Das Rentnerproblem wird mMn überschätzt
Ist nicht gerade die deflationär ausgerichtete Politik ein Ausdruck der
politischen Stärke der älteren Generationen, die, völlig rational,
die
Kaufkraft ihrer Renten erhalten wollen? Also billigere Ferien in GR und
nicht ein teuerer Binnenmarkt zuhause.
Da stimme ich Dir zu. Wobei ich mich frage, wie lange dieses Spiel noch
gut geht. Oder ob es sich, durch die Babyboomer, nicht sogar noch
verschärft - und dadurch quasi die Fallhöhe vergrößtert.Wie siehst Du das?
Ich denke, Deine Frage bezieht sich auf die "bedrohliche" Bevölkerungspyramide.
Ich denke nicht, dass die Rentner das Problem sind, sicher nicht, wenn eine
deflationäre Walze durch den privaten Sektor rollt.
Die Erhöhung des Rentenalters gehört ja zu einem der wichtigsten Streitpunkte,
persönlich fände ich die Einführung und Durchsetzung einer milden Vermögenssteuer
viel wichtiger. Ich halte Kapitalismus ohne Vermögenssteuer lediglich für einen
Scheinkapitalismus.
Persönlich glaube ich nicht an das zwingend schnell kommende Ende eines kapitalistischen
Laufs, solange die Schulden im privaten Sektor liegen, können die Gläubiger immer von
neuem anlässlich einer Sanierung zu Aktionären gemacht werden. Neuerdings gibt es auch
bei Banken die Möglichkeit von Bail-Ins, d.h. man muss nicht warten, bis die Bank
voll an der Wand ist, sondern kann schon vorher eingreifen.