Deutsche arbeiten zu wenig und nehmen zu wenig Flüchtlinge auf

Sylvia @, Samstag, 25.07.2015, 08:36 vor 3833 Tagen 5147 Views

Das zumindest meine Interpretation zweier Artikel auf welt.de.

Einwanderungsgesetz als schwarz-grünes Traumprojekt: "Merkel entdeckt das Einwanderungsgesetz für sich. Sie könnte sich so dem Vorwurf übertriebener Härte in der Asylpolitik entziehen. Und die Chancen für ein Bündnis mit den Grünen 2017 würden steigen." (Wink mit dem Zaunpfahl an alle Voting Dead: Wenn ihr euer Kreuzchen bei Mama Merkel macht, dann wählt ihr möglicherweise 2017 die GRÜNEN mit in die Regierung)

"Deutsche im Umgang mit Müttern völlig verkrampft". Aha, denkt man, nachdem lesen der Überschrift. Deutsche besuchen ihre alten Mütterchen in den Pflegeheimen zu wenig. Oder drücken und herzen sie nie richtig. Berührungsängste eben. Das warmherzige, zwischenmenschliche fehlt den Deutschen halt. Weiß man doch.

Doch dann geht der Artikel weiter: "Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, fordert mehr Freiheiten für arbeitende Mütter.".

Ne, is klar. Den Arbeitgebern lagen die Freiheiten ihrer Knechte schon immer sehr am Herzen. Und nicht etwa Effizienz, Leistung- oder Ausbeutungsbereitschaft.

Weiter sagt dieser !#?$@: "Er setzt auf 24-Stunden-Kitas und sagt über Kinder: 'Die nehmen es, wie es kommt.'".

Hab ich bei meinen Kindern auch nicht anders gemacht. Die hab ich auch wochenlang den Nachbarn - oder den Wölfen - überlassen. Und wenn die sich nicht darum kümmerten, dann haben meine Kinder eben Brennessel gefressen. Kinder nehmen es, wie es kommt.

Das Ganze nochmal en bloc, damit die Perfidität und Manipulativität des welt.de Artikel richtig wirken kann:

"Deutsche im Umgang mit Müttern völlig verkrampft" Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, fordert mehr Freiheiten für arbeitende Mütter. Er setzt auf 24-Stunden-Kitas und sagt über Kinder: "Die nehmen es, wie es kommt."

Wer auf die Industrie hört, der hat schon verloren ;) (oT)

stocksorcerer @, Samstag, 25.07.2015, 08:54 vor 3833 Tagen @ Sylvia 3151 Views

- kein Text -

Das kommt von: 'Griechen arbeiten zu viel und nehmen zu viele Fluechtlinge auf' ... (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 25.07.2015, 09:48 vor 3833 Tagen @ Sylvia 3127 Views

- kein Text -

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Ha! Das erste Mal…

SFA @, Samstag, 25.07.2015, 09:57 vor 3833 Tagen @ Sylvia 3553 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.07.2015, 16:26

bin ich normal.

Schäme mich aber dafür, dass die WELT das feststellt.

--
“If there is evil in the world, it lies within the heart of mankind”
Knowledge - Communication - Tolerance

Auch ein starke Festung lässt sich leicht nehmen - wenns genug Verräter gibt. (oT)

Umdenken @, Samstag, 25.07.2015, 10:49 vor 3833 Tagen @ Sylvia 2990 Views

- kein Text -

Um eine Festung nehmen zu können, muss es erst einmal eine Festung geben

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 25.07.2015, 11:41 vor 3833 Tagen @ Umdenken 3166 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.07.2015, 13:21

Wir aber sind eine offene Gesellschaft, oder, hab ich da was nicht verstanden?

Während früher die Festung erst genommen werden musste, bevor geplündert werden konnte, findet die Plünderung jetzt aktuell statt.

Und sie wird dann enden, wenn die "Festung" genommen ist.

Es handelt sich also nicht um eine bewaffnete Auseinandersetzung, sondern um eine Infektion.
Und die Immunabwehr ist eindeutig zu schwach.
Ob sie insgesamt zu schwach ist, wird sich erst noch herausstellen.

Man sollte aber berücksichtigen: Bevor die Immunabwehr, wenn sie denn loslegt, die Eindringlinge eliminiert, dann schädigt sie zuerst einmal massiv das eigene Körpergewebe.
Und die meisten sterben nicht an der Infektion, sondern an der Reaktion der Immunabwehr, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.

(Die gefährlichste Phase beim Alkoholiker ist, nicht der Suff, wenn er weitersäuft, sondern dann, wenn er aufhört.)


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Problem übertriebener Humanität

Montgomery Burns @, Samstag, 25.07.2015, 11:58 vor 3833 Tagen @ Mephistopheles 3178 Views

Würde man im Mittelmeer einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Mittel der Seestreitkräfte und an den Grenzen jene der Armeen der einzelnen Staaten einsetzen, gäbe es kein Asylantenproblem.

Linksgrüne Ideologien sind Folgen der Dekadenz und führen grundsätzlich auch zur Selbstzerstörung. Ein Umdenken wird mM nach aber ganz sicher vorher stattfinden.

Ungarn errichtet derzeit Zäune zu Serbien, die USA Mauern an der Grenze zu Mexiko, Deutschland wird irgendwann einfach nicht mehr danach fragen, ob es das auch darf.

Die Gefahr, durch ungebildete Habenichtse mit hohen Vermehrungsraten überrannt zu werden, ist sicher gegeben, kann aber recht einfach abgewendet werden, so darüber erst einmal die Mehrheit positiv denkt.

Erste Auswirkungen des Umdenkens im deutschen Sprachraum werden erdrutschartige Wahlerfolge der FPÖ in Österreich sein.

Gruß

Mit Sicherheit nicht an den Wahlergebnissen!

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 25.07.2015, 12:20 vor 3833 Tagen @ Montgomery Burns 3014 Views

Würde man im Mittelmeer einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden
Mittel der Seestreitkräfte und an den Grenzen jene der Armeen der
einzelnen Staaten einsetzen, gäbe es kein Asylantenproblem.

Da werden sie aber dringend gebraucht, bei der Armee. Die Asylanten.
Du wirst sehen.
Genau wie die hinterwäldlerischen ungebildeten Germanen seinerzeit immer einen gutbezahlten Arbeitsplatz fanden - bei der römischen Armee.

Linksgrüne Ideologien sind Folgen der Dekadenz und führen grundsätzlich
auch zur Selbstzerstörung. Ein Umdenken wird mM nach aber ganz sicher
vorher stattfinden.

Wenn man nichts mehr hat, was man plündern lassen könnte.

Erste Auswirkungen des Umdenkens im deutschen Sprachraum werden
erdrutschartige Wahlerfolge der FPÖ in Österreich sein.

Ohhhhh Mann![[trost]]. Wenn ein Umdenken stattfindet, dann wird man es mit Sicherheit nicht an den Wahlergebnissen sehen.
Man sollte mit Prophezeiungen immer vorsichtig sein, aber diese Prophezeiung bekommst du von mir mit Brief und Siegel

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wie sagt da der Münchner?

Montgomery Burns @, Samstag, 25.07.2015, 12:36 vor 3833 Tagen @ Mephistopheles 3039 Views

Schau mer mol, dann segn mas scho!

Gruß

Der Burgherr erhöht die Grundsteuer

Sylvia @, Samstag, 25.07.2015, 12:28 vor 3833 Tagen @ Mephistopheles 3253 Views

Weiter unten wird berichtet, wie in z.B. in Duisburg die Grundsteuer erhöht wird. Duisburg ist so ein lauschiges, friedliches Plätzchen, wo man gerne mehr für sein Häuschen bezahlt.
[[ironie]]

NRW-Polizei warnt vor rechtsfreien Räumen: "Die nordrhein-westfälische Polizei fürchtet die Entstehung rechtsfreier Räume in Ballungszentren. Wie aus einem vertraulichen Papier des Duisburger Präsidiums hervorgeht, droht der Staatsmacht die Kontrolle über Problembezirke der Stadt zu entgleiten. ... Polizisten und vor allem weibliche Beamte sähen sich einer "hohen Aggressivität und Respektlosigkeit" gegenüber."

Arnold Plickert, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen, erklärte FOCUS Online zu der Situation in Städten wie Essen, Dortmund, Duisburg oder Köln: "Dort kämpfen mehrere rivalisierende Rockergruppen sowie libanesische, türkische, rumänische und bulgarische Clans um die Vorherrschaft auf der Straße. Die definieren für sich: Hier hat die Polizei nichts mehr zu sagen."

Schön bunt im Kalifat NRW. Das konnte ja echt keiner kommen sehen. Nein? - Doch! - Ohh!

Als man in Deutschland begann, seine Gefühle zu vernachlässigen...

Umdenken @, Samstag, 25.07.2015, 13:45 vor 3833 Tagen @ Mephistopheles 2966 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.07.2015, 13:49

... bekam die wieder aufgebaute Nachkriegs-"Festung" bereits die ersten ernsten Risse. Der Beginn der unseligen "anti-autoritären" Erziehung könnte ein Zeitpunkt dafür gewesen sein.
Von dann an begann man, sich ganz im Stile von Intellektuellen "wissenschaftlich" nach Strich und Faden, und immer wieder neu etwas "vorzumachen". Ja, nenn es von mir aus auch den Beginn einer Art "Alkoholisierung", eines Traumtanzes, von wo an wir nur dachten, wir hätten den Wagen/die Festung unter Kontrolle. Und wir fühlten nicht mehr, dass wir währenddessen nur immer mehr "ge-hacked" und somit zu Fremdgesteuerterten wurden.
Wer sein wertvolles Gefühl/sein Herz zugunsten seines Intellekts hergibt, (früher sagte man" seine Seele an den Teufel verkauft"), wird mehr und mehr zum "Untoten".
Sie/Er lässt sich dann ohne weiteres für gewisse "incentives" für alles nur mögliche "programmieren" (schlimmstenfalls sogar zu so etwas Unvorstellbarem wie Aufgabe seines eigenen Geschlechts, zur Übergabe seiner Heimat, seiner Kultur, seines Haus und Hofs), und "betet" währenddessen auf einem Rosenkranz, offenen Auges die Aufführung beobachtend (allerdings ohne sie mehr zu fühlen) das verordnete Mantra: "Ich bin tolerant, ich bin tolerant, ich bin tolerant..." herunter.
Und wenn der Mantragesang unseres mehr und mehr gefühlslosen Untotens droht langsamer u. schwächer zu werden, erhöht der Präsidententrommler wiedermal die Frequenz, während es seine Chef-Einpeitscherin dann dem schlappgewordenen Untoten mit Drohen, Warnen, Sichbesorgtgeben und natürlich Werben "besorgt".
Und so schiesst dann die Galeeren-Festung durch Sturm und Wind zu neuen Ufern.
Grüsse und danke für Dein messerscharfes Reply. Gut, dass hier nicht viele Leute mitlesen [[freude]]

Die Arbeitgeber-Partei steht doch super da: Also muss kassiert werden: Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Tags

azur @, Samstag, 25.07.2015, 11:54 vor 3833 Tagen @ Sylvia 3382 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.07.2015, 13:20

Hallo Sylvia,

man weiß ja nicht, wie die Umfragewerte der CDU zustande kommen*, aber das mit Abstand meiste Geld aus der Industrie, die seit Jahrzehnten im eigentlichen Sinne die Politik gestaltet und z. B. die Zuwanderungsströme organisierte (Lohndrücker - das waren ja nur vordergründig Kohl, Schmidt, und wie sie alle hießen, denn die hatten selbst ihre Sorgen damit). Bei YT kann man noch sehen, wie bis in die 80er die Tagungen von DIHT, BDI und BDA (alle ja passende in einem Haus in Berlin) sowas wie dei SED-Parteitage der DDR waren. Da wurde die Linie unters Volk gebracht.

Nun steht die CDU angeblich weiter so super da (und nach den jüngst bekannt gewordenen Manipulationen der "Meinungsforschungs"-Institute und MSM), und das soll natürlich ausgenutzt werden.

Das was Du nanntest, das FOX oben brachte:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eurozone-soll-finanzminister-und-eurosteuer-b...
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist nach SPIEGEL-Informationen bereit, erhebliche Finanzmittel aus dem deutschen Steueraufkommen für einen eigenständigen Etat der Währungsunion abzutreten, über den ein europäischer Finanzminister verfügen soll.

Gespeist werden könnte der neue Finanztopf aus dem Aufkommen der Mehrwert- oder Einkommensteuer. Möglich sei auch, dass der Eurofinanzminister das Recht bekommt, einen eigenen Zuschlag auf die Steuern zu erheben. "Wir sind bereit, über diese Fragen ernsthaft zu diskutieren", heißt es im Bundesfinanzministerium."

Und auch das hier: http://www.welt.de/wirtschaft/article144351398/Arbeitgeber-fordern-Abschaffung-des-Acht...

Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Tags

Mehr als acht Stunden Arbeit am Tag sind per Gesetz nicht erlaubt. Das sei in der digitalen Berufswelt zu starr, monieren die Arbeitgeber. Gewerkschaften halten die Regeln für flexibel genug."


Etliche werden sagen, dass sie und andere eh länger arbeiteten (als Selbständiger, und auch die Manager und Politiker haben leicht 80 h +** in der Woche). Aber wenn dies wegfällt, dann ist der maximalen Ausbeutung noch mehr Tür und Tor geöffnet. Vermutlich wird dann bald überall mehr Arbeit, für den "Standort Deutschland" (@DT würde es viel treffender sagen) gefordert. Überstunden, Zuschläge, Urlaube - das alles würde davon betroffen sein.

Es wird Zeit, dass diese Mischpoke Grenzen gezeigt bekommt.

Viele freundliche Grüße

azur

*) http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21473/wer-gegen-den-grexit-ist-muss-fuer-merkel-se...

**) wobei sie oft in den langen "Arbeitstagen" Dinge tun, die andere nebenbei machen müssen: Friseur, Essen gehen, Freunde treffen, ja selbst der Kinobesuch: Alles ist irgendwie "Arbeit", und hat damit zu tun.
Termin zwischendurch beim Zahnarzt, wo andere nach der Arbeit hin müssen: Kein Problem...
So einen Stress, haben diese super bezahlten Kasper (die hochbezahlten Manager stehen in der Hierarchie eindeutig unter anderen - die nicht arbeiten gehen müssen, siehe Don Alphonso)..! Da müssen alle mehr ran!

Für Europa!!

Wie wäre es mit einer Kampagne für den "Standort Europa", eine "Europa-AG" und einen "Konvent für Europa"?

Anschnallen, es wird wieder etwas wilder!

Aber: Etliche merken schon auf, so z. B. in meiner Umgebung, und merken, dass etwas ansteht, und sie stetig ausgenommen und für blöd verkauft werden.

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8h Tag vs. 40h Woche

Lazer @, Samstag, 25.07.2015, 15:41 vor 3833 Tagen @ azur 2786 Views

Ich würde bei einer Firma, die einen 8h Tag hat, überhaupt nicht anfangen, selbst 40h sind Quatsch, aber noch deutlich besser.

Wie gut ist das denn, wenn ich an einem schönen Tag drei Stunden reinkomme, in die Mittagspause gehe und von da aus gleich an den See, die fünf Stunden hole ich dann an anderen Tagen nach (wenn sie denn gezählt werden). Oder am Abend zu Hause oder an einem Tag Homeoffice, wenn ich mir die Fahrzeit eh schon spare.

Der acht Stunden Tag ist so 80er und überhaupt nicht mehr zeitgemäß, zumindest für Büroarbeit. Aber selbst in der Autowerkstatt, wo dann ja immer genug Leute da sein sollten, kann man sich absprechen. Oder der Kollege kommt nach dem schönen Nachmittag am See eben Abends noch mal rein und wechselt den Auspuff, dann ist er immer noch am nächsten Tag fertig. Vielleicht wechselt er dann sogar gleich noch die Reifen und kommt am nächsten Morgen was später.

Hauptsache, die Aufgaben werden fristgerecht sauber erledigt.

Das wird doch schon heute flexibel gehandhabt, und es gibt millionenfache Überstunden (siehe EU: 48h)

azur @, Samstag, 25.07.2015, 15:58 vor 3833 Tagen @ Lazer 2716 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.07.2015, 16:11

Hallo Lazer,

die Herkunft des 8h Tages war eine Folge von weit höheren Arbeitszeiten. Früher wurde einschließlich Samstag, bis zu 12 h täglich gearbeitet (dagegen soll es noch früher ruhiger zugegangen sein, allein auf Grund unzähliger kirchlicher Feiertage).

Verstehe Deinen Einwurf nicht: Auch heute arbeiten viele mehr. Davon zeugen allein riesige Überstundenzahlen.

Wenn man den Grundgedanken des 8 h-Tages auflöst, hat das Folgen. Du meinst keine wesentlichen?

Es ist doch nicht unwesentlich, wer das fordert. Und warum das wohl in deren Interesse ist.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: Ausnahmen gab es da schon immer: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/industrie-und-wirtschaft/achtstundent...

"Der Achtstundentag war eine der ältesten Forderungen der Arbeiterbewegung und erstmals von Robert Owen (1771–1858), dem walisischen Unternehmer und Sozialreformer, zwischen 1830 und 1834 in Großbritannien als Forderung formuliert worden.[1] Owen prägte den Slogan: „Acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen und acht Stunden Freizeit und Erholung“"
https://de.wikipedia.org/wiki/Achtstundentag
(wobei die 8 h "Freizeit" angefüllt sind von vielem anderen, wie Angelegenheiten und Steuern, Krankenkassen und mehr, womit man Bürger beschäftigt)

Andere lachen sich schlapp, wie viel hier gearbeitet wird. Dort geht es vielfach ruhiger zu, und das Leben und die Familie werden mehr genossen.
Man geht auch früher in Rente, als hier.

Weiter aus eben angegebener Quelle:
"Nach einer Studie des Kölner Instituts zur Erforschung sozialer Chancen (ISO)[16] zur realen Arbeitszeit in deutschen Betrieben, arbeitete 2004 ein Vollzeitbeschäftigter im Schnitt 42 Stunden pro Woche und damit deutlich länger als tarifvertraglich vereinbart.[17] Die Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung legt sogar fest, dass die durchschnittliche Arbeitszeit, inklusive der Überstunden in einem Siebentageszeitraum und einem Bezugszeitraum von vier Monaten, 48 Arbeitsstunden nicht überschreiten darf."

Gut, in einigen Teilen der Welt arbeitet man noch mehr, und auch ohne viel Urlaub, und viele bringen sich dort vor Überarbeitung um (Sprünge von den chicen Wolkenkratzern in Shanghai häufig, man hört auch reichlich von den Leuten, die sich in Billigfabrikationen geschafft aufhängen)...

Das ist ein ganz besonders super Anreiz.

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Wußte gar nicht, daß es eine gesetzl. Grenze gibt

Dieter, Samstag, 25.07.2015, 17:41 vor 3832 Tagen @ azur 2691 Views

bearbeitet von Dieter, Samstag, 25.07.2015, 17:50

Hallo azur,

seit Kurzem bin ich ja "Gott sei Dank" kein Arbeitgeber mehr, aber bis heute war mir überhaupt nicht bewußt, daß es eine gesetzl. Grenze gibt, wobei ich schon eine Überstundenregelung kannte, die so aussah, daß die Jahresstunden als Bemessungsgrundlage (also 40 Std. x 52 Wochen) galten.
Ich hatte sogar Arbeitnehmer, die gerne jedes Jahr für 3 Monate am Stück ihre Überstunden abfeierten und alles dafür taten, damit dies möglich wurde.
Was sagt der Gesetzgeber dazu, oder die EU??? Darf ein Arbeitnehmer das wollen und bekommen?

Es ist/war für mich vollkommen normal, daß Arbeitnehmer je nach Erfordernis/Jahreszeit/Wetter auch 60 STd./Woche arbeiten, auch mehrere Wochen hintereinander, andererseits auch großzügig frei gegeben wird, wenn private Belange wichtig sind - halt alles ein "Geben und Nehmen", beidseitig.
Gesetzliche Regelungen sind zumindest bei kleineren Betrieben, wo Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich noch pers. kennen, m.E. vollkommen deplaziert.

Abgesehen davon sind 8 Std./Tag auch nicht vergleichbar. Denn wer z.B. städtisch arbeitet und alleine 1-2 Std. täglich Wegezeit inkauf nimmt, während der andere 5 Min vom Arbeitsplatz entfernt wohnt ...
Wer Freude an der Arbeit hat, würde auch gerne länger arbeiten .... und, und, und

Gruß Dieter

Quelle: EU-Richtlinie - Welt: 42 h Realität (betriebliche Mitbestimmung gilt auch als Experiment der Briten im besetzen D)

azur @, Samstag, 25.07.2015, 18:06 vor 3832 Tagen @ Dieter 2764 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 25.07.2015, 18:30

Hallo DT,

die Quelle ist in einer Fußnote (18 des Wiki-Artikels) zu dem zitierten Text:
Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung. In: Amtsblatt der Europäischen Union. Euro-Lex - European Union, 18. November 2003, abgerufen am 12. Mai 2015 (PDF 118 kB, englisch).
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2003:299:0009:0019:de:PDF

Das wird auch angegeben, aber ist schon vor 04: http://www.welt.de/print-welt/article329752/42-Stunden-Woche-ist-Realitaet.html

Das deutsche Arbeitsrecht, ist sehr zersplittert und nicht ansatzweise kodifiziert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kodifikation
(es gab da, wie beim z. B. Staatshaftungsrecht, Versuche das zu reformieren, vor allem auch das Arbeitsrecht zu kodfizieren - so nach der berühmten sogenannten Montan*)- oder Biedenkopfkommission: https://de.wikipedia.org/wiki/Biedenkopf-Kommission
http://www.boeckler.de/pdf/bb_zusammenfassung_BiKo_deutsch.pdf

Das Deutsche Recht: Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/arbzg/gesamt.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeitgesetz
(es gibt dann noch z. B. das BGB, Regelungen wie z. B. https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesurlaubsgesetz
- siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_%28Deutschland%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_der_Kirchen )

Habe ja nichts anderes gesagt, nämlich, dass das doch schon heute flexibel gehandhabt wird (und auch früher gab es z. B. jahreszeitlich bedingte Stoßzeiten usw.) und massig Überstundenkonten existieren.

Am Ende ist es ja auch eine Frage der Vertragsfreiheit und der Tarifparteien.

Aber der Gesetzgeber kann eben, wie bei Mindestlohn (und, ist die Wirtschaft nun schon daran gescheitert, wie etliche immer wieder dreist behaupteten? [[zwinker]] [[freude]] - war den Oligarchen und ihren Verbänden sicher recht und sparte bis dahin Geld), gesetzlich flankieren. Und das ist auch gut so, wenn man bedenkt, wie hier früher Arbeitskräfte ausgebeutet wurden: 6 Tage = 12 Stunden, meist ab 14 Jahren usw. - mit sehr wenig Urlaub und Arbeitsschutz, stellenweise mit Baby unterm Werktisch).

Es soll übrigens 3 Entwürfe für ein kodifiziertes Arbeitsrecht geben bzw. gegeben haben,die neben anderen Großvorhaben, als zu politisch heikel in den sogenannten Schubladen schmoren (die rührten auch die superwilden Grünen und die Verräterpartei SPD, mit dem Genossen der Bosse, nicht an).

Viele freundliche Grüße

azur


PS: weil sich Labourpartei und Konservative in GB nicht einigen konnten, das war in etwa nach dem Ende des WKII, beschloss man den befristeten Versuch der betrieblichen Mitbestimmung im besetzten Deutschland, besonders in der Montan-Industrie:
https://de.wikipedia.org/wiki/Montanindustrie
Davon wird aber heute nicht mehr gern gesprochen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mitbestimmungsgesetz#Historische_Entwicklung
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_die_Mitbestimmung_der_Arbeitnehmer_in_de...

"Das Kontrollratsgesetz Nr. 22 vom 10. April 1946..."
https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a741-mitbestimmung-ein-gu... (Seite 19 - es geht über 417 Seiten rund ums Thema)

"Bereits im März 1947 hatte die britische Militärregierung in ihrer Besatzungszone die paritätische Mitbestimmung in der Eisen– und Stahlindustrie eingeführt. Die IG Metall hoffte, dieses Modell auch in der Bundesrepublik sichern zu können."
http://www.dgb.de/uber-uns/bewegte-zeiten/60-jahre-dgb/1949-1958/kampf-um-die-mitbestim...

Adenauer, Unternehmen und Gewerkschaften
Zur Einigung über die Montanmitbestimmung 1950/51 (in der pdf. Seite 70 ff, im Original Seite 288 ff.):
http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1985_2.pdf

"Günstig war, dass es den Gewerkschaften im Ruhrgebiet unter den Besatzungsmächten gelungen war, eine Praxis zu etablieren, die dem späteren Gesetz schon verblüffend ähnlich war. Mit ihren Zugeständnissen hatte die Kapitalseite weitergehende Forderungen der Gewerkschaften nach Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien verhindert. Zudem haben sie damit drohende Demontagen abgewehrt."
http://www.igmetall.de/60-jahre-montanmitbestimmung-7640.htm


Nach Ablauf der Frist, sollte durch die Biedenkopfkommission ermittelt werden, wie sich die betriebliche Mitbestimmung auswirkt. Man war erstaunt über die klaren Ergebnisse, die positiv waren. Vielfach zog die Belegeschaft viel besser mit, die Aufsichtsräte (wo die in der Regel die Arbeitnehmervertreter einen großen Teil der gewerkschaftsnahen Boeckler-Stiftung ihr Aufsichtsratgelder zu spenden haben) waren besser informiert und es gab weniger Streiks, also mehr Ruhe.

Das wurde auch international viel beachtet und führte zu ähnlichen Einrichtungen und Ideen anderen Ortes, auch in den VSA.

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Noch ein Beispiel für Qualitätsjournalismus: "GitHub macht Computer zu Rassisten"

Sylvia @, Samstag, 25.07.2015, 22:17 vor 3832 Tagen @ Sylvia 2702 Views

"GitHub macht Computer zu Rassisten" schreibt Dietmar Dath in der FAZ.

Fakt ist: GitHub hostet ein einziges Projekt, welches mit dem 23andMe API arbeitet. GitHub hostet zehntausende Open Source Projekte. Das ist in etwa so als würde man sagen: Amazon.com ist kommunistische Keimzelle, weil sie "Das Kapital" von Karl Marx im Sortiment haben.

Die Überschrift alleine wäre schon peinlich genug. Noch peinlicher wird der FAZ Artikel, weil der Autor seinen Mund reichlich voll nimmt und uns folgendes erklärt: "Rassismus, Antisemitismus und Sexismus sind neben vielem anderen auch drei zur Widerwärtigkeit geronnene Varianten von Faulheit, multipliziert mit Dummheit".

"Faulheit, multipliziert mit Dummheit" - das passt auch perfekt zu Dietmar Dath, der eine "Story" bringt, bei der er nicht im Mindesten verstanden hat um was es geht. Und auch noch zu faul zum Recherchieren war.

Der Preis für den dümmsten Artikel heute geht somit an die FAZ [[freude]]

P.S.
Natürlich glaube ich nicht wirklich, dass Herr Dath dumm und faul ist. Ich denke er ist ziemlich berechnend - und ist einfach auf den Rassismus Zug aufgesprungen. Für jeden Schreiberling, der was mit Rassismus bringt, scheints dieser Tage Extrapunkte zu geben.

Auf die Botschaft kommt es an

CalBaer @, Samstag, 25.07.2015, 22:44 vor 3832 Tagen @ Sylvia 2516 Views

GitHub macht Computer zu Rassisten
Entwürfe des Filehosting-Dienstes „GitHub“ ermöglichen es, Webseiten für Menschen mit spezifisch gefiltertem Genom zu sperren. In der Praxis wäre das nicht das Ende der Netzneutralität, sondern eine Katastrophe.

Inhaltlich voellig falsch, aber weiter lesen die meisten ja sowieso kaum, geschweige wissen sie, was GitHub ueberhaupt ist. Der Text ist unwichtig, er dient nur als Ballast fuer die Botschaft, die ins Hirn gebrannt werden soll. GitHub waere ein Feind des freien Internets, der Freiheit, der Demokratie usw. usf.

Das Gegenteil ist der Fall. Github sorgt mit Tausenden Projekten fuer Netzneutralitaet, Informationsfreiheit bis hin zur Transparenz des Staates:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=323132

Scheinbar schmeckt das einigen nicht.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Screenshot (Artikel wurde geaendert)

CalBaer @, Sonntag, 26.07.2015, 20:37 vor 3831 Tagen @ CalBaer 2197 Views

[image]
Originalversion

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Info:
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