Unerhörtes von der Schweizer Sozialindustrie (KESB)

Nonpopulo @, Montag, 27.07.2015, 20:42 vor 3830 Tagen 4978 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.07.2015, 20:52

Hallo Forum,

da die meisten der Leser hier Deutsche sind, wird diese Geschichte wahrscheinlich an euch vorübergehen, wenn ich sie hier nicht erzähle. Ich finde sie aber wert, gehört zu werden, um sich die Auswüchse einer wild wuchernden Sozialindustrie einmal mehr vor Augen zu führen.

Vorab: Die KESB (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde), um die es geht, wurde mit besten Absichten von einem der aufrichtigsten Schweizer Politikern, dem Ex-Bundesrat Christoph Blocher von der rechtskonservativen SVP, ins Leben gerufen, um der Willkür der Gemeindeämter einen Riegel zu schieben. Leider ging der Schuss nach hinten los, die KESB gerät noch und nöcher in die Schlagzeilen durch inkompetentes und geradezu missbräuchliches Handeln.

Nun die Geschichte: Ein Schweizer und seine philippinsche Ehefrau mit 2 Kindern (2 und 6) in heimeligem kleinen Dorf werden von einem Nachbarn bei der KESB angeschwärzt, weil die Kinder zu oft alleine draussen seien (Erklärung des Vaters dazu im Link). Die KESB interveniert und steckt die Kinder ins Heim. Einfach so. Ohne dass die Kinder unterernährt, verwahrlost oder mit blauen Flecken übersäht gewesen wären. Unfassbar!

Jedes Kind kostet seit der Intervention den Staat Fr. 8000.- wobei der Familie bzw. dem Vater pro Monat Fr. 2000.- in Rechnung gestellt werden. So sagt der Vater auch schon am Anfang des Interviews: Mit meinen Kindern wird ein Geschäft gemacht.

Der Vater hat dann eine "Entführung" der Kinder geplant und durchgezogen und sie zusammen mit der Mutter in die Philippinen gebracht, bzw. er ist hier geblieben und hat sich danach der Polizei gestellt.

Nur eine von vielen unglaublichen Geschichten, die im Zusammenhang mit der KESB all diejenigen erschüttern, die noch einen Funken gesunden Menschenverstand ihr eigen nennen. Jetzt müssen Eltern ihre Kinder schon ins Ausland "entführen", um sie vor den Behörden zu schützen. [[wut]]

Hier das Interview mit dem Vater (Schweizerdeutsch, mit deutscher Übersetzung im Link): http://www.blick.ch/news/schweiz/aargau/verhafteter-vater-kast-im-video-interview-so-li...

Grüsse Nonpopulo

P.S.: Trotz allem Fehlverhalten und aller Inkompetenz der KESB darf man natürlich nicht vergessen, dass das Ganze auch ein zeitgeistiges Phänomen ist: Gibt die KESB ein Kind in ein staatliches Heim, ist sie fein raus. Lässt sie ein Kind trotz Hinweisen auf Gefährdung bei den Eltern, trägt sie am Schluss die Verantwortung wenn etwas passiert.

Vor einiger Zeit hat eine Mutter ihre beiden Kinder umgebracht, um sie nicht zurück ins Heim geben zu müssen. Ihre Eltern, also die Grosseltern der Kinder, waren unbescholtene Leute mit gutem Leumund mit einem grossen Einfamilienhaus. Ihr schriftlicher Antrag, die Kinder bei sich aufzunehmen, wurde von der KESB nicht einmal beantwortet. [[kotz]]

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Advocatus-Diaboli-Einwand: Erinnert an den jüdischen König Salomo und sein Urteil

Bernadette_Lauert, Montag, 27.07.2015, 20:55 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 3511 Views

Vor einiger Zeit hat eine Mutter ihre beiden Kinder umgebracht, um sie
nicht zurück ins Heim geben zu müssen.

Darauf basierender Advocatus-Diaboli-Einwand zum Gesamtbeitrag: Zumindest dieser Verrückten hat man die Kinder ganz offensichtlich zu Recht weggenommen. Solche Fälle gibt es also auch.

Erinnert nämlich an den jüdischen König Salomo und sein berühmtes "salomonisches Urteil":
"Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König. Die eine sagte: „Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren. Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort. Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während ich schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite. Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.“ Da rief die andere Frau: „Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot.“ Doch die erste entgegnete:„Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.“ So stritten sie vor dem König. Da begann der König: „Diese sagt: 'Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!' und jene sagt: 'Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.'“ Und der König fuhr fort: „Holt mir ein Schwert!“ Man brachte es vor den König. Nun entschied er: „Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!“ Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König - es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: „Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind, und tötet es nicht!“ Doch die andere rief: „Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!“ Da befahl der König: „Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.“ Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach." Altes Testament (1 Kön 3,16-28) oder (Wikipeter)

P.S. Freilich gibt es sicherlich viele schlimme Dinge "in der Sozialindustrie".

In eine Psychose getrieben

Nonpopulo @, Montag, 27.07.2015, 21:16 vor 3830 Tagen @ Bernadette_Lauert 3351 Views

> > Vor einiger Zeit hat eine Mutter ihre beiden Kinder umgebracht, um sie
[quote][quote]nicht zurück ins Heim geben zu müssen. [/quote][/quote]
[quote]
Darauf basierender Advocatus-Diaboli-Einwand zum Gesamtbeitrag:
Zumindest dieser Verrückten hat man die Kinder ganz offensichtlich zu
Recht weggenommen. Solche Fälle gibt es also auch.
[/quote]


Der kindermordenden Mutter wurden die Kinder entzogen, weil ihr Mann ins Gefängnis musste und sie der Mittäterschaft verdächtigt war (was sich nicht erhärtete). Doch statt dass sie danach die Kinder zurückbekam, fing das "Tauziehen" mit der KESB an, das letztlich in einer Extremsituation für die Frau endete, die sie wohl in eine geistige Umnachtung fallen liess. Dass die Frau grundsätzlich eine schlechte Mutter gewesen sei, stand nicht einmal bei der KESB zur Diskussion. Ich will die Tat nicht entschuldigen, aber ich halte es für nachvollziehbar, dass sie in eine Psychose getrieben wurde. Hey, die eigenen Kinder entrissen zu bekommen, ist ganz, ganz harter Stoff. Dann noch Weihnachten, Mann im Knast, Anwältin nicht erreichbar, sie ganz alleine mit dem Wissen, das ihr gleich die Kinder wieder weggenommen werden. Wie hässlich, dass man im Namen von Kinder- und Erwachsenenschutz in solche verzweifelten Situationen gebracht werden kann. Ich wünsche ihr das Beste!

Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Nein!

Brauer @, Montag, 27.07.2015, 21:25 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 3120 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.07.2015, 14:20

Ich will die Tat nicht entschuldigen, aber ich halte es für nachvollziehbar, dass sie in eine
Psychose getrieben wurde. Hey, die eigenen Kinder entrissen zu bekommen,
ist ganz, ganz harter Stoff. Dann noch Weihnachten, Mann im Knast,
Anwältin nicht erreichbar, sie ganz alleine mit dem Wissen, das ihr gleich
die Kinder wieder weggenommen werden. Wie hässlich, dass man im Namen von
Kinder- und Erwachsenenschutz in solche verzweifelten Situationen gebracht
werden kann. Ich wünsche ihr das Beste!

Grüsse Nonpopulo

Niemand, der sonst normal veranlagt ist, lässt sich dazu zwingen, seine Kinder zu ermorden!
Der richtige Weg, so es denn so geschehen ist, wäre gewesen, die Verantwortlichen dahin zu schicken, wo die Kinder jetzt sind.
Insofern habe ich kein Verständnis, obwohl ich gerne wöllte.

Wer ist denn "normal" veranlagt

pigbonds @, Montag, 27.07.2015, 21:31 vor 3830 Tagen @ Brauer 2983 Views

Ich will die Tat nicht entschuldigen, aber ich halte es für

nachvollziehbar, dass sie in eine

Psychose getrieben wurde. Hey, die eigenen Kinder entrissen zu

bekommen,

ist ganz, ganz harter Stoff. Dann noch Weihnachten, Mann im Knast,
Anwältin nicht erreichbar, sie ganz alleine mit dem Wissen, das ihr

gleich

die Kinder wieder weggenommen werden. Wie hässlich, dass man im Namen

von

Kinder- und Erwachsenenschutz in solche verzweifelten Situationen

gebracht

werden kann. Ich wünsche ihr das Beste!

Grüsse Nonpopulo


Niemand, der sonst normal veranlagt ist, lässt sich dazu zwingen seine
Kinder zu ermorden!
Der richtige Weg, so es denn so geschehen ist, wäre gewesen, die
Verantwortlichen
dahin zu schicken, wo die Kinder jetzt sind.
In sofern habe ich kein Vernständnis, obwohl ich gerne wöllte.

Wer soll denn als "normal" veranlagt gelten? Leute "die, die Verantwortlichen
dahin schicken wollen, wo die Kinder jetzt sind"?

In diesen Behörden benötigt es Leute, die de-eskalierend wirken können, vor
allem Leute, die nicht selber auch noch vorbelastet sind.

Wer Gegenstände wirft, frisst auch kleine Kinder,

Brauer @, Montag, 27.07.2015, 21:50 vor 3830 Tagen @ pigbonds 2901 Views

oder so.

In diesen Behörden benötigt es Leute, die de-eskalierend wirken können,
vor
allem Leute, die nicht selber auch noch vorbelastet sind.

Duckmäuser, Sesselpupser und Scheinheilige werden da gebraucht.
Aber das entschuldigt nicht das Verhalten der Mutter!
Nie!
Sicher kann man Menschen in die Enge treiben, aber psychotisch muss man deshalb nicht werden.
Notfalls wäre sie mit einem Tretboot am Mittelmeerstrand gelandet, ohne Pass natürlich, ... oder hätte sich einweisen lassen. Oder sonstwas.

"Es ist genauso, wie Du oben schreibst, was soll eine Behörde machen,
wenn sie von Nachbarn gerufen wird und dann auf eine durchgedrehte Zicke trifft?

Nix soll sie machen.
Außer sich mal ein Buch einfangen. Das kann selten schaden.
Oder halt wegsperren, bevormunden, kaputtmachen. Immer schön drauf [[sauer]]
Komischerweise macht dir die Diskussion um andere Kulturen sonst eigentlich keine Probleme, solange es der russischen entgegen läuft.
Beinahe wundere ich mich über deinen Beitrag hier.

Ist eben passiert

Montgomery Burns @, Montag, 27.07.2015, 21:54 vor 3830 Tagen @ pigbonds 2807 Views

Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen derer, die das System anprangern, oder den Staat.

In Wahrheit werden die Leute eben allgemein gesehen immer depperter, besonders Asylanten und Zuwanderer passen vom Emotionalen her einfach nicht hierher.

Reduziert man das jetzt - bewusst etwas übertrieben ausgedrückt - auf das Wesentliche , dann gibt's eben ein paar zukünftige Sozialfälle weniger, die unterstützt werden müssen.

Gruß

Sie war sonst nicht auffällig mit ihren Kindern

Nonpopulo @, Montag, 27.07.2015, 21:43 vor 3830 Tagen @ Brauer 2812 Views

> Niemand, der sonst normal veranlagt ist, lässt sich dazu zwingen seine
[quote]Kinder zu ermorden!
Der richtige Weg, so es denn so geschehen ist, wäre gewesen, die
Verantwortlichen
dahin zu schicken, wo die Kinder jetzt sind.
In sofern habe ich kein Verständnis, obwohl ich gerne wöllte.
[/quote]

Natürlich wäre das der richtige Weg gewesen. Ich kann es auch nicht wirklich nachvollziehen, wie man seine eigenen Kinder umbringen kann. Aber wie gesagt, die Frau wurde derart in die Enge getrieben und gleichzeitig völlig alleine gelassen, wohl bei einer grundsätzlichen emotionalen Instabilität, dass es dazu kam. Jedenfalls soll sie sonst überhaupt nicht auffällig gewesen sein und liebevoll mit ihren Kindern umgegangen sein.

Grüsse Nonpopulo

P.S.: Wie siehts denn mit z.B. den Kaninchenmüttern aus, die ihre Kleinen fressen? Sind sie nicht normal, oder die Umstände, denen sie ausgesetzt sind?

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Super-KESB stat KESB?

pigbonds @, Montag, 27.07.2015, 21:49 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 2715 Views

Aber
wie gesagt, die Frau wurde derart in die Enge getrieben und gleichzeitig
völlig alleine gelassen
, wohl bei einer grundsätzlichen emotionalen
Instabilität, dass es dazu kam.

Also mehr Beistand? Und wenn es dann noch teurer wird, also statt KESB eine
Super-KESB?

Carlos war doch ein ähnlicher Fall von überforderten Eltern und Heimaufenthalten?

Jedenfalls soll sie sonst überhaupt nicht
auffällig gewesen sein und liebevoll mit ihren Kindern umgegangen sein.

Das heisst es meistens.

lokal organisierte Familienbegleitung statt KESB

Nonpopulo @, Montag, 27.07.2015, 22:08 vor 3830 Tagen @ pigbonds 2696 Views

> > Aber
[quote][quote]wie gesagt, die Frau wurde derart in die Enge getrieben und[/quote][/quote]
[quote]gleichzeitig[/quote]
[quote][quote]völlig alleine gelassen
, wohl bei einer grundsätzlichen[/quote][/quote]
[quote]emotionalen[/quote]
[quote][quote]Instabilität, dass es dazu kam. [/quote][/quote]
[quote]
Also mehr Beistand? Und wenn es dann noch teurer wird, also statt
KESB eine
Super-KESB?
[/quote]

Gar keine KESB, dafür unbürokratische, lokal organisierte Familienbegleitung. Das kostet dann auch keine Fr. 8000.- im Monat (exkl. KESB-Beamtenapparat).

Den Rest - Vormundschafts-, Beistandschaftsmandate wieder zurück an die Gemeinden, da ist das Missbrauchs- und Inkompetenz-Potential zwar auch gross, aber es gibt noch eine Art soziale Kontrolle oder zumindest Gemeindepräsidenten, die wieder gewählt werden wollen. Die KESB ist ausser Rand und Band.


> > Jedenfalls soll sie sonst überhaupt nicht
[quote][quote]auffällig gewesen sein und liebevoll mit ihren Kindern umgegangen[/quote][/quote]
[quote]sein.[/quote]
[quote][quote][/quote][/quote]
[quote]
Das heisst es meistens.
[/quote]

Ich habe eher den Eindruck, dass schnell aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird, sobald eine "Rabenmutter" im Rampenlicht steht.

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Na dann wieder zurück zum alten System - ob's in den angesprochenen Fällen aber wirklich hilft?

pigbonds @, Montag, 27.07.2015, 22:42 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 2744 Views

Gar keine KESB, dafür unbürokratische, lokal organisierte
Familienbegleitung. Das kostet dann auch keine Fr. 8000.- im Monat (exkl.
KESB-Beamtenapparat).

Den Rest - Vormundschafts-, Beistandschaftsmandate wieder zurück an die
Gemeinden, da ist das Missbrauchs- und Inkompetenz-Potential zwar auch
gross, aber es gibt noch eine Art soziale Kontrolle oder zumindest
Gemeindepräsidenten, die wieder gewählt werden wollen. Die KESB ist
ausser Rand und Band.

Damit könnte ich bestens leben - ob sich die oben angesprochenen Fälle aber wirklich
hätten vermeiden lassen - das wage ich zu bezweifeln.

Das Hauptproblem sehe ich nicht in der KESB:
http://www.srf.ch/sendungen/club/kindswohl-gefaehrdet-was-tun
Sie hat mit reduziertem Personal 80‘000 pendente Fälle nach neuem Recht zu bewältigen.
1‘400 über die Schweiz verteilte Vormundschaftsbehörden wurden anfangs 2013 mit einem
Schlag auf 150 regionale KESB gestutzt. Unter dem Druck und der Aufgabenlast kommt es
gehäuft zu Fehlern und Verzögerungen.

Was ich aber eher erwarte, ist, dass mit jeder Änderung alles noch teurer wird, weshalb
ich für so wenig Änderungen wie möglich bin - egal in welchem Bereich.

Bauern und Kinder

Brauer @, Montag, 27.07.2015, 21:57 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 2843 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.07.2015, 14:16

P.S.: Wie siehts denn mit z.B. den Kaninchenmüttern aus, die ihre Kleinen
fressen? Sind sie nicht normal, oder die Umstände, denen sie ausgesetzt
sind?

Bauern haben früher auch lieber ihre jüngsten Kinder verhungern lassen, als zuerst sich selbst und damit die gesamte Familie diesem Schicksal zu ergeben.
Das klingt zwar bitter, aber lieber verhungern die letzten 3, als dass die ersten 6 auch noch verhungern, weil lieber zuerst die Eltern verhungern wollten.

Letztens war ich im heutzutage gut betuchten Allgäu:
Früher von 11 Kindern eines durchgebracht. Drei von 8 usw...
Trotz der aktuellen Geschehnisse muss hier (noch) niemand mehr verhungern.
Damit bleibt das Verhalten der Mutter irrational.
Das heißt nun nicht, dass die Frau nicht in einer Ausnahmesituation gewesen wäre. Aber es wird für mich nicht grundsätzlich verständlich.

Da lernt die Schweiz ja nun von Teutschland ...

CrisisMaven ⌂ @, Montag, 27.07.2015, 20:57 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 3404 Views

Jedes Kind kostet seit der Intervention den Staat Fr. 8000.- wobei der Familie bzw. dem Vater pro Monat Fr. 2000.- in Rechnung gestellt werden. So sagt der Vater auch schon am Anfang des Interviews: Mit meinen Kindern wird ein Geschäft gemacht.

Leider gibt es das auch in D.

Der Vater hat dann eine "Entführung" der Kinder geplant und durchgezogen und sie zusammen mit der Mutter in die Philippinen gebracht, bzw. er ist hier geblieben und hat sich danach der Polizei gestellt.

Vereinzelt gibt es das auch in D., dringt aber kaum an die Oeffentlichkeit - der Vater bleibt gleicht mit "draussen". (Waere er auch schoen bloed - Problem ist nur: die Phillipina hat dort in ihrem Heimatland eine Art soziales Netz [Familie] - wenn aber zwei Deutschstaemmige mit Kindern fliehen, stehen sie vor dem Nichts.)

Jetzt müssen Eltern ihre Kinder schon ins Ausland "entführen", um sie vor den Behörden zu schützen. [[wut]]

In D. wird die Ausreise haeufig, schlimmer als in der DDR, z.T. gerichtlich untersagt. Da seit einer Reform des Familienrechts die Oeffentlichkeit bei Familiengerichten ausgeschlossen ist, und viele Familien sich keine teure Vertretung leisten koennen, gibt es kaum ein Gegengewicht gegen amtliche Uebermacht und Willkuer.

Gibt die KESB ein Kind in ein staatliches Heim, ist sie fein raus. Lässt sie ein Kind trotz Hinweisen auf Gefährdung bei den Eltern, trägt sie am Schluss die Verantwortung wenn etwas passiert.

Ja, auch die deutschen Jugendamtsmitarbeiter stehen unter aehnlichem Druck. Bei allem Vorbehalt moechte ich mit keinem tauschen.

Vor einiger Zeit hat eine Mutter ihre beiden Kinder umgebracht, um sie nicht zurück ins Heim geben zu müssen. Ihre Eltern, also die Grosseltern der Kinder, waren unbescholtene Leute mit gutem Leumund mit einem grossen Einfamilienhaus. Ihr schriftlicher Antrag, die Kinder bei sich aufzunehmen, wurde von der KESB nicht einmal beantwortet. [[kotz]]

Auch in D. haben wir Faelle, wo Grosseltern sich erbieten, die Kinder zu uebernehmen und die Jugendaemter ihnen die Erziehungskompetenz absprechen, so, als haetten sie nicht schon Kinder grossgezogen. Aber wenn eine Sechzigjaehrige entbindet, geht es dennoch. Es wird Zeit, dass es wieder weniger Geld gibt, dann hoeren die Fisematenten alle schlagartig auf.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Ängste vor juristischen Konsequenzen

Nonpopulo @, Montag, 27.07.2015, 21:34 vor 3830 Tagen @ CrisisMaven 2933 Views

> Auch in D. haben wir Faelle, wo Grosseltern sich erbieten, die Kinder zu
[quote]uebernehmen und die Jugendaemter ihnen die Erziehungskompetenz absprechen,
so, als haetten sie nicht schon Kinder grossgezogen. Aber wenn eine
Sechzigjaehrige entbindet, geht es dennoch. Es wird Zeit, dass es wieder
weniger Geld gibt, dann hoeren die Fisematenten alle schlagartig auf.
[/quote]

Ich habe nicht erwartet, dass es in D. besser läuft als hier. Da wie hier quillt der Staat und besonders die Sozialindustrie über. Aber fast noch schlimmer sind die (wohl sogar berechtigten) Ängste vor juristischen Konsequenzen.

Ich habe mal eine Weile lang in einer Klinik für Epileptiker gearbeitet. Wenn da einer umgefallen und den Kopf angeschlagen hat, lief immer das selbe Spiel ab: Praktikant/Azubi/ungelernte Fachkraft ruft Pflegefachkraft, Pflegefachkraft ruft Stationsarzt, Stationsarzt ruft Chefarzt, Chefarzt sagt, ab zum MRI. [[sauer]]

Grüsse Nonpopulo

--
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Blue Moon Baby

... mit Gegenständen um sich geworfen, als Behörde kam ...

pigbonds @, Montag, 27.07.2015, 21:19 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 3208 Views


P.S.: Trotz allem Fehlverhalten und aller Inkompetenz der KESB darf man
natürlich nicht vergessen, dass das Ganze auch ein zeitgeistiges Phänomen
ist: Gibt die KESB ein Kind in ein staatliches Heim, ist sie fein raus.
Lässt sie ein Kind trotz Hinweisen auf Gefährdung bei den Eltern, trägt
sie am Schluss die Verantwortung wenn etwas passiert.

Da macht man es den Behörden nicht einfach, ein Auge zuzudrücken:

Dann kam noch ein Ausraster meiner Frau dazu. Sie hat Sachen rumgeschmissen in der
Wohnung und gerade in diesem Moment ist die Kesb reingeplatzt – in einer Ausnahmesituation.

http://www.blick.ch/news/schweiz/aargau/verhafteter-vater-kast-im-video-interview-so-li...


Das sind doch genau die Situationen, die den Umgang mit Leuten aus anderen
Kulturen so mühsam machen, die drehen häufig deutlich schneller durch als
unsereins.

Es ist genauso, wie Du oben schreibst, was soll eine Behörde machen, wenn sie
von Nachbarn gerufen wird und dann auf eine durchgedrehte Zicke trifft?

Gewaltsame Trennung von den Eltern ist ein massivster Eingriff in das Leben von Kindern

Nonpopulo @, Montag, 27.07.2015, 21:53 vor 3830 Tagen @ pigbonds 2977 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.07.2015, 22:27

> Das sind doch genau die Situationen, die den Umgang mit Leuten aus
[quote]anderen
Kulturen so mühsam machen, die drehen häufig deutlich schneller durch
als
unsereins.

Es ist genauso, wie Du oben schreibst, was soll eine Behörde machen, wenn
sie
von Nachbarn gerufen wird und dann auf eine durchgedrehte Zicke trifft?
[/quote]

Eine Behörde, bzw. jeder vernünftige Mensch, sollte sich im Klaren darüber sein, dass eine gewaltsame Trennung von Kindern und ihren Eltern einen massivsten Eingriff in ihr junges Leben darstellen, der auf jeden Fall traumatisch ist und insofern für ein Leben lang prägend sein wird. Eine solche Massnahme dürft ganz selbstverständlich nur im alleräussersten Extremfall getroffen werden, nämlich wenn Kinder zuhause unterernährt oder regelmässig geschlagen oder eingesperrt werden. Allenfalls noch bei klaren Zeichen von Deprivation (emotionaler Verwahrlosung). Bei der KESB sieht es leider so aus, wie wenn es zum Standart-Interventions-Repetoire gehören würde. [[sauer]]

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Blue Moon Baby

Ich gebe Dir nicht unrecht

pigbonds @, Montag, 27.07.2015, 23:32 vor 3830 Tagen @ Nonpopulo 2717 Views

> Das sind doch genau die Situationen, die den Umgang mit Leuten aus

anderen
Kulturen so mühsam machen, die drehen häufig deutlich schneller durch
als
unsereins.

Es ist genauso, wie Du oben schreibst, was soll eine Behörde machen,

wenn

sie
von Nachbarn gerufen wird und dann auf eine durchgedrehte Zicke

trifft?[/i]

Eine Behörde, bzw. jeder vernünftige Mensch, sollte sich im Klaren
darüber sein, dass eine gewaltsame Trennung von Kindern und ihren Eltern
einen massivsten Eingriff in ihr junges Leben darstellen, der auf jeden
Fall traumatisch ist und insofern für ein Leben lang prägend sein wird.

Das ist klar.

Aber wie läuft's denn? Behörde wird von besorgten Nachbarn
gerufen, aber Mutter dreht durch. Dann ist es logisch, dass der Fall abgeklärt
wird und wenn die Mutter immer stärker bockt, was dann? Kommt es wirklich darauf
an, ob KESB oder nicht-KESB?

Gibt es denn Zahlen? Ich vermute , es gibt immer mehr Kinder aus Mischehen und rein
ausländischen Ehen - jedenfalls fällt mir auf, dass die "Schweizer Mütter" irgendwie
unterrepräsentiert sind, wenn ich mit den Kleinen auf dem Spielplatz bin. Und ich stelle dies
nicht wertend fest, beim mir zuhause wird meist auch nicht Schweizerdeutsch gesprochen, weil
wir in eine bestimmten Diaspora verkehren.

Ich denke, das "Organisationsproblem der Behörde" ist das kleinste Problem am Ganzen.

Ist in Deutschland keinen Deut besser (oT)

Brendan @, Dienstag, 28.07.2015, 19:07 vor 3829 Tagen @ Nonpopulo 2163 Views

- kein Text -

--
Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.

Abraham Lincoln

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