Der deutsche Umgang mit der Griechenland-Krise / Frage

Leserzuschrift @, Mittwoch, 15.07.2015, 21:20 vor 3840 Tagen 4286 Views

Ich hätte eine Frage an das Forum:

Der deutsche Umgang mit der Griechenland-Krise hat weltweite Proteste hervorgerufen, Deutschlands Ruf ist mieser denn je.

Gleichzeitig scheint niemand zu glauben, dass das 3. Hilfspaket mehr bewirkt als die voran gegangenen.

Und wenn man annimmt, dass am Ende eh alles in der Überschuldung crasht, weshalb griechenlandisiert Deutschland jetzt nicht?

Hemmungslose Verschuldung, aber intelligent, massenweise Investition in
Infrastruktur und Bildung etc.

Wenn alles crasht, hätte Deutschland für den Neustart die besseren Strassen und die modernere Industrie.

So sparen wir, halten die Löhne knapp und sind für die anderen doch wieder nur die Nazis.

Beste Grüße,
P.

Follow the money

Martino @, Mittwoch, 15.07.2015, 21:47 vor 3840 Tagen @ Leserzuschrift 3802 Views

Hemmungslose Verschuldung, aber intelligent, massenweise Investition in
Infrastruktur und Bildung etc.

Weil die wichtigen Leute, also jene die nicht gewählt wurden, aber was zu entscheiden haben, davon nur Ärger hätten.

1.) Bildung: Wer will schon gebildete Bürger die doofe Fragen stellen und womöglich noch die Reallohnentwicklung mit dem Produktivitätszuwachs vergleichen können oder womöglich noch sich Gedanken um den Debitismus machen.

2.) Es herrscht Anlage-Notstand. Wenn der Staat endlich wieder knapp bei Kasse ist, kann man wieder privatisieren lassen (privare) und (Blackrock usw.) kann billig einkaufen.

3.) Wer will schon in einem Land "Arbeitsplätze" schaffen, wo alle blöde Forderungen stellen weil es Dank Konjunktur-Massnahmen einen starken Binnenmarkt gibt. Die wollen dann womöglich mehr Geld. Besser nicht. Der BDI mag lieber fleissige Hamsterradbesucher die unter Druck stehen (Abstiegsängste) und eingewanderte Fachkräfte die die Klappe halten.

So sparen wir, halten die Löhne knapp und sind für die anderen doch
wieder nur die Nazis.

Jeder findet seinen Platz im Leben, auch wir Deutschen [[sauer]]

Saluti
Martino

Bei der Rettung ging es Merkel nicht um Griechenland

Brendan @, Donnerstag, 16.07.2015, 08:24 vor 3840 Tagen @ Leserzuschrift 3378 Views

Gleichzeitig scheint niemand zu glauben, dass das 3. Hilfspaket mehr
bewirkt als die voran gegangenen.

Und wenn man annimmt, dass am Ende eh alles in der Überschuldung crasht,
weshalb griechenlandisiert Deutschland jetzt nicht?

Merkel und Schäuble ging es bei der "Rettung" Griechenlands vergangenen Montag und dem Halten (oder besser gesagt: der Geiselnahme) des selbigen, nicht um die Rettung Griechenlands.
Tatsächlich dient das dritte Rettungspaket der Rettung deutscher Banken, bei denen Griechenland Schulden hat.
Allen voran die allseits beliebte Deutsche Bank, die sich - sollten manche unabhängige Experten Recht behalten - jederzeit zur zweiten Lehman Brothers entwickeln kann.
In dem Fall wären wir dann Griechenland und dann können sich unsere Politiker nicht mehr wie 2002 um die Regeln drücken.

So sparen wir, halten die Löhne knapp und sind für die anderen doch
wieder nur die Nazis.

Das System mit dem Wettbewerbsvorteil dank Niedriglöhnen funktioniert aber nur in einer gemeinsamen Währung wie dem Euro.
Hätten wir wieder nationale Währungen - z.B. nach einem möglichen Euro-Crash - wäre der Wettbewerbsvorteil dahin, weil die anderen Nationen ihre eigenen Währungen abwerten können.
Außerdem gehen siebizig Prozent der deutschen Exporte in den EU-Binnenmarkt.
Für die BRD sind die EU und der Euro also absolut lebensnotwendig.

Ich hoffe ich konnte damit etwas weiterhelfen.

Adio,
Brendan

--
Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.

Abraham Lincoln

Nix Soli. "Transferabgabe".

sensortimecom ⌂ @, Donnerstag, 16.07.2015, 10:23 vor 3840 Tagen @ Leserzuschrift 2807 Views

Zunächst 8%, später steigend gegen 15, 25 oder 40%, wenn nach GR auch IT, SP, oder FR "anklopft".
Man könnte es auch "Überproduktivitätsstrafsteuer" bezeichnen <img src=" />

Tja die Massenmedien in ganz Europa haben da ganze Arbeit geleistet und leisten sie noch (Ukraine)

Leser68 @, Donnerstag, 16.07.2015, 10:51 vor 3840 Tagen @ Leserzuschrift 2637 Views

Deswegen: Boykott jedes Druckerzeugnisses (egal ob Boulevard-Blatt oder Sportmagazin), das jetzt noch z.B. von der Annexion der Krim schreibt oder sonstwie gegen Russland, Griechenland, Spanien oder ein anderes Land hetzt.

Gerettet wird immer nur das Imperium

Monterone @, Donnerstag, 16.07.2015, 11:10 vor 3840 Tagen @ Brendan 2581 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 16.07.2015, 11:18

Merkel und Schäuble ging es bei der "Rettung" Griechenlands vergangenen
Montag und dem Halten (oder besser gesagt: der Geiselnahme) des selbigen,
nicht um die Rettung Griechenlands.
Tatsächlich dient das dritte Rettungspaket der Rettung deutscher Banken,
bei denen Griechenland Schulden hat.
Allen voran die allseits beliebte Deutsche Bank, die sich - sollten manche
unabhängige Experten Recht behalten - jederzeit zur zweiten Lehman
Brothers entwickeln kann.

Wie wahrscheinlich ist es, daß unsere Todfeinde Soros und Obama laufend intervenieren, um deutsche Banken zu retten?

Ich denke, das kann man ausschließen. Falls diese beiden Figuren tätig werden, dann nur, um uns eine nach der anderen reinzuwürgen, so lange, bis wir daran krepieren.

Obama und Soros werden aktiv, wenn es um Rothschild, Goldman Sachs, Lazard, UBS-Warburg und sie selbst geht, die Macht des Imperiums, aber sicher nicht, um etwas Deutsches, und sei es eine Bank, aus selbstfabrizierten Schwierigkeiten herauszuziehen.

Unter diesem Blickwinkel versteht man die Griechenland-Rettung sehr viel besser.

Dort geht es ausschließlich um die Macht- und Geldinteressen von transatlantischem Imperium und Hochfinanz.

Dieser Sache dienen Merkel, Schäuble, Bundesregierung und Bundestag mit ganzer Hingabe.

Das hat für die gesamte politische Klasse der BRD oberste Priorität. Darin sehen sie ihr erstes Gebot (*Du sollst keine fremden Götter neben mir haben*) und wichtigste Maxime.

Was sich rechts und links der großen Linie abspielt, kann man vernachlässigen. Sicher trifft es mal die einen mehr, mal die anderen, Verlierer ist aber in jedem Fall und unter allen Umständen das Volk, die Deutschen am meisten.

Dieses simple Schema angewendet, hat man keinerlei Problem mehr, sich auf das Affentheater einen Reim zu machen und seine verschiedenen Episoden richtig einzuordnen.

Monterone

Wer mit Laterne zum Martinsumzug hingeht ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 16.07.2015, 11:23 vor 3840 Tagen @ sensortimecom 2764 Views

Zunächst 8%, später steigend gegen 15, 25 oder 40%, wenn nach GR auch IT, SP, oder FR "anklopft".

... muss doch auch die Haelfte seines Mantels abgeben. Oder hab' ich da was falsch verstanden?

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Zu wachsender Staatsverschuldung ..

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 16.07.2015, 12:32 vor 3840 Tagen @ Leserzuschrift 2478 Views

wenn man annimmt, dass am Ende eh alles in der Überschuldung crasht, weshalb griechenlandisiert Deutschland jetzt nicht? Hemmungslose Verschuldung, aber intelligent, massenweise Investition in Infrastruktur und Bildung etc.. Wenn alles crasht, hätte Deutschland für den Neustart die besseren Strassen und die modernere Industrie.

Das funktioniert nicht .. siehe Japan (und anderswo) mit seiner Staatsverschuldung von 230% des BIP (.. in DE ca. 75%) und seiner chronischen Stagnation:
http://www.laenderdaten.de/wirtschaft/staatsverschuldung.aspx

Viele Rentner dort gehen im Winter klauen, weil es im Knast warm ist, Gesprächspartner und genug zu essen gibt.

Wir leben in einem durch und durch korrupten System. Wachsende Staatsverschuldung führt einerseits zur Selbstbedienung der Volkszertreter, ihrer Parteien und ihrer Gönner sowie andererseits zu wachsenden privaten Geldvermögen in wenigen Händen, die den Weg zurück zum Staat (via Steuerabgaben) partout nicht gehen wollen. Diese Geldvermögen kaufen sich wiederum die Politik (Politiker und Parteien), die sie benötigen, um weiter überproportional wachsen zu können. Die Gekauften bekommen dafür ihre Machterhaltung und Machtzuwachs.
Somit besteht hier eine positive Rückkopplung (Filz) zwischen der politischen und der wirtschaftlichen Macht (Machtzuwachs) Weniger, die zur Verarmung und Entmachtung eines immer größeren Teils der Bevölkerung und damit zur wirtschaftlichen Stagnation bis zum Crash führen muss .. ganz egal, wie viel Infrastruktur dabei entsteht. Diese wird beim Crash meistens zerstört oder vergammelt. Beispiele dafür gibt noch und nöcher.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Staatsverschuldung darf nicht stärker wachsen (in %) als das BIP .. ausgenommen die ersten 2-3 Jahre nach einem Reset der VoWi. Alles andere muss zum Systemcrash führen.

Mit Gruß, Beo2

Staatsschuld stoppen

Rybezahl, Donnerstag, 16.07.2015, 13:29 vor 3840 Tagen @ Beo2 2293 Views

Langer Rede kurzer Sinn: Die Staatsverschuldung darf nicht stärker
wachsen (in %) als das BIP
.. ausgenommen die ersten 2-3 Jahre nach
einem Reset der VoWi. Alles andere muss zum Systemcrash führen.

Aber wie nur?

Finanziert sich der Staat aus Steuereinnahmen, so gilt (Idealfall):

Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben
= Staatseinnahmen < Staatsausgaben

Und weiter:

Vermögen des Bürgers (t1) - Steuern + Staatsausgaben = Vermögen des Bürgers (t2)
= Vermögen (t1) < Vermögen (t2)

Daraus folgt:

Entweder müssen die Steuern immer weiter erhöht werden (Steuern = BIP), oder der Staat muss mit immer weniger Steuereinnahmen rechnen. In beiden Fällen ist die letzte Konsequenz die Auflösung des Staates.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Staatsschuld gestoppt ..

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 16.07.2015, 15:10 vor 3840 Tagen @ Rybezahl 2176 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 16.07.2015, 15:44

Langer Rede kurzer Sinn: Die Staatsverschuldung darf nicht stärker wachsen (in %) als das BIP .. ausgenommen die ersten 2-3 Jahre nach einem Reset der VoWi. Alles andere muss zum Systemcrash führen.

Aber wie nur?

Indem man eine Schuldenbremse in die Verfassung schreibt. Sie sollte nicht mehr als 50 % des BIP betragen. Änderung nur per Bürgerentscheid möglich.
D̶a̶s̶ Dass dies völlig ausreicht, lässt sich empirisch in diversen westlichen Ländern recherchieren.

Finanziert sich der Staat aus Steuereinnahmen, so gilt (Idealfall):
Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben

Daraus folgt:

Staatseinnahmen < Staatsausgaben

Großer Unsinn deinerseits, nicht nur rein mathematisch. Richtig ist:

Die Staatseinnahmen müssen logischerweise größer sein als deine "Staatsausgaben", falls noch so etwas wie "Eigenfinanzierung" analytisch unterschieden und finanziert werden soll.

Allerdings gilt auch hierfür: "Eigenfinanzierung" = Staatsausgaben .. weil der Staat ja kein Geld einbehält.

Ein jeder Staat kann sich vollständig aus Steuereinnahmen REfinanzieren. Die Staatsschuld hat grundsätzlich nur der VORfinanzierung zu dienen.

Gruß, Beo2

Gestoppt?

Rybezahl, Donnerstag, 16.07.2015, 15:43 vor 3839 Tagen @ Beo2 2071 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 16.07.2015, 15:49

Langer Rede kurzer Sinn: Die Staatsverschuldung darf nicht stärker

wachsen (in %) als das BIP[/b] .. ausgenommen die ersten 2-3 Jahre nach
einem Reset der VoWi. Alles andere muss zum Systemcrash führen.

Aber wie nur?


Indem man eine Schuldenbremse in die Verfassung schreibt. Sie sollte nicht
mehr als 50% des BIP betragen. Änderung nur per Bürgerentscheid möglich.

Das dies völlig ausreicht, lässt sich empirisch in diversen westlichen
Ländern recherchieren.

Ja, ich bin schon gespannt, was sich die Bundesregierung einfallen lassen wird, um die Schuldenbremse zu umgehen. Das wird lustig.

Finanziert sich der Staat aus Steuereinnahmen, so gilt (Idealfall):
Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben


Daraus folgt:

Staatseinnahmen < Staatsausgaben


Großer Unsinn deinerseits, nicht nur rein mathematisch. Richtig ist:

Die Staatseinnahmen müssen logischerweise größer sein als deine
"Staatsausgaben", falls noch so etwas wie "Eigenfinanzierung" analytisch
unterschieden und finanziert werden soll
.

Allerdings gilt auch hierfür: "Eigenfinanzierung" = Staatsausgaben
.. weil der Staat ja kein Geld einbehält.

Nicht? Und was stellt der gewöhnliche Soldat oder Beamte so alles her?
Richtig: Nichts. Er konsumiert zwar, verursacht aber auch Kosten, die durch nichts "gedeckt" sind außer durch Steuereinnahmen.
Also: Staatseinnahmen < Staatsausgaben

Der ganze bürokratische Apparat des Staates ist die unwirtschaftlichste Firma, die man sich vorstellen kann.

Ein jeder Staat kann sich vollständig aus Steuereinnahmen
REfinanzieren. Die Staatsschuld hat grundsätzlich nur der VORfinanzierung
zu dienen.

Ja, und deshalb gilt:
Staatseinnahmen < Staatsausgaben

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Soldaten und Beamte sind das Wirtschaftlichste, was es gibt

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 16.07.2015, 17:34 vor 3839 Tagen @ Rybezahl 2057 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 16.07.2015, 17:48

Sie sind in der Lage, den größten Brocken des BIP zu erwirtschaften (abzugreifen) und können viele tausend Jahre Erfolgsgeschichte nachweisen ... [[top]]

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Danke, war ein Flüchtigkeitsfehler (wg. Eile)! (oT)

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 16.07.2015, 18:59 vor 3839 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 1860 Views

- kein Text -

Ja, gestoppt.

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 16.07.2015, 19:51 vor 3839 Tagen @ Rybezahl 1947 Views

Indem man eine Schuldenbremse in die Verfassung schreibt. Sie sollte nicht mehr als 50% des BIP betragen. Änderung nur per Bürgerentscheid möglich. Das dies völlig ausreicht, lässt sich empirisch in diversen westlichen Ländern recherchieren.

Ja, ich bin schon gespannt, was sich die Bundesregierung einfallen lassen wird, um die Schuldenbremse zu umgehen. Das wird lustig.

Ich auch. Klar, es wird viel zum Lachen geben .. vor allem, wenn sie sich dabei so anstellen wie Du in diesem Thread.

Die Staatseinnahmen müssen logischerweise größer sein als deine "Staatsausgaben", falls noch so etwas wie "Eigenfinanzierung" analytisch unterschieden und finanziert werden soll.
Allerdings gilt auch hierfür: "Eigenfinanzierung" = Staatsausgaben .. weil der Staat ja kein Geld einbehält.

Nicht? Und was stellt der gewöhnliche Soldat oder Beamte so alles her?

Der Beamte kauft Leistungen privater Lieferanten ein und wandelt diese in Leistungen des Staates um, die es Dir ermöglichen, privat zu wirtschaften und monetäre Einnahmen zu erzielen. Der Staat stellt dafür die rechtlichen, logistischen und materiellen Rahmenbedingungen her, beschützt dein Eigentum usw..

Richtig: Nichts. Er konsumiert zwar, verursacht aber auch Kosten, die durch nichts "gedeckt" sind außer durch Steuereinnahmen.

Falsch. Jeder Beamte, sofern er verfassungsgemäß eingesetzt wird, stellt die Rahmenbedingungen für die private Wirtschaft her, ohne die kein Wirtschaften, wie wir es kennen, möglich wäre. Ohne den Staat herrschte das pure Faustrecht. Du könntest z.B. ohne Privatarmee keinerlei Eigentum (Eigenkapital) akkumulieren.

Also: Staatseinnahmen < Staatsausgaben

Nochmals etwas Algebra extra für Dich ...

WENN (deine These) gilt:
Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben

DANN gilt auch:
Steuereinnahmen = Eigenfinanzierung + Staatsausgaben

Woraus folgt, dass:

Steuereinnahmen > Staatsausgaben (wenn 'Eigenfinanzierung > 0')

Der ganze bürokratische Apparat des Staates ist die unwirtschaftlichste Firma, die man sich vorstellen kann.

Das ist sinnfreie Demagogie, was Du hier verzapfst.

Der Staat ist seinem Wesen nach weder eine Firma noch ein Wirtschaftsunternehmen, sondern der Gesetzgeber und der Erzwinger gesetzeskonformen Verhaltens aller Bürger. Ein wirklich demokratischer Staat bist Du und ich. Da sollten wir endlich hinkommen.

Mit Gruß, Beo2

Wo gestoppt?

Rybezahl, Freitag, 17.07.2015, 01:49 vor 3839 Tagen @ Beo2 1739 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 17.07.2015, 02:18

Leider gehen die anderen Antworten nicht auf mein Schreiben ein, also nur dies:

Also: Staatseinnahmen < Staatsausgaben


Nochmals etwas Algebra extra für Dich ...

WENN (deine These) gilt:
Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben

DANN gilt auch:
Steuereinnahmen = Eigenfinanzierung + Staatsausgaben

Häh? Dreht man meine Gleichung um, dann heißt es:
Staatsausgaben = Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung.

Woraus folgt, dass:

Steuereinnahmen > Staatsausgaben (wenn 'Eigenfinanzierung > 0')

Also doch lieber Schulden machen?

Der ganze bürokratische Apparat des Staates ist die unwirtschaftlichste

Firma, die man sich vorstellen kann.

Das ist sinnfreie Demagogie, was Du hier verzapfst.

Aha. Ich finde es pervers von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu sprechen, wenn man gerade dabei ist, große Teile der Bevölkerung ins Elend zu stürzen.

Eigentlich ist es recht simpel, was ich sage. Würde der Staat sich selbst erhalten können, gäbe es überhaupt kein Problem. Der Staat nimmt dann eben 20% vom BIP und verteilt es so, wie es ihm beliebt.
Das ist aber nicht der Fall. Er kann sich nicht selbst erhalten, sondern muss von den Steuern leben. Hinzu kommen Zinsen für die (wenn auch geringen) Schulden. Und den Rest der Steuereinnahmen investiert der Staat wie jedes gewöhnliche Unternehmen - zum Beispiel in Autobahnen.

So erzeugt dein "Fast-Ohne-Schulden"-Staat nebenbei einen zusätzlichen Schuldendruck in der freien Wirtschaft, denn diese Unternehmen mussten ja einen Kredit nehmen, dein Modell-Staat hingegen bedient sich an diesen Krediten nur.
Und eben dieses Geld, das sich der Staat nimmt, das fehlt* dann in der freien Wirtschaft zur Bedienung der Kredite. Die Investitionen der freien Wirtschaft müssen sinken.
Das hat, wie ich schon schrieb, zur Folge, dass dieser Modell-Staat entweder die Steuern immer weiter erhöhen, oder mit stetig sinkenden Steuereinnahmen rechnen muss.
Alternativ muss sich ein Unternehmer finden, der die Rolle des heute real existierenden Staates übernimmt.

* Es fehlt natürlich nicht, zumindest nicht im Sinne von "zu nichts geworden".

Gruß vom
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Korrektur

Rybezahl, Freitag, 17.07.2015, 07:46 vor 3839 Tagen @ Beo2 1652 Views

Also: Staatseinnahmen < Staatsausgaben


Nochmals etwas Algebra extra für Dich ...

WENN (deine These) gilt:
Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben

DANN gilt auch:
Steuereinnahmen = Eigenfinanzierung + Staatsausgaben

Woraus folgt, dass:

Steuereinnahmen > Staatsausgaben (wenn 'Eigenfinanzierung > 0')

Entschuldigung, da habe ich nicht richtig gelesen bei meiner letzten Antwort. Ich hoffe aber, es mit dieser klarer geworden, was ich meinte.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

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