Die Griechenland-Farce :-(

Mr.Dux @, Dienstag, 14.07.2015, 07:32 vor 3842 Tagen 7039 Views

Die Griechenland-Farce - Eine Blaupause für den Zustand Europas

Jedes weitere Wort über die Griechenland-Krise oder jede weitere EU-Krise, die durchs Dorf getrieben wird, ist mehr und mehr ein Wort zu viel. Mittlerweile sollte auch der Dümmste begriffen haben, dass wir alle nur Spielbälle der Mächtigen sind und Tag für Tag verarscht werden. Und das Beste daran, die wissen auch genau, dass die Menschen so leichtgläubig sind und können deshalb immer so weiter machen, weil das Volk im allgemeinen dumm ist und klein gehalten werden möchte. Die Menschheit ist einfach nicht reif für ein neues System. Jedes angeblich neue zukünftige System wird immer wieder von den gleichen Drahtziehern im Hintergrund erschaffen werden und hat letztlich zum Ziel, das Volk zu knechten und klein zu halten. Das Verrückte daran ist wirklich, dass das Volk so ziemlich jede Schweinerei durchgehen lässt und beim nächsten Mal wieder brav an der Wahlurne rennt und sich mit gefälschten Wahlergebnissen abspeisen lässt.

Wenn Wahlen irgend etwas verändern würden, dann wären Sie schon längst verboten. (Walter Stege)

Demnach ist meine Meinung zur Griechenland-Krise: Alles ist möglich, lange genug hat man das Volk in allen Ländern ja nun weich gekocht und der gesunde Menschenverstand muss doch begreifen, dass uns die Schulden weltweit über den Kopf wachsen und zum generellen Systemproblem werden. Letztlich bleibt nur ein weltweiter Schuldenschnitt mit Rasur aller Schafe und deren Sparvermögen. Die Bürger der reichen Länder trifft es demnach am härtesten und die oberen Zehntausend haben dabei ihre Schäfchen alle im trockenen und schauen dem wilden Treiben der aufgebrachten Massen mit Aufheiterung zu. Nur einige wenige der oberen werden bluten müssen, sozusagen als Sündenböcke. Und nach dem Neustart geht dann der Ausverkauf der Schafe weiter. Die Reichen werden noch reicher und die Armen immer ärmer. Nun ja, die Schafe bleiben eben Schafe, sonst macht es den Reichen doch keinen Spaß mehr.

Auf den Punkt gebracht, lange kann es bis zum Reset nicht mehr dauern, obwohl ich das ja eigentlich schon seit mehr als zehn Jahren denke, aber irgendwann müssen die Weltenlenker die Sache mit dem Systemreset endlich mal durchziehen. Und ich denke, die Blaupausen dafür liegen schon lange in den Schubladen und bald wird eins zum anderen führen. Doch leider kann niemand wirklich voraussehen, wann es soweit sein wird. Auch die Hartgeld-Seiten irren sich leider schon seit mehr als zehn Jahren. Vom Gefühl her kann ich nur erahnen, dass es eventuell noch dieses Jahr soweit sein könnte, es aber auch noch viel länger dauern kann, weil das Volk einfach noch nicht sturmreif geschossen worden ist. Aber sollte der Grexit wirklich doch noch in den nächsten Tagen oder Wochen beschlossen werden, dann könnten die Dominosteine sehr schnell im Umfallen Fahrt aufnehmen. Die anderen Südländer stehen doch schon in den Startlöchern.

Viele Grüße und harren wir der Dinge die da kommen ...

Mr.Dux

vielleicht gibt es hier ein paar Antworten

nereus @, Dienstag, 14.07.2015, 08:42 vor 3842 Tagen @ Mr.Dux 6576 Views

Interessantes Interview mit Yanis Varoufakis vor der Einigung zum 3. „Hilfspaket“

Beim Saker erschien eine Übersetzung eines aktuellen Interviews von newstatesman.com
(http://www.newstatesman.com/world-affairs/2015/07/yanis-varoufakis-full-transcript-our-battle-save-greece) zwischen Harry Lambert und dem Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis.

Daraus möchte ich ein paar interessante Stellen zitieren.

Varoufakis: Aber die Insider-Informationen, die man bekommt… seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt zu bekommen… Wenn die „Mächte, die sind“ („“powers that be“ ist im Englischen ein feststehender Begriff, A.d.Ü.) direkt zu einem sprechen, und es ist, wie man es befürchtet hat – diese Lage war schlimmer, als man sich vorgestellt hat! Also das war Spaß, einen Sitz in der ersten Reihe haben.

Lambert: Worauf beziehen Sie sich?

Varoufakis: Das völlig Fehlen diplomatischer Skrupel, auf Seiten der vermeintlichen Verteidiger der europäischen Demokratie. Das ziemlich klare Verständnis auf der anderen Seite, dass wir analytisch auf der selben Seite stehen – natürlich wird das jetzt nie herauskommen. [Und doch] wenn sehr mächtige Personen einem in die Augen schauen und sagen, „Sie haben Recht mit dem, was Sie sagen, aber wir werden Euch dennoch zerquetschen.“

Lambert: Sie haben gesagt, die Gläubiger hätten Sie abgelehnt, weil „ich es versuche und in der Eurogruppe von Wirtschaft rede, was niemand tut.“ Was passierte, als Sie es taten?

Varoufakis: Nicht, dass es nicht gut angekommen wäre – es gab schlicht eine völlige Weigerung, wirtschaftlich zu argumentieren. Völlig … Man bringt ein Argument vor, an dem man wirklich gearbeitet hat – um sicher zu sein, dass es logisch schlüssig ist – und dann schaut man in leere Gesichter. Es ist, als hätte man nichts gesagt. Was man sagt ist unabhängig von dem, was sie sagen. Man hätte ebenso gut die schwedische Nationalhymne singen können – das hätte die gleiche Antwort erhalten. Und das ist irritierend, für jemanden, der an akademische Debatten gewöhnt ist… Die andere Seite engagiert sich immer. Nun, da gab es gar kein Engagement. Es war noch nicht einmal Beleidigt sein, es war, als hätte niemand etwas gesagt.
..
Varoufakis: Aber Schäuble war durchweg stimmig. Seine Sicht war, „Ich diskutiere das Programm nicht – es wurde von der vorhergehenden Regierung akzeptiert, und wir können es unmöglich erlauben, dass Wahlen irgendetwas ändern. Denn wir haben die ganze Zeit Wahlen, es gibt 19 von uns, wenn immer bei einer Wahl sich etwas ändern würde, dann würden die Verträge zwischen uns nichts bedeuten.“
Also an diesem Punkt musste ich aufstehen und sagen, „Nun, vielleicht sollten wir einfach in den Schuldnerländern keine Wahlen mehr abhalten,“ und da gab es keine Antwort. Die einzige Deutung, die ich [ihrer Sicht] geben kann, ist, „Ja, das wäre eine gute Idee, aber schwierig umzusetzen. Also entweder Sie unterschreiben auf der gepunkteten Linie, oder Sie sind raus.“

..
Varoufakis: Sie müssen verstehen, ich hatte nie irgendetwas mit Merkel zu tun, Finanzminister reden mit Finanzministern, Premierminister reden mit Kanzlern. Nach meinem Verstehen war sie sehr anders. Sie versuchte, den Premier [Tsipras] zu besänftigen – sie sagte, „wir finden eine Lösung, machen Sie sich keine Sorgen, ich werde nicht zulassen, dass etwas Hässliches passiert, machen Sie nur ihre Hausaufgaben und arbeiten mit den Institutionen, arbeiten mit der Troika; da kann keine Sackgasse sein.“
Das ist nicht, was ich von meinem Gegenstück gehört habe – sowohl vom Leiter der Eurogruppe wie von Dr. Schäuble, sie waren sehr deutlich. An einem Punkt wurde mir einstimmig gesagt: „Das ist ein Pferd, und entweder Sie steigen jetzt auf, oder es ist tot.

Lambert: Wann genau war das?

Varoufakis: Am Anfang, gleich am Anfang. [Die erste Begegnung war Anfang Februar].

Lambert: Warum dann weiter herumtun bis in den Sommer?

Varoufakis: Nun, man hat keine Alternative. Unsere Regierung wurde mit dem Mandat, zu verhandeln, gewählt. Also war unser erster Auftrag, Raum und Zeit zu schaffen, um eine Verhandlung durchzuführen und zu einer anderen Übereinkunft zu kommen. Das war unser Auftrag – unser Auftrag war, zu verhandeln, nicht, uns mit unseren Gläubigern zu prügeln ..

Die Verhandlungen brauchten ewig, weil die andere Seite sich weigerte, zu verhandeln. Sie bestanden auf einer „umfassenden Übereinkunft“, was heißt, sie wollten über Alles reden. Meine Deutung ist, wenn man über Alles reden will, dann will man über Nichts reden. Aber wir haben mitgespielt.
..
Schauen Sie, mein Vorschlag von Anfang an war dieser: Dies ist ein Land, das auf Grund gelaufen ist, schon vor langer Zeit auf Grund gelaufen… Sicher müssen wir dieses Land reformieren – darüber waren wir uns einig. Weil Zeit bedeutend ist, und weil die Zentralbank während der Verhandlungen Druck auf die Liquidität ausübte [der griechischen Banken], um uns unter Druck zu setzen, damit wir unterliegen, war mein ständiger Vorschlag an die Troika sehr einfach: kommen wir über die drei oder vier wichtigen Reformen überein, über die wir übereinkommen können, wie das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und die sofort umsetzen. Und Sie nehmen die Liquiditätsbeschränkungen der EZB zurück. Sie wollen eine umfassende Übereinkunft – verhandeln wir weiter – und in der Zwischenzeit bringen wir die Reformen ins Parlament, bei denen wir uns einig sind.

Und sie sagten, „Nein, nein, nein, das muss eine umfassende Überprüfung sein. Nichts wird umgesetzt, wenn Sie es wagen, irgendwelche Gesetze auf den Weg zu bringen. Das wird als einseitige Handlung betrachtet werden, die sich feindselig gegen den Prozess richtet, zu einer Übereinkunft zu kommen.“
Und dann, einige Monate später, plaudern sie den Medien gegenüber aus, dass wir das Land nicht reformiert hätten, und dass wir Zeit vergeuden würden! Und so… [kichert] wurden wir in eine Falle gelockt, auf eine Weise, auf eine wichtige Weise.

Also zu dem Zeitpunkt, als die Liquidität fast völlig verschwand, und wir bankrott waren, oder fast bankrott, beim IWF, da brachten sie ihre Vorschläge ein, die völlig unmöglich waren… absolut nicht gangbar und giftig.
Also sie verzögerten, und dann kamen sie mit einer Art von Vorschlag, wie man ihn einer anderen Seite präsentiert, wenn man keine Übereinkunft will.

Lambert: Haben Sie versucht, mit den Regierungen der anderen Schuldnerländer zusammenzuarbeiten?

Varoufakis: Die Antwort ist Nein, und der Grund dafür ist sehr einfach: von Anfang an machten gerade diese Länder es sehr klar, dass sie die energischsten Feinde unserer Regierung waren, gleich von Anfang an. Und der Grund dafür war, dass unser Erfolg ihr schlimmster Alptraum war: hätten wir es geschafft, für Griechenland einen besseren Deal zu verhandeln, dann hätte das sie natürlich politisch erledigt, sie müssten ihrem eigenen Volk antworten, warum sie nicht so verhandelt hätten, wie wir das taten.

Varoufakis: Also wir haben eine nicht existierende Gruppe, die die größte Macht hat, das Leben der Europäer zu bestimmen. Sie ist niemand Rechenschaft schuldig, da sie juristisch nicht existiert; es werden keine Aufzeichnungen erstellt; und sie ist vertraulich. Also kein Bürger weiß jemals, was dort drin gesagt wird… Das sind Entscheidungen über Leben und Tod, und kein Mitglied ist irgendjemand eine Antwort schuldig.

Lambert: Und diese Gruppe wird von der deutschen Haltung beherrscht?

Varoufakis: Ja, völlig und absolut. Nicht von Haltungen – vom deutschen Finanzminister. Es ist alles wie ein gut gestimmtes Orchester, und er ist der Dirigent. Alles passiert gestimmt. Es gibt Momente, in denen das Orchester verstimmt ist, aber er holt es zusammen und bringt es zurück auf Linie.

Quelle: http://vineyardsaker.de/analyse/unsere-schlacht-griechenland-zu-retten-interview-mit-va...

Was sagt uns das?
Finanzminister Schäuble ist ein harter Verhandlungspartner – das kann man auch positiv sehen – und er ist von seiner beschissenen Euro-Idee so fasziniert (oder wird von anderer Seite massiv unter Druck gesetzt), das er alles tun wird um diese Kiste mit einem großen Krach an die Wand zu fahren.

Da sich die Schuldenorgie nur vertagen und damit verschlimmern wird, baut die deutsche Regierung gerade an einem neuen großen Standbild vom „hässlichen Deutschen“, das nur darauf wartet zu gegebener Zeit endgültig von anderen Staaten zerschlagen zu werden.
Möglicherweise ist genau das die Absicht dahinter, denn laut Stratfor-Friedmann ist Deutschland ein unsicherer Kantonist.
Und wer hat solche Leute schon gerne in den eigenen Reihen.

Übrigens, laut Varoufakis ist die EU-Idee eine ganz klare und langfristige Strategie der Amerikaner (Einschub von mir: den Leuten, welche die USA beherrschen).
Das hat er mehrfach in seinem sehr lesenswertem Buch: Der globale Minotaurus, siehe hier: http://www.kunstmann.de/titel-0-0/der_globale_minotaurus-823/
erläutert.

Damit bestätigt sich die These, daß die Weltfreimaurerei und ihre Strippenzieher einen sehr langfristig angelegten Plan durchpauken – koste es was es wolle und ggf. auch vor einem neuen Großkrieg in Europa nicht zurückschrecken werden.

@Mr. Dux, die Schuldenorgie und die sich daraus ergebenden Abhängigkeiten gehören mit zum großen Plan!

mfG
nereus

komplexe Zusammenhänge

Blut-Svente @, Dienstag, 14.07.2015, 09:12 vor 3842 Tagen @ Mr.Dux 5285 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.07.2015, 09:26

Moin,

oberflächlich betrachtet ließe sich die tragische Situation so wie beschrieben darstellen,
allerdings wird mir vielfach (auch anderswo) zu sehr vereinfacht und
und pauschalisiert. Das Volk ist keine homogene Menge oder gar eine Person,
10 Mio. Griechen sind 10 Mio. Individuen mit jeweils einem eigenen
Charakter und eigenen Wünschen, Sehnsüchten etc..

Ebenso ist die Führung des Staates Griechenland, also die Regierung, Opposition, Parlament
Verwaltung, Behörde etc. eine extrem vielschichtige Struktur. Dazu kommt,
dass dieses Gebilde permanent in Bewegung ist, Änderungen unterworfen
und zudem noch von vielfachen äußeren Einfüssen beeinflusst/manipuliert
wird.

Kein einziger Mensch ist in der Lage, all diese Zusammenänge in Gänze und
Vollständig in ihrer ganzen Tiefe
einschl. der permanenten Veränderungsprozesse zu überblicken.
Hab mal gelesen, dass auch intelligente
Menschen einen Freundes- und Bekanntenkreis von 100, allerhöchstens 150
Personen "bewältigen" können. Komme weitere dazu, fallen andere Freunde
weg.

Bei der fortgeschrittenen Verblödung der Massen einschl. Tittytainment
und der gebetsmühlenartigen Propagande der Lügenpresse glaubt doch niemand
ernsthaft, der normale Michel, der bestrebt ist, über die Runden zu kommen,
evt. eine Urlaubsreise im Sommer sich leisten zu können und ansonsten
die Raten für Haus, Auto oder sonst was löhnt, würde sich für die komplexen
Zusammenhänge in der Republik interessieren. Folgerichtig überlässt man es
einer Klientel, die verspricht, sich um die Belange der normalen Bürger
zu kümmern. Durchaus logisch in unserer arbeitsteiligen Welt.
Allerdings wären dazu Staatsmänner nötig, die treuhänderisch die Interessen
der Bürger in jeder Hinsicht vertreten. Davon entfernen sich
die "Regierungsbeauftragten" kontinuierlich. Mittlerweile ist es soweit gekommen,
dass ausländische Interessen das Geschehen hier bestimmen und die Bürger
anderer Nationen bevorzugt behandelt werden.

Die niederträchtigsten "Schädlinge" sind schon vielfach und eindeutig
identifiziert worden. Leider hilft hier ein Kammerjäger nicht weiter.

Glück auf
Svente

PS: der letzte ehrenwerte Politiker in D, der die Treuhandanstalt leitete und seinem
eigentlichen Auftrag weitestgehend gerecht wurde, war Rohwedder.
Der Mann wurde erschossen.

Wenn man kneift, sollte man hinterher still sein

Orlando ⌂ @, Dienstag, 14.07.2015, 10:07 vor 3842 Tagen @ nereus 4909 Views

Ich habe die Pressekomferenz mit Schäuble und Varoufakis gehört. Da hat er nur über Gemeinplätze rumsalbadert. Da hätte er doch aus dem Nähkästchen plaudern können, das wäre interessant gewesen.

Ich lese jetzt nicht sein ganzes Buch. Bitte mal kurz die Stellen zitieren. Hast Du sie gelesen?

Auch für den Freimaurerkram wäre der eine oder andere Beleg hilfreich - wenn es denn welche gibt, Belege meine ich.

Ich habe auch so meine Vermutungen, behalte die aber für mich, da irrelevant.

Der große Plan

trosinette @, Dienstag, 14.07.2015, 11:17 vor 3842 Tagen @ Orlando 4872 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.07.2015, 17:23

Guten Tag,

Auch für den Freimaurerkram wäre der eine oder andere Beleg hilfreich -
wenn es denn welche gibt, Belege meine ich.

Wenn es Belege geben würde, wäre die Weltfreimaurerei kein Geheimbund, sondern eine Frittenbude. Ich kann Dich aber beruhigen. Die Schuldenorgie und die sich daraus ergebenden Abhängigkeiten gehören zwar zum ersten Hauptsatz der gelb- debitisischen Lehranstalt, dahinter steckt aber kein großer Plan. Der Glaube an den großen Plan ist nur die Grundlage von nereus Hobby, dem er hier so leidenschaftlich nachgeht.

Ich glaube nicht an den großen Plan. Ich meine allerdings zu verstehen, dass es Vielen ein inneres Bedürfnis ist, die Geschehnisse mit einem großen Plan in Verbindung zu bringen. Wir leben ja nicht mehr im finsteren Mittelalter, in dem der Mensch von seiner planvollen Schaffenskraft noch nicht so 100% überzeugt war und seine Zeit mit Beten verplemperte statt anständig zu planen.

Als vernünftiger(?) Zivilist habe ich für den Rest der Woche natürlich auch einen Plan. Ich hoffe nur, dass mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Mein heutiger Besuch am Geldautomaten war schon der totale Rohrkrepierer. Nach über 30 Jahren war ich so dermaßen in Gedanken versunken, dass ich erstmals von dannen gezogen bin, ohne das Geld aus dem Schlitz zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Jacques Attali: *Jerusalem soll Hauptstadt einer Weltregierung sein.*

Monterone @, Dienstag, 14.07.2015, 11:29 vor 3842 Tagen @ trosinette 4961 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.07.2015, 11:40

Hallo trosinette,

Ich glaube nicht an den großen Plan. Ich meine allerdings zu verstehen,
dass es Vielen ein inneres Bedürfnis ist, die Geschehnisse mit einem
großen Plan in Verbindung zu bringen.

Das bleibt Dir völlig unbenommen. Jeder von uns soll glauben dürfen, woran er möchte. Diesen letzten Rest von Freiheit sollten wir uns nicht auch kaputt machen lassen.

Trotzdem darf ich Dich darauf hinweisen, daß Jacques Attali mehrmals einen der wichtigsten Teile dieses Plans, der bis in's Alte Testament zurückgeht, bestätigt hat, indem er für Jerusalem als Welthauptstadt plädiert.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=dw6pu4aXt8s

Monterone

.. wir beschließen etwas .. und warten

nereus @, Dienstag, 14.07.2015, 11:54 vor 3842 Tagen @ Orlando 4593 Views

Hallo Orlando!

Du schreibst: Ich habe die Pressekonferenz mit Schäuble und Varoufakis gehört. Da hat er nur über Gemeinplätze rumsalbadert. Da hätte er doch aus dem Nähkästchen plaudern können, das wäre interessant gewesen.

Hätte, hätte – Fahrradkette. [[zwinker]]

Ich lese jetzt nicht sein ganzes Buch. Bitte mal kurz die Stellen zitieren. Hast Du sie gelesen?

Ja, am Wochenende und ich zitiere gerne in Kürze (bis spätestens morgen) daraus.
Habe es zur Zeit aber nicht bei mir.

Auch für den Freimaurerkram wäre der eine oder andere Beleg hilfreich - wenn es denn welche gibt, Belege meine ich.

Der europäische Plan ist sehr alt und wurde seit langem von den „Globalisten“ favorisiert. Als sich die Weltmacht von England nach den USA verlagerte, zogen auch die Globalisten mit inkl. ihres Planes.
Das ist jetzt sehr verkürzt dargestellt, aber es trifft den Kern der Idee.

Die Belege dazu kann man nicht in einem Stück liefern.
Dazu gibt es massig Bücher, die das Thema entweder direkt oder allermeistens indirekt andeuten.
Empfehlenswert ist z.B. Lorenz Jäger (Hinter dem Großorient), doch hier geht es mehr um die europäische (französische) Freimaurerei.
Indirekt dürfte Thierry Baudet das Thema abhandeln, siehe hier z.B. hier: http://www.novo-argumente.com/magazin.php/bibliothek/artikel/0001246

Zu @Trosinettes Hinweis, daß es keinen Plan gäbe, sei vielleicht das Zitat von J.-C. Juncker zitiert.

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
So wurde bei der Einführung des Euro verfahren, als tatsächlich kaum jemand die Tragweite der ersten Beschlüsse 1991 zur Wirtschafts- und Währungsunion wahrnehmen mochte.
So ähnlich lief es jetzt wieder beim EU-Sondergipfel im finnischen Tampere, wo komplizierte Entscheidungen zur Justiz- und Rechtspolitik fielen. In wenigen Jahren werden die Mitgliedstaaten die Folgen spüren. Brüssel gibt dann die Mindeststandards für die Asylpolitik vor. Und das Geschrei in Bayern und anderswo wird groß sein, wenn die Ermittlungsaufträge von Europol an deutsche Sicherheitsbehörden die Polizeihoheit der Bundesländer durchlöchern.
Nach derselben Methode soll der Bau des Bundesstaates Europa weitergehen.

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html

Damit ist glasklar der Beweis einer Langfriststrategie erbracht.
Jeder kann mit solchen Infos machen und glauben was er will. [[zwinker]]

Ich habe auch so meine Vermutungen, behalte die aber für mich, da irrelevant.

Das klingt sehr merkwürdig.
Wenn Du eine "Ursache" vermutest, mußt Du dieser Vermutung eine Wirkung unterstellen.
Wenn diese Vermutung jedoch irrelevant ist, dann hat sie auch potentiell keine Wirkung.
Also, das geht so nicht.

Laß uns doch teilhaben an Deiner irrelevanten Vermutung.

mfG
nereus

Bitte auch Herman Scheer nicht vergessen! (oT)

Leser68 @, Dienstag, 14.07.2015, 12:10 vor 3842 Tagen @ Blut-Svente 3692 Views

- kein Text -

EU-Abgeordneter Gollnisch bestätigt: EU ein Kind von Hochfinanz und USA

Monterone @, Dienstag, 14.07.2015, 12:21 vor 3842 Tagen @ Monterone 4640 Views

Das unten verlinkte Video ist im ersten Teil schon ein Hammer. Das beste ist aber, daß der EU-Abgeordnete Bruno Gollnisch in einem vorangestellten Kommentar die Darstellung bestätigt, obwohl er im zweiten Teil ziemlich veräppelt wird.

Die EU wird als Projekt der von Warburg, Rothschild und Uncle Sam finanzierten Coudenhove-Kalergi, Monnet, Schuman, Hallstein, Adenauer, Pompidou, Giscard usw. usf. bezeichnet und als angelsächsische Veranstaltung, bei der Goldman Sachs die Fäden zieht.

Bis 9:50 kommen lauter hochbrisante Fakten, danach soll es satirisch werden, was aber nicht wirklich hinhaut.

http://www.egaliteetreconciliation.fr/Petite-histoire-de-l-Union-europeenne-33991.html

Das ist für mich kein Plan, sondern ein frommer Wunsch.

trosinette @, Dienstag, 14.07.2015, 12:44 vor 3842 Tagen @ Monterone 3894 Views

Guten Tag,

Trotzdem darf ich Dich darauf hinweisen, daß Jacques Attali mehrmals
einen der wichtigsten Teile dieses Plans, der bis in's Alte Testament
zurückgeht, bestätigt hat, indem er für Jerusalem als Welthauptstadt
plädiert.

Ich halte es für ebenso merkwürdig wie beruhigend, das dies, wofür Attali plädiert, auch nach 3000 Jahren noch in der Planungsphase feststeckt. Zumal man im Mittelalter schon einen Schritt weiter war. Auf den geistigen Landkarten des Mittelalters wurde Jerusalem oftmals überdimensional im Zentrum der Welt platziert (siehe Ebstorfer Weltkarte).

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Der wackere Thilo Sarrazin meldet sich zu Wort

Reffke @, Dienstag, 14.07.2015, 12:53 vor 3842 Tagen @ Leser68 4640 Views

Bisher kaum beachtet, hier im Interview:
Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie Griechenland reformieren könnten?
...
ich hätte mich ans Werk gemacht:

► Mit einer Steuerreform und unbestechlichen Chefs für alle 100 Finanzämter hätte ich angefangen.

► Der kleinste Bestechungsfall wäre ein unverzüglicher Entlassungsgrund. Jeder Bürger, der einen bestechlichen Beamten meldet, erhält eine Prämie von 5000 Euro, wenn die Bestechlichkeit bewiesen wird.

► Die Personalstärke aller Behörden und Ämter hätte ich in drei Jahren auf mitteleuropäisches Maß zurückgestutzt, damit hätten sie im Durchschnitt ihren Personalbestand halbiert.

► Eine Sonderkommission hätte bei jedem einzelnen Rentner überprüft, ob er auch lebt.

► Das Pensionsalter für Männer und Frauen wäre ab sofort auf 65 Jahre erhöht worden.

► Ein Grundstückskataster nach deutschem Muster wäre eingeführt worden.

► Das Einkommen aller Villen- und Jachtbesitzer wäre bis zum Vorliegen einer ordnungsgemäßen Steuererklärung anhand ihrer Besitztümer geschätzt worden und die Besitztümer bei Nichteingang der Steuern beschlagnahmt worden.

► Mit der Schweiz hätte ich ausgehandelt, dass die Namen und Vermögensbestände aller griechischen Kontobesitzer offengelegt worden wären.

In wenigen Jahren wäre das Defizit ganz ohne Hilfe von außen verschwunden.
...
Wie beurteilen Sie das Verhalten von Ministerpräsident Tsipras?

Er handelt eiskalt und folgerichtig. Er will ein souveränes Land, das sich seine Entscheidungen nicht aus Brüssel diktieren lässt, und wird es bekommen. Tsipras weiß genau, dass das nicht mit dem Euro geht. Das nimmt er billigend in Kauf. Jetzt wird er eine große Inszenierung starten, dass das böse Europa die armen Griechen alleinlässt. Dann werfen wir ihnen aus schlechtem Gewissen noch ein bisschen Geld hinterher. Währenddessen wird Tsipras in Ruhe den Grexit vorbereiten. Mit über 61 Prozent beim Referendum hat er nach deutschen Verhältnissen eine CSU-Mehrheit zu besten Strauß-Zeiten. Ein ungeheuer starkes Mandat. Er kann sich jedwede Verrücktheit leisten, wird von seinem Volk gestützt.
http://www.bz-berlin.de/berlin/das-taete-thilo-sarrazin-als-griechischer-finanzminister

So isses.[[applaus]]

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Varoufakis zum Thema EU/USA – Zitate

nereus @, Dienstag, 14.07.2015, 13:25 vor 3842 Tagen @ Orlando 4206 Views

Hallo Orlando!

Es ging doch schneller als erwartet, weil ich mal kurz nach Hause mußte und mir dort gleich das Buch schnappte.
Eigentlich müßte man alle Zusammenhänge mit anfügen, aber dafür reicht weder die Zeit noch Muße dies hier und jetzt zu tun, daher beschränke ich mich auf das Obengenannte.

Seite 96:

Studenten lernen, die europäische Integration habe mit der EGKS (Einschub von mir: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) begonnen. Sehr viel seltener erfahren sie das wohlgehütete Geheimnis, daß die Vereinigten Staaten die Europäer mit Schmeicheleien und Drohungen, mit schönen Worten und auch mit eher unfreundlichen dazu brachten, sich in der EGKS zusammenzuschließen.
..
Europäische Politiker wie Robert Schuman (Einschub von mir: Hochgradfreimaurer), der maßgeblichen Anteil an der Schaffung der EGKS hatte, betonte, wie wichtig, die Einigung war, mit dem zutreffenden Argument, so werde ein weiterer Krieg in Europa verhindert und die Saat für eine politische Union gelegt.

Seite 97:

So wurde Westdeutschland aus der Kälte wieder hereingelassen, und Frankreich akzeptierte nach und nach seine Reindustrialisierung – eine Entwicklung, die für den Globalen Plan der New-Deal-Politiker zentrale Bedeutung hatte. Tatsächlich ist es unbestreitbar, daß es ohne die lenkende Hand der Vereinigten Staaten die EGKS nicht gegeben hätte.
In Gegensatz zur Dartstellung der Europäer selbst .. war die europäische Integration eine große amerikanische Idee, die durch die amerikanische Diplomatie auf höchstem Niveau umgesetzt wurde.
Daran ändert auch nichts, daß die Amerikaner weitsichtige Politiker wie Schuman für ihren Plan einspannten.
Ein Politiker erkannte das ganz klar: General Charles des Gaulle .. Die Gründung des EGKS kritisierte de Gaulle mit dem Argument, so werde ein Vereinigtes Europa in Form eines restriktiven Kartells geschaffen, und vor allem kritisierte er sie,
weil die EGKS eine amerikanische Schöpfung sei, unter dem Einfluß Washingtons stehe und mehr dem Globalen Plan Amerikas nütze ..

Seite 230:

Nun sollten wir uns der zweiten Säule des Globalen Plans zuwenden, Deutschland und seinem wechselvollen Schicksal im Zeitalter des Minotaurus.
.. Deutschland konnte bei dem Versuch, sein eigenes exportgeschütztes Wachstum vor dem Dollarverfall seit 1971 zu schützen, was Japan fehlte: Zugang zu seinem eigenen Lebensraum.
Die Vereinigten Staaten hatten hart daran gearbeitet, einen solchen für Deutschland zu schaffen – den europäischen Gemeinsamen Markt, heute die Europäische Union.

Quelle für alle Zitate: Yanis Varoufakis, Der globale Minotaurus, Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft, Verlag Antje Kunstmann, 2. Auflage 2015
ISBN: 978-3-88897-754-1

Ich kann das lesenswerte Buch nur nachdrücklich empfehlen.

mfG
nereus

Die Psychologie der Massen

Rybezahl, Dienstag, 14.07.2015, 14:15 vor 3842 Tagen @ Mr.Dux 4051 Views

Das Wunder der Demokratie ist geschehen? Was habe ich mir nur gedacht bei diesem Betreff!

Die Demokratie hat sich einhändig eigenhändig erdrosselt, ganz unverhüllt, und sich dabei noch mit der anderen Hand in's Gesicht geboxt:

https://youtu.be/a-SWYQuEMjI?t=4m8s
(Tilo Jung - Am Tiefpunkt der europäischen Nachkriegsgeschichte)

[[sauer]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Wer der deutschen Sprache mächtig ist

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 14.07.2015, 14:21 vor 3842 Tagen @ Peppercorn 4364 Views

Ein Artikel (in englisch) der die Ueberlegungen William Engdahls ueber
Varoufakis wiedergibt:

http://www.4thmedia.org/2015/07/what-stinks-about-varoufakis-and-the-whole-greek-mess/

...könnte nicht nur Nietzsche, sondern auch diesen Text im Original lesen:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/f-william-engdahl/was-stinkt-an-varoufa...


Gruss
peppercorn

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Italien hat 2218 Milliarden Euro Schulden

Mr.Dux @, Dienstag, 14.07.2015, 15:51 vor 3842 Tagen @ Mr.Dux 4154 Views

Italien hat 2218 Milliarden Euro Schulden

Italien hat mit seinen Staatsschulden einen neuen Rekordstand erreicht.
Rom. Im Mai kletterte der Schuldenberg Italiens auf 2.218,2 Milliarden Euro, das sind 23,4 Milliarden Euro mehr als im Vormonat. Seit Jahresbeginn stiegen die Staatsschulden um 3,9 Prozent, was 83,3 Milliarden entspricht, wie die italienische Notenbank am Dienstag mitteilte.

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa/4776433/Italien-hat-2218-Milliarden-...

14.07.2015

der große Plan ist der alte Plan

Shindo @, Dienstag, 14.07.2015, 16:36 vor 3842 Tagen @ trosinette 3558 Views

Guten Tag,

Auch für den Freimaurerkram wäre der eine oder andere Beleg hilfreich

-

wenn es denn welche gibt, Belege meine ich.


Wenn es Belege geben würde, wäre die Weltfreimaurerei kein Geheimbund,
sondern eine Frittenbude. Ich kann Dich aber beruhigen. Die Schuldenorgie
und die sich daraus ergebenden Abhängigkeiten gehören zwar zum ersten
Hauptsatz der gelb- debitisischen Lehranstalt, dahinter steckt aber kein
großer Plan. Der Glaube an den großen Plan ist nur die Grundlage von
nereus Hobby, dem er hier so leidenschaftlich nachgeht.

Und dessen ich mich anschliesse. Nicht dem Hobby, sondern dem roten Faden, der sich fortwährend durch die Geschichte zieht und nur einen Kernpunkt aufweist: Die Kontrolle zu bewahren, von Systemneuordnung zu Neuordnung. Von einem debitisichen Umlauf zum Nächsten. Dabei muss zwangsläufig immer mehr Kontrolle aufgebaut werden, um diesen resultierenden Zwang aus dieser neuen, größeren Systemebene, weiter kontrollieren zu können.

Ich glaube nicht an den großen Plan.

Ich sehr wohl, mit vielen guten Begründungen, welche hier im Forum schon zigfach aufgezeigt wurden. Es ist im Übrigen vollkommen akzeptiert und normal in unserem Verständnis, wenn man im Kleinen eine Vorteilsnahme in allen Menschen erkennt - bei den "Großen" dann aber nicht? Mir unverständlich warum gerade bei elitären Kräften nicht...[[top]] - eben darum gibt es Bünde und Machtzirkel.

Dies an den vernünftigen Zivilisten gerichtet. Die NWO wird kommen, klar erkennbar. Sie wird auch wieder verschwinden, denn Zwang scheitert schlußendlich immer. Schade nur wenn man seine hauptsächliche Lebenszeit darin verbringen muss. Nur darum geht´s doch noch..

Als vernünftiger(?) Zivilist habe ich für den Rest der Woche natürlich
auch einen Plan. Ich hoffe nur, dass mir das Wetter keinen Strich durch die
Rechnung macht. Mein heutiger Besuch am Geldautomaten war schon der totale
Rohrkrepierer. Nach über 30 Jahre war ich so dermaßen in
Gedankenversunke, dass ich erstmals von dannen gezogen bin, ohne das Geld
aus dem Schlitz zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


Gruß Shindo

--
Thrive - https://www.youtube.com/watch?v=-pRfGVHU_Qg

Was Schäubles Plan sein könnte

Odysseus @, Dienstag, 14.07.2015, 18:54 vor 3842 Tagen @ nereus 3775 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.07.2015, 18:58

Hi nereus,

der dargestellte Plan von Schäuble in diesem Artikel und die angestrebten Ziele machen diesen Artikel zu einem must-read.

Die Demütigung Griechenlands beim Gipfel war kein Unfall. Schäuble hält die EU in ihrer derzeitigen Form für nicht funktionsfähig und strebt eine enge politische Union an. Mit nur wenigen ausgewählten Staaten. Am Ende soll sich zeigen, wer zu Deutschland passt und wer nicht. Neben dem Grexit sind weitere Exits eingeplant.

Nicht , das im Gelben die Elemente wirklich neu sind, aber hier passend zur Aktuellen Entwicklung sehr schön kompakt ausgeführt.

Passt gut zum Varoufakis -Interview.


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/14/schaeubles-plan-deutschland-muss-...

Dieses Szenario wäre dann auch die fundamentale "Erklärung" für Ellis Langfristprognose zum Euro gegen Dollar.

Immer schneller fügt sich das Puzzle zusammen.

Für mein Gefühl haben wir eine neue Phase erreicht.

Passend dazu der Gegenpol: Allianz gegen Deutschland

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/14/der-machtkampf-ist-eroeffnet-fran...

Und Schulz trötet:

"Die zentralen, wichtigen europäischen Fragen dürfen nicht mehr von den nationalen Regierungschefs gelöst werden"


http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/EU-Parlamentspraesident-Schulz-fordert-europae...

gruß odysseus

Verzwölffachung der Hilfen

PPQ ⌂ @, Pasewalk, Mittwoch, 15.07.2015, 07:46 vor 3841 Tagen @ Mr.Dux 2976 Views

Das wirklich Verblüfffende an dem, was uns das gerade vorgeführt wird, ist der Umstand, dass wir vor vier Wochen vermeintlich darüber verhandelt haben, Griechenland rund 7 Milliarden Hilfen freizugeben - Preis war, dass es gewisse versprochene "Reformen" durchführt.

Einen Monat danach haben wir plötzlich die Situation, dass 86 Miilliarden Hilfe versprochen sind - um den Preis, dass Griechenland gewisse "Reformen" verspricht.

Ein besonderes Kunststück medialen "Wordings" ist es, das über alle Leitmedien hinweg aussehen zu lassen wie eine schlimme Niederlage für die Griechen und einen Sieg für "Europa".

--
Wir sprechen verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. www.politplatschquatsch.com

Einfach so dahergedacht

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 15.07.2015, 09:27 vor 3841 Tagen @ PPQ 2778 Views

Wenn man die Vereinbarung anschaut,

http://t.co/4OeNBKtyqv

sind darin so viele Hürden enthalten, dass einem der Gedanke kommen könnte, sie sei abgeschlossen worden, um nicht durchgeführt zu werden.

Der Bundestag soll ja auch erst mal nur beschließen, dass überhaupt Verhandlungen mit dem ESM aufgenommen werden.

Bis da Geld fliesst, dauert das noch Wochen, Betonung auf plural. Wochen, in denen Löhne und Renten fällig werden ...

Ziel könnte sein, einen Default ohne Grexit herbeizuführen, ohne dass die Eurogruppe "schuld" ist. Ein Schelm, wer dabei an die Halter der Kreditversicherungen denkt ...

Übrigens sind die griech. Staatsschulden heute in der Summe nicht höher als 2010, dh. es gab kaum frisches Geld.

Für den Abwertungswettlauf zwischen den Währungsblöcken hätte man GR erfinden müssen, wenn es es nicht schon gäbe ... [[zwinker]]

Bezahlt wird natürlich durchs GR-Bankensystem

pigbonds @, Mittwoch, 15.07.2015, 09:56 vor 3841 Tagen @ Orlando 2762 Views

Bis da Geld fliesst, dauert das noch Wochen, Betonung auf plural. Wochen,
in denen Löhne und Renten fällig werden ...

Die Löhne werden einfach überwiesen. Der Staat überzieht damit seine Konten
im GR-Bankensystem immer stärker und das GR-Bankesystem wird damit immer insolventer,
wenn man davon ausgeht, dass der Staat nie zurück zahlen wird.
Damit haben die Griechen eine EUR-Presse, denn die so geschaffenen Guthaben
können natürlich auf andere Konten im Ausland transferiert oder abgehoben werden.

Da die GR-Banken nicht mehr liquide sind, beanspruchen sie dafür ELA bei der EZB.
Dass nun die Banken geschlossen sind, deutet darauf hin, dass es Druck bezüglich
der ELA gibt, dass diese nicht mehr unendlich beansprucht werden können. ELA sind
Notkredite für Banken, z.B. für eine Perioden von 2 Wochen - die Griechen haben aber
rund 90 Mrd beansprucht und finanzieren die Ausgaben darüber.

Um die ELA zu beschränken, benötigt man im EZB Rat eine 2/3-Mehrheit. Dank dem Beitritt
Lettlands und Litauens haben die Deutschen diese Mehrheit. Übrigens denke ich, dass
kleinere Länder viel härter mit GR umgehen möchten als DE.

Ich glaube, momentan versucht man das Problem über die Druckerpresse so zu lösen,
dass man für GR druckt, GR aber so versiegeln will, dass die GR-Euros nicht den
Rest der Eurozone überschwemmen.

Ziel könnte sein, einen Default ohne Grexit herbeizuführen, ohne dass
die Eurogruppe "schuld" ist. Ein Schelm, wer dabei an die Halter der
Kreditversicherungen denkt ...

Weiss nicht. Ein Default macht vor allem dann Sinn, wenn der IWF dabei ist, weil der
IWF für seine Hilfen bestimmte Bedingungen hat, am wichtigsten, dass der Verschuldungsgrad
einen gewissen Stand nicht übersteigt.
Auf der anderen Seite haben wir die EU mit der Non-Bailout Regel, wo ein Default
im Prinzip diese Regel verletzt.

In GR ist die Situation nun so, dass es unmöglich ist, nicht zumindest eine Regel zu
verletzten, damit muss einer oder beide Gläubiger raus. Da der IWF raus geht, kann
man spekulieren, dass es keinen Default, dafür eine Streckung der Schulden geben wird.

Die Streckung macht auch Sinn, denn man hätte GR ganz einfach pleite gehen lassen können,
um dann die Gläubigerbanken zu retten. Das tat man nicht und für die Politik war dies sicher
der viel härtere Weg, doch man will auf Teufel komm raus nicht zulassen, dass ein Mitgliedsstaat
pleite geht.

Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 15.07.2015, 12:28 vor 3841 Tagen @ nereus 2621 Views

Hallo nereus,

Danke für die Antworten, auch unten.

Bei allem Enthusiasmus störe ich mich an etwas, was ich als voreilige Schlussfolgerung bezeichnen möchte, wie zB diese Deine Aussagen:

Damit bestätigt sich die These, daß die Weltfreimaurerei und ihre Strippenzieher einen sehr langfristig angelegten Plan durchpauken – koste es was es wolle und ggf. auch vor einem neuen Großkrieg in Europa nicht zurückschrecken werden.

@Mr. Dux, die Schuldenorgie und die sich daraus ergebenden Abhängigkeiten gehören mit zum großen Plan!


Es mag durchaus Leute geben, die Pläne haben, auch welche, die sich dabei lustige Schürzen umbinden, aber dass hier über Jahrzehnte und Jahrhunderte Agendas abgearbeitet würden und Pläne eins zu eins umgesetzt würden und dann tatsächlich alles auch noch wie geplant eintrifft - das gibt es einfach nicht.

Erstens, weil Planwirtschaft nicht funktioniert. Jeder, der mit Untergebenen arbeiten muss, wird Dir ein Lied davon singen können, wie stark Ergebnisse von Absichten abweichen und wie schwerfällig Prozesse werden, wenn jeder Schritt zentral gesteuert wird, um die genannten Abweichungen zu vermeiden. Das sieht man auch in dem meilenweiten Produktivitätsunterschied zwischen Sklaverei und Marktwirtschaft.

Zweitens sind sich die "Mächtigen" keineswegs einig, sondern es gibt da verschiedene Gruppen mit ganz unterschiedlichen Interessen, die sich deswegen permanent gegenseitig behindern und keineswegs alle am gleichen Strang ziehen. Armstrong sagt mal irgendwo aus seinen Erfahrungen mit den New Yorker Geldleuten: die planen nicht über Jahre, die interessiert nur das nächste Geschäft und der Profit im laufenden Quartal.

Drittens implizierte eine solche Theorie, das alle systemischen Überlegungen Makulatur und komplett irrelevant wären, weil alles nur auf den Befehl vom 33. Obermufti hört.

Ich will Dir natürlich nichts unterstellen, aber der Mensch ist ja immer auf der Suche nach Ursache und Wirkung, und da bietet sich eine geheime Weltregierung als Ersatz für den abgetretenen strafenden/beschützenden Gott als Ursache allen Geschehens an.

Nach meiner Meinung stehen die Mächtigen genauso im Wald bezüglich der Entfaltung der Zukunft wie wir alle, sie haben nur mehr Mittel und scheitern auf höherem Niveau.

IWF teilt mit, dass er bei der GR-Rettung nicht mitmachen will

Mr.Dux @, Mittwoch, 15.07.2015, 15:23 vor 3841 Tagen @ Mr.Dux 2748 Views

IWF teilt mit, dass er bei der GR-Rettung nicht mitmachen will - Es droht der rasche Crash

15.07.15
Der griechische Premier Tsipras verkündete am Dienstagabend eine neue Schreckensmeldung: Die Banken bleiben geschlossen, bis es ein ESM-Abkommen gibt. Doch dieses Abkommen wird immer unwahrscheinlicher: Der IWF teilte nämlich mit, dass er bei der anstehenden „Rettung“ nicht mitmachen will. Außerdem wird bekannt, dass die Syriza-Regierung nicht die geringsten Vorbereitungen für den Notfall getroffen hat. Jetzt droht der rasche und totale Zusammenbruch.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/15/totales-versagen-in-griechenland-...

Schuldenstreckung nur möglich, wenn IWF draussen ist

pigbonds @, Mittwoch, 15.07.2015, 15:41 vor 3841 Tagen @ Mr.Dux 2675 Views

IWF teilt mit, dass er bei der GR-Rettung nicht mitmachen will - Es droht
der rasche Crash

15.07.15
Der griechische Premier Tsipras verkündete am Dienstagabend eine neue
Schreckensmeldung: Die Banken bleiben geschlossen, bis es ein ESM-Abkommen
gibt. Doch dieses Abkommen wird immer unwahrscheinlicher: Der IWF teilte
nämlich mit, dass er bei der anstehenden „Rettung“ nicht mitmachen
will. Außerdem wird bekannt, dass die Syriza-Regierung nicht die
geringsten Vorbereitungen für den Notfall getroffen hat. Jetzt droht der
rasche und totale Zusammenbruch.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/15/totales-versagen-in-griechenland-...

Die GR-Schulden können nur gestreckt werden, wenn IWF draussen ist, IWF würde
sonst gegen seine eigenen Regeln verstossen - für den IWF müsste ein Haircut her.

Ein Haircut hingegen würde gegen die No-Bailout Regel der Europäer verstossen.

Planlose würden sich nicht lange an der Macht halten

Uli Strauß, Mittwoch, 15.07.2015, 19:16 vor 3841 Tagen @ Orlando 2405 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 15.07.2015, 19:44

Es mag durchaus Leute geben, die Pläne haben, auch welche, die sich dabei
lustige Schürzen umbinden, aber dass hier über Jahrzehnte und
Jahrhunderte Agendas abgearbeitet würden und Pläne eins zu eins umgesetzt
würden und dann tatsächlich alles auch noch wie geplant eintrifft - das
gibt es einfach nicht.

Erstens, weil Planwirtschaft nicht funktioniert. Jeder, der mit
Untergebenen arbeiten muss, wird Dir ein Lied davon singen können, wie
stark Ergebnisse von Absichten abweichen und wie schwerfällig Prozesse
werden, wenn jeder Schritt zentral gesteuert wird, um die genannten
Abweichungen zu vermeiden. Das sieht man auch in dem meilenweiten
Produktivitätsunterschied zwischen Sklaverei und Marktwirtschaft.

Du gehst von der Annahme aus, dass zur verdeckten Machtergreifung die Planwirtschaft gehört. Warum soll das im Kapitalismus nicht genauso gehen - eher noch besser, weil hier Geld und Macht eng miteinander verknüpft sind?

Zweitens sind sich die "Mächtigen" keineswegs einig, sondern es gibt da
verschiedene Gruppen mit ganz unterschiedlichen Interessen, die sich
deswegen permanent gegenseitig behindern und keineswegs alle am gleichen
Strang ziehen. Armstrong sagt mal irgendwo aus seinen Erfahrungen mit den
New Yorker Geldleuten: die planen nicht über Jahre, die interessiert nur
das nächste Geschäft und der Profit im laufenden Quartal.

Hier unterstellst du, dass die „Mächtigen“ (doch nicht etwa Marionetten wie die Merkelregierung?) auch in den wichtigen Angelegenheiten eigene Ziele verfolgen können und sich nicht nur in untergeordneten Fragen streiten dürfen.
Und wenn unter den „New Yorker Geldleuten“ welche mit politischen Interessen sind, bedeutet das nicht, dass sie in der Politik auch nur bis zum Quartalsende denken.

Ich will Dir natürlich nichts unterstellen, aber der Mensch ist ja immer
auf der Suche nach Ursache und Wirkung, und da bietet sich eine geheime
Weltregierung als Ersatz für den abgetretenen strafenden/beschützenden
Gott als Ursache allen Geschehens an.

Ich will natürlich auch niemandem etwas unterstellen, aber es ist bekannt, dass Staaten Diskussionen im Internet heimlich in ihrem Sinne beeinflussen.

Plan oder nicht Plan

trosinette @, Freitag, 17.07.2015, 09:45 vor 3839 Tagen @ Shindo 2073 Views

Guten Tag,

Ich glaube nicht an den großen Plan.

Ich sehr wohl, mit vielen guten Begründungen, welche hier im Forum schon zigfach aufgezeigt wurden.

Sicherlich wursteln Menschen im Zeitgeschehen herum. Dieses Rumgewurstel kann ich aber nicht als großen menschgemachten Plan verstehen. Die Konsequenzen und Notwendigkeiten des Debitismus sind meines Erachtens nicht das Ergebnis menschgemachter großer Zielsetzungen die vor 10.000 Jahren planvoll von den erfindungsreichen Machthaber erdacht und anschließen tatkräftig von Generation zu Generation in Angriff genommen wurden. Den Debitismus halte ich eher für ein unvorhergesehenes und unerwünschtes Abfallprodukt und Quittung unserer Machenschaften. Dabei treibt der Debitismus uns und die Machthaber vor sich her. Und dies meist unbemerkt, oder würdest du ein Zwangssystem planen, wenn du weißt, das Zwangssysteme immer scheitern müssen?

Zum einen gehe ich davon aus, dass sich der Glaube an den großen Plan aus unserem Größen- und Machbarkeitswahn spießt, der uns seit geraumer Zeit innewohnt und eine Eigendynamik der Geschichte und des Weltenlaufs ausschließt. Wir, bzw. die Mächtigen haben alles restlos in der Hand, Anything goes, the sky is the limit, es gibt keine Probleme, es gib nur Lösungen.

Zum andere schwingt im Glauben an den großen Plan die Hoffnung mit, das wir die Weltverschwörung offen legen können, ihre Protagonisten identifizieren, dann eliminieren und anschließend den großen Plan dahingehend modifizieren, dass wir nur noch die Vorteile der Zivilisation genießen und die Widrigkeiten ausradiert sind. Laut Beo2 muss man z.B. nur eine Schuldenbremse in die Verfassung schreiben, um die Welt in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. So genial einfach kann also die Regulierung unserer Lebensumstände sein?! Dabei darf man vermutlich nur nicht den Menschen auf der Rechnung haben.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

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