Fukushima 2.0? Wenn ein Auto 4 Jahre im Schuppen stand und der Fahrer zu Fuß gegangen ist ...

Ankawor, Samstag, 08.08.2015, 22:48 vor 3820 Tagen 7716 Views

Wahrscheinlich wird es gar nicht in die Medien kommen, bevor es knallt. Aber man kann es vorher wissen.

Wenn ein Auto lange eingemottet war, gibt es oft Probleme bei der Wiederinbetriebnahme. Bei AKWs ist das nicht anders.

"Wenn Reaktoren lange ausgeschaltet waren, kann es Probleme mit der Technik und mit "eingerosteten" Bedienern geben."

Weltweit wurden bisher nur vereinzelt Reaktoren nach langem Stillstand wieder hochgefahren, insgesamt nur 14 mal. Bei allen Versuchen kam es zu Notabschaltungen und technischem Versagen. Ein Reaktor in Schweden wurde 1996 nach vier Jahren Stillstand hochgefahren und innerhalb eines Jahres gab es dann sechs Notabschaltungen.

Fukushima wird zum Teil auch zurückgeführt auf die japanische Kultur der Selbstzufriedenheit

und

der übermäßigen Zuversicht.

Die Japaner sind nun vollkommen zuversichtlich, dass das jetzt bevorstehende Einschalten von [image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image][image] Reaktoren nach vierjährigem Stillstand gutgehen wird. Tschakka!

Statistisch kann somit alle drei Tage mit einer Notabschaltung in Japan gerechnet werden. Sicher werden genug zuversichtliche Fachleute für diese Notfälle bereitstehen.

http://www.zerohedge.com/news/2015-08-08/be-afraid-japan-about-do-something-thats-never-been-done

It has never been done before

Ja, Atomkraft ist wirklich schröcklich

Jermak @, Sonntag, 09.08.2015, 11:28 vor 3819 Tagen @ Ankawor 5341 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 09.08.2015, 12:52

wenn man sich die einschlägigen Hollywood-Produktionen oder Gorleben-Demos ansieht.


Ich frage mich nur: wie kann es sein, daß man nach 29 Jahren in Tschernobyl rumspazieren kann und dort keine Monster sieht, die Tiefseeungehauern ähneln.
Die Bäume sehen aus wie bei uns, die Sträucher, die Blumen, auch die Tauben, die wir aufgrund ihrer Fortpflanzungsfreudigkeit oft als Plage ansehen, sehen genauso aus wie bei uns.

Und was Japan anbetrifft, wo ja bekanntlich die auf diesem Planeten völlig fehlplatzierten Amis zwei Atombomben abgeworfen haben, vermutlich nur zu dem Zweck, die Sowjets zu erschrecken: Hiroshima und Nagasaki wurden beide nach dem Krieg wieder aufgebaut. Hiroshima hat heute knapp 1,2 Mio Einwohner und Nagasaki ca. 430.000. Und alle sehen natürlich aus wie Nachfahren des Glöckner von Notre Dame, oder?

Ich will die Gefahren nicht verharmlosen, aber apokalyptisches Denken ist was für Psychologen und keine solide Begründung für eine "Energiewende".

Und ich sehe keinerlei Grund, den Japanern charakterliche Defizite ob ihrer Haltung zur Atomenergie vorzuhalten, sondern viel eher, sich selber gelegentlich den Spiegel vorzuhalten. Daß im Ausland viel von der "german Angst" geredet wird, sollte einem auch zu denken geben.


Grüße

jermak

Dass die radioaktiven Auswirkungen von Atombomben und Kernkraftwerken nicht vergleichbar sind, wurde hier schon vor Jahren ..

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 09.08.2015, 12:41 vor 3819 Tagen @ Jermak 6830 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.08.2015, 22:50

... ausfuehrlichst beschrieben.

Der Unsinn ist offenbar trotz akribischer Dokumentation nicht totzukriegen.

Bei einer Atombombe geht der Grossteil der an Materie gebundenen Radioaktivitaet (Radionuklide, Staeube), mit dem Atompilz aufgrund der grossen Hitzeentwicklung in die Stratosphaere.

Dort bleibt sie dann lange, lange Zeit und kommt als "Fallout" nur langsam, langsam wieder herunter. Bis dorthin sind zudem die kurzlebigeren Radionuklide zerfallen und ... die Flaeche, auf der das niederregnet ist, wie Ozean und ein Grossteil des Festlandes, unbesiedelt.

Atomkraftwerke jedoch haben -bei heute ueblichen Baugroessen- das ca. viertausendfache radioaktive Inventar einer Hiroshima-Atombombe.

Und dieses tritt, wenn es austritt, bodennah aus.

Nehmen wir mal an:

A) Es handelt sich um das viertausendfache Gefaehrdungspotential gegenueber einer "kleinen" Atombombe (hinsichtlich der Verstrahlung, nicht natuerlich der Sprengkraft - aber von der merkt man nach einer Stunde spaetestens nichts mehr, von Tschernobyl und Fukushima und Harrisburg merkt man dagegen heute noch was).

B) Setzen wir Stratosphaeren-Eintrag gegenueber bodennaher Verteilung mit einem Faktor hundert (sicherlich weit zu niedrig gegriffen!) an.

C) Setzen wir den Faktor "weltweite langsame Verteilung" gegenueber "Verteilung in besiedelten Gebieten" (dort stehen Kraftwerke halt immer, wegen der Naehe zum Verbraucher) ebenfalls mit dem Faktor hundert an (auch das um zwei, drei Zehnerpotenzen wohl zu konservativ!)

Dann ergibt sich eine einfache, konservative, die Gefahren eines Atomkraftwerkes also unterschaetzende, Rechnung[/link]:

Gegenueber einer Hiroshima-Uran-Bombe hat ein heutiges 1.300 MegaWatt-Atomkraftwerk (ca. 4.000 MegaWatt thermische Leistung)

[das 4000fache Inventar, das sich bodennah 100fach konzentrierter verteilt, bei 100fach groesserer Chance, einen Menschen zu treffen, der radioaktiv dadurch verseucht werden kann]

Oder 4.000 x 100 x 100 = etwa das 40.000.000fache oder in Worten vierzigmillionenfache radioaktive Verseuchungspotential eines durchschnittlichen Kernkraftwerks gegenueber der erwaehnten Hiroshima-Bombe.

Das hat schon was. Und es ist konservativ unterschaetzt!

Das koennte und wuerde passieren, wenn man ein gerade voll in Betrieb befindliches 1.300 MW-Kernkraftwerk mit konventioneller Bewaffnung in die Luft jagte, so dass sich sein gesamtes Inventar bodennah ueber hunderte Kilometer Umkreis verteilte.

Zum Glueck ist das bisher nicht passiert. Koennte aber jederzeit. Technisch moeglich ist es nunmal. (Von anderen Gefahren, die statt eines gleich alle Atomkraftwerke destabilisieren, ganz zu schweigen.)

In hunderten Kilometern Umkreis gibt es dann, je nach Besiedlungsdichte, z.B. Deutschland (Hamburg, Frankfurt/M.) hunderttausende "Sofort"-Tote (Stunden bis Wochen) sowie Millionen Strahlenkranke mit sofort fuehlbaren Symptomen wie auch Krebsarten, die sonst nicht aufgetreten waeren, und die sich ueber Jahre und Jahrzehnte erst einstellen. Die genetischen Auswirkungen erleben ihren Hoehepunkt u.U. nochmal hunderte Jahre spaeter, wenn rezessiv vererbte Schaedigungen sich erstmals rekombinieren in einem Kind-Genom; heute abschaetzbar ist das nicht wirklich.

Das Gebiet wird unbewohnbar und ist landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar.

Dieses Extrem-Szenario, das in den Sicherheits"berechnungen" nicht berechnet und nicht abgebildet wird, weil es "zu selten" auftraete, ist realistisch, aber bisher noch nicht aufgetreten. Dass es nicht eingepreist wird, hat damit zu tun, dass Kernkraft sonst niemals zivil nutzbar waere.

Darum wollten die Elektrizitaets-Konzerne keine Atomkraft!

Es gibt jedoch keine andere Technologie, bei der ein entsprechendes Extrem-Szenario auch nur annaehernd vorstellbar waere.

Selbst nach einem Atomkrieg in militaerisch "sinnvollem" Umfang (also Bombardement, nur um den Gegner zu vernichten, nicht, um die Landschaft zusaetzlich "umzupfluegen"), waere das Gelaende hinterher wieder nutzbar, wenn auch sicherlich nicht gerade die hoechsten Immobilienpreise zu erzielen waeren. Aber das waere eher ein psychologisches Problem. In Kerala/Indien wohnen schliesslich auch schon immer Menschen.

Ich frage mich nur: wie kann es sein, daß man nach 29 Jahren in Tschernobyl rumspazieren kann und dort keine Monster sieht, die Tiefseeungehauern ähneln.

Gerade hast Du Hollywood gegeisselt, jetzt kommst Du mit demselben Schwachsinn?! Es entwickeln sich NIE "Monster". (Fast) alle kuenstlich induzierten Mutationen fuehren zum Absterben des Organismus, meist schon im Mutterleib bzw. Ei.

Auch die Gentechnik nutzt gerade keine (kaum) Mutationen - sie baut anderswo bewaehrte Gensequenzen in Tiere und Pflanzen ein!

Da Tiere sich anders verhalten als Menschen (mit gewissen Ausnahmen), d.h. Nachwuchs, der sich nicht selbst erhalten kann, verhungern lassen oder selbst wieder auffressen, "sieht" man logischerweise in Tschernobyls Umgebung nichts. Schon gar nicht aus Deutschland und 2.000 km Entfernung. Oh Manno.

Das heisst bei Weitem nicht, dass man dort ungestraft Landwirtschaft treiben koennte, ohne missgebildete Kinder zu bekommen.

Die Bäume sehen aus wie bei uns, die Sträucher, die Blumen, auch die Tauben, die wir aufgrund ihrer Fortpflanzungsfreudigkeit oft als Plage ansehen, sehen genauso aus wie bei uns.

Koenntest Du mal den Link zu Deinem Reisebericht posten? Mit Fotos und so?

Wie oben erlaeutert, tun sie das - aus der Ferne. Dass sich dort Veraenderungen eingestellt haben, ist im Uebrigen gut dokumentiert.

Hiroshima und Nagasaki wurden beide nach dem Krieg wieder aufgebaut. Hiroshima hat heut knapp 1,2 Mio Einwohner und Nagasaki ca 430.000. Und alle sehen natürlich aus wie Nachfahren des Glöckner von Notre Dame, oder?

Genau. Wie erlaeutert. Kann es sein, dass Du Dich mit diesem Thema bisher nie wissenschaftlich auseinandergesetzt hast?

Ich will die Gefahren nicht verharmlosen,

Sieht entweder ganz danach aus, oder es ist nicht eines Deiner Wissensgebiete.

aber apokalyptisches Denken ist was für Psychologen und keine solide Begründung für eine "Energiewende".

So ist es. Suchst Du jetzt einen Psychologen auf? Oder war das nur rhetorisch gemeint?

Und ich sehe keinerlei Grund, den Japanern charakterliche Defizite ob ihrer Haltung zur Atomenergie vorzuhalten, sondern viel eher, sich selber gelegentlich den Spiegel vorzuhalten.

Gerne geschehen ...

Daß im Ausland viel von der "german Angst" geredet wird, sollte einem auch zu denken geben.

Ja, denn die Deutschen haben "es" erfunden. Ist einfach nur Wissensvorsprung, nicht Angst. Und bei den anderen Wissensdefizit, nicht Mut. Und die militaerischen Gruende nicht uebersehen, die fuer Deutschland gar nicht gelten (sollten).

Und der Sachverstand ist immer noch ueberwiegend deutschsprachig.

[Edit: ach ja, den Normalbetrieb hatte ich dabei ganz vergessen ...]

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Sie können die Missbildungen nicht sehen, weil...

Waldläufer @, Sonntag, 09.08.2015, 15:50 vor 3819 Tagen @ Jermak 5143 Views

Ich frage mich nur: wie kann es sein, daß man nach 29 Jahren in
Tschernobyl rumspazieren kann und dort keine Monster sieht, die
Tiefseeungehauern ähneln.
Die Bäume sehen aus wie bei uns, die Sträucher, die Blumen, auch die
Tauben, die wir aufgrund ihrer Fortpflanzungsfreudigkeit oft als Plage
ansehen, sehen genauso aus wie bei uns.


Sie können keine Missbildungen sehen, weil diese in den allermeisten Fällen Totgeburten bzw. nicht überlebensfähig sind. In der Obhut des Menschen mögen Glubschaugen, offener Rücken, offener Bauch, fehlende/ verkrüppelte Gliedmaßen, offene Schädel usw. u.U. in manchen Fällen operabel sein oder durch mehr Fürsorge am Leben bleiben, aber in der Natur gehen solche Lebewesen gnadenlos ein.


`nen schönen Sonntag wünsch ich

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Es findet viel russ. Forschung statt: Hier "Die Wölfe von Tschernobyl"

Olivia @, Sonntag, 09.08.2015, 17:58 vor 3819 Tagen @ Ankawor 5058 Views

Es gibt eine ganze Reihe Dokumentationen zu diesem Thema, denn es wird an vielen Stellen geforscht. Auch darüber, wie man Strahlung und Strahlungsfolgen reduzieren kann. Die Links sind wohl bei youtube zu finden.

Hier nur ein Link zur Untersuchung an Wildtieren und Wölfen.

Z.T. soll bereits "Sensationstourismus" in Tschernobyl selbst stattfinden. Ich habe eine ganze Reihe solcher Berichte gesehen, habe aber keine Links. Dieser hier mit den Wölfen dürfte interessant sein.

https://www.youtube.com/watch?v=hsvIfauJJLM

--
For entertainment purposes only.

Zwei aktuelle Links dazu

Reffke @, Sonntag, 09.08.2015, 18:05 vor 3819 Tagen @ CrisisMaven 4419 Views

WDR 5 ZeitZeichen vom 16.07.2015:
1945 - Die erste Atombombe wird gezündet
==> Die Sendung zum Nachhören und Download

http://www.strahlentelex.de/Folgen_von_Fukushima.htm
bzw.
http://www.greencross.ch/uploads/media/2015_fukushima_report.pdf

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

250 US-Marine-Soldaten verklagen TepCo wegen Schaedigung durch Fukushima-Radioaktivitaet ...

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 24.08.2015, 22:22 vor 3804 Tagen @ CrisisMaven 3673 Views

In einem Massenklage-Verfahren ("class action suit") haben 250 US-Soldaten den Fukushima-Betreiber TepCo verklagt wegen Gesundheitsschaeden, die sie angeblich wegen ihres damaligen Aufenthaltes in der Abwindfahne der havarierten Reaktorbloecke 2011 durch Radioaktivitaet erlitten haben.

Da eine Entscheidung des hoechsten US-Gerichts aus den fuenfziger Jahren es ausschliesst, die Vereinigten Staaten wegen Schaeden, die man in Ausuebung des Militaerdienstes erlitten hat, haftbar zu machen, versucht der US-Anwalt Charles Bonner TepCo selbst in den USA zu verklagen.

Es seien 500 US-Navy-Angehoerige betroffen, von denen sich rund die Haelfte der Sammelklage angeschlossen haben sollen.

Verschiedene Behoerden in Japan und den USA hatten damals ganz unterschiedliche Sicherheitsradien propagiert. Japan ca. 30 km um Fukushima (die anschliessende Evakuierungszone, wobei diese wohl eher strategisch begrenzt wurde, denn eine groessere Zone kann man kaum noch realistisch evakuieren, weil man nicht weiss, wohin mit den Menschen). Die US-Atomaufsicht empfahl damals dagegen schon ziemlich zu Anfang 80 km (50 Meilen) Radius und die Leitung der US Marine im Pazifik verordnete gar 300 km - allerdings wohl auch deshalb, weil der Wind ja Dreiviertel oder mehr der austretenden Radioaktivitaet dauernd auf's Meer trieb (Problematik des bodennahen Austrags).

Der US-Flugzeugtraeger George Washington, von dem viele Geschaedigte stammen, kreuzte zu dem Zeitpunkt aber "nur" 163 Meilen/ca. 200 km vom Austrittsort der radioaktiven Wolke entfernt.

Der Flugzeugtraeger USS Ronald Reagan wurde gar nach Fukushima geschickt, um bei dem Katastropheneinsatz zu helfen.

Die von mehreren Betroffenen geschilderten Symptome, inkl. Krebs und Anomalien bei ihren danach gezeugten Neugeborenen, passen jedenfalls am ehesten zu Strahlenbelastungen und in ihrem gehaeuften Auftreten wird es schwer, an andere Ursachen zu glauben.

Die diensttuenden Matrosen taten teilweise direkt in der Abwindfahne Dienst, als Fukushima gerade "ausgebrochen" war. "Wir machten Witze und riefen: 'Hey, das ist ja radioaktiver Schnee!'" (Vgl. SPIEGEL-Bericht [in Englisch] hier)

Auch wenn die meisten bzw. detailliertesten Berichte dazu von NaturalNews stammen, die auch zu den Chemtrail-Befuerwortern gehoeren (vgl. Widerlegung hier), so scheinen diese Berichte ueber die Sammelklage und deren Schilderungen dennoch zu stimmen (vgl. NewsVoice aus Schweden).

fukushimaradiationvictims.net

"200 young Navy and Marines with leukemia, organs removed, brain tumors/cancer, blindness, ..." (EneNews)

"TEPCO Executive Resigns as Navy Lawsuit Steams Ahead" (the Fifth Column)

"Judge: Sailors' class-action suit can proceed over alleged radiation exposure" (US-Armee-Zeitschrift 'Stars & Stripes')

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

In Tschernobyl leben jetzt mehr Wildtiere denn je (WELT.de) ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 07.10.2015, 12:21 vor 3760 Tagen @ CrisisMaven 3516 Views

In Tschernobyl leben jetzt mehr Wildtiere denn je

Aber, wie hier mehrfach verlinkt:

"Doch die Forscher warnen: Die Zunahme der Bestände bedeute nicht, dass sich die nun schon fast drei Jahrzehnte anhaltende Verstrahlung nicht auf die Gesundheit der Tiere auswirke. ... Aussagen darüber, wie lange die einzelnen Tiere lebten oder wie oft es zu Fehlgeburten oder Missbildungen komme, ließen sich aus den Daten allerdings nicht ableiten. ... Eine Analyse in Bayern hat gezeigt, dass viele der Wildschweine dort noch immer radioaktiv belastet sind. Der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm wird teilweise um mehr als das Zehnfache überschritten, ..." (Hervorhebung CM)

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Nur 50-fache Schilddruesenkrebsrate bei Fukushima-Kindern und auch sonst waere Japan nur fast unbewohnbar gewesen ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 09.10.2015, 14:40 vor 3758 Tagen @ CrisisMaven 3173 Views

Zur nachweislich harmlosen Kernenergie noch ein paar weitere abwiegelnde Medien-Berichte:

Wie schon die US-Kriegsmarinaden taeuschen sich auch japanische Aerzte grotesk uebertrieben bei Schilddruesen-Krebs bei Kindern:

"... wurden die meisten der 370.000 Kinder in der Präfektur Fukushima vorsorglich untersucht. Die Ergebnisse lassen zumindest Zweifel an den Versprechungen der Regierung aufkommen: 20- bis 50-mal häufiger als statistisch zu erwarten wäre, wurde bei den Kindern Schilddrüsenkrebs diagnostiziert."

Warum ich die hoehere Zahl im Titel gewaehlt habe? Weil ich bekanntlich zu Uebertreibungen neige.

Natuerlich werden es nur 49 mal mehr sein, dafuer aber in ein paar Jahrhunderten, wenn Fukushima laengst vergessen ist, ein paar hundertmal mehr.

Bonus I: Ex-Premier Kan über Fukushima-Katastrophe: "Die Frage war, ob Japan untergeht"

"Wir sind nur um ein Haar einer noch viel schlimmeren Katastrophe entgangen. Hätten wir damals auch Tokio und Umgebung mit insgesamt 50 Millionen Menschen evakuieren müssen, hätte das den Kollaps unseres Landes bedeutet. Die Hauptstadt liegt nur etwa 250 Kilometer von Fukushima entfernt. Dass es dazu nicht gekommen ist, verdanken wir letztlich zweierlei: Dem aufopferungsvollen Einsatz des Personals des Stromversorgers Tepco. Zum anderen kam uns eine Reihe glücklicher Zufälle zu Hilfe. Ich kann das nur als göttliche Fügung bezeichnen."

Klingt fast so theistisch wie unsere Grantlerin. An Gott erinnert man sich immer dann, wenn es zu spaet ist. Alle reden von spaeter, ich nicht.

Bonus II: Bilder aus der Sperrzone ...

Kein Wunder, dass der Herr schon eine andere Sperrzone gewuerdigt hat ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Die "Welt" mit einem Meilenstein der Arithmetik und warum Elefanten keinen Krebs bekommen ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 11.10.2015, 14:41 vor 3756 Tagen @ CrisisMaven 2978 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 11.10.2015, 14:45

Prozentrechnung ist nie langweilig (Welt.de):

"Elefanten galten lange Zeit als wandelndes Rätsel, da sie zwar genauso lang leben wie Menschen und 100-mal mehr Zellen in ihrem Körper haben – aber kein um 100 Prozent gesteigertes Krebsrisiko." (abgerufen 2015-10-11, 14:30 Uhr)

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Weltgesundheitsorganisation (WHO): geringe zusaetzliche Radioaktivitaetsdosen so schaedlich wie Bratwurst ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 31.10.2015, 19:42 vor 3736 Tagen @ CrisisMaven 2929 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 31.10.2015, 20:10

Den Facetten des Vorbeitrages darf man nun ein interessantes Detail hinzufuegen:

Die Frage, ob niedrige Radioaktivitaetsdosen schaedlich seien oder gar "gesund" ("Hormesis-Hypothese") und ob es einen Unterschied gibt zwischen der natuerlichen Umgebungs-Radioaktivitaet und den nur bei Kernspaltung kuenstlich produzierten Radionukliden ist umstritten, seit es "zivile Nutzung" der Kernenergie gibt.

Der Elektrizitaetsindustrie war sie deshalb von Anfang an suspekt und musste gegen deren Widerstand durch Haftungsbegrenzung "in den Markt gedrueckt" werden.

Nun hat die Weltgesundheitsorganisation eine ziemliche Kehrtwende vollzogen:

ZeroHedge: World Health Organization: Prolonged Exposure to Even LOW Level Radiation Increases the Risk of Cancer

In einer Studie, die die Daten von 300.000 Kernkraft-Mitarbeitern in Frankreich, Grossbritannien und den Vereinigten Staaten auswertete, hat die WHO-Unterorganisation fuer Krebsstudien (IARC) nun folgende Schluesse gezogen:

"... protracted exposure to low doses of ionizing radiation increases the risk of death from solid cancers ... "

Auszuege:

"Wer laenger geringen Strahlendosen ausgesetzt ist, dessen Krebsrisiko steigt. ... Selbst geringste Dosen sind lebensfeindlich. ... Es wurden 46 Studien, die einen Zeitraum von 40 Jahren umfassen, ausgewertet ... Ueber 5.000 wisssenschaftliche Veroeffentlichungen wurden gesichtet. ... Es wurden signifikante negative Auswirkungen auf den Gebieten der Immunologie, Physiologie, Erbschaeden und Krankheitshaeufigkeit gefunden, ausserdem beim Auftreten von Down-Syndrom und dem Geschlechter-Verhaeltnis bei Neugeborenen ..."

Im o.g. Artikel werden zudem Dutzende (!) weitere Studien zitiert und verlinkt, eine echte Fleissarbeit.

TepCo versucht daher erneut, das Radioaktivitaets-Niveau einzufrieren.

Zum Glueck sind radikale Moslems dieser Hoellentechnik abhold und versuchen Fachkraefte zu entsenden, um diesen Eingriff in Allahs Schoepfung zu beenden.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

AKW Fessenheim - fast missglückte Notabschaltung

twc-online @, Samstag, 05.03.2016, 20:57 vor 3610 Tagen @ CrisisMaven 2501 Views

Im AKW Fessenheim ist im April 2014 Wasser in diverse Kabelkanäle eingedrungen. Dann hat Einiges nicht mehr funktioniert, wie z.B. die Steuerstäbe zur Abschaltung des Reaktors.
Glücklicherweise gelang das Herunterfahren per Einleitung von Bor ins Kühlsystem.
http://www.heise.de/tp/news/Fessenheim-ausser-Kontrolle-3129190.html
Die Schwere des Störfalls auf der internationalen INES-Skala für nukleare Ereignisse war übrigens sehr niedrig (Stufe 1).

Möge uns das Glück weiterhin so zuverlässig zur Seite stehen!

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.