Ganz großes Kino, das Video. Danke.
Habe heute einen erstaunlich objektiven Artikel zur transatlantischen "Freundschaft" auf n-tv gefunden und ein wenig die Quellen, Sekundärberichterstattung und Ursprünge nachvollzogen.
Es geht darum, dass es Putin lästig findet, einen diplomatischen Umweg über Washington gehen zu müssen, Dinge betreffend, die eigentlich nur Europa angehen.
Zudem äußert sich der bei den eigenen Wählern extrem beliebte, russische Politiker über die Kriegsgefahr in Europa.
Auf die Frage, ob es Krieg in Europa geben könnte, sagte er: "Ich hoffe nicht", und ergänzte "Aber wir wünschen uns ein Europa, dass seine Unabhängigkeit und Souveränität stärker zeigt.
Putin sagte laut n-tv: "Wenn wir, um mit unseren europäischen Partnern über interne Angelegenheiten zu diskutieren, nach Washington reisen müssen, dann ist das ein bisschen seltsam."
Weiterlesen: http://www.n-tv.de/politik/Putin-findet-EU-Freundschaft-mit-USA-laestig-article15603431...
Laut Sputnik sagte Putin: "„Ich hoffe, dass es nicht dazu [zum Krieg in Europa] kommt. Man möchte aber sehen, das Europa mehr Unabhängigkeit und Souveränität an den Tag legt.“
(Quelle)
Hier ist das original aus dem Schweizer Fernsehen von den Jungs, die mit Putin gesprochen haben: http://www.srf.ch/news/international/europa-muss-unabhaengiger-von-den-usa-werden
Das Vid ist leider nur französisch. Aber in der deutschen Vertextung wird Putin auch mit seinem Statement zu den Flüchtlingswellen zitiert.
"Weltweit ist es zu erdrutschartigen Veränderungen in der öffentlichen Meinung gekommen. Dies im Sinne, dass nationale Interessen heute verstärkt verteidigt werden. Beispielsweise sei Europa aktuell einem konkreten Problem ausgesetzt: den massiven Flüchtlingsströmen. «Hat Europa die Entscheidungen getroffen, die zu dieser Situation geführt haben? Seien wir ehrlich: Diese Entscheide kamen aus den USA. Und Europa muss die Konsequenzen hinnehmen.", bringt es Putin auf den Punkt.
"Das heisse aber nicht, dass die US-Politik verteufelt werden müsse", fügte Putin seltsam diplomatisch an.
Sputnik ergänzt den letzten Punkt (die Diplomatie) und übersetzt etwas anders:
„Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nun die amerikanische Politik irgendwie dämonisieren sollten“, fügte [Putin] hinzu. „Sie [die USA] gestalten ihre Politik so, wie sie für ihre Interessen als nützlich betrachten. Man muss aber ein Gleichgewicht von Interessen anstreben.“ (Quelle)
Das ist der Punkt auf den ich immer hinweise: Statt sich spalten zu lassen in die Pole "Willkommenskultur für alle" und "Brenne, Asylantenheim!", sollten wir lieber die Ursachen angehen, nämlich die Destabilisierungs- und Kriegspolitik der USA. (aka: Absatzmarktpolitik für den industriell-militärischen Komplex)
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Gruß, Bernadette