Wanderungen durch Gießen-Rödgen

Kurz_vor_Schluss @, Montag, 13.07.2015, 14:27 vor 3842 Tagen 7132 Views

Salut zusammen,
ich war am Wochenende mal für ein paar h in Gießen-Rödgen und sah mir dort das hin und wieder in den Medien auftauchende Erstaufnahmelager für Asylbewerber in der Rödgener Straße an.
Während die Standardpresse ja betont, dass dort doch alles mehr oder weniger gut laufe, gibt es auch Szenarien im Netz, die an Oswald Spengler oder Hieronymus Bosch denken lassen.
Daher wollte ich mir mal selber ein Bild vor Ort machen. In die Einrichtung konnte ich zwar nicht hinein, sprach aber mit Asylbewerbern, Anwohnern und Wachpersonal.
Und fuhr nachdenklich gestimmt zurück (durchaus nicht nur negativ - aber eben nachdenklich).
Wer diesen Bericht lesen mag, kann dies hier tun.
Schönen Gruß und frohes Schaffen (die Wallstreet will ja auch leben, würde DT wohl sagen)[[zwinker]]
K_v_S

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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Sehr interessant

eastman @, Paltz, Montag, 13.07.2015, 21:42 vor 3842 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 4012 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.07.2015, 22:12

Danke für den interessanten Bericht.

Die Bevölkerung wird vor vollendete Tatsachen gestellt, Ende nicht abzusehen, tolle Demokratie.

In der DDR gab es Projekte zur Förderung afrikanischer Staaten, da wurden
die Leute für ein halbes Jahr oder so im Land ausgebildet. Ab diesem Zeitpunkt gab es ständig verdeckte Meldungen in der Presse - wie hier heute ebenso!!!- von Messerstechereien, Vergewaltigung usw. Nachts in der Stadt - viele trauten es sich nicht mehr.

Man kann nicht erwarten, dass Völker anderer "Kulturkreise" hier eingeschwemmt werden und sich den hiesigen Normen anpassen, das lernte ich damals, und das werden wir heute noch alle lernen müssen.

Die damals in der DDR waren echte Fachkräfte zur Berufsausbildung, mit
begrenztem Aufenthalt - und heute hier?

--
Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

doch....

Benjamin @, NRW, Dienstag, 14.07.2015, 05:40 vor 3842 Tagen @ eastman 3136 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.07.2015, 16:21

ich erwarte es. Aus meiner inneren Haltung heraus, und ich glaube, dass es mir viele gleichtun.

"Man kann nicht erwarten, dass Völker anderer "Kulturkreise" hier eingeschwemmt werden und sich den hiesigen Normen anpassen,...."

wollte ich nur mal gesagt haben.


Und ich meine, dass jeder halbwegs Gebildetete, oder zumindest jeder, der menschenähnlich ist, ungefähr Ähnliches erwartet.

So, und jetzt steinigt mich. :)

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Sei wachsam

So ist es!

Geminus @, Hessen, Montag, 13.07.2015, 22:11 vor 3842 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 3862 Views

Salut zusammen,
ich war am Wochenende mal für ein paar h in Gießen-Rödgen ...

Tja schade, da hättest Du mal vorbeischauen können. Ich wohne ca. 500m Luftline von diesem Lager weg.

Für alle: Der Bericht trifft's genau.

Zu ergänzen wäre noch, dass es an der Basis der Polizei - anders als beim Pressesprecher - erheblich "grummelt": Mir wird unter vier (oder auch sechs) Augen immer wieder mitgeteilt, man habe keine Zeit und Kapazitäten mehr für andere wichtige Bereiche, und wenn z.B. Flüchtlinge beim Ladendiebstahl erwischt würden, dann hätte man inzwischen gar keine Lust mehr zu weiteren Ermittlungen, weil die Staatsanwaltschaft unterhalb von 50 € sowieso sofort einstellen würde. Die Polizisten finden das gar nicht lustig.

Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich stimmt (es wäre ja immerhin Strafvereitelung im Amt), ob das ggf. nur bei Flüchtlingen oder bei allen Verdächtigen so ist und ich kann es (mangels Kontakt in die hiesige Staatsanwaltschaft hinein) auch nicht falsi-/verifizieren. Ich sehe aber nun nicht, warum man mich da anlügen sollte und glaube das erstmal.

Die Flüchtlinge haben neben den vielen negativen Effekten (extreme Vermüllung im Umfeld der Einrichtung, Sicherheit[sempfinden?], Belästigung von Frauen, Schlägereien, ...) aber auch positive Effekte für die hiesige Stadtgesellschaft. Die klauen ja nicht alle nur, sondern die meisten geben einfach aus, was sie an Unterstützungsgeldern bekommen. Das ist nicht wenig, und so fließt schon der eine oder andere Euro mehr durch Gießener Ladenkassen - und eine ganze kleine "Industrie" an Dolmetschern, Sozialarbeitern, Sachbearbeitern, Sicherheitsleuten etc. verdient auch mehr oder weniger gut mit, wovon wiederum ein Teil auch in der Region hängen bleibt.

Und einen weiteren angenehmen Nebeneffekt kann man ganz deutlich wahrnehmen hier: Die früheren "Gurtmuffel"-Kontrollen u.ä. Schikanen der Polizei finden seit einiger Zeit nicht mehr statt :)

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wer nur einen Hammer hat, sieht überall nur Nägel

Fast perfekt

Dragonfly @, Montag, 13.07.2015, 22:46 vor 3842 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 4366 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.07.2015, 22:54

Oder wie ich mir echten Journalismus wuenschen wuerde (habe Dein Blog per RSS abonniert).

Aber dann bleibst Du da stehen, wo es eigentlich interessant wird:

"Nachtrag: Heute morgen telefonierte ich aus Neugierde mit dem Betreiber der Einrichtung in Gießen. Dies ist die European Homecare GmbH. Man verband mich mit deren Pressesprecher. Der freundliche Herr erklärte mir....Dann fragte ich ihn, ob es denn aus seiner Sicht einen Moment geben könne, wo “das Boot voll sei” und er sagte, diesen Moment sehe er aus demographischen Gründen nicht."

Ei der Daus. Ich freue mich ueber so nette, freundliche und aufklaerungsbereite Menschen. Fuer alle anderen mag dies hier fuer die "European Homecare GmbH" aufschlussreicher sein:

http://www.bundesanzeiger.de

Warum die Gluecksritter meiner Meinung nach nicht zu uns passen kann man hier nachlesen: http://www.martin-van-creveld.com/?p=177

Ah

Kurz_vor_Schluss @, Dienstag, 14.07.2015, 09:46 vor 3841 Tagen @ Dragonfly 2764 Views

Danke Dragonfly - Du hast recht, das könnte lohnenswert sein, da nochmal etwas genauer hinzuschauen.
LG
K_v_S

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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Die Flüchtlinge sind überall - Ein Kurzbericht

Echo @, Dienstag, 14.07.2015, 10:13 vor 3841 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 3493 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.07.2015, 10:55

Müssen wir bald selber flüchten? Hier in einer schwäbischen Stadt, ehemalige Traditionskaserne, sind drei Monate nach Eröffnung der Landeserstaufnahmestelle "LEA" schon über 3x so viele Bewohner angekommen wie ursprünglich versprochen (vertraglich vereinbarte "Regelbelegung" sei angeblich 500). Die lokale Sozialindustrie reibt sich die Hände; ein ortsansässiger Bildungsmittel- und Raumausstattungs-Lieferant ließ sich frech bei einer feierlichen Spendenübergabe ablichten, während seine Großzügigkeit hintenrum wahrscheinlich dutzendfach von Steuermitteln finanziert wurde. "Das Land bezahlt doch für alles" meint der Oberbürgermeister. Na herzlichen Dank. Der nahegelegene Bahnhof ist zum Brennpunkt geworden. In der Innenstadt hat man gar die Webcams umorientiert, damit die großen Menschenmengen für außenstehende nicht so leicht sichtbar sind. Ich sage euch, hier war in den letzten Monaten einiges los. Der Edeka beschäftigt aus gutem Grund neuerdings Securities. Die Kriminalität in umliegenden Städten ist subjektiv stark gestiegen, auch wenn ich persönlich als Pendler eher weniger mitbekommen haben (bei uns - noch etwas ländlicher - sind seit einiger Zeit aber auch kriminelle Banden unterwegs, sogar meine Oma wollten sie ausrauben). Da wären z.B. die etlichen Fahrräder der Einheimischen, die schon 2 Tage nach Eröffnung der Einrichtung ihren mysteriösen Weg in die Ex-Kaserne gefunden haben. Und die aufgebrochenen Fahrzeuge, 200m von der Kaserne entfernt, genauso wie die zahlreichen Diebstähle und Einbrüche in bekannte Warenhäuser im 1km Umkreis. Einige Täter hat man auf frischer Tat erwischt, somit ist die Herkunft bestens bekannt. Die Ausschreitungen sind vielseitig. Üble Sprüche seien vorgekommen; Caféstühle fliegen manchmal durch die Gegend; Ein Balkanesen randalierte nach Erhalt des Abweisungsbescheids innerhalb der LEA - und hat anschließend die Gefängniszelle verwüstet. Die besonders agressiven ethno-rassistischen Banden hat man nach einer Massenschlägerei zwangsumgesiedelt nach Heidenheim oder so. Die meisten geschnappten Täter lässt man jedoch laufen. So kommt es, dass ein Albaner, der zum dritten Mal an einem Tag vorstellig wurde (zuletzt ironischerweise mit geklauten Klamotten in einem geklauten Rucksack, obwohl tausende Kleider von Anwohnern gespendet wurden), der jedoch trotz 7 anhängiger Delikte wieder auf freiem Fuß ist. Sogar Kinder sind nachweislich Opfer der regionalen Räuberbanden - man hat die Beute bei der Heimfahrt der Diebe in die LEA wiedergefunden. Und der Krieg zwischen Antifa und "Rechten" hat sich ebenso verschärft. Ich nenne es Krieg, weil es wirklich Verletzte gegeben hat. Auch die Polizisten haben bei Ausschreitungen mit Asylanten schon einiges abgekriegt. Der Verdacht, dass sich die Staaten ihrer Gefängnisinsassen entledigen, ist durchaus angebracht, zumal deren Rücknahme trotzig verweigert wird. Die schlechten Geschichten überwiegen die Guten definitiv (ja, die gibt es auch, z.B. "Umzustürzen drohendes Baugerüst von herbeieilenden Asylanten festgehalten"). Die Gemüter der Anrainer sind angespannt. Auch die Freiwillige Feuerwehr musste wegen Fehlalarmen im Schnitt 1 Mal pro Nacht ausrücken - manchmal sogar viermal hintereinander. Einmal haben die Mitbewohner den "Drückerkollegen" festgehalten, offenbar ging es ihnen genauso auf den Keks. Pikant: Bei einer Feuerwehrvisite waren die Klinken abmontiert. Will man was verstecken? Ein Polizist bestätigte mir, dass die Kacke am Dampfen sei - jedoch sind ihnen die Hände gebunden. "Befehl von ganz oben", meinte er. Von den versprochenen 10 zusätzlichen Kollegen sind nur rund die Hälfte gekommen. Nunja, immerhin erhält die Polizei jetzt eine gepanzerte Dienststelle innerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung. Die anderen Beschäftigten hat man zum Teil von hunderten Kilometern entfernt herangekarrt - das nötige Hotel wird selbstverständlich bezahlt. Ein bekannter Handwerker des naheliegenden Dorfes erzählt: Der Bürgermeister kaufe etliche leerstehende Häuser auf, um darin Asylanten unterzubringen. "Ich war mit meinem Sohn beim Kinderarzt - es waren sonst nur Dunkelhäutige Im Wartezimmer" berichtete mir ein anderer Freund... Die LEA ist ja nur die erste Anlaufstelle - danach geht der Integrations-Schlamassel erst richtig los. Angesichts der bekannt gewordenen Umstände ist es durchaus angebracht zu fragen: Passiert hier gezielt ein schleichender Völkermord vor unseren Augen, mit Wissen und Hilfe der Politik? Man hört meine negative Zukunftserwartung heraus. Wenn möglich, würde ich natürlich versuchen, die Sache friedlich zu lösen. Ich gehe nicht davon aus, dass dieser Kraftakt bei Uneinsichtigen Zuzüglern zu schaffen ist, denn es sind ja gerade die Kriminellen, die die Suppe versalzen. Ich bringe erstmal meine eigenen Schäfchen ins Trockene und rechne mit dem Schlimmsten, hoffe jedoch gleichzeitig auf das Beste, dass das Gewaltmonopol des Staates die Sache vielleicht doch noch in Ordnung kriegt. Es bleibt spannend.

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