Hat sich jemand schon die Nutzungsbedingungen von Windows 10 durchgelesen?

CalBaer @, Montag, 03.08.2015, 20:36 vor 3824 Tagen 9631 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.08.2015, 20:41

Schließlich werden wir auf personenbezogene Daten zugreifen, diese offenbaren und bewahren, einschließlich privater Inhalte (wie der Inhalt Ihrer E-Mails und andere private Mitteilungen oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir in gutem Glauben sind, dass dies notwendig ist, ...

Also, die wollen nicht mal eine richterliche Anordnung, die geben Eure Daten nach ihrem Ermessen gleich freiwillig [an die NSA] weiter.

Hier geht's weiter, 12.000 Woerter (entspricht ca. 40 Norm-DIN-A4-Seiten):
https://www.microsoft.com/de-de/privacystatement/default.aspx

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Sofortmaßnahmen für Windows-10-Nutzer

Bernadette_Lauert, Montag, 03.08.2015, 21:21 vor 3824 Tagen @ CalBaer 11622 Views

Einstellungen -> Datenschutz -> Allgemein
1.) "Werbungs-ID für App-übergreifende "Erlebnisse" deaktivieren
2.) Informationen zum Schreibverhalten (Keylogger) ausschalten.
3.) Websites den Zugriff auf eigene Sprachdienste gestatten - ausschalten.

Einstellungen -> Datenschutz -> Feedback und Diagnose
1.) "Mein Feedback soll von Windows angefordert werden" auf "Nie" stellen
2.) "Diagnose und Nutzungsdaten" auf "Einfach" stellen (weniger geht nicht, außer bei der Enterprise-Edition)

Was sind Nutzungsdaten und wie verabscheuungswürdig ist das, was M$ macht?
Microsoft schreibt beispielsweise in dem von CalBaer verlinkten "Privacy-Statement" unter "Gründe, Warum Wir Personenbezogene Daten Teilen" (Zitat):

"Schließlich werden wir auf personenbezogene Daten zugreifen, diese offenbaren und bewahren, einschließlich privater Inhalte (wie der Inhalt Ihrer E-Mails und andere private Mitteilungen oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir in gutem Glauben sind, dass dies notwendig ist, um: [...]"
Die vier folgenden Beispiele ganz kurz umrissen:
1. Strafverfolgungsbehörden bitten darum...
2. Um andere vor SPAM zu schützen...
3. Betrieb von Microsoft oder seinen Diensten werden gesichert...
4. Microsoft ermittelt gegen Urheberrechtsverstöße zum nachteil von Microsoft...

Microsoft verspricht aber nicht als übermächtige Datenkrake zu agieren, sondern will die Daten "an Dritte" rauszugeben, die für den Konzern ermitteln [[la-ola]] oder es geht eben gleich an Ermittlungsbehörden [[la-ola]] .

Theoretisch reicht also, sich Schadcode einzufangen, der Spams verschickt und laut den Win10-Kontitionen ist die Schnüffellizenz gegeben.

Bei der Enterprise-Edition können diese "Diagnose und Nutzungsdaten", auf die sich Microsoft Zugriff einräumt aber auf den Status AUS gesetzt werden:

Suche -> gpedit.msc aufrufen (Editor für lokale Gruppenrichtlinien)...
-> Administrative Volagen -> Alle Einstellungen -> Telemetrie zulassen (Doppelklick) -> aktivieren -> Auf (0 - Aus - (nur Enterprise)) setzen.

So oder so ähnlich. Video dazu bei Sempervideo...

Fazit: Ubuntu ist ja auch ganz nett.

Gruß, BLa

Nicht vergessen: "Geheime Hintertueren" deaktivieren

CalBaer @, Montag, 03.08.2015, 21:27 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 8236 Views

Einstellungen -> Datenschutz -> Allgemein
1.) "Werbungs-ID für App-übergreifende "Erlebnisse" deaktivieren
2.) Informationen zum Schreibverhalten (Keylogger) ausschalten.
3.) Websites den Zugriff auf eigene Sprachdienste gestatten -
ausschalten.

Einstellungen -> Datenschutz -> Feedback und Diagnose
1.) "Mein Feedback soll von Windows angefordert werden" auf "Nie" stellen
2.) "Diagnose und Nutzungsdaten" auf "Einfach" stellen (weniger geht
nicht, außer bei der Enterprise-Edition)

Und Du bist Dir sicher, dass damit alles abgeklemmt ist? In einem Closed-System ist das natuerlich alles wunderbar ueberpruefbar.[[ironie]]

--
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Nö, aber willst Du die Standard-Einstellungen beibehalten?

Bernadette_Lauert, Montag, 03.08.2015, 21:57 vor 3824 Tagen @ CalBaer 7156 Views

Und Du bist Dir sicher, dass damit alles abgeklemmt ist? In einem
Closed-System ist das natuerlich alles wunderbar ueberpruefbar.[[ironie]]

Einstellungen -> Datenschutz -> Allgemein
1.) "Werbungs-ID für App-übergreifende "Erlebnisse" deaktivieren
2.) Informationen zum Schreibverhalten (Keylogger) ausschalten.
3.) Websites den Zugriff auf eigene Sprachdienste gestatten -
ausschalten.

Einstellungen -> Datenschutz -> Feedback und Diagnose
1.) "Mein Feedback soll von Windows angefordert werden" auf "Nie"

stellen

2.) "Diagnose und Nutzungsdaten" auf "Einfach" stellen (weniger geht
nicht, außer bei der Enterprise-Edition)


Und Du bist Dir sicher, dass damit alles abgeklemmt ist? In einem
Closed-System ist das natuerlich alles wunderbar ueberpruefbar.[[ironie]]

Außerdem kannst Du Win10 ja auch auf Linux in einer VM laufen lassen. Dann von der VM aus ins Netz zu gehen. Persönliche Daten/Schriftverkehr aber unter Linux eine Ebene drüber speichern und bearbeiten. Dieser Rechner ist ziemlich sicher.Es kann dort kein Schadcode aus dem Netz wirksam werden, da die VM abgekapselt ist und unter Linux nur per aktiver Eingabe eines Befehls (Zauberwort: sudo) Code ausgeführt wird. Der Linux-Rechner darf selbst nur für OS-Updates ins Netz. Die Win10-VM wird per Mausklick nach jedem Netzbesuch zurückgesnappshottet.

Alles "auf Papier zu machen" ist freilich noch sicherer...

Gruß, BLa

Nö, sondern Windows 10 erst gar nicht benutzen

CalBaer @, Montag, 03.08.2015, 22:09 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 7353 Views

[habe mir das 'ö' raubkopiert]

Außerdem kannst Du Win10 ja auch auf einer Linux-VM laufen lassen.

Damit verschlimmbesserst Du es nur. VM-ware vergroessert die Komplexitaet des Systems und damit die Angriffsflaeche.

http://blog.fefe.de/?ts=ac3999f9
http://blog.fefe.de/?ts=addd8d22
http://blog.fefe.de/?ts=b2ef379a

--
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Wenn Du Windows für bestimmte Dinge brauchst...

Bernadette_Lauert, Montag, 03.08.2015, 22:17 vor 3824 Tagen @ CalBaer 7285 Views

[habe mir das 'ö' raubkopiert]

Außerdem kannst Du Win10 ja auch auf einer Linux-VM laufen lassen.


Damit verschlimmbesserst Du es nur. VM-ware vergroessert die Komplexitaet
des Systems und damit die Angriffsflaeche.

http://blog.fefe.de/?ts=ac3999f9
http://blog.fefe.de/?ts=addd8d22
http://blog.fefe.de/?ts=b2ef379a

...ist das meiner Meinung nach eine gute Lösung. Das Fefe generell keine VMs mag sei ihm zugestanden.

Dafuer habe ich noch einen alten XP-Laptop

CalBaer @, Montag, 03.08.2015, 22:40 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 6928 Views

Brauchbare Treiber fuer bestimmte Geraete gibt es leider nur unter Windows, das ich dann ab und zu benutze. Darauf sind aber keine persoenlichen Daten gespeichert, bis auf temporare Druckdateien o.ae.

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Ich präzisiere: Wenn Du ein aktuelles Windows auf einem schnellen Rechner brauchst (oT)

Bernadette_Lauert, Montag, 03.08.2015, 22:43 vor 3824 Tagen @ CalBaer 6632 Views

- kein Text -

Ich weiss, bestimmte Anwendungen laufen nur ab Windows 8, da kann man nichts machen. (oT)

CalBaer @, Montag, 03.08.2015, 22:51 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 6423 Views

- kein Text -

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Windows 10 in einer VM

zip @, Dienstag, 04.08.2015, 01:03 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 7019 Views

Hallo,

zuerst einmal das Gute: Windows 10 funzt in der VM. Bootzeiten rund um die 10 Sekunden sind im Vergleich zu Windows 7 beindruckend. Man kann relativ einfach die lästigen Kacheln wegoptimieren und das System verschlanken.

Da ich nur ein Programm zwangsweise unter Windows ausführen muss, ist Win 10 keine schlechte Alternative.

Dann das Risiko: Unter Win 10 werde ich auf die Implementierung eines Netzwerkadapters verzichten müssen. Die Maschine kennt dann kein Internet und kann nicht nach Hause telefonieren oder sonstige Dummheiten machen. Updates lade ich über den Wirt (Mac) runter und installiere sie über den Shared Folder.

Die Sache mit den Snapshots wurde schon erwähnt und ist sehr sinnvoll. Win 10 ist eine Reise wert, wenn man weiss, wo man aussteigen muss.

--
.zip

Viel Spass beim Entwanzen ..

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 04.08.2015, 13:21 vor 3824 Tagen @ zip 6442 Views

Schon allein um Win 7 "unternehmenstauglich" zu machen, sind viele Anpassungen nötig. Wer einen ersten Einblick gewinnen will, der kann sich die BSI-Empfehlungen (ISI-Client) mal anschauen. Der ganze Themenbereich "geplante Tasks", ohne die Win 7 auch ganz prima läuft, ist bei denen sogar noch ausgespart. MS ist und bleibt der größe "Adventure-Produzent" der Welt [[zwinker]].

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Danke für den Hinweis und Link auf ein Tool zum "entwanzen"

zip @, Mittwoch, 05.08.2015, 13:06 vor 3823 Tagen @ FOX-NEWS 5653 Views

Hallo,

Hier gibt es ein Tool, das wohl die wichtigsten Spionierdienste abschaltet:

http://www.deskmodder.de/blog/2015/08/05/destroywindowsspying-keylogger-und-daten-ueber...

Der Sourcecode ist hier zu finden:

http://pastebin.com/UfzVWKum

Ich werde das mal bei Gelegenheit ausprobieren, notfalls setze ich per Snapshot die VM wieder zurück.

Gruß vom

--
.zip

Ob das Tool reicht?

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 05.08.2015, 16:35 vor 3822 Tagen @ zip 5431 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 27.05.2016, 16:55

Ich werde das mal bei Gelegenheit ausprobieren, notfalls setze ich per
Snapshot die VM wieder zurück.

Für einen Minimal-Client, welcher nur das hat und tut, was für die gestellte Aufgabe notwendig ist, ist nämlich viel mehr Arbeit nötig. Z.B. für was brauchst du mit deiner VM Volumenschattenkopien (VSS)? Voraussetzung dafür ist, dass man das System wenigstens in Grundzügen versteht, womit aber 99% aller Windowsuser überfordert sein dürften.

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Die Dummies von MS wollen doch nur spielen, gelle? (oT)

KK, Montag, 03.08.2015, 21:51 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 6643 Views

- kein Text -

Auch Ubuntu ist leider relativ "offen", selbst wenn man einige Dinge abschaltet

Leser68 @, Montag, 03.08.2015, 22:30 vor 3824 Tagen @ Bernadette_Lauert 7113 Views

Hallo Bernadette,
ich selber benutze Ubuntu 14.04 und habe da diverse Einstellungen so gemacht, dass da möglichst wenig rausgeht, aber bei vielem müsste man im System rumfuhrwerken, d.h. Programme umschreiben(!), damit da wirklich nichts mehr rausgeht. Da ist z.B. das Programm Zeitgeist, für die Ereignisprotokollierung, das praktisch alles aufzeichnet was man so am Computer macht. Selbst wenn das nicht installiert ist (laut Synaptic, dem Programmverwaltungsprogramm), weil anscheinend einige Programme sind so mit Zeitgeist verbunden, das man das nicht einfach abschalten kann - ähnlich wie früher die Verbindung von Internet Explorer mit Windows.
Man sieht es, wenn man die Systemüberwachung einschaltet. Da werden immer mal wieder Daten nach außen, vermutlich an Canonical übertragen, auch wenn man das gar nicht will, z.B. über Suchaufrufe bei recoll, einer Desktopsuchmaschine.
Deswegen gehe ich immer so schnell wie möglich offline und mache auch alles was geht offline, um den Datenfluss wenigstens etwas zu begrenzen, solange ich mich noch nicht um diese versteckte Datenübertragung gekümmert habe (Reprogrammierung).

Aber dafuer sind die Quellen offen

CalBaer @, Montag, 03.08.2015, 22:47 vor 3824 Tagen @ Leser68 6643 Views

Wo man nachsehen kann, was da an Daten wirklich ausgetauscht wird. Natuerlich wird das kaum jemand machen, aber frueher oder spaeter wuerde ein Sicherheitsexperte Alarm schlagen und die Botschaft geht wie ein Blitz durchs Netz.

Potentiell gefaehrlicher sind da Binaer-Blobs von Third-Party-Anbietern, wie z.B. im Chrome-Browser unter Ubuntu.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Jepp...

Bernadette_Lauert, Montag, 03.08.2015, 23:01 vor 3824 Tagen @ CalBaer 6882 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Montag, 03.08.2015, 23:15

Wo man nachsehen kann, was da an Daten wirklich ausgetauscht wird.
Natuerlich wird das kaum jemand machen, aber frueher oder spaeter wuerde
ein Sicherheitsexperte Alarm schlagen und die Botschaft geht wie ein Blitz
durchs Netz.
Potentiell gefaehrlicher sind da Binaer-Blobs von Third-Party-Anbietern,
wie z.B. im Chrome-Browser unter Ubuntu.

Da bin ich voll bei CalBaer. Und als ich oben schrieb:
Fazit: Ubuntu ist ja auch ganz nett.
meinte ich:
Fazit: Ubuntu tritt Windows in den A*sch. Blöd ist halt, dass so vieles (noch) nicht auf Linux läuft und "Wine" wie "Wein" die Ursache und die Lösung aller Probleme sind. Nicht.

Offene Quellen sind kein Garant für Sicherheit

Sylvia @, Dienstag, 04.08.2015, 09:28 vor 3824 Tagen @ CalBaer 6634 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.08.2015, 09:40

Wo man nachsehen kann, was da an Daten wirklich ausgetauscht wird.
Natuerlich wird das kaum jemand machen, aber frueher oder spaeter wuerde
ein Sicherheitsexperte Alarm schlagen und die Botschaft geht wie ein Blitz
durchs Netz.

OpenSSL wurde (und wird) praktisch überall im Security Bereich benutzt. Für Transport Layer Security, zum Erzeugen und Validieren von Schlüsseln und Zertifikaten. Usw. usf.

Der Heartbleed-Bug wurde am 31. Dezember 2011 "eingepflegt" und ging am 14. März 2012 live. Behoben wurde er zwei(!!) Jahre später, am 7. April 2014.

Der Bug war nicht mal besonders kompliziert oder schwer zu finden (simples bounds checking hätte genügt). Außerdem könnte man erwarten, dass sicherheitsrelevante Komponenten (OpenSSL) - anders als z.B. ein einfacher Open Source Texteditor etc. - doppelt und dreifach überprüft würden. Nada.

Soviel zum Thema: Open Source ist sicher weil es jeder überprüfen kann.

Sicher ist nur, wenn Du den Netzwerkstecker ziehst [[zwinker]].

Beschwert euch bei den Firmen, die sowas einsetzen!

bulla @, Dienstag, 04.08.2015, 12:29 vor 3824 Tagen @ Sylvia 5983 Views

OpenSSL wurde (und wird) praktisch überall im Security Bereich benutzt.
Für Transport Layer Security, zum Erzeugen und Validieren von Schlüsseln
und Zertifikaten. Usw. usf.

Der Heartbleed-Bug wurde am 31. Dezember 2011 "eingepflegt" und ging am
14. März 2012 live. Behoben wurde er zwei(!!) Jahre später, am 7.
April 2014.

Der Bug war nicht mal besonders kompliziert oder schwer zu finden (simples
bounds checking hätte genügt). Außerdem könnte man erwarten, dass
sicherheitsrelevante Komponenten (OpenSSL) - anders als z.B. ein einfacher
Open Source Texteditor etc. - doppelt und dreifach überprüft würden.
Nada.

Soviel zum Thema: Open Source ist sicher weil es jeder überprüfen kann.

Die meisten Firmen nutzen Openssl etc., welches kritisch für den Betrieb vieler ihrer Dienste im Netz sind, und geben nur selten einen Cent dafür aus oder verwenden eigene Mitarbeiter, um Patches einzupflegen.
Wenn dann ein, wie du sagst, simpler Fehler auftaucht, der in diesem Falle vorher sogar einfach umgangen werden konnte, ist das Geheule groß, und der mehr oder weniger hauptamtliche Openssl-Entwickler, der das womöglich auch nur in seiner Freizeit macht, kriegt eins aufs Haupt.

Und - man kann ein Programm nicht auf das Vorhandensein von bislang unbekannten Fehlern testen! Aber das bekommt die Presse immer noch nicht auf die Reihe.

Sicher ist nur, wenn Du den Netzwerkstecker ziehst

Nope! :)

Selbstverstaendlich

Dragonfly @, Dienstag, 04.08.2015, 18:22 vor 3823 Tagen @ bulla 5707 Views

Und - man kann ein Programm nicht auf das Vorhandensein von bislang
unbekannten Fehlern testen! Aber das bekommt die Presse immer noch nicht
auf die Reihe.

Selbstverstaendlich kann man das. So arbeitet auch jeder Hacker/Cracker.

Automatisiert auf Bufferoverflow checken, waere das einfachste.

Ansonsten:
https://www.google.com/?gws_rd=ssl#q=find+programming+mistakes+automatically

Ja, es gibt Hilfsmittel, aber man findet nicht alle Fehler!

bulla @, Dienstag, 04.08.2015, 19:05 vor 3823 Tagen @ Dragonfly 5653 Views

Und - man kann ein Programm nicht auf das Vorhandensein von bislang
unbekannten Fehlern testen! Aber das bekommt die Presse immer noch

nicht

auf die Reihe.


Selbstverstaendlich kann man das. So arbeitet auch jeder Hacker/Cracker.

Automatisiert auf Bufferoverflow checken, waere das einfachste.

Ansonsten:
https://www.google.com/?gws_rd=ssl#q=find+programming+mistakes+automatically

Natürlich gibt es mittlerweile Tools, die einem spürbar helfen, Standardfehler zu finden etc., die 100%ige Fehlerfreiheit kann aber nicht erreicht werden. Man kann zwar einige Methoden formal verifizieren/validieren, was aber lediglich eine mögl. 100%ige Funktionserfüllung gemäß Pflichtenheft bedeutet. In der Anwendung können dennoch Seiteneffekte auftreten, die ein Programm behindern (Fehler im Compiler, Lags, korrupter Speicher, Temperatur der CPU, Netzteilspannung, falsche/obsolete Parameter, Menschlicher Faktor, Datenfehler, wasauchimmer).

Gerade Spezialsoftware wie openssl, deren Implementierung nun wirklich nicht einfach ist und möglicherweise nur von wenigen auf der Welt überhaupt verstanden wird, leidete bereits früh an der Komplexität.
Ansonsten wäre nach kurzem Googlen und der Anwendung eines Codecheckers jedes Programm bugfrei ;)

Und nicht zu vergessen: Das liebe Geld! 10/90-Regel (die letzten 10% an Qualität kosten 90% der Entwicklungszeit)

Open Source ist nicht sicher, aber closed source ist von vorneherein unsicher.

Dragonfly @, Dienstag, 04.08.2015, 17:27 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5666 Views

"Security by obscurity" [[freude]]

Hat Winzigweich eigentlich jemals hierzu Stellung genommen?
https://en.wikipedia.org/wiki/NSAKEY

so ne art urban myth ...

Watson @, Dienstag, 04.08.2015, 11:35 vor 3824 Tagen @ CalBaer 6244 Views

Wo man nachsehen kann, was da an Daten wirklich ausgetauscht wird.
Natuerlich wird das kaum jemand machen, aber frueher oder spaeter wuerde
ein Sicherheitsexperte Alarm schlagen und die Botschaft geht wie ein Blitz
durchs Netz.

dazu nur soviel: allein der linux-kernel hat 20 millionen zeilen code. und wie der OpenSSL-bug zeigt, versagt die qualitätskontrolle nicht zu selten.

dass da regelmäßig jemand über das große ganze schaut und bugs & sicherheitslücken sucht, halte ich für einen mythos.

und fun fact: den größten anteil an diesen 20 mio zeilen code haben programmierer, die bei microsoft unter vertrag stehen. tja.

Danke für die Infos! Oh Mann es reicht ja nicht, dass die Bedienbarkeit von Ubuntu

Leser68 @, Dienstag, 04.08.2015, 12:50 vor 3824 Tagen @ Watson 6337 Views

immer schlechter wird. Jetzt muss man auch noch erfahren, dass M$ bei Linux groß mitspielt. Ich fasse es nicht.

Ich habe mir vor sechs Jahren zum ersten Mal ein Ubuntu installiert, weil der Linux-Report von Michael Nickles ein solches ausführlich beschrieben hatte und auf der DVD die Version 9.10 mit drauf war. Nickles beschreibt in seinem Buch wie toll, nein, absolut überragend(!), Linux/Ubuntu eigentlich schon sein könnte, aber irgendwelche Heinis meinen unbedingt ihren Friedrich Wilhelm da drin verewigen zu müssen wo doch bei Ubuntu eh alles halbe Jahr irgendwelche wichtigen Dinge verändert werden.
D.h. die Systemsteuerung heißt z.B. in der nächsten Version Systemzentrale und danach vielleicht Konfigurationsmanager etc. Einmal heißt die Hardware-Schicht HAL, dann wurde das Ganze von Udev mitgemanagt, das aber jetzt zu systemd gehört.
Früher, d.h. das gibt es wohl immer noch, wurden Veränderungen am System erst mal Hilfe von Beta-Versionen des Kernels, d.h. Kernelversionen mit ungeraden Versionsnummer, z.B. 2.7, 2.9 etc., eingepflegt. Und erst wenn die Veränderungen von einer Mehrzahl für gut befunden wurde, dann wurden die auch übernommen und die blieben dann wohl auch, bis sich eventuell eine wesentliche Verbesserung ergab oder ein schwerer Fehler. Heute gibt es jedes halbe Jahr irgendeine Änderung, die sich schon ein Jahr später als völliger Fehlschlag herausstellen kann.

Das 9.10er Ubuntu war wesentlich besser als das 14.04er mit dem ich mich jetzt rum schlage.
Bei Linux war mal das tolle dass man alles mögliche selber verändern konnte, auch wenn man sich da zum Teil ziemlich einlesen musste - aber man konnte es!

Heutzutage kann man praktisch nichts mehr verändern. Okay ich rede jetzt nur von der Gnome-Classic Oberfläche. Bei der Unity-Oberfläche ist es wohl noch besser. Aber trotzdem:
- Es gibt da dieses Tool "Optimierungswerkzeug" - so wie früher das "Tweak Utility Tool" bei Windows - bei dem man verschiedene Dinge der Oberfläche einstellen kann. Aber das geht nur, wenn man Online ist, d.h. indem man mit der Firma Canonical verbunden ist! D.h. selbst Änderungen an der eigenen Oberfläche werden von Canonical registriert!
- Trotzdem bekommt man bei Gnome-Classic z.B. nicht die untere Fensterleiste auf dem Desktop weg, auch nicht die obere, jedenfalls nicht so ohne weiteres - wahrscheinlich durch Eigenprogrammierung. Bei Unity gibt es glaube ich eine automatisch verschwindende Fensterleiste wie bei Windows.
- Die Titelleiste aller(!) Anwenungsfenster ist viel zu hoch, so dass der Platz auf einem kleinen Bildschirm noch weiter eingeschränkt ist.
- Programmicons kann man nicht so einfach auf dem Desktop ablegen. Dazu muss man jeweils in einem Editor ein paar Zeilen schreiben.
- Programm-Favoriten kann man nicht so einfach zu den Favoriten hinzufügen
- Die Suche im Datei-Explorer Nautilus funktioniert nur mit den Dateinamen (ähnlich wie bei Windows 7, da ist es sogar besser)
- Einstellungen für Programme muss man entweder irgendwo in den Programmen selber suchen oder beim zugehörigen Applet(?) in der oberen Fensterleiste, aber auch nicht immer und nicht alles
- In der Office-Suite LibreOffice 4.2.X ist in der Anwendung Calc (=Excel) die horizontale Leiste zur Anzeige der der Tabellenblatt-Reiter, zum Wechseln zwischen den Reitern und zum Verschieben der Ansicht in einer Tabelle nur zwei oder drei Millimeter hoch, so dass man die Namen der Tabellenblätter fast nicht Lesen kann. Diese war beim 9.10er Ubuntu noch normal hoch mit etwa 8-10 Millimetern. In der Bug-Diskussion zu diesem Problem hat sich einer dieses Problems angenommen indem er aus einer horizontalen Leiste zwei gemacht hat. Keiner hatte wohl widersprochen. Das ist die OpenSource-Problematik heuzutage!

etc. etc.

Das ist doch bei Closed-Software auch nicht besser

CalBaer @, Dienstag, 04.08.2015, 17:15 vor 3823 Tagen @ Leser68 5789 Views

Niemand verspricht 100%ig fehlerfreie Software.

In der Bug-Diskussion zu diesem
Problem hat sich einer dieses Problems angenommen indem er aus einer
horizontalen Leiste zwei gemacht hat. Keiner hatte wohl widersprochen. Das
ist die OpenSource-Problematik heuzutage!

Kenne ich auch bei den kommerziellen OS-Anbietern, wo es seit 7 Jahren nicht geschafft wird, endlich mal so einen daemlichen Drucker-Bug auszumerzen. Stattdessen empfehlen sie allen Ernstes den Drucker neu zu installieren (muss man dann ein- bis zweimal pro Woche machen).

Dass ich die Oberflaeche nicht so einfach beliebig umgestalten kann, stoert mich ueberhaupt nicht. So ein Betriebssystem ist in erster Linie eine Plattform, auf der ich Programme laufen lasse. Aber ich hatte mal aus Spass die Ubuntu-Oberflaeche umgebaut, die sieht dann aus wie ein OSX auf einem Mac. War eigentlich sehr einfach. Sehe gerade, das gibt es auch fuer 14.04 http://www.noobslab.com/2014/04/macbuntu-1404-pack-is-released.html

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Fehlerfreie Software

Dragonfly @, Dienstag, 04.08.2015, 17:42 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5917 Views

Niemand verspricht 100%ig fehlerfreie Software.

Also, wenn Du in TeX einen Fehler findest, BEKOMMST Du Geld:
https://en.wikipedia.org/wiki/TeX

Den Scheck solltest Du allerdings nicht einloesen, da der Sammlerwert hoeher ist. [[freude]]

Quelle?

Dragonfly @, Dienstag, 04.08.2015, 17:35 vor 3823 Tagen @ Watson 5780 Views

und fun fact: den größten anteil an diesen 20 mio zeilen code haben
programmierer, die bei microsoft unter vertrag stehen. tja.

Die Quelle wuerde ich gerne mal sehen.
Habe nur das hier gefunden:

"After appearing on the top Linux developer list for the first time in 2012, Microsoft notably dropped off the list entirely this year. That's largely because Microsoft has done the work it needed to do to get Linux to work with Azure virtual machine technology."

Zum Thema urban myths...

Leserzuschrift @, Mittwoch, 05.08.2015, 12:30 vor 3823 Tagen @ Watson 5669 Views

Der Kernel ist ein sehr hierarchisches Projekt mit unzähligen Verantwortlichen für ihr jeweiliges Subsystem. Die dieses sehr wohl überschauen und voll verstehen. Dazu gibt es auch Leute die das "Große Ganze" im Blick haben.
http://lxr.free-electrons.com/source/MAINTAINERS

Es passieren durchaus Fehler, aber der Linux Kernel Ansatz ist allen bisherigen weit überlegen...

Hier eine aktuelle Liste der Kernel Commits nach Organisationen. Die größte Gruppe der Beitragenden gehören keine Organisation an sprich Leute die in ihrer Freizeit etwas programmieren. Microsoft taucht dort nicht mal auf, weshalb dein "fun fact" einfach als unwahr anzusehen ist.

[image]

@Sylvia, Watson: 100%ige Sicherheit und fehlerfreie Software und so

CalBaer @, Dienstag, 04.08.2015, 17:00 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5690 Views

Das gibt es einfach nicht.

Ich sprach hier ausserdem von geheimem Hintertueren und nicht von Bugs!!!

Klar, dass man sich gerne am Hartbleed-Bug aufhaengt, denn das stand ja auch in jeder Zeitung (sogar in der Bild). Bei Bugs in Closed-Source wirst Du es so nie erfahren, und Du wunderst Dich nicht mal ueber die staendigen Updates, die solche Software machen muss?

Und das Open-Source-Code regelmaessig reviewt wird, ist kein Mythos. Schaut mal nach bei mal fefe. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bug auffaellt, ist einfach groesser, wenn die Sourcen offenliegen im Gegensatz zu Closed-Source, wo manchmal nicht mal die Kollegen anderer Abteilungen der selben Firma ohne weiteres den Code einsehen duerfen. Open-Source ist schon einfach vom Konzept her effizienter.

Dabei haben die Hersteller von "Closed-Source" selbst ein Interesse, dass Open-Source fehlerfrei funktioniert, denn sie setzen es selbst massenhaft ein. Ohne Open-Source wuerde heute kaum noch eine Soft- oder Hardwarefirma etwas herstellen koennen.

und fun fact: den größten anteil an diesen 20 mio zeilen code haben programmierer, die bei microsoft unter vertrag stehen. tja.

Selbst wenn das so sein sollte, was soll daran schlecht sein? Die nutzen eben ihre Kapazitaeten privat fuer Open-Source-Projecte. MS hat ganz sicher sehr gute Informatiker, nur wenn das Management auf Druck der Shareholder bei den Produkten Mist verzapft, ist eine andere Geschichte.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Das Resultat ist dasselbe

Sylvia @, Dienstag, 04.08.2015, 18:25 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5738 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.08.2015, 20:25

Ich sprach hier ausserdem von geheimem Hintertueren und nicht von Bugs!!!

Das Resultat ist dasselbe. [[zwinker]]

Klar, dass man sich gerne am Hartbleed-Bug aufhaengt, denn das stand ja
auch in jeder Zeitung (sogar in der Bild).

Meine Gute, jetzt reg Dich halt nicht so auf.

Bei Bugs in Closed-Source wirst
Du es so nie erfahren, und Du wunderst Dich nicht mal ueber die staendigen
Updates, die solche Software machen muss?

Falsch. Guckst Du z.B. hier: http://www.beyondtrust.com/Resources/PatchTuesday/

M$ bekommt regelmäßig Saures von der Community, wenn sie auf ein Exploit mal wieder nicht schnell genug mit einem Fix reagieren.

Außerdem: Closed-Source bedeuet ja nicht, dass der Code in einer Black Box läuft und keiner den anschauen kann. Den Code kann man immer noch decompilieren und analysieren. Wurde/wird auch oft genug gemacht.

Schaut mal nach bei mal fefe. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bug
auffaellt, ist einfach groesser, wenn die Sourcen offenliegen im Gegensatz
zu Closed-Source, ...

Das stimmt. Das bestreitet auch niemand. Ich verwehre mich nur gegen die Mythos, dass Open Source sowas wie der Heilige Gral der Software sein soll [[zwinker]].

Decompilierter Code != Source Code

CalBaer @, Dienstag, 04.08.2015, 19:31 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5780 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.08.2015, 19:37

Ich sprach hier ausserdem von geheimem Hintertueren und nicht von

Bugs!!!

Der Resultat ist das selbe [[zwinker]]

Nein, die Resultate sind nicht das selbe. Hintertueren sind fuer Angreifer spezifierte Funktionen, die den Zugang zu den Maschinen und Daten der Benutzer ermoeglichen.

Bugs sind Programmierfehler, die sich als Hintertuer missbrauchen lassen, wenn sie:

1.) nur dem Angreifer bekannt sind
2.) ausreichend Funktionen dem Angreifer bieten
3.) nicht gefixt werden

Bugs sind also zwangslaeufig keine Hintertueren. Statistisch gesehen duerfte sich nur ein kleiner Bruchteil der Bugs als Hintertuer missbrauchen lassen.

Bei Bugs in Closed-Source wirst
Du es so nie erfahren, und Du wunderst Dich nicht mal ueber die

staendigen

Updates, die solche Software machen muss?


Falsch. Guckst Du z.B. hier:
http://www.beyondtrust.com/Resources/PatchTuesday/

OK, Du merkst es ueber die Updates sowieso. Nur wird man nicht zu jedem Bug einen oeffentlichen Report bekommen, geschweige denn einen Artikel in der Bild lesen, das wird einfach so hingenommen.

M$ bekommt regelmässig Saures von der Community wenn sie auf ein Exploit
mal wieder nicht schnell genug mit einem Fix reagieren.

Falls der Exploit draussen bekannt ist.

Außerdem: Closed-Source bedeuet ja nicht, dass der Code in einer Black
Box läuft und keiner den anschauen kann. Den Code kann man immer noch
decompilieren und analysieren. Wurde/wird auch oft genug gemacht.

Das ist machbar, aber weit ineffizienter, weil Spezifikationen von Funktionen, Prozeduren, Datenstrukturen etc. voellig fehlen. Binaries lassen sich aber auch gegen Decompilieren schuetzen, und wenn Code-Teile in Assembly geschrieben wurden, nuetzt das auch nicht viel (Du musst dann den Assembly Code studieren - machbar, nur weit ineffizienter als Hochsprache). Wenn das so einfach waere, haetten Informatiker schon laengst einen Review von decomplierten Windows-Versionen gemacht, das Know-How abgesaugt, jede Menge Bugs gefunden, die Hintertueren entdeckt und so einge Copyright-Sperren geknackt (schon allein die feindseelige Konkurrenz haette ein Interesse daran). Das ist aber sehr muehselig, Black-Box-Tests scheinen da weit effizienter zu sein.

Der Grund fuer Closed-Source ist die Geheimniskraemerei aus materiellen Interessen - natuerlich verstaendlich, wenn Du ein Unternehmen hast. Technische Gruende sprechen nicht dagegen (Microsoft hat ja mittlerweile die Sourcen fuer DOS und Word offengelegt, nur wen interessiert das heute noch?), es machte die Softwareentwicklung weit innovativer und effizienter. Teilweise gibt es ja auch Unternehmen, die alles Open Source machen. Das funktioniert auch erfolgreich, wenn man das richtige Geschaeftsmodell hat.

Ich verwehre mich nur gegen die
Mythos, dass Open Source sowas wie der Heilige Gral der Software sein soll
[[zwinker]].

Und ich habe auch nie behauptet, dass es der 'Heilige Gral' ist. Man muss aber eins akzeptieren: Open-Source ist nun mal effizienter von der Entwicklung von Software (Produktivitaet) als auch der Verifikation (groesseres Publikum). Ich habe lange genug in solchen albernen "Closed-Umgebungen" gearbeitet, wo man manchmal tagelang auf die Sourcen warten muss, weil die Chefs erst in Meetings sicherheitstechnisch klaeren muessen, ob die eine Abteilung das an die andere rausgeben darf. Meist wird dann noch vor Ausgabe aufwendig geprueft, damit nichts Redundantes rausgegeben wird - zumindest so glaubt man und dann fehlt was und das Spiel geht von vorne los. Der freie Zugriff auf alle Sourcen erscheint dann wie ein Entwicklerparadies.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ich weiß, Schätzchen ;-)

Sylvia @, Dienstag, 04.08.2015, 21:37 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5798 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 05.08.2015, 12:40

Nur wird man nicht zu jedem Bug einen oeffentlichen Report bekommen, ...

Bei Open Source auch nicht.

... geschweige denn einen Artikel in
der Bild lesen, das wird einfach so hingenommen.

Du scheinst eine BLÖD-Fixierung zu haben [[zwinker]].

... und wenn Code-Teile in
Assembly geschrieben wurden, nuetzt das auch nicht viel (Du musst dann den
Assembly Code studieren ...

Stell Dir vor: Es soll Leute geben, die das können. Genau so wie es Leute gibt, die 800 Meter hohe Gebäude bauen können. Auch wenn man sich das schwer vorstellen kann ...

Wenn das so einfach waere, haetten Informatiker schon laengst einen Review
von decomplierten Windows-Versionen gemacht, das Know-How abgesaugt, jede
Menge Bugs gefunden, die Hintertueren entdeckt und so einge
Copyright-Sperren geknackt ...

Alles schon passiert. Jeder einzelne der von Dir aufgeführten Punkte.


P.S.
Ich nutze selber viel Open Source und bin jetzt wahrlich nicht als M$-Freund bekannt. Mir geht es lediglich auf den Nerv, wenn hier all zu viel Schwachsinn geschrieben wird. Ich habe ein Studium Mathematik mit Nebenfach Informatik hinter mir, mein Göttergatte arbeitet als Informatiker (in einer großen Open Source Software Firma) im Bereich Security. Ab und zu reden wir sogar miteinander (das bringt eine Ehe so mit sich [[zwinker]]). Von dem her behaupte ich mal, bin ich jetzt nicht so unbedarft, was das Thema Software anbelangt.

Was soll dieser Quatsch?

CalBaer @, Mittwoch, 05.08.2015, 00:11 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5659 Views

Sinnentstellend reduzieren und dann drauf einhacken. Das ist scharf am Troll-Niveau.

Hoffentlich pflegst Du diesen Stil nicht beim Programmieren.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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Welchen Teil hättest Du denn gerne weniger "sinnentstellend reduziert" behandelt?

Sylvia @, Mittwoch, 05.08.2015, 06:53 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5494 Views

Sinnentstellend reduzieren und dann drauf einhacken.

Ich hatte keine Zeit und Lust auf jede einzelne Deiner Zeilen einzugehen. Das kannst Du jetzt gerne als "sinnentstellend reduzieren" bezeichnen. Ich habe mich einfach auf den offensichtlichsten Q̶u̶̶a̶̶t̶̶s̶̶c̶̶h̶ Ungereimtheiten konzentriert.

Du kannst mich gerne etwas fragen - aber bitteschön nicht wieder so eine Litanei.

Irgendwie

Dragonfly @, Mittwoch, 05.08.2015, 14:26 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5470 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 05.08.2015, 14:31

Hast Du es mit Open Source nicht so. Und Deine Postings sind von viel Meinung und wenig Sachverstand gekennzeichnet.

Du kannst mich gerne etwas fragen - aber bitteschön nicht wieder so eine
Litanei.

OK, warum decompilierst Du nicht mal kurz Skype und legst das Protokoll offen, wenn das alles so einfach ist? [[freude]]

Wenn Windows und Linux bäh sind, wie lautet die Alternative?

Bernadette_Lauert, Dienstag, 04.08.2015, 16:49 vor 3823 Tagen @ Leser68 5993 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 04.08.2015, 17:03

Etwa selbst ein OS schreiben?
Erinnert mich an die Demokratie-Debatte.
Freilich kann die Antwort IMMER nur lauten: Eine gute (Kompromiss-)Lösung finden und sich bestmöglich arrangieren. Zum Jammern und Anprangern findet sich immer etwas.
Aber irgendwie muss ich ins Netz und brauche auch einen Staat, der mich, mein Eigentum und die Durchsetzung meiner geschlossenen Verträge im inneren einigermaßen vor Faustrecht und Gewaltwillkür und nach außen vor Aggressoren und Flüchtlingsströmen schützt.
Das Leben ist halt immer ein Fucking Kompromiss. So leid es mir tut.
Der Punkt ist: Fehler erkennen und nicht ignorieren. Alles, was lähmt oder Ohnmacht bedeutet, ablehnen. Auf Verbesserung hinarbeiten.
In ALLEN Bereichen. Einfacher geht´s leider nicht.

Gruß, Bernadette

Eine Lösung könnte z.B. heißen: Entwicklung eines europäischen Linuxs + EDIT

Leser68 @, Dienstag, 04.08.2015, 17:57 vor 3823 Tagen @ Bernadette_Lauert 5863 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.08.2015, 18:05

Es gibt doch wohl auch in Europa jede Menge gute Entwickler. Dabei könnte zudem ein gutes und sehr sicheres Betriebssystem für die europäische Industrie abfallen - entwickelt mit EU-Geldern.

Komisch nur, dass bisher noch niemand ein Interesse an einer solch güngstigen und sicheren Betriebssystemvariant gezeigt hat.

EDIT:

Außerdem könnten Unis jede Menge Studienarbeiten, Diplom- und Doktorarbeiten mit so einem europäischen Linux verbinden und wir hätten alle was davon. DAS wären mal richtig sinnvoll eingesetzte Steuergelder.

Ein stuttgarterisches Linux

Sylvia @, Dienstag, 04.08.2015, 18:45 vor 3823 Tagen @ Leser68 5853 Views

Es gibt doch wohl auch in Europa jede Menge gute Entwickler. Dabei könnte
zudem ein gutes und sehr sicheres Betriebssystem für die europäische
Industrie abfallen ...

Warum glaubst Du eine global entwickelte Software wäre schlechter als eine rein europäische, oder deutsche, oder schwäbische, oder stuttgarterische?

...entwickelt mit EU-Geldern.

Was dabei herauskommst willst Du nicht wirklich wissen. Glaub mir (ich hab da an ein paar Projekten "mitgewirkt").

Komisch nur, dass bisher noch niemand ein Interesse an einer solch
güngstigen und sicheren Betriebssystemvariant gezeigt hat.

Ja, komisch [[freude]]

Ist nicht Dein Ernst, oder?

Leser68 @, Dienstag, 04.08.2015, 19:23 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5805 Views

Warum glaubst Du eine global entwickelte Software wäre schlechter als
eine rein europäische, oder deutsche, oder schwäbische, oder
stuttgarterische?

Hast Du schon mal den Namen Mark Shuttleworth gehört?
Benutzt Du Linux und falls ja auf jeden Fall Debian, oder? DAS ist ein global entwickeltes Linux.

...entwickelt mit EU-Geldern.


Was dabei herauskommst willst Du nicht wirklich wissen. Glaub mir (ich hab
da an ein paar Projekten "mitgewirkt").

Ich weiß was ein großer Automobilzulieferer in Sachen Software in einem großen multinationalen Projekt hervorgebracht hat. Das willst Du sicher nicht wissen.

Mit OpenSource kann jeder die Arbeit kontrollieren. Wenn alle möglichen Organisationen im Boot wären, ergäbe das vermutlich ein wunderbares Beispiel für "Checks and Balances". Die Großstadt München (erfolgreiches Projekt LiMux) könnte hier sicher einiges an Unterstützung liefern.
Ich bin übrigens dafür Anwendungen wie Firefox massiv zu verschlanken, sagen wir auf maximal 2 Mio. Zeilen Code, d.h. etwa auf ein sechstel. Den Rest muss man sich mit Plugins dazuklemmen - so ähnlich wie beim (ehemals?) modularen Linux-Kernel.

Komisch nur, dass bisher noch niemand ein Interesse an einer solch
güngstigen und sicheren Betriebssystemvariant gezeigt hat.


Ja, komisch [[freude]]

Ich sage nur: "Adele und die Fledermaus". Den Witz muss jeder selber ergoogeln.

Du hast meine Frage noch nicht beantwortet

Sylvia @, Dienstag, 04.08.2015, 21:43 vor 3823 Tagen @ Leser68 5730 Views

Hast Du schon mal den Namen Mark Shuttleworth gehört?

Klar, wer nicht?

Benutzt Du Linux und falls ja auf jeden Fall Debian, oder?

OS X. Meistens. Also auch ein Unix-Derivat [[zwinker]].
Wenn Linux, dann meistens Ubuntu.


Übrigens: Du hast meine Frage noch nicht beantwortet:

Warum glaubst Du eine global entwickelte Software wäre schlechter als
eine rein europäische, oder deutsche, oder schwäbische, oder
stuttgarterische?

Warum kein globales OS? Linux IST ein globales OS! Und?

Leser68 @, Mittwoch, 05.08.2015, 17:51 vor 3822 Tagen @ Sylvia 5305 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 05.08.2015, 18:10

Okay, auf Servern ist Linux weit verbreitet. Aber wie sieht es bei Desktops aus?
Linux gibt es seit über 2 Jahrzehnten. Es sind Unmengen an Mannjahren und Idealismus da hineingeflossen. Und trotzdem kann M$ mit seinem Mist (s. z.B. Vista oder MS Office) immer noch Unmengen an Dollar verdienen. Warum?

Ganz einfach, weil die Entwickler sich gegenseitig behindern und z.T., wie ich geschrieben habe, Dinge wieder schlechter machen, genau wie Windows, die mal gut waren. Ubuntu hätte eigentlich das Zeug dazu gehabt M$ total schlecht aussehen zu lassen. Shuttleworth beschäftigt ja selber, glaube ich, einiges an Entwicklern. Er hat aber jetzt alles auf Mobile Computing ausgerichtet (Oberfläche Unity), so wie Windows mit der 8er Version, aber dabei die alten, bewährten Oberflächen hinten runterfallen lassen bzw. vielleicht schlechter machen lassen (ich habe ein paar Details beschrieben).

Warum glaubst Du eine global entwickelte Software wäre schlechter als
eine rein europäische, oder deutsche, oder schwäbische, oder
stuttgarterische?

Wie sieht es mit der Qualität aus dem Zentrum indischer Softwareschmieden in Bangalore aus? Ist da alles optimal dokumentiert? Keine Nacharbeit mehr nötig? Die Schnittstellen funktionieren alle?
Indische Programmierer helfen in verschiedenen englischen Foren bei der Behebung von Softwarefehlern z.B. in Ubuntu mit, aber wieso liegt trotzdem noch so vieles im Argen?

Ich denke auch, dass da verschiedene Mentalitäten eine Rolle spielen bzw. zu Problemen führen. Deshalb wäre es wahrscheinlich gut, ein neues, gutes Betriebssystem in Europa entwickeln zu lassen, obwohl auch da schon Probleme auftreten können, vor allem wenn die Entwickler schon älter sind. Russland macht jetzt genau diese Betriebssystementwicklung für sich selber, auch mit Anlehnung an Linux.

Einfach mal national denken! Ein aufrechtes deutsches Betriebssystem!!!

Bernadette_Lauert, Dienstag, 04.08.2015, 21:56 vor 3823 Tagen @ Leser68 5946 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 04.08.2015, 22:16

Es gibt doch wohl auch in Europa jede Menge gute Entwickler. Dabei könnte
zudem ein gutes und sehr sicheres Betriebssystem für die europäische
Industrie abfallen - entwickelt mit EU-Geldern.

Oder mit deutschen Forschungsgeldern!

Komisch nur, dass bisher noch niemand ein Interesse an einer solch
güngstigen und sicheren Betriebssystemvariant gezeigt hat.

Ich melde mein Interesse hiermit an!

EDIT:
Außerdem könnten Unis jede Menge Studienarbeiten, Diplom- und
Doktorarbeiten mit so einem europäischen Linux verbinden und wir hätten
alle was davon. DAS wären mal richtig sinnvoll eingesetzte Steuergelder.

Genau so ist es. Bin heute zu recherchefaul, das alles zu belegen, aber wer sich mal damit beschäftigt, wie in den USA mit staatlichen Fördergeldern die IT-Branche dort gepimpt wird, während bei uns sofort die EU staatliche Quersubventionen von Forschungsetats verbietet, wird auch nachdenklich.

Es ist eine Mär, dass Forschung am besten ohne staatliche Gelder auskommt. Was Grundlagenforschung angeht, wird so in die Zukunft eines ingenieursbasierten Landes investiert.

Bevor die Marktapologeten aus dem Bauch raus antworten: Bitte erst mal die Finanzierungs-Story zur Silicon-Valey-Story nachrecherchieren oder die Auswirkungen des staatlichen Forschungsmegaprojekts "Appollo" in Patenten nachvollziehen.

Dass wir Deutschen relativ gut dastehen liegt auch an unserer bestehenden staatlich finanzierten Forschung. Ist ja nicht so, dass die nix abwirft, was sich nicht monetär darstellen lässt (beispielsweise den mp3-Standard aus dem Fraunhofer-Umfeld).

Ein DEUTSCHES BETRIEBSSYSTEM ist eine gar wundervolle Idee.
Weil mir heute aus multidimensionalen Gründen alles wurst ist, schlage ich vor dem Hintergrund der NSA-Affäre sogar vor, einen roten Button draufzukleben, mit der Aufschrift:

DEUTSCHE wehrt Euch, kauft nicht beim Amerikaner!

Gruß, Bernadette

P.S. Ist ja nicht so, dass wir Dichter, Denker und Ingenieure keine IT nicht können täten, wenn wir uns nur trauen würden zu dürfen (Grundlagenforschung finanzieren): https://www.youtube.com/watch?v=2QhmnKUIkvM (Science Slam Gewinnerbeitrag, Wirtschaftsinformatik, 10m24s)

Software aus Gernigewode

Sylvia @, Dienstag, 04.08.2015, 22:19 vor 3823 Tagen @ Bernadette_Lauert 5814 Views

Ein DEUTSCHES BETRIEBSSYSTEM ist eine gar wundervolle Idee.

Neulich erzählte mir der Bürgermeister von Gernigewode welch wunderbare Idee es doch wäre Open Source (also offene Software) zu schreiben dessen Entwickler ausschließlich aus dem begrenzten Gebiet des Landkreises Gernigewode stammen müssten.

Bei dem Zuzug von Fachkraeften nicht unwahrscheinlich! (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 04.08.2015, 22:30 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5592 Views

- kein Text -

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Worauf ich hinaus will...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 04.08.2015, 22:39 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5858 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 04.08.2015, 23:13

Ein DEUTSCHES BETRIEBSSYSTEM ist eine gar wundervolle Idee.

Neulich erzählte mir der Bürgermeister von Gernigewode welch wunderbare
Idee es doch wäre Open Source (also offene Software) zu schreiben
dessen Entwickler ausschließlich aus dem begrenzten Gebiet des
Landkreises Gernigewode stammen müssten.

Gernigewoge ist der Drehort für CrisisMavens Flüchtlings-Angstporno, den er in lustigem Behördensprech verfasst hat. Ich les das gerne und hoffe, nicht zu viele Leute, die via Google kommen, halten das für echt. Aber "Okay" geschrieben ist es allemal.
Aber darum geht es nicht.

Du willst mir sagen, dass Software heute so nicht produziert wird und dass meine Version dem Open-Source-Gedanken widerspricht. In nationalen Grenzen zu denken...

Freilich hast Du mit dieser Argumentation recht.
ABER:

Mir schwebt was anderes vor. Nur so als Träumerei:
Ich träume davon, dass Microsoft, Google und Apple als OS-Oligarchen (großer Markt mit wenigen Anbietern) die Welt der Betriebssysteme nicht mehr bestimmen. Diese US-IT-Giganten haben etwas gemeinsam, was kritisch ist, vor dem Hintergrund der omnipräsenten und gehirnfickend-krassen Massenausspähung (v.a. auch Industrie- und Wirtschaftsspionage, getarnt als "Terrorismusbekämpfng).

Ein BS her muss, welches nicht dem US-Recht "Patriot Act, Geheimgerichte, die zur Datenherausgabe und zum Schweigen darüber verpflichten).

Wenn es noch wenigstens in homöopathischen Dosen um DEUTSCHE Interessen ginge, gäbe es längst eine komplette Infrastruktur aus deutscher Hand samt OS. Aber nein, all die aufgrud von Quartalszahlen gehetzt-grinsenden Experten tun so, als wären die Amis in IT-Fragen unsere Freunde.

Vernünftig wäre wahrscheinlich, so ein Projekt europäisch aufzuhängen, aber ich bin enttäuscht von der EU, daher (in meinen Wunschvorstellungen) lieber national.

Und verstehe mich nicht falsch. Siemens ist keine leider deutsche Firma, wer den Aktionärsanteilen folgt.
Ich spreche davon, dass ein DEUTSCHES Betriebssystem aus dem Fraunhofer Institut/ BSI-Umfeld interessant wäre, unter Einbindung einer mit Forschungsgeldern finanzierten MINT-Studenten-Community aus deutschen Universitäten. Dann schenken wir es der Welt, als Alternative zu M$, iOS und Android - allesamt von Firmen, die US-Jurisdiktion samt Geheimgerichten unterliegen. Und sacken die fette Kohle über einen App-Store ein.

Nur so ne Idee...
Lass mich doch spinnen.

Gruß, BLa

Intranet

Rybezahl, Mittwoch, 05.08.2015, 03:21 vor 3823 Tagen @ Bernadette_Lauert 5665 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 05.08.2015, 03:35

Was du vorschlägst, das gleicht einem europäischen Intranet. Eine eigene Netzstruktur. Das ist das Gegenteil von einem World Wide Web.

Entweder, man will das WWW. Dann können alle alle überwachen. Oder, man will ein Intranet, dann ist das mit der Überwachung zwar auch möglich, aber schwerer zu machen.

Der beste Schutz vor Überwachung ist der ungehemmte Datenkonsum, wobei die relevanten Daten auf einen reinen Offline-Rechner übertragen werden. Das muss eine Einbahnstraße sein, immer mit frischen USB-Sticks, auch bei der Rückübertragung. Besser gleich unter gleichen Bedingungen im Internetcafe (verschiedene, natürlich!) surfen.

Ich mache das aber nicht so. Das sind nur ein paar Ideen von mir, wie man es machen könnte.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Deutsches Betriebssystem ungleich Datenübertragungsinfrastruktur / "Bullshit made in Germany"

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 05.08.2015, 10:40 vor 3823 Tagen @ Rybezahl 5592 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 05.08.2015, 11:01

Was du vorschlägst, das gleicht einem europäischen Intranet. Eine eigene
Netzstruktur. Das ist das Gegenteil von einem World Wide Web.

Ich träumte von einem Deutschen Betriebssystem, welches nicht aus einer US-amerikanischen Company kommt, welche US-Recht unterliegt. Hintergründig ging es mir um juristische Gründe ("Patriot Act", etc.)

Entweder, man will das WWW. Dann können alle alle überwachen. Oder, man
will ein Intranet, dann ist das mit der Überwachung zwar auch möglich,
aber schwerer zu machen.

DE-Mail "[30c3] Bullshit made in Gemany" war jedenfalls nicht hülfreich. CCC: "So hosten Sie Ihre De-Mail, E-Mail und Cloud direkt beim BND!"

Gruß, BLa

Bitte um mehr Details

Sylvia @, Mittwoch, 05.08.2015, 12:05 vor 3823 Tagen @ Bernadette_Lauert 5455 Views

Ich träumte von einem Deutschen Betriebssystem, welches nicht aus einer
US-amerikanischen Company kommt, welche US-Recht unterliegt. Hintergründig
ging es mir um juristische Gründe ("Patriot Act", etc.)

Soll dieses Betriebssystem dann Open Source sein? Closed Source? Den deutschen (gesetzlichen) Bestimmungen unterliegen, usw.?

Ich werde das Pflichten- und Lastenheft hier als PDF reinstellen...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 05.08.2015, 12:27 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5616 Views

Ich träumte von einem Deutschen Betriebssystem, welches nicht aus einer
US-amerikanischen Company kommt, welche US-Recht unterliegt.

Hintergründig

ging es mir um juristische Gründe ("Patriot Act", etc.)

Soll dieses Betriebssystem dann Open Source sein? Closed Source? Den
deutschen (gesetzlichen) Bestimmungen unterliegen, usw.?

...sobald das Projekt konkret wird.
Bis dahin ist es nur ein Gedankenspiel, wie ich bereits schrieb.
Zu dieser Debatte über ungelegte Eier sage ich daher Danke, aber Nein Danke. [[herz]]
Zumal Deine Fragen aus den Posts von mir hier eigentlich schon beantwortet werden und es auch andernorts bereits Threads gibt, in denen dieses Thema in epischer Breite besprochen wird.

Gruß, BLa

Also mal wieder nur heiße Luft (oT)

Sylvia @, Mittwoch, 05.08.2015, 14:02 vor 3823 Tagen @ Bernadette_Lauert 5337 Views

- kein Text -

Leider darf ich Dir nicht angemessen antworten...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 05.08.2015, 14:11 vor 3823 Tagen @ Sylvia 5509 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 05.08.2015, 14:19

...Grund: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=364038

Daher nochmals der mit einem freundlichen Lächeln vorgetragene Hinweis, dass sich alle Deine Fragen aus meinen bisherigen Posts dazu heraus beantworten.
Und der Zusatzhinweis, dass ich Deine Antworten hier im Faden an CalBaer gelesen habe und schlichtweg keine Lust auf Deine Art des "Gedankenaustausches" habe.

Hier ein Herzerl nur für Dich: [[herz]]

Gruß, Bernadette

Ohne intime Kenntnisse der Hardwareschicht, wird es nichts.

Centao @, Donnerstag, 06.08.2015, 13:32 vor 3822 Tagen @ Bernadette_Lauert 5165 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 06.08.2015, 13:37

Weshalb ja China (mit eigenen Prozessoren / Clonen) an so einem OS immerhin basteln kann (lt. Heise). Eigene BS-Träume in deutsch wurden m.E. überwiegend mit der Wende beendet. An der Intel-Architektur für PC kam ja auch keiner vorbei, der Großes wollte...

Der Verlust von Systemkompetenz incl. Prozessorarchitektur wird / tut sich auch in D/EU bitter rächen.

Es gibt aber in der Messtechnik Nischenprodukte europ. Entwickler.

Gruß,
CenTao

Ja leider, und ohne EDA-Industrie wird es auch nichts mit eigener Hardwareschicht

CalBaer @, Donnerstag, 06.08.2015, 21:41 vor 3821 Tagen @ Centao 5130 Views

Weshalb ja China (mit eigenen Prozessoren / Clonen) an so einem OS immerhin

Nur ist man dabei wieder auf EDA-Werkzeuge "made in USA" angewiesen. Ohne wettbewerbsfaehige EDA(Electronic Design Automation)-Werkzeuge kann man auch keine wettbewerbsfaehigen Chips machen. Die Industrie wird beherrscht von drei grossen US-Herstellern: Cadence, Synopsys, Mentor.

Der Verlust von Systemkompetenz incl. Prozessorarchitektur wird / tut sich
auch in D/EU bitter rächen.

Ja und der Verlust einer eigenen EDA-Industrie. In den 1980ern und 1990ern gab es mal Entwicklungen parallel zu den USA, aber leider sind Firmen wie AHL, AISS, Catena, Diagonal Systems, Dosis, Incases Engineering, ISE, Isdata, Microlex, Speed Electronic oder Synthesia entweder verschwunden, haben sich auf Consulting spezialisiert, sind von US-amerikanischen oder japanischen Firmen aufgekauft worden oder fuehren ein Nischendasein im akademischen Umfeld.

Einzig die franz. Dolphin Integration ist noch signifakt aktiv, im Vergleich zu den US-Firmen ist sie allerdings ein Zwerg.

Es gibt aber in der Messtechnik Nischenprodukte europ. Entwickler.

Auch hier holen die Chinesen auf, z.B. Siglent (Oscilloscope, Spectrum Analyzer). Sehr brauchbare Messgeraete "made in China" kann man mittlerweile fuer ein Zehntel dessen kaufen, was namhafte Hersteller fuer ein sehr aehnliches Geraet verlangen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Gott bewahre die Linux-Gemeinde vor Deiner Idee

Isländer @, Freitag, 07.08.2015, 01:51 vor 3821 Tagen @ Leser68 5132 Views

Es gibt doch wohl auch in Europa jede Menge gute Entwickler. Dabei könnte
zudem ein gutes und sehr sicheres Betriebssystem für die europäische
Industrie abfallen - entwickelt mit EU-Geldern.

Komisch nur, dass bisher noch niemand ein Interesse an einer solch
güngstigen und sicheren Betriebssystemvariant gezeigt hat.

EDIT:

Außerdem könnten Unis jede Menge Studienarbeiten, Diplom- und
Doktorarbeiten mit so einem europäischen Linux verbinden und wir hätten
alle was davon. DAS wären mal richtig sinnvoll eingesetzte Steuergelder.


Da müsste der Staat die Steuergelder schon an die Entwickler spenden.
Ohne Gegenleistung, ohne Spendenquittung.

Aber dafür wäre der Staat wohl doch zu demokratisch...

LG
Isländer

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
18tm4vxxbKH878xhLWGMhdhtx3rJ16Jc2P

Da hätte ich noch ein paar Fragen zu Deiner Aussage

Leser68 @, Freitag, 07.08.2015, 12:55 vor 3821 Tagen @ Isländer 5034 Views

Außerdem könnten Unis jede Menge Studienarbeiten, Diplom- und
Doktorarbeiten mit so einem europäischen Linux verbinden und wir

hätten

alle was davon. DAS wären mal richtig sinnvoll eingesetzte

Steuergelder.


Da müsste der Staat die Steuergelder schon an die Entwickler spenden.
Ohne Gegenleistung, ohne Spendenquittung.

Wie genau meinst Du das eigentlich und warum meinst Du das so? Könntest Du das mal näher erläutern? Ich nehme an, nach dem was Du sagst, dass Du Erfahrung mit dem Erwerb von Drittmitteln hast, oder?


Aber dafür wäre der Staat wohl doch zu demokratisch...

Du meinst zu wenig kapitalistisch?

Keine Sorge!

zenonvonelea @, Dienstag, 04.08.2015, 18:49 vor 3823 Tagen @ Leser68 5926 Views

Hallo Leser68

Da ist z.B. das Programm Zeitgeist, für die

Ereignisprotokollierung, das praktisch alles aufzeichnet was man so am
Computer macht.

Keine Sorge! Wenn Zeitgeist deaktiviert ist, gibt es kein Problem. <img src=" />

Selbst wenn das nicht installiert ist (laut Synaptic, dem
Programmverwaltungsprogramm), weil anscheinend einige Programme sind so mit
Zeitgeist verbunden, das man das nicht einfach abschalten kann - ähnlich
wie früher die Verbindung von Internet Explorer mit Windows.

Du schreibst "anscheinend". Welche Programme wären das denn, die so mit Zeitgeist verbunden sind?

Man sieht es, wenn man die Systemüberwachung einschaltet. Da werden immer
mal wieder Daten nach außen, vermutlich an Canonical übertragen, auch
wenn man das gar nicht will, z.B. über Suchaufrufe bei recoll, einer
Desktopsuchmaschine.

Unabhängig Deiner Schilderung: Datenfluss hast Du immer im Internet.

Deswegen gehe ich immer so schnell wie möglich offline und mache auch
alles was geht offline, um den Datenfluss wenigstens etwas zu begrenzen,
solange ich mich noch nicht um diese versteckte Datenübertragung
gekümmert habe (Reprogrammierung).

Ich verwende schon seit langem Linux. Bis heute hatte ich noch nie unautorisierte Datenübertragung.
Nur, dass es kein Missverständnis gibt: Deine Rückmeldung zweifle ich keinesfalls an.

Also, lehne Dich entspannt zurück und geniesse Linux! 10 Fenster schliessen zu müssen ist hingegen ein Thema. [[freude]]

--
Freundliche Grüsse,
zenon
-------
"Die Welt scheint nicht von Natur aus zu verstehen, dass Regierungen sich selber in den Bankrott treiben und Papierwährungen zerstören." (Jim Rogers)

Es gibt schon verdächtige Aktivitäten

Leser68 @, Dienstag, 04.08.2015, 19:46 vor 3823 Tagen @ zenonvonelea 5903 Views

Hallo zenonvonelea,


Keine Sorge! Wenn Zeitgeist deaktiviert ist, gibt es kein Problem. <img src=" />

Naja. Das mag Deine Meinung sein, aber 100%ig bin ich da noch nicht von überzeugt, dass es da kein Problem gibt.

Selbst wenn das nicht installiert ist (laut Synaptic, dem
Programmverwaltungsprogramm), weil anscheinend einige Programme sind so

mit

Zeitgeist verbunden, das man das nicht einfach abschalten kann -

ähnlich

wie früher die Verbindung von Internet Explorer mit Windows.


Du schreibst "anscheinend". Welche Programme wären das denn, die so mit
Zeitgeist verbunden sind?

Meine speziellen Erfahrungen liegen leider schon ein dreiviertel Jahr zurück. Es kann auch sein, dass ich jetzt etwas verwechsel. Ursprünglich wollte ich nämlich den Dienst Tracker(? - macht etwa das gleiche wie Zeitgeist) benutzen, weil der zusammen mit dem Dateiexplorer so eine Art Desktopsuchmaschine ergeben hätte.
Von Zeitgeist sind bei mir laut Synaptic nur noch drei Bibliotheken installiert.
Wenn ich "ps -ef | grep -i zeitgeist" eingebe kommt nichts. Ich weiß nicht mehr genau wie das letztes Jahr war, als ich die Ubuntu-14.04er-Version als neues OS zum ersten Mal verwendete, ob ich da Zeitgeist irgendwie deaktiviert hatte oder nicht.
Bei "ps -ef | grep -i tracker" kommt gerade folgendes: " ? 00:00:00 /usr/lib/tracker/tracker-store"


Unabhängig Deiner Schilderung: Datenfluss hast Du immer im Internet.

Wenn man aber immer dann Datenfluss hat, wenn man z.B. gerade einen Suchbegriff in recoll eingibt, dann ist das schon etwas merkwürdig. Ja ich weiß man kann da einiges abklären (Process-Tracer und so). Ich habe auch schon mal einen Sniffer mitlaufen gehabt, aber die Daten habe ich noch nicht ausgewertet.


Also, lehne Dich entspannt zurück und geniesse Linux! 10 Fenster
schliessen zu müssen ist hingegen ein Thema. [[freude]]

Ich finde Linux immer noch hundertmal besser als Windows, weil ich ja weiß, dass ich immer noch einiges, eigentlich alles, selber einstellen/machen kann. Aber ich finde es muss einfach öfters mal gesagt werden, dass Linux sich bei der gegenwärtigen Tendenz zurück entwickelt, auch wenn das SW-Angebot riesig und die Möglichkeiten schier endlos sind.

Re: Keine Sorge!

zenonvonelea @, Dienstag, 04.08.2015, 23:00 vor 3823 Tagen @ Leser68 5638 Views

Hallo Leser68

Keine Sorge! Wenn Zeitgeist deaktiviert ist, gibt es kein Problem. <img src=" />


Naja. Das mag Deine Meinung sein, aber 100%ig bin ich da noch nicht von
überzeugt, dass es da kein Problem gibt.

Es ist nicht nur meine Meinung. Es ist meine inzwischen jahrelange Erfahrung.
Schau, wenn man Zeitgeist, Zeitgeist Explorer sowie alle weiteren mit Zeitgeist relevanten Pakete deaktiviert hat, lässt sich wirklich ruhig damit leben.

Von Zeitgeist sind bei mir laut Synaptic nur noch drei Bibliotheken
installiert.

In Synaptic deinstalliere mal die 3 Bibliotheken von Zeitgeist.
Anschliessend Terminaleingabe: ps -ef | grep -i zeitgeist
Die Terminalausgabe sollte in etwa so sein: Leser68 5865 5840 0 08:00 pts/0 00:00:00 grep --colour=auto -i zeitgeist

Bei "ps -ef | grep -i tracker" kommt gerade folgendes: " ? 00:00:00
/usr/lib/tracker/tracker-store"

Tracker habe ich deaktiviert.
Die Terminalausgabe könnte dann folgende sein: Leser68 5853 5840 0 08:02 pts/0 00:00:00 grep --colour=auto -i tracker

Ich finde Linux immer noch hundertmal besser als Windows, weil ich ja
weiß, dass ich immer noch einiges, eigentlich alles, selber
einstellen/machen kann.

Claro! :-)

Aber ich finde es muss einfach öfters mal gesagt
werden, dass Linux sich bei der gegenwärtigen Tendenz zurück entwickelt,
auch wenn das SW-Angebot riesig und die Möglichkeiten schier endlos sind.

Von welcher Tendenz ist hier die Rede?

--
Freundliche Grüsse,
zenon
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"Die Welt scheint nicht von Natur aus zu verstehen, dass Regierungen sich selber in den Bankrott treiben und Papierwährungen zerstören." (Jim Rogers)

Ist schon!

Leser68 @, Mittwoch, 05.08.2015, 17:54 vor 3822 Tagen @ zenonvonelea 5356 Views

Von Zeitgeist sind bei mir laut Synaptic nur noch drei Bibliotheken
installiert.


In Synaptic deinstalliere mal die 3 Bibliotheken von Zeitgeist.
Anschliessend Terminaleingabe: ps -ef | grep -i zeitgeist
Die Terminalausgabe sollte in etwa so sein: Leser68 5865 5840 0 08:00
pts/0 00:00:00 grep --colour=auto -i zeitgeist

Genau so sieht die Ausgabe bei mir schon aus.

Wenn man bereits die Gruppenrichtlinien bearbeitet, Cortana nicht vergessen

pezibear @, München, Donnerstag, 27.08.2015, 13:14 vor 3801 Tagen @ Bernadette_Lauert 4858 Views

Bei der Enterprise-Edition können diese "Diagnose und Nutzungsdaten", auf
die sich Microsoft Zugriff einräumt aber auf den Status AUS gesetzt
werden:

Suche -> gpedit.msc aufrufen (Editor für lokale Gruppenrichtlinien)...
-> Administrative Volagen -> Alle Einstellungen -> Telemetrie zulassen
(Doppelklick) -> aktivieren -> Auf (0 - Aus - (nur Enterprise)) setzen.

Bei Pro geht das angeblich auch,
zusätzlich sind noch folgende Dienste zu deaktivieren:
"dmwappushsvc" und "Diagnosenachverfolgungsdienst"

Cortana:
Wenn man schon dabei ist, gleich auch noch Cortana:
Dazu unter den Cortana und Windows Einstellungen alles abschalten,
was damit zu tun hat.

Dann im Gruppenrichtlinien Editor:
Computerkonfiguration - Administrative Vorlagen - Windows-Komponenten - Suche
Folgenden Eintrag suchen und auf "deaktiviert" setzen: "Cortana zulassen"
Folgenden Eintrag suchen und auf "aktiviert" setzen: "Websuche nicht zulassen"
Folgenden Eintrag suchen und auf "deaktiviert" setzen: "Der Suche und Cortana die Nutzung von Positionsdaten erlauben"

Gruss

--
Oderint, dum metuant

Ich hab vor ein paar Tagen die neuen Nutzerbedingungen bei Gmail bestätigt - der Persilschein für Google, abzuhören:

BerndBorchert @, Montag, 03.08.2015, 21:59 vor 3824 Tagen @ CalBaer 8124 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.08.2015, 22:08

Die machen nicht mal einen Hehl draus:


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Hervorhebung von mir.

Ich hab gerade nochmal versucht herauszufinden, ob ich das zurücknehmen kann und was dann passiert, aber auf die Schnelle nichts gefunden
http://www.google.de/intl/en/policies/privacy/

(Ich nehme es auch nicht zurück, ich brauch den Google Account für Apps. Gmail benutze ich praktisch nicht.)

Bernd Borchert

Der bester Schritt, alternativ

Dragonfly @, Dienstag, 04.08.2015, 17:09 vor 3823 Tagen @ CalBaer 6432 Views

Es gibt wirklich kaum noch Gruende, Windows zu benutzen.
Wenn es aber kein Linux sein soll, ist das hier der erste Schritt:

http://winhelp2002.mvps.org/hosts.htm

Ich habe ein python script, welches diverse solcher Quellen ausliest und eine Liste zusammenbastelt. Aber die erste Quelle aus dem Link ist schon gut.

Ein vorbeigehender Hype

also @, Dienstag, 04.08.2015, 19:30 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5940 Views

Schon unter XP gab es diese Diskussion zum "Ungewollten nach Hause telephonieren".
Nach einiger Zeit hat sich die Aufregung gelegt und die user haben sich mit dieser Tatsache arrangiert. Auch in diesem Fall, selbst wenn sich die neue Situation weitaus kritischer darstellt, wird sich dieser Effekt bald zeigen. Microsoft weiß, dass die Privatsphäre dem user nur in der Einführungsphase ein wirkliches Anliegen ist. Nach einiger Zeit stellt sich eine Gewöhnung ein und die Bedenken verschwinden. Der user steht dann mit seinem System im Einklang, vertraut ihm, die Daten können ungehindert fließen. Der Datenaustausch wird zum Normalzustand und wer sich darüber mokiert wirkt seltsam und systemfremd.

Abstellen kann ein 'normaler' Anwender diese Transfers auf Dauer sowieso nicht. Die Angebote, die Microsoft dafür zur Verfügung stellt, eignen sich nur rudimentär. Wer sein System wirklich unter Kontrolle bringen will, der muß tief tauchen und wird bald draufkommen, dass das Verhindern der falsche Weg ist.

also

Ich verstehe nicht, warum man Microsoft ständig abweisen muss,

Dirk-MV @, Punta Cana, Mittwoch, 05.08.2015, 14:20 vor 3823 Tagen @ CalBaer 5604 Views

es hat doch auch niemand was dagegen, wenn NSA, Apple und Google protokollieren und analysieren.

Solche Diskussionen erinnern mich an Diskussionen in der Piratenpartei über Datenschutz und Privatsphäre, geführt auf facebook mittels IOS- und Android-Geräten.
mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Nope: Wissen ist Macht - für alle beteiligten Interessensgruppen

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 05.08.2015, 14:32 vor 3823 Tagen @ Dirk-MV 5551 Views

es hat doch auch niemand was dagegen, wenn NSA, Apple und Google
protokollieren und analysieren.

Freilich ist es vernünftig, da etwas dagegen zu haben, inklusive deutsche Firmen, die mit Industriespionage aus den USA zu tun haben.

Solche Diskussionen erinnern mich an Diskussionen in der Piratenpartei
über Datenschutz und Privatsphäre, geführt auf facebook mittels IOS- und
Android-Geräten.
mfg

Du kannst doch auf Facebook ruhig Deine Meinung schreiben, denn uns alle werden Sie nicht holen kommen können. Das Zeitfenster der freien Meinungsäußerung ist noch offen. Grundrechte muss man nutzen, sonst sind sie nichts wert. Abgesehen davon gibt es für heikle Debatten andere Kanäle wie beispielsweise Bitmessage...
Zudem erscheint mir Dein beschriebener Widerspruch künstlich zu sein. Warum sollte ich mich auf SM-Kanälen mit Breitenwirkung nicht darüber aufregen, dass NSA und Co. alle abhören und beispielsweise in TTIP-Verhandlungen mit einem Informationsvorsprung reingehen. Oder wenn US-Konzerne in Ausschreibungen erfahren könnten, welche Angebote europäische Firmen abgeben.

Gruß, Bernadette

Industriespionage natürlich auch aus China, wie effizient, kann man nur ahnen.

Olivia @, Donnerstag, 06.08.2015, 15:26 vor 3821 Tagen @ Bernadette_Lauert 5228 Views


Freilich ist es vernünftig, da etwas dagegen zu haben, inklusive deutsche

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Selbstverständlich.... aber da würde ich sagen, GENERELL gegen Industriespionage, denn das beispielsweise machen nicht nur die Amis. Möglicherweise derzeit aber noch am effizientesten.

Allerdings die Chinesen sollen deutsche Mittelständler, die ihnen Neuentwicklungen vorstellten, bereits damit überrascht haben, dass sie ihnen verbesserte Prototypen vorstellten. Kein Link, sondern ein Gespräch mit einem in China aktiven Geschäftsmann.

Meine Schlußfolgerung daraus: Die sitzen bereits in den Entwicklungscomputern und schauen zu. Im Computer meines Mannes saßen auch zwei. Die ließen sich nur mithilfe von Spezialisten entfernen. DAS aber bereits vor 10 Jahren!

Ich frage mich auch, wieso die inzwischen so von der "Bildfläche" verschwunden sind. Die Welt verändert sich derzeit rasant. Wir bekommen eh nur die "Anfänge" und die "Ergebnisse" mit und können im wesentlichen nur Rückschlüsse ziehen.

Übrigens: Danke für den Ukraine-Link an anderer Stelle. Ich habe ihn weitergeleitet. Zwei russische Migrantinnen aus meinem engeren Familien- bzw. Bekanntenkreis sind sehr emotional in Bezug auf dieses Thema und stehen einer ziemlich verständnislosen Umwelt gegenüber. Vielleicht helfen ihnen ja die Videos zu verdeutlichen, WARUM sie solche Angst haben.

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For entertainment purposes only.

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