Neuvorstellung und Gedanken zum Weltgeschehen

Blue @, Donnerstag, 06.08.2015, 16:52 vor 3821 Tagen 5816 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 16.08.2015, 20:17

Guten Tag, wertes Forum,

Sie brauchen sicherlich nicht noch mehr Mitglieder, die keine Ahnung von der Börse haben. Dennoch bat ich den Chef, mich freizuschalten. Hier sind jede Menge wirklich kluge Köpfe anwesend und eigentlich bin ich viel zu schüchtern, um mich wirklich zu beteiligen.
Aber weil ich hier, wie an anderen Stellen, die Suche nach dem Kern der Dinge vermisse, nehme ich nun meinen Mut zusammen und sage Ihnen: Sie schauen nicht weit genug.
Ich sage das nicht, weil ich Sie angreifen will, sondern weil ich den Wunsch verspüre, dass Menschen sich wieder mehr in die Tiefe des Seins einfinden. Diese Oberflächlichkeit, die in Verbindung mit der immer größer werdenden Informationsflut um sich greift, macht mir persönlich echte Bauchschmerzen.

Je mehr Information es gibt, desto schwerer fällt es dem Einzelnen, ein umfassendes Bild herzustellen. Und desto leichter fällt es den „Oberen“ uns zu trennen. Je kleiner und unbedeutender die schlecht riechenden Winde sind, über die man sich heutzutage aufregt, desto mehr Energie kosten sie. Energie, die wir alle nun wirklich besser gebrauchen könnten.

Ich denke viel über die Zukunft der Menschen nach. Wahrscheinlich zu viel. Allein, es lässt sich nicht ändern. Man muss schon sehr blind und taub sein, um das Getöse ignorieren zu können.
Nehmen wir das aktuelle Flüchtlingsdrama. Und ja, es ist ein Drama. Menschen werden von A nach B geschoben, wie Figuren auf dem Schachbrett; nie ist mir das Bild deutlicher geworden, als dieser Tage, in denen zig tausende sich auf einen Weg machen, der uns allen letztendlich nur Schaden wird.

Ich will überhaupt kein Wort über die üblichen pro- und contra-Argumente verlieren, das tun Sie hier schon zur Genüge und streiten sich um Dinge, die doch allesamt nur als Symptome gekennzeichnet sind. Mir ist es hingegen so, als befänden wir uns unmittelbar vor dem Absturz einer „Hochkultur“. Wir hier im Westen lebten die letzten Jahrhunderte definitiv über jedes vernünftige Maß hinaus. Wir nahmen die halbe Welt in Besitz und beuteten sie gnadenlos aus. Sicher, wir haben jede Menge Sachen erfunden, große technische Fortschritte gemacht. Aber, zu welchem Preis, Damen und Herren, zu welchem Preis?

Vielleicht ist es schlicht an der Zeit, Europa bezahlen zu lassen. Europäer haben den amerikanischen Kontinent überrollt, Europäer haben die Welt in Kolonialgebiete unterteilt, Nachfahren von Europäern haben den afrikanischen Kontinent gebrochen und ein Sklavenlager draus gemacht.

Jedes Imperium fällt irgendwann. Vielleicht ist es jetzt einfach so mit dem Westen. Dann ist das ein ganz normaler Akt im Theaterstück einer Kultur, wie es sie schon hundertfach gegeben hat und wohl immer geben wird. Dann bekommen wir es hier in den nächsten Jahren einigermaßen ungemütlich und irgendwann gibt es entweder neue Grenzen oder neue Ländernamen oder vielleicht gar keine Grenzen mehr und alle haben sich zusammen gerauft. Es wird vielleicht blutig werden, und katastrophal unkomfortabel aber wir werden es überleben und vielleicht gewachsen daraus hervorgehen. Vielleicht steigt aber auch der rote Drache auf, gemeinsam mit dem Bären und der gefiederten Schlange. Und wir im Westen werden diejenigen sein, die Entwicklungshilfe bekommen.

Womöglich mischt sich der Rest der Welt aber ebenfalls so miteinander, wie es in Europa gerade passiert und wir werden schlichte Weltenbürger. Ohne Nationen, ohne Grenzen, wir werden einfach Erdenmenschen sein.

Oder, als zweite Möglichkeit:

Hinter all dem steckt der Wunsch, eine Menschenform zu etablieren, in der alle ehemals vorhandenen Traditionen zu einem undefinierbaren Brei vermischt sind, die sich durch einen eher mäßigen IQ auszeichnet und daher leicht zu führen sein wird. - Merken Sie etwas? Das ist das gleiche Szenario wie im obigen Absatz. Mit dem einen Unterschied, dass es zwanghaft durchgeprügelt wird, ohne Rücksicht auf Verluste. Während die Menschen im ersten Teil einfach machen, was sie immer machen, nämlich sich schlagen und vertragen, ihre liebsten Dinge behalten und ihr Geist vielleicht noch wächst, kommen wir nun zur Menschheit vom Reißbrett.

Natürlich ist auch unter den „Eliten“ ein Hauen und Stechen im Gange, kann gut sein, dass es auch sehr reiche Menschen gibt, die Fürsprecher der Armen sind, dennoch muss man eins mal sehen, auch wenn es schmerzhaft ist:

Unter Umständen ist der Pyramidenspitze einfach nur bewusst, dass unser Leben nicht mehr lange so weitergeht wie bisher. Die Welt wird immer schmutziger, die Müllberge immer größer, Rohstoffe dagegen immer schwerer zu erreichen, Ackerböden sind bis an die Grenzen ausgelaugt, die Menschheit wächst munter weiter und jeder will was vom Kuchen abhaben.

Das führt, laut vermuteten Ängsten bei der „Elite“ in eine gigantische Katastrophe oder in eine gleichgeschaltete und voll rationalisierte Menschheit. Individualität und Freiheit sind anscheinend nicht zu vereinbaren mit einem immer enger werdenden Lebensraum. Und da man mit unserer Art zu leben bedauerlicherweise nicht alle auf das Wohlstandsniveau der Deutschen, als Beispiel, heraufheben kann, muss man das Pferd andersrum aufzäumen und die reichen Länder den armen Ländern anpassen. Man kann uns hier aber nicht einfach so alles wegnehmen. Oder vielleicht geht es nicht schnell genug. Aber Millionen „Flüchtlinge“ werden das „Schiff schon schaukeln“. ^^

Uns den Weltraum nutzbar zu machen, sind wir offensichtlich zu blöd, also müssen wir ganz primitiv jedem soviel wie möglich wegnehmen, damit das „Wohl der gesamten Menschheit“ nicht gefährdet ist. Inzwischen hat man vielleicht seinen „Kader“ versammelt, die geistigen Höhenflieger, die in ihren Thinktanks an der „Menschheit 2.0“ brüten, nun kann man die Bunker verschließen, den Urwald „Mensch“ großflächig roden und anschließend ein paar neue, wohldurchdachte Pflänzchen aussetzen.

Ich gebe zu, das sind Worst Case Gedanken. Definitiv. Aber sie wollen ernst genommen werden, Menschen ansich sind viel zu leichtsinnig und verdrängen die meisten unbequemen Dinge bis es einfach viel zu spät ist.
Sie und ich, die wir hier auf der Erde leben, wir haben das größte Geschenk überhaupt bekommen; wir dürfen LEBEN. Und ich finde einfach, dass man sich das viel zu selten bewusst macht.
Nur die Schule an und mit sich selbst kann dafür sorgen, dass der Mensch besser wird.
Keine Kultur, kein Geld, kein Wissen, keine Gesetze; nichts kann einen Menschen formen, als die Arbeit an seiner geistigen und charakterlichen Beschaffenheit.

Und so hoffe ich, das Sie einen kleinen Schritt zurücktreten, aufhören, sich gegenseitig an die virtuelle Gurgel zu gehen und wenigstens für sich persönlich versuchen, einen wie auch immer gearteten Frieden zu finden. Es gibt uns jetzt schon seit einer Million Jahre, wir haben entsetzliche Dinge überlebt, wir haben wunderschöne Dinge geschaffen und alles in allem denke ich, sind wir gar nicht so verkehrt. Auf jeden Fall haben wir das Potential, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Aber eben nur dann, wenn wir nun lernen, uns als das zu sehen, was wir sind; winzig kleine Individuen, die nur zusammen die Menschlichkeit und das schöne Gesicht der Erde erhalten können.


Viele Grüße und bleiben Sie standhaft
Blue

Herzlich willkommen

Shindo @, Donnerstag, 06.08.2015, 18:05 vor 3821 Tagen @ Blue 4231 Views

Hallo Blue

ein starkes und wertvolles Intro Deinerseits zur Eröffnung. Kommt definitiv in meine Sammlung, denn diese Worte sind mehr als wichtig. Die Pyramide hat uns leider fast vollumfänglich erfasst. Alles braucht seine Zeit im erkennen, oder eben die Erfahrung. Freue mich auf einen Austausch.. Gruß Shindo

--
Thrive - https://www.youtube.com/watch?v=-pRfGVHU_Qg

Vielen Dank, Shindo, das freut mich sehr :-) (oT)

Blue @, Donnerstag, 06.08.2015, 21:54 vor 3821 Tagen @ Shindo 3236 Views

- kein Text -

Ebenfalls willkommen! Du hast nur eine klitzekleine Kleinigkeit übersehen

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 06.08.2015, 19:51 vor 3821 Tagen @ Blue 4694 Views

Ich will überhaupt kein Wort über die üblichen pro - und contra
Argumente verlieren, das tun Sie hier schon zur Genüge und streiten sich
um Dinge, die doch allesamt nur als Symptome gekennzeichnet sind. Mir ist
es hingegen so, als befänden wir uns unmittelbar vor dem Absturz einer
„Hochkultur“. Wir hier im Westen lebten die letzten Jahrhunderte
definitiv über jedes vernünftige Maß hinaus. Wir nahmen die halbe Welt
in Besitz und beuteten sie gnadenlos aus. Sicher, wir haben jede Menge
Sachen erfunden, große technische Fortschritte gemacht. Aber, zu welchem
Preis, Damen und Herren, zu welchem Preis.

Wir haben denen, die dort lebten, nicht verboten, die Welt ebenfalls in "Besitz zu nehmen" und "gnadenlos auszubeuten".
Bspw. Erdöl. Das Erdöl liegt dort schon seit Jahrmillionen. Wir haben den Arabern und den Afrikanern nicht verboten, dise Erdöllagerstätten zu nutzen. Warum taten sie es nicht bereits seit tausenden von Jahren?


Aber darauf will ich gar nicht hinaus, sondern:

Keine Kultur, kein Geld, kein Wissen, keine Gesetze; nichts kann einen
Menschen formen, als die Arbeit an seiner geistigen und charakterlichen
Beschaffenheit.

Du bist nahe dran, verwechselst jedoch die Ebenen.

Kultur ist die Voraussetzung für menschliches Dasein. Alles andere, Geld, Wissen, Gesetze, Geistige und körperliche Beschaffenheit des Menschen, folgt aus der Kultur.
Verschwindet die Kultur, sohört menschliches Leben auf.

Das ist ein Gesetz - bis heute ohne Ausnahme. Kein Mensch kann auf diesem Planeten überleben ohne eine Kultur.
Dabei sind die verschiedenen Kulturen so verschieden wie einzelne Individuen, und genau wie Individuen untereinander, können sie sich nicht wirklich verstehen.

Verschwindet die Kultur, und wenn sie in einer Einheitsmantsche verschwindet, dann hört menschliches Leben auf. Und wenn die Menschenmasse noch so groß ist.
Und die Kultur muss spezifisch, einzigartig und unterscheidbar sein.

Es gibt leider keine Ausnahme. Menschen existieren nur als Kulturwesen einer spezifischen, einzigartigen und unterscheidbaren Kultur - oder sie hören auf zu existieren.
Die gesamte Geschichte beweist es.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Hallo Mephistopheles...

Blue @, Donnerstag, 06.08.2015, 21:57 vor 3821 Tagen @ Mephistopheles 4076 Views

... auch Dir ein Danke :-)


Du bist nahe dran, verwechselst jedoch die Ebenen.

Verwechseln vielleicht nicht. Aber ich denke, ich bin tatsächlich einen Schritt zu weit gegangen. "Zivilisation" hätte wohl gereicht....

Ich stamme aus einer Gegend

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 06.08.2015, 22:49 vor 3821 Tagen @ Blue 4184 Views

... auch Dir ein Danke :-)

Du bist nahe dran, verwechselst jedoch die Ebenen.

...die war ursprünglich von Kelten besiedelt.
Das weiß man aus historischen Quellen. Sonst wüsste man es nicht. Es gibt nämlich keine Kelten mehr.

Dann kamen die Römer. Sie waren keineswegs Nachfolger, sie haben die keltischen Siedlungen keineswegs fortgeführt, sondern haben hier ihre eigenen Bauten errrichtet und kulturelle Zeugnisse hinterlassen. Die findet man noch - wenn man tief gräbt.
Es gibt aber keine Römer mehr.

Dann kamen die Allemannen. Die sitzen heute noch hier. Das waren aber keine Nachfolger, die römischen Bauten wurden von den Alemannen keineswegs weiterbewohnt, sondern sie errichteten ihre eigenen Siedlungen.
Dazwischen war die Gegend hier menschenleer. Es gibt jedenfalls keine historischen Zeugnisse aus der Zeit, wo die letzten Römer abzogen und die ersten Alemannen die Gegend neu besiedelten. Dazwischen liegen 1-2 Jahrhunderte ohne historische Zeugnisse.

Verwechseln vielleicht nicht. Aber ich denke, ich bin tatsächlich einen
Schritt zu weit gegangen. "Zivilisation" hätte wohl gereicht....

Eine Zivilisation ist nichts Lebendiges, sondern sie zehrt von den noch lebenden Überresten der Kultur, aus der sie stammt.

Das sieht man ganz deutlich, wenn eine Katastrophe geschieht.
Eine Kultur geht aus einer Katastrophe wie der Pest oder dem 30-jährigen-Krieg zwar tief getroffen, aber noch lebendig hervor.
Man kann das etwa vergleichen mit einer schweren Infektion: Ein 20-jähriger übersteht eine Lungenentzündung ohne Behandlung, sogar mitten im Feld (es gibt Berichte), ein 50-jähriger regeneriert sich nach einem mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt und einer Reha, für einen 80-jährigen ist dieselbe Lungenentzündung tödlich.

Uns steht die entscheidende Krise noch bevor. Niemand kann sagen, wie sie ausgeht, oder ob es danach keine Deutschen mehr geben wird.
Eines aber ist sicher: Die Flüchtlinge werden eine erhebliche Belastung sein.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Terminus "Flüchtlinge" ist Systemparole

Leisereiter @, Freitag, 07.08.2015, 00:09 vor 3821 Tagen @ Mephistopheles 3992 Views

ausgeht, oder ob es danach keine Deutschen mehr geben wird.
Eines aber ist sicher: Die Flüchtlinge werden eine erhebliche Belastung
sein.

Ich stimme dir sonst allgemein zu; aber was ich gerade von dir nicht gedacht hätte, ist die unkritische Verwendung der Systemparole "Flüchtlinge".

Echte Flüchtlinge, im Sinne der Genfer Konvention, werden schätzungsweise 5 Prozent sein. Und was sind die übrigen?

Egal, was sie sind; sie sind gekommen, um zu bleiben.
Wie nennt man Leute, die gekommen sind, um zu bleiben?

SIEDLER.

Siedler klingt konstruktiv.

mangan @, Freitag, 07.08.2015, 01:11 vor 3821 Tagen @ Leisereiter 3585 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 07.08.2015, 01:18

SIEDLER.

Bei dem derzeitigen 'Bevölkerungstausch' kann ich keine Siedler erkennen.
Ich sehe nur künftigen Zusammenbruch der Sozialsysteme und dann Chaos.

Was/Wenn daraus etwas hervorgeht, so will ich darüber auch nicht spekulieren weil Pessimismus/Nachteile überwiegen würden. Eine unerfreuliche Zukunft.

Lichtblick:
Es gibt Prognosen, dass 'Siedler' sich zurückziehen 'müssen', wenn ein Gebiet abgeräumt ist. Den Rückzugsdruck können äussere Zwänge steigern.
Nur die angestammte Bevölkerung muss durchhalten. Sie hat nämlich keine Rückzugsgebiete.
Das Durchalten könnte dann sogar durch Zusammenarbeit ähnlicher/benachbarter Gruppen unterstützt werden.

Ja, ohne externe Störung scheint mir das der wahrscheinliche Lauf.

Siedler wäre aber auch eine Systemparole, sogar schlimmer!

Isländer @, Freitag, 07.08.2015, 02:06 vor 3821 Tagen @ Leisereiter 3430 Views

...Egal, was sie sind; sie sind gekommen, um zu bleiben.
Wie nennt man Leute, die gekommen sind, um zu bleiben?

SIEDLER.

Lies mal bitte bei Wiki nach:

Unter Siedlern (plural) versteht man eine Gruppe von Menschen, die versuchen ein Stück Land, das zuvor allem Anschein nach noch von niemandem land- oder forstwirtschaftlich genutzt und bebaut wurde, durch Rodung, Bepflanzung, Bewässerung und Bebauung urbar zu machen, um es dauerhaft bewohnen zu können...


Gerne können sich diese „Siedler“ in den „30-Zonen“ der Kommunen betätigen und die Straßen instand setzen. Sozialhilfeausgabe und Unterkunft (auf Pachtland, wir bekommen die Grundstücke ja auch nicht geschenkt) nach Begutachtung durch deutsche Sachverständige.
Da stellt sich bestimmt raus, was wahre Fachkräfte sind.
Und Autobahnen, welche über 50 Jahre halten, sind dann vielleicht auch wieder gefragt.

LG
Isländer

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Besatzer

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 07.08.2015, 06:10 vor 3821 Tagen @ Leisereiter 3283 Views

Echte Flüchtlinge, im Sinne der Genfer Konvention, werden
schätzungsweise 5 Prozent sein. Und was sind die übrigen?

Egal, was sie sind; sie sind gekommen, um zu bleiben.
Wie nennt man Leute, die gekommen sind, um zu bleiben?

SIEDLER.

Nein. Wie kommst du darauf?

Diese Leute kommen als Plünderer und möchten bleiben als Besatzer.

Bei dir ist es vielleicht nicht so, aber dieses ist Land ist bereits besiedelt.
Wer sich trotzdem "Siedler" nennt, der plant einen Genozid.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Aufruf an alle: Wer findet Begriffe, welche die Realität abbilden, anstatt der manipulativen Systemparolen?

Leisereiter @, Freitag, 07.08.2015, 10:57 vor 3820 Tagen @ Mephistopheles 2765 Views

@ Mangan, @ Isländer und @ Mephistopheles, ihr habt recht: "Siedler" klingt viel zu konstruktiv und lenkt von der Tatsache ab, dass sie sich in ein gemachtes Nest (in Jahrhunderten entbehrungsreichster Arbeit unserer Vorfahren aufgebaute Infrastruktur) setzen, bzw. von der Elite hierher gelockt und hereingesetzt werden.

Meph, dein Ausdruck "Besatzer" ist zwar gut, aber noch lieber hätte ich einen Begriff, der klar macht, dass sie das nicht aus eigenem Antrieb machen, sondern von oben, bzw. außen gesteuert werden. Vielleicht eher "Besatzungssoldaten" oder "Söldner des Regimes" (Copyright Killerbee), oder "Fußtruppen der Globalisten" ...

Wir werden mit Worten manipuliert, welche ganze Think Tanks von Psychologen eigens für diesen Zweck ausgewählt oder überhaupt erst erfunden (zB das Wort "Rassismus") haben. Und das Wort "Flüchtlinge" wird vom Regime mit Absicht falsch werwendet (Orwell, wahrscheinlich der größte Visionär des 20. Jhdts., hat die planmäßige Falschverwendung von Begriffen vorausgesehen).

Schützen wir uns, indem wir selbst mit Bedacht Worte wählen, welche die Realität abbilden!

Begriffe, vielleicht auch mit einer Prise Humor gewürzt, um die Ziele der Herrschenden lächerlich zu machen. Humor als Selbstverteidigung.

Vorschläge sind herzlich willkommen!

--
https://www.youtube.com/watch?v=faNge-o0V-k https://www.youtube.com/watch?v=fl9HMSTHeTg Möglicher Ausweg für Weiße: Werdet schwarz! http://edition.cnn.com/2015/06/16/us/washington-rachel-dolezal-naacp/ https://www.youtube.com/watch?v=LPjzfGChGlE

Zudringling

zip @, Freitag, 07.08.2015, 12:11 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2729 Views

Schützen wir uns, indem wir selbst mit Bedacht Worte wählen, welche die Realität abbilden!

Hallo Leisetreter,

Das Wort "Zudringling" trifft es meiner Meinung nach am ehesten. Habe diesen Begriff erstmalig bei Michael Winkler gelesen und das Wort beinhaltet alle Fakten: Das zielgerichtete Streben "zu" einem Ort, der bessere Lebensbedingungen zu versprechen scheint, das "dringliche" Anliegen, dieses Ziel zu erreichen und hierbei auch Kopf und Kragen zu riskieren.

Diese Dringlichkeit führt hierbei zu selbstmörderisch anmutenden Situationen: Vor wenigen Tagen kenterte ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer, weil sich die Personen an Bord in Richtung des heran nahenden Rettungsschiffes bewegten. Anstatt ruhig auf die Bergung zuzuwarten, wollte jeder der Erste sein und hat damit seinem Leben ein Ende bereitet.

Und letztendlich die pittoreske Nachsilbe "ling", die es ähnlich beim Wort "Flüchtling" verniedlicht und emotional auf die Ebene eines zu beschützenden "Pflänzlings" hievt.

Beste Grüße vom

--
.zip

Ich weiß einen! Drecksarbeitmacher. Bekomme ich jetzt einen Gummipunkt?

Leser68 @, Freitag, 07.08.2015, 13:04 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2559 Views

Übrigens die Flüchtlinge, die damals Ende und nach des Krieges aus den deutschen Ostgebieten kamen, die waren sehr unbeliebt. Das kann man heute noch an der Lage der sogenannten Aussiedlerhöfe sehen.
Dabei waren das doch alles Landsleute, die genauso unschuldig oder schuldig waren wie der Rest?
Ist also ein Flüchtling nicht letztlich überall unbeliebt egal welche Hautfarbe oder Religion er trägt?
Und warum geht man nicht gegen die vor, die die Menschen zu Flüchtlingen machen?

Ich finde es erschreckend, dass hier im Gelben wo so viel Intelligenz versammelt ist, so viele die Arbeit der Besatzer machen ("Clash of civilizations"), statt das Ganze im Sinne asiatischer Kampfkunst zu managen: "Wandle die Energie/den Angriff des Gegners um gegen ihn selber" (Sunzu bzw. Shinze?).

Beliebtheit von echten Flüchtlingen und nur so genannten „Flüchtlingen“

Leisereiter @, Freitag, 07.08.2015, 16:54 vor 3820 Tagen @ Leser68 2473 Views

Übrigens die Flüchtlinge, die damals Ende und nach des Krieges aus den
deutschen Ostgebieten kamen, die waren sehr unbeliebt. ..
Dabei waren das doch alles Landsleute, die genauso unschuldig oder
schuldig waren wie der Rest?

Umso stutziger macht es mich, wie warmherzig jetzt Fremde aufgenommen werden, die uns von Kultur und Aussehen fremder kaum sein könnten.
Mag wohl Selbsthass die Triebfeder der Aufnehmenden sein?

Und warum geht man nicht gegen die vor, die die Menschen zu Flüchtlingen
machen?

Eine gute Frage, die auch ich allen möglichen Leuten stelle, am liebsten Politikern, wenn ich zufällig mit ihnen ins Gespräch komme. Nur, gerade die Politiker wechseln dann sofort routiniert das Thema oder beenden das Gespräch …

Ich finde es erschreckend, dass hier im Gelben wo so viel Intelligenz
versammelt ist, so viele die Arbeit der Besatzer machen ("Clash of
civilizations"), statt das Ganze im Sinne asiatischer Kampfkunst zu
managen: "Wandle die Energie/den Angriff des Gegners um gegen ihn selber"
(Sunzu bzw. Shinze?).

Gute Idee … hast du schon konkretere Vorschläge betr. Ansatzpunkte, Methoden und Ziele?

Kleiner Unterschied

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 17:16 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2436 Views

Übrigens die Flüchtlinge, die damals Ende und nach des Krieges aus den
deutschen Ostgebieten kamen, die waren sehr unbeliebt. ..
Dabei waren das doch alles Landsleute, die genauso unschuldig oder
schuldig waren wie der Rest?


Umso stutziger macht es mich, wie warmherzig jetzt Fremde aufgenommen
werden, die uns von Kultur und Aussehen fremder kaum sein könnten.
Mag wohl Selbsthass die Triebfeder der Aufnehmenden sein?


Kann man wohl schlecht miteinander vergleichen. Wenn ich mich richtig erinnere (an die Erzählungen derjenigen, die das erlebt haben, -ich selbst hatte ja "die Gnade der späten Geburt")dann gab es kaum irgendwelche Heime oder Unterkünfte, wo die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 untergebracht werdne konnten. Dafür gab es einen bestimmten Schlüssel, wo der ansässige Deutsche einen Teil seines Wohnraums für einen oder mehrere Flüchtlige zur Verfügung stellen mußte. Auch bei den Bauern gabs da gewisse Regelungen, - irgendwas mit Verpflichtung zur Beschäftigung der auf dem Bauernhof untergebrachten Flüchtlinge in der Landwirtschaft oder so ähnlich.

Will da keinen Blödsinn daherreden, - müßte mich wieder schlau machen, - aber in dieser Richtung gingen damals die Uhren anders. Klar war da nicht jeder darüber erbaut, dass man in sein Wohnzimmer von Amts wegen einen Fremden hinein verfrachtet hat.

Leicht umformuliert

Sylvia @, Freitag, 07.08.2015, 17:00 vor 3820 Tagen @ Leser68 2428 Views

Ich finde es erschreckend, dass hier im Gelben wo so viel Intelligenz
versammelt ist, so viele die Arbeit der Besatzer machen.

Du meinst wohl eher:

Ich finde es erschreckend, dass hier im Gelben wo so viel Intelligenz
versammelt ist, so viele meine Meinung nicht teilen.

Das sollte Dir vielleicht zu denken geben [[zwinker]].

Besatzungsanwärter

Dieter, Freitag, 07.08.2015, 15:37 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2507 Views

Ich möchte sie lieber Anwärter nennen, schließlich haben wir schon echte Besatzer im Nest sitzen.

In den oberen Rängen die Amis mit Gefolgschaft
in den unteren Rängen die Mohammed-Sekte mit Gefolgschaft

Diese Unterscheidung zwischen Besatzern und Anwärtern ist auch in der Realität gut zu beobachten, da zumindest die unteren Besatzer-Ränge sich zunehmend Sorge machen um die Besatzer-Konkurrenz, die da auf sie zukommt.

Die Neuankömmlinge, die durchgefüttert werden wollen, sind doch bei den schon länger in Deutschland lebenden süd-osteurop. und kleinasiat. Ausländern am unbeliebtesten. Sie machen sich die größten Sorgen um ihren Wirt (Beziehung Schmarotzer zur Wirtspflanze).
- und bei den Deutschen scheint es echten Sozialneid zu geben, die Besatzungsanwärter spalten zwischen HartzIVern und den gut versorgten (typische Grünen-Wähler).

Gruß Dieter

Die Konkurrenz unter den Besatzern

Leisereiter @, Samstag, 08.08.2015, 00:00 vor 3820 Tagen @ Dieter 2371 Views

Die Neuankömmlinge, die durchgefüttert werden wollen, sind doch bei den
schon länger in Deutschland lebenden süd-osteurop. und kleinasiat.
Ausländern am unbeliebtesten. Sie machen sich die größten Sorgen um
ihren Wirt (Beziehung Schmarotzer zur Wirtspflanze).

Es mag zynisch klingen, aber es erhöht unsere Überlebenschancen, und die unserer Nachkommen, wenn wir, der Wirt, die natürlichen Gegensätze zwischen unseren werten Nutznießern fördern. Je mehr sie untereinander streiten, desto mehr Ruhe haben wir.
Sonst verbünden sie sich irgendwann gegen uns, die zornigen jungen Männer brauner und schwarzer Hautfarben, mit leicht auszumalendem Ergebnis.

A propos Ruhe: Diese Ruhe sollten wir aber bitte nicht mit Hamsterradeln verschwenden, sondern die Zeit nutzen, um realistische und nüchterne Zustandsanalysen und Pläne zu machen.

Es ist umgekehrt. Es vermindert unsere Überlebenschancen

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 08.08.2015, 08:56 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2444 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 08.08.2015, 15:43

Die Neuankömmlinge, die durchgefüttert werden wollen, sind doch bei

den

schon länger in Deutschland lebenden süd-osteurop. und kleinasiat.
Ausländern am unbeliebtesten. Sie machen sich die größten Sorgen um
ihren Wirt (Beziehung Schmarotzer zur Wirtspflanze).


Es mag zynisch klingen, aber es erhöht unsere Überlebenschancen, und die
unserer Nachkommen, wenn wir, der Wirt, die natürlichen Gegensätze
zwischen unseren werten Nutznießern fördern. Je mehr sie untereinander
streiten, desto mehr Ruhe haben wir.
Sonst verbünden sie sich irgendwann gegen uns, die zornigen jungen
Männer brauner und schwarzer Hautfarben, mit leicht auszumalendem
Ergebnis.

A propos Ruhe: Diese Ruhe sollten wir aber bitte nicht mit Hamsterradeln
verschwenden, sondern die Zeit nutzen, um realistische und nüchterne
Zustandsanalysen und Pläne zu machen.

Deutschland hat bereits zweimal im letzten Jahrhundert einen Mehrfrontenkrieg verloren, weil die Gegner strategisch geschickter waren. Erst nach dem Krieg waren sie bereit, übereinander herzufallen.
Die Deutschen waren dabei als Kanonenfutter vorgesehen.

Bei der Schlacht auf den katalaunischen Feldern kämpften Römer und verbündete Germanen gegen Hunnen und verbündete Germanen.
Die Germanen entrichteten zwar den höchsten Blutzoll, waren aber nur eine Randnotiz.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Milliarden Entwicklungshilfe

modesto, Freitag, 07.08.2015, 06:50 vor 3821 Tagen @ Blue 3455 Views

Guten morgen,

erstmal willkommen!

Zu deiner Ansicht, wir müssten nun helfen, nachdem wir gerade Afrika bisher nur ausgebeutet hätten, ein kleines Beispiel aus meiner Vergangenheit.

Ich unterstützte einige Zeit einen privaten Hilfskreis "Afrika".
Die Leute fuhren mit ausgebauten Hanomags nach Afrika, um dort Geld für Brunnen, Medikamente, Bildung für die Kinder usw. abzugeben und die Leute in mehreren Orten auch mit technischem know how zu unterstützen.

In der Pfalz und auch über deren Grenze hinaus veranstalteten sie dafür Flohmärkte und Infofeste und sammelten Spenden.

Ich war selber nie mit auf Reisen, aber das Ganze wurde nach ein paar Jahren aufgegeben.
Mehrere Brunnen wurden verseucht mit Abfall, mit dem Geld für den Weiterbau des kleinen Schulgebäudes machte sich der Häuptling sein eigenes Haus schön, Kaputtes wurde trotz Werkzeug und Einweisung nicht repariert.

Die Menschen warteten, dass die Truppe im nächsten Jahr wieder kam und es richtete.

Abgesehen von solchen kleinen privaten Aktionen sind Milliarden an Spenden und Entwicklungshilfe geflossen.
Korruption in diesen Ländern macht das zu einem Fass ohne Boden.

No border no nation - wie du es propagierst, führt nur zu Völkerwanderung zum Honigtopf und der Zerstörung der ausgelöffelten Nation.

Im übrigen war es uns damals schon ein Rätsel, warum die Menschen ihren Unrat nicht organisiert außerhalb der bewohnten Zone lagerten, verbrannten.
Er wurde vor oder neben der Hütte entsorgt.
Krankheiten entstanden, die Truppe klärte auf und half.
Um im nächsten Jahr wieder dasselbe Chaos vorzufinden.

Ich sehe wenig Übereinstimmung der kulturellen Mentalität, welche die uns überrollenden Massen für beide Seiten erträglich machen würde.

Wobei mich das aufregt, Kriegsflüchtlinge, die nach Befriedung auch wieder gehen sollten zum Aufbau ihres Landes, gleichzusetzen mit Diebesbanden
vom Balkan, die unsere Siedlungen bereichern, Leuten aus beim Deutschen beliebten urlaubsländern etc.

Nein, die rosarote Brille ist mir schon lange abhanden gekommen.

Gruss modesto

Falscher Ansatz

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 07:53 vor 3821 Tagen @ modesto 3261 Views

Modesto:

So verrückt wie Du war ich auch mal. Aber ich bin jeder Hilfssendung hinterher gefahren und habe - nach einem gewissen zeitlichen Abstand - beobachtet, was ich mit meiner "Hilfsleistung" bewirkt habe.

Ich will hier gar nicht ins Detail gehen, - auch bei uns gings von der Pfalz aus (die Pfälzer sind da eben hilfswilliger) - aber ich machte erschreckende Beobachtungen.

1. Die Leute, die von morgens bis abends arbeiten, kommen über die Runden und haben in der Regel, was sie brauchen. (Der Umkehrschluß liegt auf der Hand)

2. Alles, was nichts kostet, wofür der Mensch nichts aufwendet, - sei es Geld, Zeit, Arbeit oder sonst was - ist in seinen Augen nichts wert. Es wird als ein vom Himmel gefallenes Objekt betrachtet, das man einfach nur akzeptiert, das aber in keinster Weise verpflichtet, für Bestand oder dauerhaftes Funktionieren im Sinne einer Instandhaltung zu sorgen. Ein Verantwortungsgefühl dafür gibt es nicht.

3. Man muß grundsätzlich zwischen dem unterscheiden, was bei der Erstellung von Hilfsmaßnahmen oder beim Abladen von Hilfsgütern von den "Beglückten" gesagt wird, und wie einige Wochen später darüber gedacht wird.

Beste Grüße!

Kluger Spruch von Helmut

Leisereiter @, Freitag, 07.08.2015, 11:28 vor 3820 Tagen @ helmut-1 2782 Views

Alles, was nichts kostet, wofür der Mensch nichts aufwendet, - sei es
Geld, Zeit, Arbeit oder sonst was - ist in seinen Augen nichts wert. Es
wird als ein vom Himmel gefallenes Objekt betrachtet, das man einfach nur
akzeptiert, das aber in keinster Weise verpflichtet, für Bestand oder
dauerhaftes Funktionieren im Sinne einer Instandhaltung zu sorgen. Ein
Verantwortungsgefühl dafür gibt es nicht.

Da habe ich das Bild des antiken Rom vor Augen, bzw. dessen letzte Jahrzehnte: Die aus allen Erdteilen stammende, zusammengewürfelte Bevölkerung hatte keinerlei Bezug zur, von den früheren Bewohnern, geschaffenen Infrastruktur (Wasser- und Lebensmittelversorgung, sichere Verkehrs- und Handelswege, funktionierendes Rechtssystem, Abfallentsorgung...). Und ließ sie halt, ohne sich Gedanken zu machen, verkommen.

Und dann gabs in der Stadt Rom irgendwann nix mehr zu essen, der Abfall türmte sich, die Ratten verbreiteten tödliche Krankheiten, und die Bevölkerungszahl regulierte sich von selbst auf ein Maß, welches der Kulturstufe der Bewohner entsprach... weniger als 1.000 Einwohner in der ganzen Stadt.

Aktuelles Beispiel

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 12:35 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2649 Views

Danke für die Blumen, - aber es ist leider nackte Realität, die mich oft zur Weißglut bringt.

Beispiel in Rumänien, in der Oltenia (weite landwirtschaftlich genutzte Ebenen im Süden bis zur Donau):

Unter Ceaucescu gab es dort Bewässerungssysteme, über weit verzweigte betonierte Gräben und Kanäle, um die Äcker bei Trockenheit bewässern zu können. Was ist heute: Kein Mensch hat sich um die Instandhaltung dieser Einrichtungen gekümmert, alles ist verfallen, - und was ist mit der Landwirtschaft?

Der Mais, der z.B. im Hügelland, wo es genug Feuchtigkeit im Boden gibt, so zwischen 2 m und 2,50 m hoch ist, gesund dasteht, voll mit Kolben ist, und grünes Laub hat, der ist in der Oltenia maximal einen Meter hoch, hat gelbe Blätter, die Kolben sind dementsprechend dürftig, - und die Ernte gibt nicht einmal die Hälfte davon her, was es normal bringen müßte.

Dann kommen die Betonköpfe und jammern ,dass es ihnen so schlecht geht, - in Wirklichkeit gehört ihnen die Nase eingeschlagen, weil sie alles vergammeln haben lassen. Klar, - das gehört ihnen nicht, dass sie aber davon profitieren und das schon aus ureigenstem Interesse in Schuß halten sollen, das geht denen gar nicht in den Kopf. Typische Nachwehen des Kommunismus.

Leider ist der Staat so bescheuert, dass er das noch unterstützt: Bei nachgewiesener Trockenheit (dafür gibts Parameter, die aber seit der Klimaveränderung jedes Jahr zutreffen) bekommen die Bauern dort vom Staat Zuschüsse. Der nächste Blödsinn. Wenn der Staat Zuschüsse für die Reparatur der Bewässerungsanlagen geben würde anstatt zum Ernteausfall, wäre das viel sinnvoller.

Vielleicht sind die schlauer als wir - Taktik nicht der verbrannten, sondern der vernachlässigten Erde

Leisereiter @, Freitag, 07.08.2015, 15:46 vor 3820 Tagen @ helmut-1 2498 Views

Unter Ceaucescu gab es dort Bewässerungssysteme, über weit verzweigte
betonierte Gräben und Kanäle, um die Äcker bei Trockenheit bewässern zu
können. Was ist heute: Kein Mensch hat sich um die Instandhaltung dieser
Einrichtungen gekümmert, alles ist verfallen,

Erinnert mich an Nordafrika, die damalige Kornkammer des Römischen Reiches. Sobald dort keiner mehr die ausgeklügelten antiken Bewässerungsanlagen instand halten wollte oder konnte, begann die Wüste sich auszubreiten.

Danke für deinen Bericht aus erster Hand. Sehr wertvoll für mich, da ich nie in dieser Gegend gewesen bin und keine Leute von dort kenne, deren deutsch-sprachliches Niveau intellektuelle Gespräche erlauben würde.

Wenn einer, der Spengler gelesen hat, die derzeitige Überflutung mit Kulturfolgern aus fernen Erdteilen beobachtet, sieht er die Zukunft ziemlich klar vor sich:

Unsere Kinder werden eine Minderheit im eigenen Land sein.
Unsere Enkel ... Urenkel wird es wahrscheinlich nicht geben. Und wenn doch, dann werden sie uns von Kultur, Aussehen und DNA denkbar fremd sein.

Die neue Bevölkerung wird die gesamte Infrastruktur verkommen lassen, und das technologische und kulturelle Niveau wird sich auf afrikanische Verhältnisse einpendeln.

Und weil dies mit Spenglerscher Gesetzmäßigkeit ohnehin eintreten wird, bin ich dafür, dem zuvor zu kommen und

---- jetzt selbst kontrolliert und geplant alle Systeme herunter zu fahren ----

und damit unsere Attraktivität für Kulturfolger zunichte zu machen.

Ich fürchte, das ist die einzige Chance, als Ethnie und Kultur zu überleben. Wir brauchen deswegen nicht nackt im Walde zu hausen. Eine Beschränkung auf den Lebensstandard, wie er zB in der Türkei herrscht, würde schon genügen.

In dem Sinne sind die Rumänen, welche die Bewässerungs- und sonstige Infrastruktur verkommen lassen und damit einen bestimmten Lebensstandard nicht überschreiten, dafür aber vor Überfremdung weitgehend sicher sind, schlauer und weitblickender als wir.

Vielleicht ein Ansatzpunkt

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 17:02 vor 3820 Tagen @ Leisereiter 2489 Views

damit einen bestimmten Lebensstandard nicht überschreiten, dafür aber vor Überfremdung weitgehend sicher sind, schlauer und weitblickender als wir.

Fakt ist, dass Rumänien, was den Islam betrifft, eine "Insel der Glückseligkeit" darstellt. Das hängt mit der fast flächendeckenden christlichen Weltanschauung zusammen, wobei der überwiegende Teil orthodox ist (nach dem griechischen Ritus, nicht nach dem slawischen wie die Russen und Bulgaren), ein (meist deutschstämmiger) Anteil an Evangelischen, ein (meist ungarischstämmiger) Anteil an Römisch-Katholischen, da gehören auch die Banater Schwaben dazu und die Zipse im Norden, wobei es bei den Ungarn aber auch Protestantisch-Reformierte gibt, daneben gibts auch Griechisch-Katholische und alle möglichen Splittergruppen wie Adventisten, Baptisten, Penticostale, etc.

Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung irgendeiner christlichen Religion zugeordnet ist, was sich entweder im regelmäßigen Kirchgang auswirkt, oder zumindest sich an den christlichen Traditionen orientiert. Ob das der Grund ist, weiß ich nicht, - aber es hängt sicher damit zusammen.

Was meine ich damit: Wir haben auch in Rumänien eine Schicht Türken, die sich am Schwarzen Meer und auch in Bukarest niedergelassen haben. Aber das sind keine Religionsfanatiker, - eher lockere Muslime. Ob sie alle beschnitten sind, weiß ich nicht, - ich habs nicht nachkontrolliert [[lach]] . Aber sie halten es mit dem Schweinefleisch nicht so genau, genausowenig mit dem Alkohol. Es gibt auch viele Mischehen, wobei in den Ehen verschiedene Religionen zu finden sind, also der eine Partner nicht gezwungen ist, die Religion des andern Partners zu übernehmen.

Fest steht, die haben keinerlei Einfluß auf das tägliche Leben, sie fallen nicht auf, sie haben sich adaptiert, - oft weiß man nicht einmal, dass sie Türken sind. Wohlgemerkt, das bezieht sich auf die von mir genannten Gebiete im Südosten des Landes. Hier in Siebenbürgen ist das überhaupt kein Thema. Ob es der niedere Lebensstandard ist, der die Wohlstandsnomaden davon abhält, sich hier niederzulassen, oder die fehlende Sprachkenntnis, oder der "einschlägige" Ruf des Landes, - ich weiß es nicht.

Ich bin froh, dass RO für diese Art von Zuwanderern keine Magnetwirkung hat, und hoffe (auch mit Rat und Tat) immer weiter, dass die Schicht der Roma, die mit Arbeit nichts am Hut hat, es ihren Freunden und Bekannten nachmacht, die sich in Duisburg bereits heimisch fühlen. Klar werde ich da im Forum keine Zustimmung ernten, ich weiß, dass es auch provokativ verstanden werden kann, - aber ich bin mir hier schon irgendwie selbst der Nächste. Die Kleinkriminalität geht durch den Wegzug so mancher "Zeitgenossen" - insbesonders in der Provinz - zurück.

Andererseits wird durch die Säuberung einer gewissen ethnischen Gruppe das Land immer interessanter für diejenigen, die sich an dem Spruch im roten Fenster rechts oben orientieren. Viele Österreicher, Deutsche, Schweizer und Holländer sind schon hierher gezogen, - manche sind selbständig, manche haben freiberufliche Tätigkeiten, - der Kreis wird immer größer. Dazu kommt, dass man hier - sofern man seinen Lebensunterhalt in die Reihe kriegt - nach seiner Facon leben und selig werden kann, so wie man will. Nach dem geflügelten Wort Friedrichs des Zweiten.

Vieles ist hier schlampiger, ungeordneter, aber dafür nicht so übertrieben organisiert wie in A oder D. Deshalb werden schon in ureigenstem Interesse auch solche wie ich, die hierher gezogen sind, ein Auge drauf haben, dass das alles so bleibt, insbesonders auf die Bevölkerungsstruktur bezogen. Nach dem Motto "Wehret den Anfängen". Wie das ausgehen kann, wenn man das nicht tut, sehen wir täglich an verschiedenen Ländern in Mittel- und Westeuropa.

Nur ein Beispiel:
Gestern - wie jeden Donnerstag - war wieder Probeabend unserer Musikgruppe, bei uns im Wohnzimmer (ist sehr groß, fast 40 m²). Das geht von 19 Uhr so bis 23 Uhr. Natürlich kann man bei dieser Hitze (derzeit 38°) nicht die Fenster zu lassen. Die sind zumeist am Abend gekippt. Wir wohnen im Zentrum der Stadt. Meinst Du, dass da jemand auf die Idee kommt, die Ordnungshüter wg. Ruhestörung zu rufen (wir proben auch mit Verstärker und Boxen)? Mitnichten. Grade gestern habe ich wieder bemerkt, wie die Leute auf der Straße stehen bleiben, uns zuhören und manchmal auch applaudieren.

Allerdings wird man auch keine Chance haben, bei Gericht Schadensersatz durchzukriegen, wenn man auf einem schlecht gepflasterten Gehweg, wo ein Stein in die Höhe steht, hinfällt und sich verletzt. Der Richter fragt dann nämlich, ob man denn keine Augen im Kopf hat oder besoffen war. Hat halt alles zwei Seiten.

Hallo modesto,

Blue @, Freitag, 07.08.2015, 09:45 vor 3821 Tagen @ modesto 3035 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 07.08.2015, 18:59

Guten morgen,

erstmal willkommen!

Danke :)

Zu deiner Ansicht, wir müssten nun helfen, nachdem wir gerade Afrika
bisher nur ausgebeutet hätten, ein kleines Beispiel aus meiner
Vergangenheit.

In dem Text steht nirgendwo, dass wir helfen müssen.

> Die Menschen warteten, dass die Truppe im nächsten Jahr wieder kam und

es richtete.

Abgesehen von solchen kleinen privaten Aktionen sind Milliarden an Spenden
und Entwicklungshilfe geflossen.
Korruption in diesen Ländern macht das zu einem Fass ohne Boden.

Das man Afrika nicht "auf normalem Wege" helfen kann, wenn man es will, ist mir durchaus bewusst. Alleine die Frauenverstümmelung macht eine Gesellschaft, wie wir sie kennen, absolut unmöglich. Diese Frauen sind ALLE traumatisiert und überhaupt nicht in der Lage, ein normales Lebensempfinden aufzubauen. Warum sie sich das gegenseitig antun, weiß ich nicht.

Aber um all diese kleinen Mosaiksteine ging es in meinem Text auch gar nicht.

No border no nation - wie du es propagierst, führt nur zu
Völkerwanderung zum Honigtopf und der Zerstörung der ausgelöffelten
Nation.

Stopp mal. Ich „propagiere“ überhaupt nichts.

Ich hab nur schreiben wollen, wie eine Zukunft aussehen könnte.
Da stehen dutzende "vielleichts" in dem Text. Es kann sein, das wir uns zusammen raufen; wir haben das Potential dazu. Es kann aber auch ganz anders kommen. Wahrscheinlich wird es den grauen Brei geben, vor dem wir uns alle fürchten. Aber noch ist er nicht da, also kann man auch noch an eine andere Zukunft denken....


Viele Grüße
Blue

"Milliarden"?

Doomsday @, Freitag, 07.08.2015, 14:35 vor 3820 Tagen @ modesto 2668 Views

http://www.n-tv.de/leute/buecher/Dead-Aid-Keine-Almosen-fuer-Afrika-article5698936.html

Afrika ist ein Kontinent voller Hunger und Elend, voller Korruption, blutiger Bürgerkriege, Diktaturen und gescheiterter Staaten.

Afrika ist ein armer Kontinent - trotz mehr als 2 Billionen Dollar Entwicklungshilfe in den vergangenen 50 Jahren.

"Schluss damit!", fordert eine afrikanische Ökonomin, "Entwicklungshilfe ist nicht die Lösung, sie ist das Problem."


https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=afrika+2+billionen+entwicklungshilfe+

Interessanter Gedankengang

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 07:44 vor 3821 Tagen @ Blue 3416 Views

Willkommen im Klub!
Es geht nicht darum, ob schon zuviele hier sind oder nicht, - was "viel" ist, kann ich ja gar nicht beurteilen. Wichtig ist, dass Denkanstösse aus allen möglichen Ecken kommen sollen, damit man die eigene Meinung auf den Prüfstand stellen kann.

Mir persönlich ist es auch egal, aus welcher politischen Weltanschauungsecke die entsprechende Meinung kommt, - solange sie vernünftig ud schlüssig argumentiert ist. Dadurch entsteht automatisch eine Diskussionsbasis mit Inhalten wie These, Antithese und dem Ziel der Synthese.

Zum Beitrag:

Macht nachdenkenswert. Bei manchen Punkten bin ich anderer Meinung (Gottseidank, sonst könnten wir im Kirchenchor singen):

Menschen werden von A nach B geschoben, wie Figuren auf dem Schachbrett; nie ist mir das Bild deutlicher geworden, als dieser Tage, in denen zig tausende sich auf einen Weg machen, der uns allen letztendlich nur Schaden wird.

Das ist sehr vereinfacht ausgedrückt. Verleitet zu fehlerhaften Interpretationen. Klar muß man hier unterscheiden, - zwischen "echten" Flüchtlingen, die deshalb flüchten, weil sie um Leib und Leben fürchten, und den anderen, den Wirtschaftsnomaden. Wie schon öfters hier angedeutet, wird es schon so zutreffen, dass es sich bei der ersten Gruppe um maximal 5% handelt, und bei den anderen eben die restlichen 95%.

Nun, - gehen wir mal vom Verursacherprinzip aus, - wie die 5 % entstanden sind. Sicher nicht aus der Überheblichkeit der Europäer, sondern aus dem wirtschaftlichen Hegemonialstreben der Amis, das sie unter falschen Vorwänden wie "Demokratie" und dem Schutzschild der Nato überall auf der Welt realisieren wollen, wo es Rohstoffe oder einen Nährboden für gute Geschäfte gibt. So war es in den arabischen Ländern, in Afghanistan, in der Ukraine, usw.

Hätte man diese Länder und vor allem deren Führungen in Ruhe gelassen, gäbe es heute keine Flüchtlinge, oder - wenn überhaupt, dann in einer Zahl, wo sich bei jedem Europäer die innere Bereitschaft gewissermaßen aufdrängt, zu helfen.

Nochmal zurück zu den Amis und ihrem Spruch: "Be nice to America, or we´ll bring democrazy to your country". Die von mir genannten Völker hatten allesamt eine Kultur. Klar unterscheidet die sich von der europäischen. Das eine ist das Morgenland, das andere das Abendland. Wenn wir diese Kultur nicht übernehmen wollen, dann ist das verständlich. Unverständlich ist es aber, wenn man einem anderen Volk seine eigene Kultur aufzwingen will.

Niemand hat das Recht dazu, - im Gegenteil, es ist ein Verbrechen. Egal, ob das die Aktionen von der Kirche mit den Kreuzzügen ins Heilige Land waren, oder die Lügen um Saddam, um als erste westliche Macht an den Ölhahn zu kommen. Es mag ja sein, dass die Spielregeln bei anderen Kulturen bei uns Kopfschütteln auslösen. Aber diese Völker haben diese Kultur selbst geschaffen, sind daran seit Jahrtausenden gewohnt und akzeptieren sie in der überwiegenden Mehrheit.

Sollte ein Volk diese Kultur ändern wollen, dann wird es eine Reform (oder eine Revolution) von innen heraus geben. Diese geht dann direkt von den Betroffenen aus, ist natürlich gewachsen und wird auch - sofern sie Erfolg hat - Bestand haben. Alles, was von außen dabei hinein infiltriert wird, ist schädlich und hat nur kurzfristigen Erfolg, danach aber folgt das Chaos. Wenn ein Volk noch nicht soweit ist, einen anderen kulturellen oder auch politischen Weg zu gehen (z.B. Demokratie), dann hat man es in Ruhe zu lassen, - dann ist eben die Zeit noch nicht reif.

Die Nichtbeachtung dieser Binsenweisheiten trägt die Hauptschuld an der Zahl der "echten" Asylanten. Interessanterweise nimmt aber niemand die Amis in die Verantwortung.

Nun zu den Wirtschaftsnomaden:
Diese hat es immer gegeben, - nur die Begleiterscheinungen und vor allem die Zahl hat sich geändert. Auch ich war mal Wirtschaftsnomade, - bin von zuhause weg, weil ich eben in einem anderen Land bessere Chancen und Möglichkeiten realisieren wollte - und konnte. Der Unterschied zu heute: Bei mir lief das auf legalem Weg, ich habe niemanden auf der Tasche gelegen und meinen Lebensunterhalt selbst bestritten, unter Zahlung der Steuern und Sozialabgaben.

Bei Letztgenannten scheidet sich die Spreu vom Weizen. Zum einen gehts um die Transfer-Praxis. Dass hier gut organisierte Kräfte am Werk sind, mit Hilfe von Botschaften und NGO-Klubs, wird wohl kaum jemand mehr bestreiten.
Zum anderen sind es - insbesonders aus Afrika - komischerweise immer junge, kräftige Männer, die überall in der Welt, auch in ihrer Heimat, was leisten und verdienen könnten. Ihr Ziel ist auch nicht Bulgarien oder Rumänien, obwohl auch dort Arbeitskräfte benötigt werden, - nein, sie wollen in bestimmte Länder wie D, A, S, GB, usw. In Länder, wo es (unsinnige) Sozialgesetze gibt, die jederzeit mißbraucht werden können.

Fest steht, - wir haben Politiker, die zum überwiegenden Teil das Augenmaß verloren haben, was für die Bevölkerung zumutbar ist, und woraus ein Nährboden für Konflikte vorprogrammiert ist. Ob das Dummheit oder bewußte Vorgehensweise ist, - darüber kann man spekulieren. Fest steht auch, dass man auf diese Weise einen "kalten Genozid" bewirken kann, - der mindestens genauso wirksam ist wie ein "heisser", der aber politisch viel leichter zu kaschieren ist, insbesonders vor der überwältigend großen Anzahl der Gutmenschen, die man leichter lenken kann als eine Schafherde.

Und so hoffe ich, ..... wenigstens für sich persönlich versuchen, einen wie auch immer gearteten Frieden zu finden. Es gibt uns jetzt schon seit einer Million Jahre, wir haben entsetzliche Dinge überlebt, wir haben wunderschöne Dinge geschaffen und alles in allem denke ich, sind wir gar nicht so verkehrt. Auf jeden Fall haben wir das Potential, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Gut gemeint, diese Sätze. Der wie auch immer geartete Frieden kann für einzelne Leute auch darin bestehen, das Handtuch zu werfen. Es ist ganz gut in dem Satz rechts oben im roten Feld beschrieben: "Wandere aus, solange es noch geht." Dass wir entsetzliche Dinge überlebt haben, stimmt genauso. Die Frage bleibt nach dem "wie". Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, - mein Großvater, der Anfang 40 im Widerstand umgekommen ist, hätte sein Leben niemals für das gegeben, was wir heute vorfinden.

Ob wir das Potential haben, ständig gegen den Strom zu schwimmen, - das ist schwierig zu beantworten. Genügend Zeitgenossen gibt es, die das haben, genügend gibt es, die hinter die Kulissen sehen können, leider sind sie in der Minderheit; - aber wer kann es denen verdenken, dass sie einfach nur satt davon sind, immer wieder gegen den Zeitgeist kämpfen zu müssen?

Und zum Abschluß noch eine Bemerkung:
Keine Kultur, kein Geld, kein Wissen, keine Gesetze; nichts kann einen Menschen formen, als die Arbeit an seiner geistigen und charakterlichen Beschaffenheit.

Meine Meinung dazu:
Die Arbeit des Menschen an seiner geistigen und charakterlichen Beschaffenheit bewirkt die Kultur, dadurch ensteht sie, dadurch verändert sie sich, dadurch wird sie geformt.

Beste Grüße!

Handtuchwerfer

Blue @, Freitag, 07.08.2015, 10:04 vor 3821 Tagen @ helmut-1 2883 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 07.08.2015, 19:00

Willkommen im Klub!

Danke :)

Gut gemeint, diese Sätze. Der wie auch immer geartete Frieden kann für
einzelne Leute auch darin bestehen, das Handtuch zu werfen.

Ob wir das Potential haben, ständig gegen den Strom zu schwimmen, - das
ist schwierig zu beantworten. Genügend Zeitgenossen gibt es, die das
haben, genügend gibt es, die hinter die Kulissen sehen können, leider
sind sie in der Minderheit; - aber wer kann es denen verdenken, dass sie
einfach nur satt davon sind, immer wieder gegen den Zeitgeist kämpfen zu
müssen?

Naja. In einer Hinsicht bin ich auch müde. Immer Außenseiter zu sein, weil man die Menschen nicht per se aufgibt, ist wirklich zermürbend.
Aber trotzdem, solange ich das Handtuch nicht werfe, darf das auch kein anderer... <img src=" />

Und zum Abschluß noch eine Bemerkung:
Keine Kultur, kein Geld, kein Wissen, keine Gesetze; nichts kann
einen Menschen formen, als die Arbeit an seiner geistigen und
charakterlichen Beschaffenheit.

Meine Meinung dazu:
Die Arbeit des Menschen an seiner geistigen und charakterlichen
Beschaffenheit bewirkt die Kultur, dadurch ensteht sie, dadurch
verändert sie sich, dadurch wird sie geformt.


Ja, ich hab Mephistopheles schon geschrieben, dass dieses Wort nicht wirklich zutreffend war. Tut mir leid.


Viele Grüße
Blue

Grundsätzliche Grüße

nvf33 @, Freitag, 07.08.2015, 12:04 vor 3820 Tagen @ Blue 2692 Views

Guten Tag Blue,
ich bin auch neu hier, und ich teile vollkommen Deine Einschätzung, dass ein wesentliches Hemmnis heute in der Scheu vor dem Blick hinter die Oberfläche ist - nicht nur hier im Forum. Denn der Blick in die Tiefe hat immer auch etwas mit dem Blick in die eigenen Abgrünge und Verleugnungen zu tun.

Ich denke auch, dass es aus deutscher Sicht vollkommen egal ist, ob Russen oder Amerikaner nun besser oder schlechter sind, oder wer mehr lügt, oder mehr Tote verursacht hat. Die ominöse Pyramidenspitze hat sich noch nie um Nationen gekümmert, und sie wird es weiterhin auch nicht ernsthaft tun außer in Form von nützlichen Schachfiguren.

Ich hatte vor einiger Zeit hier einen weitgehend unbeachten Text an Morpheus geschrieben, wo ich versuche darzulegen, dass das der akut zu beobachtende Irrsinn an allen Fronten entscheidend auch mit einem verelendeten Logikempfinden zu tun hat: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=361033

Ja, ich denke, die Lage ist so ernst, dass wir um solche Grundsätzlichkeit nicht umhinkommen. Aus der heute dominierenden, spieltheoretischen Lebenssicht ist Freundlichkeit und Vertrauen schlicht eine Optimierungsaufgabe, die man zu spezifischen Kosten aufgeben kann.
Das Problem dabei: Echte Lebensentfaltung ist keine solche lineare Optimierungsaufgabe. Denn das, was unser Dasein wirklich wertvoll und wesentlich macht, liegt jenseits des messbaren Horizontes, und auch jenseits unsere konkreten Erwartung.

In diesem Sinne wünsche ich allen hier den Mut zur Grundsätzlichkeit!

Grüße
nvf33

Imperien, oder was ist das eigentlich heute?

stocksorcerer @, Freitag, 07.08.2015, 12:22 vor 3820 Tagen @ Blue 2619 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 07.08.2015, 12:45

Es hat so viele Imperien gegeben, von denen wir vielleicht nicht einmal wissen und zwar überall auf dieser Erde, nicht nur mit Wurzeln aus Europa.

Das einfach mal vorweg.

Der moderne "clash of civilisations" mag sich da von den anderen vielleicht gar nicht so stark unterscheiden, höchstens in dem Punkt, dass die nationalen Gesichtspunkte aus Verursachersicht in den Hintergrund treten und stattdessen in einer gewissen reichen Besitzstandsklientel zu suchen sind, die ihre eigenen Clubs haben und nicht mehr auf Herkunft oder Heimat oder Kultur schielen. Also nicht mehr die Krone (Spanien) gegen Lateinamerika oder Shaka Zulu gegen den Rest Südafrikas oder auch die Mongolen gegen Eurasien, sondern die Mächtigen gegen die Habenichtse.

Das ist halbwegs neu und das ist gerade deswegen gefährlicher als jemals zuvor, weil die Drahtzieher im Hintergrund für die Allgemeinheit weitgehend gesichtslose Unbekannte sind, die aber deren Leben zu einem Großteil bestimmen. Und weil die sogenannten Nationen und Kulturen nunmehr zum Spielball oder Werkzeug dieser Mächtigen werden, nicht zum Wohle eines Volkes oder einer Nation, sondern lediglich zum Vorteil dieser Reichen.

Rückblickend haben die meisten Menschen, egal woher sie kamen oder wo sie wohnten, wenig bis nichts damit zu tun, dass andere Menschen unterdrückt, versklavt oder ausgeplündert wurden; höchstens dahingehend, dass man gegen die herrschende Ordnung nicht mit Erfolg rebelliert hat.

Da stehen wir heute wieder. Wir werden wieder ausgespielt gegeneinander und gegen unsere Interessen. Überall auf der Welt.

Gruß
stocksorcerer

P.S.: Ach so, sorry; herzlich Willkommen ^^

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.