Bundesregierung versucht gegenzusteuern? Arbeitserlaubnis für alle Zugezogenen? Wer sind die Freunde von ProAsyl?

azur @, Donnerstag, 30.07.2015, 06:32 vor 3829 Tagen 4008 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 06:52

Hallo allen,

ein freundlicher Leser hat mir zum einen folgenden Hinweis gesendet, unter dem deutlich ironischen Verweis darauf, dass die Bundesregierung wohl mitbekommen wolle, was man für das Wohlbefinden der Bürger (also dieses mal aller Einwohner) tun könne.

Dafür gibt es eigens eine Webseite, salbungsvolle Ansprachen von Merkel ("Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen"), Gabriel ("Was ist Ihnen wichtig im Leben?") und Steinmeier ("Wir wollen Ihre Meinung hören") - und zwar schon seit dem 20. April.

Dialog, das nennt sich hier:

"Deutschland im Dialog

Sie sind eingeladen, mit der Bundesregierung über Ihre Vorstellungen von
Lebensqualität in Deutschland zu diskutieren – online oder bei
einem der landesweiten Bürgerdialoge.

Beantworten Sie dazu bitte die beiden nachfolgenden Fragen

Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?
Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?."
(von der Startseite von gut-leben-in-deutschland-de, einer Aktion der Bundesregierung)

Und es gibt eine Denkfabrik (das wird ja nun gern verwendet), dass diesen "Dialog" steuern sollen. Denkfabriken sollen Kompetenz stellen (siehe I a), sind aber zugleich immer auch Stichwortgeber der "gesellschaftlichen Debatte", die zu Handlungen, wie z. B. Gesetze und sonstige Regelungen, führen.

Das BIP sei jedenfalls kein Massstab für Glücklichsein, auch nach dem Chef dieser "Denkfabrik" (dieser Ansatz lässt sich auch bei den jeweiligen Vorstellungen der anderen Mitglieder des dortigen Beirates lesen).

Dr. Stefan Bergheim
https://www.gut-leben-in-deutschland.de/SharedDocs/Personen/DE/Experte_Stefan_Bergheim....
Direktor der Denkfabrik "Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt"

Beruflicher Werdegang

Von 1995 bis 2008 war Stefan Bergheim im Bankensektor tätig. Der Volkswirt arbeitete einige Jahre als Konjunkturanalyst und wechselte zuletzt zu Deutsche Bank Research, wo er sich mit Themen wie Demografie, Bildung und Lebenszufriedenheit beschäftigte. Dort veröffentlichte er 2006 seine erste Studie "BIP allein macht nicht glücklich".

Als Leiter der Arbeitsgruppe "Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt" war Bergheim 2011 und 2012 einer der Kern-Experten im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin. Zudem war er Lehrbeauftragter an der Hochschule St. Gallen und ist im Beirat des Happiness Instituts.

Aktueller Fokus: Fachmann für die Vermessung und Verbesserung von Lebensqualität

Stefan Bergheim ist Gründer und ehrenamtlicher Direktor der gemeinnützigen Denkfabrik "Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt" in Frankfurt am Main. Seit 2009 arbeitet das Netzwerk an neuen Wegen und Methoden, mit denen die Lebensqualität der Menschen in Deutschland verbessert werden kann. Mit seinem 2010 vorgestellten Fortschrittsindex bietet Bergheim ein Maß für Lebensqualität jenseits des Bruttoinlandsprodukts. Aktuell beschäftigt er sich mit der Frage, wie derartige Indikatorensysteme in der Bevölkerung und bei politischen Entscheidern gut zu verankern sind."

Den Laden gibt es also schon seit 09, und nun findet die Bundesregierung einen neuen Rahmen dafür.

Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismusmodelle#The_Happy_Variety_of_Capitalism

The Happy Variety of Capitalism

Deutsche Bank Research hat eine Studie nach Zufriedenheit der Menschen im jeweiligen kapitalistischen System durchgeführt.

Zur Gruppe „glücklich“ gehören Australien, Schweiz, Kanada, Großbritannien, die USA, Dänemark, Schweden, Norwegen und die Niederlande.

Zur Gruppe „weniger glücklich“ gehören Deutschland, Spanien, Frankreich und Österreich.

Zur Gruppe „unglücklich“ gehören Portugal, Italien und Griechenland.

Korea und Japan bilden eine atypische Gruppe, in der „unglücklich“ mit gänzlich anderen ökonomischen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel in Griechenland zusammentrifft.

Die Studie stellt die These auf, dass ökonomische Freiheit und Zufriedenheit der Menschen Hand in Hand gehen und dass Ökonomien mit „glücklichen Menschen“ bestehende Arbeitsverhältnisse relativ wenig schützen, so zum Beispiel auch in Dänemark.[9]

Via Fussnote lässt sich das in Englisch herunterladen:
Stefan Bergheim: The happy variety of capitalism.
(PDF; 651 kB) Deutsche Bank Research, Juni 2007, abgerufen am 14. März 2009

Freie Arbeit, überall.

Und was ist da heute zu lesen?

" Erst dann bekommt ein Asylbewerber eine Arbeitsgenehmigung. Diese Regelung verhindert, dass ein Asylbewerber einem arbeitslosen deutschen Bewerber den Job wegnimmt.

Nur bei sogenannten Mangelberufen fällt sie weg. Das sind vor allem Handwerksberufe, bei denen es grundsätzlich zu wenige Arbeitskräfte gibt, wie beispielsweise Mechatroniker oder Sanitärinstallateure."

Also soll und kann jeder sofort dort arbeiten können.

War das schon immer so?

Es wird jedenfalls attraktiv sein, wie das Geld, dass man hier bekommen kann, wobei von einer Bundesbehörde "wenig hilfreiche" Aussagen getroffen werden:

"Asylbewerber bekommen also nicht mehr Geld als unterstützungsbedürftige deutsche Bürger.

Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtling (BAMF), Manfred Schmidt, sieht in dem Taschengeld ein mögliches Problem und brachte in einem Zeitungsinterview ins Gespräch, es zu kürzen. "143 EUR sind in etwa der durchschnittliche Monatsverdienst in Südserbien", sagte er. Doch dort sei die Arbeitslosigkeit so hoch, dass sich ein Asylantrag in Deutschland lohnen könnte. Tatsächlich gelten die Durchschnittsgehälter im Kosovo und Serbien als europaweit äußerst niedrig - sie liegen landesweit bei maximal 350 bis 450 Euro.

Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl findet den Vorschlag von Schmidt in der aktuellen Diskussion nicht hilfreich. "Das ist mit den Grundsätzen, die das Bundesverfassungsgericht aufgestellt hat, nicht vereinbar", sagte Marei Pelzer, rechtspolitische Referentin bei Pro Asyl. "Solche Vorschläge heizen die Stimmung gegen Flüchtlinge nur noch an, und da sollten alle in verantwortlicher Position von Abstand nehmen."

Der Artikel redet weiter nur von Asyslbewerbern, als ob es nur um politisch Verfolgte ginge, mit natürlich eindeutiger Tendenz. Er soll mit Vorurteilen aufräumen und im Sinne der Bundesregierung und ihrer Auftraggeber aufklären.

"Diskussion um Flüchtlinge
Fakten statt Vorurteile
Flüchtlinge nehmen Deutschen den Job weg. Sie bekommen viel Geld. Und sie sind ungebildet. So oder so ähnlich lauten die Vorurteile, die derzeit immer wieder laut werden. tagesschau.de hat die Fakten geprüft: Was stimmt - und was nicht?
Von Demian von Osten,
Behauptung 1: Asylbewerber nehmen arbeitslosen Deutschen den Job weg.
Behauptung 2: Asylbewerber bekommen in Deutschland zu viel Geld.
Behauptung 3: Asylbewerber haben eine schlechte Schulbildung.
Behauptung 4: Alle Flüchtlinge wollen nach Deutschland kommen.

... Deutschland sei eben ein attraktive Land - das ist doch klasse. Sicher freut sich da auch die "Denkfabrik der Bundesregierung".


Man beachte den irren Endteil:

"Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger wies darauf hin, dass allein sein Bundesland mehr Flüchtlinge aufnehme als ganz Frankreich.

Allerdings leben in Deutschland auch mehr Menschen als in jedem anderen EU-Land. Und so ergibt sich bei der Betrachtung der Flüchtlinge pro Einwohner ein ganz anderes Bild: Deutschland lag im Jahr 2014 hier nur auf Platz sechs. Im Zeitraum Januar bis April 2015 rutschte Deutschland vor auf Platz vier. Die meisten Asylbewerber hatte im Jahr 2014 Schweden mit 8,4 pro 1000 Einwohnern. Tatsache ist also: Deutschland ist in Europa ein beliebtes Land für Flüchtlinge und nimmt die meisten Flüchtlinge auf."

...um dann zu contern, in dem er grob relativiert:

"Bezogen auf die Größe der eigenen Bevölkerung haben andere Staaten in der EU aber mehr Asylbewerber.

Zudem wirkt die Zahl von insgesamt rund 200.000 Flüchtlingen in Deutschland gering im Vergleich dazu, wie viele Menschen insgesamt auf der Flucht sind. Weltweit sind es 51,3 Millionen (Stand: 2014)"

Aus: http://www.tagesschau.de/inland/asyl-153.html

Die Grafik ist ebenfalls erstaunlich: Balkanleute sind da nicht eingezeichnet, wohl aber die Staaten, aus denen man am Besten direkt einfliegt, denn die bekommen nicht nur Geld, sondern können auch gleich mit anpacken.

Und wir werden auch schnell mehr: "Die Weltbevölkerung wächst also schneller als angenommen. Allerdings nicht überall."
http://www.tagesschau.de/ausland/weltbevoelkerung-109.html

Die Franzosen tun ihres, um GB aus den Fängen der "Europa"-gegner zu befreien: http://www.tagesschau.de/ausland/eurotunnel-123.html

Lassen sie uns darüber reden... Am Besten, wie es sich auch ohne hohes BIP liberalsierten Arbeitsmarkt und 'totaler' Freizügigkeit super läuft. Mal sehen, welche Reaktionen das bringt.

Viele freundliche Grüße

azur

PS: Nachtrag Geld: Geld, das Abgabemittel, muss man bekanntlich haben. Der Tributempfänger ist mit Geld besser bedient, als mit Naturalien in dieser Masse. Und schafft die Nachfrage: Und zwar doppelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bede
Ab dem 13. Jahrhundert war die Bede eine in allen deutschen Territorien übliche direkte Steuer, die der Landesherr vom bäuerlichen und bürgerlichen Grundbesitz erhob. Sie war eine durch den Fürsten von seinen Landständen (Geistlichkeit, Ritterschaft, Städte) zunächst erbetene, bald aber geforderte ordentliche Steuer. Die Ritterschaft und teilweise auch die Geistlichkeit waren von der Bede befreit, und die Städte zahlten im Allgemeinen weniger als das Land. Die Reichsstädte zahlten eine Bede (precaria imperii) an den Kaiser. „Während im Westen und Süden die Bede in der Hand der Landesherren blieb und erst im 19. Jahrhundert abgeschafft wurde, geriet sie im Osten vielfach in die Hand der Grundherren und Städte ...“[3]
Auf dem Land
Auf dem Land erging die Bede neben anderen ertragsabhängigen Abgabe- und Steuerformen. Sie selbst wurde direkt vom Grundbesitz abgeleitet und nicht in Naturalien, sondern in Geld bemessen."

Ritter wiederum hatten eigene Pflichten, und legten diese ebenfalls um:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsritterschaft#Charitativsubsidien

Man beschloss hierzu die Zahlung der „Charitativ Subsidien“ durch die Ritterschaft. Dies bedingte allerdings den Aufbau einer straffen Organisation, um diese Hilfsgelder notfalls auch zwangsweise von den Mitgliedern einziehen zu können.
Schon aus Eigeninteresse förderte der Kaiser deshalb den Aufbau der Kantone durch die Gewährung von besonderen Rechten und Privilegien."

(Kassiert wurde von örtlichen Herren, geistlichen Herrn und fernen Herren)

Die Ritter wiederum wurden bald nicht mehr gebraucht:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkrieg

Zudem fielen im Zuge der Zentralisierung der Landesherrschaften zahlreiche Sondereinnahmen weg. Beispielsweise mussten viele Adlige auf Gerichtsgebühren verzichten, da die Landesherren die Gerichtsbarkeit im Zuge der Herrschaftsverdichtung an ihre Höfe zogen. Auch die Gewinne aus dem Kriegsdienst gingen zurück, da die Landesherren einerseits dazu übergingen, im Bedarfsfall Landsknechte für ihre Feldzüge anzuwerben, andererseits den Rittern das Fehderecht verweigert wurde.
Nicht wenige Adlige versuchten zwar, sich durch den Hofdienst, also einer Karriere als Amtmann im Dienst eines Fürsten, diesen Problemen zu entziehen. Viele aber wollten sich nicht damit abfinden, sich für den Erhalt ihres Besitzstandes völlig einem Fürsten unterordnen zu müssen.
Auch der befürchtete soziale Abstieg mag eine Rolle gespielt haben. Die Ritter sahen sich auf der einen Seite einer wirtschaftlich starken städtischen Oberschicht,"

Also musste jeder Geld machen. Und (/denn) es gab damit Forderungen auf Geld. Wie auch eine Geldwirtschaft, zu viel Geld kommende Bürgerstände und die Eintreibung:

Und Hutten beschreibt, wie das "gefördert" wurde:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Lehnsmann
Die wirtschaftliche Situation der Lehnsleute unterlag starken Schwankungen. Das Leben eines Lehnsmanns zu Anfang des 16. Jahrhunderts schildert Ulrich von Hutten (1488–1523) in einem Brief an Willibald Pirckheimer (1470–1530):

Die Leute, von denen wir unseren Unterhalt beziehen, sind ganz arme Bauern, denen wir unsere Äcker, Weinberge, Wiesen und Felder verpachten. Der Ertrag daraus ist im Verhältnis zu den darauf verwandten Mühen sehr gering, aber man sorgt und plagt sich, dass er möglichst groß werde; denn wir müssen äußerst umsichtige Wirtschafter sein. Wir dienen dann auch einem Fürsten, von dem wir Schutz erhoffen; tue ich das nicht, so glaubt jeder, er dürfe sich alles und jedes gegen mich erlauben. Aber auch für den Fürstendiener ist diese Hoffnung Tag für Tag mit Gefahr und Furcht verbunden. Denn so wie ich nur einen Fuß aus dem Hause setze, droht Gefahr, dass ich auf Leute stoße, mit denen der Fürst Spähne und Fehden hat und die mich anfallen und gefangen wegführen. Habe ich Pech, so kann ich die Hälfte meines Vermögens als Lösegeld darangeben und so wendet sich mir der erhoffte Schutz ins Gegenteil.

Wir halten uns deshalb Pferde und kaufen uns Waffen, umgeben uns auch mit einer zahlreichen Gefolgschaft, was alles ein schweres Geld kostet. Dabei können wir dann keine zwei Äcker lang unbewaffnet gehen; wir dürfen keinen Bauernhof ohne Waffen besuchen; bei Jagd und Fischfang müssen wir eisengepanzert sein. Die Streitereien zwischen unseren und fremden Bauern hören nicht auf; kein Tag vergeht, an dem uns nicht von Zank und Hader berichtet wird, die wir dann mit größter Umsicht beizulegen suchen.
Denn wenn ich das Meine allzu hartnäckig verteidige oder auch Unrecht verfolge, so gibt es Fehden. Lasse ich aber etwas allzu geduldig hingehen oder verzichte gar auf mir Zustehendes, so gebe ich mich ungerechten Übergriffen von allen Seiten preis, da, was ich einem hingehen lasse, sofort alle als Lohn für ihre Ungerechtigkeit beanspruchen.
Gleichgültig, ob eine Burg auf einem Berg oder in der Ebene steht, so ist sie auf jeden Fall doch nicht für die Behaglichkeit, sondern zur Wehr erbaut, mit Gräben und Wall umgeben, innen von bedrückender Enge, zusammengepfercht mit Vieh- und Pferdeställen, Dunkelkammern vollgepfropft mit schweren Büchsen, Pech, Schwefel und allen übrigen Waffen und Kriegsgerät. Überall stinkt das Schießpulver, und der Duft der Hunde und ihres Unrates ist auch nicht lieblicher, wie ich meine.
Reiter kommen und gehen, darunter Räuber, Diebe und Wegelagerer, da unsere Häuser meist allem möglichen Volk offenstehen und wir den einzelnen nicht genauer kennen oder uns auch um ihn nicht sonderlich kümmern. Und welch ein Lärm! Da blöken die Schafe, brüllt das Rind, bellen die Hunde, auf dem Felde schreien die Arbeiter, die Wagen und Karren knarren, und bei uns zu Hause hört man auch die Wölfe heulen. Jeden Tag kümmert und sorgt man sich um den folgenden, immer ist man in Bewegung, immer in Unruhe.
Von Ulrich von Hutten stammen nicht nur Beschreibungen des Lehnswesens, sondern auch zahlreiche Kritiken am mittelalterlichen Adel, Klerus und Wissenschaft. Schließlich erhob sich der unzufriedene Ritterstand unter Franz von Sickingen (1481–1523) und Ulrich von Hutten im sogenannten Ritterkrieg (1522–1523). Beide unterstützen Martin Luther."

Die Reformatoren sollten die lästige kirchliche Konkurenz beseitigen:

"Beide Hochstifte versuchten, ihre Einflussgebiete durch zahlreiche Burgen und befestigte Städte zu sichern. Besonders die Würzburger Bischöfe schreckten hier auch vor Falschanklagen nicht zurück, um die Burgen und Ländereien ihrer geistlichen Konkurrenten unter Kontrolle zu bringen. Die Verwaltung und militärische Sicherung dieser Besitztümer wurde an Dienstmannen (Ministerialen) übertragen, oder ehemals edelfreie Geschlechter unterwarfen sich der Lehnshoheit der Bischöfe"

... und neue Quellen bieten.

Auf dem Gebiet des Deutschritterordens gab es zuvor bereits Konflikte ( siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschordensstaat#Landeshoheit ), weiter war es schon zu einem Abfall gekommen:

"Das Königliche Preußen"

- weil zum polnischen König gehörend, der neuen Schutzmacht

"war ein Ständestaat mit eigenem Landtag und Landesautonomie, der ab 1454 erst in einer rechtlich nicht klar definierten „Union“, dann ab 1569 in einer Realunion mit der polnischen Krone verbunden war.

Allianz des Preußischen Bundes mit dem König von Polen

Aus Unzufriedenheit mit der Innen- und Steuerpolitik des Deutschen Ordens gründete sich 1440 der Preußische Bund. 1452 ließen sich die preußischen Städte von Kaiser Friedrich III. ihre Privilegien und Handfesten bestätigen, damit der Deutsche Orden abgehalten würde, diese zu schmälern.[2] Unter Führung Hans von Baysens sagte sich der Bund Anfang 1454 vom Deutschen Orden los und stellte sich unter den Schutz des Königs von Polen, Kasimirs IV. Andreas.

Das vom Bund dem König angebotene preußische Gebiet wurde zwar pro forma vom polnischen König in sein Reich inkorporiert, wie die auf den 6. März 1454 rückdatierte Krakauer Inkorporationsurkunde beschreibt, aber der Beitritt wurde erst durch die Gegenurkunde der preußischen Stände vom 14. April 1454 wirksam, unter Feststellung der vereinbarten Autonomierechte. Das Urkundenpaar ist so etwas wie das Grundgesetz des preußischen Ständestaates unter der polnischen Krone.[3]"

Es gab ja da noch: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg-Preu%C3%9Fen#Erwerb_neuer_Landesteile_.281614...

Und ein einheitliches Währungsgebiet, inclusive Polen und Litauens:

"Er schloss Frieden mit Polen, führte 1525 die Reformation ein und wandelte den Ordensstaat in das weltliche Herzogtum Preußen um.[2] Die erbliche Herzogswürde in Preußen ließ er sich unter Anerkennung der polnischen Lehenshoheit von seinem Onkel, dem polnischen König Sigismund I., bestätigen. Zu den Lehensverpflichtungen Albrechts gegenüber dem polnischen König gehörte auch die Ausdehnung der im Königlichen Preußen begonnenen Münzreform auf das Herzogliche Preußen. In den anschließenden Währungsverhandlungen, an denen als Vertreter des Königlichen Preußen Nikolaus Kopernikus teilnahm, setzte sich schließlich überwiegend der Unterhändler Polens durch. Ergebnis war ein einheitliches Währungsgebiet, das beide Preußen, Polen und Litauen umfasste.
https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Preu%C3%9Fen#Gr.C3.BCndung"

Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschordensstaat#Handel_und_Geldwesen
https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Kopernikus#.C3.96konomische_Schriften

"Im Friedensvertrag von Thorn 1411 musste sich der Orden zu Reparationen verpflichten, worauf Hochmeister Heinrich der Ältere von Plauen massive Steuererhöhungen im Deutschordensland durchsetzte. Mit dieser Wirtschaftspolitik waren viele Bürger in den Hansestädten nicht einverstanden und versuchten, mehr Unabhängigkeit und Autonomie zu erreichen, vergleichbar mit dem Status der reichsunmittelbaren Städte im Heiligen Römischen Reich. Zu diesem Zweck wurde der Preußische Bund unter Führung des Deutschritters Johann von Baysen gegründet und bei König Kasimir IV. Jagiełło um Hilfe ersucht.
Die Ritterdienste der Inhaber von Dienstgütern waren für den Orden wegen des Aufkommens der Söldnerheere uninteressant geworden. Deshalb versuchte er, die Rechte der Besitzer von Dienstgütern mit allen – auch widerrechtlichen – Mitteln zu verschlechtern. Er war am möglichst schnellen Heimfall der Güter interessiert, die er mit Bauerndörfern aufsiedeln wollte. Die Zinszahlungen der Bauern waren ihm mehr wert als die Ritterdienste der Gutsbesitzer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dreizehnj%C3%A4hriger_Krieg#Vorgeschichte

Nachdem man der polnischen Hilfe versichert war, ging am 4. Februar 1454 von Thorn aus der Absagebrief des Bundes an Hochmeister und Orden
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Baysen
Absagebrief = Rechtsinstrument der angekündigten Fehde.

Mit der Folge - und Ursache: "Das vom Deutschordensstaat an die polnische Krone abgetretene Land war in dieser Zeit durch eine „Union“ mit den Ländern der polnischen Krone verbunden. Dieses weitgehend autonome „Preußen Königlichen Anteils“ war ein Ständestaat und hatte eigene Landtage mit Deutsch als Verhandlungssprache, eigene Landesregierung (Landesrat mit zwei Kammern für Städte und Adel[7]) und eigener Münze. Außerdem bestanden die eigene Wehrhoheit der großen Städte und ihr Recht, eigene diplomatische Verbindungen mit dem Ausland zu unterhalten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fen_K%C3%B6niglichen_Anteils#Preu.C3.9Fischer_St...


BONUS: Gehlen, der Held:

"Die Operation Uranus kam für das deutsche OKW völlig unvorbereitet, da die Abteilung Fremde Heere Ost meldete, dass die Rote Armee über keinerlei operative Reserven mehr verfüge."
https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Uranus

"Die Abteilung Fremde Heere Ost wurde von 1942 bis April 1945 von Reinhard Gehlen geleitet, der zuletzt den Rang eines Generalmajors bekleidete. Gehlen übernahm nach Kriegsende von den Besatzungsbehörden in der Amerikanischen Besatzungszone den Auftrag, einen Geheimdienst nach amerikanischen Vorbild mit deutschem Personal – die später so genannte Organisation Gehlen – aufzubauen. In dieser Eigenschaft gewann er eine namhafte Zahl seiner früheren Mitarbeiter dafür, nunmehr für diesen neuen Dienst zu arbeiten. Durch Übernahme der nichtstaatlichen Organisation Gehlen in die bundesdeutsche Verwaltung entstand 1956 der Bundesnachrichtendienst."
https://de.wikipedia.org/wiki/Abteilung_Fremde_Heere


BONUS 2: Kurzfilm über Kartoffeln und Vorurteile - 9 min

U Wanna Battle - Short Film by Özgür Arslan

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Unterbeschäftigung in Schland 3.589.000 Menschen plus Kurzarbeiter.

Meierding @, Donnerstag, 30.07.2015, 12:11 vor 3829 Tagen @ azur 2139 Views

Ich sehe nicht unbedingt den Bedarf an Arbeitskräften, zu den Obigen gibt es noch eine Reserve von Älteren, die wohl arbeiten wollen, nichts finden und vom Staat auch keinerlei Unterstützung bekommen würden - klassisch Ehepartner.

Zu Frankreich: Wäre es eine Grenze Italien / Deutschland, würde die alle ein Bahnticket bekommen.

NRW-Arbeitslosenzahlen im Juli deutlich gestiegen. Ausschlaggebend dafür...

Tünnes @, Donnerstag, 30.07.2015, 13:36 vor 3829 Tagen @ Meierding 2218 Views

http://www.derwesten.de/region/nrw-arbeitslosenzahl-im-juli-deutlich-gestiegen-id109341...

"Düsseldorf. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nordrhein-Westfalen im Juli deutlich gestiegen. Ausschlaggebend dafür sei neben dem saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit während der Sommerferien auch die erhöhte Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylbewerbern, berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag."

Auf WDR2 in den 12.00 Nachrrichten gab es dazu die Ergänzung, dass 25 % der ALG
Bezieher in NRW keinen deutschen Pass hätten.

Schweinerei, sowas, das müssen wir ändern, dt Staatsangehörigkeit für alle!
Dann hören solche diskriminierenden, hochgradig rassistischen und der Sache
überhaupt nicht dienlichen Nachrichten hoffentlich endlich auf.[[hüpf]]

P.S. Hoffentlich reichen auch die täglich 5.000 bei uns einreisenden Fachkräfte
wirklich, um unseren Wohlstand zu erhalten und unsere Rente zu sichern, ich
hab da noch Bedenken...

Gruß.

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