Normalitäten aus Absurdistan – Geheimnisverrat in der DDR 2.0

nereus @, Montag, 20.07.2015, 16:24 vor 3839 Tagen 3602 Views

Bei Radio Utopie gibt es einen lesenswerten Artikel zum Thema NSA-Spionage.

Kurz zum Sachverhalt: Der Obmann der größten Fraktion im Untersuchungsausschusses des Parlaments der Republik, dem Bundestag, welcher die Aktivitäten des „Auslandsnachrichtendienstes“ nicht zuletzt im Inneren eben zu untersuchen hat, wird von genau dem Spionagedienst bespitzelt den er und sein Ausschuss untersuchen sollen. Darüber wird Roderich Kiesewetter im Oktober 2014 durch einen Agent des Bundesnachrichtendienstes in Kenntnis gesetzt. Kiesewetter tritt daraufhin im Januar 2015 als Obmann der C.D.U./C.S.U.-Bundestagsfraktion im 1. Untersuchungsausschuss (B.N.D.-N.S.A.-Untersuchungsausschuss) zurück.

Quelle: https://www.radio-utopie.de/2015/07/20/affaere-um-bundesnachrichtendienst-der-erste-ech...

Der BND Mitarbeiter macht etwas, was man nach Lage der Dinge erwarten könnte, und wird einer seiner ureigenen Aufgaben gerecht - der Abwehr von Ausspähung durch fremde Nachrichtendienste.
Der BND-Agent tat also seinen Job.
Der CDU-Obmann handelte konsequent und trat von seinem Posten zurück.
Man könnte daher meinen, es ist noch nicht alles verloren in diesem Staat, da sich zwei wichtige Beamte korrekt verhielten.

Wer das jedoch glaubt ist schrecklich naiv, denn er hat die LÜGENPRESSE und das hinter ihr existierende SYSTEM vergessen, welches wesentlich für die öffentliche Meinungsbildung ist.
Denn der BND-Agent ist ein Putin-Troll! [[hae]]

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach Informationen der "Welt" Anzeige gegen einen Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat gestellt. Der Mann soll im vergangenen Jahr den damaligen Obmann der Union im NSA-Untersuchungsausschuss, Roderich Kiesewetter, darüber informiert haben, dass in seinem Umfeld im Reservistenverband der Bundeswehr zwei sogenannte Beschaffungshelfer des BND tätig waren. Diese stellen ihre Postadresse für Nachrichtenübermittlung zur Verfügung.
..
Laut den Recherchen besteht sogar der Verdacht, dass der Mitarbeiter den Außenpolitiker im Auftrag eines russischen Nachrichtendienstes informiert haben könnte, um damit die Arbeit des Untersuchungsausschusses zu beeinflussen.

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article144208660/BND-zeigt-Mitarbeiter-wegen-Geh...

Der NSA bespitzelt also den Untersuchungssauschuß zur Aufklärung der NSA-Bespitzelung im Auftrag des Kreml.
Das ist jetzt nicht von Urban Priol oder Volker Pispers – das ist bundesrepublikanische Realität! [[euklid]]

So erhellen dann derartige Geistesblitze den politischen Nachthimmel von Berlin, wie z.B.

Der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses, Patrick Sensburg, zeigte sich offen dafür, dass das Gremium künftig nicht nur die Überwachung durch westliche, sondern auch durch russische Geheimdienste untersucht. "Man muss sehr gründlich überlegen, ob man den Untersuchungsauftrag des Ausschusses auf den russischen Auslandsgeheimdienst erweitert", sagte der CDU-Politiker der "Welt".
Hintergrund seien Hinweise zu den Veröffentlichungen von Edward Snowden, der ungeklärte Ursprung neuer Wikileaks-Enthüllungen sowie der Bericht zum Rücktritt von Kiesewetter. "Wir dürfen nicht ausschließen, dass unsere Arbeit durch Kampagnen aus Moskau beeinflusst werden soll", betonte Sensburg.

Recht so, Herr Sensburg.
Ausschließen kann man erst einmal gar nichts.
Das ist aber nicht das wirkliche Problem.
Das Problem ist, werter Herr Sensburg, daß ihr Ausschuß von den Typen überwacht wird, die sie eigentlich überprüfen sollten.
Und das einfach weg zu argumentieren und sich stattdessen auf Moskau einzuschießen ist schon mehr als starker Tobak! [[kotz]]

Da aber der BND eine Tochtergesellschaft der US-Geheimdienste ist und es offenbar dort Angestellte gibt, die von diesen Hintergründen nichts wissen, wird der Verdacht von Herrn Sensburg dann doch wieder schlüssig.
Die wenigen Beamten, die sich dem Wohl dieses Landes verpflichtet fühlen, sind Putin-Trolle und die, welche das Geschäft des Besatzers vollziehen sind ehrenwerte Leute.

Man hatte sogar schon länger einen Verdacht gegen den angeblichen Russen-Spitzel, der nachfolgend Z. genannt wird.

Der russische Geheimdienst SWR versuchte daraufhin, Z. anzuwerben. Ein Mitarbeiter aus dem russischen Generalkonsulat in Bonn – in Wahrheit wohl SWR-Offizier – nahm nach Informationen der "Welt am Sonntag" schließlich Kontakt auf. Man ging zusammen Mittag essen, telefonierte. Diese Kontaktversuche verliefen aber wohl im Sande. Erst als das Ehepaar Anschlag aufgrund von Hinweisen aus den USA aufgeflogen war, erkannte man beim BND das Problem.
..
Dennoch war er fortan ein Fall für die sogenannte Eigensicherung des Geheimdienstes. Die streng geheime Einheit des Dienstes kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein deutscher Agent in den Verdacht gerät, für einen fremden Geheimdienst zu spionieren. Dann beginnt eine heikle Aufgabe: die eigenen Mitarbeiter beobachten, observieren, ausforschen – ohne dabei aufzufallen.
Bei Z. schaute man nun ganz genau hin, mit wem er sich traf und austauschte. Die Hinweise, wonach der Mann ein Doppelspion Russlands sein könnte, erhärteten sich offenbar. Nur so ist zu erklären, dass der BND schließlich eine sogenannte G-10-Maßnahme beantragte.
Z.s komplette Kommunikation wurde überwacht, was die zuständige Kommission des Bundestags nur in ganz wenigen Fällen zulässt. Doch so sicher man sich zuvor offenbar war – Beweise fanden sich nicht. Es blieb beim Verdacht, der sich nicht weiter erhärten ließ. Z. versuchte daraufhin, in der privaten Wirtschaft unterzukommen, unter anderem bei Axel Springer ("Bild", "Welt", N24). Doch die Versuche blieben erfolglos.
Z. arbeitet bis heute beim BND. [[zigarre]]

Quelle: wie zuvor

Ob an den Vorwürfen etwas dran ist – wer weiß.
Möglicherweise ist es auch eine Räuberpistole aus dem Medien-Bordell, denn wenn der Höchstverdächtige bis heute beim BND tätig ist, dann kann der Verdacht so gravierend nun auch wieder nicht gewesen sein.

Nun hat dieser "dubiose" Mann dem Land einen Dienst erwiesen, welches ihn hauptamtlich bezahlt und dafür muß er wahrscheinlich in den Knast.

mfG
nereus

Verfassungsschutz kennt die Tricks: "„Der Osten frisierte solches Material und lancierte es zur Desinformation in den Westen.

Tünnes @, Montag, 20.07.2015, 17:19 vor 3839 Tagen @ nereus 2504 Views

http://www.focus.de/politik/deutschland/berliner-justizkreise-generalbundesanwal-leitet...

"In der deutschen Spionageabwehr gibt es zunehmend Zweifel an der Authentizi­tät der über Wikileaks veröffentlichen angeblichen NSA-Dokumente. Ein hoher Verfassungsschützer gibt zu bedenken, dass Russlands Geheimdienst womöglich direkten Zugriff auf die Dossiers von Edward Snowden hatte, der sich in Moskau aufhält.
„Wir kennen diese Tricks aus dem Kalten Krieg“, sagte der Topbeamte. „Der Osten frisierte solches Material und lancierte es zur Desinformation in den Westen. Dort waren dann alle ganz aufgeregt
.“

Darauf fallen wir nicht nochmal rein, Erfahrung macht schliesslich kluch.[[top]]
[[la-ola]]

Und unser topfit und geistig immer anwesend wirkende Generalbundesanwalt Range
sieht es wohl ähnlich (und es gibt ja auch gar keine Beweise)[[freude]] :

"Generalbundesanwalt Harald Range, 67, will nach der Veröffentlichung neuer Abhördossiersder National Security Agency (NSA) keine weiteren Ermittlungen gegen den US-Militärgeheimdienst einleiten. Dies erfuhr FOCUS aus Berliner Justizkreisen.
...
Ein Ermittler der obersten Karlsruher Anklagebehörde dämpft nun die Erwartungen vieler Politiker auf ein Ermittlungsverfahren gegen die NSA: „Wir müssen eine Tat belegen können. Allein Zahlenkolonnen und Telefonnummern der Kanzlerin, einiger Minister und Staatssekretäre reichen bei weitem nicht aus“, sagte der Fahnder dem FOCUS.

Die Zusammenfassung eines angeblich belauschten Gesprächs von Kanzlerin Angela Merkel könne man auch nach der Lektüre einer guten Tageszeitung schreiben, so der Karlsruher Agentenjäger. „Wir bräuchten zum Beispiel richtige Abhörprotokolle der NSA. Originale, keine Kopien. Am besten mit den Namen der verantwortlichen Geheimdienst-Offiziere. All das haben wir aber in diesem Fall nicht.“"

Gruß.

die Kommentare sprechen für sich

nereus @, Dienstag, 21.07.2015, 08:09 vor 3838 Tagen @ Tünnes 2072 Views

Hallo Tünnes!

Die Feigheit des Generalbundesanwalts ließe sich ggf. noch erklären – siehe den bis heute ungeklärten Mord an Siegfried Buback.
Wer nicht mitspielt wird einfach kalt gemacht und der Mörder wir nie ermittelt.

Andererseits, Anwalt ist nicht gerade der schlecht bezahlteste Beruf und mit ein wenig Ehrgefühl im Leib könnte man den Krempel als „General“ hinschmeißen und sagen: Ich will nicht mehr oder sich anderweitig „ausmustern“ lassen.

Um als Marionette zu dienen, muß man auch gerne an den Strippen hängen wollen und wenn es nur aus reiner und aufrichtiger Liebe zum Geld ist. [[sauer]]

Das Affentheater wird natürlich entsprechend kommentiert:

Man muss schon sehr naiv sein, wenn man annimmt den Skandal ohne Anhörung der Schlüsselfigur zu Ende bringen zu können. Herr Snowden sollte schon allein aus dem Grund geladen werden, um Washington ein Signal der Souveränität zu senden. Die Union kann bei ihrer derzeitigen Verhaltensweise weder ernst genommen, noch verstanden werden. Umso wichtiger wird die Rolle der leider viel zu schwachen Opposition sein.

oder

Eine Schande, dass der Generalbundesanwalt nur dann tätig werden kann, wenn die NSA ihn die Beweise frei Haus auf den Schreibtisch liefert. Er wird ja auch nicht tätig, wenn Meineid-Politiker ihren Amtseid brechen. Das ist offenbar für die Justiz normal.

und

Eine der größten politischen Fehleinschätzungen diese Jahrhunderts sehe ich darin, dass Herr Pofalla die NSA Affäre im vergangenen Jahr mir nichts, dir nichts einfach für beendet erklärten wollte, denn die Diskussion um Datenmissbrauch und Datenschutz hat gerade erst begonnen. Das nächste Kuriosum besteht darin, dass Generalbundesanwalt Range die Ermittlungen wegen Spionage eingestellt hat. Anscheinend habe ich da was verpasst, da die NSA das Abhören des Kanzlerinnen-Handys nicht abstreitet.

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/berliner-justizkreise-generalbundesanwal-leitet...

Mein Fazit zu den Kommentaren:

Durch die Ladung von Snowden könnte so manches erhellt werden.
Man will aber nicht, weil sonst das gesamte Kasperle-Theater „Deutschland“ einstürzen könnte.

Der Verbrecher hat die Beweise zu liefern, wenn er strafverfolgt werden soll.
Das ist zumindest mal eine interessante Variante der NWO-Rechtsprechung.

Wie hatte Obama das Merkel-Handy-Problem umschifft?

„Ich habe den Geheimdiensten klargemacht, dass wir die Kommunikation von Regierungs- und Staatschefs nicht überwachen – es sei denn, es geht um unsere nationale Sicherheit ... Aber ich will auch klar sagen: Unsere Geheimdienste werden weiterhin Informationen über die Absichten von Regierungen weltweit sammeln.“

Quelle: http://www.bild.de/politik/ausland/barack-obama/was-bedeutet-die-obama-rede-fuer-das-ha...

Derartige Rabulistik sollte eigentlich im Deutsch-Unterricht an den Schulen diskutiert werden.
Wir hören niemand ab, aber wir tun es trotzdem.

Was will uns der Überbringer solcher Nachrichten eigentlich sagen?
Ihr seid die absoluten Schnarchnasen bzw. Volldeppen und ab und zu muß Euch das auch mal ganz offen gesagt werden. [[sauer]]

Man könnte es aber auch ein ganz klein wenig positiv sehen.
Die Vasallen-Treue der Regierigen ist nur eine Illusion und nicht verläßlich.
Die SED hatte ähnliche Probleme. [[freude]]

mfG
nereus

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