins nicht für fehlerhafte Anlagen aus. So etwas gibt es, wird auch immer wieder herangetragen, führt bei Bekanntwerden grundsätzlich zum Lizenzentzug. D.H. Konkurs des Betriebes. Indústria ist unerbittlich und unbestechlich und gefürchtet.

Bei Gas muß u.A. nachgewiesen werden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Revisionen im 5-Jahres-Zyklus erfolgt sind. Wäre das geschehen, wäre die Anlage nicht in einem Zustand, der zu Beanstandungen führt. ( 10 000 l Erdtanks werden zu diesem Zweck ausgegraben)
Es ist von Indústria geregelt, dass kein Versorger irgendwelche Inspektionen durchführt, das ist ausschliesslich Aufgabe des Installateurs.
Der Versorger setzt den Zähler ein und verplombt und das nur, wenn alle geforderten Dokumente vorliegen. Bestechbar ist ausschliesslich der Installateur, wenn der sich auf so etwas einläßt, begeht er eine Straftat. Die Ordnungsstrafen von Indústia gehen in die Zehntausende.
Diese Regelung hat sich bewährt. Es gibt in Spaninen so gut wie keine Unfälle mit installiertem Gas. Wenn es Unfälle gibt, ist fast immer manipuliertes transportables Flaschengas verantwortlich.

Steuerpflicht bei Immobilienbesitz in Spanien

Surabaya Johnny @, Mittwoch, 12.08.2015, 08:51 vor 3816 Tagen @ DT 4441 Views

Hallo, da auch ich mich gerade mit Spanien als potentiellem Exilland beschäftige, möchte ich hier darauf hinweisen, dass auch Non-Residents (Aufenthalt < 183 Tage im Jahr; Residents sowieso) mit Immobilenbesitz dem spanischen Steuerrecht bei Einkommensteuer (es ist ein fiktiver Mietwert der Wohnung als Einkommen zu versteuern) und bei der Vermögenssteuer (diese wurde temporär wegen der Fiskallage in Spanien wiedereingeführt und sollte eigentlich 2014 wieder abgeschafft werden, wurde aber bis 2015 verlängert, ich würde von einer Lebensdauer dieser Steuer analog zum deutschen Solidaritätszuschlag ausgehen, Freibetrag allerdings € 700.000) unterliegen. Da fehlerhafte Angaben in den Steuererklärungen zu drakonischen Geldstrafen führen ist ein versierter Steuerberater unabdingbar.

Steuern auf Immobilienbesitz in Spanien

Steuern in Spanien

Efímera @, Mittwoch, 12.08.2015, 22:37 vor 3815 Tagen @ Surabaya Johnny 3882 Views

Hallo, da auch ich mich gerade mit Spanien als potentiellem Exilland
beschäftige, möchte ich hier darauf hinweisen, dass auch Non-Residents
(Aufenthalt < 183 Tage im Jahr; Residents sowieso) mit Immobilenbesitz dem
spanischen Steuerrecht bei Einkommensteuer (es ist ein fiktiver
Mietwert der Wohnung als Einkommen zu versteuern) und bei der
Vermögenssteuer (diese wurde temporär wegen der Fiskallage in
Spanien wiedereingeführt und sollte eigentlich 2014 wieder abgeschafft
werden, wurde aber bis 2015 verlängert, ich würde von einer Lebensdauer
dieser Steuer analog zum deutschen Solidaritätszuschlag ausgehen,
Freibetrag allerdings € 700.000) unterliegen. Da fehlerhafte Angaben in
den Steuererklärungen zu drakonischen Geldstrafen führen ist ein
versierter Steuerberater unabdingbar.

Steuern
auf Immobilienbesitz in Spanien

Das noch, dann ist Schluss mit Spanien.

Spanien ist eines der wenigen Länder, in denen es möglich ist, Steuererklärungen selbst und ohne Beistand zu erstellen. Das System ist landesweit vollständdig digitalisiert, Die Steuerverwaltung, AEAT bietet eine der besten Portale mit allen Formularen in mehreren gängigen Sprachen, auch die Immobilienausländersteuer.
Es gibt viel weniger Tricks und #ssnderregelungen als anderswo.

Die Formulare sind selbstkorrigierend, vergleichend, den günstigsten Tarif suchend, kennen alle Begünstigungen fragt ob Splitting oder gemeinsam.

Die Einkünfte muß allerdings jeder selbst errechnen und eintragen. Wer eine ordentiche Buchhaltung hat, trägt die Bilanzsummen ein, es gibt welche, die sind importierbar.

Das Ausfüllen geschieht online, direkt über den Server in Madrid, der gleich reklamiert, wenn etwas nicht stimmt.

Jeder kann versuchen, das Programm PADRE ( Einkommen- ( Modelo 100) und Vermögensteuer (Modelo 714) ) zu laden und spasseshalber eine EK-Erklärung auszufertigen. Für den normalen Kleingewerbetreibenden ist das eine Sache von einer Stunde.

Das mit den drakonischen Strafen ist so eine Sache. Da muß schon Vorsatz vorliegen. Ansonsten zahlt man nach, mit Zinsen und einer mäßigen Ordnungsstrafe.

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