Gesunde Darmflora scheint das Gehirn zu schützen - Kronenzeitung (Alzheimer + MS)

Vatapitta @, Samstag, 01.08.2015, 00:44 vor 3828 Tagen 6335 Views

Moin moin,

es geht um eine Studie mit Mäusen, die den Einfluss der Darmflora auf das Gehirn untersucht.

Kronenzeitung

Ein ähnliches Thema gab es vor kurzem im ZDF (Leschs Kosmos). - Link zu meinem Beitrag im Mai


VG Vatapitta

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Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Jetzt muessten wir nur noch soweit kommen, dass ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 01.08.2015, 01:10 vor 3828 Tagen @ Vatapitta 5264 Views

Einfluss der Darmflora auf das Gehirn ...

Jetzt muessten wir nur noch soweit kommen, dass gesunde Hirne ihre Darmflora schuetzen, dann waere doch schon alles geritzt, oder?

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Interessant!

Olivia @, Samstag, 01.08.2015, 07:00 vor 3827 Tagen @ Vatapitta 4498 Views

Danke für den Link, Vatapitta.

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For entertainment purposes only.

Binsenweisheiten

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 01.08.2015, 08:01 vor 3827 Tagen @ Vatapitta 4846 Views

Wundert mich, dass die Kronenzeitung auch auf sowas draufkommt. Diese Zeitung entspricht dem Niveau der Bildzeitung in Deutschland, kommt gleich nach "heute.at".

Aber o.k., - es geht um den Inhalt, nicht darum, wer sowas sagt. Die haben das ja auch von irgendwo abgekupfert.

Eine Grundregel ist: Wenn die Zähne und der Darm in Ordnung sind, dann hat man bereits 90% aller möglichen Krankheiten ausgeklammert.

Deshalb habe ich zwei grundsätzliche Vorgehensweisen:

Zum einen den Schnaps morgens auf nüchternem Magen (erkläre ich nicht nochmal, siehe http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=355626).

Zum anderen mein regelmäßiges Heilfasten. Alle 3 Monate, beginnend nach dem Vollmond. So +/- 2 Wochen, wo ich absolut nichts esse, sondern nur Wasser oder (im Winter) Kräutertee trinke, so ca. 4 lt. pro Tag. Ich spül den ganzen Sch. raus, der sich in einem Vierteljahr in mir angesammelt hat, - so wie ich es auch bei den Motoren der Baumaschinen mache, die arg beansprucht werden. Auch da wird in gewissen Intervallen das Öl abgelassen, der Filter gewechselt, und der Motor mit Dieselöl durchgespült, damit die Eisenfeilspäne herauskommen.

Von dieser Logik aus mache ich sowas Ähnliches auch bei mir, denn auch ich werde stark beansprucht. Dazu lasse ich nichts aus, was die Annehmlichkeiten des Lebens betrifft.Ich esse alles, was so auf den Tisch kommt, - und meine Frau kocht verdammt gut. Zu gut, denke ich manchmal, - aber äußerst ausgewogen. Mit Hilfe des Fastens bin ich auch in der Lage, mein Gewicht halbwegs zu halten ,- obwohl der Ping-Pong-Effekt immer dabei ist.

Wichtig ist, gegen Ende oder auch in der Mitte eine völlige Darmentleerung durchzumachen. Gibts verschiedene Methoden, - wenn gar nichts anderes geht, dann mit Glaubersalz. Dann soll man sehen, was da aus dem "leeren" Darm noch herauskommt. Mehrere Kotkugeln, bis kirschengroß. Das sind die Dinger, die in den Darmschlingen- und -ausbuchtungen hängen bleiben und so gut wie nie herauskommen. Sie sind (unter anderem) der Herd für Entzündungen und Unwohlsein.

Allerdings "lebe" ich auch ganz gern. Meine Zigarre oder Pfeife gehört genauso dazu wie ein gewisser Alkoholgenuß, natürlich auch Kaffee, usw. Gut, ich übertreibe nichts dabei. Wichtig ist bei allem, das Gesamte im Blickfeld zu haben, - so nach dem Ayurveda-Prinzip.

Arzt? Kenne ich nicht. Halt, wäre fast gelogen, - einmal im Jahr gehe ich zum Labor und gebe Blut und Urin ab, auch für die Prostata-Untersuchung. Also habe ich doch einen Arzt, den ich regelmäßig konsultiere, nämlich den Laborarzt. Der gibt mir dann das Ergebnis und - sollte irgendwas nicht stimmen, dann wird der Wert eingerahmt. Ist aber selten der Fall. Letztens hat man mir gesagt, dass ich Blutwerte hätte wie ein 45-Jähriger.

Was ist daran negativ?
Meine Verantwortungslosigkeit gegenüber der Wirtschaft. Man stelle sich mal vor, das würde jeder machen. Wir bräuchten nur mehr 10 % der Ärzte und des Krankenhauspersonals, die Pharmaindustrie würde vor sich hindarben, mit ihren ganzen Arbeitsplätzen, usw. Es gäbe Millionen von Arbeitslosen mehr in Europa.

Dazu das Desaster mit der Rente. Derartige Methoden wirken sich kräftig in der Lebenserwartung aus. Ich z.B. habe klar den 100er im Blick, in der Kombination mit meiner Lebensweise und meinen (gottseidank vorteilhaften) vererbten Genen. Dauert noch zwei Jahre, dann gibts hier wieder ein größeres Besäufnis. Dann wird mein Einstieg ins letzte Drittel (rechnerisch gesehen) gefeiert, so mit Live-Musik und allem Drum und Dran.

Die Kronen-Zeitung ist mit Sicherheit nicht am Niveau der Bild

Phoenix5, Samstag, 01.08.2015, 08:39 vor 3827 Tagen @ helmut-1 4317 Views

Wundert mich, dass die Kronenzeitung auch auf sowas draufkommt. Diese
Zeitung entspricht dem Niveau der Bildzeitung in Deutschland, kommt gleich
nach "heute.at".

www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=358659

Man darf sich in Österreich noch glücklich schätzen, dass wir ein unabhängiges mainstream-Blatt haben. Außerdem solltest du nicht den online-Bereich mit dem Blatt selbst verwechseln.

Gruß
Phoenix5

Kronen-Zeitung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 01.08.2015, 08:44 vor 3827 Tagen @ Phoenix5 4311 Views

Außerdem solltest du nicht den online-Bereich mit dem Blatt selbst verwechseln.

Möglich, dass es daran liegt, - weil ich ja nur online lesen kann.

Dann dürfte das geklärt sein

Phoenix5, Samstag, 01.08.2015, 09:15 vor 3827 Tagen @ helmut-1 4015 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.08.2015, 14:49

Außerdem solltest du nicht den online-Bereich mit dem Blatt selbst
verwechseln.

Möglich, dass es daran liegt, - weil ich ja nur online lesen kann.

Der Online-Bereich ist sehr primitiv und typisch auf Boulevard getrimmt. Die Zeitung selbst ist da ganz anders. Nicht, dass ich die Kronen-Zeitung abonniert hätte (dafür bietet sie dann doch zu wenig - sie ist nur auf sehr hohem Niveau dafür, dass sie auf die Masse ausgerichtet ist), aber ich bekomme sie doch öfter im familiären Umfeld in die Hände und bin immer wieder positiv überrascht, was sie bringen, wie sie berichten und was sie sich auch teilweise zu bringen trauen. Die Bild hatte ich auch schon öfter in den Händen - dieses Blatt ist Volksverdummung pur, während die Krone - das traue ich mir zu sagen - dem kapitalistischen Verdummungstrend in der Masse sogar noch bremst.

Beste Grüße
Phoenix5

Krone spricht die Leser an

Montgomery Burns @, Samstag, 01.08.2015, 10:47 vor 3827 Tagen @ Phoenix5 3973 Views

Beispielsweise war und ist das Blatt bei der österreichischen Beamtenschaft sehr beliebt, weniger vom Inhalt her aber dafür vom Format.

Sie passt nämlich von der Größe her genau in die immer noch verwendeten Laufmappen. Betritt nun ein Vorgesetzter den Raum, kann die Mappe blitzschnell zugeklappt werden.

Man stelle sich einmal vor, man würde jetzt die über den Schreibtisch ausgebreitete Bild schnell verschwinden lassen müssen ...

Dieser Vorteil gegenüber anderen Printmedien geht natürlich durch die Verwendung des WWW so nach und nach verloren, da wegklicken noch viel schneller vonstatten geht als eine Mappe zuzuklappen.

Guß

Sie spricht nicht nur die Leser an. Sie spricht auch mit Volkes Zunge.

Phoenix5, Samstag, 01.08.2015, 11:18 vor 3827 Tagen @ Montgomery Burns 3913 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.08.2015, 11:24

Während andere Medien stets eine transatlantische Agenda verfolgen und ihre Leserschaft dahingehend erziehen, spricht die Krone aus, was das Volk denkt. Es ist kein Zufall, dass die Krone, gemessen an der Bevölkerungszahl, die auflagenstärkste Zeitung (je nach Quelle) vermutlich weltweit (!) ist. Das hat vor vielen Jahren sogar Putin interessiert, der den damaligen Eigentümer Hans Dichand sel. persönlich traf und nach seinem Erfolgsgeheimnis fragte, worauf dieser auf seine Leserbriefe verwies, denen in der Krone immer schon besonders viel Platz (meist 4 Seiten) eingeräumt wurde und die vom Konsumenten am liebsten gelesen wurden (das Volk liest sich am liebsten selbst, um seine Meinung bestätigt zu sehen). So gesehen ist die Krone wohl eines der demokratischsten Medien im Westen und deshalb auch so verhasst in der linksliberalen Schickeria, in der man die Menschen ja zuvor immer erst zur Demokratie (und damit zu korrekten Meinung) erziehen muss.

Beste Grüße
Phoenix5

Nun ja

Montgomery Burns @, Samstag, 01.08.2015, 21:27 vor 3827 Tagen @ Phoenix5 3534 Views

Warum mir die Amis wohl bei weitem sympathischer sind als dir, obwohl ich grds. nichts von einer Nation halte, in der Juden und Neger das Sagen haben, ist die Tatsache, dass sie, nachdem Hitler baden ging, anständig dagegengehalten haben.

Dagegengehalten gegen das Oberschwein Stalin, das sich sonst nämlich ganz Europa einverleibt hätte (bis auf GB).

Deshalb ist meine Jugend zum Glück sehr angenehm verlaufen, und dafür bin ich den Amis heute noch dankbar, obwohl Ihr Engagement gegen den Kommunismus selbstverständlich zu 100 % eigennützig war.

Gruß

Diese "Amis" haben mit Adenauer zusammen dem "Oberschwein" Stalin die DDR geschenkt ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 01.08.2015, 21:52 vor 3827 Tagen @ Montgomery Burns 3640 Views

Denn Stalin bot freie geheime Wahlen fuer "Gesamt"deutschland an und Adenauer lehnte dankend ab, da er u.a. persoenlich befuerchtete, dass die SBZ-Einwohner eher sozialdemokratisch waehlen wuerden. Derselbe Machtbolzen wie Kohl, der den Jugoslawien-Konflikt und Srebrenica letztlich auf dem Gewissen hat ebenso wie den deutschen Staatsbankrott durch 1:1 Umstellung der DDR-Mark auf D-Mark (6:1 waere realistisch gewesen, d.h. irgendwo um den Schwarzmarktkurs herum), nur um gewaehlt zu werden. Und keine Chance, ihn wenigstens im Alter wie den Pinochet vor ein Tribunal zu stellen.

Stalin hatte ganz Oesterreich besetzt und zog ab, nachdem Oesterreich Neutralitaet schwor.

Franz Josef Strauss dagegen wollte sogar Atombomben.

Ich habe daher zehn Jahre unter Verfolgungen als Verweigerer der Wehrpflicht gelebt, waehrend Du Dich offenbar bestens mit dem Unterdruecker-Regime arrangiert hast. Kein Vorwurf, aber es ginge uns heute (noch) besser, wenn diese Idioten nicht mehrmals den Atomkrieg riskiert haetten.

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Hast schon recht

Montgomery Burns @, Samstag, 01.08.2015, 22:12 vor 3827 Tagen @ CrisisMaven 3395 Views

Stalin war ja wirklich ein richtiger Altruist im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie es in der DDR und den anderen Warschauer Paktstaaten jahrzehntelang zugegangen ist, ist mir in Österreich zum Glück erspart geblieben - ua. weil es eben die Amis gab, und nicht deshalb, weil Stalin jetzt so ein netter Bursch gewesen wäre.

Im übrigen - wenn einer denn unbedingt Michael Kohlhaas spielen möchte, dann soll er das ruhig auch so machen. Fehlende Akzeptanz und Unzufriedenheit im real life erklärt ja auch den übertriebenen Einsatz in Internetforen.

Ich finds allerdings unangebracht, weil man ja nur ein einziges Leben hat.
Deswegen ist es wesentlich vernünftiger, mit dem Strom mit zu schwimmen, aber trotzdem sein eigenes Spiel zu spielen.

Gruß

Nachtrag

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 01.08.2015, 08:40 vor 3827 Tagen @ helmut-1 4287 Views

Wollte noch was erwähnen, - nämlich die Bedeutung des Geldfaktors in der Medizin, insbesonders in der Pharmaindustrie.

Ich hab da mal auf einem Flohmarkt ein uraltes "Hausbuch der Medizin" ergattert, - zum Glück wußte der Türke gar nicht, was er mir da für wenig Geld gegeben hat. In diesem Buch werden die meisten Krankheiten, insbesonders die inneren, beschrieben. Symptome, Diagnose, und dann Therapie. Aber die Therapie hats in sich. Da werden oft bis zu acht verschiedene Therapivorschläge angegeben, von denen die Allöpathie nur eine ist. Der Rest geht bis zu Naturheilkunde, Physio, Wasser, Elektro, Hypnose usw. Äußerst interessant, was da so geschrieben steht.

Vieles kannte man früher, ist aber verloren gegangen. Nur aus Unwissenheit? Oder auch deshalb, weil man damit kein "Geld machen" kann? Oder auch deshalb, weil man hauptsächlich mit der Schulmedizin und der dabei verordneten Chemie elegant in der Lage ist, bei der "Heilung" eines Problems bereits den Grundstein für die nächsten Beschwerden zu legen?

Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei der Suche nach einem bestimmten Stichwort wurde ich auf ein Buch aus dem Jahre 1802 aufmerksam, mit dem Titel:

"Verhütung und Heilung der Onanie mit allen ihren Folgen bei beiden Geschlechtern" - von Gottfried Wilhelm Becker

Was da drin steht, da kann man nur den Kopf schütteln (kann man im Net nachlesen). Als wenn eine Masturbation eine schlimme Krankheit wäre. Dabei fiel mir wieder ein, was meine Oma sagte, als sie uns als Kinder zu Bett brachte. Da erklärte sie uns, dass beim Schlafen die Hände immer über der Bettdecke bleiben müßten, sonst würde man krank... Schon sagenhaft, welche Denkweise man vor 200 Jahren in manchen Bereichen hatte.

https://books.google.ro/books?id=5z0UAAAAQAAJ&pg=PA197&lpg=PA197&dq=Heilung...

Aber - nochmal ein aktuelles Beispiel aus "Geld" und "Medizin". Mein Jüngster braucht eine Zahnspange. Hab mich in Österreich erkundigt, was sowas kostet. So zwischen 5.000 und 6.000 €. Deckt sich mit dem, was die Freundin meines großen Sohnes in Österreich dafür bezahlt hat. Wohlgemerkt, es geht um die "unsichtbare" Spange, - die ist natürlich teurer.
Nun bekommt mein Jüngster dieselbe Machart von Spange, aus dem selben Material, hier in Rumänien. Von einem Zahnarzt resp. Kieferchirurgen, der u.a. auch in Deutschland studiert hat. Kostenpunkt: umgerechnet 500 €.
Das Interessante: Dieser Zahnarzt macht das nicht im Defizit, - der verdient auch daran.[[euklid]]

Mal eine bloede Frage

Dragonfly @, Samstag, 01.08.2015, 13:57 vor 3827 Tagen @ helmut-1 3776 Views

Ich kenne mich mit Fasten nicht aus. Deshalb:

Zum anderen mein regelmäßiges Heilfasten. Alle 3 Monate, beginnend nach
dem Vollmond. So +/- 2 Wochen, wo ich absolut nichts esse, sondern nur
Wasser oder (im Winter) Kräutertee trinke, so ca. 4 lt. pro Tag.

Du isst zwei Wochen lang... NICHTS? Bekommt man da nicht irgendwann eine Unterzuckerung oder so was? [[hae]]

Legendäre Volksmeinung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 01.08.2015, 16:10 vor 3827 Tagen @ Dragonfly 3822 Views

Du isst zwei Wochen lang... NICHTS? Bekommt man da nicht irgendwann eine Unterzuckerung oder so was?

Nein, mit Sicherheit nicht. Interessant ist nur, dass ich (öfters) am 2. Tag nach Beginn der Fasterei leichtes Kopfweh bekomme, das kann mit dem Zuckerabfall zusammenhängen. Eine oder zwei Tassen Melissentee, - und die Sache hat sich.

Diese Volksmeinungen, wie "Du mußt doch was essen, Dir wirds doch schlecht, Dir wirds schwindelig, etc." sind alles Ammenmärchen. Sie werden von Generation an Generation weitergegeben, ungeprüft. Von Seiten des Arztes wird da auch nie widersprochen, - er wäre ja schön blöd.

In dieser Zeit sammle ich neben der Organreinigung soviele Abwehrstoffe, dass ich auch im Winter kaum mal eine Erkältung oder sowas habe. Antibiotika? Brauche ich niemals. Dadurch bin ich ja in die Fasterei überhaupt hineingekommen.

Ich hatte mal eine Entzündung, wo sich irgendwelche Bakterien im Körper eingenistet haben und die Lymphozyten und die Leukozyten relativ hoch waren. Da ich aber vorher davon gelesen hatte, dass man das ganz ohne Medikamente auch während einer Fastenprozedur wegkriegen kann, war ich neugierig und probierte das, - allerdings unter Beobachtung eines Arztes, weil es das erste Mal für mich war.

Fest steht, nach einer Woche waren meine Werte wieder o.k. Ganz ohne Medikamente. Deshalb brauche ich auch nie irgendwelche Chemie oder Antibiotika.

Fest steht, sollte Dich sowas interessieren, dann besorg Dir einschlägige Bücher. Erst, wenn Du Dich genügend eingelesen hast, und Du weißt, was da in Deinem Körper beim Fasten vorgeht, dass Du Deinem Körper gewissermaßen "Urlaub" gibst, - erst dann probier das. Das Hungergefühl geht nämlich nicht vom Magen aus, sondern vom Kopf.

Anfangs erst mal eine Woche, - später kannst Du erhöhen. Ich habs schon mal bis zum Ultimo gemacht, nämlich 40 Tage. Das ist die maximale Zeit, danach zehrt der Körper von der eigenen Substanz, und das ist nicht gut. Daneben habe ich "normal" gearbeitet. Keine Schwerstarbeit, aber eben normal. Wichtig ist auch der Vollmond, - so 1 - 3 Tage danach sollte man beginnen. Was da mitspielt, weiß ich nicht, aber es fällt mit dem Mond wesentlich leichter , - man spürt es kaum - , anders als beim zunehmenden Mond.

Glaube nicht, dass das fuer mich ein Problem waere

Dragonfly @, Samstag, 01.08.2015, 16:45 vor 3827 Tagen @ helmut-1 3632 Views

gewissermaßen "Urlaub" gibst, - erst dann probier das. Das Hungergefühl
geht nämlich nicht vom Magen aus, sondern vom Kopf.

Ich esse nicht, weil ich hungrig werde, ich esse, weil ich weiss, dass ich was essen muss. Lange Geschichte. Aber wenn, was oft vorkommt, ich mal bis 6 Uhr Abens bis auf zwei Milchkaffee ohne Zucker nichts gegessen habe, dann fange ich mich an "dizzy" zu fuehlen.

Differenzierung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 01.08.2015, 23:10 vor 3827 Tagen @ Dragonfly 3214 Views

Aber wenn, was oft vorkommt, ich mal bis 6 Uhr Abens bis auf zwei Milchkaffee ohne Zucker nichts gegessen habe, dann fange ich mich an "dizzy" zu fuehlen.

Jetzt muß man etwas unterscheiden:

Dieses Gefühl des "dizzy" kenne ich genauso, aber nicht beim Fasten, sondern im "normalen Eßalltag".
Denk mal logisch: Was verursacht sowas wie Magenzwicken, wenn man nichts im Magen hat? Der Vorgang, dass sich der Magen mangels Masse etwas zusammenzieht. Klar passiert das auch beim Fasten, - insbesonders am 1. bis 3. Tag. Danach hat sich das Organ zusammengezogen, und dann ists automatisch vorbei mit dem komischen "Dizzy-Gefühl".

Jetzt kommt das "Aber": Bei mir passiert das alles schon am 1. Tag und ist auch am selben Tag abgeschlossen. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich den Spass schon jahrelang (oder jahrzehntelang, - ich weiß nicht mehr)mache. Der Körper hat sich anscheinend so dran gewöhnt, dass ich das gar nicht mehr merke, wenn ich mit dem Fasten beginne. Es ist grade umgekehrt: Wenn ich mal aus irgendeinem Grund (logistischer Art) den Rhythmus um einen Monat überspringen muß, dann meldet sich mein Körper derart, dass ich mich gar nicht mehr wohl fühle.

Penicilline haben vor gut 40 Jahren die deutsche Marine vor den Gonokokken gerettet

Vatapitta @, Montag, 03.08.2015, 11:08 vor 3825 Tagen @ helmut-1 2837 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.08.2015, 12:34

Moin moin,

auf den Schiffen der Marine gibt es immer einen Sanitäter (mit umfangreicher Ausbildung) oder einen
Arzt für die unvermeidlichen Notfälle.

Ich hatte mal eine Entzündung, wo sich irgendwelche Bakterien im Körper
eingenistet haben und die Lymphozyten und die Leukozyten relativ hoch
waren. Da ich aber vorher davon gelesen hatte, dass man das ganz ohne
Medikamente auch während einer Fastenprozedur wegkriegen kann, war ich
neugierig und probierte das, - allerdings unter Beobachtung eines Arztes,
weil es das erste Mal für mich war.

Fest steht, nach einer Woche waren meine Werte wieder o.k. Ganz ohne
Medikamente. Deshalb brauche ich auch nie irgendwelche Chemie oder
Antibiotika

Vor drei Tagen habe ich mit einem ehemaligen Sanitäter gesprochen. Er berichtetet, dass er in
einem mexikanischen Hafen dem Hafenarzt einen Besuch abgestattet hatte. Dabei hat er sich
über die vielen Nutten im Wartezimmer gewundert. Der Arzt sagte ihm, dass die sich immer
regelmäßig ihr Penicillin zur Vorbeugung gegen Tripper abholen.

Am Anfang haben bei den Soldaten 400.000 Einheiten Penicillin zur Therapie gereicht. Mit den
Jahren stieg die benötigte Dosis auf 1,6 Millionen Einheiten. Und heute ist es noch viel schwieriger.

Da ist mit Fasten nichts zu machen. [[zwinker]]
Ebenso können immungeschwächte Personen ohne Antibiotika an einer Infektion sterben.

Anfangs erst mal eine Woche, - später kannst Du erhöhen. Ich habs schon
mal bis zum Ultimo gemacht, nämlich 40 Tage. Das ist die maximale Zeit,
danach zehrt der Körper von der eigenen Substanz, und das ist nicht gut.

Die Verträglichkeit des Fastens ist von der jeweiligen gesundheitlichen und der körperlichen
Konstitution abhängig. - Ich habe selber auch schon mal einige Tage gefastet.

Wichtig ist auch die Freiwilligkeit. Wem gegen seine innere Überzeugung vom Doktor eine
Fastenkur verordnet wird, dem schadet sie. (Experiment von Gerald Hüter, Neurobiologe)

Hier findet ihr eine informative Zusammenfassung der physiologischen Wirkungen des Fastens.


Viele Grüße
Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Das gehört auf die Beipackzettel der Antibiotika

Leserzuschrift @, Samstag, 01.08.2015, 12:45 vor 3827 Tagen @ Vatapitta 4088 Views

Es gibt immer mehr Hinweise, dass die Schädigung des Mikrobinoms schwere Krankheiten auslöst. Auf den Beipackzetteln der Antibiotika steht davon nichts.

Ich habe selbst einen Fall in der Bekanntschaft. Er hat einmal prophylaktisch wegen einer Zahnbehandlung Antibiotika geschluckt und hat nun seit dem Datum der Behandlung permanente neurologische Probleme. Die Ärzte sind sich sicher, dass KEIN Zusammenhang besteht.

Interessant in dem Zusammenhang ist auch dieser dieser Artikel. Zitat: "Penicillin use was associated with an increased risk of MS (odds ratio = 1.21, 95% confidence interval: 1.10, 1.27).".

In diesem Artikel wird gezeigt, dass ein Darmbakterium (Helicobacter pylori) vor Astma und Morbus Crohn schützt.

Retsudo

Wenn Du den "abstract genau liest

Dragonfly @, Samstag, 01.08.2015, 13:54 vor 3827 Tagen @ Leserzuschrift 3852 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.08.2015, 13:57

Wenn Du den "abstract genau liest, dann steht da in der Einleitung:

A 2006 study from the United Kingdom found that penicillin use may decrease the risk of multiple sclerosis (MS).

Spaeter steht da zwar auch, wie von Dir richtig zitiert: "Penicillin use was associated with an increased risk of MS (odds ratio = 1.21, 95% confidence interval: 1.10, 1.27). "

Dann aber in der Schlussfolgerung: Thus, this study found that penicillin use and use of other antibiotics were similarly associated with increased risk of MS, suggesting that the underlying infections may be causally associated with MS.

Es wird also vielmehr vermutet, dass Infektionen mit MS zusammenhaengen koennen. Die Idee Penicillin VERURSACHT MS ist, zumindest diesem Artikel, nicht zu entnehmen. Man koennte hoechstens sagen, sie haben Ihre eigenen Daten falsch interpretiert.

Betr. Infektion und MS, siehe auch dieses C&P aus der englischen Wikipedia:

Infectious agents

Many microbes have been proposed as triggers of MS, but none have been confirmed.[2] Moving at an early age from one location in the world to another alters a person's subsequent risk of MS.[6] An explanation for this could be that some kind of infection, produced by a widespread microbe rather than a rare one, is related to the disease.[6] Proposed mechanisms include the hygiene hypothesis and the prevalence hypothesis. The hygiene hypothesis proposes that exposure to certain infectious agents early in life is protective, the disease being a response to a late encounter with such agents.[1] The prevalence hypothesis proposes that the disease is due to an infectious agent more common in regions where MS is common and where in most individuals it causes an ongoing infection without symptoms. Only in a few cases and after many years does it cause demyelination.[6][32] The hygiene hypothesis has received more support than the prevalence hypothesis.[6]
Evidence for a virus as a cause include: the presence of oligoclonal bands in the brain and cerebrospinal fluid of most people with MS, the association of several viruses with human demyelination encephalomyelitis, and the occurrence of demyelination in animals caused by some viral infection.[33] Human herpes viruses are a candidate group of viruses. Individuals having never been infected by the Epstein-Barr virus are at a reduced risk of getting MS, whereas those infected as young adults are at a greater risk than those having had it at a younger age.[1][6] Although some consider that this goes against the hygiene hypothesis, since the non-infected have probably experienced a more hygienic upbringing,[6] others believe that there is no contradiction, since it is a first encounter with the causative virus relatively late in life that is the trigger for the disease.[1] Other diseases that may be related include measles, mumps and rubella.[1]

Der Nachweis, dass die Infektionen die Ursache sind, fehlt

Leserzuschrift @, Samstag, 01.08.2015, 16:01 vor 3827 Tagen @ Dragonfly 3602 Views

Die Autoren vermuten zwar, dass Infektionen die Ursache sind, weisen es aber nicht nach.

Nach dem zweiten von mir zitierten Artikel als auch dem Artikel des ursprünglichen Beitrags gibt es eine wissenschaftliche Erklärung für eine direkte Kausalbeziehung - d.h. dass MS eine Nebenwirkung von Antibiotika ist. Es wäre die Aufgaben der Autoren, diese Möglichkeit zumindest zu kommentieren - das haben sie nicht gemacht. Daher ist es erlaubt, diese Statistik anders zu interpretieren.

Harte Fakten sind das zwar nicht, aber IMO ist es ausreichend für einen Verdacht. Bis geklärt ist, welchen Effekt das Mikrobiom bzw. deren Störung durch Antibiotika hat, ist die Strategie 'Never change a running System' angebracht - d.h. was man nicht versteht, sollte man nicht unnötig ändern.

So wie Du argumentierst

Dragonfly @, Samstag, 01.08.2015, 16:18 vor 3827 Tagen @ Leserzuschrift 3617 Views

koennte man den "Nachweis" vermutlich auch nie liefern.

Die Autoren vermuten zwar, dass Infektionen die Ursache sind, weisen es
aber nicht nach.

Wie sollten sie auch? Es liegt nach Meinung der Autoren ein statistisch signifikanter Zusammenhang vor. Das heisst nicht, dass es den auch wirklich gibt, oder dass dies wirklich der Grund ist.

Nach dem zweiten von mir zitierten Artikel als auch dem Artikel des
ursprünglichen Beitrags gibt es eine wissenschaftliche Erklärung für
eine direkte Kausalbeziehung - d.h. dass MS eine Nebenwirkung von
Antibiotika ist.

Nein. Den gibt es nicht. Dort steht ledigtich in der Literaturliste

"Helicobacter pylori infection is a potential protective factor against conventional multiple sclerosis in the Japanese population"

Deine Behauptung, die so nirgends in einer der von Dir zitierten Quellen steht, ist nun (so interpretiere ich sie zumindest): Antibiotike toeten Helicobacter pylori, deshalb steigt die MS Rate in Leuten, die Antibiotika nehmen. Korrigiere mich bitte, wenn ich Dich da falsch interpretiert habe.

Hier kannst Du lesen, was dieses Bakterium so macht:
https://en.wikipedia.org/wiki/Helicobacter_pylori

Es verursacht Magengeschwüre und praktisch alle Zwölffingerdarmgeschwüre.
Es steht im Verdacht Krebs zu verursachen.

Dies Bakterium ist uebrigens aesserst schwierig wegzubekommen. Ein ganz heisser Tip an Dich: Mit Penicillin wirst Du es niemals schaffen, weil es ein Gram negatives Bakterium ist.

Es wäre die Aufgaben der Autoren, diese Möglichkeit
zumindest zu kommentieren - das haben sie nicht gemacht. Daher ist es
erlaubt, diese Statistik anders zu interpretieren.

Nein, Du hast Den Artikel doch gar nicht gelesen (ich auch nicht). Du ziehst Dir da aus kurzen Zusammenfassungen, in denen z.T. das Gegenteil von dem steht, was Du hier behauptest, wilde Schluesse und ziehst dann, ohne die Rohdaten gesehen zu haben, den Gegenteiligen Schluss.

Verdacht. Bis geklärt ist, welchen Effekt das Mikrobiom bzw. deren
Störung durch Antibiotika hat, ist die Strategie 'Never change a running
System' angebracht - d.h. was man nicht versteht, sollte man nicht unnötig
ändern.

Antibiotike retten Menschenleben. Und danach trinkst Du ggf. mal 1-2 Kefir Becher und dann hast Du auch wieder deine Darmflora. Und wenn es langfristige Probleme gibt, kann man sich auch "Scheisse" von gesunden Personen einfuehren lassen. Das loest viele Probleme. (Kein Witz!)

"So wie Du argumentierst"

Leserzuschrift @, Samstag, 01.08.2015, 20:00 vor 3827 Tagen @ Dragonfly 3407 Views

Die Autoren vermuten zwar, dass Infektionen die Ursache sind, weisen es
aber nicht nach. Wie sollten sie auch?

Wenn Patienten, die ein Medikament nehmen, öfter krank werden, würde ich erwarten, dass ein einwandfreier statischer Nachweis geführt wird, dass nicht das Medikament die Ursache ist. Das ist möglich. Man müsste nur die Statistik entsprechend der Grunds für die Antibiotikabehandlung aufschlüsseln. Wenn z.B. bei prophylaktischer Behandlung nichts passiert, ist die These der Autoren plausibel.

Korrigiere mich bitte, wenn ich Dich da falsch interpretiert habe.

Nein - die Interpretation war richtig. Allerdings ist es nicht so einfach.

Die Aussage, dass H.P. Magengeschwüre verursacht, ist zweifelsfrei richtig. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch positive Effekte haben kann - siehe z.B. den von dir verlinkten Wikipediaartikel.

H.P. 'dämpft' das Immunsystem nicht, um den Wirt zu nutzen, sondern um sich gegen das Immunsystem zu verteidigen. Dass dadurch Autoimmunkrankheiten verhindert werden, ist nur ein Nebeneffekt. Das Problem ist, dass in vorindustrieller Zeit ca. 70-90 % der Bevölkerung mit H.P. infiziert waren, z.Z. sind es weltweit noch 50 %. D.h. der Körper hat sich tausende Jahre an das Bakterium angepasst. D.h. das Immunsystem kann aggressiver sein als notwendig, da es ohnehin gedämpft wird. Nur wenn man das Bakterium entfernt, gibt es Probleme.

Soweit ich weiß, kann H.P. mit niedriger Wahrscheinlichkeit (~ 20 %) auch bei einfacher Antibiotiabehandlung beseitigt werden. Wenn man ihn zuverlässig beseitigen will, braucht man aber einen Medikamentencocktail.

Abgesehen davon ist H.P. das einzige Bakterium, das auf diesen Effekt untersucht wurde – da das Dämpfen des Immunsystems den Bakterien nutzt, kann es durchaus sein, dass das auch andere Bakterien machen.

Antibiotike retten Menschenleben.

Zweifelsfrei richtig. Trotzdem müssen mögliche Risiken und Nebenwirkungen genannt werden. Das fehlende Wissen über das Mikrobinom ist ein Risiko bei der Antibiotikabehandlung. Noch gefährlicher ist es zu glauben, man wüsste alles über das Mikrobinom, obwohl das nicht der Fall ist. Außerdem wird Antibiotika oft unnötig verschrieben.

Und danach trinkst Du ggf. mal 1-2 Kefir Becher und dann hast Du auch wieder deine Darmflora. Und wenn es langfristige Probleme gibt, kann man sich auch "Scheisse" von gesunden Personen einfuehren lassen. Das loest viele Probleme. (Kein Witz!)

Ähnliches haben die Autoren im Artikel über H.P. in einer früheren Arbeit mit Mäusen im Tierversuch gemacht. Es klappt nur 'halb' – damit der dämpfende Effekt voll Eintritt, muss die Infektion bei der Geburt erfolgen. D.h. der Effekt der Antibiotikabehandlung lässt sich nicht komplett korrigieren. Im Buch 'Bund fürs Leben' (ISBN 978-3446438798) behaupten die Autoren, dass es Fälle gibt, wo einen solche Behandlung gegen MS geholfen hat – allerdings ohne Belege.

"Gesundes" XXXX schützt das Gehirn vor forcierter Beschädigung ("natürliche" Beschädigung ist unvermeidbar)

Silke, Samstag, 01.08.2015, 18:18 vor 3827 Tagen @ Vatapitta 3938 Views

bearbeitet von Silke, Samstag, 01.08.2015, 18:59

Immer wieder wichtige Momente der Aufmerksamkeitsfokussierung von Dir, aber...
...vielleicht zu kurz gesprungen? (andererseits - besser Weitsprung als Schlusssprung)

Lieber Vatapitta,

Deine Denkansätze sind richtig.
Weg von der Mechanik, von der Trennung von Untrennbarem.
Weg von der Spezialisierung, die nicht legitim ist in einer Welt des Ganzen, in dem alles mit allem zusammenhängt, und wir das zunehmend erkennen.
Weg von der Verantwortungsabgabe des Einzelnen an Ratschläger, Heiler, Priester und Führer, an diese oder jene ultimative Methode zur alleinigen Heilwerdung - nennt sich Religion.

Richtig - Selbstverständlichkeiten sollten immer wieder benannt werden, wie Du es versuchst.
Wenn ich an einem Punkt in mir in Ort und Zeit ein Symptom habe, muss ich die Vorgänge im ganzen System Mensch (Zellen, Gewebe, Organe, Organverbände, Individuen, Gruppenstrukturen, Familien, Stämme, Arten, Koalitionen/Symbiosen/Parasiten) betrachten, nachempfinden, verstehen.
Auch sollte ich begreifen, dass Symptome Chancen für das Anstoßen eines Heilungsprozesses sind, und ihre bloße Unterdrückung/Beseitigung oft genug eher schadet, als dass Aushalten und das Arbeiten mit den Symptomen.
Ich weiß als Betroffene, wovon ich rede.

Bei uns im Medizinstudium galt noch die Regel für das Erstellen eines VORSCHLAGES zum Verständnis eines Symptomes und daraus abgeleitet für eine mögliche Heilung: 1/3 Erhebung der Anamnese (Krankheits-, Sozial-, Eigen-, Fremd-, Sexual-, Familien-usw.), 1/3 Beobachten und Interagieren, 1/3 körperliche (grob orientierend aller! Organsysteme mit Stethoskop, Reflexhammer, Lampe, Öffnungen untersuchen usw. - egal bei welchen Beschwerden) und psychische Untersuchung (Batterie an einfachen psychologischen Testverfahren zum Screening). Erst dann kommen die apparativen und speziellen diagnostischen Maßnahmen, soweit nötig.
Das wären locker 3-4 h die sich unglaublich auszahlen würden (besonders die Anamnese!) - aber jede Menge „Heiler“- und „Diagnostiker“aktivität samt ihrer Speerspitzen (Ultimativheilen, Pharma- und Diagnostiklobby, health engineering uvm. überflüssig) machen würden.

Ich sollte erst einmal verstehen, dass auch das sogenannte Mikrobiom ein Organ ist wie die Niere, die Leber, das Blut oder das Gehirm.
Dann sollte ich aber auch den Gedanken zulassen, dass intra- und extrapersonelle psychische, körperliche, sexuelle, soziale, biosphärische, chemische, physische, "name it" Interaktionen materieller und energetischer Art Ursachen und Folgen des Zustandes sind, den wir Gesundheit/ Krankheit nennen.
Das Kernproblem der Masse ist aber:
Menschen, die in einem Staat organisiert leben - die Machtverhältnisse darin ertragend und/ oder nutzend - können überhaupt nicht gesund sein, weil es nicht ihre natürliche Daseinsform ist.
In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem weiteren Erkenntnisprozess.

Liebe Grüße
Silke

PS.
„Irgendwo giebt es noch Völker und Heerden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da giebt es Staaten.
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt thut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.
Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: »Ich, der Staat, bin das Volk.«
Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.
Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für Viele und heissen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.
Wo es noch Volk giebt, da versteht es den Staat nicht und hasst ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.
Dieses Zeichen gebe ich euch: jedes Volk spricht seine Zunge des Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache erfand es sich in Sitten und Rechten.
Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er’s.
Falsch ist Alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beisst er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.
Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes!
Helden und Ehrenhafte möchte er um sich aufstellen, der neue Götze! Gerne sonnt er sich im Sonnenschein guter Gewissen, – das kalte Unthier!
Alles will er euch geben, wenn ihr ihn anbetet, der neue Götze: also kauft er sich den Glanz eurer Tugend und den Blick eurer stolzen Augen.
Ködern will er mit euch die Viel-zu-Vielen! Ja, ein Höllenkunststück ward da erfunden, ein Pferd des Todes, klirrend im Putz göttlicher Ehren!
Ja, ein Sterben für Viele ward da erfunden, das sich selber als Leben preist: wahrlich, ein Herzensdienst allen Predigern des Todes!
Staat nenne ich’s, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord Aller – »das Leben« heisst.
Also sprach Zarathustra.“

Interessante Ansicht

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 02.08.2015, 00:01 vor 3827 Tagen @ Silke 3312 Views

So wie ich das lese, Silke, bist Du vom Fach. Hoffentlich nimmst Du meine ablehnende Haltung zu der weißen Zunft nicht persönlich, - sie hängt einfach mit meinen persönlichen Erlebnissen zusammen.

Am Eindrucksvollsten war dabei für mich ein Erlebnis, das ich in jungen Jahren hatte, als ich meinen Schwiegervater bis zum Ende begleitete. Damals war ich 2 1/2 Wochen Tag und Nacht im Krankenhaus, - ich schlief auf der Intensiv in einem Bett neben ihm. Bis ich bemerkte, dass es gar nicht so der Mensch war, den man mit Hilfe des familiären Beistands retten wollte, sondern mehr der Patient xy, der in dieser Abteilung eine bestimmte Krankheit bis jetzt am Längsten mit sich rumgetragen hat und man weitere Erfahrungen sammeln wollte.

Seit damals wußte ich, dass ich - sollte man mich mal in sowas einliefern, es nicht 5 vor 12 bei mir ist, sondern eher 5 nach 12. Was man als Gesunder dabei mitkriegt, - was den Kranken zumeist entgeht, - es spottete oft jeder Beschreibung.

Meine jahrzehntelangen Beobachtungen danach aber waren von der Oberflächlichkeit geprägt, die man bei Bekannten hinsichtlich der medizinischen Behandlung feststellen konnte. Auch ich war mal davon in jüngeren Jahren betroffen, als man mir ein Medikament verschrieben hat, das mich an den Rand der Berufsunfähigkeit gebracht hat. Gottseidank ist das Medikament seit Langem vom Markt. Geholfen hat mir nur der logische Hausverstand sowie die Feststellung der verzögerten zeitlichen Zusammenhänge mit der Einnahme des Medikamentes. Der Mediziner verneinte natürlich jedwelchen Zusammenhang.

Damit sind wir am Punkt: Der überwiegende Teil, schon bedingt durch den numerus clausus, studiert Medizin und wird Mediziner. Die allerwenigsten davon werden auch Ärzte. Unter letzterem Begriff verstehe ich genau das, was Du als ganzheitliches Denken beschrieben hast. Deshalb war der frühere legendäre Landarzt meist der beste Heiler, weil er die Familien kannte,- wußte, was dort abgeht und wo der Schuh drückt. Manchmal half eine Stunde intensives Gespräch (was eigentlich Sache des Pfarrers wäre), verbunden mit ein paar Placedo-Tabletten wesentlich mehr als sonst was.

Erst wenn derjenige, der nach dem Prinzip des Hippokrates dem Kranken helfen will, die Gesamtheit sieht, ähnlich wie Ayurveda, dann kann er ansetzen. Körper, Geist und Seele, - wenn dieses Dreieck gestört ist, dann fangen die Beschwerden an. Die Grundvoraussetzung ist eine umfassende Anamnese. Ohne die ist eine dauerhafte Heilung sowieso nur wie ein 6er im Lotto. Ein alter siebenbürgischer Bauer sagte mir einmal: "Der Mensch muß sein eigener Arzt sein, sonst ist er verloren". Wie soll denn der Arzt wissen, was mit mir los ist, wenn ich ihm nicht eine umfassende Vorinformation aufgrund meiner Selbstbeobachtung gebe?

Wenn meine Frau Beschwerden hat und sie einen Facharzt aufsuchen muß, dann bekommt der Arzt vorher meine Beobachtungen zu lesen, - strukturiert zusammengefaßt und auf das Wesentliche beschränkt. Bevor er das nicht gelesen hat, erfolgt keine Vorsprache des Patienten, wäre ja auch sinnlos.

Was sagst Du: 3 - 4 Stunden Anamnese? Das wäre ja was Göttliches. Leider geht das vom Gesundheitssystem nicht mehr. Der Mediziner muß seine Patienten im 10- Minutentakt durchpeitschen, - die Haupt-Sprechstundenhilfe, die eigentlich Buchhalterin ist, muss dabei so viel wie nur möglich Schlüsselzahlen für die Abrechnung aufschreiben können, - damit sich das alles rechnet.

Zumal die Leute ja oft bescheuert sind. Da macht ein neuer Arzt eine Praxis auf. Die alten Omas, die sowieso nichts zu tun haben, kommen gleich mit ihren Wehwehchen angetanzt, - nicht , weil sie Beschwerden haben, sondern, weil sie neugierig sind. Dann wird gecheckt, - was da im Behandlungsraum drinnensteht, welche Apparaturen, etc. Dann wird rumerzählt, - ach Gott, der hat ja nicht einmal das oder das Gerät- was soll denn das für ein Arzt sein.

Wenn ein Internist wo aufmacht, - auch schon ein Allgemeinmediziner, - dann bedarf das einer Investition von ca. 1 Mio €. Deshalb muß der 10-Minuten-Rhythmus funktionieren, - am besten mit einer Gemeinschaftspraxis. Ich kenn genügend Mediziner, die wirklich "Ärzte" waren und deshalb bankrott gemacht haben.

Mit einem schwierigen Rückenproblem ist meine Frau auch grade bei einem Spezialisten. Oberarzt in einem großen Krankenhaus bei der Orthopädie. Mit den 10 Minuten kommt man ja auf keinen grünen Zweig, - deshalb bedarf es eines längeren Prozedur. Man kann 10 mal eine KV haben, wie z.B. meine Frau, - das produktive Gespräch, das ca. 1 Std. dauert, geht nur über cash. Jedesmal 120 €. Klar, der Porsche muß ja auch bezahlt werden.

Was aber noch als Wesentliches dazukommt, was Du auch angesprochen hast, - das ist das Hamsterrad unserer Zeit. Die Leute fühlen sich zumeist unter Druck gesetzt, - sehen kaum einen Ausweg, - und diese psychische Belastung ist oftmals der Grund für alle möglichen Beschwerden, die letztlich dann chronisch werden.

Eine bestimmte These habe ich von jemanden übernommen, der wesentlich gescheiter war als ich. Weiß aber nicht mehr, von wo ich das aufgeschnappt habe: "Kein Mensch muß krank sein. Der Mensch kann ein Leben lang ohne Krankheit auskommen. Krankheit ist der Hilfeschrei des Körpers, wenn wir etwas falsch machen." Wie richtig das ist, merke ich an mir selbst.

Was auch richtig ist, sind die Worte von Nietzsche, - die Du angeführt hast. Bei Zarathustra konnte ich immer nur maximal drei Seiten lesen, - damit ich diese schwierige Sprachform überhaupt aufnehmen konnte. Aber es ist mir in Erinnerung geblieben.

Ärzte stehen zwischen vielen Fronten und auch bei ihnen gibt es fähige und unfähige Heiler

Silke, Sonntag, 02.08.2015, 16:33 vor 3826 Tagen @ helmut-1 3111 Views

Lieber Helmut,

@Gaby hat das mal gut und kurz angerissen.
Auf der einen Seite hast Du den zur KV-Prämien-Zahlung verpflichteten Arbeitnehmer/Arbeitgeber – der dafür Maximalleistung erwartet.

Dann hast Du den Moloch „Krankenversicherungen“, der sich ausschließlich! aus diesen Beiträgen finanziert (Personal- und Sachkosten kann man googeln) .

Dann hast Du den Moloch „Kassenärztliche Vereinigungen“, der sich aus Mitgliedsbeiträgen der Ärzte finanziert (also letztlich auch aus den Beiträgen der KV-P-Zahler (Personal- und Sachkosten kann man googeln).

Erst dann hast Du die verschiedenen Dienstleister (Ärzte, Heiler, xxxologen, Krankenhäuser, Kur-/Rehakliniken, Ambulanzen usw.) die sämtlich wirtschaftlich arbeiten müssen (von ihrer Verschuldung runter müssen, bzw. bezuschusst werden ) in einem Umfeld mit steigendem Bedarf (Alterung der Gesellschaft, Zivilisationskrankheiten, Pseudo- und echter Fortschritt, Modediagnosen, Marktverzerrung durch Health hazard, Pharmalobby, behandlungssüchtige Patienten/ Ärzten und Maschinenmedizin usw.)
Kein Selbstbehalt, keine Risikozuschläge, keine Rechnung in die Hand so wie bei jedem anderen Handwerker und Künstler oder bei der KFZ-Versicherung, kein "Nein" für viele nicht sinnvolle Therapien.

So wie ich das lese, Silke, bist Du vom Fach. Hoffentlich nimmst Du meine
ablehnende Haltung zu der weißen Zunft nicht persönlich, - sie hängt
einfach mit meinen persönlichen Erlebnissen zusammen.

Ich kenne Pfarrer, die sind herzensgute aufopferungsvolle Menschen und ich kenne Gläubige, die viel Gutes tun – trotzdem lehne ich Götteranbetung ab.
So kenne ich auch Heiler und Heilsuchende unterschiedlichster Art.

Am Eindrucksvollsten war dabei für mich ein Erlebnis, das ich in jungen
Jahren hatte, als ich meinen Schwiegervater bis zum Ende begleitete. Damals
war ich 2 1/2 Wochen Tag und Nacht im Krankenhaus, - ich schlief auf der
Intensiv in einem Bett neben ihm. Bis ich bemerkte, dass es gar nicht so
der Mensch war, den man mit Hilfe des familiären Beistands retten wollte,
sondern mehr der Patient xy, der in dieser Abteilung eine bestimmte
Krankheit bis jetzt am Längsten mit sich rumgetragen hat und man weitere
Erfahrungen sammeln wollte.

Ja. Pro Tag pro belegtes Bett gibt es den und den Geldbetrag – egal, was man tut. Ein Unding.
Als Assistenzärztin lernst Du schnell, dass nur belegte Betten gute Betten sind (darauf drängt die Leitung)und nur nicht arbeitsintensive Patienten gute Patienten sind weil Du von den anderen leider sowieso zu viele hast – Krankenhäuser geben sich als Wirtschaftsunternehmen, egal ob kirchlicher kommunaler oder privater Träger.
Lies mal “House of God” von Samuel Shem.

Seit damals wußte ich, dass ich - sollte man mich mal in sowas
einliefern, es nicht 5 vor 12 bei mir ist, sondern eher 5 nach 12. Was man
als Gesunder dabei mitkriegt, - was den Kranken zumeist entgeht, - es
spottete oft jeder Beschreibung.

Dann sorge vor. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament haben bei jedem Volljährigen für vertrauenswürdige Angehörige greifbar bereitzuliegen.
Vordrucke gibt es im Internet. Anwalt und Notar braucht man prinzipiell nicht.
Ich entscheide im Vorfeld, was mit mir passieren soll, wenn ich nicht mehr entscheiden kann.

Meine jahrzehntelangen Beobachtungen danach aber waren von der
Oberflächlichkeit geprägt, die man bei Bekannten hinsichtlich der
medizinischen Behandlung feststellen konnte.

Das liegt auch mit im Auge des Betrachters.
Die Krankenschwestern und Ärzte die routiniert alles richtiger machen nimmt man weniger wahr als die Versager.
Die von Dir genannte systemische Problematik ist aber auch wichtig, da dem Debitismus geschuldet. Urschuld muss bedienbar gehalten werden. Wer erkrankt ist, sollte besser gesund werden, weil er sonst bankrottiert =stirbt oder arbeitsunfähig von Anderen mitversorgt werden muss. Die Kosten für die Heilung werden Nachschuldnern auferlegt. In einer vergreisenden Gesellschaft mit zu wenig Nachkommen werden andere Menschen weltweit herangezogen werden müssen. Entstehen Schulden und vergeht Zeit...steigen die Schulden unaufhaltsam wenn man sie nicht so schnell wie möglich aus der Welt schafft.

Auch ich war mal davon in
jüngeren Jahren betroffen, als man mir ein Medikament verschrieben hat,
das mich an den Rand der Berufsunfähigkeit gebracht hat. Gottseidank ist
das Medikament seit Langem vom Markt. Geholfen hat mir nur der logische
Hausverstand sowie die Feststellung der verzögerten zeitlichen
Zusammenhänge mit der Einnahme des Medikamentes. Der Mediziner verneinte
natürlich jedwelchen Zusammenhang.

Es ist wie mit jedem anderen Handwerker oder Künstler. Meine Familie und ich lassen uns nichts aufschwatzen und erzählen sondern wir arbeiten bei jeder Problembehebung mit dem Dienstleister aktiv mit, machen uns kundig über ihn und unser Problem, sind polytechnisch gebildet und haben ein gesundes Misstrauen/Vertrauen.
Dafür reicht Dein erwähnter „Hausverstand“, Informationsmaterial, eine Familie, ein Bekanntenkreis, ein soziales Umfeld, Zweit- und Drittmeinungen von anderen Dienstleistern, Internetforen u.a. Quellen.

Damit sind wir am Punkt: Der überwiegende Teil, schon bedingt durch den
numerus clausus, studiert Medizin und wird Mediziner. Die allerwenigsten
davon werden auch Ärzte. Unter letzterem Begriff verstehe ich genau das,
was Du als ganzheitliches Denken beschrieben hast. Deshalb war der frühere
legendäre Landarzt meist der beste Heiler, weil er die Familien kannte,-
wußte, was dort abgeht und wo der Schuh drückt.

Es gibt Mediziner auf die der Spruch von Voltaire zutrifft:
„Ärzte schütten Medikamente, von denen sie wenig wissen, zur Heilung von Krankheiten, von denen sie noch weniger wissen, in Menschen, von denen sie gar nichts wissen.“
Es gibt aber auch richtig gute Heiler und Hausärzte, die natürlich viel mehr das Umfeld des Patienten kennen und wissen, dass eine Rücken- oder Bauchschmerzproblematik ganz andere Ursachen haben kann als WS, Magen oder Darm .

Manchmal half eine Stunde
intensives Gespräch (was eigentlich Sache des Pfarrers wäre), verbunden
mit ein paar Placedo-Tabletten wesentlich mehr als sonst was.

Ja, oder Sache des Partners, der Familie, der Nachbarn oder einfach anderer einfühlsamer Menschen.

Erst wenn derjenige, der nach dem Prinzip des Hippokrates dem Kranken
helfen will, die Gesamtheit sieht, ähnlich wie Ayurveda, dann kann er
ansetzen. Körper, Geist und Seele, - wenn dieses Dreieck gestört ist,
dann fangen die Beschwerden an. Die Grundvoraussetzung ist eine umfassende
Anamnese. Ohne die ist eine dauerhafte Heilung sowieso nur wie ein 6er im
Lotto. Ein alter siebenbürgischer Bauer sagte mir einmal: "Der Mensch muß
sein eigener Arzt sein, sonst ist er verloren". Wie soll denn der Arzt
wissen, was mit mir los ist, wenn ich ihm nicht eine umfassende
Vorinformation aufgrund meiner Selbstbeobachtung gebe?

Meine Inanspruchnahme von Kollegen ist wegen überwiegend nicht guter Erfahrungen nur auf Notfälle begrenzt. In meiner Familie wurden aber in der Vergangenheit auch schon richtig gute medizinische Sachen geleistet.
Wer ungesund lebt, wird nicht gesund sein und auch nicht gesund werden.

Wenn meine Frau Beschwerden hat und sie einen Facharzt aufsuchen muß,
dann bekommt der Arzt vorher meine Beobachtungen zu lesen, - strukturiert
zusammengefaßt und auf das Wesentliche beschränkt. Bevor er das nicht
gelesen hat, erfolgt keine Vorsprache des Patienten, wäre ja auch sinnlos.

Das ist nicht gerade üblich aber sehr, sehr hilfreich für alle Vertragspartner.
Wer Hilfe vom Arzt will muss ihm helfen, helfen zu können.
Eigen-und Fremdanamnese, Vorbefunde und Behandlungsprotokolle sind der Kern sinnvollen gemeinsamen Handelns. Ich hoffe Deine Frau gibt ihre Beobachtungen auch zu Protokoll.

Was sagst Du: 3 - 4 Stunden Anamnese? Das wäre ja was Göttliches. Leider
geht das vom Gesundheitssystem nicht mehr. Der Mediziner muß seine
Patienten im 10- Minutentakt durchpeitschen, - die
Haupt-Sprechstundenhilfe, die eigentlich Buchhalterin ist, muss dabei so
viel wie nur möglich Schlüsselzahlen für die Abrechnung aufschreiben
können, - damit sich das alles rechnet.

Ich sprach von der Zeit meines Studiums und als ich im sozialistischen Gesundheitswesen tätig war. Da hatten wir einfache Mittel – die viel leisten konnten aber eben auch keine Wirtschaftlichkeit des Systems, dass dann auch bankrottierte.
Wenn Du heute bereit bist, den Stundensatz Deines Mechatronikers an Deinen Leistungserbringer in Gesundheitsfragen zu zahlen, kannst Du prinzipiell auch auf eine anständige Anamnese und Untersuchung samt Auskultation, Perkussion, Palpation, Funktionsprüfung hoffen, ohne das eine einzige Maschine angeschaltet wurde. Die kommen dann erst nach sinnvollem Bedarf zum Einsatz
Für einen 20,- bis 25,- € "Scheinwert" für eine 1/4 jährliche Behandlung pro Patient kannst Du allerdings nicht viel erwarten.

Zumal die Leute ja oft bescheuert sind. Da macht ein neuer Arzt eine
Praxis auf. Die alten Omas, die sowieso nichts zu tun haben, kommen gleich
mit ihren Wehwehchen angetanzt, - nicht , weil sie Beschwerden haben,
sondern, weil sie neugierig sind. Dann wird gecheckt, - was da im
Behandlungsraum drinnensteht, welche Apparaturen, etc. Dann wird
rumerzählt, - ach Gott, der hat ja nicht einmal das oder das Gerät- was
soll denn das für ein Arzt sein.

Ja. Omi‘s gehören in den Kreis von Familie, Arbeit, Bekannten und anderen Menschen, am besten unter Kinder, Sportler, Landfrauen und nicht vorrangig in eine Arztpraxis - aber sie haben doch die Beiträge bezahlt...

Wenn ein Internist wo aufmacht, - auch schon ein Allgemeinmediziner, -
dann bedarf das einer Investition von ca. 1 Mio €. Deshalb muß der
10-Minuten-Rhythmus funktionieren, - am besten mit einer
Gemeinschaftspraxis. Ich kenn genügend Mediziner, die wirklich "Ärzte"
waren und deshalb bankrott gemacht haben.

Vorfinanzierungsproblem. Das nennt sich Debitismus.
Ich muss mich hoch verschulden bevor ich den ersten Patienten anfassen darf. Vergütung bekomme ich dann erst ein paar Monate später, wenn ich nicht alternativ gleich als Privatarzt (Risiko, keine Patienten zu bekommen) oder als Praxisvertreter (Risiko, nicht in Anspruch genommen zu werden) tätig werde.

Mit einem schwierigen Rückenproblem ist meine Frau auch grade bei einem
Spezialisten. Oberarzt in einem großen Krankenhaus bei der Orthopädie.
Mit den 10 Minuten kommt man ja auf keinen grünen Zweig, - deshalb bedarf
es eines längeren Prozedur. Man kann 10 mal eine KV haben, wie z.B. meine
Frau, - das produktive Gespräch, das ca. 1 Std. dauert, geht nur über
cash. Jedesmal 120 €. Klar, der Porsche muß ja auch bezahlt werden.

Wie beim Heizungsmonteur auch.
Du, Deine Frau und Deine Familie wären als Team vielleicht die besseren und günstigeren „Ärzte“ als der Orthopäde?
Professionelle psychosomatische/ alternative / anthroposophische Vorgehensweise führt auch oft zu interessanteren Ergebnissen. ( ich habe sowohl in der Orthopädie als auch in der Psychosomatik gearbeitet unter teils erstaunlich klugen Chefärzten).
Ärzte fahren übrigens eher BMW…
http://www.iww.de/va/zivilrecht/statistik-aerzte-fahren-bmw-maler-fahren-opel-stichprob...
Hier Beispiel für Brutto – und Nettogehalt nach 6 Jahren Studium + früher AIP-Zeit (halber Lohn für ganze Arbeit):
https://www.thieme.de/viamedici/arzt-im-beruf-weiterbildungs-coach-allgemeine-infos-157...
Kann man sich drüber beklagen, muss man aber nicht.
Ich arbeite sowieso nur noch so viel, wie mir Spaß macht und genau so, dass mein Verdienst gering genug bleibt, um all die Abgreifer von Staat bis zu Rententräger zu unterfliegen. Das geht nur als freie Praxisvertreterin.

Was aber noch als Wesentliches dazukommt, was Du auch angesprochen hast, -
das ist das Hamsterrad unserer Zeit. Die Leute fühlen sich zumeist unter
Druck gesetzt, - sehen kaum einen Ausweg, - und diese psychische Belastung
ist oftmals der Grund für alle möglichen Beschwerden, die letztlich dann
chronisch werden.

Das alles kommt nicht so aus heiterem Himmel.
Deshalb mein PS. von Nietzsche.
Meine These bleibt: Wer Staat braucht, ist krank. Heilung geht nur durch Loslösung von Staat.
@Vatapitta geht da scheinbar unverkrampfter ran als viele andere Heiler und sieht mehr Zusammenhänge, die er richtigerweise hier postet, mag aber an die Krankheitsursache Nr.1 nicht so recht ran.

Eine bestimmte These habe ich von jemanden übernommen, der wesentlich
gescheiter war als ich. Weiß aber nicht mehr, von wo ich das aufgeschnappt
habe: "Kein Mensch muß krank sein. Der Mensch kann ein Leben lang ohne
Krankheit auskommen. Krankheit ist der Hilfeschrei des Körpers, wenn wir
etwas falsch machen." Wie richtig das ist, merke ich an mir selbst.

Der Mensch als autopoietisches System ist ständig auch schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Bei der Abwehr entwickelt er sogenannte Krankheitssymptome (z.B Fieber, dass die verursachenden Erreger abtötet). Wehrt er richtig ab, vergehen die Symptome und er wird stärker, lernt dazu.
Lebe ich aber unter dauernd lebensfeindlichen Bedingungen wie in staatlicher Gesellschaft ist die Chance auf Nachlassen bestimmter Krankheitssymptome = 0. Ich laufe Gefahr, der Panzerung und der Chronifizierung von Symptomen zu erliegen, die wie bei einem hochtourig im Leerlauf heulenden und sich nicht von der Stelle bewegenden Auto…den Motor zerstören.

Was auch richtig ist, sind die Worte von Nietzsche, - die Du angeführt
hast. Bei Zarathustra konnte ich immer nur maximal drei Seiten lesen, -
damit ich diese schwierige Sprachform überhaupt aufnehmen konnte. Aber es
ist mir in Erinnerung geblieben.

Ja ist schwierigere Kost als andere Bücher – brachte mich aber auf den Punkt meines Krankseins. Jedes erneute Lesen lohnt.
Nicht vor lauter Hamsterradlerei das Ziel aus den Augen verlieren…
Mal ein Stück neben dem Hamsterrad verbringen.
Dann überlegen, ob man echt wieder einsteigen will.

Liebe Grüße
Silke

Danke für die umfassende Aufarbeitung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 06.08.2015, 07:00 vor 3822 Tagen @ Silke 2534 Views

meines Geschriebs. Sind interessante Ansätze dabei.
Ich war ein paar Tage im Ausland und hatte keinen Zugang zum Net, deswegen antworte ich erst jetzt. Leider gehöre ich nicht zu denen, die so ein Ding mit sich rumtragen, wo man immer Internetempfang hat. Mein Mobiltelefon wird noch mit Tastern gedrückt, da kann man nicht drauf rumwischen. Dafür funktioniert es auch noch, wenn es mir herunterfällt oder wenn es draufregnet.

„Alles am Weibe ist ein Räthsel, und Alles am Weibe hat Eine Lösung: sie heisst Schwangerschaft.

Vatapitta @, Montag, 03.08.2015, 12:07 vor 3825 Tagen @ Silke 2850 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.08.2015, 12:23

Liebe Silke,

wie wenig hilfreich Verallgemeinerungen sind, wird leicht anhand der Überschrift deutlich.

Du hast ja in hervorragender Weise gelernt, genau hinzusehen und zu differenzieren. Daran
mangelt es zu häufig.

Deshalb halte ich auch dein Nietzsche Zitat zum Staat nicht für hilfreich. Es generiert
Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit. Das ist zwar unangenehm, aber auch bequem und sorgt für
den Fortbestand aller Probleme.

Meine Idee ist, immer genau hinzuschauen und zu differenzieren. Hinter allem stecken sehr
unterschiedliche Menschen.

...vielleicht zu kurz gesprungen? (andererseits - besser Weitsprung als
Schlusssprung)

Lieber Vatapitta,

Deine Denkansätze sind richtig.
Weg von der Mechanik, von der Trennung von Untrennbarem.
Weg von der Spezialisierung, die nicht legitim ist in einer Welt des
Ganzen, in dem alles mit allem zusammenhängt, und wir das zunehmend
erkennen.
Weg von der Verantwortungsabgabe des Einzelnen an Ratschläger, Heiler,
Priester und Führer, an diese oder jene ultimative Methode zur alleinigen
Heilwerdung - nennt sich Religion.

….

Das Kernproblem der Masse ist aber:
Menschen, die in einem Staat organisiert leben - die Machtverhältnisse
darin ertragend und/ oder nutzend - können überhaupt nicht gesund sein,
weil es nicht ihre natürliche Daseinsform ist.
In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem weiteren
Erkenntnisprozess.

Liebe Grüße
Silke


Für hilfreich halte ich es, ein gut belichtetes Bild zu machen, so dass es dem einen oder
anderen von Nutzen ist.

Ein Bild nach dem Motto: "Für alles gibt es eine Pille" sehe als stark unterbelichtet an.

Und ein Bild: "Wie kann es in einem kranken Staat überhaupt Gesundheit geben", für stark
überbelichtet.

Beides ist in einer Welt, die sich in ihrer Feinstruktur erneuert und dazu immer genauer hinsieht,
wenig hilfreich.

….

Staat nenne ich’s, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat,
wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame
Selbstmord Aller – »das Leben« heisst.
Also sprach Zarathustra.“ - (Untertitel Ein Buch für Alle und Keinen, 1883–1885) ist ein dichterisch-philosophisches Werk des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche.

Jeder ist mehr oder weniger auf seinem Weg zur Weisheit. Die Wege sind sehr unterschiedlich
und auch unterschiedlich lang.


Liebe Grüße

Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Auch am Manne finden sich der Räthsel genug :-)

Silke, Montag, 03.08.2015, 15:12 vor 3825 Tagen @ Vatapitta 2753 Views

Lieber Vatapitta,

wie wenig hilfreich Verallgemeinerungen sind, wird leicht anhand der
Überschrift deutlich.

Weiß ich nicht so recht. Manche ja, manche nein, würde ich sagen.
Gewisse Verallgemeinerungen sind aber unumgänglich.

Rätselhaft mag die Frau oder der Mann wohl den meisten schon irgendwie erscheinen. Wenn man nicht daran verzweifelt ist das doch spannend und schön.
Auch erlebte ich mich als Trägerin von Leben auf die Schwangerschaften hinstrebend, in der Tat „problemlösend“, da auf das Wichtigste in meinem Leben fokussiert „Der Mann ist für das Weib ein Mittel: der Zweck ist immer das Kind.“[[zwinker]]
Da hat der Friedrich jetzt nicht falsch gesprochen. Schade, dass ihm das Vaterglück nicht vergönnt war. Wie er seinen „Frauenhaushalt“ mit Mutter, Schwester, Großmutter, Tanten und Dienstmädchen und die beschriebene Liebe zu Lou von Salomé samt Zurückweisung erlebt hat weiß ich auch nicht.

Du hast ja in hervorragender Weise gelernt, genau hinzusehen und zu
differenzieren. Daran
mangelt es zu häufig.

Ich habe eher auf Dein Posting reagiert um Dich zu ermutigen, Deine Beiträge in die Runde zu reichen, auf dass sie nutzen kann, wer möchte - weil ich sie regelmäßig gut und richtig finde.

Deshalb halte ich auch dein Nietzsche Zitat zum Staat nicht für
hilfreich. Es generiert
Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit.

Das habe ich jetzt gar nicht so erlebt, weil das Zitat in mir gerade Hoffnung weckt.
Wenn ich einem kranken Menschen gegenüberstehe, sind doch die Optionen des Überdenkens der ineinandergreifenden Ursachen für mich als Patient und als Heiler viel erträglicher als die fruchtlose und frustrierende Suche nach Schubladen auf Nebenschauplätzen.
Die Heilung ist ein Prozess, oft ein fernes Ziel nach einem weiten Weg, ein Interagieren, oft gar nicht gewünscht weil es bei Symptomträgern ganze Verstrickungskonstrukte erschüttert.

Das ist zwar unangenehm, aber auch
bequem und sorgt für
den Fortbestand aller Probleme.

Dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Sich zurücklehnen mit dem Spruch: "Staat ist schuld, kann ich nix machen"
ist wahrlich nicht hilfreich. Staat bin ich als Bürger auch, also achte ich auf meinen Anteil an der Misere bzw. ressourcenorientiert auf die Chancen zur Veränderung für mich, den Patienten und seine Angehörigen.

Meine Idee ist, immer genau hinzuschauen und zu differenzieren. Hinter
allem stecken sehr
unterschiedliche Menschen.

Ja. Aber doch in einem ziemlich einheitlichen menschenfeindlichen System - in Zivilisation. Jeder geht aber anders damit um, jeder reagiert anders auf die Einflüße bietet andere Widerstandfähigkeit und Verletzbarkeit. Bestimmte Muster sind allerdings überall häufiger erkennbar.

Ich betrachte schon den Menschen als Einzelperson mit seinen spezifischen Fähigkeiten und Möglichkeiten aber auch den Menschen eingebunden in das ihn umgebende System und Umfeld mit seinen Stärken und Schwächen, Grenzen und Nöten.
Es war ein schwieriger Prozess für mich, zu lernen, weniger zu helfen, zu zerren, zu schieben und mich mehr als Kreuzpunkt, als Angebot, als Spiegel zu erleben.

...vielleicht zu kurz gesprungen? (andererseits - besser Weitsprung als
Schlusssprung)

Das habe ich nicht gut formuliert.
Jeder positive Denkansatz hilft grundsätzlich weiter, auch wenn er nur eine untergeordnetere Ebene berührt und/oder erst die Summe der Ansätze und Veränderungen die Bewegung schafft. Die Gefahr der Ablenkung ist aber schon groß...schau Dir die Ökonomen an, die an Schräubchen drehen wollen - die nähern sich genauso wenig dem Kern wie meine symptombeseitigenden Kollegen.

Für hilfreich halte ich es, ein gut belichtetes Bild zu machen, so dass
es dem einen oder
anderen von Nutzen ist.

Ein Bild ist besser als kein Bild... der ganze Film mit Ton und anderen begleitenden Eindrücken ist aber auch spannend.

Ein Bild nach dem Motto: "Für alles gibt es eine Pille" sehe als stark
unterbelichtet an.

Ja.

Und ein Bild: "Wie kann es in einem kranken Staat überhaupt Gesundheit
geben", für stark
überbelichtet.

Wie wiederholt hier im DGF richtig angesprochen wurde: selbst in Staat kann man seine Gesundheit mehr oder eben weniger schädigen, kann sich zufriedener oder weniger zufriedener einrichten.
Geschädigt wird aber so und so eben systemimmanent.

Beides ist in einer Welt, die sich in ihrer Feinstruktur erneuert und dazu
immer genauer hinsieht,
wenig hilfreich.

Wenn ich nur mit der Keule arbeite, ja.

Jeder ist mehr oder weniger auf seinem Weg zur Weisheit. Die Wege sind
sehr unterschiedlich
und auch unterschiedlich lang.

Ja. Mäeutik ist geeigneter als Erziehung.

Ich wünsche Dir viel Freude auf Deinem Weg.
Verzagen gilt nicht...

Liebe Grüße
Silke

Das Darmrohr - Darm mit Charme

Bernadette_Lauert, Samstag, 01.08.2015, 21:59 vor 3827 Tagen @ Vatapitta 3726 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Samstag, 01.08.2015, 22:28

Es kann nicht sein (denkunmöglich), dass ein Faden zum Thema "Darm und Gesundheit" keinen Hinweis auf die Darmforscherin Giulia Enders hat. Daher tue ich hier nur meine Bürgerpflicht als Netzbewohnerin und verlinke auf folgenden Science Slam:

https://www.youtube.com/watch?v=MFsTSS7aZ5o (12m53s)

So viel wissenschaftliche Darmbegeisterung, voll supernett vorgetragen, ist ansteckend. Seit ich das gesehen habe bin ich voll dankbar für meinen Darm.

Gruß, BLa

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