Subversiv? - Die Haltung zu Abwanderern spaltet Ost und West?

azur, Mittwoch, 22.07.2015, 15:09 (vor 3836 Tagen)3123 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.07.2015, 15:26

Hallo allen,

hier wird über den Stand Angleichung Ost West berichtet:

"Bei den Kinderzahlen, der Bildung oder den Umweltbedingungen habe sich die klare Teilung Deutschlands zwar aufgelöst, sagte Institutsdirektor Reiner Klingholz. Der frühere Grenzverlauf sei aber bei Themen wie Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftskraft, Vermögen, Erbschaften oder Landwirtschaft noch immer sichtbar. "Das Ergebnis hat uns selbst erstaunt", räumte er ein."

(Auch dazu kann man sich alte Gysireden anschauen, von Anfang der 90er)

"So kämpft der Osten mit den Folgen eines massiven Bevölkerungsverlusts seit der Wende. Laut Studie lebten 2013 in den fünf ostdeutschen Flächenländern gut zwei Millionen Bürger weniger als noch 1991."

Siehe auch den ersten Filmtipp, wo die Macher zehn Jahre in Westdeutschland arbeiten mussten, ehe sie wieder zurück kehren konnten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Elsterglanz

Ständig auch Thema in ihren Sketchen, die man bei YouTube sehen kann. Dort auch vollsätndig der Film: http://www.mz-web.de/eisleben/mansfelder-mundart-elsterglanz-schaffen-kinoknueller-ohne...

Gut und sehenswert gemacht: https://www.youtube.com/results?search_query=die+rouladenk%C3%B6nigin+elsterglanz+film&...

Dann wird in dem Artikel weiter berichtet:

"Studie zur Ost-West-Angleichung
Einig - aber wohl niemals gleich
Stand: 22.07.2015 12:31 Uhr

Geringerer Lohn, günstigere Immobilien, weniger Verständnis für Flüchtlinge: Die Unterschiede zwischen Ost und West sind auch ein Vierteljahrhundert nach der Einheit noch sichtbar. Nun sagen Wissenschaftler: Völlig gleich werde Deutschland wohl nie werden.

Die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sind auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung in vielen Bereichen noch klar zu erkennen. Zwar haben sich die Lebensverhältnisse in den Regionen einer Studie zufolge in vielen Bereichen angenähert, aber eine völlige Angleichung zeichnet sich nicht ab.

"Nach diesem Kraftakt ohnegleichen sind bis heute zwar ein paar blühende Landschaften entstanden", erklärte das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. "Von einer flächenhaften Angleichung zwischen Ost und West kann aber keine Rede sein." Aus strukturellen Gründen werde es wohl auch nie dazu kommen."

Nur wenige Angleichungen (übrigens auch nicht bei den Einkommen):

"Angleichung bei Bildung und Kindern
...

Der Westen entwickelt sich schneller

Die Arbeitsmarktlage ist zwar sowohl im Osten wie im Westen so gut wie seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr, wie die Studie zeigt. Dennoch konnten die neuen Bundesländer mit dem Entwicklungstempo der alten Bundesländer nicht mithalten: Während die Zahl der Erwerbstätigen zwischen 2005 und 2013 im Westen um acht Prozent anstieg, waren es im Osten mit Berlin nur rund drei Prozent.

Auch beim Einkommen und Vermögen gibt es laut Studie immer noch große Unterschiede: So verdienen Bürger im Osten des Landes mit durchschnittlich rund 2800 Euro nur etwa drei Viertel dessen, was Westdeutsche verdienen. Immobilien sind in den neuen Bundesländern nach Angaben der Wissenschaftler im Schnitt nur halb so viel Wert wie die im Westen."

Und das wundert auch alle, an statt sich gründlich zu fragen, warum:

"Haltung zur Zuwanderung spaltet das Land

Bei der Zuwanderung ist Deutschland nach Angaben der Wissenschaftler ebenfalls gespalten - und die Unterschiede würden sogar größer. Die Integrationsbereitschaft werde im Osten geringer eingestuft, rechtsextreme Meinungen kämen dort öfter vor. Habe sich die Willkommenskultur beider Landesteile 2012 kaum unterschieden, sage heute nur jeder zweite Ostdeutsche, Zuwanderer seien willkommen. Im Westen seien es zwei Drittel."

Man fragt sich, ob das vielleicht auch damitzu tun hat, wer da im Westen befragt wurde und im Osten eben nicht befragt werden kann. Oder ob man die Erfahrungen und die kärgere Lebensweise der Ossis berücksichtigt. Die haben viel ertragen und lassen müssen und t. w. wenig Hilfe erfahren (von neuen Straßen kann man nicht leben oder sich etwas leisten), und keiner rief, deren Abschlüsse, die aus einem Bildungssystem in der DDR stammen, das sogar anderen Ländern weit voraus war - und keine anderen Grundlagen, als das westdeutsche z. B. Unisystem, hatten). Vermutlich will es keiner so genau wissen...

Aus: http://www.tagesschau.de/inland/ost-west-studie-101.html

Aich bei YT zu sehen sind diese Filme, in denen es von verweichlichten Deutschen (Kartoffeln), irren Ausländern und Türkenmamas geht: https://de.wikipedia.org/wiki/Dei_Mudder_sei_Gesicht

Der erste ist noch ziemlich sehr trashig, aber gleichwohl interessant erzählt und gemacht (da ist eindeutig Talent dahinter, denn man muss das erst einmal so erzählen können - sieht nur einfach aus, und viele Große haben so angefangen).

Der Zweite ist sehr zu empfehlen:
so z. B. "Deutsche Mädchen, die hoffen, ausländische Jungs kennenzulernen" usw. Hat schon Kinoqualität: https://www.youtube.com/watch?v=a7KN3ENBj8Yhttps://www.youtube.com/watch?v=a7KN3ENBj8Y (das sind Karikaturen von allen dort, wie von den Schwaben, unserer Jungend, den Türkentanten, den Beamten, den Kulturbereicherern - Humor wird allen abverlangt - und immerhin gezeigt, was sonst verschwiegen wird.)

Der Dritte ist auch sehenswert: https://www.youtube.com/watch?v=ERPe99VjW4g

Soetwas wäre im Osten subversiv genannt worden. Und ist es auch.

Bitte nicht von den Trashelementen und den Anzüglichkeiten blenden lassen.

Auf jeden Fall kann oft sehr darüber lachen.

Viele freundliche Grüße

azur


* in Mudder-Filmen auch "Syrier!", lange, ehe es dort richtig losging. Schauung, https://de.wikipedia.org/wiki/Koinzidenz [[zwinker]] [[freude]]?

Es gibt noch mehr so freie Filmer, wie die erwähnten. Auch Hamburg hat da einige, und Berlin. Für Filmschaffende immer inspirierend.

PS: Auch so ein soziologische "Wunder":

http://www.tagesschau.de/inland/betreuungsgeld-141.html

das war ja nie zu erwarten: "Die Kritik am Betreuungsgeld entzündet sich vor allem an zwei Punkten: Zum einen würden bildungsferne Eltern oder Familien mit Migrationshintergrund abgehalten, ihre Kleinkinder in die Kita zu schicken.

Zudem kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Betreuungsgeld sich für Familien als besonders attraktiv erweise, die eine geringe Erwerbsbeteiligung aufweisen, eher als bildungsfern beschrieben werden können und einen Migrationshintergrund hätten. Je höher das Bildungsniveau einer Familie ist, desto geringer erscheint der monetäre Anreiz des Betreuungsgeldes, so ein Ergebnis der Studie. Jede vierte Familie mit Migrationshintergrund gab an, sich wegen des Betreuungsgeldes keine außerhäusliche Betreuung zu wünschen. Bei den Familien ohne Migrationshintergrund war das nur etwas mehr als jede zehnte."

Im 2. Teil der Mudderfilme, kommt ein Türke frisch aus Anatolien und meint jede Frau sofort auf das deutsche Kindergeld ansprechen zu müssen. Geld einfach so für das Machen eines Kindes: Das Paradies...

(Im 3. Teil wird der Umgang mit den "Kartoffeln" auf dem Schulhof gezeigt. Kenne einige aus der Gegend, wo die Filme entstanden. Das ist wirklich so gewesen, auch in Bus und Bahn.)

--
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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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