Belletristisch getarntes Sachbuch "Black Out" (großflächiger/langdauernder Stromausfall) als kostenloses Hörbuch

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 04:37 vor 3829 Tagen 16226 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 05:00

Servus,

wer sich in der Urlaubszeit oder bei sonstiger passender Gelegenheit ein belletristisches, aber sehr instruierendes Hörbuch zum Themenkomplex Entstehung, Behandlung und Wirkungen eines großräumigen und langandauernden Stromausfalles auf unsere technische Zivilisation einverleiben möchte, dem sei das auf Youtube kostenlos verfügbare Hörbuch "Black Out" von Marc Elsberg empfohlen:

https://www.youtube.com/results?search_query=marc+elsberg+blackout+h%C3%B6rbuch

Im Unterschied zur über 200 Seiten starken regierungsamtlichen Technologiefolgeabschätzungs-Studie des Bundestages zum Strom-Black-Out-Thema (die übrigens hier downloadbar ist: http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/buecher/petermann-etal-2011-141.pdf) verschweigt der Autor nicht die maximale aller Stromausfallgefahren, nämlich die für die AKWs und die ständigen Kühlungserfordernisse der Brennstäbe und der Abklingbecken. Man erfährt in dem unaufgeregten aber dennoch spannenden Roman einiges über die Fragilität des Stromnetzgleichgewichtes (wurde im Gelben schon mehrfach behandelt), fehlenden, weil renditeschmälernden Redundanzen auf fast allen technischen und gesellschaftlichen Ebenen, den Nachteilen der just-in-time-Produktion in Ausnahmesituationen, der Totalabhängigkeit der gegenwärtigen Zivilisation von der ständigen Verfügbarkeit von Strom, INES, deNIS, und die Krisenbearbeitungs-/verschleierungsmethoden und -Kräfte der Regierungen.

Ich habe den ersten Teil (7 Stunden) von drei Teilen beim Sport gehört und bin gespannt auf das Weitere.

Interessant, dass der Autor den Smartmetern, also den intelligenten Stromzählern, eine entscheidende Rolle im fatalen Geschehen zuschreibt. Dass der Romanautor als Recherche-Grundmaterial sich der Technologiefolgeabschätzungsstudie bedient wird auch dadurch erkennbar, dass er die Black-Out-Auswirkungen auf die in der Studie behandelten Infrastrukturbereiche
- IT u. Telekom
- Transport Verkehr
- Wasser Abwasser
- Lebensmittel
- Gesundheitswesen
- Finanzwesen
- usw.
einfließen lässt. Erweitert aber eben um die studienverschwiegenen AKW-Implikationen. Ob nun im Roman der Auslöser des Black-Outs eine terroristische Attacke oder eine Kriegshandlung ist oder sich als Folge der ständig fortschreitenden - und wie wir Gelben wissen - systemprolongationsnotwendigen Komplexitätsgraderhöhung bei Redundanzwegfall notwendigerweise ergibt, wäre - um den Spannungsbogen zu erhöhen - im Roman nachzulesen/nachzuhören.


P.S.
Da wir bereits in 2012 die Thematik Strom-Black-Out im Gelben gestreift hatten, hier der Vollständigkeit halber der Link zur seinerzeitigen Behandlung: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=268503

Apokalyptische Fantasie

Montgomery Burns @, Mittwoch, 29.07.2015, 09:09 vor 3829 Tagen @ Wayne Schlegel 13744 Views

Ein wirkliches Eintreten ist relativ unwahrscheinlich, zumal Stromausfälle viel eher auf kürzere Zeit beschränkt sind und kleinräumig auftreten.

Aber vielleicht kann Roland Emmerich daraus ja einen Katastrophenfilm basteln.

Gruß

Zu "Stromausfälle viel eher auf kürzere Zeit beschränkt sind und kleinräumig" - wo kommt der fromme Glaube denn her?

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 29.07.2015, 09:43 vor 3829 Tagen @ Montgomery Burns 14355 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 10:22

Ein wirkliches Eintreten ist relativ unwahrscheinlich, zumal Stromausfälle viel eher auf kürzere Zeit beschränkt sind und kleinräumig auftreten.

Natuerlich tritt es nur selten auf. So wie Tunnelbraende oder die Katastrophe von Kaprun. Wenn, dann aber eben richtig. Auch Flugzeuge sind schon am Boden kollidiert und haben die bisher groesste Luftfahrtkatastrophe ausgeloest - dazu brauchten sie nicht mal in der Luft sein.

Wie der "schwarze Schwan" geht es nicht drum, dass es selten auftritt, sondern dass es, auch wenn es selten auftritt, jederzeit passieren kann. Derselbe Rechenfehler passiert Menschen, die keine Wahrscheinlichkeitsrechnung beherrschen, auch immer wieder bei den "wenigen Toten durch Atomkatastrophen in Millionen Jahren".

Es geht darum, dass es jederzeit, jetzt und heute, passieren kann und dass dann der Absturz nicht nur ins finsterste Mittelalter die (unausweichliche!) Folge waere, sondern dass, anders als eben im Mittelalter, als nahezu 100% der Bevoelkerung von der Landwirtschaft oder zumindest "nahe der Landwirtschaft" lebten, diesmal Millionen verhungern wuerden.

Schon der Hurrikan Katrina hat in USA gezeigt, dass eine solche Nation schon bei einem lokal begrenzten Ereignis Hungertote nicht vollstaendig verhindern kann. Von Pluenderungen usw. ganz abgesehen.

Ohne Notrufmoeglichkeiten keine Rettungschance! Frueher gab es in jedem Dorf eine Sirene, die zur Not auch noch per Hand betrieben werden konnte. Heutzutage wurde das "weggespart" und man verlaesst sich auf eine "funktionierende elektrische Infrastruktur". Genau die wird es dann nicht geben. Sie ist aber noetig, um sie wieder aufzubauen.[/b] Das ist wie Muenchhausen und der Zopf. Ab einer gewissen Groesse der Katastrophe geht es eben nicht mehr einfach.

Das haben ja nicht Pessimisten erfunden, sondern Technikfolgen-Abschaetzer, die das sehr, sehr gerne viel, viel positiver gesehen haetten und nur widerwillig zu ihren apokalypischen Schlussfolgerungen kamen!

Du nimmst hier die Gegenposition ein.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Ergänzung

Heinz @, Mittwoch, 29.07.2015, 10:02 vor 3829 Tagen @ Montgomery Burns 13227 Views

In Ergänzung zu den Ausführungen von @CrisisMaven sei erwähnt, dass der Sonnensturm in der Stärke von dem im Jahre 1859 einen solchen Blackout verursacht hätte (Carrington-Event). 2012 sind wir laut NASA nur knapp einem solchen "Event" entgangen. Abgesehen davon hätte jede in 160 km Höhe gezündete Atombombe auch einen solchen Effekt. Der Blackout kann also auch menschliche Ursachen haben.

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Ein paar kleine Dinge, die ich noch korrigieren möchte + EDIT

Leser68 @, Mittwoch, 29.07.2015, 10:49 vor 3829 Tagen @ CrisisMaven 13715 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 13:22

Wenn, dann

aber eben richtig. Auch Flugzeuge sind schon am Boden kollidiert und haben
die
bisher
groesste
Luftfahrtkatastrophe
ausgeloest - dazu
brauchten
sie nicht mal in der Luft sein
.

Das ist nicht ganz richtig, denn die KLM-Maschine war schon in der Luft, wenn auch nur ein paar Meter (dessen Fahrwerk rasierte dann einen großen Teil des oberen Rumpfes der Pan Am weg). Ja ich weiß, die Pan-Am-Maschine war am Boden, weswegen man dies als ein "am Boden"-Unglück ansieht. Aber halt so unter uns Korinthenkackern. <img src=" />

Es geht darum, dass es
jederzeit,
jetzt und heute, passieren kann
und dass dann der Absturz nicht nur
ins finsterste
Mittelalter die (unausweichliche!) Folge
waere, sondern dass, anders
als eben im Mittelalter, als nahezu 100% der Bevoelkerung von der
Landwirtschaft oder zumindest "nahe der Landwirtschaft" lebten, diesmal
Millionen verhungern wuerden.

Man kann ohne Weiteres Lkws und Landwirtschaftsmaschinen relativ schnell auf Pflanzenölfähigkeit umrüsten, z.B. mit der Zwei-Tank-Technologie (Koppelung Motortemperatur mit Zwei-Wege-Ventil für Zwei-Tank-System Diesel/Pflanzenöl).
WKAs/Windparks können zumindestens für jeweils einige Stunden (wenn der Wind weht), kleinräumige Gebiete mit Strom versorgen. Wenn mich nicht alles täuscht, ist doch diese Gebietsabgrenzungsmöglichkeit die Option für Verhinderung großflächiger Blackouts, oder?

Wohlgemerkt: Ich rede hier von einer Notsituation, wenn schnell Energie bereitgestellt werden muss und nicht von einer wohldurchdachten Versorgung in 50 Jahren, wofür es auch schon Lösungen gibt, die aber nicht diskutiert werden.

Die biologische Landwirtschaft benötigt wesentlich weniger Energie, weil sie sich die Arbeit der Mikro- und Makroorganismen im Boden zu Nutze macht; Arbeiten MIT der Natur, nicht gegen sie (grüne Gentechnik, die total versagt, immer mehr PSMs, immer größere und schwerere Maschinen, riesige Flächen ohne Sträucher, Hecken oder gar Bäume).

Schon der
Hurrikan
Katrina
hat in USA gezeigt, dass eine solche Nation schon bei einem
lokal begrenzten Ereignis Hungertote nicht vollstaendig verhindern kann.
Von Pluenderungen usw. ganz abgesehen.

Das Problem war nicht, dass die USA nicht auf eine solche Katastrophe vorbereitet war. Das Problem war, dass die Regierungen der Bundesstaaten nicht helfen wollten oder durften, allen voran die US-Regierung! Hubschrauberträger, Nationalgarde mit all ihren Trucks, Bulldozern; die Armee im Inland - wo waren sie? Wurden die, so wie am 11. September, durch Terroristen alle lahmgelegt?
Gab es keinen Funk mehr in den südlichen USA? Keine Satellitentelefone? Wissen das die Russen schon?
Nach zwei Wochen (2 Wochen) kam der erste Hilfskonvoi in New Orleans an. Das ist so was von lächerlich, dass eigentlich die USA an diesem Tag ihren Bankrott hätten erklären müssen.


Es gibt in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern noch jede Menge Menschen (die sogar immer mehr werden), die wissen, wie man von Hand alle möglichen Dinge herstellt oder erntet. Dazu kommt die Unterstützung durch die EEs, das was früher die Wind- und Wassermühlen waren, nur in viel größerem Maßstab.

Das Problem mit den zu kühlenden Brennelementen bleibt natürlich, aber auch dafür müsste es Lösungen geben - zumindestens bei uns. In Frankreich könnte das ein wesentlich größeres Problem sein, einfach allein aufgrund der Masse (ca. 58 Reaktoren sind derzeit noch in Betrieb).


EDIT:
Zum Problem der Gewinnung von ausreichendem Pflanzenöl:
Es gibt da schon seit Längerem Untersuchungen von Professor Schrimpff von der FH Weihenstephan zum Mischfruchtanbau von Getreide und Ölsaaten (z.B. Leindotter und Erbsen). Man kann dadurch Pflanzenöl ZUSÄTZLICH zum normalen Getreideertrag ernten - auf dem gleichen Feld (ca. 150 Liter pro Hektar). Die Quantität des Getreideertrags bleibt gleich, aber die Qualität wird sogar besser (ich glaube höherer Kleberanteil).
Mit biologischer Arbeitsweise würden die 150 Liter/Hektar locker für alle Arbeitsschritte des gleichzeitigen Getreide- und Ölsaatenanbaus reichen und es wäre sogar noch Öl für den Transport in die Städte übrig.

Ein sehr großes Problem ist allerdings die immer weiter fortschreitende Versiegelung des Bodens in GANZ(!) Europa durch Asphalt und Beton.

Ich habe expliizit "relativ unwahrscheinlich" geschrieben

Montgomery Burns @, Mittwoch, 29.07.2015, 11:22 vor 3829 Tagen @ CrisisMaven 13087 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 13:14

Rein theoretisch kann alles Mögliche passieren, aber wir werden es wohl nicht selbst erleben.

Relativ unwahrscheinlich

Rybezahl, Mittwoch, 29.07.2015, 11:26 vor 3829 Tagen @ Montgomery Burns 12970 Views

Rein theoretisch kann alles mögliche passieren, aber wir werden es wohl
nicht selbst erleben.

Das ist relativ unwahrscheinlich.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

So ist es: Zusammenbrüche komplexer Konstrukte waren noch nie relativ unwahrscheinlich, sondern regelmässig wiederkehrend (oT)

Zarathustra, Mittwoch, 29.07.2015, 11:49 vor 3829 Tagen @ CrisisMaven 12926 Views

- kein Text -

Da hast Du sicher recht, auf dem Dorf kommt man noch durch, jedoch ... mkT

igelei @, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Mittwoch, 29.07.2015, 11:54 vor 3829 Tagen @ Leser68 13406 Views

in Berlin mit 4 Millionen zu "Versorgenden"? Keine Chance, das geht nicht ohne Tote ab.

Man kann ohne weiteres Lkws und Landwirtschaftsmaschinen relativ schnell
auf Pflanzenölfähigkeit umrüsten, z.B. mit der Zwei-Tank-Technologie
(Koppelung Motortemperatur mit Zwei-Wege-Ventil für Zwei-Tank-System
Diesel/Pflanzenöl).

Geht nicht ganz so einfach, nen Trecker mit Saugdiesel braucht man da schon. Heute hat fast alles Einspritzanlagen, da hängt es davon ab, was verbaut ist. Es gibt welche, die es können, dann musst du das PÖL aber vorwärmen auf 75°, damit es "geschmeidig" genug ist. Hab da mal was mit ner Glühkerze und Kühlwasserdurchlauf gesehen, das geht dann sogar nur mit einem Tank und nur PÖL. Am Anfang heizt die Glühkerze und bei Erreichen einer ausreichenden Kühlwassertemperatur übernimmt das dann.

Wohlgemerkt: Ich rede hier von einer Notsituation, wenn schnell Energie
bereitgestellt werden muss und nicht von einer wohldurchdachten Versorgung
in 50 Jahren wofür es auch schon Lösungen gibt, die aber nicht diskutiert
werden.

Zumal es ja überall eine paar "Bekloppte" wie uns gibt, die sich schon weitgehend unabhängig von der Energiemafia gemacht haben :-)

Die biologische Landwirtschaft benötigt wesentlich weniger Energie, weil
sie sich die Arbeit der Mikro- und Makroorganismen im Boden zu Nutze macht;
Arbeiten MIT der Natur nicht gegen sie (grüne Gentechnik, die total
versagt, immer mehr PSMs, immer größere und schwerere Maschinen, riesige
Flächen ohne Sträucher, Hecken oder gar Bäume).

Wird aber nicht für die Gesamtbevölkerung reichen, die vom massenweisen Herankarren von Lebensmitteln durch LKWs in die Supermärkte abhängig sind. BTW werden Geldautomaten auch mit Strom betrieben und sind abhängig von den Verbindungen zum Server (natürlich ein minimales Problem bei zunehmender Tauschwirtschaft) <img src=" />

Es gibt in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern noch
jede Menge Menschen (die sogar immer mehr werden), die wissen wie man von
Hand alle möglichen Dinge herstellt oder erntet.

Und das ist auch gut so, wenn auch nicht von unserer "Elite" gewollt, da patentiert man doch lieber Getreidesaaten, die nur für einmaligen Anbau gedacht sind und verbietet alte Sorten.

Zum Problem der Gewinnung von ausreichendem Pflanzenöl:
Es gibt da schon seit längerem Untersuchungen von Professor Schrimpff von
der FH Weihenstephan zum Mischfruchtanbau von Getreide und Ölsaaten (z.B.
Leindotter und Erbsen). Man kann dadurch Pflanzenöl ZUSÄTZLICH zum
normalen Getreideertrag ernten - auf dem gleichen Feld (ca. 150 Liter pro
Hektar). Die Quantität des Getreidertrags bleibt gleich, aber die
Qualität wird sogar besser (ich glaube höherer Kleberanteil).
Mit biologischer Arbeitsweise würden die 150 Liter/Hektar locker für
alle Arbeitsschritte des gleichzeitigen Getreide- und Ölsaatenanbaus
reichen und es wäre sogar noch Öl für den Transport in die Städte
übrig.

Geht da dann noch maschinelle Ernte?

Ein sehr großes Problem ist allerdings die immer weiter fortschreitende
Versiegelung des Bodens in GANZ(!) Europa durch Asphalt und Beton.

Und die (subventionierte) Verschwendung des Bodens für den Maisanbau zum Betrieb von "ökologischen" Biogaskraftwerken.

MfG
igelei

Schwarzer Schwan

Dragonfly @, Mittwoch, 29.07.2015, 12:12 vor 3829 Tagen @ CrisisMaven 13261 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 13:11

Wie der "schwarze Schwan" geht es nicht drum, dass es selten auftritt,
sondern dass es, auch wenn es selten auftritt, jederzeit passieren kann.

Bei dem Schwarzen Schwan geht man davon aus, dass es nie auftritt (unknown unknown), weil man es schlichtweg nicht kennt im Gegensatz zu einem extrem seltenen Ereignis, was man aber durch die geringe Wahrscheinlichkeit nicht beruecksichtigt (known unkown).

Talib rollt immer die Augen, wenn er im Interview gefragt wird "Was ist das naechste Schwarze-Schwan-Ereignis?"

Welche konkreten Maßnahmen hast Du/Ihr denn auf Lager, um einen Blackout zu überstehen?

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 13:08 vor 3828 Tagen @ CrisisMaven 13046 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 13:13

Hallo CM, hallo ihr im Dunkeln...[[zwinker]]

Wie ich CM kenne, hat er schon sein Fitness-Fahrrad mit Dynamo ausgerüstet, damit wenigstens in der Küche das Licht brennt...[[freude]]

Nein, im Ernst, sagen wir ein 72-Stunden-Blackout im Dezember wäre zu bewältigen.
Hast Du persönliche "Gegenmaßnahmen" getroffen, um diese Zeit "charmant" zu überstehen?

An die anderen Foristen:

Habt ihr welche getroffen?

PS: (verschärfte Situation) Was würdet ihr ab der "73. Stunde" ohne Strom dann persönlich unternehmen?

Gruß Zorro

--
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Was bringts, hilfts oder nützts?

Montgomery Burns @, Mittwoch, 29.07.2015, 13:10 vor 3828 Tagen @ Rybezahl 12711 Views

Sofort losrennen und einen Generator kaufen, in die Garage stellen und nie brauchen?

Dazu ist mir dieses Ereignis eben zu unwahrscheinlich, das wollte ich eben damit ausdrücken, nicht mehr und auch nicht weniger.

Gruß

"Auf dem Dorf kommt man noch durch."

BBouvier @, Mittwoch, 29.07.2015, 13:17 vor 3828 Tagen @ igelei 14357 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 13:52

Hallo, Igelei!

Das ist wahrlich eine interessante Hypothese.

Denn:
1.
Heutzutage sind die Häuser der Dörfer zwar noch bewohnt,
jedoch stehen auf dem kurzgeschnitten Rasen des 330-Quadratmetergrundstückes
ein paar Gartenzwerge und in der Garage ein schwarzer Dreier-BMW,
mit dem der Hausherr täglich um 07:25 Uhr in sein Büro der nahen Kreisstadt fährt.
http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1018516.1355760735/860x860/street-view-dorf-allga...
Und - ja, ich weiß schon - es gibt (pars pro toto) in Niederbrombach tatsächlich
noch fünf "echte Bauern" ... einer hat eine vollklimatisierte Halle mit 10.000 Hühnern,
einer einen Stall mit 280 vollautomatisch versorgten Rindern,
einer baut mit Riesenmaschinen Ölraps an, einer ...
2.
Im Kollaps werden die Bewohner der Millionenstädte dort leider nicht hocken
bleiben und dorffreundlich still verkommen, sondern sich wie ein schmutziger Tsunami
auf das flache Land ergießen.
3.
Es kollabiert dann nämlich die Zivilisation!
Und dann können an die 97% ihre gelernten Berufe,
die nunmehr völlig sinnlos geworden sind,
wie z.B. Kantinenpächter bei "GroßMacker",
Politesse zum Knöllchenschreiben,
Finanzbeamter, Fliessbandarbeiter bei BMW,
Mack-Donalds Vertreiber, Fernsehkomiker,
Unterwäscheverkäuferin, Tankwart, Weichware-Entwickler,
Fensterputzer, Klofrau, Autobahnschilderaufsteller,
Schrankenwärter, Schlüsseldienstmechaniker,
Lektor, Lateinlehrer, Staubsaugervertreter,
und so weiter, und so weiter, bis weit hinter den Horizont!...
...nur noch flott in der Toilette runterspülen.
Was aber auch nicht funkionieren wird,
weil nämlich aus den Leitungen gar kein Wasser
mehr kommt.

Und alle werden arbeitslos sein, jedoch Hunger haben.
Millionen werden schlicht verhungern.
Aber vorher sich gegenseitig noch die Köpfe einschlagen,
im Streit um den letzten Apfelbutzen.
Die Metropolen werden blutig-rot in Flammen aufgehen!

Und auf auf abgebrochenen Stöckelschuhen und mit silbernen Schrauben
in den Augenbrauen und der Nase, werden sich blondierte Diskoköniginnen
hinkend in Massen aufs platte Land wälzen,
wo sie von den Bauern wie Ungeziefer erschlagen werden.
Falls sie denn überhaupt so weit kommen
und nicht bereits vorher im Strassengraben verrecken.

4.
Und dann werden auch die "Dörfler" anfangen, zu verhungern.
http://cdn1.stuttgarter-zeitung.de/media.media.275f5a66-78d3-4bb2-af3a-ee41be959ee0.nor...

Gruß,
BB

Ich kenne das Buch - lesen lohnt, vieles bekannt.

Olivia @, Mittwoch, 29.07.2015, 13:24 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12768 Views

das auf Youtube kostenlos verfügbare

Hörbuch "Black Out" von Marc Elsberg empfohlen:

https://www.youtube.com/results?search_query=marc+elsberg+blackout+h%C3%B6rbuch

.....................

Das Buch gibt es auch seit etlicher Zeit auch als Kindle-Download. Ich habe es kurz nach Erscheinen gelesen. Vieles war bekannt und trotzdem. Es hat sicherlich auch eine Reihe von Menschen erreicht, die sich mit diesem Thema vorher nicht auseinandergesetzt haben.
Schon alleine, wenn man sich die Langzeitfolgen von Kathrina und der Überschwemmung von New York etc. einmal vor Augen führt, dann verliert man viele Illusionen.

Stromausfälle kannte ich früher nur aus südlichen Gefielden. Inzwischen hatten wir auch hier bereits 1/2 Tag keinen Strom. Glücklicherweise tagsüber.

Eine gewisse Mindestversorgung mit stromunabhängiger Beleuchtung, Heizung, Kochmöglichkeit, Wasser und einige Nahrungsmittel halte ich daher schon für geboten. Bei längeren Stromausfällen wird das natürlich nicht helfen.

Zumindest kürzere, periodische Stromausfälle kann man mit so etwas auffangen.

--
For entertainment purposes only.

Stromausfall in Amsterdam

pjotre @, Schweiz, Mittwoch, 29.07.2015, 13:33 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 13362 Views

Hallo zusammen!

Ich hatte neulich die Gelegenheit mit einer Bekannten zu sprechen, die in Amsterdam lebt. Sie war auch während des Stromausfalls im März 2015 dort und hat mir ihre Erlebnisse kurz geschildert.

Zunächst ist sie mit einer U-Bahn stecken geblieben, hatte aber Glück, da die Betriebswerkstatt scheinbar in der Nähe war und der Zug in den nächsten Bahnhof geschleppt werden konnte.

Die Innenstadt war in manchen Ecken wohl bis zu 10 Stunden betroffen. Meine Bekannte ist Studentin und lebt in einem Studentenwohnheim. Dort werden sämtliche Türen mit einer Chipkarte geöffnet, Schlüssel gibt es überhaupt nicht mehr. Ihrer Aussage nach ist das recht häufig in Amsterdam, wohl auch bei normalen Mietwohnungen.

Der Stromausfall hatte also zur Folge, dass die Leute nicht mal mehr in ihre eigene Wohnung gekommen sind. Sie hatte Glück und konnte über einen Balkon im Erdgeschoss in das Gebäudeinnere gelangen. Dort war sie eine der wenigen, welche über x Umwege durch Wäscheräume usw. noch zu ihrer Wohnung gelangte, da zwei Türen offen standen. Da ihr Mitbewohner anwesend war, konnte er ihr von innen auch die Wohnungstüre öffnen.

Sie hat von mehreren Leuten berichtet, die stundenlang in Fahrstühlen fest hingen. Teilweise war die Wasserversorgung sofort weg, da der Wasserdruck zusammengebrochen ist. Fast alle Läden haben natürlich sofort geschlossen, da die Kassen, Alarmsysteme usw. nicht mehr funktioniert haben. Offen hatten vor allem die Gemüsehändler (Türken, Inder...?). Leider konnte dort fast niemand einkaufen gehen, da das bargeldlose Bezahlen in Holland scheinbar recht weit verbreitet ist. Sie hatte aber zum Glück Bargeld dabei und konnte sich Getränke und etwas zum Essen kaufen.

Alle Leute sind aber wohl sehr ruhig geblieben, Panik ist keine ausgebrochen (die haben dort wohl nicht so viele Survivalfreaks...).

Ist doch interessant, was passiert, wenn die elektronischen Helferlein mal für ein paar Stunden nicht funktionieren...

--
Gruss
pjotre

Die Natur ist redundant...... "wir" rationalisieren :-)))

Olivia @, Mittwoch, 29.07.2015, 13:37 vor 3828 Tagen @ Montgomery Burns 12659 Views

Wie war das noch in Fukushima? Hätten die rationalisierungswütigen Betriebswirte nicht alle redundanten Systeme entfernt bzw. nicht mehr gewartet....... wäre dann nicht zumindest ein wenig Hoffnung geblieben.....?

So aber war schlicht nix da..... weil ja so etwas niemals passiert!

.......

Wobei ich ganz ehrlich sagen muß, dass ich mir nicht vorstellen kann, was du mit einem Generator anfangen willst? Denn was willst du mit so einem Gerät alleine?
Ich richte mich auf "unbequeme" Zeiten ein, nicht auf katastrophale, denn die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Also im Ernstfalle noch schnell die Badewanne voll Wasser laufen lassen, dann kann man zumindest auf der Toilette nachspülen. :-)

--
For entertainment purposes only.

Maximalketzerischer Einwurf...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.07.2015, 13:44 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 13601 Views

Vielleicht ist es ja auch so:

(1) In jeder Debatte gibt es Extrempositionen.
(2) Eine Extremposition in Hinblick auf Stromversorgungssicherheit ist die Angst vor dem Totalkollaps der Zivilisation.
(3) Vielleicht ist diese Position genauso überzogen, wie die Angst vor dem Komplettabsterben des Waldes, die in den 80ern grassierte (FAZ-Feuilleton).
(4) Schließlich wird die Stromversorgung zunehmend dezentraler, was theoretisch die Versorgungssicherheit erhöhen sollte.

Ich weiß es nicht sicher, bin aber skeptisch bei den vielen Mad-Max-Angstpornos die immer die Runde machen.

[image]

Gruß, Bernadette

Genau so schaut's aus, BB, falls ...

Zarathustra, Mittwoch, 29.07.2015, 13:55 vor 3828 Tagen @ BBouvier 13162 Views

... wir bis dahin die AKWs samt Abklingbecken und Inventar in einem sicheren Endlager entsorgt haben werden. Falls nicht, dann sieht es noch einmal ganz anders aus.

Grüsse, Zara

Schwelgen in Katastrophenszenarien

Montgomery Burns @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:04 vor 3828 Tagen @ BBouvier 13150 Views

Allein schon die Theorie darüber scheint hier ja echt etliche anzutörnen.

Obwohl es zugegebenermaßen ja recht interessant wäre, einem solchen Szenario live beizuwohnen, denke ich, dass die triviale Realität des Immer-weiter-wurstelns bis zum Jahre Schnee allen Sensationsgeilen einen ziemlichen Strich durch die Rechnung machen wird.

Der Lichtblick des großen Crashs im grauen Alltag spielt sich für manche trotzdem als interessantes Kopfkino mit unzähligen Wiederholungen ab, wie mir so scheint.

Du wartest doch auch schon seit mittlerweile 16 Jahren (1999) vergebens auf die ultimate Katastrophe, die sich einfach nicht und nicht einstellen will.

Gruß

72-Stunden-Blackout würden wir überstehen.... aber danach......

Olivia @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:07 vor 3828 Tagen @ Zorro 13260 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 14:11

Nein, im Ernst, sagen wir ein 72-Stunden-Blackout im Dezember wäre zu
bewältigen.
Hast Du persönliche "Gegenmaßnahmen" getroffen, um diese Zeit "charmant"
zu überstehen?

An die anderen Foristen:

Habt ihr welche getroffen?

PS: (verschärfte Situation) Was würdet ihr ab der "73. Stunde" ohne
Strom dann persönlich unternehmen?

....................

Kurzfristige "Ereignisse" würden wir hier überstehen. Auch die Nachbarn. Fast jeder hat eine "Feuerstelle". Die meisten haben eine Regentonne (f.d.Toilette). Meine Nachbarn gehen 1 x im Monat einkaufen (also Vorräte da). Kerzen haben auch die meisten.

Die Frage, die wirklich schwierig zu beantworten ist: WAS kommt danach?
Wenn man sich Anregungen holen will, dann kann man bei den Outdoor-Ausrüstern nachfragen. Wieweit es sich lohnt, der Kälte im Wohnzimmer beizukommen indem man darin ein Zelt aufstellt, das entzieht sich meiner Kenntnis. Ich würde es aber tun, wenn es auch nur den Hauch von Hoffnung auf mehr Wärme gäbe.

Die viel schwierigere Frage aber ist "Was tut allgemein die Bevölkerung"?

Wasser gibt es in der Stadt (Fluss) - ich denke auch, dass sich die Einheimischen (zumeist irgendwie ausgebildet) arrangieren werden und Ideen entwickeln werden. Vollkommen unklar ist mir, wie die ganzen auf öffentliche Hilfe Angewiesenen reagieren.
Wird es Plünderungen geben? Z.B.

Ein Lebensmittellager habe ich nicht, denn das wäre vor Plünderungen eh nicht sicher! Also nur Vorsorge um "ein paar Tage" zu überstehen. D.h. Gaskochmöglichkeit, Ofen, Regentonne, Trinkwasservorrat, ein paar Lebensmittel. - Ach jehhh, muss wieder Nudeln kaufen..... der Hund ist auf Nudeln abonniert.

--
For entertainment purposes only.

Erst in Folge so richtig lustig

BBouvier @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:09 vor 3828 Tagen @ Bernadette_Lauert 12954 Views

Hallo, Bernadette!

Ich gehe davon aus, daß das Kartenhaus der vernetzt-komplexen Hochtechnikzivilisation
aus "irgendeinem" Grunde kollabieren wird.
- massive soziale Unruhen
- Finanzkollaps
- schwerste Naturkatastrophen
- etc.
... sich gegenseitig bedingend und verstärkend.

Und dann/deswegen (!) fällt der Strom dauerhaft aus,
woraufhin (!) es erst so richtig lustig werden wird. [[freude]]

Grüße!
BB

Stimmt, darüber wird auch bereits eifrig publiziert.... Amazon hilft weiter!

Olivia @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:10 vor 3828 Tagen @ Heinz 12729 Views

In Ergänzung zu den Ausführungen von @CrisisMaven sei erwähnt, dass der
Sonnensturm in der Stärke von dem im Jahre 1859 einen solchen Blackout
verursacht hätte (Carrington-Event). 2012 sind wir laut NASA nur knapp
einem solchen "Event" entgangen. Abgesehen davon hätte jede in 160 km
Höhe gezündete Atombombe auch einen solchen Effekt. Der Blackout kann
also auch menschliche Ursachen haben.

--
For entertainment purposes only.

goldener Mittelweg

Blut-Svente @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:11 vor 3828 Tagen @ Zorro 13008 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 14:26

An die anderen Foristen:

Habt ihr welche getroffen?

PS: (verschärfte Situation) Was würdet ihr ab der "73. Stunde" ohne
Strom dann persönlich unternehmen?

Gruß Zorro

Hallo @Zorro,

meine Antowort ist: ja.

Man kann sich in diese Situation z.T. extrem reinsteigern und sehr viel Geld investieren,
Resultat ist die Prepper-Szene mit teilweise aus meiner Sicht
extremen Auswüchsen.

Wer sich damit beschäftigt und z.B. die steuerzahlerfinanzierte Studie
zu einem flächendeckenden Stromausfall (pdf ist im Netz verfügbar) verinnerlicht,
kommt als normaldenkender Mensch zu dem Schluss, ein Verharren ohne
einige grundsätzliche Maßnahmen ist sträflich.
Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt evt. konservativ
anmutend einen Stock von Lebensmitteln/Vorräten.
Details gibts auch dazu reichlich im Netz.
Dazu Kerzen, Brennstoffe, ein paar Medikamente, aber auch praktische
Dinge wie Werkzeuge, Messer, Beil, Batterien, Radio, Silbermünzen bzw. Tauschobjekte etc.

Einer ganz besonderen Bedeutung kommt dem Wasser zu. Nicht nur, dass
die Klospülung nach kurzer Zeit nicht mehr geht, Wasser ist das erste,
was ein THW in ein Erdbebengebiet schickt. Erst dann folgen
Generatoren, Zelte, Lebensmittel, Medikamente und Kommunikation. Konsequent wird das Wasser
dann vorort aufbereitet, ergo schickt man eine Wasseraufbereitungsanlage.
Ich habe einen Outdoor Wasserfilter, der aus dem Inhalt meines 700l im Regenwassertanks
gutes Trinkwasser machen kann.

Bzgl. Energie habe ich einen Generator incl. Treibstoff (notfalls geht
auch der aus dem PKW abgezapfte) und Solarzellen, die man so schalten
kann, um damit Batterien zu laden und einen Wecheslrichter betreiben kann,
der das Haus mit Grundlast etwa 3 Tage ohne Nachladen versorgen kann.
Generell gehen ohne Strom auch die allermeisten Heizungen nicht, Brenner, Umwälzpumpe etc.
brauchen Strom, wenn auch nur wenig, aber ohne ist die Hütte kalt und
Duschen maximal mit kaltem Wasser, wenn überhaupt.
Hier hilft ein Ofen (bei mir tuts ein finnischer Specksteinofen)
und ordentlich Holz vor der Hütte. Im 12 Stock eines Plattenbaus
ist die Situation da ungünstiger...

Weiteres Thema dürfte Schutz vor Plünderern/Eindringlingen sein, in diversen Foren
wird über Bewaffnung diskutiert, wobei man schnell die Grenzen der
Legalität überschreiten kann. Wenn Chaos herrscht, ist der rechtliche Aspekt wurscht,
aber in Zeiten des Normalzustandes kann das zum Problem werden.
Ich kenne mich zu diesem Thema bestens aus, werde aber keinerlei Empfehlungen geben.
In dem Zusammenhang sollte man auch überlegen, wem man was erzählt,
weil man plötzlich und überraschend sehr viele Freunde hat.

Es ist ein leichtes, sukzessive ein Vorrat aufzubauen (und zu rotieren)
und ein paar Massnahmen entspannt aufzusetzen,
wenns kracht, rennen alle los und es ist zu spät.
Die Ansätze sind vielfach durchdiskutiert worden, das Netz gibt sehr viel dazu her.
Handele auch hier "antizyklisch".

Gruß
Svente

PS: und gewöhne Dich daran, dass Du von vielen Leuten belächelt wirst [[zwinker]]

PPS: Ich habe mal auf einer t-online Seite zufällig einen Artikel gelesen,
ich dachte, ich lese nicht richtig. Der Titel war:
Wenn das Wlan einmal ausfällt, wie Sie die Zeit dazwischen sinnvoll nutzen können...
Die ganzen Smartphonestreichler werden wohl kaum Vorräte haben und wie Zombies durch die Gegend irren.

Naja, das werden wir sehen ... mkT

igelei @, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Mittwoch, 29.07.2015, 14:20 vor 3828 Tagen @ BBouvier 12980 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 27.05.2016, 16:57

1.
Heutzutage sind die Häuser der Dörfer zwar noch bewohnt,
jedoch stehen auf dem kurzgeschnitten Rasen des
330-Quadratmetergrundstückes
ein paar Gartenzwerge und in der Garage ein schwarzer Dreier-BMW,
mit dem der Hausherr täglich um 07:25 Uhr in sein Büro der nahen
Kreisstadt fährt.
http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1018516.1355760735/860x860/street-view-dorf-allga...
Und - ja, ich weiß schon - es gibt (pars pro toto) in Niederbrombach
tatsächlich
noch fünf "echte Bauern" ... einer hat eine vollklimatisierte Halle mit
10.000 Hühnern,
einer einen Stall mit 280 vollautomatisch versorgten Rindern,
einer baut mit Riesenmaschinen Ölraps an, einer ...

Bei uns in der Gegend gibt es noch Felder mit echtem Getreide, noch nicht völlig verdrängt. Der mit dem Ölraps kann schon mal bei euch der Treibstofflieferant werden, vorausgesetzt, es gibt noch eine Ölmühle in der Gegend.

2.
Im Kollaps werden die Bewohner der Millionenstädte dort leider nicht
hocken
bleiben und dorffreundlich still verkommen, sondern sich wie ein
schmutziger Tsunami
auf das flache Land ergießen.

Hmm, wenn ich mir das Volk in Berlin so anschaue, werden die Deppen als erstes die Mediamärkte plündern und sich über ihr neues IPhone freuen. In der Zeit hol ich mir schon mal noch ein paar Salamis und massenweise Natodraht aus dem Baumarkt. Wenn die dann am Verhungern sind, wird es mit weiten Strecken auch nicht mehr so klappen, erst dann werden sie auf die Idee kommen, mal aufs Dorf zu schauen. Meins ist in einer nicht ganz so dicht besiedelten Gegend, bis dahin wird sich die Dorfgemeinschaft verteidigungsbereit gemacht haben. Haben einige im Schützenverein und ein amerikanisches Sprichwort sagt: Live is precious - ammunition is cheap, daher sind die Schänke gut gefüllt <img src=" />

3.
Es kollabiert dann nämlich die Zivilisation!
...
Und auf auf abgebrochenen Stöckelschuhen und mit silbernen Schrauben
in den Augenbrauen und der Nase, werden sich blondierte Diskoköniginnen
hinkend in Massen aufs platte Land wälzen,
wo sie von den Bauern wie Ungeziefer erschlagen werden.
Falls sie denn überhaupt so weit kommen
und nicht bereits vorher im Strassengraben verrecken.
4.
Und dann werden auch die "Dörfler" anfangen, zu verhungern.
http://cdn1.stuttgarter-zeitung.de/media.media.275f5a66-78d3-4bb2-af3a-ee41be959ee0.nor...

Warum? Brandenburg ist voll mit Rehen, Wildschweinen und Fische gibts auch in den Flüssen und Seen. Uns aufm Dorf rafft erst der Fallout der Brennstäbe dahin ...

MfG
igelei

angstporno.mp4

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.07.2015, 14:26 vor 3828 Tagen @ BBouvier 12861 Views

Ich gehe davon aus, daß das Kartenhaus der vernetzt-komplexen
Hochtechnikzivilisation
aus "irgendeinem" Grunde kollabieren wird.

Kann passieren, muss aber nicht. Ich halte es schlichtweg für weniger wahrscheinlich.

- massive soziale Unruhen
- Finanzkollaps
- schwerste Naturkatastrophen
- etc.
... sich gegenseitig bedingend und verstärkend.

"Erst stirbt der Wald, dann du!" (Das Waldsterben als westdeutsches Politikum (1978-1986)

Das Waldsterben wurde auch mit sich gegenseitig aufschaukelnden Effekten in Verbindung gebracht, die uns alle sterben lassen werden.

Und dann/deswegen (!) fällt der Strom dauerhaft aus,
woraufhin (!) es erst so richtig lustig werden wird. [[freude]]

angstporno.mp4

Gruß, Bla

"Der Sturm 2012 war mindestens so stark wie 1859"

Elli ⌂ @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:26 vor 3828 Tagen @ Heinz 13344 Views

In Ergänzung zu den Ausführungen von @CrisisMaven sei erwähnt, dass der
Sonnensturm in der Stärke von dem im Jahre 1859 einen solchen Blackout
verursacht hätte (Carrington-Event). 2012 sind wir laut NASA nur knapp
einem solchen "Event" entgangen.

Dazu hier nochmal ein Link:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/sonnensturm-2012-fast-katastrophe-auf-erde-p...

Auszüge:
»"Hätte er getroffen, würden wir noch immer die Schäden beseitigen", sagt Daniel Baker von der University of Colorado.«

Ich fürchte, dazu wären wir gar nicht mehr gekommen…

»Am 23. Juli 2012 schleuderte die Sonne demnach Billionen Tonnen magnetisiertes Plasma ins All - glücklicherweise kurz nachdem die Erde aus der Schussbahn geflogen war. "Hätte sich die Eruption eine Woche vorher ereignet, wäre die Erde im Weg gewesen", sagt Baker. "Wir haben unglaubliches Glück gehabt."«

Tja, Glück gehabt.

»Riley hat eine erschreckende Rechnung aufgemacht: Aus der Häufigkeit der Sonnenstürme der vergangenen 50 Jahre ergebe sich, dass Stürme der Carrington-Klasse weitaus häufiger vorkommen als angenommen. Bislang schien es, sie seien nur alle paar Jahrhunderte zu befürchten. Rileys Studien zufolge aber liege die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer dieser Stärke bei etwa eins zu acht im Laufe der nächsten zehn Jahre. "Eine ernüchternde Statistik", kommentiert der Forscher seinen Befund.«

Testlauf

Domac @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:34 vor 3828 Tagen @ Zorro 12758 Views

Servus,

such Dir ne Taschenlampe, die funktioniert. Dazu einen Notizblock. Dann geh doch einfach zum "FI" und mach "Klick" und diesen Zustand lässt Du mal 15h. Nicht vergessen aufzuschreiben, was Du am meisten vermisst bzw. unterlassen musst.

GrüßeD

Leserzuschrift mit guten Hinweisen / Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.07.2015, 14:39 vor 3828 Tagen @ Bernadette_Lauert 12918 Views

Hab Post bekommen:

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hallo, Bernadette,

Du schreibst:

Schließlich wird die Stromversorgung zunehmend dezentraler, was theoretisch die Versorgungssicherheit erhöhen sollte.

Das ist so nicht ganz korrekt.
Die Strom-ERZEUGUNG wird dezentraler, aber alles zusammen hängt am Netz, und eben jenes bricht zusammen. Nicht die Erzeugung kollabiert, sondern die Versorgung über das Netz. Denn das ist gesamteuropäisch geworden und kann praktisch nirgends mehr im Inselbetrieb laufen.

http://www.ploetzlichblackout.at

Grüsse!

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ich akzeptiere das Argument und finde das dort eingebettete Vid "Schweiz im Dunkeln" recht gut:

https://youtu.be/NMWZwkv0qto

Es ist vom Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz.
Kein angstporno.mp4, aber nachdenklich stimmend.

Gruß, Bla

Angstfreie Themenbehandlung psycholog. für manche schwierig; Unterscheide Produktion und Distributionsbetrieb

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:41 vor 3828 Tagen @ Bernadette_Lauert 12593 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 14:52

Servus Bernadette,

erlaube mir folgende Bemerkungen zu den Thesen:

(4) Schließlich wird die Stromversorgung zunehmend dezentraler, was
theoretisch die Versorgungssicherheit erhöhen sollte.

Die Stromproduktion wird - so wird es uns jedenfalls suggeriert - dezentraler, nicht aber der Stromtransport und die Verteilung ("Netz"). Genauso wenig wie die Steuerung (insbes. Spannungsbalancierung). Fällt ein Element aus gibt es keine Stromversorgung.

Analoges gilt für dezentrale Nahrungsmittelproduktion, die in Krisenszenarien selbstverständlich versucht werden wird, aber aufgrund des geringen Verbreitungsgrades der hierzu erforderlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen und angesichts des Mengenbedarfs und des Sofortverfügbarkeitsbedarfs bei rationaler Einschätzung zu einem jämmerlichen Scheitern verurteilt sein wird, wobei dennoch schon aus psycholog. Strohhalmgründen jeder dahin gehende Versuch absolut zu begrüßen ist.

Ich weiß es nicht sicher, bin aber skeptisch bei den vielen
Mad-Max-Angstpornos die immer die Runde machen.

Viele Zeitgenossen - die virtuelle Person (den realen Menschen kenne ich nicht und kann ich nicht beurteilen) Montgomery Burns scheint mir hier im Forum ein prächtiges Musterbeispiel zu sein - sind nicht in der Lage, sich dem Thema angstfrei zu stellen.

Die typischen argumentativen Angstreaktionen sind:

a) Ignorieren
b) Wenn Ignorieren nicht mehr geht, dann Bagatellisieren
c) Wenn Bagatellisieren nicht mehr geht, dann maßlos Übertreiben
d) Wenn all das nicht mehr hilft, dann den Kontrapart Diskreditieren

All dies hier im Faden wunderbar vorzufinden. Ein Lehrstück mal wieder.

Und es trennt sich halt die Spreu vom Weizen.

Der Wille zur Verdrängung (Optimismus) ist schon phänomenal

Zarathustra, Mittwoch, 29.07.2015, 14:41 vor 3828 Tagen @ BBouvier 12855 Views

So phänomenal wie fatal. Obwohl man eindeutig weiss, dass jede Zivilisierung (Kollektivisierung) der Menschheit notwendigerweise im Komplexitäts-Desaster endete, tut man einfach so, als ginge einem das alles nichts an und das vorprogrammierte Desaster sei nun plötzlich und erstmals unwahrscheinlich.

Nicht nur das Waldsterben

Montgomery Burns @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:43 vor 3828 Tagen @ Bernadette_Lauert 12785 Views

Vergiss nicht Schweinepest und Vogelgrippe, Peak-Oil, das Bienensterben und die Klimaerwärmung.

Wobei bei letzterem ja glücklicherweise schon langsam die Erkenntnis reift,
dass es sich dabei um einen zyklischen globalen Prozess handelt, und der Mensch nur unwesentlich dazu beiträgt, oder, wie der Wiener wohl dazu sagen würde, einen Lercherlschas.

Gruß

Lieber an Angenehmes denken!

BBouvier @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:45 vor 3828 Tagen @ Bernadette_Lauert 12871 Views

Ich halte es schlichtweg für weniger wahrscheinlich.


Hallo, Bernadette!

Tolstoi - "Krieg und Frieden":
=>
"Der Feind [Napoleon] kam immer näher an Moskau heran;
die Auffassung der Moskauer über ihre Lage wurde aber keineswegs ernster,
sondern im Gegenteil nur noch leichtsinniger, so wie das immer bei Menschen der Fall ist,
die eine große Gefahr heranziehen sehen.

Bei der Annäherung einer Gefahr sprechen in der Seele des
Menschen immer zwei Stimmen gleich stark:
Die eine mahnt verständig, der Mensch solle das eigentliche
Wesen der Gefahr erwägen und Mittel zur Rettung ersinnen;
die andere sagt noch verständiger,
es sei schwer und quälend, an die Gefahr zu denken,
da es ja doch nicht in der Macht des Menschen stehe,
alles vorauszusehen und sich vor dem allgemeinen Lauf der Dinge zu retten,
und es sei deshalb besser, sich von dem Schweren abzuwenden,
solange es noch nicht da sei, und lieber an Angenehmes zu denken.

Ist der Mensch einsam, so hört er meist auf die erste Stimme,
in Gesellschaft hört er dagegen auf die zweite.

So war es auch jetzt mit den Einwohnern Moskaus.
Schon lange hatte man in Moskau
kein so lustiges Leben geführt, wie in diesem Jahr
."

Beste Grüße!
BB

nach 4 Wochen trübes Wetter im Winter gäbe es Anlass

Dirk-MV @, Punta Cana, Mittwoch, 29.07.2015, 14:48 vor 3828 Tagen @ Zorro 12954 Views

zur Überlegung, das Wasserbett vom Stromnetz zu trennen, weil der Brennstoffvorrat zur Neige geht. Alles andere reicht einige Monate.
mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

DIe Frage hatte ich -vielleicht etwas zu implizite ;-)- schon mehrfach hier beantwortet ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 29.07.2015, 14:56 vor 3828 Tagen @ Zorro 13094 Views

Nein, im Ernst, sagen wir ein 72-Stunden-Blackout im Dezember wäre zu bewältigen.

Auch da sind schon Leute erfroren, waehrend gleichzeitig das Zeug in ihrer Tiefkuehltruhe verschimmelte, weil sie es -wer denkt schon an so was!- nicht vor die Tuer stellten, sondern bei plus 7-10 Grad in der Truehe "schwiemeln" liessen.

Hast Du persönliche "Gegenmaßnahmen" getroffen, um diese Zeit "charmant" zu überstehen?

Ja, mein "Gold zwischen den Ohren" wird dann eine enorme Aufwertung erfahren. Waehrend alles andere, auch das gelbe Metall u.U., relativ wertlos werden wird.

Im Ernst: wer sich kundig macht, mit welchen Fachgebieten ich mich seit meiner Jugend befasse, merkt, dass ich weniger in Kunstgeschichte bewandert bin als mancher Feinsinnige. Aber eben in allem andern. Dieses Curriculum richtet sich nach nichts anderem als nach dem (Ueber-) Lebenswert dieser Kenntnisse und Faehigkeiten.

Wenn jede(r) wuesste, "was kommt", kaeme es ja nie. Das, "was kommt", ist das, worauf dann die allermeisten nicht vorbereitet sind.

Und ich kann mir lebhaft ausmalen, wer in diesen Krisenzeiten dann halbe Schweinhaelften angetragen bekommt gegen gute Ratschlaege ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Verdrängung kommt nur von den Schwätzern

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 29.07.2015, 14:59 vor 3828 Tagen @ Zarathustra 12652 Views

So phänomenal wie fatal. Obwohl man eindeutig weiss, dass jede
Zivilisierung (Kollektivisierung) der Menschheit notwendigerweise im
Komplexitäts-Desaster endete, tut man einfach so, als ginge einem das
alles nichts an und das vorprogrammierte Desaster sei nun plötzlich und
erstmals unwahrscheinlich.

welche Gefährdungen aufzeigen ohne eine gangbare Alternative zu kennen.

Verdrängung ist in diesem Fall psychisch die beste Variante.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Leider finale Beendigung auch des urproduktiven Tuns durch AKW-Erguss

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:03 vor 3828 Tagen @ igelei 12792 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 15:28

Servus Igelei,

nicht falsch verstehen, ich finde jede Form der "Vorbereitung" auch und gerade der Vorbereitung zur Selbsthilfe gut.

Jeder Mensch braucht in Ausnahmesituationen und in geistiger Beschäftigung mit diesen Hoffnung. Das soll so sein und dass muss so sein.

Dein Beitrag endet zu Recht mit dem Clou, der Beendigung jedweder nennenswerten Zivilisation (auch der urproduktiven) durch das, was schließlich bei der in Rede stehenden Black-Out-Großkatastrophe sich aus den AKWs und Abklingbecken in die Biosphäre unaufhaltsam ergiessen wird.

Bin gespannt wie der Romanautor Elsberg die Kurve in Richtung Rettung, also Ende der kaskadierenden Katastrophenereignisse und dem notwendigen nahezu synchronen Neustart der technischen und gesellschaftlichen Gesamtlogistik kriegen wird.

Es wird doch hoffentlich ein Happy End geben, schließlich geht es um einen Roman!

Haben ist besser als Brauchen

Blut-Svente @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:10 vor 3828 Tagen @ CrisisMaven 12688 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 15:22

Hallo @ CM,

deine Einstellung (wenn nicht z.T. vorenthalten) scheint
mir ein wenig einseitig, wenn ich mir diese Bemerkung
erlauben darf.

Sicher ist gutes engineering durch nichts zu ersetzen, aber die
Leute werden erfinderisch und in der Not werden viele Lösungen
geboren. Ich kenne Leute, die nicht mal eine Sicherung wechseln
können und sich beim Setzen eines Dübels schwer verletzen oder
umbringen. Diese (große Mehrheit) wird Dir keine Schweinehälften
hinterher tragen, weil sie schlicht keine haben.

Die Diskussion geht dazu in die Breite, weil die ersten Stunden
sicher anders ablaufen werden, wie nach 3 Tagen und nach einer
oder 2 Wochen sieht es wieder anders aus.

Das Gold zwischen den Ohren ist sicher sehr wertvoll, aber
der zugehörige Marktpreis muss erst einmal in dieser Situation
realisiert werden. Da stehen in Kombination mit handwerklichen Skills
plus Ausrüstung plus Vorräten die Aktien deutlich besser.

VG
Svente

Meine Frage an Dich...

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:11 vor 3828 Tagen @ CrisisMaven 12760 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 15:23

Im Ernst: wer sich kundig macht, mit welchen Fachgebieten ich mich seit
meiner Jugend befasse, merkt, dass ich weniger in Kunstgeschichte bewandert
bin als mancher Feinsinnige. Aber eben in allem andern. Dieses Curriculum
richtet sich nach nichts anderem als nach dem (Ueber-) Lebenswert dieser
Kenntnisse und Faehigkeiten
.

Hallo CM,

...war, was Du persönlich konkret an "Maßnahmen" getroffen hast, um einem 72 Stunden-Blackout zu begegnen.

Diese "Gold zwischen den Ohren" Nummer und eine Linksammlung, bzw. ich schätze mal, du meinst diesen hier:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=340482

ist ja alles gut und schön, kann man quasi auf Google unter "survival" anklicken...!

Meine Frage war:
Was davon hast du für dich schon realisiert?

Gruß Zorro

--
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Die in diesem Posting enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageinstrumenten dar.

Einfach: dauerhaft unvergiftetes Wasser/Nahrung in unverseuchter, unverstrahlter, gewaltfreier Umwelt (mkT)

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:25 vor 3828 Tagen @ Zorro 12875 Views

So einfach ist das Überleben - es bedarf nur folgendes (man verzeihe mir diesmal den schwarzen Sarkasmus):

Dauerhaft (einmal daneben kann schon fatal sein) unvergiftetes Wasser und Nahrung in einer unvergifteten, unverseuchten, unverstrahlten, gewaltfreien Umgebung.

Alle übrigen bisher von uns sonst für wertvoll gehaltenen Werte sind dann absolut wertlos.

Ist das so schwer...?

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:32 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12546 Views

So einfach ist das Überleben - es bedarf nur folgendes (man verzeihe mir
diesmal den schwarzen Sarkasmus):

Dauerhaft (einmal daneben kann schon fatal sein) unvergiftetes Wasser und
Nahrung in einer unvergifteten, unverseuchten, unverstrahlten, gewaltfreien
Umgebung.

Alle übrigen bisher von uns sonst für wertvoll gehaltenen Werte sind
dann absolut wertlos.

Meine Frage war:

Wie hast Du dich persönlich mit Maßnahmen auf einen 72 Stunden Blackout vorbereitet?

Was man theoretisch alles tun kann, kann ich sicherlich in jedem "Überlebensforum" finden.

Gruß Zorro

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Ich sagte doch, dass das "Gold zwischen den Ohren" die NOETIGEN Kenntnisse und Faehigkeiten umfassen sollte ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:38 vor 3828 Tagen @ Blut-Svente 13092 Views

deine Einstellung (wenn nicht z.T. vorenthalten)

In gewisser Weise ja. Wen interessiert die Dosenliste? Siehe aber z.B. hier.

Sicher ist gutes engineering durch nichts zu ersetzen,

Welches enigineering? Davon sprach ich ja gerade nicht!

aber die Leute werden erfinderisch und in der Not werden viele Lösungen geboren.

Das konnte man live Anfang der achtziger Jahre erleben. Und die damalige Generation bestand z.T. noch aus angeblich erfinderischen Kriegsveteranen! Gar nix ging. In den Autos waeren die erfroeren, weil jeder im eigenen Auto in der Schneewehe sitzenblieb, statt sich reihum in einzelne Autos zusammen zu ballen, sich gegenseitig zu waermen und nur jeweils einen Motor laufen zu lassen (Diesel zuerst, weil der einfriert, dann die Benziner - wer haette das bedacht?).

Ich kenne Leute, die nicht mal eine Sicherung wechseln können und sich beim Setzen eines Dübels schwer verletzen oder umbringen. Diese (große Mehrheit) wird Dir keine Schweinehälften hinterher tragen, weil sie schlicht keine haben.

Doch, die schicken mir sogar noch ihre sechzehnjaehrige Tochter zum Prostituieren. Jeder nach seinen Faehigkeiten. Sie haette es schlimmer treffen koennen ...

Die Diskussion geht dazu in die Breite, weil die ersten Stunden sicher anders ablaufen werden, wie nach 3 Tagen und nach einer oder 2 Wochen sieht es wieder anders aus.

Ja, das meinte ich mit Kenntnissen und Faehigkeiten. Das zu wissen. Zu begreifen.

Das Gold zwischen den Ohren ist sicher sehr wertvoll, aber der zugehörige Marktpreis muss erst einmal in dieser Situation realisiert werden.

Das hat heute schon einen.

Da stehen in Kombination mit handwerklichen Skills

Du weisst aber schon, mit wem Du hier korrespondierst?

plus Ausrüstung plus Vorräten die Aktien deutlich besser.

Ja, die Ausruestung findet sich. Bei denen, die ohne Rollator den Werkzeugkoffer nicht mehr bewegen koennen. Oder in Werkstaetten, die haenderingend jemanden suchen, der ihnen zeigt, wie sie ihre Anlage so auf "Inselbetrieb" umschalten, dass sie irgendwie mit Generator (teilweise) funktioniert.

Das duerfte ausser mir am besten noch @ottoasta hinkriegen ... Und siehe da, der denkt auch noch sonst aehnlich wie ich.

Aber, wie gesagt, wenn ich was schreibe, kommen immer ganze Horden und wissen es urploetzlich noch besser ... (geht nicht gegen Dich).

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Kann man nach Stromausfall auf "survival" in der Suchmaschine "klicken"? Im Ernst???

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:41 vor 3828 Tagen @ Zorro 12819 Views

...war, was Du persönlich konkret an "Maßnahmen" getroffen hast, um einem 72 Stunden-Blackout zu begegnen.

Ich habe monatelang mit Blackout gelebt.

ist ja alles gut und schön, kann man quasi auf Google unter "survival" anklicken...!

Dann mach' mir das vor, wenn nicht jetzt, sondern erst "dann"!

Meine Frage war:
Was davon hast du für dich schon realisiert?

Wie meinst Du das? Mein Hirn funktioniert und befindet sich, selbst nachts in nacktem Zustand, im Gefaengnis und im Schwimmbad, bei mir!

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Frage akkurat beantwortet

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:45 vor 3828 Tagen @ Zorro 12435 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 16:09

Servus Zorro,

die Frage ist doch beantwortet, Du musst Dir genau das Beschriebene verschaffen. Ob das nun leicht oder schwer ist, sei dahingestellt. Es ist aber im Sinne der Fragestellung das minimal Notwendige.

Alles andere ist "Luxus" und, wenn die beschriebene essentielle Basis nicht verfügbar ist, schlichtweg überflüssig.

Deine Antwort ist lustig und lächerlich zugleich!

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:53 vor 3828 Tagen @ CrisisMaven 12590 Views

...war, was Du persönlich konkret an "Maßnahmen" getroffen hast,

um einem 72 Stunden-Blackout zu begegnen.

Ich habe monatelang mit Blackout gelebt.

ist ja alles gut und schön, kann man quasi auf Google unter "survival"

anklicken...!

Dann mach' mir das vor, wenn nicht jetzt, sondern erst "dann"!

Meine Frage war:
Was davon hast du für dich schon realisiert?


Wie meinst Du das? Mein Hirn funktioniert und befindet sich, selbst nachts
in nacktem Zustand, im Gefaengnis und im Schwimmbad, bei mir!

Mensch CM,

wenn Du keine Lust hast auch nur einen Funken von Dir preiszugeben, bzgl. meiner Frage, dann schreib es doch einfach,
oder antworte einfach gar nicht!

Lustig sind deine Antworten natürlich, aber du solltest merken, daß in diesem kleinen "Unterstrang" dieses Threads die User,
wenn sie möchten, einfach mal preisgeben, wieviel und welche Vorsorgemaßnahmen sie getroffen haben.

Auch wenn einer hier schreiben würde: "Lebe in Australien", wäre das informativer, als der Inhalt Deiner Postings.

Gruß Zorro

--
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Und, hast Du das schon geschafft, wenn ja, wie? (oT)

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 15:55 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12632 Views

- kein Text -

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Steht doch da

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 29.07.2015, 16:22 vor 3828 Tagen @ Zorro 12464 Views

Wie meinst Du das? Mein Hirn funktioniert und befindet sich, selbst

nachts

in nacktem Zustand, im Gefaengnis und im Schwimmbad, bei mir!


Mensch CM,

wenn Du keine Lust hast auch nur einen Funken von Dir preiszugeben, bzgl.
meiner Frage, dann schreib es doch einfach,
oder antworte einfach gar nicht!

Lustisch ist das gar nicht, aber du solltest selber dahinterkommen, hinter die drei wichtigsten Überlebenstechniken.

Sagen kann dir das keiner, weil, entweder, du kommst selber dahinter, oder es ist sinnlos.

Edit: Schwierig ist es nicht, dahinterzukommen.
Schwierig ist nur die Umsetzung.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Quick and dirty prepping

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 16:31 vor 3828 Tagen @ Zorro 12845 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 17:01

Lieber Zorro,

ich sprach doch ausdrücklich von schwarzem Sarkasmus (bitte mein Beitrag sorgfältig lesen), denn wie will man sich auf der AKW-vollgepfropften Nordhalbkugel eine auch im Katastrophenszenario dauerhaft unverstrahlte Umgebung verschaffen können? Das halte ich für unmöglich.

Wer es aber im Unterschied zu mir für möglich hält, der soll sich eben nach eigener (Er-)Kenntnis um eine solche bemühen.

Die Frage der Vorratshaltung (Prepper, Survival) wird im Net in wirklich zahlreichen Beiträgen und sämtlichen Facetten von A-Z behandelt.

Also von Quick-and-dirty-prepping bis hin zur voll ausgewogenen Gourmet-Versorgung im Bunker mit Nasszelle, Funk- und Videoanlage.

Zu Quick-and-dirty-prepping für wenig Euro zu haben (pro-Kopf-Mengen für wenige Monate):

30 kg ewig haltbaren Zucker
2 kg ewig haltbares Salz
100 Dosen Jahrzehnte haltbare Fischkonserven in Öl
20 kg Jahrzehnte haltbare Nudeln (Reinweizengries ohne Ei)
20 kg 5-10 Jahre haltbaren Reis

Man braucht so 1.500 - 3.000 Kalorien pro Tag, je nach Körpergewicht, Diät- und Aktivitätsansprüchen und natürlich dem Unterkunftswärmezustand.

All dies in weitestgehend luft- und lichtdichte Tonne einschließen und einmal pro Jahr umrühren (nein, umrühren war nur spaßig gemeint; im übrigen meine ich es ernst). Vitaminversorgung über ALDI-Brausetablettenvorrat, für "Grün-Frischversorgung" Brennesseln bei Bedarf zupfen. Wenn der verstrahlt sein sollte, ist alles zu spät, dann reicht wiederum eine Flasche Vodka und die Welt ist schön.

Dazu 650 - 1.000 Liter IBC-Container für Brauch- und Spülwasser (gibt es in der Bucht für 20 - 50 Euro), diverse Trinkwasserkanister (3 Liter pro Tag rechnen). Letztere im letzten Moment - solange noch Leitungsdruck da ist - frisch befüllen oder vorbefüllte 14tägig wechseln und beim finalen Bedarf kleine Echtsilbermünze reinlegen (antibakterielle Wirkung). Alternativ oder dazu noch Ronin-Entkeimungspulver (15-20 Euro für einige Tausend Liter Wasser ausreichend) aus dem Campingfachhandel. 5 Zahnbürsten, 10 Tuben und 100 Rollen Toilettenpapier.

Bei Quick-and-dirty - und nur da - bist du also mit 150-250 Euro dabei und die Seele hat Ruhe. Nach oben sind freilich keine Grenzen gesetzt. Auch beim Prepping wird Geschäft gemacht.

Okay, und DU? Was ist mit Dir?

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 16:40 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12502 Views

Lieber Zorro,

ich sprach doch ausdrücklich von schwarzem Sarkasmus (bitte mein Beitrag
sorgfältig lesen), denn wie will man sich auf der AKW-vollgepfropften
Nordhalbkugel eine auch im Katastrophenszenario dauerhaft
unverstrahlte Umgebung verschaffen können. Das halte ich für unmöglich.

Wer es aber im Unterschied zu mir für möglich hält, der soll sich eben
nach eigener (Er-)Kenntnis um eine solche bemühen.

Die Frage der Vorratshaltung (Prepper, Survival) wird im Net in wirklich
zahlreichen Beiträgen und sämtlichen Facetten von A-Z behandelt.

Hast Du das alles für DICH so toll vorbereitet, wie unten beschrieben?

Oder lebst Du wegen der "AKW-Bedrohung" auf der südlichen Halbkugel?


Also von Quick-and-dirty-prepping bis hin zur voll ausgewogenen
Gourmet-Versorgung im Bunker mit Nasszelle.

Zu Quick-and-dirty-prepping für wenig Euro zu haben:

30 kg ewig haltbaren Zucker
2 kg ewig haltbares Salz
100 Dosen Jahrzehnte haltbare Fischkonserven in Öl
20 kg Jahrzehnte haltbare Nudeln (Reinweizengries ohne Ei)
20 kg 5-10 Jahre haltbaren Reis

all dies in weitestgehend Luft- und Lichtdichte Tonne einschließen und
einmal pro Jahr umrühren (nein, Umrühren war nur spaßig gemeint; im
übrigen meine ich es ernst). Vitaminversorgung über
ALDI-Brausetablettenvorrat, für "Grün-Frischversorgung" Brennesseln bei
Bedarf zupfen. Wenn der verstrahlt sein sollte, ist alles zu spät, dann
reicht wiederum eine Flasche Vodka und die Welt ist schön.

Dazu 650 - 1.000 Liter IBC-Container für Brauch- und Spülwasser (gibt es
in der Bucht für 20 - 50 Euro), diverse Trinkwasserkanister (3 Liter pro
Tag rechnen). Letztere im letzten Moment - solange noch Leitungsdruck da
ist - frisch befüllen oder vorbefüllte 14tägig wechseln und beim finalen
Bedarf kleine Echtsilbermünze reinlegen (antibakterielle Wirkung).
Alternativ oder dazu noch Ronin-Entkeimungspulver (15-20 Euro für einige
Tausend Liter Wasser ausreichend) aus dem Campingfachhandel. 5
Zahnbürsten, 10 Tuben und 100 Rollen Toilettenpapier.

Bei Quick-and-dirty und nur da bist du also mit 150-250 Euro dabei.
Nach oben sind freilich keine Grenzen gesetzt.

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Schreib doch die Antwort für die Doofen einfach mal hin!

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 16:45 vor 3828 Tagen @ Mephistopheles 12718 Views

Lustisch ist das gar nicht, aber du solltest selber dahinterkommen, hinter
die drei wichtigsten Überlebenstechniken.

Sagen kann dir das keiner, weil, entweder, du kommst selber dahinter, oder
es ist sinnlos.

Edit: Schwierig ist es nicht, dahinterzukommen.
Schwierig ist nur die Umsetzung.

Also doch wieder Auswandern auf die südliche Halbkugel?

...mhmm, sind ja 3 Überlebenstechniken, fehlen noch 2 Inhalte...!

Gruß Mephistopheles

Gruß Zorro

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Warten auf den Tod

Rybezahl, Mittwoch, 29.07.2015, 16:51 vor 3828 Tagen @ Montgomery Burns 13106 Views

Stell dir vor, manche haben ihr ganzes Leben gewartet.

Die Weltdepression kann sich ja auch noch 20 Jahre hinziehen. Das wird dann allerdings auch nicht schöner, weil umso qualvoller. Da ist man in Deutschland, Schweiz und Österreich noch gut dran, in Resteuropa dürfte es schneller ungemütlich werden. Gibt uns auch genug Zeit die Atomkraftwerke sicher abzustellen.

Alternativ: weltweiter Schuldenschnitt.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Prepping zum Zweiten

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 16:55 vor 3828 Tagen @ Zorro 12776 Views

Aber lieber Zorro,

ich werde doch nicht öffentlich ins Netz schreiben, was ich getan oder unterlassen habe. Auch das ist eine Form von Prepping.

Beherzige die gemachten Prepping-Tipps oder auch nicht. Hiermit will ich es auch gut sein lassen, nachdem nun schon einige Zeit in die Beantwortung geflossen ist, ohne Signal, ob das nun hilft/nützlich ist oder das Gegenteil davon.

Habe schließlich selbst genug hier im Forum und in anderen gelernt, sodass ich dankbar bin und gerne zurückgebe, wenn es für andere brauchbar sein könnte.

Danke, klare Antwort!

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 17:05 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12340 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 17:25

Aber lieber Zorro,

ich werde doch nicht öffentlich ins Netz schreiben, was ich getan oder
unterlassen habe. Auch das ist eine Form von Prepping.

Das ist eine Antwort, die logisch ist auf meine Frage!
Du weißt, was ggf. zu tun ist, möchtest aber privat geheimhalten, was Du für Dich schon realisiert hast!

Gruß Zorro

--
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Wähle Alternative 2, 3 bis n

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.07.2015, 17:10 vor 3828 Tagen @ Rybezahl 12728 Views

Alternativ: weltweiter Schuldenschnitt.

Wobei es noch weitere gibt. Untilgbare Schulden in ZB-Bilanzen nehmen, die Zinsen auf Null oder fast Null stellen und weiter an konstruktiven Lösungen arbeiten.

Ist ja nicht so, dass nicht über alles vernünftig gesprochen werden kann. Wie beispielsweise hier:
Podium zur Griechenlandkrise: Ulrike Herrmann, Frank Schäffler, Karsten Peters, Dorothea Schäfer
https://www.youtube.com/watch?v=DF_17YooNfA (1h51m53s)

Gruß, Bernadette

Wichtigstes Prepping/Survivalsicherung: Einsatz für Einstellung AKW und Nuklearindustrie

Wayne Schlegel @, Mittwoch, 29.07.2015, 17:30 vor 3828 Tagen @ Zorro 12652 Views

Servus,

die m.E. allerwichtigste Prepping-/Survivalaktion ist die, sich überall dafür einzusetzen, dass der AKW-Unsinn mit dem größten und ultimativen aller Zivilsationsbeendigungsrisiken seinerseits beendet wird.

Was hilft den Fluchtburglern die schönste Fluchtburg mit Meerblick oder idyllischer Berglage und Komplettausstattung, wenn ihnen halt 14 Tage später die Partikelwolke oder die Isotope um die Nase wehen als allen anderen.

--> ab in meine Sammlung (oT)

Zarathustra, Mittwoch, 29.07.2015, 17:46 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12102 Views

- kein Text -

Haben wir hier bei uns - aber gegen den BUMS kann keiner vorsorgen.

modesto, Mittwoch, 29.07.2015, 17:53 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 12465 Views

Guten Abend,

vorbereitet sind wir - zumindest momentan in Italien.

Wir sitzen auf Tausenden QM fetter, fruchtbarer Erde und unser Quellbrunnen geht ca. 130m tief in den Felsen und befüllt eine, per Hand in den gewachsenen Felsen geschlagene, Zisterne von 10m³ Fassungsvermögen an bestem Trinkwasser.

Noch ordentlich Diesel gelagert können wir lange daraus trinken, zur Not schöpfen mit einem Eimer. So können wir auch solange bewässern und gärtnern, bis der Diesel alle ist.

Strom - reicht bei uns die vorhandene Anlage mit 4 Modulen und 2 Gelbatterien. Das reicht sogar für einen normalen Kühlschrank.

Regenwasser kann ohne Ende zusätzlich aufgefangen werden und 3 wartungsfreie Klärgruben ohne Strom sind auch nach 50 Jahren noch funktionstauglich.

Eingezäunt sind wir mit 25cm-Tufosteinen 2,20m hoch auf die gesamte Größe des Grundstücks. Dahinter wachen die 3 Hunde.

Aquaponiksystem wurde vorbereitet, läuft alles mit minimalem Solarstrom. Aber darum kann sich der nächste Eigentümer kümmern.

Sogar die Familie, die im Ort ohne diese Möglichkeiten lebt, kann bei uns unterkommen. Durch die Mobilheime haben wir noch komfortablen Wohnraum für mindestens 8 weitere Personen.

Und doch - wenn die AKW nicht mehr gekühlt werden nutzt uns das alles nix!

Und weil wir unsere "Fluchtburg" doch wieder zum Verkauf auf dem Markt haben, wirds in Zukunft ein EFH tun müssen, ein Generator, Dieseleinlagerung und eine gewisse Bevorratung an Medizin und Kalorien.
In der Gartenecke ein Kompostklo - mehr kann man in meinem Alter kaum tun.

Persönlich denke ich, dass zuviel Geld auf der Welt unterwegs ist, welches von den Eigentümern vermehrt bzw. erhalten werden will, was nur mit Strom geht, dass es nicht soweit kommt, dass wir ins Mittelalter zurückfallen.

Es sei denn, zu unseren Lebzeiten kommen wir noch bis an das Ende der Chronik vom von mir hochgeschätzen @BB - welche ich immer im Hinterkopf habe..

Ich wünsche Euch allen einen ruhigen Feierabend
modesto

Ganz so schwarz muß man das sicher nicht sehen

Leser68 @, Mittwoch, 29.07.2015, 20:45 vor 3828 Tagen @ igelei 12458 Views

in Berlin mit 4 Millionen zu "Versorgenden"? Keine Chance, das geht nicht ohne Tote ab.

Was ist die Reihenfolge der menschlichen Bedürfnisse (ohne Anspruch an Wissenschaftlichkeit):
1. Luft zum Atmen (max. 5 Minuten)
2. Wasser zum Trinken (max. drei Tage)
3. Wärme (hängt von der Temperatur ab, bei -50°C in einem Haus in Sibirien ohne Heizung und ohne Holz wäre vermutlich schon nach weniger als drei Tagen Schluss. Obwohl... Es gab vor ein paar Jahren eine ZDF-Doku wo zufällig junge Russen per Fahrrad(!) auf der gleichen Überlandstraße wie das Kamerateam, im Winter bei ca. -40°C, eine Fahrradtour gemacht und im Zelt(!) übernachtet haben. Ich weiß nicht mehr wieviele Nächte am Stück die das ausgehalten haben.
4. Was zu essen (max. drei Wochen, je nach Außentemperatur und Kalorienverbrauch)

In allen (größeren?) Städten in Deutschland gibt es Notbrunnen. Im Extremfall können überall Komposttoiletten errichtet werden.
Ansonsten kommen vermutlich Tankwagen zum Einsatz.
Essen:
Einige Tage dürften alle Menschen ohne Besuch im Supermarkt auskommen (u.a. Dank Nachbarschaftshilfe). Beim Tag X dürften vor jedem Supermarkt Polizisten (BP, Zoll, BePo etc.), Soldaten und Reservisten aufmarschieren bzw. werden dann die seit 2004 geltenden Notstandsgesetze ausgepackt (Beschlagnahme von Fabriken, Autos, Lkw etc.). In Deutschland dürfte es einige Getreidespeicher geben, die allerdings auch das (Hybrid-? Terminator-?)Saatgut für das nächste Jahr enthalten könnten. Dazu gibt es EU-Speicher für alle möglichen Lebensmittelüberschüsse (Fleisch, Milch, Butter etc.).
Die werden erst mal alle geleert.
Vermutlich werden viele Rinder bzw. Milchkühe geschlachtet werden, weil der (Energie-)Wirkungsgrad Getreide->Mensch wesentlich höher als der Wirkungsgrad Getreide->Rinder/Schweine->Mensch sein dürfte.
Die nicht mehr benötigten Parkplatzflächen vor den tausenden von Supermärkten in Deutschland können in Hochbeetgärten umgewandelt werden (s. das Beispiel Kuba). Ich sage nur: Prinzessinnengarten in Berlin.
Allerdings musste ich dieses Jahr zum ersten Mal selber die Erfahrung machen, dass es nicht so einfach ist mit dem Gemüse-/Obstanbau, wie man sich das so vorstellt: Samen kaufen, Samen in Erde, regelmäßig gießen, nach zwei bis drei Monaten ernten, denn (Nackt-)Schnecken stehen unglaublich auf solche künstlich angepflanzten Pflanzen bzw. wohl auf Industrie-Saatgut. Von den Anfang Juni ausgesäten Rettichen, Bohnen, Radieschen, Feldsalat, Brokkoli, Möhren, Petersilie, Tomaten, Gurken, Mais sowie Kartoffeln, haben es nur die Bio-Kartoffeln (aus einem Bio-Laden) sehr gut, die normalen Kartoffeln (normale aus dem Supermarkt) einigermaßen, die Radieschen mäßig, der Brokkoli und die Bohnen sehr mäßig und alle anderen Pflanzen gar nicht geschafft.
Dies lag wohl zum einen, dass ich einen großen Teil der Pflanzen in einem ganz frischen Hochbeet mit einer relativ wohl unfruchtbaren Erde, die gleichzeitig mit einer dicken Grasmulchschicht bedeckt wurde, ausgesät habe und zum anderen an zu alten Samen: Mais und Möhren waren schon drei Jahr über das MHD hinaus. Allerdings hatte ich auch eine Reihe ganz frischer Möhrensamen aus dem Baumarkt, aber auch da hatte es keine einzige geschafft.
Ich habe zwar an ein paar Abenden ein Schneckenmassaker veranstaltet, aber die Mulchschicht war wohl ein ideales Versteck für die Biester.
Wahrscheinlich hätte ich jeden Abend Schnecken killen müssen, aber dazu wahr ich zu faul.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Schnecken einen guten humosen Boden nicht mögen. Allerdings haben die ausgepflanzten Bio-Kartoffeln gezeigt, dass auch ein nicht so guter Boden, aber gesunde Pflanzen den Schnecken Paroli bieten können (auch die Bio-Kartoffeln waren gemulcht, die normalen Kartoffeln nicht). Den normalen Kartoffeln wurden doch einige Blätter abgefressen, bei den Bio-Kartoffeln praktisch nicht.

Geht nicht ganz so einfach, nen Trecker mit Saugdiesel braucht man da schon. Heute hat fast alles Einspritzanlagen, da hängt es davon ab, was verbaut ist. Es gibt welche, die es können, dann musst du das PÖL aber vorwärmen auf 75°, damit es "geschmeidig" genug ist. Hab da mal was mit ner Glühkerze und Kühlwasserdurchlauf gesehen, das geht dann sogar nur mit einem Tank und nur PÖL. Am Anfang heizt die Glühkerze und bei Erreichen einer ausreichenden Kühlwassertemperatur übernimmt das dann.

Am Besten wäre vermutlich ein richtiger kleiner Wärmetauscher, der mit der Wärme aus dem (erwärmten) Kühlwasserkreislauf das Pöl vorheizt. Zur Not würde es wahrscheinlich in unseren Breiten (im Sommerhalbjahr?) auch reichen den Kraftstoffschlauch ein paar Mal um einen Kühlwasserschlauch zu wickeln. Zuführung erst bei entsprechender Motortemperatur und vor Abstellen des Motors muss auch ca. fünf Minuten lang wieder Diesel durchlaufen.
Das mit der Glühkerze benötigt natürlich eine gute Batterie. Eine Alternative wäre noch eine Art Thermoskanne in der warmes Kühlwasser vom Vorabend gespeichert wird, so dass der Motor schneller war und damit auch schneller Pöl zugeführt werden kann.

Man kann dadurch Pflanzenöl ZUSÄTZLICH zum
normalen Getreideertrag ernten - auf dem gleichen Feld (ca. 150 Liter pro
Hektar). Die Quantität des Getreidertrags bleibt gleich, aber die
Qualität wird sogar besser (ich glaube höherer Kleberanteil).


Geht da dann noch maschinelle Ernte?

Ja, aber die Trennung findet wohl nicht direkt im Mähdrescher statt, sondern später in einem Lager.
Hier gibt es jede Menge Infos und auch Bilder:

Bundesverband Pflanzenöle - Mischfruchtanbau
http://www.biene-bea.de/cweb/cgi-bin-noauth/cache/VAL_BLOB/936/936/275/Mischanbau_BVPfl...

Übrigens laut Aussage von Professor Schrimpff wurden sogar bis zu 270 Liter Pflanzenöl pro Hektar bei Versuchen (Jahr 2000 auf dem Krameterhof) von Leindotter mit Erbse erzielt.

Und die (subventionierte) Verschwendung des Bodens für den Maisanbau zum Betrieb von "ökologischen" Biogaskraftwerken.

Es mangelt an ökologischen Erkenntnissen in der Landwirtschaft insgesamt. Der Maisanbau ist immer noch tausend mal besser als Braunkohleabbau oder der Bau von neuen Wohn- oder Industriegebieten. Und trotz all dieser Bioenergie produziert die EU immer noch zuviel so dass sie mit Dumping auf den Weltmärkten ihre Produkte loswerden muss, dabei hat z.B. Afrika eigentlich selber genug zu essen (Nordafrika weiß z.B. nicht wohin mit seinem ganzen Gemüse), aber die verhungernden Kinder in Afrika werden trotzdem nicht weniger.

Dem Mephisto seine Strategie ist ..

Zarathustra, Mittwoch, 29.07.2015, 21:03 vor 3828 Tagen @ Zorro 12414 Views

... Verdrängung. Darum schreibt er auch immer seine lustigen Geschichten von den Warlords und den Fellachen, die dannzumal wieder den Acker bestellen. So als ob wir nicht im Atomzeitalter leben würden.

Grüsse, Zara

Die bisherigen Antworten sind alle dermaßen daneben, dass allein daraus klar wird, warum nur sehr wenige überleben werden

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 29.07.2015, 22:37 vor 3828 Tagen @ Zorro 12197 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 22:42

zumindest wenn dieser Thread auch nur einigermaßen repräsentativ ist für die Stimmung in Deutschland.
Noch vor 2, 3 Generationen wäre die Antwort eine ganz andere gewesen.

1. Die besten Überlebenschancen hat, wer anderen hilft zu überleben. Die wertvollste Ressourcen sind - andere Menschen.
Allein dadurch, dass das noch überhaupt nicht angesprochen wurde, zeigt auf, wie verquer die ganze Debatte verläuft.

2. Die Möglichkeiten anderen zu helfen, werden sehr beschränkt sein, wahrscheinlich sehr viel geringer, als Hilfe erforderlich ist. Also muss man seine Hilfe sehr gezielt einsetzen. Es ist absolut sinnlos, jemanden zu helfen, der ohnehin verloren ist. Es ist sinnlos jemanden zu helfen, dem ein einmaliger Beistand nicht genügt, und der auf Dauerhilfe angewiesen ist. Es ist sinnlos, jemandem zu helfen, der auf die Notsituation überhaupt nicht vorbereitet ist und deswegen völlig wirr im Kopfe sein wird. Es ist sinnlos jemandem zu helfen, der räumlich ferne ist den man nicht zumindest jeden Tag treffen kann. Es ist sinnlos jemandem zu helfen, nur weil es ein naher Freund oder Verwandter ist.
Jeder Überlegung zu praktischer Hilfe muss, und das jedesmal, vorangestellt sein: Wo kann mit beschränkten Mitteln der größte effekt erzielt werden?

3. Demnach ist klar: Was muss ich jetzt an meiner Person und meinen Fähigkeiten verbessern, was muss ich für mich tun, um im Falle eines Falles für andere größtmöglichen Nutzen bieten zu können.


Im Prinzip dieselben Überlegungen, die ein jeder anstellen sollte, der sich entschließt, ein Unternehmen zu gründen.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Das stimmt

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 29.07.2015, 22:48 vor 3828 Tagen @ Zarathustra 12160 Views

...
Verdrängung.
Darum schreibt er auch immer seine lustigen Geschichten von den Warlords
und den Fellachen, die dannzumal wieder den Acker bestellen. So als ob wir
nicht im Atomzeitalter leben würden.

Für die, denen ohnehin nicht zu helfen ist, z.B., weil sie innerlich verstrahlt sind, ist Verdrängung die beste Variante.

Grüsse, Zara

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Anlage so auf "Inselbetrieb" umschalten...

TurnAround @, Mittwoch, 29.07.2015, 23:55 vor 3828 Tagen @ CrisisMaven 12090 Views

Servus CM,

das ist Tagesgeschäft.
Inselbetriebsmöglichkeit mit Black-Out-Start ist bei vielen Industriebetrieben mittlerweile Standard, wie z.B. so ziemlich alle Werke der deutschen Autobauer mittels Gas- und/oder Dieselmotoren. Viele Kläranlagen/Deponien sowieso mit Klärgas/Erdgas oder gemischt, zunehmend auch Stadtwerke.
Bei der Unzahl von Biogasanlagen lässt sich auch relativ schnell was basteln.

An und für sich kein Hexenwerk. Etwas komplizierter ist es bei Mehrmotorenanlagen, vielleicht noch unterschiedliche Hersteller mit unterschiedlichen Steuerungen, bei Lastmanagement und dem Aufsynchronisieren weiterer Maschinen. Aber auch das im Extremfall mit relativ wenig Aufwand machbar.

Rücksynchronisation wird im Worst-Case eh nicht gebraucht.[[freude]]

Gute Nacht
TurnAround

--
Erkenne die Umwelt, erkenne die Menschen, erkenne dich selbst.

Ich war ja gespannt wie ein Flitzebogen...!

Zorro @, Mittwoch, 29.07.2015, 23:59 vor 3828 Tagen @ Mephistopheles 12229 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 00:08

1. Die besten Überlebenschancen hat, wer anderen hilft zu überleben. Die
wertvollste Ressourcen sind - andere Menschen.

2. Die Möglichkeiten anderen zu helfen, werden sehr beschränkt sein,
wahrscheinlich sehr viel geringer, als Hilfe erforderlich ist. Also muss
man seine Hilfe sehr gezielt einsetzen. Es ist absolut sinnlos, jemanden zu
helfen, der ohnehin verloren ist. Es ist sinnlos jemanden zu helfen, dem
ein einmaliger Beistand nicht genügt, und der auf Dauerhilfe angewiesen
ist. Es ist sinnlos, jemandem zu helfen, der auf die Notsituation
überhaupt nicht vorbereitet ist und deswegen völlig wirr im Kopfe sein
wird. Es ist sinnlos jemandem zu helfen, der räumlich ferne ist den man
nicht zumindest jeden Tag treffen kann. Es ist sinnlos jemandem zu helfen,
nur weil es ein naher Freund oder Verwandter ist.
Jeder Überlegung zu praktischer Hilfe muss, und das jedesmal,
vorangestellt sein: Wo kann mit beschränkten Mitteln der größte effekt
erzielt werden?

3. Demnach ist klar: Was muss ich jetzt an meiner Person und meinen
Fähigkeiten verbessern, was muss ich für mich tun, um im Falle eines
Falles für andere größtmöglichen Nutzen bieten zu können.

Gruß Mephistopheles

Hallo Meph,

die Ausgangsfrage von mir gestellt war:
Welche konkreten Maßnahmen hast Du/Ihr auf Lager, um einen Blackout von 72 Stunden zu überstehen? (optional länger)

Da wurden, wie von Blut-Svente z.B., konkrete eigene Maßnahmen genannt, Wayne hat zu Protokoll gegeben, daß er das lieber für sich behalten möchte, was eine absolut akzeptable Anwort ist und CM hat wie so oft, wenn man ihn in die Ecke treibt, nur verklausuliert rumgesabbelt.

Zwischendurch kam man auf den Gedanken, daß beim Abfackeln der AKWs eh jegliche Form von Vorsorge sinnlos ist...!

...und Du kamst mit geheimnisvoll klingenden "drei Überlebenstechniken"!

Jetzt erzählst Du uns, daß die wertvollste Ressource andere Menschen sind, bietest ausgewählten Personen taktische Hilfe an und überlegst,
was Du anderen bieten könntest, daß sie dir "Deine Rettung" ermöglichen.

Ja spinn ich denn?
Wenn die Reaktoren glühen, verrecken die 3 Tage vor oder nach mir, da brauch ich weder Menschen noch Nachbarschaftshilfe,
noch einen Stromgenerator!

Bestenfalls hilft da ein Atombunker mit Zugang zum U-Boot, welches uns auf die südliche Halbkugel schippert!
Und selbst da wird es dann haarig!

Hättest Du jetzt geschrieben: "Mein Learjet parkt in Egelsbach und ich wohn in Langen, kenn den Tower und kann das Ding selber fliegen,
hätte ich geschmunzelt und nach deiner Telefonnummer gefragt...[[zwinker]]

So aber, sind deine 3 Überlebenstechniken für´n Arsch!

Gruß Zorro

--
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Die in diesem Posting enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageinstrumenten dar.

Wieso?

TurnAround @, Donnerstag, 30.07.2015, 00:03 vor 3828 Tagen @ Ikonoklast 12069 Views

Servus.

Viele Motore zur Stromerzeugung fahren mit direkt angeflanschtem Generator 1500 Upm = 50Hz.

Gruss
TurnAround

--
Erkenne die Umwelt, erkenne die Menschen, erkenne dich selbst.

Jaja, die vielzitierte Steigerung der Fallhöhe

Montgomery Burns @, Donnerstag, 30.07.2015, 00:31 vor 3828 Tagen @ Rybezahl 12085 Views

Mir genügt es vom Alter her, wenn es noch 25 Jährchen halbwegs gut geht.
Was danach kommt, ist mir so ziemlich wurscht.

Je nach Alter könnte dein persönlicher "Ereignishorizont" derselbe sein, oder vielleicht auch bei 40 Jahren liegen, das weiß ich leider nicht.

Wenn aber der Yellowstone erst 2113 ausbricht und dabei 90 % der Weltbevölkerung weggeputzt werden, dann kanns uns wohl beiden völlig schnuppe sein.

Und dem Rest des geschätzten Forums eigentlich auch.

Gruß

PS: Ächtet die Vulkane! Dieser CO2-Ausstoß darf nicht so einfach hingenommen werden!

Das war mehr ein Schnellschuss-Beispiel ... (Extreme!) Vielseitigkeit ist gefragt ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 00:36 vor 3828 Tagen @ TurnAround 12315 Views

das ist Tagesgeschäft.

Ja, in der Grossindustrie. Die wird es da gar nicht mehr geben.

Inselbetriebsmöglichkeit mit Black-Out-Start ist bei vielen Industriebetrieben mittlerweile Standard, wie z.B. so ziemlich alle Werke der deutschen Autobauer mittels Gas- und/oder Dieselmotoren.

Ja, aber die werden gar nicht mehr in Betrieb sein. Wer will denn dann noch Autos? Die Arbeiter erscheinen ja gar nicht mehr zur Arbeit. Die kommen ja gar nicht mehr hin, weil ... die U-Bahnen usw. nicht mehr fahren und die Tankstelle ihnen kein Benzin mehr verzapft. Aber selbst wenn: denen geht der Ar... so auf Grundeis, dass die als erstes zuhause bleiben, um die Familie zu schuetzen.

Viele Kläranlagen/Deponien sowieso mit Klärgas/Erdgas oder gemischt, zunehmend auch Stadtwerke.

Ja, fuer ein paar Tage.

Bei der Unzahl von Biogasanlagen lässt sich auch relativ schnell was basteln.

Da bin ich schon skeptischer.

An und für sich kein Hexenwerk. Etwas komplizierter ist es bei Mehrmotorenanlagen, vielleicht noch unterschiedliche Hersteller mit unterschiedlichen Steuerungen, bei Lastmanagement und dem Aufsynchronisieren weiterer Maschinen. Aber auch das im Extremfall mit relativ wenig Aufwand machbar.

Ja, aber eigentlich meinte ich gar nicht die. Deren Arbeiter werden nicht mehr arbeiten kommen und deren Produkte wird keiner mehr abnehmen. In Griechenland kaufen sie im Moment bestimmt auch nicht grade mehr Autos. Und dort geht der Strom noch.

Es geht mehr um Seilerei, Toepferei, Schreinerei, Baeckerei "um die Ecke".

Mir ging es nur um ein einziges aus hunderttausenden (!) Beispielen, was "ich" koennte, was der Arzt, Buchhalter, Malermeister, Gemuesehaendler, Innenarchitekt, Gymnasiallehrer und Fahrschullehrer und Steuereintreiber alles nicht kann, weil er nur eines kann. Und das braucht dann keiner mehr, ein paar Aerzte ausgenommen. Die dann aber mit den Huehnern, die sie im Tausch kriegen, nix anfangen koennen (anders als nach dem Kriege!), weil sie nie ein Huhn rupfen gelernt haben und der Elektroherd eh nicht mehr tut.

Das ist kein "Rumgesabbele", sondern orientiert sich an den Knoellchenschreibern, von denen @BBouvier spricht.

Aber der ist halt noch Militaer alter Schule. De Gaulle soll mal gesagt haben, die jungen Frauen sollten einen Soldaten heiraten: der koenne kochen, naehen, putzen, Betten machen ...

Wer heutzutage noch anderen die Frage stellen muss, "was sie denn getan haetten" hat bereits verloren. Es gibt keine Readymade-Loesungen.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Langfristig-großflächiger Stromausfall wäre Mega-Katastrophe (das Ende?) u. nicht selfmademan-abenteuerlich beherrschbar

Wayne Schlegel @, Donnerstag, 30.07.2015, 01:35 vor 3828 Tagen @ Leser68 12296 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 01:57

Servus Leser68,

bitte erlaube mir, zu Deinen Thesen einfach Gegenthesen bzw. Hinterfragungen in den Raum zu stellen. Das bedeutet nicht, dass diese (meine) Thesen/Hinterfragungen wahrscheinlicher sind als die von Dir entwickelten. Sie sollen auch Deine in keiner Weise abqualifizieren, sondern nur aber immerhin eine Gegenthese darstellen und zum eigenen Nachdenken und eigener Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten anregen. Also kein Werturteil, sondern nur Beitrag, bei dem wir rein gedanklich-theoretisch die Möglichkeiten und Geschehnisse in einem umfassenden Stromausfallszenario durchspielen und wiederum deren Grenzen einschätzen. Okay?

Was ist die Reihenfolge der menschlichen Bedürfnisse (ohne Anspruch an
Wissenschaftlichkeit):
1. Luft zum Atmen (max. 5 Minuten)
2. Wasser zum Trinken (max. drei Tage)
3. Wärme (hängt von der Temperatur ab, bei -50°C in einem Haus in
Sibirien ohne Heizung und ohne Holz wäre vermutlich schon nach weniger als
drei Tagen Schluss. Obwohl... Es gab vor ein paar Jahren eine ZDF-Doku wo
zufällig junge Russen per Fahrrad(!) auf der gleichen Überlandstraße wie
das Kamerateam, im Winter bei ca. -40°C, eine Fahrradtour gemacht und im
Zelt(!) übernachtet haben. Ich weiß nicht mehr wieviele Nächte am Stück
die das ausgehalten haben.
4. Was zu essen (max. drei Wochen, je nach Außentemperatur und
Kalorienverbrauch)

Es handelte sich um junge Russen, die wohl kerngesund und in vollem Saft gestanden haben. Diese Aushaltensfähigkeit kann nicht für eine Bevölkerung gelten mit kleinen Kindern, gesundheitlich nicht Topfitten oder alten Menschen. Deren Nichtüberlebensrisiko ist ungleich höher als das von austrainierten, kerngesunden 25-35jährigen.

In allen (größeren?) Städten in Deutschland gibt es Notbrunnen.

Wasser gibt es im niederschlags-, grundwasser- und oberflächenwasserreichen Deutschland wahrlich genug. Verdursten sehe ich nicht als nennenswertes Risiko für die Allgemeinheit. Die Frage ist lediglich, bleibt das Wasser unverseucht, wenn bei einem fortgeschrittenen (längerdauerndem!) Krisenszenario die Leichen und Kadaver mangels Strom und Logistik nicht schleunigst verbracht werden können, bzw. beim Fukushimieren der Atomanlagen, Chemie- und Industrieunfällen die Verseuchung zwangsläufig eintritt.

Im Extremfall können überall Komposttoiletten errichtet werden.

Wie viele Millionen Komposttoiletten braucht man für zig Millionen in Städten lebenden Menschen und wohin und von wem werden die anfallenden Fäkalien gerade in Ballungsgebieten seuchenfrei (!) entsorgt? Beachte: es gibt im Szenario keinerlei Logistik die auf Strom oder dessen Derivaten angewiesen ist.

Ansonsten kommen vermutlich Tankwagen zum Einsatz.

Wasser ist nicht das größte Problem. Wie würden aber die Tankwagen betankt werden, wenn es keinen Storm gibt und von wem werden die Abertausend notwendigen Tankwagen gefahren? Wie werden die Fahrer/Routen ohne Strom (Computer, Telefon, Funk, usw.) eingeteilt usw.

Essen:
Einige Tage dürften alle Menschen ohne Besuch im Supermarkt auskommen
(u.a. Dank Nachbarschaftshilfe).

Das gilt für viele Menschen, aber bestimmt nicht für alle Menschen (Kinder, Alte, Kranke, Schwangere). Wie viele Tage hungern wäre angesagt? 3 Tage, 13 Tage, 130 Tage?

Beim Tag X dürften vor jedem Supermarkt
Polizisten (BP, Zoll, BePo etc.), Soldaten und Reservisten aufmarschieren

Wie viele Sicherheitskräfte werden in Rund-um-die-Uhr-Schichten benötigt, um die abertausende Supermarkte zu bewachen, wie werden diese in einem stromlosen Umfeld aufgeteilt, transportiert und ihrerseits verpflegt? Davon ab dürften die Märkte ruck-zuck leer sein, wenn mangels stromabhängiger Logistik nichts nachgeliefert werden kann. Wie ein Verkauf ohne Strom (Kassenterminals, elektrische Türen, elektrische Beleuchtung, elektrische Kühlung) überhaupt funktionieren würde, ist mir schleierhaft.

bzw. werden dann die seit 2004 geltenden Notstandsgesetze ausgepackt
(Beschlagnahme von Fabriken, Autos, Lkw etc.)

Wie und vor allem wozu sollen Beschlagnahmen in einem stromlosen Umfeld organisiert werden?

In Deutschland dürfte es
einige Getreidespeicher geben, die allerdings auch das (Hybrid-?
Terminator-?)Saatgut für das nächste Jahr enthalten könnten. Dazu gibt
es EU-Speicher für alle möglichen Lebensmittelüberschüsse (Fleisch,
Milch, Butter etc.).

Wie ohne Strom und entsprechend funktionierender Logistik?

Die werden erst mal alle geleert.
Vermutlich werden viele Rinder bzw. Milchkühe geschlachtet werden, weil
der (Energie-)Wirkungsgrad Getreide->Mensch wesentlich höher als der
Wirkungsgrad Getreide->Rinder/Schweine->Mensch sein dürfte.

Die brauchen nicht geschlachtet zu werden. Die Verrecken elendig innerhalb ganz weniger Tage, weil sie mangels Strom und funktionierender Melkanlage nicht gemolken werden können. Hunderte rasch in Verwesung eintretende Kadaver in einer Halle. Empfehle, das Hörbuch zu hören, dort wird genau auf dieses Teilaspekt eingegangen.

Die nicht mehr benötigten Parkplatzflächen vor den tausenden von
Supermärkten in Deutschland können in Hochbeetgärten umgewandelt werden
(s. das Beispiel Kuba). Ich sage nur: Prinzessinnengarten in Berlin.

Wie viele Monate und wie viele Arbeitskräfte und wie viele Pickel, Spitzhacken und Spaten braucht man dafür? Wie werden ohne Strom (Computer, Drucker, Telefon usw.) die Arbeiter eingeteilt, koordiniert und solange versorgt, bis - Erntezyklus - nach vielen Monaten theoretisch ein Ertrag erwartet werden kann?

Sorry hätte dazu schreiben müssen, bei großflächigem Stromausfall

Ikonoklast @, Donnerstag, 30.07.2015, 06:33 vor 3828 Tagen @ TurnAround 11880 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 15:39

Hallo TurnAround,

ich hätte dazu schreiben müssen, dass man Probleme bekommt, das Netz wieder hochzufahren und stabil zu halten, wenn es sich um einen großflächigen Stromausfall handelt. Also so die Größenordnung Baden-Württemberg oder Bayern...

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Vorbereiten auf WAS?

Olivia @, Donnerstag, 30.07.2015, 06:48 vor 3828 Tagen @ Wayne Schlegel 11819 Views

Die typischen argumentativen Angstreaktionen sind:

< a) Ignorieren

b) Wenn Ignorieren nicht mehr geht, dann Bagatellisieren
c) Wenn Bagatellisieren nicht mehr geht, dann maßlos Übertreiben
d) Wenn all das nicht mehr hilft, dann den Kontrapart Diskreditieren

All dies hier im Faden wunderbar vorzufinden. Ein Lehrstück mal wieder.

Und es trennt sich halt die Spreu vom Weizen.

.................................

Vorbereiten auf WAS?

Auf einen flächendeckenden Stromausfall und hochgehende AKWs?
Darauf, dass Yosemite, die Kanaren, Süditalien, die Eifel etc. möglichst gleichzeitig durch heftige Vulkanausbrüche in die Luft fliegen?
Auf den nächsten großen, zerstörerischen Sonnensturm, der die gesamte Infrastruktur lahmlegt?
Auf großangelegte Hackerangriffe auf die Stromnetze?
Auf eine Atombombe, die in 160 km Höhe gezündet wird und einen EMP auslöst?
Auf Seuchen, Supervirenerkrankungen oder sonstiges in dieser Kategorie?
Oder einfach auf den Zusammenbruch des Finanzsystems?
Mord und Totschlag, ausgelöst durch Wanderungsbewegungen, Kriege und zukünftig auch noch klimatische Gründe?

Lieber Gott, wie willst du dich denn darauf vorbereiten? Da reicht doch ein Menschenleben wirklich nicht aus?
Wie viele Ressourcen hat denn Otto Normalbürger frei, um sich auf nur eine einzige solcher Eventualitäten entsprechend vorzubereiten?
Und wie viele, sich auch nur gedanklich auf die Möglichkeit solcher Ereignisse und ihre diversen Folgen einzustellen?

Wir leben in sehr unruhigen Zeiten. Für den Einzelnen ist es kaum möglich, sich daraus zu „befreien“. Unruhige Zeiten, Kriege, Eroberungen gehören zur Geschichte der Menschheit. Wir „erleben“ es nur gerade mal wieder.

Möchtest du dich 30, 40 Jahre auf den „Supergau“ vorbereiten, der dann evtl. erst in 41 Jahren kommt. Motto: „Allzeit bereit“?

Ja natürlich kann man sich mit Geld oder mit sehr vielen Entbehrungen einen Fluchtpunkt erstellen, unterhalten, warten, pflegen etc. - In den südlichen Gefielden dürfte das bereits schwierig sein, denn da streifen alle möglichen Gestalten auch durch einsame Gegenden. Und ein Haus irgendwo alleine, ohne Bewachung leer stehen zu lassen, das ist ziemlich absurd. Selbst in „guten“ Gegenden muss man mit „Besuchen“ rechnen, wenn man zurück kommt.

Die Survival-Industrie ist eine derzeit sehr gut laufende Industrie!

Das heißt nicht, dass ich gegen jegliche Vorbereitungen bin. Ich habe einen nächtlichen Heizungsausfall erlebt (die Temperaturen waren so tief, dass die Heizung streikte, wie mir der Heizungsmechaniker erläuterte). Es war nach kurzer Zeit so kalt, dass man sogar neben dem Ofen fror. Solche Dinge passieren. Und wenn sie mehr als eine Nacht andauern, dann sind sie sehr unangenehm. Seitdem halte ich jedenfalls einen warmen Schlafsack in der Nähe für sinnvoll.

Die „kleinen“ Dinge sind von uns „Normalos“ beeinflussbar. Ich jedenfalls gehöre nicht zu den Menschen, die sich mutterseelenalleine in eine abgelegene Weltgegend zurückziehen MÖCHTEN, damit ihnen nichts passiert.

Vergangenen Samstag musste ich meine 21-jährige Tochter mit starken Schmerzen und hohem Fieber in die Notaufnahme des Krankenhauses bringen. Wir waren beide geschockt darüber, wie PLÖTZLICH das gehen kann. Vor drei Wochen wurde der 25-jährige Sohn einer Freundin nur durch eine Notoperation gerettet. Ebenfalls aus heiterem Himmel. Das sind junge Menschen! Nicht nur die Alten, Kranken und Schwachen können ganz plötzlich Hilfe brauchen. Wie hätte man die so schnell aus der „Prärie“ in die Stadt schaffen können ohne einen Hubschrauber oder einen Learjet in der Nähe zu haben?
Ein Bekannter von mir bekam Malaria während er in seinem landschaftlich wunderschönen Feriendomizil weilte. Bedauerlicherweise haben die örtlichen Ärzte und das örtliche Krankenhaus eine Fehldiagnose nach der anderen gestellt. Er wurde dann per Flieger in die BRD geschafft und behandelt. Auch ein junger Mensch, der nicht damit rechnete. Schön, dass er sich so gut versicherte und diese Lösung möglich war.

Aus den südlichen Gefielden weiß ich, dass halbwegs solvente „Residentes“ regelmäßige Beiträge für einen Hubschrauberservice entrichten, der sie „im Falle des Falles“ in ein Krankenhaus fliegt.

Wenn genügend Geld da ist, dann geht so etwas. Aber wehe, wenn nicht!

Eine einzige Komplikation bei einer Kindergeburt reicht schon.

Die Zeiten, in denen wir leben, sind so, wie sie derzeit sind. Wir können versuchen, sie in die Richtung zu beeinflussen, die wir für besser halten. Wir können uns auch in einem gewissen Maße vorbereiten. Aber gegen das LEBEN kann man sich nicht versichern. Für die deutsche Versicherungsmentalität sicherlich eine Herausforderung.

Was ich aber jedem Menschen empfehlen kann ist, sich mit neuen Möglichkeiten der Nahrungsmittelherstellung zu beschäftigen. Auch im kleinsten Umfange, denn gelernt ist gelernt. Die steigenden Nahrungsmittelpreise in den USA und die „Qualität“ der Lebensmittel haben dort zu regelrechten Home-Grown-Food-Bewegungen geführt, die den kleinsten Raum für den Anbau von Essbarem nutzen. Etliche davon sind sehr innovativ und sie verändern die Wahrnehmungs- und Denkstrukturen der Menschen. Stichworte: Aquaponics, Vertical Gardening, Permaculture, Worm Farms etc. etc. etc. - Ich jedenfalls wünsche all den Menschen „dort drüben“, die versuchen, ihre Probleme auf kreative und innovative Art und Weise zu lösen, ganz viel Erfolg und alles Gute. Und ich bedanke mich bei ihnen für ihre Anregungen, ihre Kreativität und ihren Lebenswillen.

Dieses Jahr habe ich meinen ersten (in Blumentöpfen) selbst gezogenen Salat gegessen. Es war ein wunderbares Erlebnis, zu sehen, wie er wächst.

Glücklicherweise gibt es viele Menschen, die Erkenntnisse und Vorbereitungen, die sie in dieser turbulenten Zeit treffen, um sich zu schützen, auch mit anderen teilen und nicht panisch auf das „böse“ Internet verweisen oder auf die Tatsache, dass man sie vielleicht „erkennen“ könnte.

Doch auch hier gilt: Jedem das Seine und mir das Meine.

--
For entertainment purposes only.

Prepperszene

Montgomery Burns @, Donnerstag, 30.07.2015, 08:20 vor 3828 Tagen @ Olivia 12093 Views

Nun, zum ersten sehe ich es einmal als amüsantes Detail am Rande, dass gerade jene, die den USA speziell und allgemein der angelsächsischen Gesellschaft ein gerüttelt Maß an Abscheu entgegenbringen, sich selbst begeistert als "Prepper" bezeichnen.

Eine Fluchtburg im Ausland hat meines Erachtens nach überhaupt keinen Sinn, da ich nun nicht wirklich annehme, dass die Amis/Russen/Chinesen mit 14tägiger Vorwarnzeit einen umfassenden Atomschlag ankündigen, sodass ich noch locker ausreisen und mein Fluchtdomizil erreichen könnte.

Bei Supervulkanausbrüchen und Kometeneinschlägen hingegen könnte ich durchaus auch das Pech haben, mit meinem Auslandshäuschen näher dran zu liegen als in Mitteleuropa.

Geht man hingegen von einem Finanzcrash aus - an den ich nicht so ganz glaube, bei allem, was in einem ungedeckten Fiat-Money-System an Tricks der Staaten und Zentralbanken möglich ist - dann werden im Falle einer folgenden Weltwirtschaftskrise die Aborigines einem saturierten zugereisten Österreicher wie mir nicht unbedingt nur bewundernd dabei zusehen, wie er sein Wiener Schnitzel verschlingt, während sie dort selbst nichts haben.

Prepper, die sich hierzulande den Keller voll mit Konserven und ähnlichem räumen, sind für mich eher irgendwo zwischen Messies und Konsumverirrten anzusiedeln, zumal sie ja eigentlich nur Aldi und Co dabei helfen, Lagerkapazitäten abzubauen und von der Problematik der Kontrolle des Ablaufdatums von Lebensmitteln zu befreien.

Ich würde meinen, es reicht, 14 Tage lang mit dem auszukommen, was man zuhause hat. Alles, was darüber hinausgeht, ist aus oa. Gründen schon wieder unvernünftig.

Gruß

Ich war überhaupt nicht gespannt, Zorro

Zarathustra, Donnerstag, 30.07.2015, 08:52 vor 3828 Tagen @ Zorro 11695 Views

Denn ich wusste, dass ausser systematischer Verdrängung und ein paar frommen Bibelsprüchen einmal mehr nichts dahinter steckt. Man kennt seine Pappenheimer.[[top]]

"Just-in-time" und 14-Tage-Vorrats-Empfehlungen halte ich für sinnvoll.

Olivia @, Donnerstag, 30.07.2015, 09:14 vor 3828 Tagen @ Bernadette_Lauert 11851 Views

Empfehlungen und "Listen" gibt es von vielen Regierungen. Einfach googeln. Ich halte die für sinnvoll, denn dadurch, dass wir in einer "just-in-time"-Umwelt leben, besteht immer das Risiko, dass Lieferketten kurzfristig und ungeplant reißen. Wetterprobleme etc.

In diesem Zusammenhang haben US-Bürger erheblich mehr Erfahrungen, weil das Land größer ist und sie in einem höheren Maße unangenehmen Naturereignissen ausgesetzt waren. In unseren Breiten wurden wir vom Wetter ja ziemlich verwöhnt.

Insofern ist eine gewisse Vorratshaltung sicherlich sinnvoll, vor allen Dingen, wenn man Kinder hat.

Ich selbst sehe kein Problem darin, auch mal 14 Tage nichts zu essen. Wasser sollte aber da sein. :-)))

--
For entertainment purposes only.

Alles Theorie, aber wir haben in der Praxis nichts davon gemacht

Ankawor, Donnerstag, 30.07.2015, 09:32 vor 3828 Tagen @ Leser68 12236 Views

Hallo Leser68

das ist leider alles Theorie. Dein Beispiel mit 4 Mio. in Berlin: Logisch
können die durch Notbrunnen versorgt werden. Aber einen Städter auf ein
Kompostklo zu setzen, das dürfte bei vielen schon scheitern.

Und welcher Berliner könnte ein Kompostklo bauen?

Wenn da wirklich 4 Mio. wohnen, müssten 40.000 Kompostklos gebaut werden und
zwar ruckzuck. Die Leute würden im Park ins Gebüsch gehen (und die mit
einoperierten Drahtschlingen in der Nase oder irgendwelchen Körperteilen
könnten sich dort übelst verhaken <img src=" />

Wer baut die Hochbeetgärten auf den Supermarktparkplätzen und wer hat die
Zeit, je nach nach Jahreszeit bis zu 7 Monaten auf die erste Ernte zu warten?

Da ich schonmal im Ausland durch schweres Unwetter vier Tage Stromausfall in
einer Großstadt durchgemacht habe, fällt mir noch Folgendes ein:

Niemand kündigt den Stromausfall an. Und wenn es passiert ist, sagt dir auch
niemand, wie lange es dauern wird. Wir saßen da plötzlich im Dunkeln und
dachten, in einer halben Stunde geht es wieder ... dann sind wir irgendwann
ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen dachten wir, heute muss der Strom aber wieder kommen.
Nachmittags erste Gespräche mit sonst unbekannten Nachbarn auf der Straße...
einhellige Meinung: Bald geht der Strom wieder an. Und so ging es ein paar
Tage weiter.

Nun zu deiner Theorie: Niemand im Viertel hat vorgeschlagen, in großen Mengen
Kompostklos zu bauen und Hochbeete vor dem Supermarkt anzulegen. Jeder ging
davon aus, dass der Strom wieder kommt.

Wie lange würde es also dauern, bis die Leute realisieren, dass der Strom
NICHT wieder kommt, und sie anfangen, Kompostklos und Hochbeete zu bauen?

PS: Die Erkenntnis, dass es lange dauert mit dem Stromausfall, ist auch in
"Patriots" von Rawles eine Unlogik gleich am Beginn des Buches: Der Strom
fiel aus, und die Handlungspersonen wussten, "es ist für immer", und fuhren
in ihr Refugium auf dem Land.

Wenn heute mittag um 12 ein Sonnensturm eintrifft und alle Strominfrastruktur
zerstört, werden wir alle nichts davon erfahren. Wir sitzen einfach ohne
Strom da und warten darauf, dass er wieder kommt.

Im Ernstfall gibt es keine Möglichkeit, diesen zu erkennen. Ebenso wenig
werden wir erfahren, dass alle Atomanlagen durchgeschmolzen sind.

Kerzen, Sack Getreide, Zugriff auf trockenes Holz, ausreichend Alkohol (oT)

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 09:43 vor 3828 Tagen @ Zorro 11627 Views

- kein Text -

Was, nur 3 Tage? Das habe ich gar nicht mitbekommen....

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 30.07.2015, 10:22 vor 3828 Tagen @ Zorro 11692 Views

ich habe eher über 3 Jahre überlegt und zwei Jahre, bei denen es keine Ernte gibt.

Hallo Meph,

die Ausgangsfrage von mir gestellt war:
Welche konkreten Maßnahmen hast Du/Ihr auf Lager, um einen Blackout
von 72 Stunden zu überstehen? (optional länger)

Ich war mal beruflich unterwegs im Voralpenland, und da ist auch der Strom ausgefallen.
Vorbereitet war keiner, ich auch nicht, Radio ging auch nicht, und Panik hatte auch keiner.
Raus konnte man auch nicht, weil es war schon Frühling und ein Frühlingssturm mit Regen, der halt in den Alpen zu Eis wurde.
Und die Stromleitungen haben den schweren nassen Schnee nicht ausgehalten, danach war jedenfalls alles so zugeschneit, dass man nicht rausgekommen ist.
Die Supermärkte hatten alle geschlossen, aber das viel sowieso niemandem auf, weil in dem Kaff, wo ich mich damals gerade aufhielt, gab es gar keinen.

Panik hatte keiner und die Kinder hat es gefreut. Irgendwann baute das Rote Kreuz eine Gulschkanone auf.
Wenn in der Nachbarschaft irgendein Reaktor durchgeglüht wäre, hätten wir es gar nicht mitbekommen, wusste auch niemand, wo der nächste Reaktor war.
Hat auch keiner danach gefragt.
Einige hatten Notstromaggregate, insbesonderedie Bauern mit ihre Rindvieher. Das Hauptproblem war, dass man gar nicht so schnell fressen konnte, wie die auftauenden Nahrungsmittel verdarben.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Stromausfall Großstadt und Du mitten drin!

Zorro @, Donnerstag, 30.07.2015, 12:09 vor 3828 Tagen @ Ankawor 11926 Views

Da ich schonmal im Ausland durch schweres Unwetter vier Tage Stromausfall
in einer Großstadt durchgemacht habe, fällt mir noch Folgendes ein:

Niemand kündigt den Stromausfall an. Und wenn es passiert ist, sagt dir
auch
niemand, wie lange es dauern wird. Wir saßen da plötzlich im Dunkeln und

dachten, in einer halben Stunde geht es wieder ... dann sind wir
irgendwann ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen dachten wir, heute muss der Strom aber wieder kommen.

Nachmittags erste Gespräche mit sonst unbekannten Nachbarn auf der
Straße...
einhellige Meinung: Bald geht der Strom wieder an. Und so ging es ein
paar Tage weiter.

Hallo Ankawor,

du bist einer der wenigen, die berichten können, wie Menschen sich innerhalb von 96 Stunden Stromausfall in einer Großstadt verhalten!

Also berichte mal genau was noch funktionierte und was nicht!?

- hattet ihr fließendes Wasser/ Klospülung?
- hattet ihr Heizung/ bzw. welche Jahreszeit/Temp.?
- wie lief das bei euch in Sachen Kühlschrank/ Gefriertruhe?
- was war mit Einkaufen/ Geldautomat? Tankstellen?
- gab es bei euch oder anderen schwere erkennbare Versorgungsmängel?
- gab es Randale/ Plünderungen?
- wie hat sich die Polizei verhalten? Ausgangssperre bei Dunkelheit?
- War das ein lokal begrenztes Gebiet, sprich in der Nachbarstadt lief alles normal?
- Wie war die Stimmung am 4. Tag unter den Betroffenen?

Bin gespannt auf Deine Antworten!

Gruß Zorro
-

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Inselbetrieb

TurnAround @, Donnerstag, 30.07.2015, 12:23 vor 3827 Tagen @ CrisisMaven 11550 Views

Servus CM,

das ist Tagesgeschäft.

Ja, in der Grossindustrie. Die wird es da gar nicht mehr geben.

Missverständlich von mir ausgedrückt. Es ist mein Tagesgeschäft.

Inselbetriebsmöglichkeit mit Black-Out-Start ist bei vielen

Industriebetrieben mittlerweile Standard, wie z.B. so ziemlich alle Werke
der deutschen Autobauer mittels Gas- und/oder Dieselmotoren.

Ja, aber die werden gar nicht mehr in Betrieb sein. Wer will denn dann
noch Autos? Die Arbeiter erscheinen ja gar nicht mehr zur Arbeit. Die
kommen ja gar nicht mehr hin, weil ... die U-Bahnen usw. nicht mehr fahren
und die Tankstelle ihnen kein Benzin mehr verzapft. Aber selbst wenn: denen
geht der Ar... so auf Grundeis, dass die als erstes zuhause bleiben, um die
Familie zu schuetzen.

Es ging mir nicht darum, weiter Autos bauen zu können, sondern um die Möglichkeit der Stromerzeugung an sich. Inselbetriebssysteme dienen im Wesentlichen nicht der Aufrechterhaltung der Produktion (Mangels installierter Leistung nicht vorgesehen), sondern der Aufrechterhaltung der wichtigsten Systeme.

Viele Kläranlagen/Deponien sowieso mit Klärgas/Erdgas oder gemischt,

zunehmend auch Stadtwerke.

Ja, fuer ein paar Tage.

Immerhin.

Bei der Unzahl von Biogasanlagen lässt sich auch relativ schnell was

basteln.

Da bin ich schon skeptischer.

In welcher Hinsicht?

An und für sich kein Hexenwerk. Etwas komplizierter ist es bei

Mehrmotorenanlagen, vielleicht noch unterschiedliche Hersteller mit
unterschiedlichen Steuerungen, bei Lastmanagement und dem
Aufsynchronisieren weiterer Maschinen. Aber auch das im Extremfall mit
relativ wenig Aufwand machbar.

Ja, aber eigentlich meinte ich gar nicht die. Deren Arbeiter werden nicht
mehr arbeiten kommen und deren Produkte wird keiner mehr abnehmen. In
Griechenland kaufen sie im Moment bestimmt auch nicht grade mehr Autos. Und
dort geht der Strom noch.

Mir ging es rein um die vorhandenen Möglichkeiten einer Stromerzeugung nach längerem BlackOut, nicht um den Erhalt von Produktionsketten.

Es geht mehr um Seilerei, Toepferei, Schreinerei, Baeckerei "um die
Ecke".

Schon verstanden.

Mir ging es nur um ein einziges aus hunderttausenden (!) Beispielen, was
"ich" koennte, was der Arzt, Buchhalter, Malermeister, Gemuesehaendler,
Innenarchitekt, Gymnasiallehrer und Fahrschullehrer und Steuereintreiber
alles nicht kann, weil er nur eines kann. Und
das braucht dann keiner mehr, ein paar Aerzte ausgenommen. Die dann aber
mit den Huehnern, die sie im Tausch kriegen, nix anfangen koennen (anders
als nach dem Kriege!), weil sie nie ein Huhn rupfen gelernt haben und der
Elektroherd eh nicht mehr tut.

Wer kann, der kann.

Das ist kein
"Rumgesabbele",
sondern orientiert sich an den
Knoellchenschreibern,
von denen @BBouvier spricht
.

Womit @BB völlig recht hat.

Aber der ist halt noch Militaer alter Schule. De Gaulle soll mal gesagt
haben, die jungen Frauen sollten einen Soldaten heiraten: der koenne
kochen, naehen, putzen, Betten machen ...

Echte Männer eben....aussterbend.

Wer heutzutage noch anderen die Frage stellen muss, "was sie denn getan
haetten" hat bereits verloren. Es gibt keine Readymade-Loesungen.

Zustimmung.

Abschließend von mir zum BlackOut - Szenario: Hauptschwachpunkt meines Erachtens wird eine unfähige Koordination sein, das in dem Umfeld technisch machbare auch praktisch umsetzen zu können.

Gruss
TurnAround

--
Erkenne die Umwelt, erkenne die Menschen, erkenne dich selbst.

Nach mir die Sündflut

Rybezahl, Donnerstag, 30.07.2015, 12:54 vor 3827 Tagen @ Montgomery Burns 11460 Views

Bei mir gibt es Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben. Nein, es ist mir nicht egal.

Davon abgesehen, ich sprach nicht von plötzlichen Ereignissen, sondern von einen schleichenden, quälend langsamen allgemeinen Verarmung, hinführend zu gewaltsamen Aufständen: das ist eine Weltdepression.

Vergiss deine Rente. Kauf dir einen dicken Mantel.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Es war nicht so ganz schlimm

Ankawor, Donnerstag, 30.07.2015, 13:37 vor 3827 Tagen @ Zorro 11666 Views

zunächst mal hier ein Link zu Rütli, der es mal 6 Wochen ohne Strom probiert hat, allerdings unter etwas anderen Bedingungen:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=326612

Da redet er von Langeweile, was ich auch bestätigen kann. Die wäre allerdings schlagartig weg, wenn man für sich selbst sorgen müsste.

Hallo Ankawor,

du bist einer der wenigen, die berichten können, wie Menschen sich
innerhalb von 96 Stunden Stromausfall in einer Großstadt verhalten!

Also berichte mal genau was noch funktionierte und was nicht!?

- hattet ihr fließendes Wasser/ Klospülung?

Dank riesigem Tank oben auf dem Berg gab es immer Wasser. Ohne wäre die Situation praktisch innerhalb von Stunden unvergleichlich schlimmer gewesen.

(Im Extremsommer 2003 habe ich in Deutschland auf dem Land gewohnt und morgens fiel das Wasser aus, bis zum Abend, mit 35 Grad. Das hat gereicht, um die Lage sehr unangenehm werden zu lassen, vor allem wegen dem Punkt Klospülung.)

- hattet ihr Heizung/ bzw. welche Jahreszeit/Temp.?

Tags 13 Grad, nachts 7 Grad. Ausfall der Gasheizung, Decken über dem Schoß, keine Möglichkeit für Holzfeuer. Nach 3 Tagen haben wir ein paar Stunden bei Freunden verbracht, die einen Holzofen haben, zum Aufwärmen.

- wie lief das bei euch in Sachen Kühlschrank/ Gefriertruhe?

Den haben wir rechtzeitig leergegessen. War nicht so viel drin.

- was war mit Einkaufen/ Geldautomat? Tankstellen?

Direkt am Anfang bin ich zum Supermarkt, der schummerige Notbeleuchtung hatte und gegen Bargeld noch was verkauft hat. Das ist schon ein paar Jahre her. Ob das heute noch geht, weiß ich nicht. Bei späteren kürzeren Stromausfällen waren die Türen gleich zu. Und das Regal mit den Kerzen war sehr schnell leer.
Zum Geldautomaten musste ich nicht und weiß nichts davon. Tanken musste ich auch nicht.

- gab es bei euch oder anderen schwere erkennbare Versorgungsmängel?

Ja: Strom [[freude]] , Kerzen, und in weiter entfernten, nicht betroffenen Gebieten gab es keine Generatoren mehr. Ansonsten konnte man abends sehen, in welchen Stadtteilen Licht war und sich dort eindecken.

- gab es Randale/ Plünderungen?

Nein. Außer im Backpacker-Hotel gab es dort keine Leute, die für sowas in Frage kamen

- wie hat sich die Polizei verhalten? Ausgangssperre bei Dunkelheit?

Nichts, keine Polizei gesehen

- War das ein lokal begrenztes Gebiet, sprich in der Nachbarstadt lief
alles normal?

Ja, man konnte eine halbe Stunde fahren und kam in Stadtteile mit Strom.
Bei uns gab es auch keine Hochhäuser, keine U-Bahnen usw. so dass ich zu den technischen Problem nichts sagen kann.

- Wie war die Stimmung am 4. Tag unter den Betroffenen?

Ein gewisser Unglaube, dass sowas passieren kann. Morgens nach dem Aufwachen richtig tiefe Enttäuschung, dass immer noch kein Strom da war. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Zeit des Tages man durch Strom unterhalten oder beschäftigt wird.

Langeweile, Kälte, kaltes Essen, kalte Dusche nagen an der Laune, ebenso wie das Warten, ohne zu wissen, wie lange.

Als abends das erste Mal das Licht anging, konnte man viele Leute klatschen hören. Zwei Minuten später ging es wieder aus. Das war echt schlimm: Denn jeder hat sofort 1000 Sachen im Kopf, die er machen will, Duschen, Nudeln kochen, Fernseher anstellen - und dann wieder alles weg.

Genau in so einem Moment wird einem richtig klar, was Strom bedeutet, und jeder flucht nur noch demotiviert vor sich hin.

Etwas ähnliches wie Panik kam nie auf. Heute ist mir klar warum: Wir konnten von unserer Anhöhe immer noch Licht sehen, und wenn es auch 40 Kilometer entfernt wäre. Wäre es überall komplett dunkel gewesen, hätte sich die Sache ganz anders entwickelt.

Fazit: Langeweile, schlechte Laune, Motivationsmangel, Hilflosigkeit.


Daher glaube ich, wenn heute der richtig große Blackout kommt, könnten die Leute durchaus tagelang verharren und hoffen, der Strom gehe bald wieder.

Wenn sie dann nach langer Zeit die Hoffnung tatsächlich aufgeben, können sie vielleicht gar nichts mehr unternehmen. Wie ich bereits sagte: Der Aspekt, dass dir niemand sagt, der Strom fällt jetzt für 3 Wochen aus, sondern du natürlich immer hoffst, dass es nur noch eine halbe Stunde dauert, dürfte gewaltig unterschätzt werden.


Bin gespannt auf Deine Antworten!

Gruß Zorro
-

Prepper-Ausstattung

Leserzuschrift @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:02 vor 3827 Tagen @ Wayne Schlegel 12862 Views

Als jahrelanger stiller Mit-Leser möchte ich gerne einmal meine Meinung zum Prepper-Dasein bezüglich eines langanhaltenden Stromausfalls kundtun. Ich bin selber seit ca. 4 Jahren passionierter „Prepper“ und bewege mich dementsprechend in dieser Szene auch im privaten Bereich.

Die meisten Prepper sind ganz normale Leute, die man in allen Altersklassen, Bildungsschichten und Berufspositionen findet. Sozusagen ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Die Intentionen, im DACH-Raum sich auf Krisenereignisse vorzubereiten, entspringt zu 99 % nicht irgendwelchen apokalyptischen Szenarien wie Meteoriteneinschlägen, Tsunamis etc., sondern bezieht sich auf Ereignisse, für die man historische Vorlagen hat, dass sie schon einmal eingetroffen sind oder wo eine Wahrscheinlichkeit besteht, solche Ereignisse selber noch erleben zu können. In erster Linie handelt es sich hierbei um einen großflächigen Stromausfall, Pandemien, einen extrem massiven Wirtschaftscrash mit den damit verbundenen Folgeerscheinungen in den Logistikketten oder Krieg. Alle anderen Vorbereitungen entspringen meist lokalen Gegebenheiten, wo man individuell auf seine Wohnumstände reagiert. Das kann dann die Vorbereitung gegen Überschwemmung im Hochwassergebiet sein oder, sollte jemand in einem Erdbebengebiet wohnen, die Ertüchtigung des Hauses, um es erdbebensicherer zu machen.

Auch noch als Vorbemerkung: Meist wird in US-amerikanischen Publikationen immer von Zombie-Apokalypse gesprochen. Damit sind natürlich nicht irgendwelche Untoten gemeint, die durch die Gegend laufen und andere Menschen anfallen. Gemeint ist mit dem Begriff Zombie ein unvorbereiteter Mitbürger, auf den man entsprechend seiner Situation reagieren muss. Wenn man das weiß, relativiert das einige englischsprachige Artikel schon stark.

Zum Stromausfall ist für den Otto-Normal-Prepper mit durchschnittlicher Kaufkraft folgendes Equipment/Vorgehen erstrebenswert:

a) eine vollständige Stromversorgung des Hauses/der Wohnung ist finanzieller Irrsinn. Man muss sich also auf das Nötigste beschränken. Das Nötigste, wo elektrische Energie benötigt wird, ist in erster Linie Licht und Kühlung für die Nahrung und Medizin. Dies kann man z.B. durch eine mobile 12V-LED-Lichtinstallation lösen, verbunden mit einem Akku (vorzugsweise LiFePo4-Akku oder anderen Akkuarten, wo keine Ausgasung stattfinden kann). Zum Nachladen des Akkus ist auch eine kleine Solaranlage notwendig. Auch hier gibt es gute mobile Lösungen, die man auch im Falle einer notwendigen Flucht mitnehmen kann. Die Kühlung von Essensvorräten in einer kleinen Menge kann über eine Kompressor-Kühlbox erfolgen. Diese haben einen geringen Verbrauch, können auch Nahrungsmittel einfrieren und laufen auch mit 12V. Die Grundinvestition liegt hierbei bei ca.: 1000 € Solarmodul (faltbar, mobil, geringes Gewicht etc.) + 1000 € Akku + 500 € Kompressor-Kühlbox + 100 € Beleuchtung (fliegend verlegt) + 150 € Ladegerät Akku (je nach Typ)= 2750 € Gesamtinvestition.

b) als Redundanz für kurzfristig benötigten Strom zumindest ein Inverter-Stromaggregat auf Qualitätsstufe Honda 20i mit einem gewissen Treibstoffvorrat. Die Inverter sind leise, können mit Abgasschlauch nach draußen auch in der Wohnung betrieben werden (Lärm) und stellen sicher, dass auch elektronische Geräte, die empfindlich sind, gefahrlos betrieben werden können. Kosten hierfür mit einigem Extra-Equipment ca. 1.200 €. Vorzugsweise bietet sich eine LPG-Umrüstung des Notstrom-Generators an, da die Lagerung von Gasflaschen auch über Jahre problemlos möglich ist, bei Benzin muss man auf Metallkanister achten und einige andere Sachen, sonst hat man nach einer gewissen Lagerzeit keinen Treibstoff mehr, da auch Benzin (zumindest wenn man kein Spezialbenzin verwendet) „kippen“ kann.

c) Für die Entsorgung von menschlichen, festen Fäkalien können problemlos stabile Mülltüten genommen werden oder große Plastikeimer mit Deckel. Die „Hinterlassenschaften“ sollten nach jeder „Befüllung“ aber mit Chlor/Kalk bestreut werden. Dieses ist sehr kostengünstig.

d) Ein guter Wasserfilter, der aus dem nächsten Fluss/See wunderbares Trinkwasser „zaubert“, ist für ca. 300 € zu bekommen, je nach Größe und Haltbarkeit der Patrone aber auch darunter oder darüber. Hier muss jeder für sich entscheiden, mit welcher Krisen-Zeitspanne er planen will. Empfehlenswert sind Filter von Katadyn oder MSR. Flüsse und Seen sind auch in jeder Großstadt zu finden.

e) Die meisten Prepper halten einen Nahrungsmittelvorrat von 3-6 Monaten vor, mit Rationierung kann hier eine Zeitspanne überbrückt werden, bis wieder Nahrungsmittel in der Natur zur Verfügung stehen. Die Zeit wird ja im Krisenfall sowieso durch die Ausgabe der Nahrungsmittelreserve des Bundes gestreckt, obwohl hier die Mengen im Vergleich zur Gesamtbevölkerungsanzahl sehr gering sind. Wer sich nicht um Lagerfähigkeit und Rotation der Lebensmittel kümmern will, kann BP5 oder NRG5 einlagern. Das nehmen auch die Hilfsorganisationen, ist alles inkl. der meisten benötigten Vitamine drin. Wird dann aber eine sehr langweilige Ernährung. Kosten pro Person für 1 Monat ca. 200 €, bei 6 Monaten also 1200 €. Das Zeug hält ewig und hat auch schon vom Hersteller Haltbarkeitszeiten von ca. 15 Jahren, die aber auch gerne bei richtiger Lagerung überschritten werden können. Reis (20l-Säcke aus dem Asia-Supermarkt) in Weithalstonnen, Nudeln (dürfen keine Eier enthalten), Zucker, Salz, Honig etc. sind als Ergänzung zur Zeit günstig zu bekommen und jahrelang lagerfähig.

f) Gas- oder Spirituskocher gibt es für ca. 150 €, gute gebrauchte Schlafsäcke mit Komforttemperaturen bis -20°C (bei Heizungsausfall im Winter) schlagen bei 3 Personen mit 400 € (gebraucht) zu Buche.

Für eine 3-köpfige Familie ist so eine „Grundausstattung“ für bummelig 8000-8500 € (neu) zu kaufen. Gebraucht wird es günstiger, und wenn man nicht gerade Notnahrung auf BP5-Basis will, nähert man sich dann einem Bereich von 4-5 k€. Deckt man damit einen Zeitraum von 15 Jahren ab, bevor die ersten Gegenstände kaputt gehen oder man Nahrungsreserven erneuern muss, hat man jährliche Kosten (bei der 8000 €-Variante) von 533 € für eine 3-köpfige Familie bzw. 44 € im Monat. Das kann man wie eine normale Versicherungsprämie sehen.

Nähert man sich einer Voll-Prepper-Ausstattung mit komplettem Bug Out Bag (Fluchtrucksack), Kurzwellen-Funkgerät, mobile Notbeleuchtung (Petromax-Lampen), Werkzeug, Redundanz-Equipment etc., kommt man in Preisregionen von 20-25 k€. Das Schöne an diesem „Hobby“ ist, man setzt sich mit vielen unterschiedlichen Problemstellungen auseinander und lernt sehr viel. Gerade die Prepper-Szene ist bezüglich ihrer Schwarmintelligenz gut aufgestellt. Wen das Thema grundsätzlich interessiert, dem kann ich folgendes Forum ans Herz legen:

www.Survivalforum.ch

Dort wird sehr auf Troll-Freiheit geachtet und die Mitglieder sind „down to earth“. Hier mal ein paar Threads zum Thema Stromausfall:

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/34786-Erfahrungsbericht-Blackout-in-de...

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/26521-Artikel-Auswirkungen-eines-Strom...

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/1425-Szenarium-Grossflächiger-Stromaus...

….und viel andere Threads.

Zu der Atomkraftwerksproblematik mit der Nachkühlung: Der Staat ist nicht unwissend und wird in jedem Fall die benötigten Brennstoffreserven für die Nachkühlung bereitstellen. Eher lässt man noch Krankenhäuser stromlos dastehen, man will ja späterhin noch bewohnbare Landstriche haben. Diesbezüglich würde ich mir eher weniger Sorgen machen, die Problematiken sind bekannt und entsprechende Notfallpläne stehen bereit.

Beste Grüße an die Leser des Gelben und vielen herzlichen Dank für eure immer wieder interessanten und teils kontroversen Denkansätze. Es ist immer wieder eine Bereicherung, hier mitzulesen.

(Beitrag gelöscht, was soll das?) (oT)

Zorro @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:17 vor 3827 Tagen @ CrisisMaven 11340 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 14:24

- kein Text -

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Danke für den Beitrag, aber leider funktionieren die Forum-Links nicht

Leser68 @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:20 vor 3827 Tagen @ Leserzuschrift 11413 Views

Es kommt eine Meldung, dass man nicht angemeldet ist oder keine Rechte hat.

Das ist der Hammer, daß das gelöscht wurde!

Zorro @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:31 vor 3827 Tagen @ Zorro 11560 Views

Ich habe hier die Original-Passagen aus den Postings von CM verlinkt!

Das Posting habe ich gesichert als Kopie!

Warum darf ich meine Meinung hier nicht schreiben!
Das soll das Forum ruhig mal lesen!

Zorro

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Du verwechselt Beleidigungen mit Meinung! (oT)

Moderator @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:37 vor 3827 Tagen @ Zorro 11396 Views

- kein Text -

Okay, ...dann nur die Zitate von Crisis Marven!

Zorro @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:50 vor 3827 Tagen @ Moderator 11479 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 14:54

CM ist also der Held schlechthin!

"Mir ging es nur um ein einziges aus hunderttausenden (!) Beispielen, was "ich" koennte,..."(Crisis Marven)

Ich kenne Leute, die nicht mal eine Sicherung wechseln können und sich beim Setzen eines Dübels schwer verletzen oder umbringen. Diese (große Mehrheit) wird Dir keine Schweinehälften hinterher tragen, weil sie schlicht keine haben. (Blut-Svente)

"Doch, die schicken mir sogar noch ihre sechzehnjaehrige Tochter zum Prostituieren."...(Crisis Marven)

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=363265

Was der (CM) alles so annimmt, was er für sein Wissen bekommen könnte! [[kotz]]

Das ist jetzt definitiv keine Beleidigung!!

Zorro

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Wenn du wenigstens seinen Namen richtig schreiben könntest… (oT)

Moderator @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:57 vor 3827 Tagen @ Zorro 11360 Views

- kein Text -

"Blödmann" ;-) , jetzt kannste mich sperren...! (oT)

Zorro @, Donnerstag, 30.07.2015, 14:59 vor 3827 Tagen @ Moderator 11610 Views

- kein Text -

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Genau: "Ansonsten konnte man abends sehen, in welchen Stadtteilen Licht war und sich dort eindecken" ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 15:20 vor 3827 Tagen @ Ankawor 11671 Views

konnte man abends sehen, in welchen Stadtteilen Licht war und sich dort eindecken.

Das ist der Punkt: das war kein grossflaechiger Stromausfall.

Den Unterschied wollen aber viele nicht sehen und verstehen.

Wovon bei einem recht haeufigen Sonnensturm auszugehen ist, ist, dass beinahe eine ganze Erdhalbkugel, oder, wenn lang und breit genug, fast die gesamte Erde betroffen ist. Und das hat nichts mit "in dreissig/vierzig Jahren" zu tun, sondern ist bereits ueberfaellig. Im neunzehnten Jahrhundert brannten dennoch bereits die Telegraphenmasten, weil sie mit Draehten verbunden waren (Induktion), die aber nur zur mechanischen Informationsuebertragung da waren, Strom gab es noch gar keinen.

Was glaubt denn die Menschheit, trotz stupide abgesessenen Physikunterrichts, in dem das alles erklaert wurde, was "heute" los waere? Damals waren metallene Gegenstaende noch rar und teuer ...

Dennoch kann so etwas noch 200 Jahre dauern und dann gleich drei Jahre hintereinander auftreten.

Es kann aber auch morgen eintreten, und dann sechs Monate spaeter, wenn erste (!) Schaeden provisorisch repariert und die meisten Leichen in Handarbeit verbuddelt sind, gleich wieder auftreten.

Das Erstaunliche an solchen Verstaendnisschwierigkeiten in der Allgemeinbevoelkerung ist: fast alle haben Brettspiele mit Wuerfeln gespielt und wissen selbst, dass eine Sechs hundertmal gar nicht und zehnmal hintereinander fallen kann, ohne dass man sich deshalb wundern muesste.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Wirklich? "Staat ist nicht unwissend, wird benötigte Brennstoffreserven für Nachkühlung bereitsstellen"???

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 15:46 vor 3827 Tagen @ Leserzuschrift 11575 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 15:50

Ihr Artikel davor ist ausgewogen und fachlich hervorragend.

Ich moechte nur noch drauf hinweisen, dass man auch als Prepper nicht glauben sollte, "zu rechter Zeit zuhause" zu sein.

Wahrscheinlich wohnt man in Koeln und steckt zu dem Zeitpunkt in Muenchen beim Kundenbesuch oder bei einer Alpenwanderung im Urlaub fest.

Daher sollte man noch etwas mehr wissen (tun kann man weniger), als wo zuhause die Kerzen und Streichhoelzer stehen, vgl. "Trinkwasserdekontamination 'on the spot'".

Hier dagegen widerspreche ich entschieden:

Zu der Atomkraftwerksproblematik mit der Nachkühlung: Der Staat ist nicht unwissend

"Der Staat" als solcher ist brunsdumm, der weiss gar nichts. Einige Beamte wissen was, aber haben ebensowenig Macht, sich durchzusetzen, wie es Prepper in der Allgemeinbevoelkerung haben.

In der Schweiz mag das anders sein, aber Deutschland und Frankreich haben nicht nur keine Vorkehrungen getroffen, die im Ernstfall helfen wuerden, sondern man kann das gar nicht. Hier sind nicht ausschlaggebend die in Deutschland immer weniger werdenden Kernkraftwerke, sondern deren Hinterlassenschaften, die in verdichteter Lagerung herumstehen und fuer die es m.W. keine hinreichenden Notfallplaene gibt.

Oder wieso haette ich dann 2011 Eulen nach Athen tragen muessen? Der Technikfolgenausschuss hat das Problem noch nicht einmal verstanden!

und wird in jedem Fall die benötigten Brennstoffreserven für die Nachkühlung bereitstellen.

Nein, das muesste man mal -fuer Deutschland und Frankreich oder ehem. Ostblockstaaten- beweisen. Schweiz nehme ich aus, die sind i.d.R. vorausschauend und dennoch bindet man es nicht jedem auf die Nase (vgl. Guisan).

Eher lässt man noch Krankenhäuser stromlos dastehen,

Aber auf keinen Fall. Die Schwiegermutter von Pofalla unbehandelt lassen? Aber das Argument unterstellt, dass die Dieselvorraete an Krankenhaeusern quasi mit denen an Brennelement-Lagerstaetten "verrechnet" werden koennten. Kein Mensch wird die von "da" nach "dort" karren, schon gar nicht, wenn die gesamte Melde-Infrastruktur zusammengebrochen ist.

man will ja späterhin noch bewohnbare Landstriche haben.

Dann haette man gar nie Kernkraftwerke gebaut!

Diesbezüglich würde ich mir eher weniger Sorgen machen,

Ja, es hat tatsaechlich keinen Sinn, sich Sorgen zu machen.

die Problematiken sind bekannt

Nein!

und entsprechende Notfallpläne stehen bereit.

Ganz entschieden NEIN! Ausserdem ist bei grossflaechigem Stromausfall weder eine Alarmierung moeglich, noch auf den Strassen ein Durchkommen mit dem wenigen Geraet, das noch fahrbereit ist. (Viele LKW und PKW sind durch die elektrische Induktion ja ebenfalls geschaedigt, wenn es ein Sonnensturm oder EMP-Ereignis waere!!!)

Aber die Bevoelkerung hat Wichtigeres zu tun, etwa, sich Sorgen zu machen, ob Frau Merkel und Frau Obama oder die Queen auch passend Ton in Ton gekleidet sind. Oder, ob Michelle Obama eine "Transe" ist. Wen die Bachelorette auswaehlen wird. Ob die Beziehung danach auch haelt. Aber immerhin: sie waren lustig, diese Menschen. "Und g'strahlt ha'm sie" ...

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Atomkraft | in English

Stromausfall in der Informationsgesellschaft

Leserzuschrift @, Donnerstag, 30.07.2015, 18:45 vor 3827 Tagen @ Ankawor 11479 Views

Hallo,
zu Folgendem:

„Niemand kündigt den Stromausfall an. Und wenn es passiert ist, sagt dir auch
niemand, wie lange es dauern wird. Wir saßen da plötzlich im Dunkeln und
dachten, in einer halben Stunde geht es wieder ... dann sind wir irgendwann
ins Bett gegangen.“

Sehr markant und genau so verfährt dann jeder und bisher auch ich.
Bei den üblichen Stromausfällen ja auch sinnvoll.
Nun werde ich mir angewöhnen, bei so etwas nach dem Blick auf die Sicherungen und dem Blick nach draußen (und in die innere Intuition), dann doch auch noch auf die Uhren oder aufs Handy zu gucken.

Ist dann da auch Funkstille, durchfährt mich vermutlich ein Schreckensblitz: EMP, warum auch immer. Weil ich's dann immer noch nicht glauben werden will, dass so etwas tatsächlich geschieht, könnt ich dann auch noch versuchen, ein Auto zu starten oder mal beim Nachbarn zu fragen, was noch geht. Geht der batteriebetriebene Weltempfänger? Wenn ja, erfahr ich vielleicht vom regional größeren Unfall. Sollte dies alles negativ sein, weiß ich dann nach spätestens 10 Minuten, dass DIESER Stromausfall laaaaange dauern wird und äußerst unangenehme bis tödliche Folgen haben wird. Dann gibt es für mich Prioritätenlisten und Einschätzung der Lage.

Also z.B.: Sind alle da, die zur Familie gehören? Wenn nein, ist es möglich, diese schnell zusammenzubringen? In meinem Fall als Beispiel, wenn das Kind nur in der nahe gelegenen Schule oder bei Freunden ist, könnt ich es holen. Weiter weg geht das nicht; selbiges für alle evtl. weiteren Familienmitglieder.

Sind mehrere Personen zu Hause, können Aufgaben verteilt werden.
Wasser und weils so wichtig ist, nochmal Wasser, Sicherung des Hauses und der Bewohner (ich weiß ja immer noch nicht, WARUM EMP: Sonne oder atomarer Schrecken), Information der Nachbarn mit dem Auftrag, dies weiterzureichen, Inhalt der Kühltruhe, Bereitstellung nötiger Utensilien im möglichst sicheren Raum und, und....
Lebensmittel, Kerzen und schon gleich gar den Natodraht aus dem Baumarkt werde ich nicht kaufen gehen. Nicht am ersten und schon dreimal nicht am 4. oder 5. Tage des Geschehens.

Diese ersteren Sachen und noch etliches anderes Nützliches habe ich nämlich in begrenztem Ausmaß, dies NICHT zu haben, finde ich im übrigen wirklich geradezu sträflich und unverantwortlich. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Allgemeinheit. Jahrhunderte war das „Normal“, heute meinen viele, die Zahn-, Renten-, Ausbildungsversicherung und was noch alles, samt sämtlichen Impfungen und Vorsorgen sei rational vernünftig und halten es für Spinnerei, daran zu glauben, dass dies System auch mal zusammenbrechen könnte und man für sich selbst sorgen müsste.

„Normal“ war wohlgemerkt, Vorräte zu haben, um über den Winter zu kommen, Krankheitspassagen zu überbrücken und in Katastrophenfällen wie Natur, Pandemien oder Kriegsgeschehen nicht bei den Ersten zu sein, die hungern –UND DANN---- auf die Ideen kommen, dem Nachbarn zur Last zur fallen, ihn zu überfallen oder gar zu schlachten. Ich meine mit im Rahmen bleibender Vorsorge fängt man lediglich die Anfänge ab. (Später wird alles blöd, dies aber war immer schon so.) Aber desto mehr das tun, desto länger geht das dann in Teilen halbwegs menschlich.

Sagt einem ja schließlich niemand, wie lange es dauern wird.

Freundliche Grüße, Sigrid

@Wayne Schlegel, @Ankawaor: Meine Argumente, meine Lösungen und meine Befürchtungen

Leser68 @, Donnerstag, 30.07.2015, 18:48 vor 3827 Tagen @ Leser68 11508 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 19:33

Ich antworte am Besten in einem, dann spare ich mir Schreibarbeit.
Beim Thema Blackouts muss man meiner Meinung nach unterscheiden zwischen einem Blackout, der praktisch für den Rest des Lebens vorhanden ist und einem, der auch mal einige Tage andauern kann.
Natürlich gibt es schon bei einem Blackout, der länger als ca. vier oder fünf Stunden andauert, ganz schöne Schäden alleine durch das Auftauen von Tiefkühlgut. Dann kämen noch Staus, Unfälle, ausgefallene Flüge, Rettungsmaßnahmen für eingeschlossene Personen etc. dazu.

Ich denke außerdem, dass es einen wirklich quasi für immer andauernden Zustand der Anarchie nicht geben wird, höchstens sowas wie die Novemberrevolution von 1918 in Deutschland (Soldatenräte und so), weil "die Elite" bei einer wirklichen Anarchie ziemlich alt aussähe und Polizei und sonstige Kräfte gar nicht mehr die Ressourcen hätten, um für deren Sicherheit zu sorgen.

Es handelte sich um junge Russen, die wohl kerngesund und in vollem Saft gestanden haben. Diese Aushaltensfähigkeit kann nicht für eine Bevölkerung gelten mit kleinen Kindern, gesundheitlich nicht Topfitten oder alten Menschen. Deren Nichtüberlebensrisiko ist ungleich höher als das von austrainierten, kerngesunden 25-35jährigen.

Ich habe nicht gesagt, dass ich eine Patentlösung für alle Menschen hätte.

Die Frage ist lediglich, bleibt das Wasser unverseucht, wenn bei einem fortgeschrittenen (längerdauerndem!) Krisenszenario die Leichen und Kadaver mangels Strom und Logistik nicht schleunigst verbracht werden können,

Für solche Szenarien muss man sich eigentlich nur mit der deutschen Vergangenheit beschäftigen (Beispiel Dresden).

bzw. beim Fukushimieren der Atomanlagen, Chemie- und Industrieunfällen die Verseuchung zwangsläufig eintritt.

Dann ist eh alles zu spät.

Wie viele Millionen Komposttoiletten braucht man für zig Millionen in Städten lebenden Menschen und wohin und von wem werden die anfallenden Fäkalien gerade in Ballungsgebieten seuchenfrei (!) entsorgt?

Das gute an Komposttoiletten ist, dass das einzige Überbleibsel nach spätestens einem Jahr reiner Kompost ist. Es wird ein Zwei-Kammer-System aufgebaut: Die eine Kammer wird nach und nach gefüllt (jeweils mit einer Handvoll Sägemehl oben drauf), während die andere Kammer, die nicht mehr benutzt wird, vor sich hin kompostiert.

Wasser ist nicht das größte Problem. Wie würden aber die Tankwagen betankt werden, wenn es keinen Storm gibt und von wem werden die Abertausend notwendigen Tankwagen gefahren? Wie werden die Fahrer/Routen ohne Strom (Computer, Telefon, Funk, usw.) eingeteilt usw.

Im absoluten Chaos-Szenario würde der Treibstoffbedarf auch in Deutschland enorm sinken. Und für den Restbedarf gäbe es (noch!) einiges an Fläche für die Produktion von Pflanzenöl - z.B. nach Wiederauffüllen der Braunkohletagebaue. Mit einem Steuergerät, das es schon gibt, können Benziner mit einer breiten Palette an Flüssigkeiten fahren, die Alkohol enthalten, nicht nur E10 (Stichwort: Überschuss an Wein in der EU).

Essen:
Einige Tage dürften alle Menschen ohne Besuch im Supermarkt auskommen
(u.a. Dank Nachbarschaftshilfe).

Das gilt für viele Menschen, aber bestimmt nicht für alle Menschen (Kinder, Alte, Kranke, Schwangere).

Es gibt Gott sei Dank, selbst in der heutigen Zeit nicht nur Egoisten auf dieser Welt.

Wie viele Sicherheitskräfte werden in Rund-um-die-Uhr-Schichten benötigt, um die abertausende Supermarkte zu bewachen, wie werden diese in einem stromlosen Umfeld aufgeteilt, transportiert und ihrerseits verpflegt?

Das mit den Supermärkten war ein Schnellschuss von mir. Wie das danach aussehen kann, hängt davon ab was für ein Szenario wirklich vorliegt. Kuba, das zugegebenermaßen vom Klima her sehr begünstigt ist, hat den ziemlich abrupten Abbruch der Ölimporte aus Russland relativ gut gemeistert (ohne Millionen an Tote).

Davon ab dürften die Märkte ruck-zuck leer sein, wenn mangels stromabhängiger Logistik nichts nachgeliefert werden kann. Wie ein Verkauf ohne Strom (Kassenterminals, elektrische Türen, elektrische Beleuchtung, elektrische Kühlung) überhaupt funktionieren würde, ist mir schleierhaft.

Wie gesagt abhängig vom Szenario gäbe es z.B. die Möglichkeit manueller Kassen, selbst einfach nur Schreibmaschinen könnten dafür herhalten oder noch einfacher Zettel auf denen die Summen stehen. Wenn die Verbindung zur Zentrale eh nicht mehr funktioniert und die Menschen vor Ort jeweils für sich selber sorgen müssen, so what?

Wie und vor allem wozu sollen Beschlagnahmen in einem stromlosen Umfeld organisiert werden?

Mit KW, Amateurfunk etc. bzw. Organisation über die Bundeswehr bzw. über die örtlichen Bundeswehrbüros in den Gemeinden, die es schon seit einigen Jahren gibt. Dann wären da noch das Rote Kreuz, das THW, der Katastrophenschutz, die Feuerwehren etc.

In Deutschland dürfte es
einige Getreidespeicher geben, ...

Wie ohne Strom und entsprechend funktionierender Logistik?

s.o.

Vermutlich werden viele Rinder bzw. Milchkühe geschlachtet werden, weil
der (Energie-)Wirkungsgrad Getreide->Mensch wesentlich höher als der
Wirkungsgrad Getreide->Rinder/Schweine->Mensch sein dürfte.

Die brauchen nicht geschlachtet zu werden. Die Verrecken elendig innerhalb ganz weniger Tage, weil sie mangels Strom und funktionierender Melkanlage nicht gemolken werden können.

Kühe können das Nicht-Melken überstehen, wenn auch mit ziemlichen Schmerzen (Stichwort: Absorption/Reabsorption der Milch durch das Euter bzw. den Stoffwechsel). Allerdings dürften die heutigen Hochleistungsturbokühe dies nur in den seltensten Fällen überstehen.
Ich habe vor einigen bei der Schlachtung eines Schweins geholfen. Das wurde nur mit Hilfe eines Zimmermannnagels durchgeführt. Bolzenschussgeräte dürfte es noch sehr viele in Deutschland geben und auch das Konservieren durch Trocknen oder Pökeln ist kein Hexenwerk. Da viele Menschen arbeitslos werden, können die dann beim Einmachen helfen.
Im Jahr 1978 gab es einen großen Winter-Blackout in ganz Norddeutschland von der Ems bis an die Oder. Haben die Menschen und vor allem die Bauern nichts daraus gelernt?

Die nicht mehr benötigten Parkplatzflächen vor den tausenden von
Supermärkten in Deutschland können in Hochbeetgärten umgewandelt werden
(s. das Beispiel Kuba). Ich sage nur: Prinzessinnengarten in Berlin.

Wie viele Monate und wie viele Arbeitskräfte und wie viele Pickel, Spitzhacken und Spaten braucht man dafür?

In jedem Stadtteil finden Versammlungen statt (Turnhallen, Konzertsäle etc.) wo die Leute darüber informiert werden (Aufruf per Flugblätter bzw. Anschläge oder Lautsprecherwagen) wie man schnell Lebensmittel erzeugen kann. Es gibt überall Baumärkte, Schrebergärten oder Hinterhofgärten. Deswegen gibt es in ganz Deutschland Millionen an Gartengeräten und sonstigen Werkzeugen. Wir sind nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das der Tüftler (die meisten Patentanmeldungen pro Einwohner auf der ganzen Welt glaube ich).
Haben unserer Vorfahren nicht auch die totale Zerstörung Deutschlands überlebt sowie die Hungerjahre danach? Wir haben unzählige Stromerzeugungsanlagen, d.h. Energie, wie soll uns da was passieren?

Wie werden ohne Strom (Computer, Drucker, Telefon usw.) die Arbeiter eingeteilt, koordiniert und solange versorgt, bis - Erntezyklus - nach vielen Monaten theoretisch ein Ertrag erwartet werden kann?

Koordination: s.o.
Versorgung: s.o. (EU-Lager, Notreserven, geschlachtete Schweine und Rinder, Getreidespeicher etc.)

Und welcher Berliner könnte ein Kompostklo bauen?

Durch Unterrichtung von jemandem, der sich damit auskennt? Durch Verteilung einfacher Bauanleitungen? Mit Verteilung von dazu nötigem Baumaterial (Werkzeug dürfte es in der Bevölkerung genügend geben).
Im übrigen ist die Sache mit den Kompostklos eine Sache für ein Extremszenario, weil man z.B. in Berlin jede Menge Grundwasser hat und man davon, z.B. über die Notbrunnen, Wasser für die Klospülung holen kann. Allerdings kann man älteren Menschen im fünften Stock nicht zumuten ihr Toilettenwasser täglich hochzuschleppen. Da muss man irgendwie improvisieren.

Wer baut die Hochbeetgärten auf den Supermarktparkplätzen und wer hat die

Zeit, je nach nach Jahreszeit bis zu 7 Monaten auf die erste Ernte zu warten?

Antwort s.o

Nun zu deiner Theorie: Niemand im Viertel hat vorgeschlagen, in großen Mengen
Kompostklos zu bauen und Hochbeete vor dem Supermarkt anzulegen. Jeder ging
davon aus, dass der Strom wieder kommt.

Das kommt halt ganz auf das Szenario an. In Eurer Situation war es ja auch wohl vernünftig damit zu rechnen, dass der Strom in ein paar Tagen wieder da ist und nicht für immer weg ist, vor allem da es ja in anderen Stadtteilen Strom gab.

Wie lange würde es also dauern, bis die Leute realisieren, dass der Strom
NICHT wieder kommt, und sie anfangen, Kompostklos und Hochbeete zu bauen?

Wenn sie das per Rundfunk oder sonstiger Mitteilungsmöglichkeiten gesagt bekommen? Die Verantwortlichen wollen sicher nicht irgendwann von einem hungrigen Mob überrant werden.

PS: Die Erkenntnis, dass es lange dauert mit dem Stromausfall, ist auch in
"Patriots" von Rawles eine Unlogik gleich am Beginn des Buches: Der Strom
fiel aus, und die Handlungspersonen wussten, "es ist für immer", und fuhren
in ihr Refugium auf dem Land.

Ja man kann sich vieles ausdenken und für das Aufschreiben dann Geld bekommen, aber wir befinden uns ja nicht auf der Stufe von Neandertalern.

Im Ernstfall gibt es keine Möglichkeit, diesen zu erkennen. Ebenso wenig
werden wir erfahren, dass alle Atomanlagen durchgeschmolzen sind.

Wie Olivia so richtig bemerkt hat: Wir können uns nicht auf alles vorbereiten. Es ist viel wahrscheinlicher dass man bis zum Renteneintrittsalter mal einen schweren Autounfall hat. Wer aber fährt trotzdem weiter mit dem Auto zur Arbeit?

Ich setze u.a. auch darauf, dass selbst in der heutigen Zeit mit PCs und Smartphones die Kreativität und die Phantasie noch nicht völlig verschwunden sind, auch in Deutschland nicht.

Dieser Film hier aus dem Jahr 2004 oder 2005 ist auch sehr interessant:

Blackout Warum Stromausfaelle kein Zufall sind
www.youtube.com/watch?v=SZR8A1bw8yc

Zur Diagnose eines EMP-Ereignisses wird niemand auf's Mobiltelefon schauen muessen ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 19:19 vor 3827 Tagen @ Leserzuschrift 11833 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 19:41

EMP, warum auch immer. Weil ich's dann immer noch nicht glauben werden will, dass so etwas tatsächlich geschieht, könnt ich dann auch noch versuchen, ein Auto zu starten oder mal beim Nachbarn zu fragen, was noch geht. Geht der batteriebetriebene Weltempfänger?

Ein von starken "magnetischen" ("Sonnensturm", ausserhalb der Atmosphaere gezuendete Atombombe) Aussenwirkungen induziertes EMP-Ereignis auf Erden bemerkt jeder, den es ernsthaft betrifft.

Der eine oder andere vermisst u.U. die Impulse seines Herzschrittmachers und stellt fest, dass es auch ohne ging, oder auch nicht.

Irgendwo faengt was an zu schmoren, es riecht jedenfalls nach Kabelbrand an vielen Ecken und Enden.

Dagegen wuerde, wenn die Geraete heil bleiben (dann ist das aber kein nennenswertes EMP-Ereignis!), trotz lokalen Stromausfalls manches Mobilnetz noch funktionieren, u.U. auch das Festnetz, denn die haben Unterbrechungsfreie Stromversorgung, in begrenztem Umfang.

Aber: die normalen Festnetztelefone haben heute in aller Regel ein Netzgeraet, ohne das sie aufhoeren zu funktionieren. Das Mobiltelefon dagegen haelt noch ein paar Stunden aus, bis Akkumulator leer.

Da aber alle wie wild anfangen werden zu telefonieren, werden Akkus schneller leer, und dennoch gibt's keine Verbindung: denn das Netz bricht u.U. zusammen.

Wie gesagt, fuer solche Grossereignisse existieren, zum Glueck, keine echten Erfahrungen (sonst waere man ja beim zweiten Mal nun vorbereitet), jedoch Simulationen. Und diese sind vermutlich noch untertrieben, da meist mehr schiefgeht, als gedacht. Zudem wird auch ausgeblendet, dass bei wachsender Komplexitaet auch "einfachste" Direktangriffe mittels "Cyber"-Attacken moeglich werden. Wenn man bedenkt, dass sowohl der Bundestag seine IT-Infektionen selbst bei bester Versorgungslage nicht in den Griff bekommt, ebenso wie das Drohnen-Steuerungszentrum der USA vor einiger Zeit, kann ermessen, dass ein wirklich durchdachter Angriff nicht beherrschbar sein duerfte. Noch ein paar "Smart"-Meter ("to smart" = "es tut weh") und das Mittelalter ist geritzt ...

Haelt das grossflaechige Chaos dann laenger an, wird es zunehmend schwieriger, das Netz wieder hochzufahren (Theoriespiele, immer nur fuer einen Teil eines Landes!). Das kann man nachlesen oder nicht glauben wollen, je nach psychischer Verfassung.

--
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Atomkraft | in English

CM's Gedankengänge sind historisch verbürgt!

Brauer @, Donnerstag, 30.07.2015, 20:48 vor 3827 Tagen @ Zorro 11278 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 20:53

Ich kenne Leute, die nicht mal eine Sicherung wechseln können und sich
beim Setzen eines Dübels schwer verletzen oder umbringen. Diese (große
Mehrheit) wird Dir keine Schweinehälften hinterher tragen, weil sie
schlicht keine haben. (Blut-Svente)
"Doch, die schicken mir sogar noch ihre sechzehnjaehrige Tochter zum
Prostituieren."...(Crisis Marven)


Was der (CM) alles so annimmt, was er für sein Wissen bekommen könnte!
[[kotz]]

Aber so war es doch ehrlich gesagt schon immer.
Kennst du beispielsweise den schon?

Heute back ich,
morgen brau ich,
übermorgen bringt mir dann die Nachbarin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
was der Crisis Maven weiß!

[[freude]]

Das ist von mir aber nicht beleidigend gemeint.

Vielen Dank mal nebenbei für solche erhellenden Links

Ankawor, Donnerstag, 30.07.2015, 21:05 vor 3827 Tagen @ CrisisMaven 11222 Views

Vielen Dank für deine Mühe, deine Verlinkungen sind unbezahlbar.

Wer sich diesen von dir verlinkten Bericht reinzieht, vielleicht aus Zeitmangel
nur ab Seite 59, und bedenkt, dass der Bericht vom 27. November 2003 stammt,
der muss es als halbes Wunder erachten, dass es überhaupt noch Strom gibt. Das
dort (von unbestreitbaren Fachleuten) beschriebene Erreichen der physikalischen
Grenzen dürfte sich durch weitere Komplexität und wirtschaftliche Zwänge in der
Zwischenzeit noch wesentlich verschärft haben, und die Entwicklung hält da
natürlich nicht an - das Geld wird halt immer weniger.

Da wir das - bis auf ein paar, die das als Apokalype-Fantasien abtun -
offensichtlich verstanden haben, stellt sich die Frage, warum eine solche
Infrastruktur, die unser Überleben direkt sichert, gewinnorientierten
Unternehmen und naiven Leuten, die von einer Welt träumen, wo alle unter
Windrädern singend die Hände halten, überlassen wird.

Was ich nicht ganz begriffen habe

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 30.07.2015, 21:43 vor 3827 Tagen @ CrisisMaven 11367 Views

EMP, warum auch immer. Weil ich's dann immer noch nicht glauben werden

will, dass so etwas tatsächlich geschieht, könnt ich dann auch noch
versuchen, ein Auto zu starten oder mal beim Nachbarn zu fragen, was noch
geht. Geht der batteriebetriebene Weltempfänger?

Ein von starken "magnetischen"
("Sonnensturm",

Bei einem Ereignis wie das Carrington-Ereignis,funktionieren dann die Notstromaggregate noch

- in den AKWs
- in den Kranenhäusern?
- bei den Rettungsdiensten?

Man kann ja mit ein paar Schaltungen seine Solaranlage zu einer Inselanlage umdefinieren, mit entsprechenden Speicherbatterien.
Funktioniert wenigstens das noch, oder ist das für die Katz?

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Genau so meinte ich das auch ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 21:55 vor 3827 Tagen @ Brauer 11336 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 07.08.2015, 18:43

Was der (CM) alles so annimmt, was er für sein Wissen bekommen könnte!

Das "nimmt" er nicht "an". Das weiss er. Wie @Brauer sagt, ist es eben historisch verbuergt. Dass ich dann auch alles annehmen wuerde, was mir so angeboten wuerde, das unterstellen vielleicht, was weiss denn ich, am ehesten die, die selbst Triebstau haben.

Aber so war es doch ehrlich gesagt schon immer.

Genau darauf wollte ich hinaus. Wessen Vater in zwei Weltkriegen mitkaempfte, wer selbst schon ein paar Jahre historischer Studien und Lebenserfahrung "auf dem Buckel" hat, der weiss einfach, was laeuft. Selbst in Spanien und Griechenland gibt es schon gepflegte Armutsprostitution, wo man sich "reichen" Auslaendern an den Hals wirft [Kuba ist ein ganz klassisches Beispiel - "flotter Dreier gegen ein spendiertes Essen im Nobelrestaurant, das ohne Devisen unerschwinglich ist"], ggf. auch mit Heiratsabsichten, die dann zur Alimentierung der Restfamilie fuehren sollen. Philippinen, Malaysia, Thailand waeren aehnliche Beispiele. Das ist im uebrigen noch nicht mal so weit weg von unserem Kulturkreis, oder, was glaubt man denn, nach welchen Kriterien noch vor gut hundert Jahren in Deutschland Eltern die kuenftigen Ehepartner ihrer Kinder ausgesucht haben?

Im Uebrigen werden Lebensmittel in Hungergebieten von UNO-Soldaten und Mitarbeitern der Nichtregierungsorganisationen in Afrika gerne gegen sexuelle Dienstleistungen abgegeben ...

Das ist von mir aber nicht beleidigend gemeint.

Die Wahrheit ist nie beleidigend. Danke fuer den Beitrag.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Das ist alles fuer die Katz, gerade Leiter und Halbleiter auf Daechern ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 30.07.2015, 22:11 vor 3827 Tagen @ Mephistopheles 11565 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 22:18

Bei einem Ereignis wie das Carrington-Ereignis,funktionieren dann die Notstromaggregate noch
- in den AKWs
- in den Kranenhäusern?
- bei den Rettungsdiensten?

Wenn sie nicht "gehaertet" sind, (wahrscheinlich) nicht.

Das Problem ist aber, dass Leitungen "von und zu" den Generatoren u.U. voellig durchschmoren bzw. durch kurzzeitige Ueberhitzung zu Braenden und Isolationsverlust fuehren. Da nuetzt der beste Generator nichts. Der "sitzt dann auf dem Trocknen", wie ein Hammer ohne Naegel.

Solaranlage ... Inselanlage ...umdefinieren, mit entsprechenden Speicherbatterien. Funktioniert wenigstens das noch, oder ist das für die Katz?

Je nach Leistung und Amplitude eines EMP-Impulses gehe ich davon aus, dass ausgerechnet das erste, was voellig irreparabel kaputt geht, Solar-Photovoltaik-Anlagen und Windkraftwerke sind.

Zudem die Ueberlandleitungen und die in vielen Doerfern noch vorhandenen oberirdischen Telefon- und Starkstromkabel. Die Waeschespinne im Garten, soweit sie (inkl. der ummantelten Litzen!) aus Metall sind. (Jedes laengliche Metallstueck, dass mehrere Meter lang ist, wirkt als ideale "Spule".)

Viele, (die meisten?) Blitzableiter sind falsch gegen die Dachantennen/Satellitenschuesseln ab"gesichert" (keine oder falsch verbaute Trennstrecken). H_o_f_f_n_u_n_g_s_l_o_s. Aber kommt ja nur selten vor, gelle?!

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

prima Beitrag

Blut-Svente @, Freitag, 31.07.2015, 08:57 vor 3827 Tagen @ Leserzuschrift 10874 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 31.07.2015, 16:08

Hallo Leserzuschrift,

vielen Dank für den Beitrag [[zwinker]]

Die genannten Produktempfehlungen treffen genau ins Schwarze.
Wenn mehr Leute einen Katadyn kaufen würden, würde die Dinger
wohl auch im Preis runtergehen.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass man sich diverses
Militaria-Gerät genauer anschauen sollte. Die Militärs müssen im
Kriegsfall genau mit solchen Widrigkeiten zurecht kommen, daher
gibt es auch Feldküchen und Funkertrupps und noch viel mehr.
M.M.n. kann man seine Ausrüstung hervorragend mit diversen Militär-
Equipment verbessern. Die Schweizer haben besonders feines Zeugs.
Dort bekommt man ganze Beleuchtungskisten inkl. der Petromaxe,
die sind aber schon größtenteils abgefischt.

Ziel sollte es aber sein, die interessierten Leser zum Nachdenken
(und schließlich zum eigenverantwortlichen Handeln) anzuregen,
so wie es @CM hier immer wieder versucht. Wird aber oft
gründlich missverstanden, da Einige erwarten, fertige Kochrezepte
einschl. Kalkulation, Finanzierungsmöglichkeiten, Freihauslieferung und
Installation/Inbetriebnahme geliefert zu bekommen.
Da muss erst eine Entwöhnung stattfinden.
Und die, die nicht entwöhnt werden wollen, lassen es einfach.
So einfach ist das. [[freude]]

Glück auf
Svente

Viele Notstromaggregate werden ausfallen, weil der gute Dieseltreibstoff inzwischen vergammelt ist (Heizoel nehmen!)

Leserzuschrift @, Freitag, 31.07.2015, 12:53 vor 3826 Tagen @ CrisisMaven 11084 Views

Aber auf keinen Fall. Die Schwiegermutter von Pofalla unbehandelt lassen? Aber das Argument unterstellt, dass die Dieselvorraete an Krankenhaeusern quasi mit denen an Brennelement-Lagerstaetten "verrechnet" werden koennten. Kein Mensch wird die von "da" nach "dort" karren, schon gar nicht, wenn die gesamte Melde-Infrastruktur zusammengebrochen ist.

Hin-Und-Her karren? Und selbst wenn der Diesel aus der Polyklinik dann beschlagnahmt wuerde fuer das Atomkraftwerk, waere die Verwendbarkeit nicht garantiert. Nach DIN EN 590 betraegt die maximale Lagerfaehigkeit nur 90 Tage, ob das der Herr Chefarzt immer weiss?

Glaubt man den im Januar veroeffentlichten Testergebnissen des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik, werden mindestens ein Drittel der mit Diesel nach DIN EN 590 betankten professionellen Notstromaggregate unserer Serverfarmen nicht anspringen, allein wegen unbrauchbarem Treibstoff! Nur 8% der insgesamt 74 gepruefeten "NEAs" (Netzersatzanlagen) waren ohne Einschraenkungen der Gebrauchsfaehigkeit betankt gewesen. Und was kommt dann noch an Steuerungsproblemen etc. dazu, bei den Ausfaellen, Dieselklau und so weiter, im Ernstfall?

Quelle: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Sicherheitsberatung/Lagerfaehigkeit...
Neue Erkenntnisse zur Lagerfähigkeit von Brennstoffen für Netzersatzanlagen, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Bonn, Erscheinungsdatum 27.01.2015

Der Teufel steckt im Detail. Solche kleinen Fehler wuerden - trotz teurer Vorbereitung - Leben kosten. Auch ein Treibstofflager muss gewartet werden. Der Bund empfiehlt uebrigens das billige Heizoel zu nehmen, statt teuer Diesel von der Tanke. Auch zu den dann steuerlichen Problemen wird unter o. g. Publikation Stellung genommen. Der Zoll sagt, bei festen Anlagen waere das OK, aber diese Information waere "aus rechtlichen Gruenden nicht verbindlich". Na gut ... :-\

In meinem Fall ist es Benzin, was mein Notstrom-Aggregat (moeglichst nicht!) betreiben soll. Letztes Jahr bin ich mit dem Auto bei einer Dienstreise in der Provinz bergauf in Serpentinen liegen geblieben (heikel!), dann vorsichtig ein Stueck rueckwaerts gerollt, besseren Liegeplatz gesucht, wegen Unfallgefahr ... Versicherung angerufen. In die naechste Werkstatt abgeschleppt, bedeutetet das einen Tag Urlaub fuer mich, Diagnose: "der Kat war verstopft und musste durchgestossen werden". Also noch zu dem ganzen Aerger den neuen Katalysator und Macherlohn bezahlen.

Ich hatte aus meiner 2008er Benzin-Reserve vor Abfahrt einen Kanister zugemixt. Ich halte rueckblickend das fuer die Ursache. Rasenmaeher laeuft aber problemlos (hat ja keinen Kat <img src=" /> und der wird wohl in etwa 2020 endlich alles Lagerbenzin aus 2008 verbraucht haben.

Der ebenso einfache Motor meines Notstrom-Aggregates wuerde m. E. nicht unter dem ueberlagerten Zeug leiden, soll ja nur ggf. und nur ein paar Dutzend Stunden laufen, bei Dunkelheit Batterianlage nachladen, fuer Allesbrenner-Heizungsumwaelzung die fehlende elt. Energie im Winter liefern. Damit nicht alle in der Kueche hocken muessen, dann, wenn ...

Sollten die Zeiten wieder kritisch werden, kaufe ich Benzin nach, mehr will ich nicht tun. Ich halte sowieso die Mitmenschen fuer die Hauptgefahr (aber auch wichtigste Hilfe), und da ist ein laermender Motor das, was Haensel und Gretel das Licht war, im finsteren Walde ... Und die Erfahrung lehrt, dass "Hamsterer" wenig Verstaendnis bekommen in Hungerzeiten (auch nicht beim Staate!) wenn die heute noch so positv Denkenden bei mir zum Knuspern erscheinen in tiefer Nacht, dann schlecht gelaunt, heisst es verhandeln. Ich hoffe wie alle, dass es nicht so weit kommt. Ein Fahrradschloss ist ja mehr oder weniger leicht zu knacken, nicht 100%ig sicher, aber deshalb das Fahrradschloss ganz weglassen ... ?!

Gruss
Hannes

@CM: Notstandsgesetze, Ölreserven, Sonnensturm und Ausweichlösungen

Leserzuschrift @, Freitag, 31.07.2015, 13:18 vor 3826 Tagen @ CrisisMaven 11566 Views

Lieber CrisisMaven,
vielen Dank für Ihre Reaktion bezüglich meines Leser-Schreibens.

Vorab: An dieser Stelle möchte ich Ihnen persönlich auch noch einmal danken für Ihre kritischen Artikel zur Atomkraft (gerade als Fukushima aktuell in den Medien war), diese waren und sind immer wieder eine Bereicherung was die Gefährdungsbeurteilung anbelangt. Zur Problematik der Sicherheit der Atomkraft haben wir beide eine sehr ähnliche Sichtweise.

Ich möchte aus „Prepper-Sicht“ hier einmal auf einige Ihrer Äußerungen eingehen, vielleicht sind einige der Sichtweisen ja auch für Sie interessant.

In einem wie auch immer gearteten Krisenfall muss man sich als Erstes vor Augen führen, welche Möglichkeiten der Staat hat, in das Leben der Bürger und der Wirtschaft einzugreifen, um die Krisenzeit zu beenden. Diese Durchgriffsmöglichkeiten sind heutzutage in der BRD in den Notstandsgesetzen geregelt. Diese decken sowohl den Kriegs- als auch den Krisenfall ab. Dass der Staat, wenn es ganz hart kommt, sich über Sonderregelungen auch noch weitergehende Durchgriffsrechte verschaffen würde, darüber brauchen wir hier glaube ich nicht zu diskutieren, aber die schon existierende Notstandsgesetzgebung ist sehr weitreichend. Die Notstandsgesetzgebung setzt sich aus folgenden Komponenten/Gesetzen zusammen:

ASG => Gesetz zur Sicherstellung von Arbeitsleistungen für Zwecke der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung

BinSchSiV => Verordnung zur Sicherstellung des Binnenschiffsverkehrs

EltLastV => Verordnung über die Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung

ESG => Gesetz über die Sicherstellung der Versorgung mit Erzeugnissen der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie der Forst- und Holzwirtschaft

EVerkSiV => Verordnung zur Sicherstellung des Eisenbahnverkehrs

FpV => Verordnung zur Sicherstellung der Postversorgung der Bundeswehr durch eine Feldpost

GaslLastV => Verordnung über die Sicherstellung der Gasversorgung

LuftVerkSiV => Verordnung zur Sicherstellung des Luftverkehrs

PSV => Verordnung zur Sicherstellung des Postwesens

PTSG => Gesetz zur Sicherstellung des Postwesens und der Telekommunikation

PTZSV => Verordnung zur Sicherstellung der Post- und Telekommunikationsversorgung durch Schutzvorkehrungen und Maßnahmen des Zivilschutzes

SeeVerkSiV => Verordnung zur Sicherstellung des Seeverkehrs

StrVerkSiV => Verordnung zur Sicherstellung des Straßenverkehrs

TkSiV => Verordnung zur Sicherstellung von Telekommunikationsdienstleistungen sowie zur Einräumung von Vorrechten bei deren Inanspruchnahme

VerkSiG => Gesetz zur Sicherstellung des Verkehrs

WasSiG => Gesetz über die Sicherstellung von Leistungen auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft für Zwecke der Verteidigung

WiSiG => Gesetz über die Sicherstellung von Leistungen auf dem Gebiet der gewerblichen Wirtschaft sowie des Geld- und Kapitalverkehrs

WiSiV => Verordnung über die Sicherstellung von Leistungen auf dem Gebiet der gewerblichen Wirtschaft

Es lohnt sich, diese Texte einmal aus dem Internet zu suchen und durchzulesen. Dafür ist ein persönlicher Zeitaufwand von einem Tag notwendig und am Ende hat man eine gute Übersicht, was von staatlicher Seite in Krisenfall an Eingriffsrechen vorhanden ist und es zeigt auch indirekt sehr schön, mit welchen Gefahrenlagen der Staat kalkuliert.

1. Notstrom für AKW`s und Krankenhäuser im SHTF-Fall (Shit hits the Fan)

Um als Erstes zur Nachkühlung in den AKW`s zurückzukommen, ist natürlich die Brennstoffversorgung für die in den AKW`s befindlichen Netzersatzanlagen interessant. Je mehr Treibstoff vorhanden ist, umso länger kann die Nachzerfallswärme beherrscht werden. Diesen Prozess muss man aufrecht erhalten, bis das normale Stromnetz (oder großflächigere Insellösungen davon) wieder betriebsbereit sind. Nun hat auf Grund der Notstandsgesetze der Staat die Möglichkeit, jeglichen Treibstoff zu beschlagnahmen. Wir sprechen hier im Krisenfall von nicht unerheblichen Mengen. Um an diese zu gelangen, müsste der Staat aber extremen logistischen und auch wieder energieintensiven Aufwand betreiben, wenn man es so weit runterbrechen würde, dass aus jedem KFZ der Treibstoff abgesaugt würde. Lohnt sich also (erst einmal) nicht. Deshalb besitzt die BRD Notreserven.

Tief im Untergrund, in riesigen Höhlen im Norden Deutschlands, lagern die größten strategischen Notreserven der Bundesrepublik: Rohöl. Alleine in Wilhelmshaven sind es zehn Millionen Kubikmeter Rohöl. Insgesamt sind es 21 Millionen Tonnen in Deutschland, davon die Hälfte fertige Produkte wie Benzin, Diesel und Heizöl. Eine Menge, die ausreicht, um die Bundesrepublik im Falle eines kompletten Lieferausfalls für mindestens 90 Tage zu versorgen. Das Rohöl wird in sogenannten Kavernen gelagert. Dort kann es über Jahre bleiben. Die Bedingungen sind ähnlich wie in der ursprünglichen Lagerstätte von Rohöl, es ist dort warm. Aufwendiger ist da schon die Lagerung der fertigen Produkte, wie Benzin, Diesel oder Heizöl. Sie werden oberirdisch in Tanks deponiert und müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Insgesamt gibt es deutschlandweit etwa 160 Standorte, an denen die fertigen Produkte lagern. In Krisenzeiten lassen sich diese 90 Tage auch noch durch entsprechende Rationierungsmaßnahmen bzw. Privatbeschlagnahmungen ausdehnen. Bei einem deutschlandweiten Blackout würden ferner die Lieferungen aus dem europäischen Ausland die Zeitspanne extrem ausdehnen. Bei einem „down-grid“ des europäischen Verbundnetzes würden wir europaweit bei auch ca. 90 Tagen liegen. Innerhalb von 3 Monaten lässt sich viel bewegen, ich persönlich glaube da an den Weiterbestand der AKW`s. Alles darüber hinaus gehende kann man als Privatperson eh nicht „planen“, wir würden und dann in einem wirklichen Mad-Max-Szenario befinden.

Der Problematik mit der nicht mehr funktionierenden Betankung von im Krisenfall notwendigen Transport-LKW`s und sonstigen Einsatzfahrzeugen wirkt man bereits jetzt massiv entgegen. In der Vergangenheit hatte z.B. das THW sowohl eigene Lager, als auch die Möglichkeit, aus den unterirdischen Tanks der Tankstellen mittels mobiler NEA`s Treibstoffe „zu gewinnen“. Seit etlichen Monaten ist hier aber auch die Bundesregierung aktiv. Bis vor kurzem waren die Tankstellen mit fest verbauter Notstromversorgung lächerlich gering. In Berlin waren es sage und schreibe 3 Stück. Nun hat die Bundesregierung (merkwürdiger Weise seitdem die Ukraine-Krise immer mehr Intensität gewann) massivst in die Aufrüstung der Tankstellen mit NEA`s investiert. Interessanter Weise wurden hier nur Tankstellen nachgerüstet, die außerhalb von Ballungszentren liegen, nicht innerhalb. Wir sprechen hier von etlichen Tankstellen (mehr als 200), diese Info habe ich direkt von einem Planungsleiter des Projektes. Somit wurde und wird hier auch die Versorgungssicherheit von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und kritische Infrastrukturen erhöht. Ferner sind diverse Bundesländer direkt die Problematik angegangen.

Das Verbundvorhaben TankNotStrom hat die Auswirkungen eines langfristigen Stromausfalls für den Raum Berlin-Brandenburg erforscht. Auf der Grundlage von Analysen der Folgen wurden Hilfestellungen für die handelnden Akteure erarbeitet und innovative technische Lösungen entwickelt. Es wurde ein Management- und Logistiksystem entwickelt, das bei Stromausfällen in der Lage ist, sowohl die Kraftstoffversorgung für Notstromaggregate als auch für die Fahrzeuge der Einsatz- und Rettungskräfte zu ermöglichen. Über ein autarkes Kommunikationssystem werden die Füllstände der Notstromaggregate an den TankNotStrom-Leitstand übertragen, der wiederum über das gleiche Kommunikationssystem die Kraftstoffbelieferung organisiert.

Außer den Notreserven der Bundesrepublik, den Beständen in den Tankstellen, den Beständen bei THW und Behörden in kleineren Notlagern für ad-hoc-Reaktionen und einer möglichen Beschlagnahme von Privat-Sprit steht noch eine weitere Quelle zu Verfügung. Die Deutsche Bundesbahn hat auch extrem große Lagerbestände.

Nach meiner persönlichen (laienhaften) Einschätzung gehe ich davon aus, dass bei einem Verbot des Individualverkehrs in Worst-Case-Fall mittels der bestehenden Reserven die AKW`s als auch ein Großteil der Krankenhäuser in Betrieb gehalten werden kann.

Du hast recht, dass man diverse Szenarien konstruieren kann, wo auch das nicht mehr ausreichen würde. Ich denke aber, dass gemäß der 80-20-Regel die BRD auf recht gutem Posten steht, was die Abwendung einer atomaren Katastrophe durch nicht mehr zu kühlende AKW`s anbelangt. Wir stehen da aber gegenüber einigen europäischen Nachbarn recht gut da, von „außerhalb“ ist das Gefahrenpotential größer. Ich gehe aber davon aus, dass bei Krisensituationen hier europaweit ob der zu erwartenden Langzeitkontamination von betroffenen Regionen gehandelt werden würde. Im Zweifelsfall auch mit Hilfe des Einsatzes der Armee im Inneren.

2. Ihr Satz: „Wahrscheinlich wohnt man in Koeln und steckt zu dem Zeitpunkt in Muenchen beim Kundenbesuch oder bei einer Alpenwanderung im Urlaub fest.“

In der Prepper-Szene werden für solche Szenarien auch Möglichkeiten erarbeitet. Das Grundkonzept was sich entwickelt hat und dem viele Prepper folgen gliedert sich in folgende „Notlösungen“:

a) Ausrüstung eines Standortes als „Sicherer Ort“. Das kann sowohl das eigene Heim sein, etliche Prepper, die in Ballungsgebieten wohnen und finanziell dazu in der Lage sind, haben aber noch einen Fluchtort auf dem Lande. Gemäß eigener Gefahrenbeurteilung und pecuniärer Möglichkeiten wird an einem oder beiden Punkten entsprechendes Notmaterial inkl. Notnahrung gelagert.

b) Für notwendige Fluchtbewegungen werden ein oder mehrere (Familie) BOB`s gepackt. Diese Bug Out Bags ermöglichen ein 3-7-tägiges Überleben bei einer Flucht und haben meistens alle relevanten Unterlagen in elektronischer Form „an Bord“.

c) Für Ereignisse, die eintreten, während man sich weiter entfernt von seinem Flucht- oder Wohnort mit entsprechende Ausstattung befindet, haben Prepper häufig den GHB dabei. Das ist der „Get Home Bag“ der in rudimentärer Weise eine ca. 3-Tages-Tour abdeckt, auch wenn öffentliche Transportmittel nur bedingt zur Verfügung stehen. Ziel des GHB ist es, seinen „Sicheren Ort“ zu erreichen.

Ob das in der Realität klappt, wird sich zeigen, auch hier spielen ein großes Maß an Glück, Können, eigenen Fertigkeiten etc. eine Rolle. Es erhöht im Krisenfall aber die Chancen. Ob jemand, der solche Konzepte verfolgt, paranoid ist, sei dahin gestellt, aber wie meine doch Bill Gross einmal: „Only the paranoids will survive“.

3. Ihr Satz: „….schon gar nicht, wenn die gesamte Melde-Infrastruktur zusammengebrochen ist.“

Bis es dazu kommt, dauert es. Ohne Frage wird ein Ausfall des Mobilfunknetzes, der normalen Telefonie, des Internets etc. die Krise stark beschleunigen. Jedoch gibt es hier breitflächig angelegte Strukturen im öffentlichen und privaten Bereich, die Notfunknetze bereitstellen. Wenn Sie sich über den Amateurfunkbereich informieren, werden Sie sehen, dass heute schon etliche Amateurfunker in Kriseninterventionsplänen vorgemerkt sind als Informationsknotenpunkt zu dienen und wie weit auch im Afu-Bereich die Planung vorangeschritten ist, was die eigene Vernetzung im Krisenfall bedingt. Hierfür sind spezielle Frequenzen vorhanden (auf verschiedenen Bändern, sowohl deutschland- als auch weltweit), wo auch häufig Notfunkübungen praktiziert werden. Ich z.B. wäre auch bei einem totalen Ausfall des Internets in Europa in der Lage, Text-Mails weiterhin über Kurzwelle zu versenden. Das allerdings nur zu bestimmten Zeiten und Wetterbedingungen, um die Einwahlstationen zu erreichen. Aber besser als nichts.

Eine Lösung im digitalen Funkbereich ist deutschlandweit heutzutage nicht möglich, hier fehlt die entsprechende überlappende Repeater-Struktur. Da bestehen (auch gerade im behördlichen Bereich) nur Insellösungen, eine Vernetzung der einzelnen Zellen kann nur über das Internet erfolgen, welches jedoch bei einem langanhaltenden Stromausfall auch die Grätsche machen würde.

Die Melde-Infratruktur wir massive Probleme bekommen, total zusammenbrechen wird sie nicht.


4. Sonnensturm und EMP-Ereignis

Die Aussage, dass viele PKW und LKW bei oben genannten Ereignissen zusammenbrechen würden, ist wissenschaftlich nicht belegt. Womit Sie Recht haben, ist die Möglichkeit eines Ausfalls. Nehmen wir mal Fahrzeuge und Geräte aus, die nach MIL-Standard gesichert sind und beziehen uns auf die Otto-Normalverbraucher-Sachen. Bezüglich der EMP-Auswirkungen (und damit auch die für massive Sonnenstürme) möchte ich an dieser Stelle auf folgende (wie ich finde sehr gute weil neutrale) englischsprachige Seite verweisen:

http://www.futurescience.com/emp/vehicles.html

Es lohnt sich dort auch weiter zu stöbern, nicht nur bei der Schilderung der Auswirkungen auf KFZ etc.

Wie es sich zeigt, sind die Auswirkungen sehr begrenzt, jedoch würden bei einem EMP durch eine A-Bombe ungleich höhere Spannungen induziert werden und die Gefahr eines Ausfalls der KFZ-Elektronik würde ansteigen. Jedoch sind die Gegebenheiten so verschieden (Stellung des Fahrzeuges zum Ereignisursprung quer/längs; geparkt in Tiefgarage, geparkt in Metallgarage, EMP-Härtungsgrad des Herstellers etc.), dass aus heutiger Sicht auf Grund der Verschiedenartigkeit der einwirkenden Faktoren kein Urteil gefällt werden kann, wie viele KFZ bei welchem EMP-Grad ausfallen würden. Ein Vorbereitung auf ein solches Ereignis wäre auch unmöglich. Das Hauptproblem sind bei heutigen KFZ die Steuergeräte bzw. der an diesen hängende Kabelbaum des Fahrzeuges. Die KFZ-Hersteller geben auch keine Infos bezüglich der EMP-Sicherheit heraus. Würde man dort technisch eingreifen wollen, müsste man so viele Ferritkerne um den Kabelbaum setzen, dass das Zulassungsgewicht wohl alleine durch diese schon überschritten würde. <img src=" />

Wer also wirklich vor solchen Ereignissen Angst haben sollte, kann sich nur einen alten Saugdiesel ohne elektronische Einspritzpumpe anschaffen. Wir reden hier von Wagen bis Mitte der 1970er-Jahre, denen ein solches Ereignis wohl nichts ausmachen würde. Vielleicht maximal bis zur W123-Baureihe von Mercedes (80er-Jahre).

Über Auswirkungen bezüglich EMP-Ereignissen außerhalb des KFZ-Bereiches gibt es nur sehr wenige Erkenntnisse. Interessant sind hierbei dokumentierte Auswirkungen während der russischen Atomtests in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts:

http://www.futurescience.com/emp/Graham-Loborev.gif

Artikel zum Bild:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.futurescience.com%2Femp%2FGraham-Lo...

Der Kilotonnenbereich der dazugehörigen Waffen kann dem Artikel entnommen werden.

Beste Grüße! Wie gesagt, ich lese Ihre Foreneinträge immer sehr gerne, sie erweitern den Horizont. Insofern freue ich mich auch über kritische Meinungen zu meiner persönlichen Sichtweise.

Benzinlager unter'm Dach

Orlando ⌂ @, Freitag, 31.07.2015, 13:23 vor 3826 Tagen @ Leserzuschrift 10935 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 31.07.2015, 14:35

Kleiner Hinweis an die Im-Notfall-Betreiber von Stromerzeuger aus Benzin: Mehr als 20 Liter dürfen nicht privat gelagert werden. Das ist auch sinnvoll, denn wenn jeder in seiner Bude anfängt, große Benzinlager einzurichten, gibt es dann auch öfters Notfälle ohne Sonnensturm ... unter Einbeziehung Nichtbeteiligter. Die Feuerversicherung hat dann sicher auch Einwände bei der Regulierung.

Im Übrigen gilt für Brennstoff wie für Nahrungsmittel, das Zeug muss laufend umgewälzt, sprich verbraucht und erneuert werden - sonst gibts böse Überraschungen, grade wenn das Zeug genutzt werden soll. Für technische Gerätschaften gilt sowieso, dass sie regelmäßig benutzt werden müssen.

Ich finde es erheiternd, dass ausgerechnet in einem Monster-Notfall Leute, die sonst das Großkollektiv für unverzichtbar halten, alleine klarkommen wollen.

Mir ist mal im Winter ein größerer Trafo abgeraucht, der nicht so schnell zu ersetzen war. Für Telefon, Beleuchtung, Tiefkühltruhe und Notheizung habe ich dann so ein kleines Notaggregat eingesetzt - so schnell konnte ich den Sprit gar nicht beischaffen, wie der da durchrauschte. Außerdem sind die Dinger nicht für Dauerbetrieb ausgelegt. 20 Liter ist also ein Witz hinsichtlich "überleben".

In Frankreich kommt es öfters mal zu regionalen Stromausfällen, da die Leitungen nicht für alle zehn oder zwanzig Jahre möglicherweise auftretenden Stürme oder Schneefälle ausgelegt sind. Da fährt man dann halt die Tiefkühltruhen zusammen in eine Scheune und schließt ein ordentliches Aggregat an.

Und dann ist Notstromaggregat noch nicht mal Notstromaggregat ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 31.07.2015, 14:13 vor 3826 Tagen @ Leserzuschrift 11537 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 31.07.2015, 14:51

Das sind wichtige Anmerkungen, und wie gut, dass sie nicht schon wieder von mir Besserwisser stammen, der fuer die aussichtlose Lage, in der die Menschheit steckt, wohl allein verantwortlich ist, weil er soviel weiss, aber ausgerechnet den Ausweg fuer sich behaelt ...

(Denn dass es keinen gibt, das kann ja bitteschoen wohl nicht sein? Das neue Auto ist bestellt und die Hypothek noch nicht abbezahlt, der Aelteste mit dem Studium noch nicht fertig, und da soll die Welt untergehen? Das waere ungerecht!!!)

Hin-Und-Her karren? Und selbst wenn der Diesel aus der Poliklinik dann beschlagnahmt wuerde fuer das Atomkraftwerk, waere die Verwendbarkeit nicht garantiert. Nach DIN EN 590 betraegt die maximale Lagerfaehigkeit nur 90 Tage, ob das der Herr Chefarzt immer weiss?

Abgesehen davon, dass das nicht der Chefarzt, sondern der (Jura- oder BWL-"gebildete") Klinikdirektor "betreut", aber auch der nicht, weil "dafuer hat man ja seine Leute". Und die "Leute" machen nix, weil ... "der Direktor hat mir nix angeheissen".

Nur 8% der insgesamt 74 gepruefeten "NEAs" (Netzersatzanlagen) waren ohne Einschraenkungen der Gebrauchsfaehigkeit betankt gewesen.

Absolut. Das ist wie mit den Dosen, die man rollierend verbrauchen muesste. D.h. man muss im Alltag die ganze Zeit die moegliche Katastrophe leben, wenn man ihr wirksam begegnen wollte. Wer will das schon?

Der Teufel steckt im Detail. Solche kleinen Fehler wuerden - trotz teurer Vorbereitung - Leben kosten.

Und: u.U. noch mehr Leben kostet, als ohne Vorbereitung, weil ein Diesel, das nicht mehr im Notstromaggregat funktioniert, sich immer noch hervorragend eignet, das Haus abzufackeln, weil man ja nun ohne Strom (das Aggregat tut's ja nicht) eben mal mit der Kerze nachsieht. Ich finde es klasse, wenn Leute ein Notstromaggregat haben und mich unverstaendig anstarren, wenn ich frage, bei welchem Licht sie es denn reparieren wollen, wenn es versagt ...

Auch ein Treibstofflager muss gewartet werden.

Ja, ausser ... Gasflaschen (die halten ewig, allerdings laeuft deren Zulassung nach zehn Jahren ab, dann muss eine neue Druckpruefung her, aber danach fragt keiner im Ernstfall). Eine andere Leserzuschrift hatte genau das angeregt:

"Vorzugsweise bietet sich eine LPG-Umrüstung des Notstrom-Generators an, da die Lagerung von Gasflaschen auch über Jahre problemlos möglich ist, bei Benzin muss man auf Metallkanister achten und einige andere Sachen, sonst hat man nach einer gewissen Lagerzeit keinen Treibstoff mehr, ..."

Das Problem ist und bleibt: es gibt keinen Koenigsweg. Das ist eine jahrelange Ausbildung wie bei den Green Berets, Navy Seals, Kampfschwimmern, GSG-9, KSK, SAS etc. pp. Die koerperliche Fitness und die Kenntnisse muessen beide vorhanden sein. Ein KSK-Soldat kann saemtliche verschiedenen Tretminen der tschechischen, russischen, chinesischen, ... Hersteller herunterbeten und wahrscheinlich auch noch im Dunkeln tastend erkennen. So ungefaehr sieht Vorbereitung aus. Nicht genau dasselbe Gebiet, aber zur Illustration. Der Rest ist, sich drauf verlassen, dass die Katastrophe samstags frueh nach dem Fruehstueck eintritt, wenn beide Kinder nicht in der Schule sind, Mann und Frau zuhause und nicht sie 20km weiter weg auf Arbeit und er 400 km weiter weg im Hotel im Projekt. Ohne Kontaktmoeglichkeit. Ohne, darauf wette ich mit 99%, sich abgesprochen zu haben, was sie denn dann tun, wenn es eben nicht samstags frueh am Esszimmertisch "knallt". Hoffnungslos, da was beibringen zu wollen.

Nach drei Tagen kommt Kind Nr. 1 ausgehungert heim - Wohnung ist verbarrikadiert, weil Papa 400 km weit weg und Mama auf Suche nach Kind 1 unterwegs ist. So sieht die Durchschnitts-"Vorbereitung" in der Realitaet aus!!!

Darueber kann man Buecher schreiben. Sie sind auch geschrieben worden. Aber die Wahrheiten sind so unbequem, dass man lieber rummosert, wenn einem die Loesung nicht in einem Einzeiler praesentiert wird. In der Zeit koennte man aber schon wieder was sinnvolles zur Zukunftssicherung getan haben ...

---
Zur Ueberschrift: Und dann ist Notstromaggregat noch nicht mal Notstromaggreegat ...

Die meisten, deren "Not"stromaggregat ich je zu Gesicht bekam, hatten sog. Kurzlaeufer. Die sind gut fuer den Campingurlaub. Nach spatestens zwei bis vier Stunden Dauerbetrieb muessen die mehrere Stunden ruhen!!! Sonst geh'n sie gleich kaputt.

Da braucht es (i.d.R. doppelt bis viermal so teure) Dauerlaeufer (siehe auch Bosch Eisemann). Das sagt einem aber kaum jemand im "Fach"geschaeft, weil ... soviel gibt keiner freiwillig aus. Echtes Prepping eben. Man will ja nicht zuviel ausgeben. Koennte ja am Ende gar nichts passieren. Schon die Versicherung neulich war ja fuer die Katz'. Passiert ist nich' mal was.

Nu' is aber gut mit den Prepper-Vorlesungen. Wie gesagt, die Literatur gibt es, kostenpflichtig wie kostenlos im Internet, da braucht's kein "Gelbes", nur den Willen, es zu tun.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

@Orlando: Generatoren, Brennstoff, etc.

Leserzuschrift @, Freitag, 31.07.2015, 16:03 vor 3826 Tagen @ Orlando 10876 Views

Ihre Einwände bezüglich der gesetzlichen Vorschriften zur Einlagerung von Benzin/Diesel sind richtig und diese haben auch ihre Berechtigung, was die Erhöhung des potentiellen Brandschadens im Brandfall anbelangt sowie damit verbundener Gefährdung von Personen. Diesem Problem nachstehende Gefahren wie z.B. die Ausgasung des Brennstoffes bei undichten Behältnissen mal außen vor gelassen. Hier entstehen durch die Lagerung noch viele weitergehende Schädigungspotentiale für den Nutzer die man ausschließen muss/sollte. Würde aber hier zu sehr ins Detail führen.

Man muss einige Vorkehrungen treffen, um im einem Schadensfall zielorientiert reagieren zu können. Das individuell abgestimmte Konzept sollte vorher gründlich geplant und vor allen Dingen auch getestet werden. Getestet bedeutet wirklich alle Sicherungen raus und dann das ganze mal zumindest für 2 Tage unter realen Bedingungen laufen lassen.

1.) Lagerfähigkeit von Brennstoffen

Wie bereits geschrieben, ist meistens die optimale Variante eine Lagerung von LPG, wobei dann der Notstromgenerator natürlich LPG-tauglich sein muss. Diese Lösung zerstreut sämtliche Haltbarkeitsprobleme, da LPG unbegrenzt lagerfähig ist. Die einzige Einschränkung stellt hierbei die TÜV-Zulassung der Gasflaschen/Gastanks dar. In bestimmten Prüfintervallen müssen die Behältnisse auch von Innen begutachtet werden.

Kleine Randbemerkung: Umrüstsätze wie für den Honda 10i oder Honda 20i garantieren auch eine saubere Verbrennung, wenn nur reines Butan oder Propan verbrannt wird, man ist also nicht auf eine LPG-Mischung angewiesen. Ich werde den Begriff LPG nur zur Abkürzung weiter verwenden.

Sollte eine Begutachtung/TÜV-Abnahme des Tanks/der Gasflasche anstehen, kann das vorhandene LPG abgezapft und nach der Erteilung der „Betriebsgenehmigung“ für das Behältnis wieder aufgefüllt werden. Das ist bei weitem kostengünstiger als z.B. 1000 Liter Diesel „waschen“ zu lassen, die außer ein paar Probeläufen im Jahr im Tank schlecht werden. Ob man im Nutzungsfall von LPG die Flaschen oder Tanks gemäß den einschlägigen Regelungen prüfen lässt, muss jeder selbst wissen.

2.) Einsatzzeit des Generators

Die kleinen Inverter-Generatoren sind nur auf bestimmte Dauerlastzeiten ausgelegt. Bleiben wir mal bei den Honda-Dingern, weil sich diese qualitativ auf 1000enden Baustellen bewährt haben. Nehmen wir hier den 20i, so reden wir im Dauerlastbereich von einem Abruf von 1600VA für 4-8 Stunden. Dann möchte das Gerät auch mal seine Ruhe haben. Läuft das Gerät in Teil-Last, können mit einer Tankfüllung von 4,1 Litern Betriebszeiten von 10 Stunden erreicht werden, bevor man ihm eine Pause gönnen sollte. Die Inverter-Lösung schlägt mehrere Probleme mit einer Klappe.

Was bedeutet Inverter? Das deutsche Wort dazu wäre Wechselrichter. Verbrennungsmotor und Generator sind elektrisch voneinander getrennt, sie laufen nicht mit derselben Frequenz.

Der vom Generator erzeugte Strom muss nicht zwangsläufig 230 oder 400 Volt mit 50Hz haben, sondern kann einen fast beliebigen Wert haben. Die nachgeschaltete Wechselrichterelektronik erzeugt aus dem Eingangsstrom eine perfekte, saubere Sinusspannung in der gewünschten Spannung und Frequenz.

Dadurch ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

Die Invertergeneratoren können im Schwachlast- oder Teillastbetrieb ihre Drehzahl reduzieren, was den Lärm deutlich reduziert. Gleichzeitig sinkt der Kraftstoffverbrauch, da weniger Drehzahl weniger Krafstoffverbrauch bedeutet. Weiterhin erzeugen Invertergeneratoren eine Stromqualität, die oft besser ist, als aus der Haussteckdose. Man kann mit ihnen also praktisch jedes Gerät betreiben, wie z.B. PCs, Fernseher, SAT-Receiver und ähnliches elektronisches Gerät.

Invertergeneratoren sind durch die nicht mehr an 3000 1/min Drehzahl gebundene Stromerzeugung auch deutlich kompakter als konventionelle Generatoren, da mit weniger Hubraum gearbeitet werden kann. Statt eines Verbrennungsmotors mit 120ccm Hubraum und 3000 1/min kann nun ein 50ccm-Motor mit 6000 1/min eingesetzt werden, die beide dieselbe Leistung bringen.

Nachteile der Invertergeneratoren:

Ihre Elektronik ist ein teures Bauteil, und wie jede Elektronik ist sie empfindlicher als einfache, robuste Technik. Ein Invertergenerator ist also nur bedingt geeignet für Verbraucher mit sehr hohem Anlaufstrom, wie z.B. große Elektromotoren mit viel Schwungmasse (Kreissäge, Pumpe etc). Ein Inverter ist eher das perfekte Gerät für Haushaltsgeräte, Computer, kleine Elektrowerkzeuge etc, und durch den sehr leisen Betrieb das ideale Gerät für Camping und Feiern, wo es auf den Lärmpegel in der Nachbarschaft ankommt.

3.) Vorbereitende Planung

Natürlich sind 20 Liter für den Krisenfall ein Witz. Die von Ihnen geschilderte Situation bezüglich des ausgefallenen Trafos und Ihrer damit verbundenen Erfahrungen hört sich für mich aus Ferne so an, dass sie vorher diese Umstände nicht durchdacht und geplant haben (bitte die Äußerung nicht übel nehmen, ich sehe solche Verhaltensweise sehr häufig bei Neu-Preppern bzw. Personen, die keine Vorplanung betrieben haben). Man stellt sich ein Aggregat hin, hat aber keine Planung, was notwendige Lastverbräuche anbelangt und vor allen Dingen liegt keine koordinierte Zeitplanung zur Einsatzzeit der Verbraucher vor. Hört sich erst einmal kryptisch an, deshalb hier ein fiktives Beispiel.

Max Mustermann hat ein Stromaggregat gekauft und in der Garage stehen 20 Liter Sprit. Er denkt, er ist nun vorbereitet für den Stromausfall. Dieser tritt ein und er kippt immer wieder Sprit nach, bis die Bestände spätestens nach 48 Stunden verbraucht sind. Welche Fehler kann er gemacht haben?

a) Er könnte kein Inverter-Gerät gehabt haben und somit indirekt den Verbrauch für nichts nach oben getrieben haben, vorausgesetzt, er muss keine Geräte mit hohem Anlaufstrom betreiben.

b) Er hat unnötiger Weise einfach so viele Verbraucher, wie es die Leistung des Generators hergibt, angeschlossen, ohne vorher über Energieeinsparpotential nachgedacht zu haben. Man muss nämlich schon seinen Kühlschrank kennen, um zu wissen, wie oft der überhaupt Strom braucht, um die Esswaren noch zu kühlen/kühl zu halten. Bei den heutigen Geräten kann, sofern das Kühl-Gut einmal durchgekühlt ist, auch mit längeren Pausen gearbeitet werden, da die Isolierung die vorhandene Kälte gut im Gerät hält. Ich darf ihn dann natürlich nur möglichst selten öffnen, um den Energieverlust so gering wie möglich zu halten. Die Heizung muss auch nicht die ganze Zeit „durchbollern“, sofern ich eine halbwegs plausible Berechnung habe, die mir zeigt, wie ich mit möglichst kurzen Einsatzzeiten ein Maximum an Wärme in die Behausung bekomme. Den Rest der Zeit lasse ich das Gebäude langsam auskühlen, bis ich die Heizung wieder an den Inverter anschließe. Natürlich muss ich dann mein Lüftungsverhalten massiv ändern etc.

c) Er hat das Gerät durchlaufen lassen

Wenn ich mich auf die Gegebenheiten im Vorfeld eingestellt habe und diese durchgeplant habe, kann auch so ein kleiner „Kurzläufer“, wie CrisisMaven ihn richtiger Weise bezeichnet, eine riesen Erleichterung sein. Unterstützt durch 12 V Geräte, einen entsprechend dimensionierten Akku mit Solarzellenunterstützung etc. kann man auf rudimentärer Basis bei entsprechende Vorbereitung die grundsätzlichen modernen Errungenschaften noch nutzen.

Ständig durchlaufende Generatoren sind für Privathaushalte nicht erforderlich, um die Grundfunktionen des Haushalts aufrecht zu erhalten. Kurzläufer sind bei entsprechender Planung die optimale Variante, was das Kosten-Nutzen-Verhältnis anbelangt.

Aber das muss auf den individuellen Einzelfall abgestimmt sein. Der Einzelfall bestimmt auch Größe und Art der Notstromeinrichtung.

Habe ich Z.B. ein Haus mit einer Ölheizung und achte darauf, dass der 4000-Liter Tank niemals unter 50 % Füllstand fällt, wähle ich natürlich einen Generator, der auch heizöltauglich ist. LPG wäre dann hirnrissig. Brennstoff ist dann eher ein nachgelagertes Problem. Heizung, auch da in Kombination beide Installationen laufen werden, zumindest bis der Tank leer ist.

Lebe ich in einer Stadtwohnung, kommen nur Kleingeneratoren in Frage, die Heizung kann ich als Verbraucher vernachlässigen, da bei einem Stromausfall auch die Druckerhöhungspumpen des Gasnetzes ausfallen und mir dann meine tolle Gas-Brennwerttherme auch nichts mehr nutzt. In diesem Fall muss ich die Heizproblematik gesondert betrachten. Die eh schon gekapselten Inverter können zur Lärmvermeidung mit Schallentkopplungsmatten unterlegt werden, der Betrieb kann in den Räumen erfolgen, sofern der flexible Auspuff in entsprechende Länge vorhanden ist, damit die Abgase ins Freie geleitet werden können.

Habe ich ein Haus auf dem Lande mit Gasheizung, aber verbunden mit dem öffentlichen Gasnetz, so kann ich mir zur Redundanz einen LPG-Tank anschaffen. Damit umgehe ich im Falle des Stromausfalls und dem nachfolgenden Ausfall der Gasversorgung meinen persönlichen Black-Out, solange ich einen LPG-tauglichen Generator habe und die Düsenbestückung der Heizung die LPG-Versorgung zulässt und ich die Versorgungsstränge umschalten kann. Zumindest sollte ich dann für die Heizung die entsprechenden Düsensätze vorrätig haben.

etc.

Restrisiken bestehen immer und keine Vorplanung der Welt wird diese (egal in welchem Bereich) ausmerzen können. Preppen beinhaltet auch nur die Minimierung dieser Risiken und die Eröffnung von weitgefächerteren Handlungsoptionen im Krisenfall. Jeder Prepper mit Hirn weiß, dass es immer anders kommen kann, als man selber gedacht hat. Doch durch die Auseinandersetzung mit vielschichtigen Problemszenarien steigert man sowohl sein eigenes Vermögen bezüglich des „Querdenkens“, als auch die Fähigkeit, schnell improvisieren zu können. Wie CrisisMaven richtig gesagt hat, sind die eigenen Fähigkeiten die grundsätzliche Basis. Erst von dieser Basis an kann ich anfangen technische Hilfsmittel einzusetzen, um mir dann das Leben im Krisenfall zu erleichtern. Die praktischen Fähigkeiten sind im SHTF-Fall (mit) das A und O.

Hoffen wir alle, das ein solcher Fall nie eintreten mag. Obwohl ich mich nicht darauf verlassen würde.


Ich glaube, ich habe das Gelbe nun genug mit Prepper-Gedanken genervt, insofern werde ich zukünftig wie immer wieder still mitlesen und mich an den Erkenntnissen hier im Forum erfreuen. Danke noch mal für den Input, den Sie hier alle leisten. In allen Bereichen. Danke auch an den Betreiber, der dieses Forum für nichtregistrierte Interessierte Personen zur eigenen Informationsbeschaffung offen lässt.

Ich gebs zu, ich schlottere ja geradezu

Montgomery Burns @, Samstag, 01.08.2015, 03:03 vor 3826 Tagen @ Wayne Schlegel 10938 Views

Aber nicht vor Angst, sondern eher vor Lachen.

Es scheint wohl zwei Extremtypen zu geben, die sich beide gerne als Realisten bezeichnen.

Das sind einmal die Angsthasen, die schon tausend Tode vor dem wirklichen sterben, die auf jede Meldung hysterisch reagieren, und dafür sogar noch irgendwie dankbar sind.

Der Finanzcrash steht vor der Tür, Fukushima verseucht sämtliche Weltmeere,
Griechenland reißt den Euro in den Abgrund, der nächste Sonnensturm sorgt für wochenlange Blackouts, CERN produziert tödliche Schwarze Minilöcher, usf.

Sie haben Vorrat für mindestens 6 Monate im Keller, 5fach versperrbare Türen, ein paar Goldstücke im Garten vergraben, schielen unentwegt nach sicheren Fluchtlokalitäten und hocken eigentlich schon auf dem gepackten Koffer.

Die zweiten sind die von den ersten so gerne als Ignoranten bezeichneten Leute, die nicht aus jeder Medienmücke einen Elefanten machen, und die sich denken, wurscht was kommt, irgendwie geht's ja doch immer wieder weiter.

Kann schon sein, dass diese vielleicht etwas zu sorglos durchs leben gehen, aber sie haben sich seit 1999, als ja die Welt bekanntlich das letzte mal so richtig unterging, schon einiges an Kopfweh erspart.

Gruß

Wer hat Arbeit, wenn nach dem Reißen des Kettenbriefs die Wirtschaft kollabiert

Morpheus ⌂ @, Samstag, 01.08.2015, 04:17 vor 3826 Tagen @ Montgomery Burns 10994 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.08.2015, 15:22

Lieber M.B.

Aber nicht vor Angst, sondern eher vor Lachen.

Wenn du so gut drauf bist, kannst du mir ja vielleicht helfen und meine Sorgen ausräumen. Ich sag dir "mein Problem" und du zeigst mir die Lösung. Dann werde ich gerne mit dir zusammen lachen.

Es scheint wohl zwei Extremtypen zu geben, die sich beide gerne als
Realisten bezeichnen.

Leider hat sich bisher jeder entweder vor der Antwort gedrückt oder er konnte mir keine inhaltlich sinnvolle Antwort geben. Aber das heißt gar nichts. Ich hoffe inständig, dass du der Überflieger, das Genie, der Guru bist, der mir erklärt, wie es nach dem zwangsläufigen Finanzcrash weiter geht.

Das sind einmal die Angsthasen, die schon tausend Tode vor dem wirklichen
sterben, die auf jede Meldung hysterisch reagieren, und dafür sogar noch
irgendwie dankbar sind.

Der Finanzcrash steht vor der Tür,

Dass die Staaten (und damit wir alle) mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen, kann einige Zeit gut gehen, aber nicht ewig, wie gerade in GR zu sehen.

Was passiert nun, wenn in den führenden westlichen Staaten der Kettenbrief aus ständig zunehmender Verschuldung reißt und die gesamten Schulden und Guthaben ausgebucht werden?

Wer hat dann noch Arbeit oder wer fragt dann noch Arbeitsleistungen von anderen ab und kann diese Arbeitsleistungen auch bezahlen?

Ich behaupte, außer in der Lebensmittel- und in der Sicherheitsbranche, gibt es keine Nachfrage nach bezahlter Arbeit mehr. Weil mein Kleiderschrank ist voll, mein Haushalt hat bereits alles und viel mehr, als eigentlich zum Leben nötig ist. Und so geht es dann eben fast allen. Niemand kauft mehr als nötig und dadurch haben nur noch ganz wenige Arbeit. So meine Sicht auf die Dinge.

Du wirst mir jetzt, anders als alle anderen Diskussionsteilnehmer zuvor, sicher sagen können, wie ich meine Firma aufstellen soll, damit ich und meine Mitarbeiter später noch Arbeit haben und Einkommen erzielen können.

Bin gespannt, ob von dir sinnvolle, konstruktive Antworten kommen. Du hast die Chance, mein Held zu werden.

Grüße
Morpheus

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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Später?

Montgomery Burns @, Samstag, 01.08.2015, 10:28 vor 3826 Tagen @ Morpheus 10835 Views


Du wirst mir jetzt, anders als alle anderen Diskussionsteilnehmer zuvor,
sicher sagen können, wie ich meine Firma aufstellen soll, damit ich und
meine Mitarbeiter später noch Arbeit haben und Einkommen erzielen
können.

Wie aus meiner Diskussion mit pigbonds unschwer erkennbar, rechen ich nicht mit irgendwelchen großartigen Zusammenbrüchen in den nächsten Jahrzehnten.

Ganz einfach deswegen, weil die Strippenzieher noch genug Möglichkeiten haben, den ganzen Schwindel noch sehr lange so weiterzuführen.

Mach also so weiter wie bisher, oder gründe eine Agentur, die alte Bruchbuden
an NGO's zur Asylantenunterbringung vermittelt. Das wäre derzeit sicher ein prosperierender Geschäftszweig.

Gruß

Das ist genau das psychiatrische Fallbild, um das es bei den Verdraengern geht ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 01.08.2015, 11:45 vor 3826 Tagen @ Montgomery Burns 10847 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.08.2015, 12:23

Aber nicht vor Angst, sondern eher vor Lachen.

Genau, wie sintemalen in Moskau.

Es scheint wohl zwei Extremtypen zu geben, die sich beide gerne als Realisten bezeichnen.
Das sind einmal die Angsthasen, die schon tausend Tode vor dem wirklichen sterben, die auf jede Meldung hysterisch reagieren, und dafür sogar noch irgendwie dankbar sind.

Die mag es geben. Aber das ist ein Strohmann-Argument, um die eigne Verdraengung zu rechtfertigen:

Der Finanzcrash steht vor der Tür,

Wahrscheinlich, aber der steht, siehe 1919, 1923, 1929, 1945, 2007/8, andauernd vor der Tuer. Das kann nur leugnen, wem es -relativ zufaellig- grade mal nicht dreckig geht dabei. Aber wenn man von Deutschland etwas weggeht, einfach nur ueber die deutschen Landesgrenzen, ausser nach A und CH, wird man fuendig. Noch etwas weiter weg noch fuendiger. Einer der Gruende, dass wir soviele Besucher haben. Also: er steht nicht vor der Tuer, eher wuerde ich sagen, er ist da. Nur sind die Menschen mittlerweile abgestumpft, sonst wuerden sie sich noch an ihre eigne Aufbruchstimmung 1999 erinnern ... vor Euro und Internet-Blasen-Platzer.

In Dritten Reich hiess das: "Frueher ging's uns gut, heute geht's uns besser. Wenn's uns doch nur wieder gut ginge".

Wer das anders sieht, verwechselt die laufenden Krisensitzungen in etwa so, wie der Mensch auf der Titanic meint, das mit den Rettungsbooten sei jetzt eine Uebung der See-Berufsgenossenschaft.

Fukushima verseucht sämtliche Weltmeere,

Nein, das hat hier keiner, der sich auskennt, so behauptet. Das braucht's, um die Realisten als Deppen dastehen zu lassen und zeugt von krasser Unkenntnis der Materien.

Griechenland reißt den Euro in den Abgrund,

Nein, aber es ist schwaechstes Glied in einer Kette.

der nächste Sonnensturm

Ist nach Expertenmeinung eben ueberfaellig und ein ebensolcher hat uns grade verfehlt. Was ist daran laecherlich?

sorgt für wochenlange Blackouts,

Nein, monate- bis jahrelange, wenn's dumm laeuft. Das war ja nun genuegend erlaeutert worden, dazu reicht Schulphysik der, sagen wir, achten Klasse.

CERN produziert tödliche Schwarze Minilöcher, usf.

Genau: das hat hier zwar keiner behauptet, aber die Verdraenger brauchen das, damit sie sich nicht vor Angst in die Hosen machen. Denn mulmig ist ihnen schon. Da aber das mit dem CERN nicht eintrat, werden alle anderen Sachen auch Spinnereien sein.

Sie haben Vorrat für mindestens 6 Monate im Keller, 5fach versperrbare Türen, ein paar Goldstücke im Garten vergraben, schielen unentwegt nach sicheren Fluchtlokalitäten und hocken eigentlich schon auf dem gepackten Koffer.

Eben nicht. Aber die Alternative dazu bedeutet harte Arbeit. Und die moechte man nicht leisten. So, wie sintemalen in Moskau.

Die zweiten sind die von den ersten so gerne als Ignoranten bezeichneten Leute, die nicht aus jeder Medienmücke einen Elefanten machen,

Nein - denen die anatomischen Kenntnisse fehlen, Muecken und Elephanten zu unterscheiden und darum CERN mit Fukushima mit Euro mit EMP mit Sonnensturm verwechseln. So, wie fuer ein Kind "der" Neger am Anfang immer gleich aussieht.

und die sich denken,

Nein, denken tun die eher nicht. Die lassen denken.

wurscht was kommt, irgendwie geht's ja doch immer wieder weiter.

Ja, 1945 ging's auch weiter. In Pompeiji auch. Erst jetzt fallen die Mauern dort ein, weil's Geld fehlt, nach Ausgrabung die noetigen Sicherungsarbeiten durchzufuehren.

Kann schon sein, dass diese vielleicht etwas zu sorglos durchs Leben gehen, aber sie haben sich seit 1999, als ja die Welt bekanntlich das letzte mal so richtig unterging, schon einiges an Kopfweh erspart.

Da ging tatsaechlich die Welt unter. Aber nicht, worauf Du wohl anspielst, aufgrund des Datumsproblems (zwei- zu vierstellig), sondern weil dort die Grundlage des Finanzkollapses gelegt wurde. Dieses Datumsproblem wurde naemlich, was aber der normale Buerger nicht mitbekommt, weil er zu den Abteilungen, die das bearbeiten, keinen Zutritt hat, mit Milliardenaufwand abgewendet. Das ist kein Anlass zum Spott, sonden Ausweis der Ignoranz bezueglich des Problems und seiner gerade noch rechtzeitigen Behebung.

Und dieses Datumsproblem kam von genau solchen, die brunsdumm meinten, es werde schon gut gehen. Ich habe bereits in den achtziger Jahren bei jedem Softwareprojekt, in dem ich Mitspracherecht hatte, auf zwei Dinge gedraengt:

a) dass stets die volle Jahreszahl (1999 statt 99) verwendet wurde und

zudem

b) dass das ISO-Datumsformat verwendet wird, also 2001-09-11 statt 9/11/2011 und 11.09.2001.

Dasselbe gilt fuer metrische und Zoll-Mass-Systeme. Es fallen immer noch Sachen vom Himmel. Vor manchen hatte ich gewarnt. Aber lach' Du nur weiter ... Ich amuesiere mich auch.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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Lieber CM

Montgomery Burns @, Samstag, 01.08.2015, 21:44 vor 3825 Tagen @ CrisisMaven 10638 Views

Es ehrt mich ja ungemein, dass du als Grüner in diesem Forum derart viel Zeit aufwendest, um mich zu überzeugen bzw. mich zu widerlegen.

Trotzdem möchte ich diese Diskussion jetzt auf Eis legen, weil es einfach nix bringt, Leute, die an den baldigen Untergang zumindest des Abendlandes felsenfest glauben, vom Gegenteil überzeugen zu wollen.

Ich würde deshalb einmal vorschlagen, wir lassen einige Zeit vergehen (so wir uns nicht wegen anderen Dingen zwischenzeitlich in die Haare kriegen), und schreiben vielleicht noch einmal in einem, zwei und 5 Jahren darüber.

Wenn wir das dann immer noch so locker tun können wie gerade jetzt, hast du die Partie (natürlich nur bis zum oa. Zeitpunkt) vorderhand verloren, sollten wir nichts mehr posten können, weil das WWW dann schon längst aufgrund Stromnetzzusammenbruchs (Sonnensturm, Nuklearer Winter, Aliens, ...) nicht mehr existiert, gebe ich bereits heute prophylaktisch
meine totale Niederlage zu.

Bist du damit einverstanden?

Gruß

Absolut, nur - was meinst Du mit "Gruener"?

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 01.08.2015, 22:19 vor 3825 Tagen @ Montgomery Burns 10782 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.08.2015, 22:28

Es ehrt mich ja ungemein, dass du als Grüner

??? Dass mein Name gruen erscheint, falls sich das darauf bezieht, hat damit zu tun, dass ich seit 2011 oft Artikel schreibe, mit oftmals 65.000 Zeichen, die beim besten Willen wegen ihres Umfangs nicht ohne erweiterte Editierzeit zu bearbeiten sind. Waere mir auch lieber, das ginge ohne Farbkenzeichnung, denn alle weiterfuehrenden Schluesse daraus sind ebenso verfehlt wie z.B. bei Barbara, die wegen ihrer Nachrichtenueberblicke dasselbe "Privileg" brauchte.

"Gruen" bin ich zwar, als Umweltschuetzer, aber "die Gruenen" sind leider keine.

Trotzdem möchte ich diese Diskussion jetzt auf Eis legen, weil es einfach nix bringt, Leute, die an den baldigen Untergang zumindest des Abendlandes felsenfest glauben, vom Gegenteil überzeugen zu wollen.

Ich "glaube" gar nichts, ich bin Agnostiker. Und EMP/Sonnernsturm ebenso wie Gross-Meteoriten-Einschlag hat mit Abendland wahrlich nichts zu tun.

Diese Ausloeser passieren einfach und sind grossenteils ueberfaellig. Ihre Auswirkungen waren frueher geringer, ebenso wie Erdbeben Hoehlenbewohner und Strohhuettenbewohnern nicht schaden, Hochausbewohnern und Brueckenbefahrern und KKW-Betreibern und deren Anwohnern eben schon.

Ich würde deshalb einmal vorschlagen, wir lassen einige Zeit vergehen (so wir uns nicht wegen anderen Dingen zwischenzeitlich in die Haare kriegen), und schreiben vielleicht noch einmal in einem, zwei und 5 Jahren darüber.

D'accord. Immerhin habe ich nie verhehlt, dass es verdaechtig laenger "gut" geht, als urspr. von mir und anderen vermutet. Auch der Euro existiert "auf dem Papier noch", obwohl ich ihm hoechstens ein Dutzend Jahre gegeben haette. Allerdings sehe ich das als Erhoehung der Fallhoehe an, d.h. mir waere eine Katastrophe vor zehn Jahren lieber gewesen und vor zwanzig noch lieber.

Mal sehen, ob immerhin China sich den ewigen Naturgesetzen fuegt.

Wenn wir das dann immer noch so locker tun können wie gerade jetzt, hast du die Partie (natürlich nur bis zum oa. Zeitpunkt) vorderhand verloren,

Das sehe ich nun nicht so. Etwas, das eine Eintrittswahrscheinlichkeit von "x" hat (z.B. einmal in zweihundert Jahren), kann sowohl heute eintreten, gleich dreimal hintereinander, aber auch sechshundert Jahre dennoch nie. Das ist eben keine Widerlegung, ebensowenig wie die Anekdote "mein Grossvater hat zeitlebens geraucht und war stets kerngesund" die Unbedenklichkeit des Tabakrauchens verbuergt.

sollten wir nichts mehr posten können, weil das WWW dann schon längst aufgrund Stromnetzzusammenbruchs (Sonnensturm, Nuklearer Winter, Aliens, ...) nicht mehr existiert, gebe ich bereits heute prophylaktisch meine totale Niederlage zu.

Auch dann ist das, auch wenn es die "Vorhersagen" zu bestaetigen schiene, kein "Beweis". Es kann trotzdem eine viel geringere Wahrscheinlichkeit und/oder andere Ursachen gehabt haben. Ich habe, anders als von vielen, nicht nur Dir, unterstellt, in Katastrophenszenarien keine "Aktien", anders als etwa Herr Al Gore, der damit zum Milliardaer wurde. Ich weise darauf hin, was wissenschaftlich (!) an Erkenntnissen vorliegt, damit sich jeder ein Bild mache.

Einzig und allein eines werde ich tun: zuerst denen helfen, die trotz Vorsorge in eine ausweglose Lage geraten sind und erst, wenn dann noch Kapazitaeten frei sind, denen, die nichts unternommen haben.

Ich denke, das ist ein fairer "Deal".

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Atomkraft | in English

Wo hast Du diesen Unsinn gelesen?

Amos, Sonntag, 02.08.2015, 09:12 vor 3825 Tagen @ Morpheus 10653 Views

bearbeitet von Amos, Sonntag, 02.08.2015, 10:00

Hallo Morpheus,

Was passiert nun, wenn in den führenden westlichen Staaten der
Kettenbrief aus ständig zunehmender Verschuldung reißt und die gesamten
Schulden und Guthaben ausgebucht werden?

Wie kommst Du darauf, dass die "gesamten" Schulden ausgebucht werden?
Wo hast Du denn diesen abartigen Unsinn gelesen? Das wäre das erstmal seit es schriftliche Aufzeichnungen in der Menschheitsgeschichte gibt.

Was sagst Du zu der Pyramide von Exter, die besagt, dass sich lediglich die illiquiden Assetklassen pulverisieren, wie in allen Schuldenkrisen in den letzten 3000 Jahren.

Viele Grüße
amos

Warum lesen, ich analysiere und ziehe meine Schlüsse

Morpheus ⌂ @, Sonntag, 02.08.2015, 18:16 vor 3824 Tagen @ Amos 10446 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 02.08.2015, 18:29

Hallo Amos,

mal sehen, ob du meinen Schluss teilen kannst.

Was passiert nun, wenn in den führenden westlichen Staaten der
Kettenbrief aus ständig zunehmender Verschuldung reißt und die gesamten
Schulden und Guthaben ausgebucht werden?


Wie kommst Du darauf, dass die "gesamten" Schulden ausgebucht werden?
Wo hast Du denn diesen abartigen Unsinn gelesen? Das wäre das erstmal
seit es schriftliche Aufzeichnungen in der Menschheitsgeschichte gibt.

Als erstes möchte ich mal anmerken, dass die letzten 3000 Jahre kein guter Maßstab sind für die heutigen Zeiten. Geschichte ist eine feine Sache, aber sie darf nicht verhindern, dass man die aktuelle Situation betrachtet, und da hat sich einiges gegenüber früheren Zeiten geändert.

Gehen wir in die Details:

Was für Schulden haben wir denn?
1) Die vom Machthalter

Die wurden wohl immer ausgebucht, was, denke ich, historisch unstrittig ist.

2) Die von privaten Unternehmen (staatliche fallen unter Kategorie 1))

GmbHs und Aktiengesellschaften wurden als juristische Personen geschaffen, damit es genau keine Haftung mehr gibt, auch für Schulden. So etwas gab es in der Vergangenheit kaum. Da gab es eigentlich immer nur die persönliche Haftung (Kategorie 3))

3) persönliche Schulden

Für persönliche Schulden gab es über Schuldnerturm, Schuldknechtschaft und die Versklavung von Schuldnern und deren Angehörigen eingeschlossen früher beliebige Spielarten, um Schulden dauerhaft aufrecht zu erhalten und so einer Tilgung einschließlich Zinseszins zuzuführen. Wobei in der Praxis Wucherzinsen wohl eher die Regel als die Ausnahme waren.

Nur hat man in der gesamten demokratischen, westlichen Welt die Privathaftung abgeschafft, indem man AUCH ein privates Insolvenzrecht eingeführt hat. Damit können sich selbst Bürgen, die früher noch für Teile von Unternehmens-Schulden gerade stehen mussten, aus ihren Verpflichtungen befreien.

Und das deutsche Insolvenzrecht ist eines der strengsten und erlaubt trotzdem eine vollständige Schuldbefreiung.

Nur private Schulden beim Machthalter, die werden sicher bleiben. Auch im privaten Bereich wird hier nur eine beschränkte Befreiung möglich bleiben. Im Unternehmenssektor ist es natürlich ja sogar üblich, diese Schulden uneingeschränkt auf die handelnden Privatpersonen zu übertragen.

Was sagst Du zu der Pyramide von Exter, die besagt, dass sich lediglich
die illiquiden Assetklassen pulverisieren, wie in allen Schuldenkrisen in
den letzten 3000 Jahren.


Welche Schulden sollen denn da deiner Meinung nach bestehen bleiben?
Ich kann da keine Schulden erkennen, die in einer Deflationskrise erhalten bleiben. Deshalb auch meine pessimistische Gesamteinschätzung.

Aber vielleicht kannst du mir ja sagen, welche Schulden erhalten bleiben. Dann können wir weiter reden. Sich in diesen Zeiten auf die Geschichte zu berufen, scheint mir reichlich sinnlos. Dazu sind wir viel zu weit entfernt von dem, was die Welt in der Vergangenheit "so erlebt" hat.

Grüße
Morpheus

--
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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Wenn du mutig bist, dann geh auf meine Argumente ein

Morpheus ⌂ @, Sonntag, 02.08.2015, 18:50 vor 3824 Tagen @ Montgomery Burns 10607 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 02.08.2015, 18:56

Lieber Montgomery,

sonst bleib bei deiner "gefühlten Sicherheit". Ist besser für deine Psyche. Ich kann das voll und ganz nachvollziehen. Du solltest nur anderen, die auf einer ehrlichen Suche sind, keinen Sand in die Augen streuen.

Du wirst mir jetzt, anders als alle anderen Diskussionsteilnehmer zuvor,
sicher sagen können, wie ich meine Firma aufstellen soll, damit ich und
meine Mitarbeiter später noch Arbeit haben und Einkommen erzielen
können.


Wie aus meiner Diskussion mit pigbonds unschwer erkennbar, rechen ich
nicht mit irgendwelchen großartigen Zusammenbrüchen in den nächsten
Jahrzehnten.

Ja, das ist eine bequeme These, wie sie viele andere auch aufstellen.

Ganz einfach deswegen, weil die Strippenzieher noch genug Möglichkeiten
haben, den ganzen Schwindel noch sehr lange so weiterzuführen.

Die Machthaber haben stets versucht, den Schwindel länger aufrecht zu erhalten und sind am Ende dabei immer gescheitert. Das werden sie auch dieses Mal tun. Die langen Wirtschaftszyklen haben nicht umsonst eine Größe von 70 bis 80 Jahren.

Dieses Mal haben unsere Machthalter, gerade weil sie so intelligent waren, mit der städtischen Infrastruktur ein Monster geschaffen, was uns leider am Ende alle auffressen wird. Ich habe das hier ausführlich dargestellt.

Aber das war vor deiner Zeit hier im "Gelben". Du kannst mir gerne erklären, warum die Infrastruktur bei uns in D sowie der gesamten westlichen Welt verfällt (wenn die Erstellung nicht wie in SP und GR erst kurze Zeit zurück liegt) und eben nicht erhalten werden kann.


Mach also so weiter wie bisher, oder gründe eine Agentur, die alte
Bruchbuden
an NGO's zur Asylantenunterbringung vermittelt. Das wäre derzeit sicher
ein prosperierender Geschäftszweig.

Ja, derzeit. Solange unsere Überflussgesellschaft noch läuft. Das Problem kommt, wenn all der heutige (gekaufte, genutzte und produzierte) Überfluss auf das essentiell notwendige zurückgeführt wird. Dann gibt es (so gut wie) keine bezahlte Nachfrage mehr, die über Lebensmittel, Sicherheit und einfachstes Wohnen hinaus geht. Deshalb gibt es keine Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten mehr. Solange die Staatsmafia und ihr völlig extremes Regelwerk noch funktioniert, solange sieht es natürlich anders aus.

Vielleicht bist du ja superschlau und kannst mir die Fehler in meinen Analysen aufzeigen. Da wäre ich dir ehrlich dankbar. Ansonsten kann deine Einstellung aber auch andere Gründe haben:

Du denkst einfach nicht nach. Das kann wiederum verschiedene Ursachen haben: Bewusste oder unterbewusste Verdrängung oder Faulheit und ganz am Ende bleibt auch noch Dummheit.

Ich warte mal ab, was da jetzt so zurückkommt. Ich will ja keine Vorurteile ausleben und freue mich auf jede inhaltliche Diskussion.

Grüße
Morpheus

--
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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

„Dieses Mal ist alles anders. Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“

Amos, Sonntag, 02.08.2015, 18:50 vor 3824 Tagen @ Morpheus 10486 Views

bearbeitet von Amos, Sonntag, 02.08.2015, 19:00

Hallo Morpheus,

es lief in der Vergangenheit immer gleich ab. Ist Dir das Buch
„Dieses Mal ist alles anders. Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“
bekannt?

Dass jeder Schuld des einen immer ein Vermögen weniger anderer gegenübersteht muss ich dir nicht erklären, das ist Dir ja bereits bekannt.

Jetzt musst du nur noch minimal weiter denken um zu erkennen, dass niemals alle Schulden ausgebucht werden.

Sobald das Scheinvermögen und die entsprechenden Schuld pulverisiert, oder wie Du es nennst ausgebucht wurde, sind sofort wieder einige Menschen gewillt/gezwungen, für die Eigentümer des verbleibenden Produktivvermögens und der Ländereien anschaffen zu gehen.

Die Besitzer von Nutztieren und Rohstoffen befinden sich ebenfalls in einer angenehmen Lage. Auch Sie finden in der Regel sofort einen Counterpart, der sofort bereit ist mit ihnen zu wirtschaften.

So lief das immer und ich bin der festen Überzeugung, dass es diese Initialwirtschaft immer wieder geben wird.

Das wirkliche Problem ist die Vermögensverteilung, aber das spare ich mir jetzt, denn in dieser Sache rede ich gegen eine "Berliner Mauer".

Viele Grüße

Ich verstehe dich nicht wirklich gut

Morpheus ⌂ @, Sonntag, 02.08.2015, 19:49 vor 3824 Tagen @ Amos 10335 Views

Hallo Amos,

es lief in der Vergangenheit immer gleich ab. Ist Dir das Buch
„Dieses Mal ist alles anders. Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“
bekannt?

Nein, hab keine Zeit mehr für solche Bücher.

Dass jeder Schuld des einen immer ein Vermögen weniger anderer
gegenübersteht muss ich dir nicht erklären, das ist Dir ja bereits
bekannt.

Klar, 101 im Gelben.


Jetzt musst du nur noch minimal weiter denken um zu erkennen, dass niemals
alle Schulden ausgebucht werden.

Hier kann ich dir gerade nicht mehr folgen. Kannst du mir bitte sagen, welche genau erhalten bleiben? Dann kann ich dir eine qualifizierte Antwort geben.


Sobald das Scheinvermögen und die entsprechenden Schuld pulverisiert,
oder wie Du es nennst ausgebucht wurde, sind sofort wieder einige Menschen
gewillt/gezwungen, für die Eigentümer des verbleibenden
Produktivvermögens und der Ländereien anschaffen zu gehen.

Ja, aber das hat doch erst Mal nichts mit Schulden zu tun.


Die Besitzer von Nutztieren und Rohstoffen befinden sich ebenfalls in
einer angenehmen Lage. Auch Sie finden in der Regel sofort einen
Counterpart, der sofort bereit ist mit ihnen zu wirtschaften.

Ist auch ein ganz anderes Thema. Bleiben zwei Randbereiche, die hierfür wichtig sind: Sicherheit und Nachfrage.
Nutztiere können nämlich gestohlen und getötet werden, weil die Menschen am Verhungern sind. Und bei Rohstoffen gibt es einige, deren Nachfrage nur heute (in der aktuellen Höhe) existiert. Auch kann es sein, dass die Förderung sowie das Zusammenbringen von Abnehmern und dem Anbieter nicht mehr funktioniert, weil die (weltweite) Logistik nicht mehr funktioniert. Damit ändert sich der Wert vieler Rohstoffe.


So lief das immer und ich bin der festen Überzeugung, dass es diese
Initialwirtschaft immer wieder geben wird.

Ja, aber diese Initialwirtschaft benötigt heute eben nur wenige Menschen. Es gibt zwar viele, die wie du oben ansprichst gezwungen und gewillt sind zu arbeiten, aber es bleibt aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich, dass es jemanden gibt, der ihnen Arbeit gibt.
Denn für jeden Produzenten bleibt es mehr als fraglich, ob er später Abnehmer für seine Produktion findet, die auch zahlungsfähig sind. Deshalb werden die Angebote von Arbeitsleistung überwiegend freundlich abgelehnt werden. Was dann allerdings im Gegenzug ein Sicherheitsproblem erzeugt, das auch einige wenige Arbeitsplätze sichert.


Das wirkliche Problem ist die Vermögensverteilung, aber das spare ich mir
jetzt, denn in dieser Sache rede ich gegen eine "Berliner Mauer".

Sie ist auch eines. Aber das eigentliche Problem meine ich nach wie vor bei der "städtischen Infrastruktur" gefunden zu haben.

Grüße
Morpheus

--
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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Soweit ich sehe, stimmst Du zu, dass nicht alle Vermögen ausgebucht werden.

Amos, Sonntag, 02.08.2015, 20:28 vor 3824 Tagen @ Morpheus 10364 Views

Hallo Morpheus,

Dass jeder Schuld des einen immer ein Vermögen weniger anderer
gegenübersteht muss ich dir nicht erklären, das ist Dir ja bereits
bekannt.

Klar, 101 im Gelben.

Soweit ich sehe, stimmst Du zu, dass nicht alle Vermögen ausgebucht werden.

Also müsste für Dich folgende Schlussfolgerung klar sein:

Entweder bleiben dann a.) auch Schulden in gleicher Höhe bestehen, oder b.) die Behauptung "jeder Schuld stehe in gleicher Höhe Vermögen gegeüber", ist falsch.

Was passt für Dich eher?

Dass z.B. Gold (für das einige Meschen schlimme Dinge anstellen, um es zu besitzen) keine keine Schuld darstellt, sondern lediglich als Wertspeicher dient, hast Du ja eventuell schon mal gehört.

Viele Grüße
amos

Wo habe ich das geschrieben?

Morpheus ⌂ @, Sonntag, 02.08.2015, 21:46 vor 3824 Tagen @ Amos 10408 Views

Hallo Amos,

Dass jeder Schuld des einen immer ein Vermögen weniger anderer
gegenübersteht muss ich dir nicht erklären, das ist Dir ja bereits
bekannt.

Klar, 101 im Gelben.


Soweit ich sehe, stimmst Du zu, dass nicht alle Vermögen ausgebucht
werden.

Also, da habe ich genau das Gegenteil geschrieben und dich stets gefragt, welche Schulden denn bleiben.


Also müsste für Dich folgende Schlussfolgerung klar sein:

Entweder bleiben dann a.) auch Schulden in gleicher Höhe bestehen, oder
b.) die Behauptung "jeder Schuld stehe in gleicher Höhe Vermögen
gegeüber", ist falsch.

Was passt für Dich eher?

Nichts von beiden.

Wenn Besitz bleibt, dann ist das mMn kein Vermögen, dem Schulden gegenüber stehen. Es gibt wahrscheinlich nicht einmal mehr Eigentum im heutigen Sinne, sondern eben nur den einfachen Besitz von .... (allem Möglichen).

Es gibt keinen Machthalter mehr, der irgendein (Unter-)Eigentum garantiert, sondern nur noch den Besitz, den man selbst verteidigen kann.

Dass z.B. Gold (für das einige Meschen schlimme Dinge anstellen, um es zu
besitzen) keine keine Schuld darstellt, sondern lediglich als Wertspeicher
dient, hast Du ja eventuell schon mal gehört.

Gold wird aus meiner Sicht nur Wert haben, so lange es "Machthalter" gibt, die
a) historisch "verbildet" sind und deshalb meinen, Gold sei wertvoll oder
b) die Grundlagen des Machterhalts nichts verstanden haben (einfach dumm sind)

Ist aber ein ganz anderes Thema und (bezahltem) Gold in meinem Besitz steht definitiv keine Schuld gegenüber. (Siehe oben zum Thema Schulden).

Vielleicht sagst du einfach mal welche Schulden und Vermögen deiner Meinung nach bleiben, dann müssen wir hier nicht mehr "Rätsel raten" spielen.

Grüße
Morpheus

--
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Die orangen Assetklassen und alles darunter wird nicht ausgebucht

Amos, Montag, 03.08.2015, 13:31 vor 3823 Tagen @ Morpheus 10338 Views

Hallo Morpheus,

Vielleicht sagst du einfach mal welche Schulden und Vermögen deiner
Meinung nach bleiben, dann müssen wir hier nicht mehr "Rätsel raten"
spielen.

http://www.zerohedge.com/news/exter-inverted-pyramid-refresher

Die orangen Assetklassen und alles darunter wird nicht ausgebucht, sondern verändert lediglich den Wert, da die Inhaber der Assetklassen oberhalb von orange in der Liquiditätspyramide nach unten drängen.

Auch innerhalb von orange werden die Marktteilnehmer nach unten drängen, also in Richtung Geldbasis.

Viele Grüße
amos

Schulden des gescheiterten Machthabers wurden immer ausgebucht

Morpheus ⌂ @, Montag, 03.08.2015, 14:18 vor 3823 Tagen @ Amos 10334 Views

Hallo Amos,

also auf Zerohedge steht ja einiges an interessanten und sinnvollen Sachen, aber dein Zitat hier kann ich ja nun überhaupt nicht teilen.

Vielleicht sagst du einfach mal welche Schulden und Vermögen deiner
Meinung nach bleiben, dann müssen wir hier nicht mehr "Rätsel raten"
spielen.


http://www.zerohedge.com/news/exter-inverted-pyramid-refresher

Die orangen Assetklassen und alles darunter wird nicht ausgebucht, sondern
verändert lediglich den Wert, da die Inhaber der Assetklassen oberhalb von
orange in der Liquiditätspyramide nach unten drängen.

Wenn das Imperium kollabiert, und das wird unweigerlich passieren, dann werden gerade alle US-Staatstitel ausgebucht. Wie irgend jemand auf die Idee kommen sollte, dass dies nicht geschieht, ist mir völlig rätselhaft.

Die USA sind der am meisten überschuldete Gläubiger weltweit. Sie haben nur die Macht, jegliches "rütteln oder zweifeln" an ihre Schuldfähigkeit zu unterbinden.

Da haben wir einen völlig anderen Blick auf die Welt. Sorry. Diese Pyramide ist mMn der totale Schwachsinn und ob Gold da in dieser Aufstellung irgendetwas verloren hat, ist für mich auch so eine spannende Frage. Du kannst mir ja gerne erklären, warum gerade die US-Staatstitel die wertvollste Assetklasse der Welt sein sollen. Ich sehe das überhaupt nicht. Das ist US-Staatspropaganda, mehr nicht.

Grüße
Morpheus

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Der Grund ist Logik

Montgomery Burns @, Montag, 03.08.2015, 14:40 vor 3823 Tagen @ Wayne Schlegel 10273 Views

Keiner sägt sich den Ast ab, auf dem er bequem sitzt.

Was in der Vergangenheit (Golddeckung) war, ist dabei völlig irrelevant, zumal es noch nie so stinkeinfach war, hoch zu schulden (Fiat-Money-System).

Ob die EZB (und die anderen ZBs) jetzt Billionen oder Billiarden ins System pumpen, ist völlig wurscht, hält aber den Laden noch eine ziemliche Weile am Laufen.

Wenn du das in deiner manischen Untergangsbegeisterung nicht begreifen kannst, solltest du das anderen nicht zur Last legen. Wir alle werden den finalen Finanzcrash ganz einfach nicht mehr erleben.

Höchstwahrscheinlich auch keinem Sonnensturm, keinen Asteroideneinschlag und keinen Supervulkanausbruch. Nicht einmal das Öl wird uns ausgehen.

Tut mir aufrichtig leid für alle, die sich so gerne vor irgendetwas fürchten.

Gruß

Nein, da wird nichts ausgebucht werden

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 03.08.2015, 14:52 vor 3823 Tagen @ Morpheus 10350 Views

Wenn das Imperium kollabiert, und das wird unweigerlich passieren, dann
werden gerade alle US-Staatstitel ausgebucht. Wie irgend jemand auf die
Idee kommen sollte, dass dies nicht geschieht, ist mir völlig rätselhaft.

Nein.
Eine Ausbuchung ist ein ganz normaler buchungstechnischer Vorgang. Die Forderung verschwindet zu Lasten des Eigenkapitals, sie wird gegen das Eigenkapital gebucht.
Niemand auf der ganzen Welt hat jedoch genügend Eigenkapital, um diese Buchung ausführen zu können.
Deswegen wird in diesem Falle nicht nur nichts ausgebucht, Buchungen überhaupt hören auf.

Kein einziger Geschäftsvorgang kann mehr gebucht werden, was nichts anderes bedeutet, als dass sämtliche Geschäfte nicht mehr getätigt werden können.
Und das wissen ALLE -weswegen es auch alle vermeiden, die Forderungen fällig zu stellen.

Deswegen vermute ich auch, der Trigger wird sein eine unvorhergesehene globale Katastrophe, wo plötzlich alle Geschäfte aufhören.
Und alles, was bisher geschäftlich durchgeführt wurde, wird nun per Staatsgewalt umgesetzt werden -->umfassender Sozialismus weltweit.

Gruß Mephistopheles

Die USA sind der am meisten überschuldete Gläubiger weltweit. Sie haben
nur die Macht, jegliches "rütteln oder zweifeln" an ihre Schuldfähigkeit
zu unterbinden.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wenn das die Pfuscher spitzkriegen,

Montgomery Burns @, Montag, 03.08.2015, 15:01 vor 3823 Tagen @ Mephistopheles 10362 Views

hört sich sämtliche Schwarzarbeit schlagartig auf.<img src=" />

Deswegen wird in diesem Falle nicht nur nichts ausgebucht, Buchungen
überhaupt hören auf.

Kein einziger Geschäftsvorgang kann mehr gebucht werden, was nichts
anderes bedeutet, als dass sämtliche Geschäfte nicht mehr getätigt
werden können.

Keine Buchung, kein Geschäft. Dass da bisher noch niemand drauf gekommen ist ...

Gruß

Allerdings

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 03.08.2015, 15:42 vor 3823 Tagen @ Montgomery Burns 10374 Views

hört sich sämtliche Schwarzarbeit schlagartig auf.<img src=" />

Deswegen wird in diesem Falle nicht nur nichts ausgebucht, Buchungen
überhaupt hören auf.

Kein einziger Geschäftsvorgang kann mehr gebucht werden, was nichts
anderes bedeutet, als dass sämtliche Geschäfte nicht mehr getätigt
werden können.


Keine Buchung, kein Geschäft. Dass da bisher noch niemand drauf gekommen
ist ...

Versuch du doch mal, deine Gschäfterl mit deine Spezi ohne Belege vor einem ordentlichen kakanischen Amtsgericht einzuklagen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Puenktlich zur Diskussion im Gelben: Nachbarlaender fuerchten Blackout-Gefahr ...

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 03.08.2015, 19:18 vor 3823 Tagen @ Wayne Schlegel 10528 Views

... und sperren deutschen Strom aus (Welt.de).

Ich finde auch: Deurrrtscher Strrrrom nurrr fuerrrr Deurrrrrtsche ...

"... Tschechien, Polen, die Niederlande, Belgien und Frankreich ... Energiesystem wird unberechenbarer ... 'ein unangenehmes Problem, das durch eine irrationale Politik verursacht wird, ...' ... 'Wenn im Norden ein starker Wind weht, bekommen wir ihn ab, dann haben wir den Blackout' ..."

Die Sonne schickt keine Rechnung, die schickt gleich den Gerichtsvollzieher ... [[lach]]

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Ja, diesmal ist alles etwas anders

Morpheus ⌂ @, Dienstag, 04.08.2015, 12:36 vor 3822 Tagen @ Mephistopheles 10356 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.08.2015, 14:26

Hallo Meph,

ich denke da sind wir uns einig. Nur früher, da wurde noch ausgebucht. Da ging es noch. Diesmal sind oder waren die Machthaber so intelligent es in solche Höhen zu treiben, dass einfach Schluss sein wird.

Wenn das Imperium kollabiert, und das wird unweigerlich passieren, dann
werden gerade alle US-Staatstitel ausgebucht. Wie irgend jemand auf die
Idee kommen sollte, dass dies nicht geschieht, ist mir völlig rätselhaft.


Nein.
Eine Ausbuchung ist ein ganz normaler buchungstechnischer Vorgang. Die
Forderung verschwindet zu Lasten des Eigenkapitals, sie wird gegen das
Eigenkapital gebucht.
Niemand auf der ganzen Welt hat jedoch genügend Eigenkapital, um diese
Buchung ausführen zu können.
Deswegen wird in diesem Falle nicht nur nichts ausgebucht, Buchungen
überhaupt hören auf.

Kein einziger Geschäftsvorgang kann mehr gebucht werden, was nichts
anderes bedeutet, als dass sämtliche Geschäfte nicht mehr getätigt
werden können.
Und das wissen ALLE -weswegen es auch alle vermeiden, die Forderungen
fällig zu stellen.

Ja, wie Amos zu einer anderen Einschätzung kam, wollte ich auch gerne erklärt haben. Bin stets begierig, was Neues zu lernen, denn wir könn(t)en schon eine geniale Erkenntnis übersehen haben, die das Spiel doch noch viele Jahrzehnte am Laufen hält.


Deswegen vermute ich auch, der Trigger wird sein eine unvorhergesehene
globale Katastrophe, wo plötzlich alle Geschäfte aufhören.
Und alles, was bisher geschäftlich durchgeführt wurde, wird nun per
Staatsgewalt umgesetzt werden -->umfassender Sozialismus weltweit.

Oder die Variante Diktatur halt. Hatten wir alles schon gesagt, aber weil hier einige neue Mitglieder wie Montgomery Burns etc. stets Anderes behaup(te)ten, sah ich mich gezwungen, das Thema noch einmal zu verdeutlichen.

Die USA sind der am meisten überschuldete Gläubiger weltweit. Sie haben
nur die Macht, jegliches "rütteln oder zweifeln" an ihre Schuldfähigkeit
zu unterbinden.

Grüße
Morpheus

--
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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Wenn zu viel Strom im Netz ist, dann laufen die WKAs nutzlos,

Leser68 @, Dienstag, 04.08.2015, 13:09 vor 3822 Tagen @ CrisisMaven 10131 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.08.2015, 14:30

aber bekommen trotzdem ihr Geld.

Ich kapiere nicht, wieso das an den Grenzen ein Problem sein kann. Wenn die Nachbarländer ebenfalls Netze an der Kapazitätsgrenze haben, dann ist halt Schluss. So what?
Will man in Deutschland, dass das ganze europäische Stromnetz zusammenbricht?
Es gibt doch den Energiewendetaler, sprich die Abzocke der Privathaushalte für die Großverbraucher (einige tausend), eine indirekte Großsubventionierung, die genug Geld für das Leerlaufen bereithält.

Die Blackouts 2005 (Schneesturm im Münsterland) und 2006 (Kreuzfahrtschiff-Querung mit anschließendem Blackout in halb Europa) war nicht die Schuld der Erneuerbaren, sondern die Schuld der Trassenbesitzer ("Thomasstahl") und der Heinis in den Schaltwarten. Bis zum Jahr 2006 gab es etwa 20 GW installierte Windkraftleistung und garantiert schon einige kräftige Tiefdruckgebiete, die den Norden passiert haben. Und trotzdem ist nie was passiert. Aber eine lange vorher angekündigte Abschaltung für die Passage eines großen Kreuzfahrtschiffes auf der Ems für die Papenburger Meyer-Werft hat zum einem totalen Versagen aller vorhandenen Sicherheitsvorrichtungen bei der Stromversorgung geführt.
Vermutlich, weil nur alle 20 Jahre mal Leitungen wegen Wartung oder so abgeschaltet werden. Wer glaubt denn an solche Märchen?

Und noch mal als kleiner Hinweis, weil man es nicht genug wiederholen kann (zumindestens für Leser, die mitdenken):

Der jetzt schon vorhandene große Überschuss an Erneuerbarem Strom könnte ganz leicht, in großem Umfang, einfach und günstig in Form von Wärme mittels Heizpatronen und Rundsteuertechnik sinnvoll(!) gespeichert werden.
Aber leicht, einfach und billig ist ja unter aller Würde von Verantwortlichen in Deutschland. Es muss kompliziert und teuer sein (Toll-Collect, Online-Stellenbörse der Arbeitsagentur, Stromtrassen durch ganz Deutschland von Nord nach Süd etc.) nur dann ist irgendwas richtig.

Bitte nur das Thema Stromversorgung!

Leser68 @, Dienstag, 04.08.2015, 13:14 vor 3822 Tagen @ Morpheus 10072 Views

Hallo Morpheus,
Du bist doch schon länger hier Mitglied und kennst Dich aus. Bitte diskutier doch in einem geeigneten Faden zu dem Thema oder mach einen eigenen auf.
Oft werden doch auch wegen Ego-Auseinandersetzungen ganze Threads unleserlich.

Man muss es eigentlich fast noch schwärzer sehen

Waldläufer @, Mittwoch, 12.08.2015, 14:05 vor 3814 Tagen @ Leser68 10194 Views

Die nicht mehr benötigten Parkplatzflächen vor den tausenden von
Supermärkten in Deutschland können in Hochbeetgärten umgewandelt werden
(s. das Beispiel Kuba). Ich sage nur: Prinzessinnengarten in Berlin.

Ich denke, das ist Spielerei, weil Aufwand und Nutzen nicht in Relation stehen. Einen Vorteil bringen sie nur für wenige Gemüsearten.

Allerdings musste ich dieses Jahr zum ersten Mal selber die Erfahrung
machen, dass es nicht so einfach ist mit dem Gemüse-/Obstanbau, wie man
sich das so vorstellt: Samen kaufen, Samen in Erde, regelmäßig gießen,
nach zwei bis drei Monaten ernten, denn (Nackt-)Schnecken stehen
unglaublich auf solche künstlich angepflanzten Pflanzen bzw. wohl auf
Industrie-Saatgut.

Das hat gar nichts mit Industrie-Saatgut oder ähnlichem zu tun. (Und, das was Sie im Baumarkt kaufen können, ist kein Industrie-Saatgut.)
Sondern DIESE Schnecken sind die moderne Pest in der Natur. Sie werden es sicher in dieser Deutlichkeit nirgendwo lesen können, aber warten Sie mal noch ein paar Jahre ab. Denn es sind nicht nur die Gärten, in denen die Schäden unermesslich sind. (Ich weiß von mehreren Gärtnern, dass sie ihre Gemüsegärten wegen der Schnecken aufgegeben haben.)
Wissen Sie, ich kenne mich mit heimischen Wild- und auch Heilpflanzen und auch der Insektenwelt recht gut aus. Und das was da bzgl. der Schecken abläuft ist die Hinrichtung ganzer Arten, anders kann man das nicht formulieren. Sie sind die schlimmsten Neozoen, die man sich denken kann.
Da wo ich wohne, gibt es noch wirklich ganz bunt gemischte Wiesen. Von Trocken-/ Magerrasen bis hin zum Feuchtbiotop. Keinerlei Gifte und keinerlei Dünger außer dem, was die Weidetiere hinterlassen. Da sollte die Welt noch in Ordnung sein; ist sie aber nicht. Denn die "Killerschnecke" vernichtet Arten. Ein sehr gutes Beispiel ist der Wiesenkerbel. Es fanden da regelrechte Hinrichtungen seitens der Schnecken statt. 30, 40, 50 Schnecken auf einer Pflanze. Da bekommt man die Gänsehaut, wenn man das sieht.
Vor Jahren noch waren die Wiesen an vielen Stellen im Juni ein weißes Blütenmeer. Mittlerweile steht da keine einzige WK-Pflanze mehr. Und da ich die Wiesen per Hand bearbeite, weiß ich das genau. Auch der Bärenklau ist fast weg, in diesem Jahr habe ich Massenansammlungen von Schnecken an den Flockenblumen gesehen und Arnika ist auch vollständig verschwunden. Sogar an den Brennesseln fressen sie, wenn sie nichts anderes finden. Und es gibt keine natürlichen Feinde; d.h. wenn sich sich nicht irgendwer aus der heimischen Fauna auf dieses Viehzeug spezialisiert, wird sich kein Gleichgewicht einstellen können. Sondern nur eine immer stärkere Vermehrung. Und bitte erwähnen Sie nicht das Thema Laufenten, denn denen gebe ich nicht mal 24 Stunden, dann hat sie der Fuchs gefressen. Einige wenige "Inseln" gibt es allerdings noch vom Wiesenkerbel: zwischen Bahndamm und Straße; in diesem Falle wirken die Autos und der Zug wie Schneckenkorn.

Von den Anfang Juni ausgesäten Rettichen, Bohnen,
Radieschen, Feldsalat, Brokkoli, Möhren, Petersilie, Tomaten, Gurken, Mais
sowie Kartoffeln, haben es nur die Bio-Kartoffeln (aus einem Bio-Laden)
sehr gut, die normalen Kartoffeln (normale aus dem Supermarkt)
einigermaßen, die Radieschen mäßig, der Brokkoli und die Bohnen sehr
mäßig und alle anderen Pflanzen gar nicht geschafft.

Am schlimmsten betroffen sind die Doldenblütler (Möhre, Petersilie, Dill, Pastinake, ...) , Studentenblumen, auch Kürbis und Bohne, auch Kreuzblütler ....von all dem ziehe ich mittlerweile Jungpflanzen in Töpfen vor, damit die Pflanzen überhaupt eine Chance bekommen und ohne Schneckenkorn geht gar nichts mehr. Wie schlimm ist das für viele Insekten, die diese Arten als Futterpflanzen brauchen, für die Vögel, die die Insekten fressen usw...?

Dies lag wohl zum einen, dass ich einen großen Teil der Pflanzen in einem
ganz frischen Hochbeet mit einer relativ wohl unfruchtbaren Erde, die
gleichzeitig mit einer dicken Grasmulchschicht bedeckt wurde, ausgesät
habe und zum anderen an zu alten Samen: Mais und Möhren waren schon drei
Jahr über das MHD hinaus. Allerdings hatte ich auch eine Reihe ganz
frischer Möhrensamen aus dem Baumarkt, aber auch da hatte es keine einzige
geschafft.
Ich habe zwar an ein paar Abenden ein Schneckenmassaker veranstaltet, aber
die Mulchschicht war wohl ein ideales Versteck für die Biester.
Wahrscheinlich hätte ich jeden Abend Schnecken killen müssen, aber dazu
wahr ich zu faul.

Glauben Sie, an all dem liegt es nicht. Die Schnecken sind inzwischen bei mir sogar bis auf den Balkon vorgedrungen, wo ich die Jungpflanzen vorziehe.

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Schnecken einen guten humosen Boden
nicht mögen. Allerdings haben die ausgepflanzten Bio-Kartoffeln gezeigt,
dass auch ein nicht so guter Boden, aber gesunde Pflanzen den Schnecken
Paroli bieten können (auch die Bio-Kartoffeln waren gemulcht, die normalen
Kartoffeln nicht). Den normalen Kartoffeln wurden doch einige Blätter
abgefressen, bei den Bio-Kartoffeln praktisch nicht.

Da ist das eine Sorte, die offensichtlich nicht so besonders gut schmeckt. Bei Salaten sieht man auch gewisse Unterschiede. Die zarten Sorten sind die ersten Opfer. Die härteren sind dann etwas später dran.

schöne Grüße

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Da die EU-Anrainer-Staaten Fluechtlinge nach Deutschland 'rein, Ueberschuss-Strom aber nicht 'rauslassen ...

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 24.08.2015, 23:17 vor 3802 Tagen @ CrisisMaven 10331 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.08.2015, 23:20

... ist nun ordentlich Druck auf dem Kessel.

Den laesst die Elektrizitaetswirtschaft nun langsam ab:

"Energieversorger wollen 57 Kraftwerke abschalten"

Dank der billigen Verteuerbaren Energie lohnen sich herkoemmliche Kraftwerke nun nicht mehr.

Die Abschaltung wurde auch ermoeglicht dank grosszuegiger Spenden privater Haushalte: "Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahle somit 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende ..." Insgesamt 28 Milliarden kommen so im Jahr zusammen, um ... Kraftwerke nicht zu bauen. Mit diesem Geld werden multifunktional auch einige Strassen und Kindertagesstaetten nicht gebaut. Man arbeitet an weiteren Desinvestitionen, um auch Schulen und Krankenhaeuser nicht bauen zu muessen. Immerhin kann man sich so zukuenftige Abrisse vorausschauend ersparen. Da die fehlenden Folgekosten die Gemeinden entlasten bzw. gewisse strassenbauliche Veraenderungen zur Verkehrsberuhigung beitragen, mindert dies auch die Unfallhaeufigkeit. Was wiederum hilft, Krankenhaeuser einzusparen. Endlich, vierzig Jahre nach dem Club of Rome, beginnt man in Kreislaeufen zu denken!

Leider beteiligen sich (noch ...) nicht alle Haushalte solidarisch an dieser Aktion.

Weil halt niemand das Ganze versteht ...

Da die Sonne keine Rechnung schickt, vollstreckt sie halt auch gleich noch ohne voraufgehende Mahnung ...

Sabberiels Berater nennen seine Ideen blauäugig. Das ist halt nunmal das halbe arische Ideal ...

Und sie meinen: "Ein robuster Strommarkt sieht anders aus"

Na, wenigstens sieht Sabberiel robust aus. Die Presse witzelt: "... hat die aktuelle Bundesregierung mit der Verlagerung der Energiepolitik in das Wirtschaftsministerium das Signal gegeben, die Energiewende verstärkt marktwirtschaftlich auszurichten."

Wann waere, seit dem Abschied von Ludwig Erhardt jedenfalls, im Wirtschaftsministerium wirtschaftlich gedacht worden? Vielleicht ist aber selbst der Welt diese feinsinnige Ironie verborgen geblieben ...

"Im Zentrum des Weißbuchs steht die Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Strommarkt. Diese wird gewährleistet, wenn die Stromerzeuger ausreichend in Kraftwerke investieren, damit jederzeit genug Strom angeboten werden kann, um die Nachfrage zu decken."

Weswegen dieselbe Zeitung zum selben Datum ja vermeldet, dass 57 Kraftwerke abgeschaltet und keine mehr neugebaut werden sollen. Doch irgendwie Ironie. Oder wer koennte so bloed sein, schliesslich fiele so etwas dem Endredakteur ja auf, nicht wahr?

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Sonne und Wind schicken keine Rechnung - sie haben eine Lastschrifteinzugsermaechtigung ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 20.11.2015, 01:25 vor 3715 Tagen @ CrisisMaven 9197 Views

Jedem seine Geldvernichtungsmaschine:

Immer der Iwan: Sturmtief 'Iwan' überfordert deutsches Stromnetz (Welt.de)

"Notmaßnahmen kosten mehr als 500 Millionen Euro ..." [[kotz]] ...

... nur im Gebiet der Netzbetreiberin Tennet.

Aber es gibt Menschen, die weigern sich konsequent, das zu bezahlen. Bravo!

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Kannst Du doch auch "mit absahnen"...

Hasso, Freitag, 20.11.2015, 01:43 vor 3715 Tagen @ CrisisMaven 9157 Views

Hallo CM,
wenn ich den aktuellen dritten Quartalbericht 2015 der Verbund AG richtig verstanden habe, verdienen die aktuell "richtig Geld" mit ihren Speicherkapazitäten (Regellast/Spitzenlast)... die im 3000 MW-Bereich liegen und "auf Knopfdruck" abrufbar sind.
Soviel hat sonst niemand in Europa zu bieten.

Da bin ich ganz optimistisch für meine Rente...[[top]]

Gutes Gelingen!
Hasso

Regellast/Spitzenlast - is' das nich', wenn Balletttaenzerinnen an bestimmten Tagen im Monat nicht mehr auf den Zehen stehen

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 20.11.2015, 01:50 vor 3715 Tagen @ Hasso 9188 Views

koennen? ... Du siehst, es ist spaet.

wenn ich den aktuellen dritten Quartalbericht 2015 der Verbund AG richtig verstanden habe, verdienen die aktuell "richtig Geld" mit ihren Speicherkapazitäten (Regellast/Spitzenlast)... die im 3000 MW-Bereich liegen und "auf Knopfdruck" abrufbar sind.

Wenn verteuerbare und konventionelle sich streiten, freut sich der Dritte.

Das goenn' ich Dir ja von ganzem Herzen ...

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Die Baletttänzerinnen sind voll käuflich... aktuell 13,75 pro Tanz...

Hasso, Freitag, 20.11.2015, 01:58 vor 3715 Tagen @ CrisisMaven 9469 Views

... da würde ich zumindest mit einer "Anfangs-Anbahnung" rein gehen.

Ich habe aber schon ein paar Tausend Tanz-Mariechen im Hause... deshalb bin ich etwas vorsichtiger...[[zwinker]]
Mensch CM, Du alter Kämpe... Du weißt doch eigentlich, wo "Bartel den Most holt", oder?
Beste Grüße vom "Kupferstecher" aus Bad Gernigewode
Hasso

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